# taz.de -- Bildende Kunst
(DIR) Venedig vor der Biennale: EU droht wegen russischem Pavillon mit Förderentzug
Wenige Wochen vor der Eröffnung der Kunstbiennale Venedig spitzt sich der
Streit um die Rückkehr Russlands zu.
(DIR) Nachlass eines Berliner Malers: Der Fernseher läuft nicht mehr
Der Kreuzberger Maler Norbert Fritsch ist im Februar verstorben. Nun wird
sein Nachlass verkauft. Was bleibt von einem ganzen Leben?
(DIR) Nachruf auf Thomas Zipp: Der neurowissenschaftliche Künstler ist tot
Wahnsinn und therapeutische Heilung waren für den Berliner Künstler kein
Gegensatz: zum Tod des „Psychonauten“ Thomas Zipp.
(DIR) Galerie im ehemaligen Knast: Aufgesperrte Zellen der Kunst
Im ehemaligen Frauengefängnis in Berlin-Lichterfelde ist zu spüren, wie eng
es da im Knast zuging. Heute gibt es in den Zellen queere Kunst zu sehen.
(DIR) Posthume Ausstellung von Günther Uecker: Er hämmerte die Essenz des Seins ins Holz
„Die Verletzlichkeit der Welt“ ist im Arp Museum Rolandseck in Remagen, zu
sehen. Ueckers aktionistische Kunst kehrt zurück an eine alte
Wirkungsstätte.
(DIR) Ausstellung in Albertina Wien über Care: Sie schrubbten sich in den kunsthistorischen Kanon hinein
Wer sich sorgt und wer Sorge trägt: Die Albertina in Wien zeigt in einer
Ausstellung feministische Kunst der letzten 60 Jahre über Care-Arbeit.
(DIR) Musée Sentimental im Kolumba Köln: Wo liegt der Geist der Dinge?
Das Kölner Museum Kolumba schafft in einer Ausstellung aus Hochkultur-Kunst
und alltäglichen Gegenständen ungewohnte Perspektiven auf den Glauben.
(DIR) Austellungen in Karlsruhe: Die KI kennt keine feinen Unterschiede
Hypnose oder Wettstreit mit dem Bewusstsein: Unterschiedlicher könnte man
das Verhältnis von Kunst und KI nicht darstellen als in zwei Karlsruher
Ausstellungen.
(DIR) Prägender Künstler der Abstraktion: Nichts ist hohl
Die Neue Nationalgalerie widmet dem rumänisch-französischen Bildhauer
Constantin Brancusi eine große Werkschau. Dafür holt sie sein Atelier nach
Berlin.
(DIR) Rebecca Horn in Wuppertal: Auf der Rasierklinge einer Horn’schen Poesie
Im Wuppertaler Skulpturengarten Waldfrieden lässt sich auf das ironische
Werk der verstorbenen Bildhauerin und Filmemacherin Rebecca Horn
zurückschauen.
(DIR) Saodat Ismailova im Portikus Frankfurt: Bis der Klimawandel den Aralsee dahinraffte
Die usbekische Künstlerin Saodat Ismailova lässt in ihrer Frankfurter
Ausstellung die ausgebeutete Natur Zentralasiens ganz nah an einen
heranrücken.
(DIR) Diskussion Sponsoring fürs Kunstmuseum: Pecunia non olet?
In der Neuen Nationalgalerie Berlin wurde auf einem prominent besetzten
Podium über das Verhältnis von Staat, Museum und privaten Geldern
diskutiert.
(DIR) Max Liebermann in Potsdam und Berlin: Dem Nationalismus trotzen
Zwei Ausstellungen in Berlin und Potsdam stellen Max Liebermann als
Strategen vor, der für Internationalität und ästhetischen Mut in der Kunst
eintrat.
(DIR) Whitney Biennale 2026 in New York: Und ein aufblasbarer Riesenclown
Zaghaft und nur etwas politisch gibt sich die Whitney-Kunstbiennale in New
York. Aber ist das nicht vielleicht gut in einem Zustand des „Permaweird“?
(DIR) Visuelle Kirchenkritik im Domschatz: Woher kommt dein Gold, Madonna?
Die Künstler Alice Creischer und Andreas Siekmann verfolgen im Dommuseum
Hildesheim die Lieferketten heiligen Geräts bis nach Potosí und in den
Kongo.
(DIR) Antifaschistischer Künstler Fabio Mauri: Weder heilig noch verrückt
Zeit seines Künstlerlebens hat sich Fabio Mauri mit Deutschland
beschäftigt. Jetzt ist sein Werk online erkundbar, auch um die KI darüber
nicht halluzinieren zu lassen.
