# taz.de -- Gedenken
(DIR) Zum Gedenken an Gunter Hampel: „Ich träume von Musik und spiele sie dann auch“
Wenige Wochen vor seinem Tod hat der Jazzmusiker Gunter Hampel der taz ein
Interview im Beisein seiner Tochter Cavana gegeben. Die taz druckt das
Gespräch postum mit ausdrücklicher Erlaubnis der Familie.
(DIR) Nach dem Anschlag auf den Berliner CSD: „Wir haben spontan angeboten, die Gegenstände zu sichern“
Trauernde hatten Blumen und Kerzen, aber auch persönliche Dinge am Tatort
und am Brandenburger Tor abgelegt. Die sind jetzt erst mal im Schwulen
Museum.
(DIR) Gedenkkultur in der Ukraine: Eine Grünfläche für Roman Ratuschnyj
Der ukrainische Umweltaktivist Roman Ratuschnyj wurde im Krieg getötet. Mit
einem Festival führen seine Familie und Freunde sein Engagement fort.
(DIR) Eziden in Niedersachsen: Anerkennen, gedenken, abschieben
In Hannover haben Tausende Eziden des zwölften Jahrestags des Völkermordes
gedacht. Doch die Anerkennung des Genozids bringt ihnen wenig.
(DIR) Streit um Pogrome in Polen: Gedenken in der Kirche und in der Synagoge
In Polen wird zum 85. Jahrestag an die Pogrome gegen Juden in Jedwabne
erinnert. Rechte Kräfte versuchen teilweise, dieses Erinnern zu
vereinnahmen.
(DIR) Koloniale und NS-belastete Straßennamen: Erinnerungspolitischer Straßenkampf
Im Hamburger Bezirk Harburg blockieren CDU, AfD, FDP und fraktionslose
SPDler die Umbenennung von Straßennamen – obwohl Studien Verstrickungen
belegen.
(DIR) Tödliche Hitzewelle: Grüne fordert Gedenktag für die Hitzetoten
Die Juni-Hitzewelle tötete mehr Menschen als je eine Naturkatastrophe in
Deutschland. Grünen-Politikerin Badum fordert einen Gedenktag für die
Opfer.
(DIR) Erinnerung an Fatih Saraçoğlu: Bis heute nichts
Der Regensburger Fatih Saraçoğlu wurde in Hanau von einem Rechtsextremisten
ermordet. Angehörige und Freunde kämpfen für eine Stätte des Gedenkens.
(DIR) Kreisparteitag in Südniedersachsen: AfD will neben KZ-Gedenkstätte tagen
Direkt neben der KZ-Gedenkstätte Moringen will die AfD einen Parteitag
abhalten. Die Lagergemeinschaft protestiert, eine Demo und ein Fest sind
angemeldet.
(DIR) Dokumentationszentrum Vertreibung: Anleitung zur Übernahme
Der neue Direktor könnte aus dem „Vertriebenenmuseum“ endlich etwas Tolles
machen: ein Labor der Emphatie, in dem man Geflüchteten aller Art zuhört.
(DIR) 25 Jahre Hamburger NSU-Mord: Familie beim Gedenken übergangen
Die zentrale NSU-Gedenkveranstaltung in Hamburg fällt aus. Die Angehörigen
des ermordeten Süleyman Taşköprü fühlen sich übergangen.
(DIR) Gedenkstätte für Hatun Sürücü: Wo immer frische Blumen liegen
Vor mehr als 20 Jahren wurde Hatun Sürücü von ihrem Bruder getötet. Der
Bezirk Spandau wird ihre Grabstätte nun dauerhaft als Ehrengrab erhalten.
(DIR) Gedenktag in der Ukraine: Parade in Moskau, Wracks in Kyjiw
Die Menschen haben Angst vor Beschuss und trauern um ihre Angehörigen. Wie
Kyjiw den Jahrestag des Weltkriegsendes begeht.
(DIR) Sowjetische Ehrenmale in Berlin: Zu viel der Ehre
Kann man Stalin-Zitate kontextualisieren oder müssen sie weg? Die Kritik an
den sowjetischen Ehrenmalen bekommt mit zwei Anträgen neuen Schwung.
(DIR) 111 Jahre nach dem Genozid: Noch immer nicht auf dem Lehrplan
Der Völkermord an den Armeniern gehört in den Geschichtsunterricht. Und er
sollte auch Thema im Deutschunterricht sein. Gute Literatur wäre vorhanden.
(DIR) Künstlerinnen über Kolonialismus: „Dass Kunst keine große Wirkung hat, ist der größte Quatsch“
Der Hamburger Erinnerung an die Kolonialvergangenheit wollen Gifty Lartey
und Isabel Hagen mit ihrem Projekt „Performing Denkmal“ auf die Sprünge
helfen.
