# taz.de -- Meinungsfreiheit
(DIR) Karen Attiah und die „Washington Post“: Was viele denken
Wegen eines Posts über den Rechtsextremen Charlie Kirk verlor eine
US-Journalistin ihren Job – zu Unrecht, wie nun entschieden wurde. Der Fall
verrät viel.
(DIR) Türkei: EU-Beitritt ist für Erdoğan keine Priorität mehr
Die Beitrittsverhandlungen zwischen der Türkei und der EU liegen wegen
Erdoğans autoritären Kurses auf Eis. Der Präsident hält sich aber eine Tür
offen.
(DIR) „Oma gegen rechts“ zu rechten Drohungen: „Das macht schon Schiss“
Eine Aktivistin nannte Björn Höcke auf einen Plakat „Nazi“ – und geriet ins
Visier der Behörden und Höckes selbst. Ein Gespräch über die Ermittlungen.
(DIR) Staatsumbau in der Türkei: Der andauernde Putsch
Zehn Jahre nach dem gescheiterten Staatsstreich hat Erdoğan seine
Alleinherrschaft gefestigt. Und ist selbst zum Risiko für die Demokratie
geworden.
(DIR) Urteil zu Hetzportal Nius: BVG muss rechspopulistische Werbung dulden
Die Berliner Verkehrsbetriebe müssen Werbung des Portals „Nius“ zulassen,
so das Berliner Verwaltungsgericht. Das Unternehmen hat dagegen Beschwerde
eingelegt.
(DIR) Türkischer Comedian festgenommen: Lachen auf eigene Gefahr
Deniz Göktaş wurde nach der Veröffentlichung seines Bühnenprogramms „Ölü
Deniz“ festgenommen. In Istanbul gehen die Menschen für ihn auf die Straße.
(DIR) Auftritt von Michel Friedman in Bayreuth: Katharina Wagner räumt „fatale Fehleinschätzung“ ein
Der Publizist Michel Friedman wurde von einer Gedenkveranstaltung bei den
Wagner-Festspielen ausgeladen. Nach Kritik wurde die Entscheidung wieder
rückgängig gemacht. Nun meldet sich die Intendantin zu Wort.
(DIR) Regelanfrage beim Verfassungsschutz: Grüne haben eine zu fette Kröte geschluckt
Mit der Regelanfrage beim Verfassungsschutz beschloss Rot-Grün in Hamburg
ein Revival des Radikalenerlasses. Das hätte nicht passieren dürfen.
(DIR) Britische palästinasolidarische Gruppe: Gericht bestätigt Verbot von „Palestine Action“
In Großbritannien hatte die Einstufung der propalästinensischen Gruppe als
terroristisch Proteste ausgelöst. Sie hat Rüstungsfirmen sabotiert und
Personen verletzt.
(DIR) Sächsische Ministerin zu Beleidigungen: „Wir brauchen kein Sonderrecht für Politiker“
Sachsens Justizministerin Constanze Geiert (CDU) will den Paragrafen zur
Politikerbeleidigung abschaffen. Es entstehe der Eindruck, es gebe ein
Zwei-Klassen-Strafrecht.
(DIR) Gesetzentwurf zum Existenzrecht Israels: Geschichtsverzerrender Gesetzentwurf
Aufrufe zur Beseitigung Israels und Zweifel am Existenzrecht könnten in der
Zukunft strafbar sein. Von israelischen Intellektuellen kommt Kritik.
(DIR) Specht über Pussy Riot: „Ich hätte Angst, dass der Geheimdienst mich beobachtet“
Die Punkband Pussy Riot macht weiterhin Aktionen gegen Putin und den
russischen Staat. Kolumnist Christian Specht sieht, wie gefährlich das ist.
(DIR) Umgang mit Kritik: Wird die Meinungsfreiheit zu sehr eingeschränkt?
Ob beim Nahostkonflikt, Kritik an Politikern oder dem Umgang mit Rechten,
viele haben das Gefühl, nicht mehr sagen zu dürfen, was sie wollen. Stimmt
das?
(DIR) ÖR-Sender vs. Tech-Plattformen: Zurück zur aufgeklärten Öffentlichkeit
Die öffentlich-rechtlichen Sender tun sich schwer dabei, gegen die
Algorithmen der Plattformen und ihre kommerzielle Logik zu bestehen. Doch
es gibt Auswege.
(DIR) Slapp-Klagen: Wie viel Freiheit braucht Meinung?
Absolute Meinungsfreiheit würde die Pressefreiheit stärken, indem sie
strategische Klagen gegen Medien unmöglich macht. Doch die Sache hat einen
Haken.
(DIR) Kulturzentrum unter Extremismusverdacht: Kukoon muss kein Geld zurückzahlen
Das Bremer Kukoon hatte 2024 seine Räume an die vom Verfassungsschutz
beobachtete Rote Hilfe vermietet. Alles rechtens, sagt jetzt die
Kulturbehörde.
