# taz.de -- Gesellschaft
       
 (DIR) Alice Schwarzer hört auf: Ohne sie wäre die Frauenbewegung nicht da, wo sie heute ist
       
       Die feministische Journalistin Alice Schwarzer konnte irre nerven. Aber sie
       war eine Stimme für Frauen, und sie hat Frauen eine Stimme gegeben. Das
       trägt bis heute.
       
 (DIR) US-Seniorin blockiert Lieferroboter: „Selbstverständlich mache ich weiter“
       
       Seit Monaten stellt sich die emeritierte Professorin Carolyn Marvin
       Lieferrobotern in den Weg. Nun wurde sie deswegen festgenommen. Ein Anruf
       in Philadelphia.
       
 (DIR) Abstimmung im Parlament: Griechenland beschließt Social-Media-Verbot für Kinder
       
       Nach hitziger Debatte verbietet Griechenland ab 2027 soziale Medien für
       Kinder unter 15 Jahren. Teile der Opposition kritisieren das pauschale
       Verbot.
       
 (DIR) Social-Media-Trend: Hyperironisch auf der Banane ausrutschen
       
       Die Accounts @handychillen und @flaschko5 machen Sketches auf Social Media,
       die weder zynisch noch ironisch wirken. Eine neue Art von Online-Humor?
       
 (DIR) Mark Dittli wird NZZ‑Chefredakteur: Der neue Chef, der nicht ganz ins Bild passt
       
       Ab Februar bekommt die Schweizer „Neue Zürcher Zeitung“ einen neuen Leiter.
       Auf Eric Gujer folgt Mark Dittli – eine für die Zeitung überraschende Wahl.
       
 (DIR) Vorurteile gegen Deutsch-Türken: Der Eroberer des Jobcenters
       
       Während der Bundespräsident eine Mongolei-Ausstellung eröffnet, fragt sich
       der Kolumnist: Was haben Dschingis Khan und ein Köftekneter aus Berlin
       gemeinsam?
       
 (DIR) Soziologin über Kindesmissbrauch: „Menschen mit Behinderung sind stärker betroffen“
       
       Barbara Kavemann setzt sich für Menschen mit Behinderung ein, die sexuellen
       Missbrauch erlebt haben. Die Kampagne „Offen für deine Geschichte“ soll
       sensibilisieren und ermutigen.
       
 (DIR) Sozialer Protest in Frankreich: Diagonale des Frusts
       
       Die Unruhen und die Gewalt in Frankreich haben eine Vorgeschichte der
       Missachtung. Die Republik muss ihre eigenen Werte wieder respektieren.
       
 (DIR) „Call of Duty: Modern Warfare 4“: Selbstjustiz à la USA
       
       Ja, die Marke „Call of Duty“ steht seit jeher für brachiale
       US-amerikanische Propaganda. Trotzdem legt das neue Spiel einen
       qualitativen Sprung hin.
       
 (DIR) „Gen Z regelt“-Proteste: Der Gesellschaft geben, was sie hören will
       
       „Gen Z regelt“ ruft zu deutschlandweiten Protesten auf. Gewalt lehnt die
       Organisation dabei ab. Das stützt zwar die herrschende Macht – ist aber
       taktisch klug.
       
 (DIR) Museum für NS-Geschichte in Flensburg: Gestapo-Sitz oder „Deutsches Haus“?
       
       In Flensburg soll ein Vermittlungszentrum zur kritischen Aufarbeitung des
       Nationalsozialismus entstehen. Um den Standort gibt es Streit.
       
 (DIR) Vergewaltigungsprozess in Hamburg: FLINTA* machen sich breit
       
       Ein wegen Vergewaltigung angeklagter Mann möchte die Vorwürfe möglichst
       öffentlich abstreiten. Nun regt sich Protest im Namen der Betroffenen.
       
 (DIR) Zensur auf Meta-Plattformen: Der mühsame Kampf gegen willkürliche Sperrungen
       
       Digitale Zensur nimmt zu, insbesondere progressive Inhalte verschwinden aus
       dem Netz. Europäisches Recht bietet davor bislang nicht genug Schutz.
       
 (DIR) Etappensieg für die Presse: „Zeit“-Tonaufnahmen sind tabu fürs Gericht
       
       Das Landgericht Hamburg hat entschieden: Die Tonaufnahmen, die die „Zeit“
       für ihren Podcast zum Fall Block aufgenommen hat, bleiben unter Verschluss.
       
 (DIR) „Bild“-Chefredakteurin entschuldigt sich: Fuck AfD, ähm, doch nicht
       
       Da denkt man für einen kurzen Augenblick, die „Bild“-Chefredakteurin Marion
       Horn zeigt klare Kante gegen die AfD. Doch dann macht sie einen Rückzieher.
       
 (DIR) Brasilien vor der Stichwahl: „Olé, olá, Lula“
       
       Der Kampf ums brasilianische Präsidentenamt entscheidet sich auf Social
       Media. Bevorzugt der US-Konzern Meta den rechten Kandidaten Bolsonaro?
       
