# taz.de -- Musik
       
 (DIR) Kinderlieder von Heinz Strunk: Vermehrung von Bazillen und Dukaten
       
       Der Erfolg gibt ihm recht: Neben Bestsellern hat der Hamburger Vollhumorist
       Heinz Strunk mit „Lernlieder“ nun auch Musik für Kinder im Angebot.
       
 (DIR) 20 Jahre „Back to Black“ Amy Winehouse: Es gibt noch was zu holen im Bienenkorb
       
       2006 machte die britische Sängerin Amy Winehouse mit ihrem Album „Back to
       Black“ Furore. Ein persönlicher Rückblick auf jene Zeit.
       
 (DIR) Duoalbum von Bibio und Dorian Concept: Rein in die Sackgasse und rückwärts wieder raus
       
       Bibio und Dorian Concept spannen sich für das Album „Answers“ zusammen.
       Ihre musikalische Schnittmenge aus Ambient und windschiefer Klangforschung
       ist schlüssig.
       
 (DIR) Musik-Biennale Venedig: Mit der Ewigkeit vertraut
       
       Wo Hingabe und Ernst befreiend wirken: Eindrücke von der 70. Ausgabe der
       Musikbiennale von Venedig zwischen Tiefenentspannung, Ballonkunst und
       Lärmbad.
       
 (DIR) Deepfakes im Musikmarkt: Unliebsame Konkurrenz durch KI
       
       Betrug bei Streamingdiensten ist Tür und Tor geöffnet. Die Berliner
       Künstlerin Tara Nome Doyle berichtet, wie perfide in ihrem Namen
       vorgegangen wurde.
       
 (DIR) Alben von Keshavara und Charanjit Singh: Eine Mantramaschine zwischen Köln und Kollywood
       
       Synthetisieren heute und gestern: Spannende Fusionmusik mit indischem
       Einschlag von Keshavara und Charanjit Singh.
       
 (DIR) Bilderbuch in Berlin: Die Welt ist ja auch stressig
       
       Die österreichische Band Bilderbuch spielte im Berliner Haus der Visionäre
       ihr einziges Deutschlandkonzert. Das stimmte nostalgisch auf die Zukunft
       ein.
       
 (DIR) Sehnsuchtsort Gelsenkirchen: Ins Blau eingehen
       
       Das Musiktheater im Revier feiert mit einer Performance die Utopien seines
       Baus. Nebenbei rettet's so die politische Ehre der Lieblingsfarbe der
       Romantik.
       
 (DIR) Album von Postpop-Band Vanishing Twin: Produktive Unruhe schaffen
       
       Die Postpopband Vanishing Twin löst sich für ihr Album „Archives“ von den
       Vorbildern und kreiert virtuelle Psychedelia für kopfstarke Randgruppen.
       
 (DIR) Jazzalbum von Myra Melford: Es könnte gar nicht besser sein
       
       Die US-Pianistin Myra Melford liefert mit dem Fire and Water Quintet
       Modular-Jazz in Zellenform. Ihr fulminantes Album heißt „Sure Grand Out“.
       
 (DIR) Musikfestival Out.Fest in Portugal: Stottern, scheuern und dröhnen
       
       Ortsbesuch in der portugiesischen Industriestadt Barreiro, wo das
       experimentelle Musikfestival Out.Fest stattfindet. Inklusion trägt hier zum
       utopischen Sound bei.
       
 (DIR) Soap&Skin-Konzert in Berlin: Schmerz als Grundnahrungsmittel
       
       Durch die eigene Vergangenheit – und Zukunft: Im Rahmen des „Love is a
       verb“-Festivals im Berliner HAU spielte Musikerin Soap&Skin eines ihrer
       selten gewordenen Konzerte.
       
 (DIR) Elektronische Orgelmusik in Berlin: Im Maschinenraum des Sounds
       
       Das Aggregate Festival feiert fünfjähriges Jubiläum. Mit
       computergesteuerter Orgelmusik bringen Gamut Inc das Konzerthaus Berlin zum
       Schwingen.
       
 (DIR) Homofeinde gegen türkischen Musiker: Verhaftet wegen sexy
       
       Am Ende schwingen zwei Männer die Hüften. Für die AKP und ihre
       „Familienpolitik“ ist das Musikvideo von Mabel Matiz ein Problem. Aber es
       gibt eine Antwort.
       
 (DIR) Punk Cramps: Verliebt in das Bild im Fernseher
       
       Die Cramps waren die wilden Kerle des Punk. Ihr bisher unveröffentlichtes
       Debütalbum „Gravest Gravy“ erscheint jetzt neu remastert.
       
 (DIR) Danger Dan über sein neues Album: „Es geht um antifaschistischen Selbstschutz“
       
       Der Rapper Danger Dan veröffentlicht Songs über Ängste und die Liebe zu
       einem Mann. Hier spricht er über „Keine Angst“ und das ZDF und linken
       Widerstand.
       
