# taz.de -- Bildende Kunst
       
 (DIR) Neue Oberstufe in Hamburg: Hamburg will Kunstunterricht halbieren
       
       In Hamburgs Schulbehörde gibt es Planspiele, die Fächer Kunst, Musik und
       Theater in der Oberstufe auszudünnen. Fachverbände laufen Sturm.
       
 (DIR) Kuratorin über DDR-Kunst im Museum: „Die Kunst erzählt sich selbst viel, über Epochen hinweg“
       
       Ein Gespräch mit Jenny Graser, Kuratorin am Museum der bildenden Künste
       Leipzig, über DDR-Kunst heute, Punk damals und den ewigen Max Beckmann.
       
 (DIR) Plan für Restitutionsgesetz: Steht alles still, wird es schwer mit der Gerechtigkeit
       
       Kulturstaatsminister Weimer will ein Restitutionsgesetz. Damit könnte im
       Fall von NS-Raubgut auch der Privatbesitz angetastet werden. Das ist so
       heikel wie lähmend.
       
 (DIR) Künstlerbuch von Adib Fricke: Denken in Grundfarben
       
       Die Produktion von Sinn in der Kunst beruht oft auf Worten. Der Künstler
       Adib Fricke findet in seinem Buch dazu kritische Sprach- und Schriftbilder.
       
 (DIR) Kunstausstellung über Müll in Dortmund: Schrott, der die Geister weckt
       
       Von Agitprop zur ambivalenten Schönheit: Eine Ausstellung des Museums
       Ostwall Dortmund zeigt Kunst der letzten 60 Jahre zum Weltproblem Müll.
       
 (DIR) Malerei von Philip Grözinger: Die Hotdogs schmirgeln in der Mikrowelle
       
       Super zärtlich und null schulmeisterlich malt Philip Grözinger die Gier der
       Menschen knallbunt. Zu sehen in 68 Projects der Berliner Kornfeldgalerie.
       
 (DIR) Kunstprojekt „Various Others“ in München: Die Subversion kleidet sich pastellfarben
       
       In München schließen sich die Kunsteinrichtungen zum 10-tägigen Programm
       „Various Others“ zusammen. Vor allem die Galerien zeigen Feinstes.
       
 (DIR) Oliver Hardts Ausstellung in Frankfurt: Politischer Fortschritt verläuft nie linear
       
       Wie fragil sind Kultureinrichtungen, wenn der Staat interveniert? Das fragt
       der Künstler Oliver Hardt in seiner Ausstellung im Frankfurter Art Space
       Synnika.
       
 (DIR) Gallery Weekend Berlin: Nach der Party kommt das Kümmern
       
       Beim Berliner Gallery Weekend geht es nicht mehr ohne Sponsoren und
       Investoren. Manchmal pinkelt die Kunst dann aber doch in den lauwarmen
       Prosecco.
       
 (DIR) Nachruf auf Timm Ulrichs: Der Löwe schläft heute Nacht
       
       Die radikale Totalkunst Timm Ulrichs' machte auch vor dem Gebrauch des
       eigenen Körpers nicht halt. Nun ist der Konzeptkünstler mit 86 Jahren
       verstorben
       
 (DIR) Zum Tod von Georg Baselitz: Die Welt steht Kopf
       
       Der Neoexpressionist prägte mit umgedrehten Motiven und Riesenformaten die
       deutsche Nachkriegskunst. Nun ist er im Alter von 88 Jahren verstorben.
       
 (DIR) Ausstellung Öko-Kunst in Herford: Gemeinhin wird es als Unkraut gesehen
       
       „Kartographien des Wachstums“: Im Marta Herford verwandeln Katinka Bock und
       Lois Weinberger kleine Dinge in eine Kunst über große ökologische Fragen.
       