(DIR) Rassistischer Anschlag von 2020: Streit über Gedenken in Hanau
Die Stadt Hanau will des rassistischen Anschlags vom 19. Februar 2020 nicht
mehr offiziell gedenken. Angehörige und Initiativen werden erinnern.
(DIR) Theaterpädagogin über „And now Hanau“: „Die Personen, die getötet wurden, fehlen weiterhin“
Das Theater Kiel gedenkt der rassistischen Morde in Hanau mit einer Lesung.
Theaterpädagogin Denise von Schön-Angerer über Verantwortung des Theaters.
(DIR) Fotos von Deportationen: Wie die Lörracher bei Deportationen gafften
Eine Tagung widmete sich dem Umgang mit Shoah-Überlebenden nach der
Befreiuung. Über Traumata, die vererbt werden, und Fotos, die unbequeme
Fragen stellen.
(DIR) Gedenken an die friesische Freiheit: Als in der Wesermarsch das Blut der Bauern floss
Friesenverbände erinnern an die Butjadinger Bauernrepublik. Wer heute von
„friesischer Freiheit“ spricht, muss auch von braunen Schatten erzählen.
(DIR) Weihnachten im Westfield Center: Wo sind die toten Bauarbeiter?
Beim Bau der Luxus-Mall in der Hamburger Hafencity sind sechs Arbeiter
gestorben. Die taz macht sich auf die Suche nach der Plakette, die an sie
erinnert.
(DIR) Gedenken an den Anschlag in Magdeburg: Die Sorge vor rassistischen Übergriffen bleibt
Nach dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt stieg die Zahl rassistischer
Übergriffe in der Stadt. Für manche prägten die Anfeindungen das Gedenken
ein Jahr danach.
(DIR) 40 Jahre nach rassistischem Mord: „Es war der Beginn aktiven antirassistischen Widerstands“
40 Jahre nach dem Mord an Ramazan Avcı in Hamburg wird der Ort des
Geschehens neu gestaltet. Endlich, sagt Gürsel Yıldırım von der
Gedenk-Initiative.
(DIR) Terror-Gedenken im Bundestag: Hass war keine Option
Was macht man, wenn man seine Liebsten bei einem Terroranschlag verloren
hat? Vier Opfer und Angehörige erzählten im Bundestag ihre Geschichte.
(DIR) Autorin über Versäumnisse des Gedenkens: „Uns geht es um eine plurale Erinnerungskultur“
Wenn das Gedenken gelungen wäre, wäre die AfD nicht so erfolgreich, sagt
Hadija Haruna-Oelker. Sie plädiert dafür, alles auf Anfang zu stellen.
(DIR) Zehn Jahre nach Terror in Paris: Kein abgeschlossenes Kapitel
Für Überlebende des terroristischen Angriffs auf den Konzertsaal Bataclan
hat sich das Leben für immer verändert. Das gilt auch für ganz Frankreich.
(DIR) Neues Gedenkstättenkonzept: Erinnern mit Würde
Gedenken an die Opfer des Holocausts verdient einen besonderen Raum. Darauf
sollte der Schwerpunkt beim Konzepts zu Gedenkstätten liegen.
(DIR) Neues Gedenkstättenkonzept der Regierung: KZ-Gedenkstätten droht der Zerfall
Das Kabinett verabschiedet Konzept für die Erinnerung an das NS-Regime und
die SED-Diktatur. Die Erinnerung an die Kolonialverbrechen kommt nicht vor.
(DIR) Ausstellung über Renato Mordo: Gehetzt in Ruhm und Elend
Renato Mordo war Regiestar der Weimarer Republik. Das Oldenburgische
Staatstheater erinnert an sein Wirken, sein Exil und die Besatzung
Griechenlands.
(DIR) Genozid-Forscherin erhält höchste Ehrung: Die Lehren lehren
Tessa Hofmann hat zum Völkermord an den Armenier:innen geforscht. Nun
bekommt sie für ihre Verdienste die höchste Auszeichnung der
Bundesrepublik.
(DIR) Ukraine auf der Frankfurter Buchmessse: Mit der Geige an die Front
Am Stand der Ukraine wird die Klassik entdeckt und Frauen erzählen über den
Krieg. Klebezettel auf der Buchmesse erinnern an die Toten.
(DIR) Widerstand im Nationalsozialismus: Der Retter im Gefangenenlager
Die Gedenkstätte Yad Vashem ehrt den Arzt Hans-Georg Früchte posthum als
„Gerechten unter den Völkern“. Er hatte Juden in der Ukraine vor dem Tod
bewahrt.
(DIR) 6. Jahrestag des Halle-Anschlags: „Deutschland hat uns im Stich gelassen“
Unsere Autorin überlebte vor sechs Jahren den rechten Terroranschlag in
Halle. Die deutschen Behörden nähmen sie und andere Betroffene nicht ernst.
