# taz.de -- Specht über Pussy Riot: „Ich hätte Angst, dass der Geheimdienst mich beobachtet“
> Die Punkband Pussy Riot macht weiterhin Aktionen gegen Putin und den
> russischen Staat. Kolumnist Christian Specht sieht, wie gefährlich das
> ist.
(IMG) Bild: Die Punkband Pussy Riot macht Lärm
Christian Specht, Jahrgang 1969, ist politisch engagiert und setzt sich für
mehr Mitwirkungsmöglichkeiten von Menschen mit Beeinträchtigung in den
Medien ein. Seit 2017 ist er der erste Mensch mit Beeinträchtigung im
Vorstand der Lebenshilfe. Er hat ein Büro in der taz und zeichnet
(un)regelmäßig den „Specht der Woche“.
Diese Woche habe ich ein Bild der [1][Band Pussy] Riot gemalt. Die Band
kommt aus Russland und hat oft was gegen Putin gesagt. Deshalb hatten die
Mitglieder immer wieder Probleme. Sie waren sogar im Gefängnis. Heute leben
sie im Ausland und können nicht mehr einfach nach Russland zurückkehren.
Ich stelle mir das ziemlich blöd vor. Wenn man im Exil lebt, muss man
ständig im Ausland bleiben und kann nicht in seine Heimat zurück. Ich hätte
auch Angst, dass mich ein Geheimdienst beobachten würde. Besonders
schwierig stelle ich mir vor, dass man immer aufpassen muss, nicht
festgenommen zu werden.
An Pussy Riot finde ich die bunten Masken cool. Ich habe die Band mal im
Fernsehen gesehen. Dort wurde gezeigt, wie sie bei einer Aktion gegen Putin
aufgetreten sind. Es gab auch einen Auftritt in einer Kirche, das fand ich
lustig. Ich finde, dass man [2][Menschen nicht bestrafen sollte, nur weil
sie eine andere Meinung haben]. So kann man mit Leuten nicht umgehen.
Protokoll: Viktoria Isfort
31 May 2026
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