# taz.de -- Schwerpunkt Zweiter Weltkrieg
       
 (DIR) Machtkampf bei Volkswagen: Arbeiteraufstand gegen den Vorstandschef
       
       In dieser Woche finden bei VW Betriebsversammlungen zu den Kürzungsplänen
       des Vorstands statt. Es geht um 50.000 Jobs und Werksschließungen.
       
 (DIR) Organist zu deutsch-polnischer Tradition: „Diese Grenzregion gehört als Kulturlandschaft zusammen“
       
       Die „Norddeutsche Orgelschule“ wirkt seit der Hansezeit bis Polen und ins
       Baltikum, sagt Orgelprofessor Krzysztof Urbaniak. Das müsse ins
       Bewusstsein.
       
 (DIR) Deutscher Überfall auf die Sowjetunion: Zeitkapsel der Angst
       
       70 Jahre vergessen, jetzt wiederentdeckt: Das Museum Karlshorst stellt
       Briefe aus der Sowjetunion aus, geschrieben kurz nach dem deutschen
       Überfall.
       
 (DIR) Museumspädagogin über Cap Arcona: „In der Bucht wurden 4.000 Tote angeschwemmt“
       
       Beim Beschuss der „Cap Arcona“ 1945 starben Tausende KZ-Häftlinge in der
       Lübecker Bucht. Ein kleines Museum in Neustadt hält die Erinnerung wach.
       
 (DIR) Trümmerberg in Berlin: Ein Monument des Schreckens
       
       Der Teufelsberg im Grunewald ist nicht wirklich hoch und eigentlich mehr
       Hügel. Dafür ist er ungemein geschichtsträchtig, mit einer Menge
       Weltkriegstrümmer.
       
 (DIR) „Fire“ in Hamburg: Von der schönen, destruktiven Kraft des Feuers
       
       Eine Hamburger Ausstellung umkreist historische und ökologische Aspekte des
       Feuers. Und erfährt die tödliche Kraft der Hitze am eigenen Leibe.
       
 (DIR) Studie über Gestapo Bremen: „ Die Bereitschaft zur Denunziation war generell groß“
       
       Die Gestapo rekrutierte in Bremen Personal und Zuträger*innen aus der
       Mitte der Gesellschaft. Wie sie funktionierte, hat Anna Leinen erforscht.
       
 (DIR) 1.609 Tage Krieg in der Ukraine: 15 polnische Autobusse und die Banderastraße
       
       Eine polnische Stadt wollte ihrer ukrainischen Partnerstadt alte Busse
       schenken. Doch der Streit um umstrittene historische Ereignisse hätte das
       fast verhindert.
       
 (DIR) Streit zwischen Polen und Ukraine: Frischer Konflikt mit alten Wurzeln
       
       Ausgerechnet jetzt müssen Polen und die Ukraine miteinander streiten. Grund
       ist die unterschiedliche Perspektive auf über 80 Jahre alte Ereignisse.
       
 (DIR) Streit um Pogrome in Polen: Gedenken in der Kirche und in der Synagoge
       
       In Polen wird zum 85. Jahrestag an die Pogrome gegen Juden in Jedwabne
       erinnert. Rechte Kräfte versuchen teilweise, dieses Erinnern zu
       vereinnahmen.
       
 (DIR) Sachbuch über Hitler: Der Frieden auf dem Weg zum Krieg
       
       In „München 38. Die Welt am Scheideweg“ gehen Christian Goeschel und Daniel
       Hedinger der Frage nach, warum Großbritanniens Premier Chamberlain Frieden
       mit Hitler machen wollte.
       
 (DIR) Widerstand im Zweiten Weltkrieg: „Wir haben Platz, ihr könnt kommen!“
       
       Eine niederländische Dorfgemeinschaft versteckte im Zweiten Weltkrieg
       Hunderte Jüdinnen und Juden. Ihr Kopf führte Tagebuch – doch ist bis heute
       kaum bekannt.
       
