# taz.de -- Bildende Kunst
(DIR) Nachruf auf Yayoi Kusama: Magierin der Polka-Dots
Die japanische Künstlerin machte Punkte zu ihrem Markenzeichen. Mit 97
Jahren ist sie in Tokio jetzt gestorben.
(DIR) Neuer Roman von Dave Eggers: Eine amerikanische Idee
Erfolg oder Wahrhaftigkeit: Dave Eggers hat genug von Tech-Dystopien und
legt nun mit „Contrapposto“ einen Künstlerroman vor.
(DIR) Die Wunderkammer von Lothar Osterburg: Vom Bildrand kuckt das Mädchen mit dem Weinglas
Lothar Osterburg legt im Herzog Anton Ulrich Museum in Braunschweig einen
traumschönen Parcours durch die Kunstgeschichte – mit irritierendem
Maßstab.
(DIR) US-Künstlerin Betye Saar ist tot: Hochpolitische Zusammenstellungen
Kurz vor ihrem 100. Geburtstag ist die US-Künstlerin Betye Saar am Sonntag
gestorben. Bekannt wurde sie mit Assemblagen zu Schwarzer Identität.
(DIR) 40 Jahre Ausstellung „Chambres d'Amis“: Wie die öffentliche Kunst ins Private vorrückte
In Gent wird die Ausstellung „Chambres d'Amis“ neu aufgelegt. Auf radikale
Weise stellt sie auch nach 40 Jahren noch relevante Fragen nach dem
Verhältnis von Kunst, Gesellschaft und Museum.
(DIR) Ausstellung Kunst und Ukrainekrieg: Der entfremdete Robo-Dog
Die Ausstellung „Still Joy“ versucht leicht und doch realistisch über den
Ukrainekrieg zu sprechen. Sie zeigt, was die Menschen zu ertragen bereit
sind.
(DIR) Kulturpolitik der DDR: Das Kalkül ging nicht immer auf
Wie geopolitische Ziele und Kunstvermittlung in der DDR verwoben waren:
Kunst aus der Sammlung des Zentrums für Kunstausstellungen in Berlin.
(DIR) 50 Jahre Galerie Nordenhake: Was Farbe kann und Malerei eigentlich ist
Mit einer großen Gruppenausstellung feiert die Galerie Nordenhake ihren 50.
Geburtstag. In Berlin zieht sie bald schon von Kreuzberg nach
Charlottenburg.
(DIR) Gustave-Courbet-Schau im Folkwang Essen: Auf seinen Bildern sind ihre Füße staubig
Das Museum Folkwang in Essen zeigt jetzt in einer großen Retrospektive
Gustave Courbet als wandlungsfähigen Künstler aus dem Frankreich Napoleons
III.
(DIR) Rundgang an der UdK Berlin eingeschränkt: Kürzungen statt Kunst
Der jährliche Rundgang der UdK Berlin wird durch strenge Auflagen
eingeschränkt. Der Frust der Studierenden wird dadurch nur noch verstärkt.
(DIR) Tomás Saraceno über Natur und Kunst: „Ein Werk gemeinsam mit den Menschen“
Tomás Saraceno spricht über seine Arbeit mit indigenen Gemeinschaften in
den Anden und den dortigen Lithiumabbau anlässlich seiner Münchner
Ausstellung.
(DIR) Pierre Huyghe in der Fondation Beyeler: Zeitlos, ortlos, dionysisch
Pierre Huyghe tauchte zuletzt mit überwältigender Medienkunst auf. Dem
Gebäude der Fondation Beyeler bei Basel entzieht er damit jetzt alle
Freundlichkeit.
(DIR) Hamburgs neue Abitur-Ordnung: Kulturelle Bildung wird zum „Nice to have“
Hamburgs Schulbehörde will die Fächer Kunst, Musik und Theater in der
Oberstufe ausdünnen. Kunstverbände wehren sich dagegen – mit viel
Unterstützung.
(DIR) Punk-Ausstellung im dänischen Aarhus: Zwei Herzen, eine Radikalität
„Unruly. The Body in Punk“ ist eine exzellente Ausstellung über die
Aktualität von Punk-Ästhetik. Gezeigt wird sie im Aros-Museum in Aarhus.
(DIR) Kunstprojekt am Mehringplatz: Die schöne Seite des Vandalismus
Der Mehringplatz in Kreuzberg bekommt ein neues Mural in Form einer großen
Fliesenwand. Sie zeigt Graffiti-Schriftzügen und Tags von Berliner
Künstlern.
(DIR) Enthüllung des Merkel-Porträts: Lieber Maler, male mir
Staatstragende Beine wie bügelfaltenumhüllte Säulen: Das frisch enthüllte
neue Merkel-Porträt des jungen Künstlers Jérémie Queyras beschönigt nichts.
