# taz.de -- Buch
(DIR) Literaturkritik von Denis Scheck: Die Kunst des Verrisses
In der Debatte über Denis Scheck und seine gefürchtete Mülltonne steht
einiges auf dem Spiel. Vor allem: das Recht darauf, die Sau rauszulassen.
(DIR) Rechtsextremer Verleger in Frankreich: Auf der Abschussliste
Der langjährige Leiter des französischen Buchverlags Grasset wurde vom
rechten Eigentümer Vincent Bolloré gefeuert. Autor*innen drohen mit
Weggang.
(DIR) Treiben im Café: Kein Ort zum Schreiben
Unter Menschen schreiben kann unsere Autorin nicht. Viel zu anregend ist
das, was im Schöneberger Café um sie herum passiert.
(DIR) Neuer Roman „GPS“: Lost in Google Maps
Im Thriller „GPS“ verschwindet auf rätselhafte Weise eine Freundin. Autorin
Lucie Rico nutzt eine seltene Erzählweise und vermischt Reales und
Irreales.
(DIR) Roman über postapokalyptisches Berlin: Neustart auf Nektar II
In dem Zukunftsroman „Der Gräber“ ist die Welt weitgehend zerstört. Durch
das postapokalyptische Berlin geistern alte Bekannte aus Otrembas
Erzählungen.
(DIR) Kunst am Straßenrand: Blicke durchs Pappmaché
Die Berliner Allee in Berlin-Weißensee ist kein Ort für Ästheten – bis ein
filigraner rosa Rüssel und zwei wachsame Augen die Tristesse durchbrechen.
(DIR) Michel Foucault in der Kunst: Wo Macht ist, ist auch Widerstand
Heterotopien, Gouvernementalität: Die Thesen Foucaults werden im Kunstfeld
widersprüchlich diskutiert. Teil 3 unserer Reihe zum 100. Geburtstag.
(DIR) Roman von Kae Tempest: Vom Glück, ein Mann zu sein
„Ein Leben lang gesucht“ erzählt von einer dysfunktionalen Familie, einer
großen Liebe – und dem Gefängnis, das der Körper sein kann.
(DIR) Essays von Karl Ove Knausgård: Und meint sich aber eigentlich selbst
Der Methode Karl Ove Knausgårds, sein Leben nachzuerzählen, kommt man in
seinen Essays auf die Spur. Sein Verhältnis zu Autorinnen bleibt schwierig.
(DIR) Buch über „Kybernetik und Kritik“: Kybernetische Maschinen regieren bald die Welt
Wenn der Staat antizipiert, was in der Gesellschaft vor sich geht:
Anna-Verena Nosthoff formuliert eine Theorie digitaler Regierungskunst.
(DIR) Entwicklung von Kindern und Teenagern: Menschliche Beziehungen in Zeiten von Social Media
Wie beeinflussen Instagram, Tiktok & Co die Entwicklung von Kindern und
Teenagern? Bildungsforscherin Nina Kolleck gibt Antworten in ihrem
Sachbuch.
(DIR) Feridun Zaimoglu übers Schreiben: „Authentizität ist für'n Arsch“
Für den Autor Feridun Zaimoglu ist Schreiben ein radikaler Bruch mit der
Wirklichkeit, jedes Buch ein Neuanfang. Auf Identität gibt der Kieler
nichts.
(DIR) Aufsätze von ehemaligen Linken: Ich, ich, ich
Wenn das Denken die Richtung ändert: In einer Aufsatzsammlung hagelt es
Bekenntnisse von Ex-Linken. Manches verbindet sie mit Rechtspopulisten.
(DIR) Buch über russischen Kolonialismus: Das Ende des russischen Imperiums
Maksym Eristavi erforschte die lange Tradition des russischen
Kolonialismus. Queer und ukrainisch zu sein gilt in Russland gleichermaßen
als kriminell.
(DIR) Comic-Gesamtausgabe „Frank Cappa“: Alter Held neuer Schule
Ein Spanier, dessen Name nach einem Deutschen klingt. Und eine Comicfigur,
die an den Fotografen Robert Capa erinnert: Manfred Sommers „Frank Cappa“.
(DIR) Buch über Fehler deutscher Außenpolitik: Mangel an politischer Vorstellungskraft
Es gilt, sich von alten Denkmustern zu verabschieden, meint Jörg Lau. In
seinem neuen Buch fordert er eine neue deutsche Außenpolitik.
