# taz.de -- Schwerpunkt Stadtland
(DIR) Sitzen auf Baumstümpfen: Von den Freuden des Mitmachtheaters
In Bremen hat die Shakespeare Company unter dem Titel „Liebe geht raus“ ein
ganzes Festival mit interaktivem Theater aufgelegt. Schön war’s!
(DIR) G20-Demos vor Gericht: Der Rechtsstaat verendet im Gewerbegebiet
Das letzte große Verfahren wegen des Hamburger G20-Gipfels könnte mit
Geldauflagen enden. Die juristische Aufarbeitung ist eine Blamage für die
Anklage.
(DIR) Displaced Persons im Emsland: Ein Stück Polen in Deutschland
Im Mai 1945 saßen fast 40.000 Polen im Emsland fest. Ins kommunistische
Polen wollten sie nicht zurück, so wurde aus Haren (Ems) das polnische
Maczków.
(DIR) Kai Wegners Krisenmanagement: Das Bild vom Regierungschef als Macher bröckelt
Weiter ist nicht klar, was Kai Wegner am Tag des Berliner Blackouts
wirklich gemacht hat. Schwäche zu zeigen fällt dem Politiker scheinbar
schwer.
(DIR) Privatsphäre ist Luxus: Realitätsverlust muss man sich leisten können
Wer den Platz für Arbeit oder Sport mit anderen teilen muss, bekommt es
unweigerlich auch mit deren Problemen zu tun: unangenehm, aber auch
lehrreich.
(DIR) Mathematikgebäude der TU Berlin: Universitäres Probewohnen
Wohnungskrise? Der Platz ist schon da, er muss nur bewohnbar gemacht
werden. In der TU Berlin zeigen Studierende modellhaft, wie es gehen kann.
(DIR) Puppenspielerin über ihr Handwerk: „Die Faszination kommt aus der Kindheit“
Karin Schmitt kennt die Magie des Puppenspiels. Es ist dieser besondere
Moment, wenn tote Materie zum Leben erweckt wird, sagt die Puppenspielerin
(DIR) Ehrenamt in Sportvereinen: Am Ball bleiben
Während die Mitgliederzahlen von Sportvereinen wachsen, geht ehrenamtliches
Engagement zurück. Die HSG Verden-Aller hat gleich mehrere Lösungen parat.
(DIR) Hoher Besuch in Lüneburg: Weimer für die Redefreiheit
In Lüneburg gibt es ein neues Kant-Museum, der Kulturstaatsminister darf
eine Eröffnungsrede halten – und meint „autokratische Züge“ zu erkennen.
(DIR) Einkaufszentrum in Ottensen: Shoppen am Gedenkort
Das Mercado-Einkaufszentrum in Hamburg-Ottensen steht auf einem jüdischen
Friedhof. Als Erinnerung daran gibt es nur eine unauffällige Gedenkwand.
(DIR) Haasenburg-Heime: Firma verklagt Land
Die Heimfirma Haasenburg klagt auf Entschädigung, weil ihre Schließung vor
zwölf Jahren als rechtswidrig gilt. Ehemalige Bewohner sind bestürzt.
(DIR) Die Nöte der Menschen sehen: Missmut zeigen
Einfach ein Taxi nehmen, wenn sonst wieder nichts geht? Das gilt für die,
weiß unsere Kolumnistin, die eben Kuchen essen, wenn das Brot mal alle ist.
(DIR) Generalsanierung Hamburg–Berlin: Technik auf dem Abstellgleis
Im Zuge der Generalsanierung der Bahnstrecke Hamburg–Berlin sollte
modernste Steuerungstechnik eingebaut werden. Doch dazu kommt es erst mal
nicht.
(DIR) Dietrich Mühlberg über Umbrüche: „Die Neuen brauchten uns“
Dietrich Mühlberg hat Philosophie studiert und wurde in der DDR zum
Mitbegründer der Kulturwissenschaften. Ein Gespräch zu seinem 90.
Geburtstag.
(DIR) Sanierung der Bahnstrecke Hamburg-Berlin: Die Generalverzögerung
Ende April sollte die Strecke zwischen Hamburg und Berlin saniert sein.
Jetzt gab die Bahn bekannt, dass sich das verzögert: „auf unbestimmte
Zeit“.
(DIR) Demo in den Elbvororten: Kämpfen für Parkplätze?
Hamburg ist geübt im Umgang mit Demos und Krawall. Wenn auch nicht überall:
An der noblen Elbchaussee gibt es da offenbar noch Nachholbedarf.