(DIR) Berliner Subkultur: Vergangene Nächte, Kunst und Töne
Am Wochenende schlossen mit dem Aktionshaus und Die Möglichkeit einer Insel
zwei Berliner Projekträume. Ganz vorbei soll es aber mit beiden nicht sein.
(DIR) Kunst und Theorie: Romantisierung, Erschlaffung oder Antintellektualität?
Philipp Felsch, Heinz Bude und Oliver Marchart treffen im Documenta
Institut aufeinander. Dort diskutieren sie die Verbindung von Theorie und
Kunst.
(DIR) Bremer Kunsthalle lud Dackel ein: Die Radikalität der Form
Ab Oktober zeigt die Bremer Kunsthalle die Ausstellung „Der Dackel. Eine
Ikone geht Gassi“. Zur Vorbereitung lud sie zum Dackeltreffen hinters Haus.
(DIR) Ausstellung im Schloss Bellevue: Das meiste ging für die Sicherheit drauf
Wo sonst der Bundespräsident waltet, wandeln aktuell Besucher:innen auf
den Pfaden der Kunst: Die Akademie der Künste nutzt das Schloss Bellevue in
Berlin für eine Ausstellung.
(DIR) Historisches Ziegelwerk: Sein Lebenswerk
Im Allgäu arbeitet der Bildhauer Hans Kleinschmidt seit 22 Jahren an seinem
Opus magnum: Er restauriert ein historisches Ziegelwerk.
(DIR) Neue Oberstufe in Hamburg: Hamburg will Kunstunterricht halbieren
In Hamburgs Schulbehörde gibt es Planspiele, die Fächer Kunst, Musik und
Theater in der Oberstufe auszudünnen. Fachverbände laufen Sturm.
(DIR) Kuratorin über DDR-Kunst im Museum: „Die Kunst erzählt sich selbst viel, über Epochen hinweg“
Ein Gespräch mit Jenny Graser, Kuratorin am Museum der bildenden Künste
Leipzig, über DDR-Kunst heute, Punk damals und den ewigen Max Beckmann.
(DIR) Plan für Restitutionsgesetz: Steht alles still, wird es schwer mit der Gerechtigkeit
Kulturstaatsminister Weimer will ein Restitutionsgesetz. Damit könnte im
Fall von NS-Raubgut auch der Privatbesitz angetastet werden. Das ist so
heikel wie lähmend.
(DIR) Künstlerbuch von Adib Fricke: Denken in Grundfarben
Die Produktion von Sinn in der Kunst beruht oft auf Worten. Der Künstler
Adib Fricke findet in seinem Buch dazu kritische Sprach- und Schriftbilder.
(DIR) Kunstausstellung über Müll in Dortmund: Schrott, der die Geister weckt
Von Agitprop zur ambivalenten Schönheit: Eine Ausstellung des Museums
Ostwall Dortmund zeigt Kunst der letzten 60 Jahre zum Weltproblem Müll.
(DIR) Malerei von Philip Grözinger: Die Hotdogs schmirgeln in der Mikrowelle
Super zärtlich und null schulmeisterlich malt Philip Grözinger die Gier der
Menschen knallbunt. Zu sehen in 68 Projects der Berliner Kornfeldgalerie.
(DIR) Kunstprojekt „Various Others“ in München: Die Subversion kleidet sich pastellfarben
In München schließen sich die Kunsteinrichtungen zum 10-tägigen Programm
„Various Others“ zusammen. Vor allem die Galerien zeigen Feinstes.
(DIR) Oliver Hardts Ausstellung in Frankfurt: Politischer Fortschritt verläuft nie linear
Wie fragil sind Kultureinrichtungen, wenn der Staat interveniert? Das fragt
der Künstler Oliver Hardt in seiner Ausstellung im Frankfurter Art Space
Synnika.
(DIR) Gallery Weekend Berlin: Nach der Party kommt das Kümmern
Beim Berliner Gallery Weekend geht es nicht mehr ohne Sponsoren und
Investoren. Manchmal pinkelt die Kunst dann aber doch in den lauwarmen
Prosecco.
(DIR) Nachruf auf Timm Ulrichs: Der Löwe schläft heute Nacht
Die radikale Totalkunst Timm Ulrichs' machte auch vor dem Gebrauch des
eigenen Körpers nicht halt. Nun ist der Konzeptkünstler mit 86 Jahren
verstorben
(DIR) Zum Tod von Georg Baselitz: Die Welt steht Kopf
Der Neoexpressionist prägte mit umgedrehten Motiven und Riesenformaten die
deutsche Nachkriegskunst. Nun ist er im Alter von 88 Jahren verstorben.
(DIR) Ausstellung Öko-Kunst in Herford: Gemeinhin wird es als Unkraut gesehen
„Kartographien des Wachstums“: Im Marta Herford verwandeln Katinka Bock und
Lois Weinberger kleine Dinge in eine Kunst über große ökologische Fragen.