(DIR) NS-Gegner und Anarchist Otto Weidt: Kein Schicksal wird es biegen
Seit wenigen Wochen steht in Berlin eine Gedenkstele für Otto Weidt. An ihn
erinnert nun auch eine Graphic Novel, die beklemmende Fragen aufwirft.
(DIR) Feiertage ohne Familie: Die Wahrheit über Ostern
Manchmal kann sogar die Rebellin kleine Einsamkeiten empfinden. Oder
zumindest darüber nachdenken.
(DIR) Feministische Architekturliteratur: Das erfundene Genre
Eine Veranstaltung im Berliner Bücherbogen stellte Bücher von Frauen aus
Architektur und Baubranche vor. Ein inspirierender Abend.
(DIR) Mangas, die vom Zeichnen handeln: Lust und Leid der Mangaka
Wenn Manga-Zeichner übers Zeichnen und ihre Branche erzählen. Gleich drei
aktuelle Mangas widmen sich teils autobiografisch der eigenen Kunst.
(DIR) Autorin über Heldinnen der Meere: „Es lohnt sich, starrsinniger zu sein“
Das Meer galt lange Zeit als männliche Domäne. Wie die Geschichte einer
grausamen Piratin und der Erfolg einer Forscherin den Blick darauf
verändern.
(DIR) Ole Liebls Buch zu fragiler Männlichkeit: Das Problem sitzt im Saal
Ole Liebl seziert in seinem Buch die Gefühlswelt von Männern. Bei der
Lesung wird viel gelacht – unbequeme Fragen an das eigene Verhalten bleiben
aus.
(DIR) Faschismus-Tagung in Konstanz: Gespenstische Aussichten und kritische Evergreens
Bei einer Tagung in Konstanz loteten Historiker und Philosophen den neuen
globalen Autoritarismus aus. Hilft gegen Tech-Bros „Antifaschismus der
Mitte“?
(DIR) Sensationelle Begegnung: Das klappt mit uns beiden
Wer mal eben eine Pause im Café einlegt, kann dort zu ganz neuen Einsichten
gelangen. Über Dates etwa.
(DIR) Autorin Nona Fernández über Chile: „Nostalgisches Erinnern langweilt mich“
Wie konnte es so weit kommen, dass in Chile erneut die Ultra-Rechte
regiert? Nona Fernández über ihr Werk, die Linke und die Bereitschaft zum
Handeln.
(DIR) Buch über rechte Kulturpolitik: Kampf um die Kultur
Christoph Bartmann blickt mit Sorge auf die Gefährdung der Kunstfreiheit:
Weltweit strebt die Rechte nach Hegemonie über die Kunst und das Denken.
(DIR) Kinder- und Jugendbücher im Frühjahr: Lakikak heißt Ziegenmist
Ein Kind lernt skaten, ein Hund lesen und Mirza eine neue Sprache.
Neuerscheinungen von Julie Flett, Enne Koens, Andreas Greve und Lena
Winkel.
(DIR) Neuer Roman von Navid Kermani: Alles mit allem verzahnt
In seinem neuen Roman „Sommer 24“ schreibt Navid Kermani über das Jahr
2024. Das Psychogramm offenbart einen Alltag voller Instabilität.
(DIR) Buch über Abwehr von Migranten in Europa: Das Schreckliche, das wir verdrängen
Heidrun Friese hat recherchiert, wie Europa die Menschenrechte missachtet,
um Geflüchtete von seinen Grenzen fernzuhalten.
(DIR) BKM lässt Jury-Listen erstellen: Weimer macht genau das, wofür er ins Amt berufen wurde
Das Vorgehen des Kulturstaatsministers wirkt stümperhaft. Aber es erzielt
den gewünschten Effekt: Selbstzensur in der Kulturbranche.
(DIR) Abschluss der Leipziger Buchmesse 2026: Es weimerte sehr
Auf der Buchmesse wurde branchenweit Solidarität mit den vom
Buchhandlungspreis ausgeschlossenen Buchläden bekundet. Auch sonst zeigte
man sich geschlossen.
(DIR) Buch über das antike Pompeji: Die Hoffnung der Sklaven und Frauen
Gabriel Zuchtriegel erforscht seit Jahren die antike Römerstadt Pompeji. In
seinem neuen Buch betrachtet der Archäologe den Aufstieg des Christentums.
