# taz.de -- Schwerpunkt Berlinale
       
 (DIR) Kulturstaatsminister Wolfram Weimer: Der Fisch stinkt vom Kopf her
       
       Wer glaubte, Weimer sei kein rechter Hardliner, sieht sich endgültig
       getäuscht. Viele müssen nun befürchten, unter seinen Hammer zu kommen.
       
 (DIR) Streit um Berlinale-Chefin Tuttle: In Bedeutungslosigkeit versinken
       
       Ein Festival, das nur im Konsens funktioniert, ist uninteressant. Würde
       Patricia Tuttle tatsächlich entlassen, droht der Berlinale endgültig
       Irrelevanz.
       
 (DIR) Berlinale-Chefin äußert sich vor Sitzung: Tricia Tuttle will im Amt bleiben
       
       Am Mittwoch soll es eine Sitzung des Aufsichtsrats der Berlinale geben.
       Nach Wolfram Weimer macht nun Tricia Tuttle im Vorfeld ihre Perspektive
       klar.
       
 (DIR) Berlinale-Affäre um Tricia Tuttle: Wolfram Weimer kämpft autoritär – muss aber nicht gewinnen
       
       Der Tuttle-Rückzieher des Kulturstaatsministers ist ein Vorerst-Sieg im
       Kampf um Meinungsfreiheit. Für einen langfristigen Sieg braucht es
       Widerstand.
       
 (DIR) Kuturpolitiker über Berlinale-Diskussion: „Das engt die Künste ein“
       
       Selbst wenn die Demokratie unter Druck steht: Die Kunst nur noch Genehmes
       äußern zu lassen, wäre falsch, sagt Bühnenvereinspräsident Carsten Brosda.
       
 (DIR) Daniel Kehlmann über Berlinale-Eklat: „Das Meinungsklima ist in Gefahr“
       
       Schriftsteller Kehlmann warnt vor einer Kündigung der Berlinale-Chefin
       Tricia Tuttle. Und fordert von Kulturschaffenden Haltung.
       
 (DIR) Wolfram Weimer und die Berlinale: Autoritäre Machtmarkierung
       
       Auch wenn Tricia Tuttle vorerst Festival-Leiterin bleibt – das Vorgehen des
       Kulturstaatsministers wirkt als Warnung an die gesamte Kulturszene.
       
 (DIR) Streit um Berlinale-Chefin: Unterstützung für Tricia Tuttle
       
       Kulturschaffende verteidigen die Berlinale-Chefin: Der Kulturstaatsminister
       will sie wohl für fehlende Kritik an pro-palästinensischem Regisseur
       feuern.
       
 (DIR) Berlinale-Chefin: Intendantin Tuttle darf erst mal bleiben
       
       Krisensitzung im Kanzleramt hat vorerst keine Konsequenzen. Filmschaffende
       hatten vehement gegen eine drohende Entlassung von Tuttle protestiert.
       
 (DIR) Druck von Kulturminister Wolfram Weimer: „Dann kann man die Berlinale gleich beerdigen“
       
       Muss Festivalchefin Tricia Tuttle ihren Posten räumen? In der Filmbranche
       regt sich großer Protest, Preisträger İlker Çatak kündigt einen Boykott an.
       
 (DIR) Berlinale-Leitung: Zu viel Schlagseite
       
       Kulturstaatsminister Weimer plante, Berlinale-Intendantin Tricia Tuttle zu
       entassen. Nicht nur in politisch heiklen Fragen ließ sie die nötige Haltung
       vermissen.
       
 (DIR) Kritik an Berlinale-Chefin: Tricia Tuttle soll gehen
       
       Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat eine Sondersitzung der Gremien
       einberufen. Hintergrund sind propalästinensische Proteste bei der
       Berlinale.
       
 (DIR) Ulf Poschardt zur Berlinale: Alle oder keiner
       
       Wer darf welche Filme mit welchem Geld drehen? Und wer darf sich auf der
       Berlinale wie äußern? „Welt“-Herausgeber Ulf Poschardt hat mal wieder den
       Schuss nicht gehört.
       
 (DIR) Politik auf der 76. Berlinale: Leitung ohne Haltung
       
       Zu Recht ehrt die Berlinale den politischen Spielfilm „Gelbe Briefe“ von
       İlker Çatak. Doch sonst fehlt Mut zum Widerspruch bei unhaltbaren
       Statements.
       
 (DIR) Abschluss der Berlinale: Macht das Festival seine Arbeit?
       
       Die 76. Berlinale endete mit dem Goldenen Bären für İlker Çatak und seinen
       Film „Gelbe Briefe“. Unter den politischen Statements auf der Gala gab es
       diesmal auch Drohungen.
       
 (DIR) Goldener Bär für Ilker Çatak: Politisches Kino setzt sich bei der Berlinale durch
       
       Selten wurde bei der Berlinale so heftig darum gerungen, wie politisch das
       Filmfestival sein muss. Das zeigte sich auch bei der Preisverleihung.
       