(DIR) Grand Tour durch Berliner Kunsträume: Ergreifend, aber der Hund darf nicht mit rein
Am Wochenende gab es Kunstfilme voll Randale und Tränen. Außerdem:
geschmolzenen Schnee und kalifornische Sehnsucht trotz bellenden
Gasthundes.
(DIR) Stimmen zum Tod von Henrike Naumann: Eine echte antifaschistische Künstlerin
Bis zuletzt arbeitete sie an ihrem Beitrag für die Venedig-Biennale.
Erinnerungen an Henrike Naumann, deren früher Tod die Kunstwelt bestürzt.
(DIR) Off-Space Ausstellung in Kreuzberg: Der Abschlussball als Vexierbild
Auf dem Dachboden eines Kreuzberger Hinterhauses stellt die Malerin Julija
Zaharijević aus. Sie wirft in einen eigenen historischen Moment hinein.
(DIR) Münchner Ausstellung „Antifascism: Now“: Wo geht's zur Mitte der Gesellschaft?
Streitbar ist die Münchner Gruppenschau „Antifascism: Now“ mit Arbeiten
heutiger Künstler:innen. Und dringlich, wie eine „Nius“-AfD-Attacke zeigt.
(DIR) Puppen-Spezial am Deutschen Theater: Pittiplatsch und die glühend erhoffte Reh-Migration
Das Deutsche Theater Berlin verhilft mit der Festivalreihe „Puppen-Spezial“
einem wenige beachteten Subgenre zu größerer Aufmerksamkeit.
(DIR) Zum Tod von Henrike Naumann: Viel zu spät, viel zu früh
Henrike Naumann sollte als erste ostdeutsche Frau den Deutschen Pavillon
der Biennale von Venedig bespielen. Nun ist die Installationskünstlerin
überraschend verstorben.
(DIR) Ausstellung von Nicola L. in Bozen: Sonne, Mond und Körper
Nicola L. überführte den Aktivismus in die Kunst. Eine Ausstellung im
Museion widmet sich nun mit der bislang größten Retrospektive der
Avantagardistin.
(DIR) Der Goldene Bär der Filmfestspiele: Der Glanz der Bären
Schon 1932 schuf die Bildhauerin Renée Sintenis eine kleine Bärenskulptur.
Nach dem Krieg wurde sie zum Symbol von West-Berlin – und der Berlinale.
(DIR) Skulptur aus Donezk in Venedig zu sehen: Und über den Giardini baumelt der Hirsch
Mit einer vorm Krieg geretteten Skulptur macht Künstlerin Zhanna Kadyrova
während der Venedig-Biennale auf die prekäre Situation der Ukraine
aufmerksam.
(DIR) Die Kunst der Woche: Surreal, hyperreal, total real
Karl Holmqvist geht in der Galerie Neu zurück zum Undergroundfilm von Maya
Deren, und Johannes Büttner dokumentiert im Kunst Raum Mitte einen irren
Kryptostaat.
(DIR) Olympia 1936: Des Führers Eiche in Koreatown
Als Olympiasieger erhielt der Afroamerikaner Corny Johnson einen
Eichensetzling. Hitler schaute weg. Künstler Christian Kosmas Mayer folgte
der Spur des Baums.
(DIR) Ausstellung in Winsen: Wo Nazikunst fast ohne Kontext gezeigt wird
In einer Ausstellung über regionale Künstler*innen lässt das Winsener
Museum im Marstall die NS-Verstrickungen fast gänzlich unerwähnt.
(DIR) Berlin verspielt seine Kunsträume: Rote Punkte, rote Linien
Die Berliner Künstler*innen geraten immer mehr unter Druck. Das
Atelierbüro warnt vorm Abbau eines weltweit einzigartigen Modells.
(DIR) Mimi Ọnụọhas Schau „Soft Zeros“ in Wien: Wenn die Technik verdrängt
Können Algorithmen das Vergessen historischer Verbrechen korrigieren? Das
bezweifelt die Künstlerin Mimi Ọnụọha in ihrer Wiener Ausstellung.
(DIR) David Lynch als bildender Künstler: Ein Visionär des Unheimlichen
David Lynch war auch bildender Künstler. Das wurde von seinem Ruhm als
Filmregisseur überstrahlt. Nach seinem Tod könnte sich das ändern.
(DIR) Valkenburg-de-Rooij-Ausstellung Utrecht: Schönheit mit moralischem Abgrund
Mit einer Ausstellung in Utrecht thematisiert Gegenwartskünstler Willem de
Rooij den Kolonialismus in der Malerei des Alten Meisters Dirk Valkenburg.
(DIR) Künstler Anton Henning in Düsseldorf: Surfen zwischen postmoderner Ironie und Furor
Er zitiert, verfremdet und triggert, was die Kunstgeschichte bietet. Im
Düsseldorfer Privatmuseum Philara stellt der Berliner Künstler Anton
Henning aus.