(DIR) Offizielles Gedenken zum 7. Oktober: Das Leid der anderen
Zum Jahrestag des Terrorangriffs der Hamas wurde offiziell der Opfer in
Israel gedacht. Palästinenserinnen und Palästinenser blieben außen vor.
Warum?
(DIR) Jahrestag Überfall auf Israel: Gedenken zum 7. Oktober in Deutschland
Zum zweiten Jahrestag des Überfalls der Hamas auf Israel wird vielerorts
der Opfer gedacht. Bundespräsident Steinmeier besucht Leipzig.
(DIR) Theaterstück zur Bornplatzsynagoge: Wiedergewinnung einer Synagoge
Zerstörung und Verlust prägen jüdische Geschichte auch in Hamburg. Jetzt
widmet sich ein Theaterstück dem Wiederaufbau der Bornplatzsynagoge.
(DIR) Gedenken an Ex-Frauenknast in Berlin: Ein Nichtort droht zu verschwinden
Im Frauengefängnis Barnimstraße saßen Generationen ein. Heute sind dort
eine Verkehrsschule und ein Gedenkort, dem gerade die Förderung gestrichen
wurde.
(DIR) Gedenkstätte Yad Vashem: Deutschland soll neues Holocaust-Bildungszentrum bekommen
Junge Menschen in Deutschland wissen immer weniger über die Shoa. Ein neuer
Standort der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem soll das ändern.
(DIR) Jüdische Kinder im 2. Weltkrieg: Teils nach der Rettung noch verfolgt
In Berlin erinnern Angehörige an Kindertransporte zur NS-Zeit. Einige
Länder nahmen nur Kinder auf, sie mussten daher ohne Eltern fliehen.
(DIR) Jüdisches Leben online: Erst gut integriert, dann überraschend schnell dezimiert
Die Online-Plattform „Frisia Judaica“ informiert über Jüdinnen und Juden in
Friesland. Deren Verfolgung durch das NS-Regime wurde lange verschwiegen.
(DIR) Gedenken an den 13. August 1961: Die Unschärfe der Mauer
Im Mauerpark erinnert wie an vielen Orten Berlins Kopfsteinpflaster an den
Verlauf der Mauer. Doch ausgerechnet hier ist die Markierung falsch.
(DIR) Diskussion über Atomwaffen: Japan denkt das Undenkbare
Die Erinnerungen an die Bombe verblassen. Die Idee nuklearer Abschreckung
findet in Japan jedoch wieder Befürworter – trotz Warnungen aus Hiroshima.
(DIR) Gedenkveranstaltung der Bundesregierung: Matthias Brandt warnt vor dem Gift von Hass und Ausgrenzung
Vor 81 Jahren scheiterte das Attentat von Claus Schenk Graf von
Stauffenberg auf Hitler. Der Sohn von Willy Brandt beklagt
Geschichtsvergessenheit.
(DIR) Gedenken an polnische NS-Opfer: Wir brauchen bessere Gedenkarbeit
Das Gedenken an die polnischen Opfer des Zweiten Weltkrieges schreitet im
Deutschlandtempo voran. Ein provisorisches Denkmal kann nur ein Anfang
sein.
(DIR) Künstler kritisiert Erinnerungskultur: Die Entthronung von Gerhard Richter
Gerhard Richters Birkenau-Kapelle oder eine 3D-Videokulisse des
Vernichtungslagers: Wird Auschwitz nur zum leeren Symbol, fragt Künstler
Leon Kahane.
(DIR) Gedenken an Kriegsende in Torgau: Kretschmers Botschaft an Russlands Botschafter
Vor 80 Jahren trafen sich in Sachsen sowjetische und amerikanische
Befreier. Zum Gedenken kam auch Russlands Botschafter. Nicht er wurde
ausgebuht.
(DIR) Kriegsende-Gedenken in Torgau: Ukraine-Botschafter fordert „Teilnahmeverbot“ für Russland
Torgau gedenkt des Handschlags zwischen sowjetischen und amerikanischen
Soldaten im April 1945. Reaktionen auf die angekündigte Teilnahme des
russischen Botschafters.
(DIR) Schlacht um die Seelower Höhen: Gedenken mit „angezogener Handbremse“
Vor 80 Jahren starben Zehntausende sowjetische Soldaten auf den Seelower
Höhen. Es war die größte Schlacht auf deutschem Boden.
(DIR) Gedenkjahr für Umm Kulthum in Ägypten: Auch die Nächte gehören ihr
Ägypten hat 2025 zum Gedenkjahr für die legendäre Sängerin Umm Kulthum
deklariert. Was macht ihre Sangeskunst so besonders?
(DIR) Performative Politik: Selektive Gedenkarbeit
Nicht alle sind für den Staat eines Gedenkens würdig. Was ist mit denen,
die durch ihn getötet wurden? Das fragen Betroffenenverbände bei einer
Kundgebung.