# taz.de -- Buch
(DIR) Nachruf auf Cees Nooteboom: Der europäische Tramp
Cees Nooteboom liebte das Reisen und schrieb darüber sowie über seine
Kriegserfahrungen. Nun ist der niederländische Schriftsteller im Alter von
92 Jahren verstorben.
(DIR) Sohn über Antifaschistin: „Sie wollte die Solidarität zurückgeben“
Sohn der NS-Zeitzeugin Steffi Wittenberg richtet eine
Erinnerungsveranstaltung aus mit Fokus auf die Veröffentlichung ihrer
Biografie.
(DIR) Barbara Honigmann „Mischka“: Zwischen Rosenhügeln und Ersatzmüttern
Ein internationales Kulturbürgertum, das nie eine konkrete Verortung hatte:
Barbara Honigmann beschreibt das jüdisch-kommunistische Milieu des 20.
Jahrhunderts.
(DIR) Jill Johnson „Nachtschattengewächse“: Grünzeug des Unheils
Eustacia Rose züchtet Giftpflanzen und wird eines Tages verdächtigt, einen
Giftmord begangen zu haben. Ein Krimi mit skurrilem britischen Humor.
(DIR) Widerständige Punk-Frauen in der DDR: Nur wer sich bewegt, hört seine Ketten rasseln
Die Organe der DDR ahnten, dass Punk ihnen gefährlich werden konnte. Sie
antworteten mit Terror. Jetzt erzählen Punk-Frauen ihre Geschichten.
(DIR) Historikerin über Technikfantasien: „Wir hören so häufig, dass die Maschine alles besser kann“
Fehler machen gehört zum Menschsein, sagt die Historikerin Martina Heßler.
Dass wir dagegen an perfekte Maschinen glauben wollen, ist kein Zufall.
(DIR) Politische Theorie: Rückkehr der Ordnung in Großräumen
Carl Schmitt rüttelte an liberalen Überzeugungen. Begrüßen kann man die
Aktualität seines Denkens keineswegs. Doch es hilft, die neue Weltordnung
zu beschreiben.
(DIR) Die Memoiren von Margaret Atwood: Der Report der Margaret A.
Die kanadische Bestseller-Autorin hat die Geschichte ihres Lebens
geschrieben. In „Book of Lives“ blickt sie auf Bücher und Männer,
Freundinnen und Feindinnen zurück.
(DIR) Abdel-Samad über sein Verbot in Ägypten: „Bei Tabus muss ich intervenieren“
In „Was darf Israel?“ streitet Hamed Abdel-Samad mit einem Juden über den
Genozid-Begriff. In Kairo konnte er das Buch nicht wie geplant vorstellen.
(DIR) Verhaltensweisen der Gegenwart: Mut zu Lässigkeit und Schwäche
Obszöne Gesten der Stärke beherrschen die internationale Politik. Was wurde
aus der Coolness? Über Gefühle an der Schwelle zu einer neuen Weltordnung.
(DIR) Lyrik von Martina Hefter: Damit dieser Mensch nicht allein ist mit den Teufeln
Wo Lyrik zum Pflegefall gerät: Martina Hefters Gedichtband „Es könnte auch
schön werden“ erscheint in neuer Schriftgröße.
(DIR) Rilke und Paul Auster als Graphic Novel: Klassische Literaturstoffe neu interpretiert
Die Comic-Adaption von Paul Austers New-York-Trilogie überrascht durch ihre
Vielschichtigkeit. Rilke überzeugt mit feinem jugendlich-femininen Humor.
(DIR) Neue Romance von Colleen Hoover: Männer in Uniform
Colleen Hoover schreibt wieder einen Bestseller: Was schätzen Millionen
Leser:innen an der Lovestory von einer Autorin und einem Kleinstadtcop?
(DIR) Neuer Roman von Leïla Slimani: Das Leben der anderen
Drei Generationen: Mit „Trag das Feuer weiter“ beendet Leïla Slimani ihre
Romantrilogie über eine marokkanische Familie mit französischer Großmutter.
(DIR) Trump und das US-Fernsehen: Eine perfekte Symbiose
In seinem Buch „Alle Scheinwerfer auf mich!“ untersucht „New York
Times“-Journalist James Poniewozik den Aufstieg Trumps im Kabelfernsehen.
Er fragt: Wer kontrolliert hier wen?
(DIR) Professorin und Arzt über Psychoanalyse: „Das Unbewusste lernt, sich zu wehren“
Christina von Braun und Tilo Held haben eine Geschichte des Unbewussten
geschrieben. Ein Gespräch über Vertrauen und Vorteile der Psychoanalyse.