(DIR) Ausstellung von Lena Schramm in Würzburg: Hysterisches Vergnügen
Von der Freizeitkultur durchtränkt und ein bisschen beknackt: die Soloschau
der Berliner Künstlerin Lena Schramm im Museum im Kulturspeicher Würzburg.
(DIR) Buch über „Hitlers queere Künstlerin“: Wie kann eine Person solche Widersprüche vereinen?
Die Kunstwissenschaftlerin Nina Schedlmayer beleuchtet in einer Studie das
widersprüchliche Leben der expressionistischen Malerin Stephanie
Hollenstein.
(DIR) Galerieausstellung über Punk-Kunst: Antipampe im White Cube
Im Berliner Kunstraum Nizza zeigt eine Gruppenausstellung zeitgenössische
Positionen des Punks in der bildenden Kunst.
(DIR) Der Hausbesuch: Malen nach Stimmen
Als vielreisender und neurodivergenter Künstler kennt Maximilian zum
Quadrat verschiedene Realitäten. Die vereint er in seinen Bildern und
Texten.
(DIR) Sozialleben im Dezember: Unsichtbarer Geisterhund
Glimmer im Kopf beim Abendessen, Galeriespinnweben und Nina Hagens Gesicht
auf einem Ei: Am Jahresende wiegt das Soziale so schwer wie die Dunkelheit.
(DIR) Kurator über Kunst, Politik und Ukraine: „Berlin ist eine osteuropäische Stadt“
Der Ukrainer Vasyl Cherepanyn wird die 14. Berlin Biennale für
zeitgenössische Kunst kuratieren. Was kann Kunst in Zeiten von Krieg und
Autoritarismus?
(DIR) Ausstellung Trisha Donnelly in Frankfurt: Die Dinge, bevor sie Dinge werden
Ihre Objekte bleiben rätselhaft: Das Museum für Moderne Kunst richtet der
US-amerikanischen Künstlerin Trisha Donnelly eine Einzelschau aus.
(DIR) Daniel Spoerri-Ausstellung in Hamburg: Die Pointe geht in der Anhäufung verloren
Daniel Spoerri wollte die Wirklichkeit radikal mit der Kunst verschmelzen.
Doch sein opulentes Werk scheint die Hamburger Deichtorhallen zu
überfordern.
(DIR) unterm strich: Weiterhin zittern müssen die in Berlin geförderten Ateliers
(DIR) Ausstellung über Helga Goetze: Sie eckte überall an
Eine Ausstellung in der Villa Oppenheim in Berlin erinnert an die
Aktivistin und Künstlerin Helga Goetze. Jahrelang hielt sie Mahnwachen für
freie Liebe ab.
(DIR) Ausstellung „Robotron“ in Leipzig: Großrechner und Altmeister
Die Ausstellung „Robotron. Code und Utopie“ der Leipziger Galerie für
Zeitgenössische Kunst nimmt die Technologiepolitik der DDR in den Blick.
(DIR) Gefährdete Ateliers in Berlin: Was einmal weg ist, ist weg
Ohne Räume kann keine Kunst entstehen. In Berlin ist fast jedes dritte
geförderte Atelier gefährdet. Fatal ist das nicht nur für die
Künstler:innen.
(DIR) Hans-Peter Feldmann-Ausstellung: Der Anti-Künstler
Im Kunstpalast Düsseldorf sind die lakonischen Bilder und obsessiven
Nippes-Ansammlungen des 2023 verstorbenen Künstlers Hans-Peter Feldmann zu
sehen.
(DIR) Moderne Kunst in Zentralasien: Wie Kunst und Geopolitik zusammenhängen
Usbekistan und Kasachstan investieren massiv in die zeitgenössische Kunst.
Welche Politik verfolgen die postsowjetischen Länder damit?
(DIR) Künstlerin Vásquez de la Horra: „Ich war in allem rebellisch“
Ein Atelierbesuch bei Sandra Vásquez de la Horra in Berlin. Mit „Soy
Energía“ wird das Haus der Kunst in München das Werk der Chilenin
präsentieren.
(DIR) Fondation Cartier in Paris: Der Garten der Künste
Die Fondation Cartier in Paris zieht an den Louvre in ein nahbar-elegantes
Gebäude von Jean Nouvel. Dort zeigt sie endlich ihre anspruchsvolle
Sammlung.
(DIR) Natur, Kunst und Technik verbinden: Es tropft vor sich hin
Kann eine KI bei der Renaturierung helfen? Im E-Werk Luckenwalde denken
Künstler:innen nach über das Verhältnis von Mensch, Natur und
Technologie.