(DIR) Kulturgeschichte des Aufwachens: Sofort gibt’s Krawall und Radau
Der Wecker als Störenfried: Christoph Ribbat betrachtet das Aufwachen aus
kultureller Perspektive.
(DIR) Buch über antifaschistische Architektur: Mehr als Agitprop-Prosa aus dem Schwarzen Block
Was ist antifaschistisches Bauen? Die US-Architekturforscher Daniel Jonas
Roche und Andrew Santa Lucia haben dazu ein spannendes Buch veröffentlicht.
(DIR) Eva von Redecker über Jürgen Habermas: Der Schulleiter ist nicht tot
Jürgen Habermas bestand darauf, dass fortschrittliche Kräfte der
Gesellschaft in der realen Geschichte auffindbar sein müssen. Was bleibt
von seinem Werk?
(DIR) Rundgang über die Leipziger Buchmesse: Weimer als Symptom
Michal Hvorecký sieht slowakische Verhältnisse in Deutschland, Carla
Hinrichs glaubt nicht an Ausrutscher, Maxim Znak liest 1.596 Bücher. Ein
Rundgang über die Buchmesse.
(DIR) Journalist Ronen Steinke in Leipzig: Seine Klinge auch an widrigen Gedanken wetzen
Auf der Leipziger Buchmesse spricht Ronen Steinke über sein Buch
„Meinungsfreiheit“. Der Journalist sieht eine gefährliche Machtverschiebung
am Werk.
(DIR) Gespräche auf der Leipziger Buchmesse: Alle gegen Weimer
Gegen den Kulturstaatsminister können sich in Leipzig alle in Rage reden.
Die Buchbranche versichert sich ihres zivilgesellschaftlichen Engagements.
(DIR) Preis der Leipziger Buchmesse 2026: Geschichten, die ins Heute ragen
Katerina Poladjan bekommt für „Goldstrand“ den Leipziger Buchpreis. Der
Sachbuchpreis geht an Marie-Janine Calic, der Übersetzerpreis an Manfred
Gmeiner.
(DIR) Umstrittene Philosophin: Wer hat Angst vor Judith Butler?
Die „Zeitschrift für Ideengeschichte“ widmet ihre aktuelle Ausgabe der
kontroversen Theoretiker*in. Im Roten Salon der Volksbühne wurde
diskutiert.
(DIR) Leipziger Buchmesse: Belletristik-Preis geht an Katerina Poladjan
Odessa, ein bulgarischer Schwarzmeerort, eine Couch in Rom: Katerina
Poladjan rauscht durch Europa – und gewinnt dafür den Preis der Leipziger
Buchmesse.
(DIR) Sophia Merwald „Sperrgut“: Wenn einem hier die Wolke platzt
Sophia Merwald erzählt lyrisch flimmernd vom Leben in einer bedrohten
Solidargemeinschaft. Geschrieben hat Merwald den Text „für die Einsamen“.
(DIR) Täglich eine Geschichte: Meisterinnen der Miniatur
Unsere Autorin beginnt jeden Tag mit der Lektüre einer kleinen Geschichte
von Anita Daniel, Natalia Ginzburg oder Clarice Lispector. Wer sind diese
Frauen?
(DIR) Streit über Buchhandlungen: Dobrindt nimmt Weimer in Schutz
Der Kulturstaatsminister hat drei linke Buchläden von einer Preisliste
gestrichen. Dessen oberster Dienstherr findet das richtig.
(DIR) Hasan Kikić „Provinz im Hinterland“: Wie ein Naturereignis
Der Erste Weltkrieg kommt über die bosnischen Dörfer wie ein Naturereignis.
Die sinnlose Grausamkeit des Krieges zeigt Kikić in „Provinz im
Hinterland“.
(DIR) Weimer und Leipziger Bibliotheksbau: Ein „Moratorium“, kein Stopp
Viel Kritik folgte auf Wolfram Weimers Plan, den Erweiterungsbau der
Nationalbibliothek Leipzig zu stoppen. Nun rudert der Kulturstaatsminister
zurück.
(DIR) Buch über Künstliche Intelligenz: Die gestohlene Sprache
In „Large Language Kabbala“ entlarvt der Informatiker Martin Warnke den
Mythos, KI könne „denken“. Sie erzeuge lediglich Sprache ohne Weltbezug.