# taz.de -- Gesellschaft
(DIR) Cannabis in Thailand: Genug gekifft?
Der private Konsum von Cannabis boomt in Thailand. Aber die Regierung
versäumt es, eine nachhaltige Industrie aufzubauen, die Arbeitsplätze
sichert.
(DIR) DuMont übernimmt „Kölnische Rundschau“: Journalisten-Verbände üben Kritik
DuMont übernimmt die „Kölnische Rundschau“. Gewerkschaften befürchten
Stellenstreichungen. DuMont dementiert: Die Redaktion soll eigenständig
bleiben.
(DIR) Loewe Verlag ohne KI: KI hat keine Fantasie
Der Loewe Verlag kennzeichnet seine Kinderbücher mit dem Hinweis, diese
seien ohne KI entstanden. Das ist richtig, aber keine generelle Absage an
KI.
(DIR) Bundestag ändert Vaterschaftsrecht: Stärkere Rechte für leibliche Väter
Biologische können künftig leichter auch rechtliche Väter werden. Karlsruhe
hatte die bisherige Regelung für verfassungswidrig erklärt.
(DIR) Sonniges Wetter und Zugvögel: Die Kraniche kommen
„Da sind wir wieder!“, zwitschern uns die Zugvögel vom Himmel aus zu. Sie
kommen zurück aus dem Süden, denn im März haben sie einen Termin.
(DIR) Blick zurück aufs Paradies: Kann das alles Zufall sein?
Die Gegenwart mal aus der ausgedachten Zukunft eines Science-Fiction-Romans
zu betrachten, schärft den Blick. Wie viel Wahnsinn ist da schon im Gange?
(DIR) Equal Pay Day: Scham ist überflüssig
Frauen verdienen 16 Prozent weniger als Männer – auch weil sie oft weniger
verlangen. Dabei ist nicht die Frau gierig, die verhandelt. Gierig ist das
System, das ihre Leistung umsonst will.
(DIR) Betrug bei Masernimpfungen in Bayern: Das Ende des Kollektivs
In Bayern sollen 27 Arztpraxen falsche Impfnachweise ausgestellt haben. Das
zeugt von einer Individualisierung, deren Opfer lediglich als
Kollateralschaden gelten.
(DIR) Wolfram Weimer und die Berlinale: Autoritäre Machtmarkierung
Auch wenn Tricia Tuttle vorerst Festival-Leiterin bleibt – das Vorgehen des
Kulturstaatsministers wirkt als Warnung an die gesamte Kulturszene.
(DIR) Altern und Gesundheit: Wenn die Bandscheibe zum Vorfall wird
Müssen wir uns im mittleren Alter von der Sport- und Rockstarattitüde
verabschieden? Was können wir wirklich tun gegen gesundheitliches
Zerbröseln?
(DIR) Buchvorstellung von Pelicots Memoiren: Noch immer ein weiter Weg
Bei ihrem Auftritt in Hamburg bleibt Gisèle Pelicot kämpferisch. Männer und
Frauen seien aber nicht dazu gemacht, auf Dauer in Feindschaft zu leben.
(DIR) SPD und Heizungsgesetz: Debakel mit rotem Schleifchen
Die SPD konnte sich beim neuen Heizungsgesetz nicht durchsetzen, die CDU
brauchte diesen Sieg. Nun wird es für Mieter richtig teuer.
(DIR) Medienskandal in Serbien: Ein Plan wird Realität
In Serbien sind freie Medien unter Druck von Präsident Vučić. Nun stehen
der TV-Sender N1 und die Zeitung „Danas“ vor einschneidenden Änderungen.
(DIR) Altersbeschränkungen im Internet: Russlands Umgang mit Roblox ist kein Vorbild
Russland hat die Spieleplattform Roblox verboten, auch weil dort Kinder
sexuell belästigt werden. Doch solche Verbote treffen auch die Falschen.
(DIR) Beschwerden beim Presserat: So viele Rügen wie noch nie
Mehr als 100 Rügen hat der Deutsche Presserat im Jahr 2025 ausgesprochen.
Besonders viele Beschwerden gab es über einen Nahost-Beitrag bei Springer.
(DIR) Tödliche Polizeischüsse auf Lorenz A.: „Es war eine Frage der Zeit, bis einer von uns so stirbt“
Schüsse aus einer Dienstwaffe töteten Lorenz A. aus Oldenburg. Für seine
Freunde ist sein Tod die Konsequenz des Rassismus, den auch sie von der
Polizei kennen.
(DIR) Deutsche Erinnerungspolitik: Die große Heuchelei
Die Erinnerungskultur in diesem Land wird genau durch jene zerstört, die
vorgeben, sie zu verteidigen: die politische Kaste der Scheinheiligen.