 (DIR) Antisemitismus im Pop: Gute-Laune-Beats gegen Juden
       
       Musiker:innen nutzen ihre Reichweite und Bühnen, um politische
       Botschaften zu verbreiten. Dabei wird immer öfter auch antisemitisches
       Geraune normalisiert.
       
 (DIR) Album „Keine Angst“ von Danger Dan: Noch mehr Weimarer Republik
       
       Danger Dan lässt auf seinem neuen Album „Keine Angst“ mit simplen
       Arrangements die Luft aus den schwergängigen Texten. Schocken tut an seiner
       Musik nichts.
       
 (DIR) Kirchenmusiker über Popsongs und Orgel: „Ich will die Seelen der Menschen in die Kirche bringen“
       
       Michael Schütz spielt Deep Purple, ABBA oder Queen auf der Kirchenorgel. Er
       sieht sich als Brückenbauer zwischen Kirche und musikalischer
       Sozialisation.
       
 (DIR) Legendäres Punkkonzert im Berliner SO 36: Sie sind unruhig, besessen und kennen keine Grenzen
       
       Die Punkband the Sods gastierte 1981 im SO 36. Weil sie alte Songs nicht
       mehr spielen wollte, kam es zu Tumulten. Späte Bilanz eines folgenreichen
       Abends.
       
 (DIR) Baustellenkonzert in Berlin: Mit Helm in die Oper
       
       Die Komische Oper Berlin wird saniert, der Spielbetrieb läuft in einem
       Ausweichquartier. Doch mit Bauhelm darf man zum Musikhören auch weiter ins
       Stammhaus.
       
 (DIR) Rapperin Wa22ermann: Ernüchterung, Wut und Flow
       
       Die aus Pakistan stammende Berliner Rapperin Wa22ermann findet auf ihrem
       Debütalbum „Knax“ den Sound für die Vielfalt der Hauptstadt.
       
 (DIR) Postpunk-Band Yard Act: Der Roadtrip endet im Silicon Valley
       
       Das Postpunkquartett Yard Act aus Leeds kommt erstmals auf Headlinertour
       nach Deutschland. Ihr Album „You’re Gonna Need a Little Music“ vibriert.
       
 (DIR) Journalist über Krise im Musikbusiness: „Die Menschen haben verlernt, bewusst zu hören“
       
       Maik Pagels erzählt in einer Musikshow, was Streaming, Algorithmen und die
       Krise der Live-Kultur für Pop-Musiker:innen bedeuten.
       
 (DIR) Musikfest Berlin: Wo Wiederhören Freude macht
       
       Das Musikfest Berlin bot dieses Jahr neben Orchesterwerken viel
       Musiktheater ganz unterschiedlicher Art. Am Anfang wie am Ende standen
       diesmal Vokalwerke.
       
 (DIR) Debatte über Rapper Macklemore: Finale Schwundstufe von Protest
       
       Überall grassieren Texte über Ed Sheerans geskippten
       Aufwärmprogrammkünstler Macklemore. Dabei propagiert der seit Jahren
       deutlich Antisemitismus.
       
 (DIR) Stockhausens Oper „Mittwoch“ in Berlin: Da hilft nur noch Hubschraubereinsatz
       
       Zum Auftakt der Intendanz Aviel Cahns stemmt die Deutsche Oper Berlin eine
       Riesenproduktion: „Mittwoch aus Licht“ von Karlheinz Stockhausen bietet
       kosmisches Spektakel.
       
 (DIR) Livealbum und Konzertfilm von Pulp: Helft dem Alten
       
       Der Konzertfilm „What do you do for an Encore?“ und ein Livealbum setzen
       der britischen Band Pulp und ihrem Sänger Jarvis Cocker ein herzerwärmendes
       Denkmal.
       
 (DIR) Punkbands Deutsche Laichen und Screamer: Sie haben Spaß, Wut und Hoffnung gegen Hass
       
       Punk wird immer beben, auch wenn alles andere längst erstarrt ist: Das
       stellen zwei krasse Alben von Deutsche Laichen aus Göttingen und Screamer
       aus Hamburg klar.
       
 (DIR) Album von Arab Strap: Hier wird Schwerkraft zu Levitation
       
       Mit dem Album „Half-Told Tales“ hebt das Popduo Arab Strap auf eine neue
       Zündstufe der Bandexistenz ab: Lust am Experiment trifft auf
       alltagspoetische Epiphanien.
       
 (DIR) Musikmagazin Pitchfork: Von der Kaufentscheidung zur Überlebenshilfe
       
       Die Klage über den Niedergang der Musikkritik hat die Klage über den
       Niedergang der Popmusik abgelöst. Zurecht?
       
 (DIR) Ed Sheeran bricht sein Schweigen: In Ungnade gefallen
       
       In Irland wird der Eklat um Ed Sheeran besonders heiß debattiert. Der
       Sänger selbst spricht bei einem Konzert in den USA erstmals von einem
       „Fehler“.
       
