# taz.de -- Kultur
(DIR) Ars-Electronica-Festival 2026: Lieber Kritik oder lieber Sabotage?
Das Medienkunstfestival Ars Electronica in Linz wagte dieses Jahr unter dem
Titel „Future Begins: Negotiating Humanity“ die ganz große
Selbstvergewisserung.
(DIR) Berlin Art Week 2026: Alles so schön glatt hier
Die Berlin Art Week feiert 15-jähriges Jubiläum und tischt groß auf. Was
bleibt von mehr als 120 teilnehmenden Institutionen, Festivals, Galerien,
Messen und Off-Spaces?
(DIR) Han Kang im Hamburger Thalia Theater: Metamorphosen und unruhige Träume
Regisseurin Lilja Rupprecht inszeniert „Die Vegetarierin“ von
Literaturpreisträgerin Han Kang. Die besondere Welt des Buches
nachzuempfinden, gelingt ihr nur selten.
(DIR) US-Punkgitarrist Cheetah Chrome ist tot: Laut, böse und dem eigenen Untergang geweiht
US-Gitarrist Cheetah Chrome ist gestorben. Mit Rocket from the Tombs und
den Dead Boys begründete er Mitte der 1970er die Urform von Punk. Ein
Nachruf.
(DIR) Theaterpremiere in Oldenburg: Digitale Bildungsbürgerlichkeit als erzbiederer Boulevard
Im Oldenburgischen Staatstheater versagt Łukasz Ławicki an Moritz Rinkes
„Sophia oder das Ende der Humanisten“ mit Debattenhülsen und Kalauern an
der künstlichen Intelligenz.
(DIR) Und dann war die Frau weg: Schwalbenkarma
Die letzten Schwalben am Berliner Himmel können ganz wehmütig stimmen –
trotz Vogelmist. Wann sie wohl dieses Jahr verschwinden?
(DIR) Premiere am Wiener Volkstheater: Der Endgegner in Stratford
Das Wiener Volkstheater folgt einem von Rieke Süßkow inszenierten „Macbeth“
bis in die Spielkonsole. Was bleibt außer Hauen und Stechen?
(DIR) Theaterstück von Sophia Süßmilch: Sehr viel Nacktheit und doch zu wenig Wut
Am Samstag feierte die Künstlerin Sophia Süßmilch mit ihrem ersten
abendfüllenden Stück am Berliner HAU eine gelungene Premiere. Irgendwas
fehlte trotzdem.
(DIR) Fisch essen in Hamburg: Zwischen Schlager und Scholle
Wenn sich nichts verändert hat, kann man schon mal nostalgisch werden.
Vielleicht liegt’s aber auch an Andrea Berg.
(DIR) Künstlerischer Dialog: Ein bilderspuckendes Monster aus Kinshasa
„Das DUO“, Christ Mukenge und Lydia Schellhammer leben zwischen der DR
Kongo und Deutschland und machen finstere Kunst. Die ist jetzt in Gießen zu
sehen.
(DIR) Internationales Staubarchiv: „Staub ist der totale Gleichmacher“
Der Kölner Künstler Wolfgang Stöcker sammelt Staub von Orten, die ihm
bedeutsam erscheinen. Staub sei so ästhetisch wie anarchisch, findet er.
(DIR) Kracht und Kitamura beim ilb: Schock und Jubel
Das Berliner Literaturfestival ist vorbei. Christian Kracht und Katie
Kitamura sprachen über das Schreiben und Regeln, die man brechen darf.
(DIR) Regisseurin May el-Toukhy: „Woman Unknown“ gewinnt Goldenen Löwen
Die dänische Regisseurin May el-Toukhy war die einzige Solo-Regisseurin im
Wettbewerb. Für „Woman Unknown“ hat sie den Hauptpreis in Venedig gewonnen.
(DIR) Gespräch mit Kevin Rowland: „Ich glaube schon, dass ich meine feminine Seite stark betone“
Ein Gespräch mit Kevin Rowland, Sänger der Dexys Midnight Runners, über
seinen wütenden Vater, seine feminine Seite und den Fluch des Älterwerdens.
(DIR) Filmfestspiele in Venedig: Liebe in Zeiten der Revolution
In Venedig versucht sich Regisseur Nicolas Pariser in „Un peu avant minuit“
an einem Gesellschaftspanorama rund um menschliche Beziehungen.
(DIR) Fragwürdige Preisvergabe in Berlin: Zu groß denken
Ausgerechnet der längst durchgesetzte Kunst-Star Maurizio Cattelan bekommt
den Preis der Nationalgalerie. Was sagt das über die Kunststadt Berlin?
