# taz.de -- Buch
(DIR) Nachruf auf Autor Joseph von Westphalen: Der Sterbesalat
Joseph von Westphalen konnte mit dem Montblanc-Füller umgehen wie Errol
Flynn mit dem Degen. Nun ist der Romanautor und begnadete Polemiker
gestorben.
(DIR) Protest bei Harry Potter Store-Eröffnung: Wie viel Blut klebt am Zauberstab?
Die Eröffnung eines Harry-Potter-Ladens in London wird zum Fan-Spektakel.
Protest gegen J.K. Rowlings transfeindliche Aktivitäten erstickt im
Konsumrausch.
(DIR) Zum Tod von Janosch: Oh, wie schön war …
Illustrationen und Geschichten mit Herz und Verstand: Dafür war Horst
Eckert aka Janosch bekannt. Nun ist er 95-jährig gestorben. Ein paar
Erinnerungen.
(DIR) Tigerenten-Schöpfer Janosch ist tot: Oh, wie traurig ist Panama
Was braucht man zum Glück? Freunde, Humor und Zufriedenheit, finden Tiger
und Bär. Nun ist ihr Schöpfer Janosch im Alter von 95 Jahren gestorben.
(DIR) Pop-Autor Andreas Neumeister gestorben: Seine Texte wollen nicht Bild werden, sondern Laut
Andreas Neumeister war der musikalische Pop-Autor, immer nah am
Poetry-Slam. Nun ist er mit 67 Jahren verstorben. Ein Nachruf.
(DIR) Neuer Lucky-Luke-Band: Muh! Der Lucky-Kult geht um
Als Lucky Luke aus dem Hotel tritt, begegnen ihm lauter Doppelgänger. Alle
tragen Blau – Gelb – Schwarz, dazu ein rotes Halstuch. Was ist geschehen?
(DIR) Neuer Thriller von Dave Zeltserman: Vom Jedermann zum Auftragsmörder
In Dave Zeltsermans „Alles endet hier“ beendet die Hauptfigur eine
Freundschaft auf vertrackte Weise.
(DIR) Grenze zwischen rechts und konservativ: Wieso die Brandmauer im kulturellen Raum längst weg ist
Im rechtsextremen Medienuniversum ist Verleger Dietmar Munier seit
Jahrzehnten etabliert. Jetzt tritt er bei der Buchmesse „Seitenwechsel“
auf.
(DIR) Faschisierung und digitale Boheme: Das nächste richtig große Ding
Gibt es eine Verbindung zwischen digitaler Boheme und Faschisierung durch
soziale Medien? Das neue Buch von Simon Strick kann in die Magengrube
treffen.
(DIR) Roman „Das tickende Herz“: In einer wunderlich verstrahlten Welt
Lutz Seiler geht in „Das tickende Herz“ kreative Wagnisse ein und lässt das
Magische realistisch erscheinen. Von Berlin bis Semipalatinsk spannt sich
die Handlung.
(DIR) Graphic Novel Neuerscheinungen: Von Malergenies, machtgierigen Wölfen und der Endlichkeit
Luc Jacamon erzählt über den Bösewicht im Kreml, Catherine Meurisse mit
Dumas über Delacroix. Und Melanie Carolin Wigger über Freundschaft und
Demenz.
(DIR) Roman von Milada Součková: Der Ausweg aus dem poetischen Labyrinth
Der neugegründete Verlag dimidium mundi verlegt fast vergessene
Schriftstellerinnen neu. Nun erscheint der Coming-of-Age-Roman einer Prager
Avantgardistin.
(DIR) Lyrik von Asiye Müjgan Güvenli: Herzhafte Zweifel am Wort
Von Naturmotivik zu türkischer Exillyrik und zurück: Neue Gedichte von der
Dichterin und Dissidentin Asiye Müjgan Güvenli.
(DIR) Ukrainischer Autor über das Kämpfen: „Wir haben AC/DC gehört, bevor wir zum Kampf ausrückten“
Der Soldat und Schriftsteller Artem Tschech hat in Bachmut gekämpft und
zwei Bücher über den Krieg veröffentlicht. Ein Gespräch über Hungern und
heilende Musik.
(DIR) Buch über „Teslokratie“: Disruption gilt als Tugend, Langsamkeit als Scheitern
Schnelle Entscheidungen, wenig Transparenz, Abhängigkeit von den
Prioritäten eines Eigentümers: Ein gleichnamiger Sammelband analysiert die
„Teslokratie“.
