# taz.de -- Kunst
(DIR) Museumsdirektorin über Art brut: „Sie entwickelten eigenständige künstlerische Universen“
Die Collection de l’Art Brut zeigt Kunst, die außerhalb des Kunstmarktes
entstand. Jetzt feiert sie ihr 50-jähriges Bestehen. Direktorin Sarah
Lombardi führt durch die Sammlung.
(DIR) Buch der Geliebten François Mitterrands: Dafür kommen wir also auf die Welt … für die Galeere
Erstmals auf Deutsch: „Renata wasweißich“. Catherine Guérard schrieb in den
60ern über entfremdete Arbeit und den Wunsch, als Frau ein freies Leben zu
führen.
(DIR) Kanzlerkino: Ein Ding von Schönheit
Die DDR nebenan: Mirko Bonné kokettiert in „Kanzlerkino“ mit der
Alternativweltgeschichte eines unvereinigten Landes.
(DIR) Palästinensische Kunst: Der „Künstler der Intifada“ ist tot
Sliman Mansour zählte zu den berühmtesten modernen palästinensischen
Künstlern. Er selbst hielt sein Werk nicht für politisch.
(DIR) DDR-Illustrator Paul Rosié: Die Geschichte schreibt ihre Helden und vergisst sie wieder
Im Berliner Hugenottenmuseum erinnert Paul Rosiés Glasmalerei an die
Bartholomäusnacht vom 23. auf den 24. August 1572. Wer war der Künstler?
(DIR) Kunst der Woche: Irgendetwas stört die Idylle
Bei Société lädt Kaspar Müller zu seiner Art von Kunsthandwerkmarkt. Bei
Kunstpunkt untersucht eine Gruppenausstellung das Zusammenleben der
Spezies.
(DIR) Kunstdiebstahl in Italien: Gestohlen und wiedergefunden
Auf Sizilien ist Kunst von Antonello da Messina gestohlen worden. Zwei Tage
zuvor fanden Carabinieri Gemälde von Renoir, Cézanne und Matisse wieder.
(DIR) Kunst gegen Rechts: Weil Schweigen keine Option ist
Eine Gruppenausstellung in Berlin-Friedrichshain positioniert sich vor den
Wahlen in Sachsen-Anhalt, Meck-Pomm und Berlin gegen Rechtsradikalismus.
(DIR) Ausstellung von Andrea Pichl: Unter dem Dach der Laube
Die Künstlerin Andrea Pichl stellt DDR-Gartenlauben in die Heilbronner
Kunsthalle Vogelmann. Und seziert damit deutsch-deutsche Geschichte.
(DIR) Hans Ulrich Obrist über mystische Gärten: „Wir wollten eine Situation der Verlangsamung schaffen“
Der Vatikan würdigt auf der diesjährigen Venedig-Kunstbiennale die
Mystikerin Hildegard von Bingen. Warum und wie, erzählt Starkurator Hans
Ulrich Obrist.
(DIR) Ausstellung von Niina Lehtonen Braun: Wo Wasser, Blut und Farben fließen
Sie tanzen durchs Feuer und baden im Eis: Niina Lehtonen Brauns Aquarelle
und Gouachen nackter Frauen in Aktion in der Schwartzschen Villa in Berlin.
(DIR) Künstlerische Recherche: Welche Früchte der Baum trägt
Im Gutshaus Steglitz erzählen Antje Majewski und Jen Tiger anhand des
Osage-Baums Geschichten von Migration, Kolonialismus und ökologischer
Transformation.
(DIR) Kuratorin über gehäkeltes Korallenriff: „Wir reagieren aufs Dystopische durch etwas Konstruktives“
Der Osnabrücker Kunstraum Hase 29 fordert zum Häkeln eines Korallenriffs
auf. Kuratorin Ann-Katrin Günzel über Kollektivität und Möglichkeitsräume.
(DIR) 20 Jahre Villa Liebermann: Ein leichter Windhauch in den Birken
Die Villa Liebermann am Wannsee feiert ihr zwanzigjähriges Bestehen als
Museum und Gartendenkmal. Die Sonderausstellung streicht wie ein Windhauch
durchs Haus.
(DIR) 50. Jubiläum des Kulturzentrums in Melle: „Der Schlüssel zum Erfolg liegt in Kooperationen“
Vor 50 Jahren haben junge Menschen das Kulturzentrum Wilde Rose nahe der
Kleinstadt Melle gegründet. Heute ist es eine feste Instanz in der Region.
(DIR) Die Kunst der Woche: Inneres und Äußerlichkeiten
Eine intime Ausstellung bei Between Bridges versammelt Werke von Jochen
Klein. Ebenfalls in Kreuzberg: die Schau „Inscape“ bei Kraupa Tuscany
Zeidler.
