# taz.de -- Kolumne übrigens
       
 (DIR) Herbst im Hochsommer: Bunt sind schon die Wälder – und der Herbst beginnt?
       
       Im Hochsommer Laub harken und viel zu kleine Kastanien sammeln? Manche
       finden das mittlerweile normal, unsere Autorin allerdings nicht.
       
 (DIR) Jens Spahn und die Sonnenfinsternis: Wo ist Jens Spahn, wenn man ihn mal braucht?
       
       Spahns teure Masken, Villen und Kinder hätten so schön ablenken können vom
       AfD-Höhenflug. Der wird stattdessen selbst von jenen befeuert, die es
       besser meinen.
       
 (DIR) Zugang zu Abkühlung: Wenn die Superreichen Kälte zum Luxusgut machen
       
       Ob „Snowrooms“ oder „Kryostase“ – Reiche haben einen privilegierten Zugang
       zu Kälte. Doch was soll die Nachwelt mit den ganzen alten weißen Männern
       anfangen?
       
 (DIR) Nach dem Anschlag auf den CSD: Und dann sagte er: Schwule sind Schweine
       
       Ja, es gibt unangenehme Begegnungen mit Schwulenhassern islamischen
       Hintergrunds. Die Frage ist, wann es richtig bedrohlich wird.
       
 (DIR) Besteck für Vornehme: Ein Leben ohne Grapefruitlöffel ist doch kein Leben
       
       In einen Apfel kann man einfach reinbeißen. Glücklich ist, wer beim
       Verspeisen der Pampelmuse über das rechte Equipment verfügt.
       
 (DIR) Geschäftszeiten am Sonntag: Freizeit war gestern
       
       Die Zeit auf Erden mag begrenzt sein, die Arbeitszeit bitte nicht – so
       lautet das Evangelium des Kapitals.
       
 (DIR) Buch „Berlusconi confidential“: Wie wird man einen Autokraten los?
       
       Ein Journalist hat ein Buch über Berlusconi geschrieben. Warum das
       interessant ist? Weil es einiges über die moderne politische Kommunikation
       aussagt.
       
 (DIR) Elterliche Aufsichtspflicht: Einmal gratis Babysitten im Freibad
       
       Es gibt zu wenig Schwimmkurse, klar. Deshalb das Überleben der Kids den
       Bademeistern zu überlassen, ist auch nicht richtig.
       
 (DIR) Streit um Linken-Chef: Durchhalten, Pantisano! Kopernikus hat auch Zeit gebraucht
       
       Früher oder später wird sich das Weltbild des neuen Linken-Chefs schon
       durchsetzen. Und dann kommt nach dem AfD-Verbot auch das Aus für die Union.
       
 (DIR) G7-Gipfel: Trump, Merz und ein ungewolltes Deutschlandtrikot
       
       So richtig rund läuft es nicht zwischen dem Bundeskanzler und dem
       US-Präsidenten. Muss es vielleicht auch gar nicht.
       
 (DIR) Parlamentarische Sommerpause: Ohne Fleiß kein Preis
       
       Es geht nicht voran mit den Reformen. Deshalb fordert der Verband der
       Familienunternehmen, das Parlament solle durcharbeiten. Richtig so, oder?
       
 (DIR) Rentenreform: Für Erfolge sind Strack-Zimmermann und Wadephul noch zu jung
       
       Alle seriösen Ausbeutungsexperten sind sich einig: Die Rente ab 70 reicht
       nicht aus für das Wachstum. Wir brauchen stattdessen die Arbeit ab 70.
       
 (DIR) Simone Venturini: Ein Delfin, der die Kuh Venedig weiter melken will
       
       Der neue Chef in Italiens Lagunenstadt hofft auf gute Einnahmen. Mit fünf
       Euro ist man in Venedig dabei und sogar zehn, wer nicht frühzeitig bucht.
       
 (DIR) UNICEF-Studie zum Kinderwohl: Mathe und Deutsch? Kein Problem für Deutschlands reiche Kids
       
       Wer gute Noten kriegt, hängt meist am Einkommen der Eltern. In anderen
       Ländern ist Gesundheit und Glück viel weniger eine Sache des Geldes.
       
 (DIR) Neue Regierung in Baden-Württemberg: Ein schwäbischer Vegetarier bedroht Markus Söder
       
       Es sieht nicht gut aus für Bayerns Ministerpräsidenten. Erst das miese
       Ergebnis bei den Kommunalwahlen und jetzt auch noch der Özdemir im Ländle.
       
 (DIR) Vorwahlstimmung in Israel: Jonathan Pollard ist der rechte Mann zur rechten Stunde
       
       Der Ex-Spion aus Texas will für die Knesset in Jerusalem kandidieren. Und
       im Falle seiner Wahl erstmal im Gazastreifen Ordnung schaffen.
       
 (DIR) Unser Lieblingswal Timmy: Und wer kümmert sich um die anderen Wale?
       
