# taz.de -- DuMont übernimmt „Kölnische Rundschau“: Journalisten-Verbände üben Kritik
       
       > DuMont übernimmt die „Kölnische Rundschau“. Gewerkschaften befürchten
       > Stellenstreichungen. DuMont dementiert: Die Redaktion soll eigenständig
       > bleiben.
       
 (IMG) Bild: Aushangkasten der Kölnischen Rundschau, die von DuMont übernommen wird
       
       kna | Der Kölner Verlag DuMont übernimmt die Herausgeberschaft der Zeitung
       Kölnische Rundschau. Nach Angaben der Gesellschaft war die Rundschau für
       den bisherigen Herausgeber, den Heinen-Verlag, nicht mehr wirtschaftlich.
       Um die seit rund 80 Jahren existierende Kölnische Rundschau langfristig und
       eigenständig zu erhalten, werde die Tageszeitung i[1][n die regionale
       Struktur der Dachmarke Kölner Stadt-Anzeiger Medien] eingebunden.
       
       Ziel von DuMont sei es, das Produkt in Print und digital weiterzuführen.
       Neben der Zeitung werden demnach auch die Heinen-Anteile an der Rheinischen
       Redaktionsgemeinschaft übernommen, die den Großteil der lokalen Inhalte
       beider Zeitungen produziere. DuMont-CEO Christoph Bauer betonte, die
       Rundschau sei eine wichtige Stimme in der Region.
       
       „Wir stellen jetzt die Strukturen bereit, damit sie ihre publizistische
       Rolle auch in Zukunft stark und erfolgreich wahrnehmen kann.“ Innerhalb der
       Stadt-Anzeiger Medien sei dafür etwa ein eigener Chefredakteur für die
       Rundschau vorgesehen
       
       Die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (DJU) in der
       Gewerkschaft Verdi übte Kritik an den Plänen. Bis Ende März sollen laut DJU
       50 Stellen der Rundschau gestrichen werden. „Die Kaltblütigkeit der
       Geschäftsführung von DuMont und [2][des ehemaligen BDZV-Präsidenten Helmut
       Heinen] ist erschreckend“, so DJU-Covorsitzender Lars Hansen. Zudem
       befürchte man ein Ende der Eigenständigkeit der Zeitung.
       
       ## Journalisten-Verband äußert Bedenken
       
       DuMont wies die Vorwürfe auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur
       zurück. Es würden keine Kündigungen durch den neuen Verlag ausgesprochen.
       Vielmehr verwies eine Sprecherin auf neue digitale Projekte im
       Verbreitungsgebiet, die insgesamt rund 30 neue Stellen schaffen sollen.
       
       Der Deutsche Journalisten-Verband NRW hat indes ebenfalls Bedenken. Laut
       dem Landesverband würden durch eine Schließung der Rundschau mindestens 30
       Journalisten ihren Job verlieren. „Das ist nicht nur für die Kolleg:innen,
       die quasi über Nacht ihre Lebensgrundlage verlieren, ein schwerer Schlag,
       sondern auch für die Medienmetropole und Millionenstadt Köln“, sagte Andrea
       Hansen, Vorsitzende des DJV-NRW.
       
       Der Verband appellierte an DuMont, [3][seiner publizistischen Verantwortung
       gerecht zu werden] und eine zweite unabhängige Lokalredaktion zu erhalten.
       Auch den Heinen-Verlag erinnerte der DJV an seine Verantwortung für die
       Mitarbeiter.
       
       27 Feb 2026
       
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