(DIR) Buch über Nazi-Jugendkultur in Sachsen: Hitlergruß für Aura
In ihrem Buch „Die Jugend malt wieder Hakenkreuze“ untersucht die
Chemnitzer Journalistin Manuela Müller die Baseballschlägerjahre 2.0 in
ihrer Heimatregion.
(DIR) Film „The Uprising“: Die Reichen könnten Sch#$$ kriegen
Gewalt in Zeitlupe, Hauen und Stechen, orgiastisches Morden und Meucheln:
Vor Paul Greengrass' neuem Film „The Uprising“ könnten Milliardäre Schiss
kriegen.
(DIR) Neues Album von US-Punkband: Die Sache mit der neuen Team-Dresch-Platte
Die queere US-Punkband Team Dresch taucht aus der Versenkung auf und
liefert mit dem Album „Furthermore“ eine Kampfansage gegen Homophobie und
Rechtsruck.
(DIR) Shortlist zum Deutschen Buchpreis: Wo bleibt das Drama?
Jurys von Buchpreisen werden üblicherweise dafür kritisiert, welche Romane
auf den Listen stehen und welche nicht. Wir haben einen anderen Punkt.
(DIR) US-Sänger Ty Segall: Liebe ist wie ein Krankenhaus
„Chrome“ heißt das neue Album des kalifornischen Punk-Garagisten Ty Segall.
Es vereint dystopische Texte und den gewohnten Drive aufs
Allerdringlichste.
(DIR) Brazilian Waxing: Landing Strip
Auf einer Liege, nackt, unter kaltem Neonlicht und Schmerzen antizipierend,
kann einem schon mal ein bisschen schwitzig werden.
(DIR) Internationales Staubarchiv: „Staub ist der totale Gleichmacher“
Der Kölner Künstler Wolfgang Stöcker sammelt Staub von Orten, die ihm
bedeutsam erscheinen. Staub sei so ästhetisch wie anarchisch, findet er.
(DIR) Starke Frauenfiguren in Venedig: In ihrem Körper brennt es
Bei den Fimfestspielen geben Alba Rohrwacher und Vanessa Scalera starke
Frauenfiguren mit Schwächen. Und Ilja Chrschanowskis „DAU“-Projekt
irritiert weiter.
(DIR) „Ästhetik des Widerstands“ in Stockholm: Eine Bibel der linken Ästhetik für das Museum
Vor den Wahlen in Schweden wirft die Bonniers Kunsthalle in Stockholm einen
Blick auf Peter Weiss’ „Ästhetik des Widerstands“ und schließt sie mit
aktueller Kunst kurz.
(DIR) Ryuichi Sakamoto in Berlin: Kosmische Überzeugungen
Die Ausstellung „Seeing Sound, Hearing Time“ im Hamburger Bahnhof Berlin
zeigt erstmals in Europa Kunstwerke des japanischen Popstars und
Komponisten Ryuichi Sakamoto.
(DIR) 4-Stunden-Musk-Doku in Venedig: Hier spricht die Simulation
Dokumentarfilmer Alex Gibney zeichnet bei den Filmfestspielen von Venedig
ein Porträt von Elon Musk. Es ist unheimlicher als die Gothic-Geschichte
von Regisseur Casey Affleck.
(DIR) Chara Kotsali über Tanz und Politik: „Es reicht nicht, sich zu beschweren“
Mit „It’s the End of the Amusement Phase“ tourt die griechische
Choreografin durch Europa. Ein Gespräch über ihr Stück und über Tanz in
totalitären Zeiten.
(DIR) 2001 – Pop sexualisiert weibliche Fans: Unsere Mütter, unsere Stars
2001 verlangte der Pop von Sängerinnen und Fans, sich selbst zum Objekt zu
machen. Eine Abrechnung mit einer Ästhetik, die nie eine Wahl war.
(DIR) Kästners „Fabian“ in der Vagantenbühne: Es ist Zeit, für Männerbordelle zu plädieren
Die Berliner Vagantenbühne zeigt Erich Kästners „Fabian“. Der ist etwas
quirlig von Lily Kuhlmann inszeniert, doch die Dialoge sind bedrückend
zeitgemäß.
(DIR) Netz und Kommerz: Wendepunkt eines Zeitalters
Mit dem Internet waren große subversive Hoffnungen für einen freien
Austausch der Individuen verbunden – bis 2001 der iPod kam und die
Tech-Bros alles kapitalisierten.