 (DIR) Regisseurin über Wunderkind-Film: „Ihre Ehrlichkeit durchbricht den Schutzpanzer“
       
       In „Nina Roza“ ringt ein Wunderkind um Selbstbestimmung. Regisseurin
       Dulude-De Celles spricht auch über die Meinungsfreiheit auf der Berlinale.
       
 (DIR) Film „The Education of Jane Cumming“: Frauen vor dem Fall
       
       In „The Education of Jane Cumming“ rekonstruiert Sophie Heldman die
       Vorgeschichte eines Verleumdungsprozesses. All das wird empathisch erzählt.
       
 (DIR) Dokumentarfilm über Brücken: Sind so schlanke Pfeiler
       
       James Benning widmet sich in „Eight Bridges“ (Forum) den Brücken seiner
       Heimat. Er tut das so gründlich wie zärtlich und schärft dabei die Sinne.
       
 (DIR) Konflikt um Gaza auf der Berlinale: Sprache der Vereindeutigung
       
       Worum geht es dem offenen Brief, der der diesjährigen Berlinale Beteiligung
       an Zensur vorwirft? Und wer verengt hier eigentlich den Meinungskorridor?
       
 (DIR) Spielfilm „The Day She Returns“: Sie hätte jetzt wirklich gern ein Bier
       
       „The Day She Returns“ von Hong Sang-soo zeigt ein Interview in mehreren
       Variationen. Mit einfachen Mitteln entsteht etwas Komplexes.
       
 (DIR) Film „Staatsschutz“ auf der Berlinale: Gegen die Ohnmacht und den Rechtsruck
       
       Faraz Shariats Film „Staatsschutz“ (Panorama) erzählt von einer lesbischen
       Staatsanwältin. Mit Rechtsextremen hat sie nicht nur vor Gericht zu tun.
       
 (DIR) Rumänischer Film „De capul nostru“: Wenn Kinder sich selbst großziehen
       
       Der Spielfilm „De capul nostru“ (On Our Own) von Tudor Cristian Jurgiu
       folgt Jugendlichen in Rumänien. Ihr Leben organisieren sie ohne ihre
       Eltern.
       
 (DIR) Neue Serien auf der Berlinale: Inseln, Intrigen und Immobilienhaie
       
       Die Berlinale setzt in ihrem Serienprogramm auf europäische Produktionen.
       Gänzlich abwesend waren aber große Highlights. Vier Serien im Porträt.
       
 (DIR) Wettbewerbsfilm „Moscas“ auf Berlinale: Tristesse und Fliegen an der Wand
       
       Im Drama „Moscas“ von Fernando Eimbcke trifft eine grantige Vermieterin auf
       einen trauernden Jungen. Dabei finden sie tröstende Gemeinsamkeiten.
       
 (DIR) Debütfilm „Ich verstehe Ihren Unmut“: Sie scheint mit ihrer Arbeitsweste verwachsen
       
       „Ich verstehe Ihren Unmut“ ist sozialrealistische Immersion par excellence,
       die schwer zu ertragen ist. Dies ist als Kompliment zu verstehen.
       
 (DIR) Berlinale antwortet auf Gaza-Vorwürfe: Der Bandbreite an Perspektiven gerecht werden
       
       Mehrere Filmstars warfen der Berlinale vor, sich nicht ausreichend zum
       Gazakrieg zu positionieren. Die Festivalchefin Tricia Tuttle weist das
       zurück.
       
 (DIR) IFFF Dortmund+ Köln goes Berlinale: Solidarität statt Mitleid
       
       Neben Filmvorführungen bietet die Berlinale auch dieses Jahr
       Veranstaltungen. So auch die des Women’s Film Festivals mit einem
       Schwerpunkt auf Afghanistan.
       
 (DIR) Iranische Spielfilme auf der Berlinale: Godard auf Iranisch
       
       „Roya“ und „Cesarean Weekend“ sind zwei mutige iranische
       Underground-Produktionen. Einmal naturalistisch, einmal surreal gedreht.
       
 (DIR) Feministischer Film aus Kasachstan: „Ich habe Hoffnung, dass sich Dinge ändern“
       
       „River Dreams“ ist der erste kasachische Dokumentarfilm auf der Berlinale.
       In ihm inszenieren Kristina Mikhailova und Dana Sabitova Frauen als Flüsse.
       
 (DIR) Film „Liebhaberinnen“ nach Jelinek-Roman: Selbstoptimierung und andere Liebesgeschichten
       
       Kühl im Blick, aber mit Mitgefühl: Die Romanadaption von Elfriede Jelineks
       „Liebhaberinnen“ erzählt von Ausbeutung und weiblicher Solidarität.
       
 (DIR) Dokumentarfilm „Bucks Harbor“: Das ist eine Männerwelt
       
       Der amerikanische Dokumentarfilm „Bucks Harbor“ von Pete Muller begleitet
       Fischer in Maine. Ihre raue Schale müssen sie sich oft zulegen.
       
 (DIR) Der Gaza-Krieg in der Kultur: Und wieder ein offener Brief
       
       Über 80 Filmschaffende unterzeichnen einen offenen Brief an die Berlinale.
       Der Vorwurf: Das Festival positioniere sich nicht ausreichend zu Gaza.
       
