# taz.de -- Rechtsextremer Aufmarsch in Dresden: Polizei mit Großaufgebot vor Ort
> Mehrere hundert Rechtsextreme versammelten sich zu einem „Trauermarsch“
> in Dresden. Gegendemonstranten versuchten, die Strecke mit Sitzblockaden
> zu blockieren.
(IMG) Bild: Teilnehmer einer linken Demonstration stehen vor einer Absperrung der Polizei, die mit Wasserwerfern präsent ist
dpa | Zahlreiche Menschen protestierten in Dresden gegen den Aufmarsch von
Rechtsextremisten zum Jahrestag der Zerstörung der Stadt im Zweiten
Weltkrieg. Insgesamt sammelten sich schätzungsweise 3.000 Teilnehmer. Die
Polizei nannte keine offiziellen Zahlen. Die Stimmung bei der zentralen
Kundgebung von „Dresden Wi(e)dersetzen“ war friedlich, wie ein dpa-Reporter
beobachtete. Die Polizei hatte vorsorglich zwei Wasserwerfer postiert.
Am Nachmittag startete der rechtsextreme Aufmarsch vom Bahnhof
Dresden-Mitte mit schätzungsweise 1.000 Teilnehmern; auch hier gab es von
der Polizei keine offizielle Zahl. Gegendemonstranten versuchten, die
Strecke mit Sitzblockaden zu blockieren. Dort kam es zu Gerangel mit der
Polizei.
Bei der Räumung der Strecke verwendeten die Beamten laut Polizeiangaben
Pfefferspray. „Grundsätzlich sind wir aber ganz zufrieden mit dem Verlauf
bisher“, sagte Sprecher Thomas Geithner vor Ort.
Dresden war am 13. Februar 1945 und in den Tagen danach bei Angriffen
britischer und US-amerikanischer Bomber in Schutt und Asche gelegt worden.
Nach Zahlen einer Historikerkommission kamen bis zu 25.000 Menschen ums
Leben.
Die Luftangriffe werden regelmäßig von Rechtsextremen instrumentalisiert,
um die Kriegsschuld Deutschlands zu relativieren. Auch in diesem Jahr haben
sie einen „Trauermarsch“ organisiert.
Die Anreise der Versammlungsteilnehmer beider Seiten lief nach
Polizeiangaben ohne Zwischenfälle. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot
vor Ort, um die beiden Lager voneinander zu trennen.
14 Feb 2026
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