(DIR) Meinungsfreiheit in Deutschland: Ein gefährlicher Gesetzentwurf
Hessen will es strafbar machen, das Existenzrecht Israels zu leugnen. Dabei
ist schon die Behauptung, Staaten hätten ein Existenzrecht, sehr
fragwürdig.
(DIR) Meinungsfreiheit in Deutschland: Kritik an hessischem Vorstoß
Hessen will über den Bundesrat die „Leugnung des Existenzrechts Israels“
unter Strafe stellen. Dagegen protestieren rund 30 Rechtsprofessor:innen.
(DIR) Der Fall Jacques Baud: Skandalöse EU-Sanktionen für Journalisten
Die EU sanktioniert Autoren, denen sie vorwirft, russische Propaganda zu
betreiben. Selbst wenn das stimmt, ist das Vorgehen falsch.
(DIR) Beleidigung von Politikern: Eine Anzeige zu viel
Hässliche Tonarten sind schwer erträglich. Bei Anzeigen wegen Beleidigung,
Hass und Hetze muss aber das richtige Maß erst noch gefunden werden.
(DIR) Kunst gegen Boris Pistorius: Verwirrendes Lagebild
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hat Osnabrücker
Aktivist*innen doch wegen einer Aktion angezeigt. Sein Ministerium
leugnete das erst.
(DIR) „Nius“-Beschwerde scheitert vor Gericht: Sieg der Meinungsfreiheit – mit kleinem Schönheitsfehler
Das OVG hat eine Beschwerde des rechten Onlineportals „Nius“ gegen Daniel
Günther zurückgewiesen. Gut so – auch wenn die Begründung spitzfindig ist.
(DIR) Gesetzentwurf vorgestellt: Hessen will Israel schützen
Bisher ist es straflos, das Existenzrecht Israels zu verneinen. Das will
das Land Hessen nun mit einer Gesetzesinitiative ändern.
(DIR) Wissenschaftsfreiheit in der Türkei: Platzverweis für den Professor
Die Istanbuler Boğaziçi-Universität galt einst als „Harvard am Bosporus“,
bis Erdoğan die Leitung austauschte. Es gibt Widerstand, aber er bleibt
leise.
(DIR) Sachsens „Jahr der jüdischen Kultur“: Zu viel Tacheles
Die Künstlerin Nirit Sommerfeld hat in Chemnitz eine Gesprächsreihe mit
jüdischen Gästen organisiert. Doch die Förderung wurde zurückgezogen.
Warum?
(DIR) Unbekanntes Kapitel ostdeutscher Kultur: Die DDR ist nur zu verstehen, wenn man auf die Ausgegrenzten schaut
Ein bisher unbekanntes Kapitel ostdeutscher Kulturgeschichte: Christoph
Links untersucht, welche Verlage in der DDR wann und warum verschwunden
sind.
(DIR) Parlamentswahl in Ungarn: Endspiel um die Demokratie
Péter Magyar stand Viktor Orbán nahe, bis er enthüllte, wie korrupt dessen
Regierung ist. Jetzt könnte der Erzkonservative die ungarische Demokratie
retten.
(DIR) Journalist Ronen Steinke in Leipzig: Seine Klinge auch an widrigen Gedanken wetzen
Auf der Leipziger Buchmesse spricht Ronen Steinke über sein Buch
„Meinungsfreiheit“. Der Journalist sieht eine gefährliche Machtverschiebung
am Werk.
(DIR) Kritik am Haber-Verfahren: Mit freundlicher Hilfe des Verfassungsschutzes
Das Vorgehen von Wolfram Weimer gegen drei Buchläden wirft ein Schlaglicht
auf das „Haber-Verfahren“ der Bundesregierung. Kann das so weitergehen?
(DIR) Streit über Buchhandlungen: Dobrindt nimmt Weimer in Schutz
Der Kulturstaatsminister hat drei linke Buchläden von einer Preisliste
gestrichen. Dessen oberster Dienstherr findet das richtig.
(DIR) Meinungsfreiheit in Deutschland: Faesers fatales Vermächtnis
Der Slogan „From the River to the Sea“ ist seit 2023 verboten – mit
massiven Folgen. Die Begründung ist aber dünn, wie eine Anfrage der Linken
zeigt.
(DIR) „Haber-Verfahren“: Wenn der Verfassungsschutz aussortiert
Kulturminister Weimer greift autoritär in den Kulturbetrieb ein. Sind nun
andere Projekte dran? Beim Programm „Demokratie leben“ ist die Unruhe groß.
(DIR) Weimers Kampf gegen Literatur: Keine Kultur, kein Konservativer
In die Deutsche Nationalbibliothek gehören gedruckte Bücher. Kurz vor der
Leipziger Messe bringt Weimer die komplette Branche gegen sich auf.