       Wir beobachten ihn im Livestream oder pilgern direkt zum gestrandeten Wal.
       Nur die Ursachen der tierischen Verirrung interessieren uns nicht.
       
 (DIR) Zeitlimits bei Halbmarathons: Wenn Autos wichtiger sind als Frauen
       
       Frauen laufen langsamer als Männer. Männlich dominierte Laufevents nehmen
       darauf nur bedingt Rücksicht – schließlich soll der Verkehr schnell wieder
       fließen.
       
 (DIR) Prinzip Hoffnung: Die Welt wird nicht besser, wenn wir sie nicht besser machen
       
       Vielleicht wird Ungarn ganz bald nicht mehr von Orbán regiert. Und
       vielleicht steht auch in Israel ein Machtwechsel an. Es gibt Gründe zur
       Hoffnung.
       
 (DIR) Nach dem Tod von Habermas: So einen tollen Nachruf hätte man selbst gern
       
       Die meisten Menschen bekommen keinen Nachruf. Auf die Masse von
       Beileidsbekundungen, wie sie Habermas erhielt, kann man fast neidisch
       werden.
       
 (DIR) Krieg und Ölpreise: Trump begeistert oder Make Kapitalismus Great Again!
       
       Mit fossilen Energien lässt sich viel leichter Geld verdienen als mit
       regenerierbaren Ressourcen. Besonders in Krisenzeiten klingelt's in den
       Kassen.
       
 (DIR) Promis und Sexismus: Der Manuel, der Andrew und die Sache mit den Frauen
       
       Gegen ein Kompliment zu schönen Haaren und rehbrauen Augen ist doch
       eigentlich nichts einzuwenden. Oder?
       
 (DIR) Toiletten im Zug: Erst groß, dann klein, dann geht’s auch ohne Bürste
       
       Ärgerlich, wenn man die Bürste braucht und die grade nicht zur Hand ist. Da
       hilft dem modernen Mann nur, gute Vorsätze über den Haufen zu schmeißen.
       
 (DIR) Eheschließungen auf Rekordtief: Das Fehlen der feministischen Männer
       
       Wer den Trend zu weniger Hochzeiten stoppen will, muss sich die Männer
       vorknöpfen. Mehr Respekt und Zugewandtheit heben die Chance auf das Jawort.
       
 (DIR) Hotel Mama: Die Mieten, die Boomer und ihre Kinder
       
       Die Immobilien- und Mietpreise sind hoch. So hoch, dass Kinder auch dann
       noch bei Mama und Papa wohnen, wenn sie fast schon selbst Eltern sind.
       
 (DIR) Kuriose Gedenktage: Katzen wollen autofreie Tage
       
       Die spinnen, die Amis, würde Obelix sagen. Wenn er wüsste, was die Leute
       jenseits des Atlantiks alles für gedenkwürdig halten.
       
 (DIR) Arbeitspolitik des Kanzlers: Arbeit haben oder nicht Arbeit haben, das ist hier die Frage
       
       Friedrich Merz redet gerne darüber, dass die Deutschen mehr arbeiten
       sollen. Weniger gerne redet er darüber, dass viele verzweifelt einen Job
       suchen.
       
 (DIR) Schmähgedicht im Außenministerium: Die niedrige Kunst des Nachtretens oder: „internAA“
       
       Ein feiner Umgangston herrscht im Bundesaußenministerium gerade nicht. Für
       den Chefdiplomaten dürfte das Schmähgedicht ernüchternd gewesen sein.
       
 (DIR) Schneesturm und Extremwetter: Bitte, „Elli“ – schnei mich ein
       
       Das Sturmtief sorgt für Schulausfälle, es droht Chaos auf den Straßen. Was
       die einen verängstigt, ist für andere ein Segen.
       
 (DIR) Regeln, die nicht für alle gelten: Die Ampel bleibt das größte Problem der Republik
       
       Das Leben ist ungerecht. Minutenlang bei Rot zu warten, um stinkenden Autos
       die Vorfahrt lassen zu müssen, ist kein Rezept für gute Laune.
       
 (DIR) Generationenkonflikt: Die Boomer, die Jugend und das crazy Kopfschütteln
       
       Junge Menschen kleiden sich anders, verwenden eigene Sprache und ecken
       damit an. Dabei könnt ihr, liebe Boomer, ganz schön viel von uns lernen.
       
 (DIR) Nahost versus Klima: Greta Thunberg hat andere Sorgen als die Erderwärmung
       
       Die schwedische Klimaaktivistin verfolgt ein neues, für sie wichtigeres
       Ziel: Freiheit für Palästina. Alles andere regelt sich dann schon von
       selbst.
       
 (DIR) Deutscher Außenminister: Jo hat heute ein Foto für euch
       
       Johann Wadephul will, dass in allen deutschen Botschaften künftig sein Foto
       hängt. Über die Gründe lässt sich viel spekulieren.
       