 (DIR) Physische Digitalkunst in Berlin: Unheimliche Utopien
       
       Der Gothaer Künstler Konrad Hanke übersetzt gebrochene
       (West-)Werbeversprechen in digitale Illusionen. Heraus kommen moderne
       Trompe l'oeil-Varianten.
       
 (DIR) Leyla-Yenirce-Ausstellung in Oldenburg: Auf den Schultern von Riesinnen
       
       Deutschland hat die Künstlerin Leyla Yenirce im niedersächsischen Oldenburg
       kennengelernt. Dort stellt sie nun aus und würdigt Frauen, die sie prägten.
       
 (DIR) Schau über eine frühe Frauenkunstschule: Frauen am Rande der Wahrnehmung
       
       Eine Ausstellung in Stade erinnert an eine frühe private Kunstschule für
       Frauen. Ab Ende des 19. Jahrhunderts ermöglichte sie professionelle
       Ausbildung.
       
 (DIR) Venedig vor der Biennale: EU droht wegen russischem Pavillon mit Förderentzug
       
       Wenige Wochen vor der Eröffnung der Kunstbiennale Venedig spitzt sich der
       Streit um die Rückkehr Russlands zu.
       
 (DIR) Nachlass eines Berliner Malers: Der Fernseher läuft nicht mehr
       
       Der Kreuzberger Maler Norbert Fritsch ist im Februar verstorben. Nun wird
       sein Nachlass verkauft. Was bleibt von einem ganzen Leben?
       
 (DIR) Nachruf auf Thomas Zipp: Der neurowissenschaftliche Künstler ist tot
       
       Wahnsinn und therapeutische Heilung waren für den Berliner Künstler kein
       Gegensatz: zum Tod des „Psychonauten“ Thomas Zipp.
       
 (DIR) Galerie im ehemaligen Knast: Aufgesperrte Zellen der Kunst
       
       Im ehemaligen Frauengefängnis in Berlin-Lichterfelde ist zu spüren, wie eng
       es da im Knast zuging. Heute gibt es in den Zellen queere Kunst zu sehen.
       
 (DIR) Posthume Ausstellung von Günther Uecker: Er hämmerte die Essenz des Seins ins Holz
       
       „Die Verletzlichkeit der Welt“ ist im Arp Museum Rolandseck in Remagen, zu
       sehen. Ueckers aktionistische Kunst kehrt zurück an eine alte
       Wirkungsstätte.
       
 (DIR) Ausstellung in Albertina Wien über Care: Sie schrubbten sich in den kunsthistorischen Kanon hinein
       
       Wer sich sorgt und wer Sorge trägt: Die Albertina in Wien zeigt in einer
       Ausstellung feministische Kunst der letzten 60 Jahre über Care-Arbeit.
       
 (DIR) Musée Sentimental im Kolumba Köln: Wo liegt der Geist der Dinge?
       
       Das Kölner Museum Kolumba schafft in einer Ausstellung aus Hochkultur-Kunst
       und alltäglichen Gegenständen ungewohnte Perspektiven auf den Glauben.
       
 (DIR) Austellungen in Karlsruhe: Die KI kennt keine feinen Unterschiede
       
       Hypnose oder Wettstreit mit dem Bewusstsein: Unterschiedlicher könnte man
       das Verhältnis von Kunst und KI nicht darstellen als in zwei Karlsruher
       Ausstellungen.
       
 (DIR) Prägender Künstler der Abstraktion: Nichts ist hohl
       
       Die Neue Nationalgalerie widmet dem rumänisch-französischen Bildhauer
       Constantin Brancusi eine große Werkschau. Dafür holt sie sein Atelier nach
       Berlin.
       
 (DIR) Rebecca Horn in Wuppertal: Auf der Rasierklinge einer Horn’schen Poesie
       
       Im Wuppertaler Skulpturengarten Waldfrieden lässt sich auf das ironische
       Werk der verstorbenen Bildhauerin und Filmemacherin Rebecca Horn
       zurückschauen.
       