(DIR) Wachsender Antisemitismus bei den Linken: Auf dem Weg ins politische Abseits
Der Antisemitismusbeauftragte in Brandenburg, Andreas Büttner, tritt aus
der Linkspartei aus. Der Grund: zunehmender Antizionismus.
(DIR) Bremens SPD gegen Wolfram Weimer: Eine späte Erkenntnis
Der Bremer SPD-Fraktionsvorsitzende Mustafa Güngör findet,
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer sollte zurücktreten. Das kommt
reichlich spät.
(DIR) Ronen Steinkes Buch „Meinungsfreiheit“: Niemand hat das Recht, nicht kritisiert zu werden
Ronen Steinke zeigt in seinem gleichnamigen Sachbuch, dass es in
Deutschland zunehmend schlecht um die Meinungsfreiheit bestellt ist – trotz
aller guten Absichten.
(DIR) VW, Kernkraft, Weimer: Der Kulturgesinnungswart
Ein Traditionsautohersteller vor dem Abgrund, die Abkehr von Kernkraft als
strategischer Fehler – und eine schwere Zeit für den Kulturstaatsminister.
(DIR) Hoher Besuch in Lüneburg: Weimer für die Redefreiheit
In Lüneburg gibt es ein neues Kant-Museum, der Kulturstaatsminister darf
eine Eröffnungsrede halten – und meint „autokratische Züge“ zu erkennen.
(DIR) Kulturstaatsminister Wolfram Weimer: Der Fisch stinkt vom Kopf her
Wer glaubte, Weimer sei kein rechter Hardliner, sieht sich endgültig
getäuscht. Viele müssen nun befürchten, unter seinen Hammer zu kommen.
(DIR) Wolfram Weimer und die Buchbranche: Chronik eines Desasters
Ein Kulturstaatsminister, der zur Buchmesse die Buchbranche geschlossen
gegen sich aufbringt, hat ein Problem. Und ist selbst eines. Wie es dazu
kam.
(DIR) Buchladen „Zur schwankenden Weltkugel“: Revolutionen aus der Kiste für zwei Euro
Stöbern, was Kulturstaatsminister Weimer hier wohl stört: ein Besuch im
Berliner Buchladen „Zur schwankenden Weltkugel“, der nun viele neue
Besucher zählt.
(DIR) Affäre um Buchhandlungspreis: Falsche Absage aus dem Hause Weimer
In der Affäre um den Ausschluss dreier Buchläden vom Buchhandlungspreis
wächst der Druck auf den Kulturstaatsminister. Stolpert er über eine
E-Mail?
(DIR) Debatte um Buchhandlungspreis: Weimer sagt Verleihung des Buchhandlungspreises ab
Der Ausschluss von drei linken Geschäften vom Buchhandlungspreis sorgte für
viel Kritik. Nun hat der Kulturstaatsminister Weimer die Verleihung
abgesagt.
(DIR) Weimer und der autoritäre Kulturkampf: Störende Zwischentöne
Die Erregungsroutinen aktueller Debatten sind mit einem tief autoritären
Charakter imprägniert. Am Ende der Straße wartet auf uns die Welt der
Trumps.
(DIR) Ausschluss vom Buchhandlungspreis: Die Jury steht zu allen 118 Buchhandlungen
Die Fachjury des Buchhandlungspreises hat sich zu Wort gemeldet. Sie
kritisiert Weimers Entscheidung vehement, drei linke Buchhandlungen zu
streichen.
(DIR) Adbusting gegen Bundeswehr vor Gericht: Nur Ruhm und Ehre den Soldaten
Vorwurf der Beleidigung: Für kritische Plakate gegen den Veteranentag
stehen am Dienstag in Schwerin zwei Aktivisten vor Gericht.
(DIR) Angeblich linksextreme Buchläden: SPD und Grüne lassen Gegenwehr vermissen
In Bremen verteidigen SPD und Grüne den Buchladen, den der
Kulturstaatsminister des Linksextremismus für verdächtig hält. Leider nur
halbherzig.
(DIR) Gecancelte Buchhandlungen wehren sich: Weimers Buchladen-Boomerang
Die drei vom Kulturstaatsminister abgeräumten Buchhandlungen haben Anwälte
eingeschaltet. Sie klagen gegen ihren Ausschluss vom Buchhandelspreis.
(DIR) Tricia Tuttle bleibt Berlinale-Leiterin: Gewinner und Verlierer der 76. Berlinale
Die Kontroverse um die Berlinale-Leitung ist entschieden, Tricia Tuttle
bleibt im Amt, aber mit Auflagen. Ein Umdenken bei der Berlinale ist
geboten.
(DIR) Ausschluss vom Buchhandlungspreis: Kulturpolitischer Albtraum
Wolfram Weimer aktiviert den Verfassungsschutz und verwehrt linken
Buchläden einen Preis. Das bedeutet einen Angriff auf die unabhängige
Kulturszene.