# taz.de -- Buch
(DIR) Queere Climate Fiction von Pol Guasch: Der Körper, der verfällt, während andere über ihn sprechen
„Auf den Händen brennt das Paradies“ ist eine sprachgewaltige Dystopie über
die Klimakatastrophe und eine Aids-Pandemie. Pol Guaschs Roman fasziniert
und überfordert.
(DIR) Debütroman von Alisha Gamisch: Um nicht so zu werden wie die verrussten Deutschen
Von drei Generationen russlanddeutscher Frauen erzählt Alisha Gamisch in
ihrem Debütroman „Parasiti“. Auch um die Regeln des Frauseins geht es.
(DIR) Buch über Träume von Schoah-Überlebenden: Das Unsagbare mitteilen
Die Literaturwissenschaftlerin Christiane Solte-Gresser analysiert
Traumerzählungen von Schoah-Überlebenden und erkundet ihr heilendes
Potenzial.
(DIR) Kracht und Kitamura beim ilb: Schock und Jubel
Das Berliner Literaturfestival ist vorbei. Christian Kracht und Katie
Kitamura sprachen über das Schreiben und Regeln, die man brechen darf.
(DIR) Teil 8 der Reihe zum 100. Geburtstag: Foucault und Baldwin, zwei parallele Leben
Der eine wurde Bestsellerautor, der andere einflussreicher Philosoph. Ihr
Denken trifft sich in der Machtkritik. Die Geschichte einer Nichtbegegnung.
(DIR) Sachbuch über die Wohnungskrise: Aufbauprogramm für Populisten
Fehlprognosen, Blindheit, Ignoranz: „Die Wohnkrise“ beleuchtet Ausmaß und
Ursachen des wachsenden sozialen Problems, das politischen Sprengstoff
birgt.
(DIR) Neues Buch von Maxim Biller: Was nicht erzählt wird
Maxim Biller widmet sich in „Schwarze Samstage“ den Nachwirkungen des 7.
Oktobers auf Jüd:innen. Mit Hass ist der Geschichte eines Ressentiments
dabei nicht beizukommen.
(DIR) Buch über Nazi-Jugendkultur in Sachsen: Hitlergruß für Aura
In ihrem Buch „Die Jugend malt wieder Hakenkreuze“ untersucht die
Chemnitzer Journalistin Manuela Müller die Baseballschlägerjahre 2.0 in
ihrer Heimatregion.
(DIR) Shortlist zum Deutschen Buchpreis: Wo bleibt das Drama?
Jurys von Buchpreisen werden üblicherweise dafür kritisiert, welche Romane
auf den Listen stehen und welche nicht. Wir haben einen anderen Punkt.
(DIR) Der Trend geht zur Trigger-Literatur: Flirten mit den Anti-Fans
Vom Wert der Reaktion: Eine neue Art von Pop-Literatur unter medialen
Bedingungen denkt immer schon mit, was sie auslösen könnte.
(DIR) Buch über Macht von Bewertungssystemen: Eine universelle Sprache der Rechtfertigung
In „Der Score. Wie wir aufhören, das Spiel der anderen zu spielen“
untersucht der Philosoph C. Thi Nguyen die Macht von Bewertungssystemen.
(DIR) Shortlist zum Deutschen Buchpreis: Alles Gewinner:innen?
Fünf Autorinnen und ein Autor stehen auf der Shortlist zum Deutschen
Buchpreis. Die Kritik ist voll des Lobes.
(DIR) Rechtsruck unter Arbeitern: Lechts und rinks kann man velwechsern!
Früher wählten Arbeiter SPD und Besitzbürger CDU. Heute wählen viele
Arbeiter AfD und das urbane Bildungsbürgertum wählt eher links. Was ist da
los?
(DIR) Lübecker Unternehmensgeschichte: Groß werden mit Gasmasken
Von Krieg und Krisen profitiert: Eine ausführliche Biografie über den
Unternehmer Heinrich Dräger verbindet Unternehmens- und Zeitgeschichte.
(DIR) Literarischer Abend über das Schlachten: Die Lust am Fleisch
Beim Internationalen Literaturfestival Berlin stand einen Abend lang das
Schlachten im Mittelpunkt. Im Metzger steckt hohes literarisches Potenzial.