 (DIR) Paare sind wie kleine Äffchen: Ein suppender Wrap als Gottesbeweis
       
       Wenn ein Paar gemeinsam isst, entsteht eine eigenwillige Symbiose. Das ist
       Kultur, das ist Psychologie, vor allem aber ein Hinweis auf das Universum.
       
 (DIR) Ex-Präsidenten mit Fußfessel: Sarkozys schlanker Fuß
       
       Manche Gefängnis-Apologeten entdecken im Knast ihre Liebe zur
       Straffreiheit. So könnte man eine Reihe anderer Probleme beheben.
       
 (DIR) Merz in Belém: Irgendwo steht immer ein Fettnapf für den Kanzler parat
       
       Friedrich Merz hat sich mit seiner Haltung zu Belém nicht gerade beliebt
       gemacht in Brasilien. Man möge es ihm nachsehen. Am liebsten ist er daheim.
       
 (DIR) Reiseziel Reggio Calabria: Pier Paolo Pasolini und die „Insta-Hölle“ Kalabrien
       
       Drogenumschlagplatz, Sitz von Mafiabossen und Touristenattraktion: Die
       Reggio Calabria ganz im Süden Italiens hat viele Gesichter.
       
 (DIR) Batterierecycling: Aus Alt macht Neu oder schmeißt es am besten gleich weg
       
       Mit einem Speicher-Tausch wirbt ein Unternehmen aus dem Oberallgäu. Was
       sich erstmal ganz super anhört, ist im Grunde reine Augenwischerei.
       
 (DIR) Das Dilemma mit den Namen: Ein Likör, ein Gericht und die Eierfrage
       
       Ein Schnapsproduzent braut einen Eierlikör ohne Ei – und wird verklagt.
       Aber das Gericht gibt ihm recht. Gute Nachrichten für vegane
       Schnapsdrosseln.
       
 (DIR) Einbruch im Louvre: Mangel an guten Fachkräften auch bei Meisterdieben
       
       Was haben Bundeskanzler Friedrich Merz, die Einbrecher im Louvre und
       Fachwissen miteinander zu tun? Alles verhält sich zu allem.
       
 (DIR) Streit um Wehrpflicht: Die logische Steigerung von alternativlos ist Los
       
       Wer den Zufall entscheiden lässt, entledigt sich jeglicher Verantwortung.
       Wie praktisch: Eine Tombola veranstalten, anstatt selbst nachzudenken.
       
 (DIR) Zu rosige Perspektiven: „Gebrochene Versprechen“ und das endgültige Ende der BRD
       
       Etwas leiser treten wollen offenbar die politischen Köpfe der Nation. Die
       Wirtschaftsministerin jedenfalls sollte keine falschen Hoffnungen wecken.
       
 (DIR) Politik und Showbiz: Maggus Söder, seine Leehdäjaggn und ich
       
       Was trägt man so als Ministerpräsident? Und zu welcher Gelegenheit? Oder
       ist das alles sowieso nur eine Show? Eine Stilkritik der besonderen Art.
       
 (DIR) Wolfram Weimer wurde geklont: Den gibt's ab sofort in doppelter Ausführung
       
       Der Beauftragte für Kultur und Medien Wolfram Weimer hat einen digitalen
       Klon von sich geschaffen. Er soll ihm die Kommunikation in den sozialen
       Netzwerken abnehmen.
       
 (DIR) Friedrich Merz in München: Der Kanzler, seine Tränen und die Suche nach der Wahrheit
       
       Bei der Eröffnung einer Synagoge wirkt der Kanzler angefasst. War das echt?
       Die einen sagen so, die anders so.
       
 (DIR) Die Mitte fehlt: Meditationen über die sogenannte Mitte
       
       Am 60. Geburtstag seines Bruders begegnet unser Autor der Gesellschaft. Nur
       eins ihrer Teile ist abwesend.
       
 (DIR) Politikerkinder: Gloria-Sophie, Joe, ihr Wissen und Friedrich Merz
       
       Politikernachwuchs blamiert sich bei einer Fernsehshow. Schadenfreude? Ein
       bisschen billig. Aber sogar der Kanzler will manches nicht wissen.
       
 (DIR) Ameisenplage: Die kleinen Tiere, ihre Angriffslust und ich
       
       Ameisen sind klein, aber oho. Sie denken, sie seien stärker als der Mensch.
       Aber da haben sie sich geschnitten. Schließlich ist der Mensch viel größer.
       
 (DIR) Julia Klöckner und die taz: Noch so ein Lob und die taz geht ein
       
       Bundestagspräsidentin Julia Klöckner hat die linke taz mit dem rechten
       Portal Nius gleichgesetzt. Jetzt wird die taz verteidigt, auch von der
       Politik.
       
 (DIR) Kneipenlärm und Ohropax: Nachtunruhe aushalten – das ist ein Großstadt-Skill
       
       Ob Windrad oder Eckkneipe: Für die Nimbys (Not in my Backyard) hört die
       Toleranz dort auf, wo sie selbst statt andere betroffen sind.