(DIR) Neu illustrierte Märchen: Wettbewerb in Faulheit
Auch der fünfte Band von „Grimms Märchen“, illustriert und herausgegeben
von Henrik Schrat, überrascht wieder mit Anarchismus und Staubsaugern.
(DIR) Roman über Belarus: Die EU-Kommission bekundet tiefe Besorgnis
Das neue Buch von Viktor Martinowitsch trägt den polemischen Titel „Das
Gute siegt“. Ein großes Werk über das bleierne Belarus.
(DIR) Ukrainische Autorinnen über ihren Alltag: Den Winter überstehen
Russland hat weite Teile der ukrainischen Energie-Infrastruktur zerstört.
Zwei Autorinnen schildern, wie sie bei Minusgraden leben und arbeiten.
(DIR) Energieverbrauch der Smartphone-Nutzung: Wenn deine Fotocloud den Planeten frisst
In seinem Essay „Bildökologie“ untersucht Michael Klipphahn-Karge den
ökologischen Fußabdruck unseres digitalen Alltags.
(DIR) Buch über deutsche Wirtschaftsgeschichte: Helden des nahtlosen Stahlrohrs
Es heißt, 300 Männer könnten das Schicksal einer Nation verändern.
Konstantin Richter erzählt anhand dieser These von Deutschlands
wirtschaftlichem Aufstieg.
(DIR) Goldener Handschuh als Comic: Elegante Übergänge in den Albtraum
Ully Arndt, nicht für ernste Themen bekannt, hat den Frauenmörder-Roman
„Der Goldene Handschuh“ in einen Comic Noir verwandelt. Kann das gut gehen?
(DIR) Britische Poesie: Von der Pflicht, untröstlich zu bleiben
Lyrikerin Fran Lock hat einen Hybrid aus Essay und Poesie geschrieben.
„Manifest für eine Arbeiter:innenklassenpoetik“ knüpft an widerständige
Traditionen an.
(DIR) Buch über den US-Filmemacher Jack Smith: Glitzer und Schimmel
Jack Smith wurde mit rauschhaften Performances und Undergroundfilmen
berühmt. Texte von und über Smith sind jetzt auch auf Deutsch erschienen.
(DIR) NS-Forscher über Gedenkkultur: „Zwischen Tätern und Opfern besteht ein geschichtliches Vakuum“
Götz Aly kritisiert die Trennung von Täter- und Opfererzählungen. Ihm fehlt
der Blick auf die Mehrheitsgesellschaft – auf Opportunismus, Feigheit und
Mitläufertum.
(DIR) Nachdenken über das Feuilleton: Die Rolle des Verrisses in der Karriereplanung
Jonathan Guggenbergers Text in der taz zeitigt interessante Reaktionen. So
fragt Daniel Stähr, ob Feuilletons überhaupt noch Hypes erzeugen können.
(DIR) Comic über Jugendliche im Arrest: Wir kennen das Gelaber der Sozialarbeiter
Der Comic „Im Jugendarrest“ gewährt Einblicke in eine selten skizzierte
Welt: die Jugendarrestanstalt. Die Jugendlichen griffen dafür selbst zum
Stift.
(DIR) Horrorroman „Verbrenn das Negativ“: Die Todesfälle häufen sich
Josh Winnings neuer Roman ist gelungener selbstreflexiver Horror. Der Plot
ist so plausibel, wie ein Slasherplot eben sein muss.
(DIR) Alltag in der Ukraine: Literaturkreis im Luftschutzkeller
Der Comic „Eine kurze Geschichte eines langen Kriegs“ erklärt deutschen
Leser*innen den jahrhundertealten Konflikt Russlands mit der Ukraine.
(DIR) Michal Ajvaz „Die andere Stadt“: Der Hai auf dem Kirchturm
Magisches Prag: In Michal Ajvaz’ „Die andere Stadt“ öffnen sich hinter
urbanen Fassaden suggestive surreale Erzählwelten.
(DIR) Comic „Gamma … visions“: Die KI-Apokalypse
Mit „Gamma … visions“ schließt Jens Harder sein vierbändiges Epos über
Mensch und Evolution ab. Er zeichnet düstere Zukunftsvisionen in
Türkisblau.
(DIR) Lesung zum Biotop Fitnessstudio: Kraftsport am Wannsee
Im Literarischen Colloquium Berlin standen einen Abend lang Muskeln im
Mittelpunkt. Dabei blieb man beim eigenen Ich – und an der Oberfläche.