(DIR) Neuer Roman von Ulrich Peltzer: Wenn Besonderheit auf Ablehnung stößt
Ein Drehbuchschreiber denkt über einen genialen Mathematiker nach: Ulrich
Peltzers „Der verlorene Schlaf“ ist historisch und zeitgenössisch zugleich.
(DIR) Neuer Roman von Tash Aw: Eine kleine Farm in Zeiten von El Niño
Der neue Roman von Tash Aw wird wieder weltweit hoch gehandelt. Er erzählt
vom ländlichen Malaysia, Klassenzugehörigkeit und einer schwierigen Liebe.
(DIR) Sammelband zum Postliberalismus: Vorwärts in die Vergangenheit?
Der Postliberalismus setzt Gemeinwohl und Tradition an die erste Stelle –
und verstrickt sich in neue Widersprüche. Ein Sammelband gibt einen
Überblick.
(DIR) Russisches Haus und Goethe-Institut: Putins Propagandaspiele
Das Goethe-Institut in Moskau soll schließen. Es war so ziemlich das letzte
seiner Art. Menschenrechtlerin Irina Scherbakowa über Kultur und den Krieg.
(DIR) Buch vom Soziologen Sighard Neckel: Die Abwendung der Katastrophe kann nur kollektiv gelingen
Die Klimakatastrophe stellt Gesellschaften vor Herausforderungen, die sie
überfordern. Der Soziologe Sighard Neckel analysiert die Blockaden, die
Lösungen verhindern.
(DIR) Buch über Klimapolitik in London: Frische Brise aus England
Der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan, selbst asthmakrank, beschreibt in
seinem Buch „Atmen“ konkret, wie eine entschlossene Klimapolitik gelingen
kann.
(DIR) Buch über rechte Radikalisierung: Dominanzdeutsche mit Männlichkeitskomplex
Ein Sammelband liefert brisante Erkenntnisse zur Frauenfeindlichkeit
rechter Milieus und zur Gleichgültigkeit gegenüber Opfern rechter Gewalt.
(DIR) Roman von Ingo Schulze: Die Hoffnung und ihre Verlustgeschichte
Ein Sommer in der DDR und ein skurriles Lesungswochenende in einem
mecklenburgischen Gasthof: Ingo Schulze sucht in seinem Roman nach den
Lehren der Geschichte.
(DIR) Neuer Roman von Caroline Wahl: Auf der schönen Oberfläche
Bali, Berlin, St. Moritz: Caroline Wahl reiht in ihrem neuen Roman „1999
Meter über dem Meer“ die Klischees aneinander. Ist sie auf einem antiwoken
Kreuzzug?
(DIR) 75 Jahre Disney-Comics auf Deutsch: Mit „Micky Maus“ wurden Comics salonfähig
1951 erschien die erste „Micky Maus“ in Deutschland. Es ist der Beginn der
Erfolgsgeschichte der Egmont Ehapa Media, die zum Doppeljubiläum in Berlin
einen Pop-up-Store eröffnet.
(DIR) Graphic Novel „Glaub mir“: In der Tiefe des familiären Medizinschranks
Was religiöse Orthodoxien im Leben junger Menschen anrichten können. Jutta
Pilgram erinnert nicht nur im Zeichenstil an Marjane Satrapi.
(DIR) Typologie der Buchkäufer*innen: Sag mir, was du liest
Sommerzeit ist Bücherzeit. Unsere Autorin arbeitet als Buchhändlerin – und
hat über die Jahre ganz verschiedene Lesende kennengelernt.
(DIR) Kanzlerkino: Ein Ding von Schönheit
Die DDR nebenan: Mirko Bonné kokettiert in „Kanzlerkino“ mit der
Alternativweltgeschichte eines unvereinigten Landes.
(DIR) Buch der Geliebten François Mitterrands: Dafür kommen wir also auf die Welt … für die Galeere
Erstmals auf Deutsch: „Renata wasweißich“. Catherine Guérard schrieb in den
60ern über entfremdete Arbeit und den Wunsch, als Frau ein freies Leben zu
führen.
(DIR) Verlegerin über den Wert von Biografien: „In Familiengeschichten steckt die Weltgeschichte“
Katrin Rohnstock ist Spezialistin für Erzählen: Sie hat einen Verlag für
Autobiografien. In ihren Erzählsalons kommen die unterschiedlichsten
Menschen zu Wort.