 (DIR) Geschichtspolitik in Moskau: Wie in Putins Russland an den 22. Juni 1941 erinnert wird
       
       Zynische Instrumentalisierung des Gedenkens an Hitlers Überfall auf die
       UdSSR: Wo an den Gulag erinnert wurde, inszeniert der Kreml einen neuen
       Kriegskult.
       
 (DIR) Geschichtspolitischer Rollback der USA: Ungeliebte Wahrheit entfernt
       
       Ein Streit über rassistische Kontinuitäten in der US-Armee führt von einer
       Bremer Tragödie im Jahr 1945 auf einen Soldatenfriedhof in den
       Niederlanden.
       
 (DIR) Antonio Scurati über Italiens Faschismus: „Der Duce war nur ein herrlicher Bluff“
       
       „M – Das Ende und der Anfang“. Antonio Scuratis letzter Band seiner
       herausragenden literarischen Biografie über den italienischen Diktator
       Mussolini.
       
 (DIR) Historischer Bunker auf Helgoland: Rückzugsort in schweren Zeiten
       
       Bunker sind wieder Thema. Der auf Helgoland hat sogar eine gigantische
       Sprengung nach dem Krieg überstanden. Als Schutzraum heute taugt er aber
       nicht.
       
 (DIR) Schwerer Vorwurf gegen Fondation Beyeler: Stellt das Museum NS-Raubkunst aus?
       
       Die Baseler Fondation Beyeler zeigt aktuell ein Aquarell von Paul Cezanne.
       Es gehörte einem jüdischen Sammler – bis zum Nazi-Einmarsch in Paris.
       
 (DIR) Indie-Hörbuch über Russlanddeutsche: „Klar, ich kenne diese Scham auch“
       
       „Deutsch genug?“ Ein Gespräch mit der Autorin Ira Peter und dem
       Labelmanager Artur Schock – von Russlanddeutschen über Russlanddeutsche.
       
 (DIR) Zweiter Weltkrieg: Kretas Kriegswunden
       
       Vor 85 Jahren eroberte die deutsche Wehrmacht die griechische Insel. Die
       Aufarbeitung der Greueltaten von damals sorgt noch heute für Spannung.
       
 (DIR) Weltkriegsgedenken in Russland: Siegesparade und Drohgebärden
       
       Der Aufzug am 9. Mai in Moskau wird bescheiden ausfallen. Die Ukraine
       greift das russische Hinterland an, der Kreml droht mit Schlägen gegen
       Kyjiw.
       
 (DIR) Gedenken zum Kriegsende am 8. Mai: Widerstand auf 16,2 Quadratzentimetern
       
       Eine Sonderbriefmarke erinnert an die ermordete jüdische
       NS-Widerstandskämpferin Eva Mamlok. Im Herbst wird der Kreuzberger
       Blücherplatz nach ihr benannt.
       
 (DIR) +++ Nachrichten im Ukrainekrieg +++: Moskau droht mit Vergeltung bei Angriffen am 9. Mai
       
       Russland rät ausländischen Botschaften in Kyjiw zur Evakuierung, sollte die
       Ukraine die Moskauer Militärparade stören. Drohnen in Lettland abgestürzt.
       
 (DIR) Gedenken zum 8. und 9. Mai in Berlin: Polizei verbietet russische und sowjetische Fahnen
       
       Zum Tag der Befreiung sind russische und sowjetische Symbole erneut
       untersagt. Provokationen durch die kremlnahen „Nachtwölfe“ bleiben wohl
       aus.
       
 (DIR) Krieg in der Ukraine: Russische Armee ignoriert Selenskyjs Angebot für Waffenruhe
       
       Russland hat nach Angaben Kyjiws in der Nacht erneut zahlreiche ukrainische
       Städte beschossen. Moskau verstärkt indes die Sicherheitsvorkehrungen vor
       seiner Militärparade.
       
 (DIR) Chronist über HSV in der NS-Zeit: „Fast alle HSV-Funktionäre waren in der NSDAP“
       
       Der HSV hat sich dem NS-Regime gern angedient. Werner Skrentnys neues Buch
       „Die Raute unterm Hakenkreuz“ bietet auch bislang unbekannte Geschichten.
       