 (DIR) Seltene Erkrankung: Eine Einzige von 83 Millionen
       
       Die sechsjährige Caroline leidet am PUS3-Syndrom - als einzig bekannte
       Betroffene in Deutschland. Ihre Eltern haben wenig Hoffnung auf Besserung –
       aber einen Plan.
       
 (DIR) Nahostberichterstattung in Deutschland: „Man stößt als Journalist:in schnell an Grenzen“
       
       Eine Mehrheit befragter Journalist:innen sieht die Pressefreiheit zur
       Nahostberichterstattung bedroht. Carola Richter hat an der FU Berlin dazu
       geforscht.
       
 (DIR) Rechtspopulismus und Demokratie: Potenzial nicht ausgeschöpft
       
       Für eine sozial gerechte Zukunft braucht es eine radikale Mitte. Ein
       politisches Lager, das Möglichkeiten darlegt, statt Vergangenem
       nachzutrauern.
       
 (DIR) Geleakte AfD-Mails: Folgen jetzt mal Konsequenzen?
       
       Zehntausende geleakte interne Mails belegen nochmals, was ohnehin im Großen
       und Ganzen bekannt ist. Was folgt jetzt daraus?
       
 (DIR) Nach Ausschreitungen in Italien: Fehdehandschuh an die Vorstadtjugend
       
       Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni erlässt ein Sicherheitsdekret und
       schickt Soldaten nach Mailand. Das soll Tatkraft und Härte zeigen, wird
       aber kein Problem lösen.
       
 (DIR) Nach 50 Jahren eingestellt: Warum „Emma“ dem Feminismus zuletzt mehr schadete als nutzte
       
       Nach 50 Jahren erscheint Alice Schwarzers Blatt „Emma“ im Dezember zum
       letzten Mal. Das wurde auch Zeit.
       
 (DIR) Festivalleiterin über Bismarck-Denkmal: „Der Kolonialismus ist keine abstrakte Geschichte“
       
       Die Bismarck-Statue im Hamburger Alten Elbpark ist umstritten. Auf dem
       Fluctoplasma Festival findet dort ein postkolonialer Rundgang statt.
       
 (DIR) Wut in der Bevölkerung: Wer zu spät kommt …
       
       Wer sich abgehängt fühlt, ist nicht resilient genug und fällt leicht den
       Rechten in die Hände. Eine Regierung, die das nicht begreift, fördert Wut.
       
 (DIR) Integrationsprojekt in Stuttgart: Schluss mit Chaos im Kopf
       
       Wie gelingt geflüchteten Kindern der Einstieg in die Schule? In Stuttgart
       testet ein Modellprojekt neue Methoden. Ein Besuch in der Lernwerkstatt.
       
 (DIR) Radios in Berlin: Es braucht mehr Kiezradios
       
       Im Bergmannkiez in Berlin-Kreuzberg gab es früher das multicult.fm, ein
       Kiezradio. Was ist übrig geblieben von den Redaktionsräumen?
       
 (DIR) Bedeutendes und umstrittenes Magazin: Ciao, „Emma“!
       
       Vor knapp 50 Jahren erschien die erste „Emma“ – gegründet von Alice
       Schwarzer. Jetzt ist Schluss. Wirtschaftliche Gründe stecken angeblich
       nicht dahinter.
       
 (DIR) Senioren in Südkorea: Rüstig für die KI-Zukunft
       
       Südkoreas rapide alternde Bevölkerung lernt den Umgang mit künstlicher
       Intelligenz. Der technologische Wandel hinterlässt nicht nur positive
       Spuren im Land.
       
 (DIR) Sondierungsergebnis in Berlin: Ist die Vergesellschaftung von Wohnungen eine gute Idee?
       
       Linke, Grüne und SPD wollen 160.000 Wohnungen sozialisieren. Das ist
       umstritten: politisch, juristisch, finanziell. Ein Pro und Contra.
       
 (DIR) Ausschreitungen in Frankreich: Le Pens nützliche Idioten
       
       Rechte und Konservative erklären die Krawalle in Frankreich zum
       Kulturkampf. Derlei rassistische Ferndiagnosen sind wenig hilfreich.
       
 (DIR) Rente und Mütter: Komplett verblödete Idee
       
       Die Union will die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren erhalten und
       opfert dafür Rentenansprüche für Mütter. So könnten auch hier bald
       Rathäuser brennen.
       
 (DIR) Medien in Österreich: 101 Millionen Euro für Zeitungen in der Krise
       
       Ein dreistelliger Millionen-Euro-Betrag soll österreichischen Medien
       helfen. Für Medienminister Andreas Babler ist das ein Erfolg.
       
 (DIR) Mensch-Tier-Beziehungen: Auf Augenhöhe mit den Tieren
       
       Die Kunstwissenschaftlerin Jessica Ullrich untersucht an der
       Braunschweiger Kunst-Uni das Verhältnis von Mensch und Tier. Damit leistet
       sie Pionierarbeit.
       