(DIR) Russisches Haus in Berlin: Unheimliche Leere
Wie eine riesige Festung steht es in der Berliner Friedrichstraße: das
Russische Haus, das größte weltweit. Was wird fehlen, nun, da es
geschlossen wird?
(DIR) Spielfilm „Practical Magic 2“: Midnight Margarita und Magie
Echtes Hexenwerk: Der 90er-Jahre-Klassiker „Practical Magic“ floppte an den
Kinokassen, wurde später aber zum Kult. Ähnlich könnte es Teil 2 ergehen.
(DIR) Dank der Ernte: Zentnerweise Äpfel und die Sache mit dem Schlüssel
Eine reiche Apfelernte stellt einen auch vor zahlreiche logistische
Schwierigkeiten. Oma und Opa aber manövrieren erfolgreich um die
Hindernisse.
(DIR) Der Trend geht zur Trigger-Literatur: Flirten mit den Anti-Fans
Vom Wert der Reaktion: Eine neue Art von Pop-Literatur unter medialen
Bedingungen denkt immer schon mit, was sie auslösen könnte.
(DIR) Architektur in Berlin: Was von der Zukunft übrig blieb
Die Berlinische Galerie entdeckt Josef Kaiser und mit ihm die Architektur
der DDR. Diese stand nach 1990 viel zu lang unter Ideologieverdacht.
(DIR) Kunstfestival Hallen 07: Der Weg muss sich schließlich lohnen
Etwas abseits, aber dafür mit viel Platz für große Kunst richtet sich
Hallen 07 in den Wilhelm-Hallen in Berlin-Reinickendorf an ein breites
Publikum.
(DIR) Spielfilm „LifeHack“: Gut gehackt ist halb gestohlen
Vier junge Hacker, ein Tech-Milliardär und dessen Krypto-Vermögen:
„LifeHack“ macht aus dem Daueronline-Leben einen rasanten und
beunruhigenden Thriller.
(DIR) Shortlist zum Deutschen Buchpreis: Alles Gewinner:innen?
Fünf Autorinnen und ein Autor stehen auf der Shortlist zum Deutschen
Buchpreis. Die Kritik ist voll des Lobes.
(DIR) Rechtsruck unter Arbeitern: Lechts und rinks kann man velwechsern!
Früher wählten Arbeiter SPD und Besitzbürger CDU. Heute wählen viele
Arbeiter AfD und das urbane Bildungsbürgertum wählt eher links. Was ist da
los?
(DIR) Performance in der Gemäldegalerie: Ein Schrei der Objekte
Alte Meister, heutige Körper: Der versprochene Dialog gelingt bei Ersan
Mondtags und Nadim Sammans Performance „Alternde Meister“ in der
Gemäldegalerie nicht immer.
(DIR) Manganerds und Italien in Venedig: Spiralen, Echos und Comicnerds
Die italienischen Beiträge bei den Filmfestspielen von Venedig lassen einen
zwiegespalten zurück. Zwei japanische Manganerds hingegen begeistern.
(DIR) Tove-Ditlevsen-Inszenierung in Bremen: „Es war sehr schön, einmal ohne Männer zu arbeiten“
Anja Behrens lässt in ihrer Inszenierung von Tove Ditlevsens
„Kopenhagen-Trilogie“ drei Frauen die gleiche Rolle spielen. Auch Schrift
spielt mit.
(DIR) Selbstbefragung zum Wahlsieg der AfD: Wir sind Siegmund
Der Rechtsextremismus ist eine Form des Exorzismus: Die Deutschen wollen zu
sich selbst befreit werden. Ein Psychogramm nach der Wahl.
(DIR) Neuer Roman von Ulrich Peltzer: Wenn Besonderheit auf Ablehnung stößt
Ein Drehbuchschreiber denkt über einen genialen Mathematiker nach: Ulrich
Peltzers „Der verlorene Schlaf“ ist historisch und zeitgenössisch zugleich.
(DIR) Skurrile Finanztipps: „An SB-Kassen gibt es viele Tricks, wie man betrügen kann“
Das Leben ist teuer geworden: Comedian Andy Strauß gibt in seinem Programm
„Dosenpfandbetrug“ Finanztipps und erklärt, wie man Konzerne austrickst.
(DIR) Literarischer Abend über das Schlachten: Die Lust am Fleisch
Beim Internationalen Literaturfestival Berlin stand einen Abend lang das
Schlachten im Mittelpunkt. Im Metzger steckt hohes literarisches Potenzial.
(DIR) Morgendliche Runden: An sich selbst vorbeilaufen
Bin ich eigentlich noch ganz? Gedanken eines Morgens, an dem man seinem
Konterfei auf der Straße begegnet.