(DIR) Olympia-Referendum in Hamburg: Rot-Grün will bei Olympia lieber nicht nachrechnen
Den Antrag der Linken, den Rechnungshof um eine Einschätzung zu möglichen
Olympia-Kosten zu bitten, will Rot-Grün ablehnen. Das passt leider ins
Bild.
(DIR) Stand-up-Comedy in Berlin: Very funny
In Berlin wird gern und viel auf Englisch gelacht. Die größte
englischsprachige Comedyszene der EU findet sich in der Stadt. Aber warum
gerade hier?
(DIR) Eine Form von Reichtum: Diese ganzen Dinge, sie kommen immer noch zu mir
Immer neuer Kram in der Wohnung? Dagegen kann sich unsere Kolumnistin nicht
wehren. Selbst wenn sie an die denkt, die die Wohnung mal ausräumen müssen.
(DIR) Florian Lintz über Selbstbewusstsein: „Es ist normal, verschieden zu sein“
Florian Lintz hat sich trotz Behinderung an die Technische Hochschule Köln
hochgearbeitet. Dort lehrt er als Bildungsfachkraft für Inklusion.
(DIR) Besetzer wollen Eigentümer werden: Wo Goethe kotzte
Der Blaue Salon ist die schönste Hausbar Tübingens. Betrieben wird sie von
einem Hausprojekt, welches das Haus nun kaufen will.
(DIR) Mieten in Berlin: Kein Geiz bei den Wuchermieten
Die landeseigene Mietprüfstelle verkündet, dass in Berlin gern überteuert
vermietet wird. Aber weiter fehlt es an einer echten Drohkulisse für
Miethaie.
(DIR) Politisches Theater: Ohne Dabeisein ist alles nichts
Mit dem „Prozess gegen Deutschland“ spielte das Thalia Theater ein
AfD-Verbotsverfahren durch. Es gab magische Momente – wenn man im Saal war.
(DIR) Karsten Krampitz liest in Pankow: Landluft macht frei
Eine Kommune Todgeweihter, die über ihr Leben bestimmen wollen: Der Roman
„Gesellschaft mit beschränkter Hoffnung“ fiktionalisiert eine reale Utopie.
(DIR) E-Autos mit Tankproblemen: Die blockierte Verkehrswende
E-Antriebe sind zentral für die Verkehrswende. Ladepunkte gibt es auch
genug in der Stadt. Gut möglich aber ist, dass dort dann ein Verbrenner
parkt.
(DIR) Schwuler Heidekönig in Lüneburg: „Ich bin ein außergewöhnlicher König“
Eric Böttcher ist amtierender Heidekönig, stets repräsentierte er sein
Königsleben elegant. Am Valentinstag gibt der 21. schwule Regent die Krone
weiter.
(DIR) Ende für den Tagebau in Sichtweite: Ohne Kohle
Der letzte Tagebau in Brandenburg soll bereits 2030 schließen, drei Jahre
früher als geplant. Aber ist die Politik darauf überhaupt vorbereitet?
(DIR) Bremer V-Mann-Skandal: Wie Spiegel und CDU die Gewaltenteilung angreifen
Medien und Politik drängen in Bremen einen linken Rechtsanwalt zum
Rücktritt von seinem Amt als stellvertretender Richter. Der hatte nur seine
Arbeit gemacht.
(DIR) Karneval in Berlin: Unter Närr*innen
Fastnachtsbegeisterte gibt es auch in Berlin. An der Universität der Künste
bereitet sich eine Gruppe auf ihren Auftritt bei der süddeutschen Fastnacht
vor.
(DIR) Räume des Übergangs: Nicht jede Grenze ist gleich
Luxemburg, der reiche Nachbar – Polen, der arme Bruder? An den Grenzen sind
die Unterschiede zu spüren.
(DIR) Tischtennis im Trend: Mit dem Schläger an den Tisch im Geiste der Start-up-Szene
Bei Ding Dong Ping Pong im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg gibt es die
Ballwechsel auf einer App. Sogar die Rotation des Topspins wird gemessen.
(DIR) Zu viel Böses ist männlich: Der Tod, ein bitteres Lebenselixier
All die scheinbar großen Männer – am Ende werden auch sie nur abkratzen,
weiß unser Kolumnist. Was also haben wir zu verlieren?
(DIR) Der Rennelberg in Braunschweig: Ein Ort mit üblen Erinnerungen
In Braunschweig steht eine ehemalige Justizvollzugsanstalt zum Verkauf. Wo
in der Nazizeit Oppositionelle gefoltert wurden, soll nun Wohnraum
entstehen.
