# taz.de -- Buch
(DIR) Eröffnung des Jungen Hauses für Poesie: Häuser für Liebeskummer
Auf der Wiese vor dem Silent Green in Berlin kann man mit Poesie auf den
Ohren verweilen. Es ist eine Reise durch Sprachen, Orte und Erfahrungen.
(DIR) Besuch bei der Buchmesse in Kyjiw: Im Hauptquartier der Kulturstreitkräfte
Kyjiw wurde kurz vor dem „Book Arsenal“-Festival massiv beschossen. Die
Kulturszene ist stark davon betroffen, zeigt sich aber unerschütterlich.
(DIR) Nachruf auf Marjane Satrapi: Die große iranische Comicautorin ist tot
„Frau – Leben – Freiheit“: Marjane Satrapi veränderte mit „Persepolis“ den
Blick auf Iran, die Kultur und die Revolution. Sie starb mit 56 Jahren.
(DIR) „Wachs und Gold“ von Joachim Bessing: Einübung in einen äthiopischen Blick
Ein Erzähler reist nach Addis Abeba und kommt recht weit damit, kulturell
zwischen den Zeilen zu lesen. „Wachs und Gold“ von Joachim Bessing.
(DIR) Deutsch-dänisches Roman-Debüt: Die Gegenwart ist ein Archiv
Marie-Louise Monrad Møllers neuer Roman „Viel wichtiger ist jetzt die
Gegenwart“ erzählt eindrucksvoll nüchtern vom Sterben im Norden. Und vom
Erinnern.
(DIR) Jüdische Identität und Punk: Gegen die Welt, aber mittendrin
Außenseitertum und Gemeinschaft, Toleranz und Widerstand: Der Sammelband
„Jüdische Identitäten und Antisemitismus im Punk“ beschreibt, wie
Punk-Kultur mit Jüdischsein verwoben ist.
(DIR) Weimer akzeptiert Gerichtsbeschluss: Schwankende Weltkugel wirklich nicht extremistisch
Kulturstaatsminister Weimer versichert, die Buchhandlung nicht als
„politisch extremistisch“ zu bezeichnen. Es sollte auch eine Entschuldigung
folgen.
(DIR) König Boris übers St.-Pauli-Fan-Dasein: „Bier trinken und rumpöbeln gehört schon dazu“
Fettes-Brot-Musiker Boris Lauterbach stellt ein Buch über seine Liebe zu
St. Pauli vor. Leidensfähigkeit spielt bei dieser Passion eine Hauptrolle.
(DIR) Anna-Seghers-Preis für Daniela Catrileo: Strategien der Champurría
Die chilenische Autorin Daniela Catrileo richtet den Blick auf die indigene
Kultur ihrer Vorfahren. Endlich kommt ihre Literatur auch in Deutschland
an.
(DIR) Comiczeichnerin über die USA: „Wir wollen Trump loswerden, das ist das Entscheidende“
Wie schafft man es, aktivistisch zu bleiben? Wie umgehen mit MAGA-Fans in
der eigenen Familie? Ein Gespräch mit Alison Bechdel über den Zustand der
USA und ihr neues Buch „Kaputt“.
(DIR) Antonio Scurati über Italiens Faschismus: „Der Duce war nur ein herrlicher Bluff“
„M – Das Ende und der Anfang“. Antonio Scuratis letzter Band seiner
herausragenden literarischen Biografie über den italienischen Diktator
Mussolini.
(DIR) Neuer Roman von Asako Yuzuki: Wie der Nilbarsch so der Mensch
Eine etwas zu enge Beziehung: Im neuen Roman der Bestsellerautorin Asako
Yuzuki geht es um Freundschaft und die Rolle der Frau in der japanischen
Gesellschaft.
(DIR) Was Autor:innen inspiriert: Schreibende sind auch nur Lesende
In der Berliner Veranstaltungsreihe „Vorgemerkt.“ stellen Autor:innen
Werke aus dem Bibliotheksbestand vor, die bei ihnen Eindruck hinterlassen
haben.
(DIR) Roman „Michaela Kohlhaas“: Unmerklicher Umstieg auf ein paralleles Leben
Heike Geißler erfindet Kleist neu: Unbeirrbar schreitet in ihrem Roman die
Aussätzige „Michaela Kohlhaas“ dem eigenen Ende entgegen.