(DIR) Physische Digitalkunst in Berlin: Unheimliche Utopien
Der Gothaer Künstler Konrad Hanke übersetzt gebrochene
(West-)Werbeversprechen in digitale Illusionen. Heraus kommen moderne
Trompe l'oeil-Varianten.
(DIR) Leyla-Yenirce-Ausstellung in Oldenburg: Auf den Schultern von Riesinnen
Deutschland hat die Künstlerin Leyla Yenirce im niedersächsischen Oldenburg
kennengelernt. Dort stellt sie nun aus und würdigt Frauen, die sie prägten.
(DIR) Schau über eine frühe Frauenkunstschule: Frauen am Rande der Wahrnehmung
Eine Ausstellung in Stade erinnert an eine frühe private Kunstschule für
Frauen. Ab Ende des 19. Jahrhunderts ermöglichte sie professionelle
Ausbildung.
(DIR) Venedig vor der Biennale: EU droht wegen russischem Pavillon mit Förderentzug
Wenige Wochen vor der Eröffnung der Kunstbiennale Venedig spitzt sich der
Streit um die Rückkehr Russlands zu.
(DIR) Nachlass eines Berliner Malers: Der Fernseher läuft nicht mehr
Der Kreuzberger Maler Norbert Fritsch ist im Februar verstorben. Nun wird
sein Nachlass verkauft. Was bleibt von einem ganzen Leben?
(DIR) Nachruf auf Thomas Zipp: Der neurowissenschaftliche Künstler ist tot
Wahnsinn und therapeutische Heilung waren für den Berliner Künstler kein
Gegensatz: zum Tod des „Psychonauten“ Thomas Zipp.
(DIR) Galerie im ehemaligen Knast: Aufgesperrte Zellen der Kunst
Im ehemaligen Frauengefängnis in Berlin-Lichterfelde ist zu spüren, wie eng
es da im Knast zuging. Heute gibt es in den Zellen queere Kunst zu sehen.
(DIR) Posthume Ausstellung von Günther Uecker: Er hämmerte die Essenz des Seins ins Holz
„Die Verletzlichkeit der Welt“ ist im Arp Museum Rolandseck in Remagen, zu
sehen. Ueckers aktionistische Kunst kehrt zurück an eine alte
Wirkungsstätte.
(DIR) Ausstellung in Albertina Wien über Care: Sie schrubbten sich in den kunsthistorischen Kanon hinein
Wer sich sorgt und wer Sorge trägt: Die Albertina in Wien zeigt in einer
Ausstellung feministische Kunst der letzten 60 Jahre über Care-Arbeit.
(DIR) Musée Sentimental im Kolumba Köln: Wo liegt der Geist der Dinge?
Das Kölner Museum Kolumba schafft in einer Ausstellung aus Hochkultur-Kunst
und alltäglichen Gegenständen ungewohnte Perspektiven auf den Glauben.
(DIR) Austellungen in Karlsruhe: Die KI kennt keine feinen Unterschiede
Hypnose oder Wettstreit mit dem Bewusstsein: Unterschiedlicher könnte man
das Verhältnis von Kunst und KI nicht darstellen als in zwei Karlsruher
Ausstellungen.
(DIR) Prägender Künstler der Abstraktion: Nichts ist hohl
Die Neue Nationalgalerie widmet dem rumänisch-französischen Bildhauer
Constantin Brancusi eine große Werkschau. Dafür holt sie sein Atelier nach
Berlin.
(DIR) Rebecca Horn in Wuppertal: Auf der Rasierklinge einer Horn’schen Poesie
Im Wuppertaler Skulpturengarten Waldfrieden lässt sich auf das ironische
Werk der verstorbenen Bildhauerin und Filmemacherin Rebecca Horn
zurückschauen.
(DIR) Saodat Ismailova im Portikus Frankfurt: Bis der Klimawandel den Aralsee dahinraffte
Die usbekische Künstlerin Saodat Ismailova lässt in ihrer Frankfurter
Ausstellung die ausgebeutete Natur Zentralasiens ganz nah an einen
heranrücken.
(DIR) Diskussion Sponsoring fürs Kunstmuseum: Pecunia non olet?
In der Neuen Nationalgalerie Berlin wurde auf einem prominent besetzten
Podium über das Verhältnis von Staat, Museum und privaten Geldern
diskutiert.
(DIR) Max Liebermann in Potsdam und Berlin: Dem Nationalismus trotzen
Zwei Ausstellungen in Berlin und Potsdam stellen Max Liebermann als
Strategen vor, der für Internationalität und ästhetischen Mut in der Kunst
eintrat.
(DIR) Whitney Biennale 2026 in New York: Und ein aufblasbarer Riesenclown
Zaghaft und nur etwas politisch gibt sich die Whitney-Kunstbiennale in New
York. Aber ist das nicht vielleicht gut in einem Zustand des „Permaweird“?