(DIR) Comic „Der Schnee war schmutzig“: Abgründiges Gesellschaftsporträt
Der Autor Jean-Luc Fromental und der Zeichner Yslaire adaptieren einen
Roman von Georges Simenon. Die Bilder sind in fast giftigem Stil gehalten.
(DIR) Jan Gerbers Buch „Fluchtpunkt Entebbe“: Antisemitische Ressentiments, notdürftig kaschiert
In den Siebzigern und Achtzigern agierten große Teile der radikalen Linken
in ihrem Antizionismus oft offen antisemitisch, legt der Historiker in
„Fluchtpunkt Entebbe“ dar.
(DIR) Buch über junge Obdachlose: Von der Hilfe durch Nichthilfe und anderen Märchen
Ungeschönte Feldforschung: Kobai Halstenberg lässt in „Wie Treibholz auf
Asphalt“ jugendliche Obdachlose selbst ihre Geschichten erzählen.
(DIR) Reihe zu Foucaults 100. Geburtstag: Projektionen eines Intellektuellen
In den 1970er-Jahren sah der französische Philosoph Michel Foucault im
Islam eine Kraft der Befreiung. Wie kam er dazu? Teil 7 unserer Serie.
(DIR) Punk-Artefakte der US-Westküste: Mut zur Hässlichkeit
Wider die öde Konformität und ein Appell an die eigene Szene. Eine
Neuauflage rückt Punk-Artefakte der amerikanischen Westküste ins Bild.
(DIR) Vorwurf der Urheberrechtsverletzung: Autor Marc-Uwe Kling und Carlsen Verlag verklagen OpenAI
Astrid Henn und Marc-Uwe Kling, Illustratorin und Autor der Kinderbuchreihe
„Das NEINhorn“, haben mit dem Carlsen-Verlag Klage gegen den Betreiber von
ChatGPT eingereicht.
(DIR) Buch von queerer Iranerin: Leben im Konjunktiv II
Sayan Kouhzad hat im deutschen Exil ein Buch geschrieben: Über das Leben,
das ihr der Iran als queere Frau verwehrte. Eine persönliche Begegnung im
Park.
(DIR) Klimakterium in der S-Bahn: Der Name ist Programm
Wenn Wechseljahre und Hitzetage aufeinander fallen, braucht es ein
vorbereitendes Programm für innen und außen.
(DIR) Bilderbuch über Haare und Zugehörigkeit: Locken, wie sie mir gefallen
Catherine Adufe Folawiyos Bilderbuch „Der Haarkunstshop – Einmal glatte
Haare, bitte!“ erzählt von Zugehörigkeit und der Geschichte der Haare.
(DIR) 350. Todestag von Grimmelshausen: Ein barockes Mutterficken
Heute vor 350 Jahren starb der Autor des Schelmenromans „Der abenteuerliche
Simplicissimus Teutsch“. Warum er nicht nur eine tolle Sommerlektüre ist.
(DIR) Roman von Boris Schumatsky: Weltgeschichte, die sich in blutigen Wiederholungen erschöpft
Der Schriftsteller Boris Schumatsky veröffentlicht mit „Die Seine fließt
ins Schwarze Meer“ einen großen Roman über menschliche und politische
Abgründe.
(DIR) Buchautoren als Ziel von KI-Betrug: Schmeichelnd, wortgewandt und fake
Onlinebetrüger haben es neuerdings auch auf Buchautoren abgesehen. Die
Methoden sind oft raffiniert und perfide. Ein Erfahrungsbericht.
(DIR) Autorin Valeria Luiselli: „Auf Sizilien spürt man den Ursprung des Planeten“
Vulkane, antike Halbgötter und der Verlust einer Patchworkfamilie: Die
mexikanische Autorin Valeria Luiselli über ihren Roman „Anfang Mitte Ende“.
(DIR) Mietenkampf in der Literatur: Die Macht der Mietenden
Die Gegenwartsliteratur handelt oft vom Mietverhältnis, aber erzählerische
Vielfalt fehlt: Statt sozialen Fragen widmet sie sich bevorzugt
identitätspolitischen.
(DIR) Buch über den Sturz Orbáns in Ungarn: Ein Meisterstück politischer Kommunikation
In seinem Buch „Der Sturz Orbáns“ rekonstruiert der ungarische
Politikberater Gergő Papp minutiös, wie es zu Péter Magyars Wahltriumph im
April 2026 kam.