 (DIR) Denkmal für ermordete Polen in Berlin: Entscheidung über Polen-Denkmal in diesem Jahr
       
       Kulturstaatsminister Weimer will das Denkmal zur Erinnerung an die
       deutschen Verbrechen an Polinnen und Polen zwischen 1939 und 1945 rasch
       bauen lassen.
       
 (DIR) Sprengstoff in der Ostsee: Ringen um die Weltkriegsmunition
       
       In Kiel läuft seit Jahren die Vorbereitung für die Bergung militärischer
       Altlasten aus der Ostsee. Aber der Bund hat sich für Rostock entschieden.
       
 (DIR) Hasan Kikić „Provinz im Hinterland“: Wie ein Naturereignis
       
       Der Erste Weltkrieg kommt über die bosnischen Dörfer wie ein Naturereignis.
       Die sinnlose Grausamkeit des Krieges zeigt Kikić in „Provinz im
       Hinterland“.
       
 (DIR) Podcast „Stalino.“: Östlich unserer Erinnerung
       
       Ein Podcast von Dekoder widmet sich dem Vernichtungskrieg der deutschen
       Wehrmacht in der Donbass-Region der Ukraine – und den Parallelen zur
       Gegenwart.
       
 (DIR) Displaced Persons im Emsland: Ein Stück Polen in Deutschland
       
       Im Mai 1945 saßen fast 40.000 Polen im Emsland fest. Ins kommunistische
       Polen wollten sie nicht zurück, so wurde aus Haren (Ems) das polnische
       Maczków.
       
 (DIR) Historiker über den Braunschweiger Löwen: „Sie waren davon ausgegangen, im Löwen Schätze zu finden“
       
       Schatzsucher*innen, Nazis, Busfahrten – der Braunschweiger Löwe hat viel
       erlebt. Alfred Walz erklärt, was das Denkmal einzigartig macht.
       
 (DIR) Rechtsextreme Demo in Dresden: Nazis zerstören Dresdner Zerstörungsgedenken
       
       Erneut nutzen über 1.000 Rechtsextreme die Bombardierung im Zweiten
       Weltkrieg für ihre Zwecke. Die Erinnerung an den 13. Februar 1945 ist in
       der Krise.
       
 (DIR) Rechtsextremer Aufmarsch in Dresden: Polizei mit Großaufgebot vor Ort
       
       Mehrere hundert Rechtsextreme versammelten sich zu einem „Trauermarsch“ in
       Dresden. Gegendemonstranten versuchten, die Strecke mit Sitzblockaden zu
       blockieren.
       
 (DIR) Kino-Doku über Astrid Lindgren: Bombennacht und Bullerbü
       
       Im Dokumentarfilm „Astrid Lindgren – Die Menschheit hat den Verstand
       verloren“ stellt Wilfried Hauke die Kriegstagebücher der Kinderbuchautorin
       vor.
       
 (DIR) Michael Moorcocks Roman „Mutter London“: „Wenn ich durch London laufe, sehe ich Geschichte“
       
       Michael Moorcock kennt man hierzulande als Fantasy-Autor der „Elric“-Saga.
       Sein Meisterwerk „Mutter London“ zeigt ihn als britischen
       Gesellschaftsromancier.
       
 (DIR) Kulturzug zwischen Berlin-Wrocław: Letzte Fahrt der Versöhnung
       
       In einem besonderen Waggon finden Lesungen, Konzerte und Ausstellungen
       statt, die dem deutsch-polnischen Austausch dienen. Jetzt droht dem Projekt
       das Aus.
       
 (DIR) Hildesheim im Zweiten Weltkrieg: „Die Bilder des zerstörten Hildesheim ähneln denen aus Gaza“
       
       „Blüte – Zerstörung – Wiederaufbau“: In einer Ausstellung über Hildesheims
       Zerstörung im Zweiten Weltkrieg lassen sich Parallelen zu heute finden.
       