 (DIR) Wider den Rechtspopulismus: Linke in Zeiten der Monster
       
       Erfolge und Niederlagen der Progressiven folgen keinem einfachen Muster.
       Ein paar Erfolgsrezepte sind aber erkennbar.
       
 (DIR) Rundfunk in Slowenien: Fernseh-Rettung aus dem Ausland
       
       Eine Abstimmung über Rundfunkgebühren zeigt die Kluft in Sloweniens
       Gesellschaft. Doch die rechtspopulistische Regierung muss eine Niederlage
       einstecken.
       
 (DIR) Wahlen in Israel: Weder Held noch Bösewicht
       
       Das deutsche Israel-Bild ist verengt, egal aus welchem Blickwinkel. Aber
       Israel ist ein reales Land, keine Projektionsfläche.
       
 (DIR) Proteste in Europa: Und die EU-Spitze schaut weg
       
       Die europaweiten Proteste könnten sich zu einer Revolte à la 1968
       ausweiten. Denn das Nichtstun der EU verstärkt die Wut noch. Dabei gäbe es
       einen Ausweg.
       
 (DIR) Friedrich Merz’ Investitionsgipfel: Stromberg lässt grüßen
       
       Mit dem „Invest in Germany Summit“ will die Bundesregierung das Großkapital
       anlocken. Hinter verschlossenen Türen und ohne Gewerkschaften, versteht
       sich.
       
 (DIR) Biodiversität: Die Lösung liegt auf der Alm
       
       Um das lebenswichtige Miniaturvieh zu retten, braucht es ein Umdenken von
       Land- und Forstwirtschaft. Mehr Wald und Moore statt Dünger und Tierzucht.
       
 (DIR) Gewalt bei Schulprotesten: Nur ein Symptom
       
       Die heftigen Ausschreitungen sind eine Folge dessen, dass das Leben immer
       unbezahlbarer wird. Und einer Hilflosigkeit, anders nicht gehört zu werden.
       
 (DIR) China plant Exportkontrollen: Pekings Handelsfallen
       
       Das Ziel von Präsident Xi Jinping ist es, China möglichst autark und den
       Rest der Welt möglichst abhängig zu machen. Die geplanten Exportkontrollen
       sind Teil davon.
       
 (DIR) „+972 Mag“ aus Israel-Palästina: Das Magazin hinter der Doku „Naza“
       
       Das „+972 Magazine“ ist für seine Recherchen zu israelischen
       Kriegsverbrechen bekannt. Wie lange ist derart kritischer Journalismus in
       Israel noch möglich?
       
 (DIR) Gekränkte Männer in der Manosphere: „Frauenhass ist zu einem sehr lukrativen Geschäft geworden“
       
       Veronika Kracher arbeitet zu antifeministischen Onlinenetzwerken, der
       sogenannten Manosphere. Im Internet verstärkt sich geschlechtsspezifischer
       Hass.
       
 (DIR) Wirtschaftsmagazin „Surplus“: Im Aufschwung
       
       „Surplus“ macht Wirtschaftsjournalismus von links – und wird dabei von
       namhaften Ökonom*innen unterstützt. Ist das ein Erfolgsrezept? Ein
       Redaktionsbesuch.
       
 (DIR) Eigenes Essen in Restaurants mitbringen: Man wird ja wohl noch tuppern dürfen
       
       Unsere Autorin bringt ihr eigenes Essen ins Restaurant mit, isst Reste
       anderer und sieht darin einen Widerstand gegen Konsumzwang.
       
 (DIR) Alkoholverbot an Bahnhöfen: Der German Dream ist eine klinisch reine Gesellschaft
       
       Das Alkoholverbot der Deutschen Bahn wird nicht für mehr Sicherheit sorgen.
       Stattdessen vertreibt es lediglich Obdachlose und suchtkranke Menschen.
       
 (DIR) Aus für Verbrenner-Aus: Merz, der Auspuff-Vater
       
       Der Kanzler will mit dem Einkassieren des Verbrenner-Aus der Autobranche
       helfen. Er macht damit genau das Gegenteil – und das Klima ist ihm egal.
       
 (DIR) Vergesellschaftung in Berlin: Ende des neoliberalen Mantras
       
       Linke, Grüne und SPD haben sich geeinigt: Große Wohnungskonzerne werden
       vergesellschaftet. Trotz offener Fragen ist das ein wahres
       Hoffnungsprojekt.
       
 (DIR) Psyche und Job: Kein Problem, Chef! Ahhhhhhhhhh!!!
       
       Stress, Burn-out, Depression: Trotz Digitalisierung und KI ist die
       Arbeitslast hoch – und die Politik erhöht den Druck.
       
 (DIR) Eskalation in Frankreich: Quittung für einen verweigerten Dialog
       
       Die Regierung hat durch die Polizeigewalt Öl ins Feuer gegossen. Sie
       wusste, dass sie damit ins Risiko geht – angesichts der Geschichte
       Frankreichs.