(DIR) Band von Theodor Lessing: Wie die Fliegen
Ein Band mit Artikeln des jüdischen Publizisten Lessing gibt Einblick in
die deutsche Gesellschaft. Er beleuchtet das Ende der Zwanzigerjahre.
(DIR) Trauer um Edgar Morin: Wilderer des Wissens
Der französische Soziologe und Philosoph Edgar Morin ist im Alter von 104
Jahren gestorben. Präsident Macron würdigt ihn als „Denker des
Jahrhunderts“.
(DIR) Graphic Novel „Al-Fazia“ von Tobi Dahmen: Von der Kunst des Überlebens
In einfühlsamen Skizzen erzählt Comicautor Tobi Dahmen die Geschichte des
Syrers Akram Al Saud, der sich der Gewalt des Assad-Regimes widersetzte.
(DIR) Arisierte Villa Rezek und Wiener Moderne: Die Geschichte eines Hauses – die Geschichte einer Stadt
Schönheit trotzt Hass. Die von Hans Glas visionär gestaltete Villa Rezek
erzählt von Utopien im einst jüdischen Wien. Sie ist nun wieder zu
bestaunen.
(DIR) Queeres Leben im geteilten Berlin: Feste und Festnahmen
Andrea Rottmann stellt ihr Buch „Bedrohtes Begehren: Queeres Leben im
geteilten Berlin, 1945–1970“ in der Landeszentrale für politische Bildung
vor.
(DIR) „Der Staatsbewohner“ von Andrej Platonow: Wir alle kochen im selben Klassenkessel
Ein neuer Band in der Andrej-Platonow-Reihe umfasst drei erstaunlich
satirisch gestimmte Erzählungen. Sie führen in die frühe Phase des
Stalinismus.
(DIR) Buch über Neoliberalismus: Antriebslos durch die Geschichte
in „Beliebige Fracht“ erzählt Ian Kumekawa die Kapitalismusgeschichte des
20. Jahrhunderts anhand zweier Frachtschiffe aus einer schwedischen Werft.
(DIR) Anne Carson in Berlin: Umweg über die Entstehung der Welt
Die Lyrikerin und Essayistin Anne Carson hielt beim Poesiefestival Berlin
einen Vortrag. Thema war die Geschichte des „Skywritings“.
(DIR) Neuer Roman von Ben Lerner: Transatlantisches Elysium
Ben Lerners neuer Roman gilt hierzulande bereits als Meisterwerk. Vor allem
ist er jedoch eine Versicherung, dass man Amerika nicht aufgeben darf.
(DIR) Westend Verlag längst nicht mehr links: Autoren distanzieren sich vom Verlagshaus
Etwa 30 Autoren wollen dem Westend Verlag den Rücken kehren, darunter
tazler und Gregor Gysi. Sie werfen dem Haus eine ideologische Kehrtwende
vor.
(DIR) Politik mit Memes: Krieg der Bilder
Der Kunsthistoriker Wolfgang Ullrich analysiert in einem neuen Buch
Strategien autoritärer Bildpolitik – und macht eine neue Regierungsform
aus: die „Memokratie“.
(DIR) Geschichte der Ketzer: Die Brüder von Jesus Christus
Der Siegeszug des Christentums als Weltreligion war in seinen Anfängen
geprägt von Unterdrückung und Ausgrenzung seiner Konkurrenten.
(DIR) Roman über die Zeit von Aids: Erschrocken über das eigene Überleben
Eine ausgelassene Feier in Berlin, dann Aids – nur der Erzähler überlebt
die Epidemie: Hans Pleschinskis Schicksalsroman „Bildnis eines
Unsichtbaren“.
(DIR) Neurechter Autor Benedikt Kaiser: Der lange Marsch in die illiberale Republik
Benedikt Kaiser hat ein Handbuch für eine identitäre Revolution verfasst.
Wer es liest, versteht die geistige Grundlage einflussreicher AfD-Kreise.
(DIR) Booker Prize an Autorin Yang Shuang-zi: „Unsere Zwei“ gehen leer aus
Mit Yang Shuang-zi und „Taiwan Travelogue“ geht der Booker Prize 2026
erstmals an einen auf Mandarin verfassten Roman. Nominiert waren auch zwei
deutsche Autor:innen.
(DIR) Schwarze Autorin über die Nachkriegszeit: „Ich wurde regelmäßig auf der Straße beschimpft“
Marion Kraft wuchs als Schwarzes Kind im rassistischen
Nachkriegsdeutschland auf. Jetzt liegt ihr biografisch inspiriertes
Romandebüt vor.