(DIR) Linke Szene in Brandenburg: Bollwerk gegen Nazis
Das Hausprojekt K29 bereichert das Cottbuser Stadtleben. Das scheint aber
nicht zu helfen: Der Vermieter will es räumen lassen.
(DIR) Deutsche nach dem Tod von „El Mencho“: Hauptsache, die WM findet statt
75 Tote in Mexiko nach der Tötung des Drogenbosses „El Mencho“ und hier
sorgt man sich vor allem um das Sommermärchen. Eine seltsame
Prioritätensetzung.
(DIR) Netflix-Doku über Americas Next Topmodel: Ein wahr gewordener Albtraum
Eine Doku möchte herausfinden, wie schlimm es hinter den Kulissen der
US-Castingshow wirklich war. Die Antwort: Sehr schlimm!
(DIR) Merkel-Klatscher an falscher Stelle: Das kann die ARD besser
Jetzt also auch noch das Erste. Es sendete zwar einen echten
Fernsehausschnitt, aber an einer zeitlich falschen Stelle. Das ist
unverantwortlich.
(DIR) Grundsatzurteil Marokko gegen „SZ“: Ehrenlose Staaten
Marokko scheitert mit Klagen gegen „SZ“ und „zeit.de“, weil ein Staat keine
Persönlichkeitsrechte haben kann. Eine Grundsatzentscheidung aus Karlsruhe.
(DIR) Neuer Chef der Bischofskonferenz: Heiner will mehr
Klimaschutz, Frauenweihe, Homosexuelle, Zölibat: Mit Heiner Wilmer wählt
die katholische Bischofskonferenz einen progressiven Vertreter an ihre
Spitze.
(DIR) Ulf Poschardt zur Berlinale: Alle oder keiner
Wer darf welche Filme mit welchem Geld drehen? Und wer darf sich auf der
Berlinale wie äußern? „Welt“-Herausgeber Ulf Poschardt hat mal wieder den
Schuss nicht gehört.
(DIR) Affe Punch erobert Social Media: Je suis Monkey
Das Internet solidarisiert sich mit Makakenbaby Punch. Das Kindchenschema
kickt und Affenkuscheltiere boomen. Aber die Baby-Haltbarkeit ist begrenzt.
(DIR) Online-Medium „The Kyiv Independent“: „Der Welt helfen, die Ukraine zu verstehen“
Das englischsprachige ukrainische Medium „The Kyiv Independent“ trifft auf
großes Interesse. Die Chefredakteurin und ein Reporter berichten von ihrem
herausfordernden Job.
(DIR) Datenschutz und Tiktok: Weimer will Tiktok in „europäische Hände“ legen
Die chinesische Plattform Tiktok ist in Deutschland extrem verbreitet.
Kulturstaatsminister Weimer sieht negative Folgen. Er macht einen
Vorschlag.
(DIR) Die DDR: Irgendwann kommt was
Eine große Müdigkeit prägte die letzten Jahre der DDR. Die kollektive
Erschöpfung ist bis heute zu spüren – und hat auch politische Folgen.
(DIR) Kinder fragen, die taz antwortet: Woher kommen Läuse?
Wir wollen von Kindern wissen, welche Fragen sie beschäftigen. Jede Woche
beantworten wir eine. Diese Frage kommt von Yara, 7 Jahre alt.
(DIR) Was die jüngsten Epstein-Files zeigen: Eine enorme Produktion von Schein
Das System Epstein bestand aus zwei Netzwerken: Es ging immer auch um die
bestmöglichen Beziehungen. Die begehrten Kontakte sind nun toxisch
geworden.
(DIR) Linkspartei in Baden-Württemberg: The Länd sieht rot
Erstmals könnte die Linke in den Landtag von Baden-Württemberg einziehen.
Progressive im Südwesten haben kaum eine Alternative.
(DIR) Neue „Ostdeutsche Allgemeine Zeitung“: Altbekannte Meckerei
Die „Ostdeutsche Allgemeine Zeitung“ pendelt zwischen Ostalgie,
Sowjetromantik und AfD. Einen neuen Blick auf Ostdeutschland sucht man
vergeblich.
(DIR) Mexikos Kampf gegen Drogenkartelle: Schüsse statt Umarmungen
Dass Mexikos Präsidentin militärisch gegen die Kartelle durchgreift, ist
richtig. Sie sollte auch gegen die Politiker vorgehen, die davon
profitieren.
(DIR) IS-Lager al-Hol in Syrien: Tickende Zeitbombe
Das Lager al-Hol wurde jetzt von der syrischen Regierung geräumt. Dort
verschwammen die Grenzen von Opfern und Tätern.