 (DIR) Saodat Ismailova im Portikus Frankfurt: Bis der Klimawandel den Aralsee dahinraffte
       
       Die usbekische Künstlerin Saodat Ismailova lässt in ihrer Frankfurter
       Ausstellung die ausgebeutete Natur Zentralasiens ganz nah an einen
       heranrücken.
       
 (DIR) Diskussion Sponsoring fürs Kunstmuseum: Pecunia non olet?
       
       In der Neuen Nationalgalerie Berlin wurde auf einem prominent besetzten
       Podium über das Verhältnis von Staat, Museum und privaten Geldern
       diskutiert.
       
 (DIR) Max Liebermann in Potsdam und Berlin: Dem Nationalismus trotzen
       
       Zwei Ausstellungen in Berlin und Potsdam stellen Max Liebermann als
       Strategen vor, der für Internationalität und ästhetischen Mut in der Kunst
       eintrat.
       
 (DIR) Whitney Biennale 2026 in New York: Und ein aufblasbarer Riesenclown
       
       Zaghaft und nur etwas politisch gibt sich die Whitney-Kunstbiennale in New
       York. Aber ist das nicht vielleicht gut in einem Zustand des „Permaweird“?
       
 (DIR) Visuelle Kirchenkritik im Domschatz: Woher kommt dein Gold, Madonna?
       
       Die Künstler Alice Creischer und Andreas Siekmann verfolgen im Dommuseum
       Hildesheim die Lieferketten heiligen Geräts bis nach Potosí und in den
       Kongo.
       
 (DIR) Antifaschistischer Künstler Fabio Mauri: Weder heilig noch verrückt
       
       Zeit seines Künstlerlebens hat sich Fabio Mauri mit Deutschland
       beschäftigt. Jetzt ist sein Werk online erkundbar, auch um die KI darüber
       nicht halluzinieren zu lassen.
       
 (DIR) Grand Tour durch Berliner Kunsträume: Ergreifend, aber der Hund darf nicht mit rein
       
       Am Wochenende gab es Kunstfilme voll Randale und Tränen. Außerdem:
       geschmolzenen Schnee und kalifornische Sehnsucht trotz bellenden
       Gasthundes.
       
 (DIR) Stimmen zum Tod von Henrike Naumann: Eine echte antifaschistische Künstlerin
       
       Bis zuletzt arbeitete sie an ihrem Beitrag für die Venedig-Biennale.
       Erinnerungen an Henrike Naumann, deren früher Tod die Kunstwelt bestürzt.
       
 (DIR) Off-Space Ausstellung in Kreuzberg: Der Abschlussball als Vexierbild
       
       Auf dem Dachboden eines Kreuzberger Hinterhauses stellt die Malerin Julija
       Zaharijević aus. Sie wirft in einen eigenen historischen Moment hinein.
       
 (DIR) Münchner Ausstellung „Antifascism: Now“: Wo geht's zur Mitte der Gesellschaft?
       
       Streitbar ist die Münchner Gruppenschau „Antifascism: Now“ mit Arbeiten
       heutiger Künstler:innen. Und dringlich, wie eine „Nius“-AfD-Attacke zeigt.
       
 (DIR) Puppen-Spezial am Deutschen Theater: Pittiplatsch und die glühend erhoffte Reh-Migration
       
       Das Deutsche Theater Berlin verhilft mit der Festivalreihe „Puppen-Spezial“
       einem wenige beachteten Subgenre zu größerer Aufmerksamkeit.
       
 (DIR) Zum Tod von Henrike Naumann: Viel zu spät, viel zu früh
       
       Henrike Naumann sollte als erste ostdeutsche Frau den Deutschen Pavillon
       der Biennale von Venedig bespielen. Nun ist die Installationskünstlerin
       überraschend verstorben.
       