 (DIR) 9-Stunden-Film auf der Berlinale: Bomben, Flugzeuge, Schüsse und Schreie
       
       Regisseur Haile Gerima schildert im Dokumentarfilm „Black Lions, Roman
       Wolves“ die Verbrechen während der italienischen Besetzung Äthiopiens
       (Forum).
       
 (DIR) „At the Sea“ im Berlinale-Wettbewerb: Eine Frau wird erwachsen
       
       In „At the Sea“ erzählt Regisseur Kornél Munduczó vom Neubeginn einer Frau
       nach der Sucht. Das alles, irritierend, ohne jede Zuspitzung.
       
 (DIR) Dokumentarfilm „Flying Tigers“: Komplizinnen in der Recherche
       
       Mit einer Vielfalt ästhetischer Mittel erzählt die indische Filmemacherin
       Madhusree Dutta in ihrem Dokumentarfilm „Flying Tigers“ von einer Reise.
       
 (DIR) „Die Blutgräfin“ mit Isabelle Huppert: Bestechend schön, aber museal erstarrt
       
       Mit „Die Blutgräfin“ inszeniert Ulrike Ottinger eine barock funkelnde
       Horrorsatire, die sich in ihrer musealen Pracht verliert (Berlinale
       Special).
       
 (DIR) Dokufiktionaler Berlinale-Film „London“: Das erzählte Leben
       
       Zuhören zwischen privat und politisch: Im Spielfilm „London“ von Sebastian
       Brameshuber geraten Fremde in treffend existenzielle Gespräche (Panorama).
       
 (DIR) Doku „Forest Up in the Mountain“: Ermittlungen in Patagonien
       
       Der Dokumentarfilm „Forest up in the Mountain“ bietet Einblicke in Fälle
       von Plünderung und territorialer Vertreibung in Argentinien (Forum).
       
 (DIR) Spielfilmdebüt „Hangar rojo“: Die Entscheidung eines Offiziers
       
       Das Historiendrama „Hangar rojo“ verdichtet die ersten Stunden des
       Militärputsches 1973 aus der Binnenperspektive der chilenischen Luftwaffe.
       
 (DIR) Film „Allegro Pastell“ auf der Berlinale: Im Zweifel für die Emotion
       
       Der Spielfilm „Allegro Pastell“ von Anna Roller nach dem gleichnamigen
       Roman von Leif Randt erzählt vom Lebensgefühl der Millennials.
       
 (DIR) Mockumentary „The Moment“ mit Charli XCX: Authentisch, aber immer auf Distanz
       
       Mit der Mockumentary „The Moment“ reflektiert Charli XCX den „Brat“-Hype.
       Ein nervöses, unterhaltsames, aber auffällig risikoloses Spiel mit Ironie
       und Image.
       
 (DIR) Debatte um Wim Wenders' Aussage: Wie politisch darf die Berlinale sein?
       
       Im Umgang mit Politik zeigt die Berlinale sich seit Jahren unentschlossen.
       Gerade wenn es um Gaza geht. Dabei wäre eine klare Position möglich.
       
 (DIR) Film „Safe Exit“ auf Berlinale: Auf den Dächern der Stadt
       
       Arabische Filme auf der Berlinale. „Safe Exit“, ein Kairo-Thriller von
       Mohammed Hammad (Panorama).
       
 (DIR) Sandra Hüller in Berlinale-Film „Rose“: Sie will ihren Mann stehen
       
       Das Historiendrama „Rose“ von Markus Schleinzer erzählt von einem
       ungewöhnlichen Betrug. Sandra Hüller überzeugt in einer Hosenrolle.
       
 (DIR) Mexikanische Regisseurin bei Berlinale: „Diese Jugendlichen wissen viel mehr als ich in ihrem Alter“
       
       Die Filmemacherin Fernanda Tovar spricht über ihr Spielfilmdebüt „Chicas
       tristes“, innige Freundschaft, lebendige Nachbarschaften und surreale
       Momente.
       
 (DIR) Familienhorrorsatire bei der Berlinale: Das wird böse enden
       
       Das Remake „Rosebush Pruning“ von Efthimis Filippou und Karim Aïnouz ist
       eine Familiensatire. Die Zutaten: Exzess und Grenzüberschreitung.
       
 (DIR) Berlinale-Absage von Arundhati Roy: Der Jurypräsident laviert herum
       
       Die indische Schriftstellerin bleibt der Berlinale fern. Der Grund:
       Jurypräsident Wim Wenders hatte sich nicht zu Gaza positionieren wollen.
       
 (DIR) Horror auf der Berlinale: Gesellschaftskritik mit viel Kunstblut
       
       Auf der 76. Berlinale gibt es unter den Filmen aus asiatischen Ländern
       diverse Horrorkomödien. Für politische Themen wählen sie drastische Mittel.
       
 (DIR) „Der Heimatlose“ auf der Berlinale: Mit wenig Mitteln viel erreichen
       
       Das Spielfilmdebüt „Der Heimatlose“ von Kai Stänicke eröffnet die Reihe
       Perspectives. Seine Inselallegorie setzt erfolgreich auf Künstlichkeit.