# taz.de -- Kultur
       
 (DIR) Neuer Roman von Heinz Strunk: Gefangen in der eigenen Echokammer 
       
       Schematische Figuren, sexualisierte Frauen. Unsere Autorin fragt sich: Was
       finden Buchpreisjurys nur an den immer gleichen Büchern von Heinz Strunk?
       
 (DIR) Spielzeiteröffnung am Gorki: Die Zeichen stehen auf Trauer und Verstummen
       
       Das Gorki Theater in Berlin eröffnet mit Installationen im Theaterhaus.
       Sarkis' „Fuge“ erinnert auch an den polnischen Theatermacher Tadeusz
       Kantor.
       
 (DIR) Tagung zum 7. Oktober in Berlin: „Die Gesellschaft darf nicht von Extremisten geführt werden“
       
       Eine internationale Tagung in Berlin befasst sich damit, wie weit der 7.
       Oktober von der Shoah entfernt liegt und wohin die israelische Gesellschaft
       steuert.
       
 (DIR) Abramovićs „Balkan Erotic Epic“: Wie man den Regen bezwingt
       
       Immersives Theater in Duisburg: Bei der Ruhrtriennale verklärt
       Performance-Legende Marina Abramović mit einer spektakulären Show
       archaische Balkan-Riten.
       
 (DIR) Filmfestspiele in Venedig: Verrückte gibt es hier nicht
       
       Die Filmfestspiele von Venedig bieten: Pädophilie, die Arbeit in einer
       Jugendpsychiatrie, Grundlagen der Philosophie und Abgründe von Reality-TV.
       
 (DIR) Punksänger Monchi im Gespräch: „Gehen? Digga, ist das euer Ernst?“
       
       Jan Gorkow, besser bekannt als Monchi, Sänger der Band Feine Sahne
       Fischfilet, erzählt von der Kraft des Machens und warum er nicht mehr alle
       „Cops“ für „Bastards“ hält.
       
 (DIR) Debatten über ostdeutsche Empörung: Böse Worte seit 1989
       
       Woher kommt die emotionale Wucht der Empörung, die sich zur
       Staatsverachtung verfestigt hat? Eine Zeitreise durch deutsche
       Befindlichkeiten.
       
 (DIR) Neuer Roman von Tash Aw: Eine kleine Farm in Zeiten von El Niño
       
       Der neue Roman von Tash Aw wird wieder weltweit hoch gehandelt. Er erzählt
       vom ländlichen Malaysia, Klassenzugehörigkeit und einer schwierigen Liebe.
       
 (DIR) Martin McDonaghs Film „Wild Horse Nine“: Dinos im Himmel
       
       Bei den Filmfestspielen in Venedig feiert der Regisseur Martin McDonagh
       einen Triumph. In seinem neuen Film schickt er zwei Stars auf die
       Osterinseln.
       
 (DIR) Neues Album von US-Sängerin Erykah Badu: Sie bricht den Fluch als Hexenmeisterin
       
       Erykah Badu veröffentlicht das Album „Before the World Blows“ mit Produzent
       The Alchemist. Sein BoomBap ist die perfekte Klangkulisse für ihre düstere
       Textwelt.
       
 (DIR) Kulturkampf in Sachsen-Anhalt: Drohung nach Orbáns Vorbild
       
       Der Kulturkampf der AfD zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat
       Modellcharakter. Aufgezogen ist er nach dem Vorbild Viktor Orbáns in
       Ungarn.
       
 (DIR) Russisches Haus und Goethe-Institut: Putins Propagandaspiele
       
       Das Goethe-Institut in Moskau soll schließen. Es war so ziemlich das letzte
       seiner Art. Menschenrechtlerin Irina Scherbakowa über Kultur und den Krieg.
       
 (DIR) Film „Bucking Fastard“ von Werner Herzog: Was für ein merdammter Vistkerl
       
       Regisseur Werner Herzog bekommt Genugtuung in Venedig mit seinem jüngsten
       Streich, „Bucking Fastard“. Kate und Rooney Mara brillieren darin als
       Schwestern.
       
 (DIR) Eigentumsgeschichte von Kunstwerken: Das Erbe, das die AfD verdecken will
       
       Provenienzforschung befördere ein unangemessenes „Schuldgefühl“, findet die
       AfD. Also sollte niemand nach geraubtem Kulturgut fragen? Wie die Forschung
       dagegenhält.
       
 (DIR) Knasttheater aufBruch spielt Lessing: Ein Platzhalter für eigene Gedanken
       
       Das Berliner Gefangenentheater aufBruch spiegelt in einer
       Open-Air-Inszenierung von Lessings Ideendrama „Nathan der Weise“ Debatten
       der Gegenwart an dem Klassiker.
       
 (DIR) 20 Jahre Radialsystem Berlin: Den Atem anhalten
       
       Partyboote schippern vorbei, wenn im „Radialsystem“ an der Spree neue
       Formen ausprobiert werden. Jetzt feiert das Kulturzentrum 20-jähriges
       Jubiläum.
       