(DIR) Nach fünfjähriger Haft in Kuba: Dissident Luis Manuel Otero Alcántara in die USA ausgereist
Der kritische Künstler war einer von Hunderten politischen Gefangenen im
kommunistischen Kuba. Von Miami aus will er weiter Kunst machen.
(DIR) OSTEN-Festival in Bitterfeld: „Nicht von der AfD diktieren lassen“
Stärkt Kunst die Demokratie? In Bitterfeld soll sie Raum für Begegnung
schaffen. Dort ist wieder OSTEN-Festival, diesmal kurz nach den Wahlen.
(DIR) Documenta-Symposium in Kassel: Kritisches Denken ist das langsame Kochen der Seele
Mit einer dreiteiligen Konferenzserie umreißt das Kasseler
documenta-Institut sein Forschungsprofil. Nur brav der Geschichte der
Weltkunstschau hinterherforschen will es nicht.
(DIR) Cecilia Vicuña im Castello di Rivoli: Sie baumelt darüber wie ein riesiger Berg zupfeliger Wäsche
So richtig site-specific: In ihrer Ausstellung im Castello di Rivoli bei
Turin erinnert Cecilia Vicuña an die verschwundenen Gletscher des Piemonts.
(DIR) Über das Zeichnen im öffentlichen Raum: „In das Gefühl des Ortes eintauchen“
Für Ingrid Pesch ist ihr Skizzentagebuch das Gegenstück zum schnellen Foto.
Damit ist sie Teil des weltweiten Urban Sketching, das in Seattle begann.
(DIR) Künstlerförderung in Berlin: Viel gebaut und viel geraucht
Von 1951 bis 2004 gab es die Soziale Künstlerförderung in Berlin. Ihr Depot
umfasst 15.000 Arbeiten, die jetzt erforscht werden.
(DIR) Debatte über queere Kunst in der DDR: Lesbische Ikonen und der Sozialismus
Ein Podium will dem Leitbild der sozialistischen Ehe entkommen. Daher wurde
dort das Schicksal lesbischer Künstlerinnen in der DDR aufgearbeitet.
(DIR) Revision vergessener DDR-Kunst: Tiefenbohrung im Zwischenraum
In der Ausstellung „Produktive Unruhe“ in der robotron-Kantine Dresden wird
mit zeitlichem und künstlerischem Abstand auf die Kunstleistungsschauen der
DDR geblickt.
(DIR) Flaschensammler über seinen Lebensweg: „Unglück, ja, was ist das?“
Joachim „Leo“ Leonhard ist Autor, Individualist, Kunstschaffender und
Flaschensammler in Berlin-Wedding. Über die Freiheit, alles anders zu
machen.
(DIR) Kunst der Woche: Die Konturen sind brüchig
In Diana Cepleanus Malerei scheinen sich Objekte langsam aufzulösen. Bei
Renata Lucas, Shilpa Gupta und Haegue Yang werden Alltagsgegenstände zum
Material.
(DIR) Weitere Proteste auf Venedig Biennale: Es wird geächzt
Nachdem die Jury der diesjährigen Venedig Biennale zurückgetreten war,
wurde kurzerhand ein Publikumspreis erfunden. Doch der wird nun ebenfalls
boykottiert.
(DIR) Kunst in Neuköllner Kleingärten: Hinter den Hecken
Die 6. Britzenale Berlin bringt Kunst und Gemüse in einer
Laubenpieperkolonie zusammen. Die Schau schlägt auch einen historischen
Bogen zur Bundesgartenschau 1985.
(DIR) Fluxusfragen: Hat Ben Patterson die Welt verändert?
Die Kunst der Avantgarden. Wer die Welt wirklich zum Besseren beeinflussen
möchte, verweigert sich Propaganda und autoritären Bildsprachen.
(DIR) Paul Cassirer und der Impressionismus: Vorausschauend, beharrlich, mit Hang zur Dramatik
Der Kunsthändler Paul Cassirer hat Kunstgeschichte geschrieben. Zum 100.
Todestag widmet ihm die Alte Nationalgalerie in Berlin eine große
Ausstellung.
(DIR) Malerei von Philip Grözinger: Die Hotdogs schmirgeln in der Mikrowelle
Super zärtlich und null schulmeisterlich malt Philip Grözinger die Gier der
Menschen knallbunt. Zu sehen in 68 Projects der Berliner Kornfeldgalerie.
(DIR) Yuji Agematsu in der Galerie Buchholz: Sich dem Entgegenstellen entgegenstellen
Yuji Agematsu schafft kleine Stillleben aus den Abfällen New Yorks. Zu
sehen sind sie in der Galerie Buchholz in Berlin-Charlottenburg.