(DIR) Mechthild Seithe über Sozialarbeit: „Es ist noch schlimmer geworden“
Die Bedingungen für die Sozialarbeit waren nie rosig, weiß Mechthild
Seithe. Im Vergleich zum neoliberalen Jetzt waren sie aber fast mal eine
Idylle.
(DIR) Eis und Schnee in Berlin: Da gerät was ins Schlittern
So wie Berlin gerade durch den Winter rutscht: Das ist ein populistisches
Trauerspiel mit einer gehörigen Prise Salz.
(DIR) Die Kittelschürze im Osten: Ein unverwüstliches Stück DDR
Die Dederonkittelschürzen waren ein Markenzeichen des Ostens. Im Erzgebirge
werden sie für das nostalgische Gefühl noch immer produziert.
(DIR) Rückblick auf 2016: Die Nostalgie der anderen
Die aktuelle Begeisterung für das Jahr 2016 kann unsere Kolumnistin nicht
verstehen. Aber sich richtig mit 2026 anzufreunden gelingt ihr auch nicht.
(DIR) Der Turm von Jena: Ein sozialistischer Fingerzeig
Der Jentower war mal das höchste Haus von ganz Deutschland. Gebaut wurde
er, um Jenas Altstadt klein und doof wirken zu lassen.
(DIR) Nostalgische Haushaltsmode: Guter Stoff
Kittelschürzen sind mehr als nur ein Kleidungsstück: Sie rufen Erinnerungen
und Gefühle hervor, weiß die Kulturwissenschaftlerin Stefanie Reis.
(DIR) Schneeballschlacht zu viert: Stell dir vor, es ist Krieg, und keine*r geht hin
Bremen ruft auf, die offenen Fragen im Schneeball-Handgemenge zu klären.
Unsere Autorin ist dabei … und noch ungefähr drei andere Leute.
(DIR) Schwarze Menschen in Deutschland: „Wir sollten über Reparationen sprechen“
Es wurde viel erreicht in Sachen Aufklärung über Rassismus und
Kolonialismus, sagt Tahir Della. Doch das rechte Rollback stelle vieles
wieder in Frage.
(DIR) Mietenpoltik in Berlin: Spannende Frage für den Wahlkampf
Die Wohnunspolitik wird wichtiges Thema bei der Wahl in der Hauptstadt
sein. Die Linke will enteignen. Die SPD will den Markt regulieren. Wer ist
die Berliner Mieterpartei?
(DIR) Flensburgerin über ihre Stadtsprache: „Flütt mal über zu uns“
Wenn Hilke Rudolph dieses Angebot macht, meint sie „Rutsch mal rüber“. Die
Flensburgerin setzt sich für den Erhalt ihrer Stadtsprache Petuh ein.
(DIR) Streit um Erinnerung in Salzwedel: Wo die Familie Hirsch Mode verkaufte
Das Haus, das in Salzwedel an prominenter Ecke steht, wird vielleicht doch
nicht abgerissen. Seine jüdischen Bewohner wurden von den Nazis
ermordet.
(DIR) Ein Blick auf Berlins Gehwege: Wer im Winter das Tausalz wert ist
Beim Schneeräumen zeigen Städte, wen sie schützen wollen. Die auf den
Gehwegen, vermutet unsere Kolumnistin, sind es wohl eher nicht.
(DIR) Planstadt Eisenhüttenstadt mit Historie: Mittelalter oder Sozialismus?
Eisenhüttenstadt und Fürstenberg sind zwei ungleiche Schwestern. Die eine
hat mit Wegzug zu kämpfen, die andere pflegt still ihre Exklusivität.
(DIR) Arbeitszeiterfassung in der Schule: Lehrer*innen arbeiten viel umsonst
26 Stunden pro Woche unterrichten Lehrer*innen an Berliner Gymnasien.
Faktisch arbeiten sie mehr – und auch deutlich mehr als andere
Berufsgruppen.
(DIR) Nacktkontrolle für Polizist*innen: Wegen Extremismusverdacht zum Arzt
Bei Verdacht auf Verfassungsfeindlichkeit sollen Polizist*innen in
Bremen und Niedersachsen künftig vom Arzt nach verdächtigen Tattoos
abgesucht werden.
(DIR) Handybotschaften vom Tresen: Trinken zur Ansicht
Für ihren Instagramkanal zieht es zwei junge Frauen in Schankwirtschaften.
Sie zeigen ihren Followern die urigsten aller Münchner Kneipen: Boazn.
(DIR) Ein Jeck über Gram und Frohsinn: „Wir sind einfach Karnevalisten“
Die „Kölschen Kippa Köpp“ sind der erste jüdische Karnevalsverein nach
1945. Präsident Aaron Knappstein wird sich so stärker seines Jüdischseins
bewusst.