(DIR) Susanne Siegerts „Gedenken neu denken“: Uroma war kein Nazi, meinen die Jungen oft
In ihrem Buch schlägt die Journalistin Susanne Siegert einen
Perspektivwechsel beim Blick auf die Verbrechen während der NS-Zeit vor.
(DIR) Buch über Superdiversität: Weniger Gebildete kommen oft besser mit Diversität klar
Maurice Crul und Frans Lelie schauen pragmatisch auf superdiverse Städte.
Auch migrationskritische Menschen tragen oft zum guten Zusammenleben bei.
(DIR) Nachruf auf Ulrich Enzensberger: Er war eine kluge Stimme gegen den Wahnsinn
Ulrich Enzensberger war Journalist und Übersetzer. Das „Puddingattentat“
brachte ihn einst in die Schlagzeilen, jetzt ist er mit 81 Jahren
gestorben.
(DIR) „Game of Thrones“-Schöpfer in Berlin: Diesmal nur liebenswerte Charaktere
Zur Promotion eines neuen „Game of Thrones“-Serienprequels trat Kultautor
George R. R. Martin persönlich in Berlin vor seinen Fans auf.
(DIR) Buch „Das Patriarchat im Uterus“: Your body, their choice
Die Ärztin und Feministin Alicia Baier fordert seit Jahren die
Entkriminalisierung von Abtreibungen. Ihr Buch ist ein streitbarer Beitrag
zur Debatte.
(DIR) Roman über Babyn-Jar-Massaker: „Nichts ist ausgedacht, nichts ist übertrieben“
Anatoli Kusnezow hat in den Sechzigern einen großen Dokumentarroman über
das Massaker von Babyn Jar vorgelegt. Nun erscheint er in neuer
Übersetzung.
(DIR) Debütroman von Jegana Dschabbarowa: Eine perfekte Feindin
Jegana Dschabbarowa blickt in ihrem Debütroman auf konservative
aserbaidschanische Gemeinschaften in Russland. Sie lebt in Deutschland im
Exil.
(DIR) Natalie Amiri über Iran: „Der instabilste Moment seit 46 Jahren“
Natalie Amiri schreibt in „Der Nahost-Komplex“ immer wieder über den Iran.
Ein Gespräch über das Bröckeln des Mullah-Regimes und die Wut im Land.
(DIR) Autofiktionale Literatur: Das kauf ich dir nicht ab
Autofiktionale Literatur liegt im Trend: Nur im Konkreten scheint die Welt
noch erfassbar. Warum lesen wir so gern Geschichten der Betroffenheit?
(DIR) Michael Hampes „Krise der Aufklärung“: Überleben geht nur gemeinsam
Michael Hampe sucht in seinem neuen Essay „Krise der Aufklärung“ nach dem,
was vom Versprechen der Aufklärung bleibt – und findet es in neuen Schulen.
(DIR) Hommage an Westberliner Kneipen: Untermalt von geisterhaftem Gelächter
Nach umfangreichen Recherchen am Tresen hat Marcel Nobis ein Buch über die
Westberliner Kneipenkultur zwischen APO und Mauerfall verfasst.
(DIR) Thriller „Das Beste sind die Augen“: Deine blauen Augen machen mich so hungrig
Eine junge Frau zeigt in Monika Kims Thriller zunächst kleine Obsessionen.
Surrealistische Splatterfantasien werden jedoch narrative Wirklichkeit.
(DIR) Philosoph Hans Joas über Universalismus: Das Ideal in dunklen Zeiten hochhalten
Der Sozialphilosoph Hans Joas liefert gute Gründe, trotz aller Kritik am
Universalismus festzuhalten. Ein Hinweis auf ein lesenswertes Gespräch.
(DIR) Liebe als politische Kraft: „Wir brauchen Inseln der Liebe“
Daniel Schreiber ist davon überzeugt, dass Liebe gegen politische
Polarisierung hilft. Ein Gespräch über Härte, Feindbilder und
Schreibworkshops.
(DIR) Bestseller-Autor scheitert an Bowie-Ode: Verunglückte Verehrung
Frank Schätzing war in seiner Jugend Fan des britischen Popchamäleons David
Bowie. Aber warum musste er davon mit dem Buch „Space Boy“ Zeugnis ablegen?
(DIR) Tagebücher von Arno Schmidt: Der eigenen Radikalität nicht gewachsen
Das einzig erhaltene Tagebuch von Arno Schmidt behandelt die Jahre von 1957
bis 1962. Es zeigt das Bild eines rastlosen, genialischen Einzelgängers.