 (DIR) Buch vom Soziologen Sighard Neckel: Die Abwendung der Katastrophe kann nur kollektiv gelingen
       
       Die Klimakatastrophe stellt Gesellschaften vor Herausforderungen, die sie
       überfordern. Der Soziologe Sighard Neckel analysiert die Blockaden, die
       Lösungen verhindern.
       
 (DIR) Venedig-Eröffnungsfilm „Ink“: Männer, die große Räder drehen wollen
       
       Die Filmfestspiele eröffnen mit Danny Boyles Boulevardpressedrama „Ink“.
       Jurypräsidentin Maggie Gyllenhaal beklagt den Mangel an Frauen im
       Wettbewerb.
       
 (DIR) Film „Ghost School“: Dschinns statt Staatsdiener
       
       „Ghost School“, das Spielfilmdebüt von Regisseurin Seemab Gul prangert die
       Korruption in Pakistan an. Der Kinderfilm nutzt dafür dokumentarische
       Aspekte.
       
 (DIR) Graphic Novel „Glaub mir“: In der Tiefe des familiären Medizinschranks
       
       Was religiöse Orthodoxien im Leben junger Menschen anrichten können. Jutta
       Pilgram erinnert nicht nur im Zeichenstil an Marjane Satrapi.
       
 (DIR) Niederschlagung des Prager Frühlings: Gefährlicher August
       
       Als der Warschauer Pakt 1968 den Prager Frühling niederschlug, gab es auch
       in Russland Protest. Unter Putin wurde die Erinnerung daran immer
       unbequemer.
       
 (DIR) Begegnungen mit Fremden: Wenn die Kinder aus dem Haus sind
       
       Was tun, wenn die Stille im leeren Haus drückt? Wie findet man neue Hobbys,
       Freunde oder Kollegen? Vielleicht im öffentlichen Nahverkehr
       
 (DIR) Herausgeberin über Musikerinnen-Buch: „Je mehr Frauen auf der Bühne stehen, desto mehr folgen“
       
       Künstlerinnen sind in der Musik sichtbarer denn je. Das ist dennoch kein
       Indiz für strukturelle Gleichheit, sagt Musikjournalistin Juliane Streich.
       
 (DIR) Das Leben der Bundesligamaskottchen: Rote Linien
       
       Es gibt Dinge, über die man besser keine Witze macht. Zum Beispiel über den
       Berliner Fußball und mögliche zarte Bande zwischen Braunbär und Ritter.
       
 (DIR) Prekäres Leben mit gebrochener Hand: Angst im Kopf
       
       Überforderung, Hitze: Eine sinnlose und verlorene Auseinandersetzung mit
       einem Sessel führt zu künstlerischer Unproduktivität und einem Finanzloch.
       
 (DIR) Paweł Pawlikowski über „Vaterland“: „In dieser Reglosigkeit steckt viel Leben“
       
       Regisseur Paweł Pawlikowski lässt Thomas und Erika Mann 1949 nach
       Deutschland reisen. Er spricht über Weglassen als Methode und Algorithmen
       als Gefahr.
       
 (DIR) Rezeptionsgeschichte eines DDR-Songs: Vielleicht hilft es ja der Demokratie
       
       „Sag mir, wo du stehst“, heißt ein DDR-Beatschlager von Team 4. „Sag mir,
       ob du wählst“ von Sugarbear versucht nun eine zeitgenössische Coverversion.
       
 (DIR) John-Galliano-Schau in New York abgesagt: Er fliegt hoch und stürzt, schon wieder
       
       Die Kritik an einer großen Schau des Modedesigners John Galliano im New
       Yorker Metropolitan Museum of Art wurde immer lauter. Jetzt hat er sie
       abgesagt.
       
 (DIR) Auftakt der Filmfestspiele von Venedig: Es lebe das Fort-da-Spiel
       
       Die 83. Filmfestspiele von Venedig haben schon für Nervosität gesorgt,
       bevor sie heute überhaupt begonnen haben. Was nicht an den langen Filmen
       liegt.
       
 (DIR) Buch über Klimapolitik in London: Frische Brise aus England
       
       Der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan, selbst asthmakrank, beschreibt in
       seinem Buch „Atmen“ konkret, wie eine entschlossene Klimapolitik gelingen
       kann.
       
 (DIR) Theaterstück über Buckelwal Timmy: Der Wal und die Wutbürger
       
       Alexander Klessinger machte in Hamburg aus dem Hype um Buckelwal Timmy ein
       satirisches Passionsspiel. Dann gab es Hassnachrichten und Morddrohungen.
       
 (DIR) E-Mobilität verplant: Zählerstand null
       
       An der Berliner Schönstraße werden Straßenlaternen zu E-Ladesäulen. Aber
       eine von ihnen nutzt niemand.
       