(DIR) Gedichte von Henning Ahrens: Allein die Seele, diese Mimose
Henning Ahrens findet in seinem neuen Gedichtband Deutschland-Parabeln und
skelettiert gekonnt die Sprache. Kehrt die Befindlichkeitslyrik zurück?
(DIR) Roman von Johann Reißer: In einem schönen Schwarzwaldtal
Wo heute Rheinmetall Kanonen fertigt: Johann Reißer nimmt in „Pulver“ auf
mitreißende Weise die Anfänge der deutschen Rüstungsindustrie in den Blick.
(DIR) Teil 4 der Reihe zum 100. Geburtstag: Foucault und das „kälteste aller kalten Ungeheuer“
Staatliche Institutionen gelten Foucault einseitig als Orte
disziplinarischer Macht. Angesichts der neoliberalen Globalisierung ist das
problematisch.
(DIR) Sachbücher über Opfer: Schmerz und Handlungsmacht
Opferkult oder neue Härte? Zwei Sachbuchautorinnen betrachten aus
verschiedenen Perspektiven den Umgang mit verwundbaren und verwundeten
Menschen.
(DIR) Beisetzung der RAF-Terroristin: Die vielen Beerdigungen der Ulrike Meinhof
Vor 50 Jahren wurde Meinhof beigesetzt, ihr Gehirn erst 25 Jahre später. In
der Zwischenzeit versuchten Männer zu ergründen, was in ihrem Kopf vor sich
ging.
(DIR) Graphic Novel „Blutsauger“: Eine Horrorkomödie mit Tiefgang
Ist der Nachbar nur oldschool oder etwa ein aktiv tätiger Vampir? André
Breinbauers Comic-Erzählung kombiniert Wiener Charme mit düsterer Spannung.
(DIR) Debatten um den Friedenspreisträger: Was treibt Boualem Sansal?
Hat sich Boualem Sansal, der Kämpfer gegen Diktatur und autoritäre
Religion, den Rechten zugewandt? Auf Fragen der taz antwortet der Autor per
Mail.
(DIR) Ein düsterer Blick auf die Geschichte: Die Männer, die das 20. Jahrhundert abschaffen wollen
Armin Thurnher geht in seinem Buch „Unsternstunden der Menschheit“ der
Frage nach, „wie die Welt unerträglich wurde“.
(DIR) Lara Rüter schreibt über „Affenliebe“: Die zwei Cousinen Rührung und Berührung
Eine Dichterin unter Affen: Lara Rüters poetische Annäherung an Primaten
vor und hinter Käfigstäben, „Affenliebe“.
(DIR) Buch über Haltung im Nahostkonflikt: Wem steht Solidarität zu?
Steffi Hentschke erzählt in „Manchmal würde ich gern schreien“ über ihr
Ringen um die „richtige“ Haltung im Nahostkonflikt.
(DIR) Roman aus Japan „Die Fabrik“: Den Waldgeist bitte ignorieren
Hiroko Oyamada beschreibt Arbeit als totalen Zustand in „Die Fabrik“. Was
genau dort produziert wird, bleibt ebenso unklar wie der Sinn der
Tätigkeiten.
(DIR) Zwei Sachbücher zum Männlichkeitsdiskurs: Furcht und Vorurteil
Die Autorin Nicole List schreibt über „Angst vor Männern“, die Journalistin
Eva Ladipo wirbt dafür, die Verlustängste und Wut der Männer zu ergründen.
(DIR) Geld für kleine Verlage: Hamburg öffnet die Schatulle
Weil sie zur Vielfalt von Meinungen und Perspektiven beitragen: Als erstes
Bundesland fördert Hamburg die Arbeit kleiner Verlage.
(DIR) Russische Buchmesse in Berlin: Mit Literatur gegen die „Schizo-Realität“
Die zweite Exil-Buchmesse für russischsprachige Literatur in Berlin war
größer und bunter als die erste Ausgabe. Es wurde kontrovers diskutiert.
(DIR) Buch über das jüdische Erbe Halberstadts: Es brauchte mehr als ein Ideal
Wie wurde in der DDR und danach mit jüdischem Kulturerbe umgegangen?
Philipp Graf versucht am Beispiel Halberstadts eine Antwort zu finden.