(DIR) Buch über Digitalfaschismus: Wenn der Schwarm Faschismus macht
Nicht Extremisten „kapern“ die sozialen Medien, ihre digitale Netzstruktur
treibt den Faschismus voran, schreibt Simon Strick in „Faschisierung.
Fluchtlinie des Digitalen“.
(DIR) Hebräisch-deutscher Verlag in Berlin: Zurück in die Diaspora
Theodor Herzls „Altneuland“ ist eine Gründungsschrift des Zionismus.
Altneuland Press hat sich dagegen bewusst in Berlin als Exilverlag
gegründet.
(DIR) Zum Tod von Autor Joachim Lottmann: Er ließ uns nicht allein mit der Moral
Den eigenen Tod medial verwerten: Joachim Lottmann hielt sein Sterben
online im „Langweiligen Tagebuch“ fest. Nun ist der Schriftsteller
gestorben.
(DIR) Verteidigung der Literaturkritik: Für die Störung des Betriebsablaufs
Warum Literaturkritik? Weil es in der Literatur um etwas geht. Literatur,
die glaubt, keine Kritik mehr zu brauchen, hat sich bereits aufgegeben.
(DIR) Neuer Roman von Colson Whitehead: Harlem, du Ghetto, du Mekka des Schwarzen Amerikas
Colson Whitehead beendet mit „Cool Machine“ seine New-York-Trilogie. Die
Reihe ist auch eine literarische Kulturgeschichte Harlems von 1960 bis in
die 80er Jahre.
(DIR) „Prix Pascal“ für KI-Literatur: Ein Preis für die Superintelligenz
Der französische „Prix Pascal“ soll mit künstlicher Intelligenz verfasste
Bücher auszeichnen. Doch das legitimiert Technologie, die Literatur
bedroht.
(DIR) Romane über Sex, Drogen und Entfremdung: Japanischer Schriftsteller Ryu Murakami gestorben
Mit seinen provokanten Werken sprach Ryu Murakami vor allem ein junges
Publikum an. Nun ist der japanische Schriftsteller im Alter von 74 Jahren
gestorben.
(DIR) Neuer Roman von Juli Zeh: Die Beweislage ist dünn
In Juli Zehs neuem Roman „Pony Show“ gilt es, einen Mordfall in der
Verlagsbranche aufzuklären. Immerhin: Was zu lernen über die deutsche
Justiz gibt es.
(DIR) Eric Ehrhardt „Im Klauhof“: Das Buch als Räuberhöhle
Eric Ehrhardt nimmt die Sprache gehörig in die Mangel: Sein Band „Im
Klauhof“ setzt auf die erkenntnisstiftende Kraft von Albernheit.
(DIR) Leben mit Borderline: „Wir brauchen positive Geschichten über diese Krankheit“
Sie gieren nach Aufmerksamkeit, sind manipulativ und beziehungsunfähig:
Joelle Westerfeld räumt mit Stigmata über Borderline-Erkrankte auf.
(DIR) Ausstellung „Umstrittene Verwandtschaft“: Vergleichen, aber nicht gleichsetzen
Das Deutsche Historische Museum Berlin wagt sich an ein Reizthema. Wie
unterscheidbar sind koloniale und nationalsozialistische Gewalt
tatsächlich?
(DIR) Neuer Roman von Martina Hefter: Bullshit liegt nicht nur auf der Weide
Martina Hefters „Nach der Sonne schauen“ ist mehr als ein Racheroman. Er
erzählt luftig und leicht von der Sehnsucht, sich von Ressentiments zu
emanzipieren.
(DIR) Historikerin über Antisemitismus: „Was ist am Antizionismus so koscher?“
Unter einer dünnen Schicht kommt für sie der alte Judenhass zum Vorschein:
Die Historikerin Dina Porat über Antisemitismus von rechts und von links.
(DIR) Autorin unterstützt Palästina-Gruppe: Sally Rooney zieht Bücher aus Großbritannien zurück
Die irische Schriftstellerin unterstützt die in Großbritannien verbotene
Aktivistengruppe Palestine Action. Zukünftig werden ihre Bücher dort nun
nicht mehr verkauft.
(DIR) KI bei Literaturpreisvergabe: Maschinengeschriebenes
Wieder ein Literaturpreis und wieder ein durch KI generiertes Werk. Diesmal
betrifft es den Gewinner des diesjährigen Caine Prize for African Writing.