 (DIR) Neuer Roman von Heinz Strunk: Gefangen in der eigenen Echokammer 
       
       Schematische Figuren, sexualisierte Frauen. Unsere Autorin fragt sich: Was
       finden Buchpreisjurys nur an den immer gleichen Büchern von Heinz Strunk?
       
 (DIR) Spielfilmdebüt „Der Heimatlose“: Manche Rolle spielt man unter Zwang
       
       Kai Stänickes Spielfilm „Der Heimatlose“ erzählt von einer Rückkehr in die
       Fremde. Sein Regiedebüt ist ästhetisch erstaunlich konsequent gestaltet.
       
 (DIR) Label Moloko Plus aus Sachsen-Anhalt: Noiserock-Internationalismus und Beatliteratur von unten
       
       In Schönebeck/Elbe sitzt das kleine, aber feine Label Moloko Plus, zugleich
       auch Verlag. Die Compilation „Elmsfeuer“ setzt seine Underground-Tradition
       stilbewusst fort.
       
 (DIR) Buch über rechte Radikalisierung: Dominanzdeutsche mit Männlichkeitskomplex
       
       Ein Sammelband liefert brisante Erkenntnisse zur Frauenfeindlichkeit
       rechter Milieus und zur Gleichgültigkeit gegenüber Opfern rechter Gewalt.
       
 (DIR) Künstler Arthur Jafa und Richard Prince: Bis man in den Medien den krassen Schmerz sieht
       
       Jafa und Prince beschäftigen sich in der Fondazione Prada Venedig mit den
       USA. Dabei oszillieren sie zwischen Brutalität, Utopie und Realität.
       
 (DIR) Kultur-Wochenende in Berlin: Erschöpft, aber verzaubert
       
       Der Sommer in Berlin neigt sich dem Ende zu. Dafür drehte die Kultur auf,
       etwa beim Tanz im August, der Deutschen Oper und der Langen Nacht der
       Museen.
       
 (DIR) Berliner Festival „Pop-Kultur“: Die Kids sind doch alright
       
       Trotz finanzieller Einbußen punktete das Berliner Festival „Pop-Kultur“ mit
       einem eigenwilligen Programm. Nah und fern wurden mit Auftragswerken und
       speziellen Konzerten verknüpft.
       
 (DIR) Siegfried-Lenz-Stück in Wilhelmshaven: Ein autoritärer Käptn ist auch keine Lösung
       
       Mit Siegfried Lenz' Erzählung „Das Feuerschiff“ analysiert die Landesbühne
       Nord kühl die Möglichkeit von Widerstand. Hinter den Kulissen brennt's.
       
 (DIR) Kurze-Texte-Festival in Berlin: Eine Woche Beziehungstalk
       
       Im Berliner Brecht-Haus stellten Autor:innen neue kurze Texte vor. Neben
       Familie und Romantik ging es um verworrene Politik und Beziehungen in der
       Zukunft.
       
 (DIR) Einfluss der AfD auf die Kultur: Stärkt das die Identität?
       
       Die AfD fordert in Sachsen-Anhalt eine Patriotismusklausel für die Kultur.
       Theater fürchten Kürzungen nach der Wahl, wenn die Kulturbudgets neu
       verhandelt werden.
       
 (DIR) Dissidentische Kunst Gabriele Stötzers: „Nein, Nö, Nie“
       
       Stötzer schälte sich schon zu DDR-Zeiten von Zwängen frei. Zu ihrer
       aktuellen Soloschau im Berliner Gropius Bau gab sie ein Konzert auf dem
       Museumsdach.
       
 (DIR) In der Berliner Arminiusmarkthalle: Ruhig, fast ausgestorben
       
       Kurz Teil eines Stücks sein: Wie auf einer Theaterbühne von Christoph
       Marthaler fühlt es sich beim zünftigen Mittagessen in der Markthalle in
       Moabit an.
       
 (DIR) Theater des Goethe-Medaille-Preisträgers: Was sich durch die Biografien der Lebenden und Toten zieht
       
       Prodromos Tsinikoris inszenierte und performte eindrücklich in Weimar das
       Doku-Theater-Stück „96 %“ über Thessaloniki seit der deutschen Besatzung.
       
 (DIR) Kurze-Texte-Festival in Berlin: Eine Woche Beziehungstalk
       
       Im Berliner Brecht-Haus stellten Autor:innen neue kurze Texte vor. Neben
       Familie und Romantik ging es um verworrene Politik und Beziehungen in der
       Zukunft.
       
 (DIR) Oper für alle: Einmal als Ratte zu Füßen der Sopranistin kauern
       
       Die Arena di Verona zieht Opernfans aus aller Welt an. Unsere Autorin
       durfte als Statistin mit auf die Bühne.
       
 (DIR) Berliner Festival Tanz im August: Fürchten Fledermäuse den Klimawandel?
       
       Am Wochenende ging das Berliner Festival Tanz im August zu Ende. Dort wird
       Tanz als politische Kraft mit Wechselwirkung verstanden.