(DIR) Kunstprojekt „Various Others“ in München: Die Subversion kleidet sich pastellfarben
In München schließen sich die Kunsteinrichtungen zum 10-tägigen Programm
„Various Others“ zusammen. Vor allem die Galerien zeigen Feinstes.
(DIR) Die Kunst der Woche: Alles überlagert sich
Farkhondeh Shahroudi und Gülbin Ünlü stellen erstmals bei Barbara Thumm
aus. Bei Carlier Gebauer zeigt Nida Sinnokret Skulpturen aus Fundstücken
aus Palästina.
(DIR) 30 Jahre Frauenmuseum Berlin: Vordringen in unbekannte Räume
Seit 30 Jahren organisiert das Frauenmuseum Berlin an wechselnden Orten
Ausstellungen von Künstlerinnen. Das feiern sie jetzt im Kunstquartier
Bethanien.
(DIR) Kontroverse Kunstbiennale in Venedig: Wo die Blumen welken
Es sollte eine Biennale der leisen Töne werden. Im Vorfeld drängelte sich
jedoch die Politik hinein. Wie kann sich die Kunst in Venedig behaupten?
(DIR) Ausstellung Istanbul-Bild in Druckgrafik: Der Turban im Spiegel der Stereotype
Fantasie fürs Unsichtbare: Die Ausstellung „Bosporus Beats“ im Berliner
Kupferstichkabinett zeigt künstlerische Blicke auf Istanbul von 1500 und
bis 1800.
(DIR) Die Beastie Boys im Museum: Mehrstimmigkeit in unendlichen Varianten
Mike D ist Mitbegründer der Beastie Boys und Co-Kurator die Ausstellung
„Mishpocha“ im Jüdischen Museum Frankfurt. Damit soll das Band-Prinzip
gestärkt werden. Klappt das?
(DIR) Hausdurchsuchung bei AntimilitaristInnen: Kritik am Verteidigungsminister wird verfolgt
Der Staatsschutz ermittelt gegen die Osnabrücker
Antimilitarismus-Initiative Rausmetall. Sie hatte Boris Pistorius aufs Korn
genommen.
(DIR) Ausstellung „Queere Kunst in der DDR“: Sie gehörten zur Familie
Doch es gab sie: „Queere Kunst in der DDR“. Eine Berliner Ausstellung füllt
Lücken in der Kunstgeschichte und erzählt von filmreifen Lebenswegen.
(DIR) Malerei im Oldenburger Kunstverein: Domestizierte Pseudowelt
Im Oldenburger Kunstverein zähmt die Berliner Malerin Babette Semmer Kühe,
Jugend und Internet. Ein figuratives Rauschen.
(DIR) Hackerangriff auf Kunstmuseum in Florenz: Alarm in Uffizien-Galerie
Die Kunstsammlung gehört zu den weltweit bekanntesten Museen. Nach einem
Angriff aufs IT-System wurden wichtige Stücke in Sicherheit gebracht.
(DIR) Ausstellung in der ifa-Galerie Berlin: Patchwork der Identitäten
Fäden, die verbinden: In der Berliner ifa-Galerie verwebt die Ausstellung
„Diaspora Wonderland“ Mode und Herkunft in leuchtenden Farben.
(DIR) Die Kunst der Woche: Weg mit den Gefühlen
Neu in Charlottenburg ist die Galerie Müller Contemporary mit Fokus auf
Kunst aus Osteuropa. Bei Esther Schipper stellt Thomias Radin Malerei und
Objekte aus.
(DIR) Antisemitismus auf der documenta: Das Verstecken hinter dem gerichtlichen Urteil
Die documenta lehnt eine gütliche Einigung in einer Schmerzensgeldklage
wegen antisemitischer Darstellungen auf der documenta 15 ab.
(DIR) Kunstwerke von Klara Lidén in den KW: Abtauchen ist ihre Spezialität
Eine umfassende Ausstellung im Berliner KW Institute for Contemporary Art
widmet sich dem Werk der schwedischen Künstlerin. Mehr Berlin könnte es
kaum sein.
(DIR) Maler Ferdinand Dölberg: Systeme, die einem aufgedrückt werden
In seinen Gemälden erschafft Dölberg abstrakte Werkzeuge, geschäftige Rohre
und Arbeit ohne Zweck. Bis April werden sie in Berlin-Mitte ausgestellt.
(DIR) 1.478 Tage Krieg in der Ukraine: Hinfallen und aufstehen
Die Kulturbegeisterung der Ukrainer hat in den Kriegsjahren zugenommen.
Doch Kunst spielt auch Millionenspenden für die Armee ein.
(DIR) Die Kunst der Woche: Stimmen und Zungen
In der Galerie Levy präsentiert frühe Arbeiten von Katalin Ladik, bei BQ
zeigt Bojan Sarcevic das Bedrohliche in Struktur und Form.