(DIR) Historikerin zu Kulturkampf mit Büchern: „Man muss diese Gefahr ernst nehmen“
Bücher über Diversität, Querness und Identität werden in den USA aus den
Schulen entfernt. Anne-Katrin Henkel zur Frage, ob Deutschland Ähnliches
blüht.
(DIR) Buch „Ich habe den Tod gerettet“: So viele Fragen an Madlenka
Lucie Faulerová hat in ihrem Roman „Ich habe den Tod gerettet“ eine
berührende, intensive Erzählung über einen fast selbstvernichtenden Schmerz
geschrieben.
(DIR) Teil 10 der Reihe zu Foucault: Die elfte Rubber-Soul-These
Sexualität, Widerstand und das eine Wort „love“: auf den Spuren einer
Sentenz des Autors René Char, die in Michel Foucaults Werk eine Rolle
spielt.
(DIR) Teil 9 der Reihe zu Foucault: Es kann alles auch ganz anders sein
Am 15. Oktober wäre Michel Foucault 100 Jahre alt geworden. In einer Studie
untersuchen die Autoren Martin Saar und Frieder Vogelmann seine Aktualität.
(DIR) Portugiesischer Exil-Roman: Ilse Lieblichs unwahrscheinliche Bücher
Ilse Losa, née Lieblich, hat zu Unrecht ihren eigenen Sprachkenntnissen
misstraut: Ihre schnörkellose Prosa ergreift dank ihrer neusachlichen
Kühle.
(DIR) Lateinamerikanisches Literaturfestival: Spieße aus migrantischen Herzen
Beim Berliner Literaturfestival Barrio kommt die lateinamerikanische
Diaspora noch bis zum 18. Oktober zusammen. Eine Zwischenbilanz.
(DIR) Abschluss der Frankfurter Buchmesse: Halt dich an deiner Haltung fest
Die unerträgliche Gleichzeitigkeit des Seins: Die Frankfurter Buchmesse ist
vorbei, die Stimmung war durchwachsen, die Fronten waren geklärt.
(DIR) Friedenspreisverleihung in Frankfurt: Leises und lautes Schweigen
Der Völkerrechtler und Autor Philippe Sands wurde mit dem Friedenspreis
geehrt. In der Paulskirche kritisierte er das Schweigen Deutschlands zu
Gaza.
(DIR) Dichter Eberhard Häfner im Porträt: Kam einer an, fand im Glück eine Lücke
Wie lebt er, der einstige DDR-Underground, die
„Prenzlauer-Berg-Connection“? Ein Besuch beim Dichterschmied und „letzten
Bohemien Berlins“, Eberhard Häfner.
(DIR) Cornelia Funke auf der Buchmesse: Warum wir an Feen glauben sollten
Cornelia Funke stellte auf der Frankfurter Buchmesse ihren neuen Roman vor.
Ein Versuch, mit Emmas Abenteuern Kinder für die Natur zu begeistern.
(DIR) Entgegnung auf Maxim Biller: Wer nicht lesen kann, muss schweigen
Die Krise der Literaturkritik hat Maxim Biller per Pamphlet ausgerufen.
Anstatt sie zu retten, führt er sie aber auf einen Holzweg.
(DIR) Frankfurter Buchmesse: Ohne US-Agenten im Jetlag
Gerechtigkeit spielt fürs Lesen eine Rolle, am passenden Ambiente muss man
aber noch arbeiten und an der Demokratiebildung auch. Eindrücke von der
Buchmesse.
(DIR) Friedenspreisträger Philippe Sands: „Für alle Verbrechen muss Rechenschaft abgelegt werden“
Der diesjährige Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels, Philippe
Sands, im Gespräch über Massengewalt, Ökozid und internationale
Gerechtigkeit.
(DIR) Neues Buch von Christina Clemm: Gedanken von der Nebenklagebank
Strafrechtlerin Christina Clemm vertritt Gewaltbetroffene. „Ein
ungehaltenes Plädoyer“ ringt mit der Ungerechtigkeit, die im Gerichtssaal
oft fortgesetzt wird.
(DIR) Reaktionen zum Literaturnobelpreis: „So schön gelenkig“
Die kanadische Lyrikerin Anne Carson gewinnt den Nobelpreis in Literatur.
Auf der Frankfurter Buchmesse findet ihre Übersetzerin Marie Luise Knott
lobende Worte für sie.
(DIR) Literaturnobelpreis für Anne Carson: Sie kommt von Homer
Anne Carson erhält den Literaturnobelpreis. Die Auszeichnung der
Altphilologin kann als Zeichen gegen unsere zunehmend anti-intellektuelle
Zeit gesehen werden.