 (DIR) Ausstellung von Nicola L. in Bozen: Sonne, Mond und Körper
       
       Nicola L. überführte den Aktivismus in die Kunst. Eine Ausstellung im
       Museion widmet sich nun mit der bislang größten Retrospektive der
       Avantagardistin.
       
 (DIR) Der Goldene Bär der Filmfestspiele: Der Glanz der Bären
       
       Schon 1932 schuf die Bildhauerin Renée Sintenis eine kleine Bärenskulptur.
       Nach dem Krieg wurde sie zum Symbol von West-Berlin – und der Berlinale.
       
 (DIR) Skulptur aus Donezk in Venedig zu sehen: Und über den Giardini baumelt der Hirsch
       
       Mit einer vorm Krieg geretteten Skulptur macht Künstlerin Zhanna Kadyrova
       während der Venedig-Biennale auf die prekäre Situation der Ukraine
       aufmerksam.
       
 (DIR) Die Kunst der Woche: Surreal, hyperreal, total real
       
       Karl Holmqvist geht in der Galerie Neu zurück zum Undergroundfilm von Maya
       Deren, und Johannes Büttner dokumentiert im Kunst Raum Mitte einen irren
       Kryptostaat.
       
 (DIR) Olympia 1936: Des Führers Eiche in Koreatown
       
       Als Olympiasieger erhielt der Afroamerikaner Corny Johnson einen
       Eichensetzling. Hitler schaute weg. Künstler Christian Kosmas Mayer folgte
       der Spur des Baums.
       
 (DIR) Ausstellung in Winsen: Wo Nazikunst fast ohne Kontext gezeigt wird
       
       In einer Ausstellung über regionale Künstler*innen lässt das Winsener
       Museum im Marstall die NS-Verstrickungen fast gänzlich unerwähnt.
       
 (DIR) Berlin verspielt seine Kunsträume: Rote Punkte, rote Linien
       
       Die Berliner Künstler*innen geraten immer mehr unter Druck. Das
       Atelierbüro warnt vorm Abbau eines weltweit einzigartigen Modells.
       
 (DIR) Mimi Ọnụọhas Schau „Soft Zeros“ in Wien: Wenn die Technik verdrängt
       
       Können Algorithmen das Vergessen historischer Verbrechen korrigieren? Das
       bezweifelt die Künstlerin Mimi Ọnụọha in ihrer Wiener Ausstellung.
       
 (DIR) David Lynch als bildender Künstler: Ein Visionär des Unheimlichen
       
       David Lynch war auch bildender Künstler. Das wurde von seinem Ruhm als
       Filmregisseur überstrahlt. Nach seinem Tod könnte sich das ändern.
       
 (DIR) Valkenburg-de-Rooij-Ausstellung Utrecht: Schönheit mit moralischem Abgrund
       
       Mit einer Ausstellung in Utrecht thematisiert Gegenwartskünstler Willem de
       Rooij den Kolonialismus in der Malerei des Alten Meisters Dirk Valkenburg.
       
 (DIR) Künstler Anton Henning in Düsseldorf: Surfen zwischen postmoderner Ironie und Furor
       
       Er zitiert, verfremdet und triggert, was die Kunstgeschichte bietet. Im
       Düsseldorfer Privatmuseum Philara stellt der Berliner Künstler Anton
       Henning aus.
       
 (DIR) Ausstellung von Lena Schramm in Würzburg: Hysterisches Vergnügen
       
       Von der Freizeitkultur durchtränkt und ein bisschen beknackt: die Soloschau
       der Berliner Künstlerin Lena Schramm im Museum im Kulturspeicher Würzburg.
       
 (DIR) Buch über „Hitlers queere Künstlerin“: Wie kann eine Person solche Widersprüche vereinen?
       
       Die Kunstwissenschaftlerin Nina Schedlmayer beleuchtet in einer Studie das
       widersprüchliche Leben der expressionistischen Malerin Stephanie
       Hollenstein.