 (DIR) Auktion von Nazi-Dokumenten: 350 Euro für ein Hinrichtungspapier
       
       Ein Auktionshaus in NRW wollte Nazi-Dokumente über Häftlinge von
       Konzentrationslagern versteigern. Das ist verwerflich und gehört schlicht
       verboten.
       
 (DIR) Micha Brumlik über Adorno: Frühling, Zeit für Adorno
       
       Die „Minima Moralia – Reflexionen aus dem beschädigtem Leben“ fragt: Wäre
       es ehrlicher, die Bäume blühten nicht?
       
 (DIR) Französischer Literaturpreis: Ein Haus voller Gewalt
       
       Für einen dunklen Familienroman, der die Gewalterfahrungen der Weltkriege
       widerspiegelt, hat Laurent Mauvignier den renommierten Prix Goncourt
       gewonnen.
       
 (DIR) Roman-Wiederentdeckung: Zwei Europas stehen sich gegenüber
       
       Ob der Mensch durch und durch ein Deutscher ist, oder ob ihm das nur ab und
       zu passiert. Eine Frage, aus einem Roman aus dem Zweiten Weltkrieg.
       
 (DIR) Debatte über transatlantisches Vertrauen: Reeducation – diesmal aber als Farce
       
       Der Aufstieg der Rechten wirft das Verhältnis zwischen Europa und den USA
       in die Krise. Eine Konferenz lud zu Kritik der „transatlantischen
       Vernunft“.
       
 (DIR) Roman zu Belgrad im Zweiten Weltkrieg: Opfer, Feind, Verräter oder Mörder
       
       In „Buch der Gesichter“ zeichnet der österreichisch-serbische
       Schriftsteller Marko Dinić ein netzartiges Gebilde um ein vergangenes
       Rätsel.
       
 (DIR) Bilderbuch „Tim, Tom und Mary“: Kinder im Bombenhagel
       
       Clément Moreaus „Tim, Tom und Mary“ ist eine bewegende
       Exil-Kindergeschichte aus dem Jahr 1940. Die Cohn-Scheune in Rotenburg hat
       sie neu ediert.
       
 (DIR) Neuer Kinofilm „Der Tiger“: Selbstbegegnung eines Ostfront-Täters
       
       Dennis Gansel wirft das Publikum in die tiefen Abgründe des 2. Weltkriegs:
       Es ist ein interpretationsfähiger Antikriegsfilm mit Stärken und Schwächen.
       
 (DIR) Bayeux-Teppich in diplomatischer Mission: Echter Stoff für eine Kränkung
       
       Die Kritik steigt an Macrons Plan, den fast 1.000 Jahre alten Teppich von
       Bayeux ins British Museum reisen zu lassen. Warum es trotzdem gut wäre.
       
 (DIR) Forschung zu KZ-Gedenkstätte: Aus Ellrich gab es kein Entrinnen
       
       Jahrzehntelang war das KZ Ellrich-Juliushütte zwischen Niedersachsen und
       Thüringen fast vergessen. Jetzt wird seine Geschichte erforscht.
       
 (DIR) FKK in Frankreich: Nackte Utopie
       
       Das Centre Hélio-Marin am französischen Atlantik ist Vorläufer fast aller
       europäischer FKK-Camps. Besuch an einem Ort, den die Nazis einst
       verwüsteten.
       
 (DIR) Götz Alys „Wie konnte das geschehen?“: Die Mitte machte mit
       
       Götz Alys neues Buch sammelt die Erkenntnisse seiner Forschung zum
       Nationalsozialismus. Es sucht Antworten auf die Frage: „Wie konnte das
       geschehen?“
       
 (DIR) Deportation von Russlanddeutschen: „Es wird wenig über die Verbannung gesprochen“
       
       Der 28. August ist der Gedenktag an die Deportation in der Sowjetunion nach
       Sibirien und Kasachstan. Drei BerlinerInnen erzählen ihre Geschichte.