(DIR) Künstlerinnen über Kolonialismus: „Dass Kunst keine große Wirkung hat, ist der größte Quatsch“
Der Hamburger Erinnerung an die Kolonialvergangenheit wollen Gifty Lartey
und Isabel Hagen mit ihrem Projekt „Performing Denkmal“ auf die Sprünge
helfen.
(DIR) Debatte um Rundfunkbeitrag: Der Preis der heißen Kartoffel
Der Rundfunkbeitrag soll um 28 Cent erhöht werden. Die Länder warten auf
die Meinung des Verfassungsgerichts und sollten aufhören, den ÖRR zu
bashen.
(DIR) Stand-up-Comedy in Berlin: Very funny
In Berlin wird gern und viel auf Englisch gelacht. Die größte
englischsprachige Comedyszene der EU findet sich in der Stadt. Aber warum
gerade hier?
(DIR) Protestforscherin über Politguppen: „Schauen, wer durch Geborgenheit ausgeschlossen wird“
Politische Gruppen können als Experimentierfeld für die gesamte
Gesellschaft dienen, sagt die Flensburger Protestforscherin Clara Tempel.
(DIR) Klassische Musik und ihre Akteure: Das Erbe des Cellisten
Wolfgang Boettcher war Solo-Cellist der Berliner Philharmoniker. Unser
Autor macht sich auf die Suche nach dem, was von ihm weiterlebt.
(DIR) Eine Form von Reichtum: Diese ganzen Dinge, sie kommen immer noch zu mir
Immer neuer Kram in der Wohnung? Dagegen kann sich unsere Kolumnistin nicht
wehren. Selbst wenn sie an die denkt, die die Wohnung mal ausräumen müssen.
(DIR) Florian Lintz über Selbstbewusstsein: „Es ist normal, verschieden zu sein“
Florian Lintz hat sich trotz Behinderung an die Technische Hochschule Köln
hochgearbeitet. Dort lehrt er als Bildungsfachkraft für Inklusion.
(DIR) ICE in Minnesota: Politik verrutscht Stück für Stück
Ohne Druck von unten wären die ICE-Truppen wohl nicht aus Minnesota
abgezogen worden. Ein Sieg der Zivilgesellschaft. Die brauchen wir auch
hier.
(DIR) Supreme Court kippt Zölle: Rückschlag für Trump mit unbekannten Folgen
Wer denkt, dass die Justiz Trump endlich stoppt, sollte genau hinschauen.
Der Präsident hat weiter viel Spielraum in seiner radikalen Zollpolitik.
(DIR) Beziehung statt Statusbericht: Catch-up-Culture? Ohne mich
Unsere Autorin möchte am Leben ihrer Freundin teilhaben. Und nicht bloß
alle paar Wochen ein Update im Café bekommen.
(DIR) Medienereignis Olympische Spiele: Festspiele der Geschlagenen
Hauptsache, Medaillen! Die Berichterstattung zu Olympia hat eine
Schlagseite. Ist dabei sein etwa doch nicht alles?
(DIR) Friedrich Merz, die Ukraine und der ÖRR: Vagheit und Verhintertürung von Aussagen
Warum Alice Schwarzer Ehrenvorsitzende der FDP sein könnte, wo die deutsche
Kompetenz „Hilflos zugucken“ läuft und wofür der Kanzler keine Worte fand.
(DIR) Pressefreiheit in der Türkei: DW-Korrespondent Alican Uludağ sitzt nun in U-Haft
Die Türkei wirft dem Journalisten unter anderem die Beleidigung des
Präsidenten vor. Deutsche Politiker fordern Uludağs Freilassung – und aus
Ankara kommt keine Reaktion.
(DIR) Katholische Kirche zeigt Reliquien: Franz von Assisi zurück unter den Lebenden
Erstmals seit fast 800 Jahren werden die Gebeine des heiligen Franz von
Assisi öffentlich gezeigt – für vier Wochen. Der Andrang ist groß.
(DIR) Toiletten im Zug: Erst groß, dann klein, dann geht’s auch ohne Bürste
Ärgerlich, wenn man die Bürste braucht und die grade nicht zur Hand ist. Da
hilft dem modernen Mann nur, gute Vorsätze über den Haufen zu schmeißen.
(DIR) Neuer Dortmund-„Tatort“: Abschied im serbischen Flammeninferno
„Ich war schon bei Belgrad draußen“, heißt es im neuen „Tatort“ aus
Dortmund, der auch in Ex-Jugoslawien spielt. Was ein wenig zu viel gewollt
ist.