 (DIR) Nach Streit um Macklemore-Auftritt: Alle spenden jetzt für Gaza
       
       Nach seinem Tour-Rausschmiss spendet der Rapper seine Einnahmen an
       Kriegsopfer. Ed Sheeran und der US-Milliardär Robert Kraft wollen es ihm
       nachtun.
       
 (DIR) 100 Jahre Jazzlegende: Die Kraft der kosmischen Musik
       
       Am 23. September hätte der US-Jazzsaxofonist John Coltrane seinen 100.
       Geburtstag gefeiert. Warum seine Musik unsterblich ist und was von seinem
       Werk bleibt.
       
 (DIR) Neues Album von Organist Maxime Denuc: Eine Orgel, die mehr atmet, als dass sie spielt
       
       Der französische Organist Maxime Denuc zieht auf seinem neuen Album „Club
       Imperiale“ alle Register von elektronischer Tanzmusik und bleibt Bach und
       Händel dennoch verbunden.
       
 (DIR) Theater Bremen nach Tod des Intendanten: Aber Pathos passt gut
       
       Mit der Gegenwartsoper „Innocence“ und der Schauspiel-Uraufführung „I.
       Grief. Different.“ trauert das Theater Bremen um den verstorbenen
       Intendanten.
       
 (DIR) Musiker Stephan Eicher: „Ich finde, dass Haarlänge ein Diskussionsgrund ist“
       
       Mit dem Song „Eisbär“ der Band Grauzone wurde Stephan Eicher bekannt, heute
       schreibt er Chansons. Ein Gespräch über seine jenische Familie, Panik und
       Punk.
       
 (DIR) Rausschmiss wegen „Free Palestine“-Ruf: Es wird einsam um Ed Sheeran
       
       Als er Macklemore aus seinem Programm warf, verließen alle anderen
       Vorgruppen die US-Tour des britischen Stars. Ein US-Milliardär hatte Druck
       auf ihn gemacht.
       
 (DIR) Festivalleitung über Sparmaßnahmen: „Weimers Sparkurs würde alles zerstören“
       
       Die Ukraine ist Ehren-Gastland beim Reeperbahn-Festival. Leiter Alexander
       Schulz berichtet über drastische Fördermittel-Einsparungen beim Festival.
       
 (DIR) Violinistin Jessie Marino: Sie lässt Formen kollidieren
       
       Jessie Marino verbindet zeitgenössische Musik mit Folk und erschafft mit
       Alltagsgegenständen magische Momente. Porträt einer ungewöhnlichen
       Künstlerin.
       
 (DIR) US-Punkgitarrist Cheetah Chrome ist tot: Laut, böse und dem eigenen Untergang geweiht
       
       US-Gitarrist Cheetah Chrome ist gestorben. Mit Rocket from the Tombs und
       den Dead Boys begründete er Mitte der 1970er die Urform von Punk. Ein
       Nachruf.
       
 (DIR) Tango-Bravo-Konzert in Berlin: Hier schwitzen alle
       
       Am Kottbusser Tor in Berlin verliert man schon mal den Überblick. Der
       findet sich dann beim Tanzen zu Tango Bravo im Monarchen wieder.
       
 (DIR) US-Sänger Ty Segall: Liebe ist wie ein Krankenhaus
       
       „Chrome“ heißt das neue Album des kalifornischen Punk-Garagisten Ty Segall.
       Es vereint dystopische Texte und den gewohnten Drive aufs
       Allerdringlichste.
       
 (DIR) Ryuichi Sakamoto in Berlin: Kosmische Überzeugungen
       
       Die Ausstellung „Seeing Sound, Hearing Time“ im Hamburger Bahnhof Berlin
       zeigt erstmals in Europa Kunstwerke des japanischen Popstars und
       Komponisten Ryuichi Sakamoto.
       
 (DIR) 2001 – Pop sexualisiert weibliche Fans: Unsere Mütter, unsere Stars
       
       2001 verlangte der Pop von Sängerinnen und Fans, sich selbst zum Objekt zu
       machen. Eine Abrechnung mit einer Ästhetik, die nie eine Wahl war.
       
 (DIR) Neues Album von US-Sängerin Erykah Badu: Sie bricht den Fluch als Hexenmeisterin
       
       Erykah Badu veröffentlicht das Album „Before the World Blows“ mit Produzent
       The Alchemist. Sein BoomBap ist die perfekte Klangkulisse für ihre düstere
       Textwelt.
       
 (DIR) Neues Album von US-Punkband: Die Sache mit der neuen Team-Dresch-Platte
       
       Die queere US-Punkband Team Dresch taucht aus der Versenkung auf und
       liefert mit dem Album „Furthermore“ eine Kampfansage gegen Homophobie und
       Rechtsruck.
       
 (DIR) Punksänger Monchi im Gespräch: „Gehen? Digga, ist das euer Ernst?“
       
       Jan Gorkow, besser bekannt als Monchi, Sänger der Band Feine Sahne
       Fischfilet, erzählt von der Kraft des Machens und warum er nicht mehr alle
       „Cops“ für „Bastards“ hält.