# taz.de -- Ausstellung
(DIR) Ausstellung und Festival in London: Der rote Faden vom Black Atlantic
Das Victoria & Albert Museum hat eine Dependance im Osten Londons eröffnet.
Zu sehen gibt es dort eine beeindruckende Schau zur britischen Geschichte
von Black Music.
(DIR) Museumsdirektorin über Art brut: „Sie entwickelten eigenständige künstlerische Universen“
Die Collection de l’Art Brut zeigt Kunst, die außerhalb des Kunstmarktes
entstand. Jetzt feiert sie ihr 50-jähriges Bestehen. Direktorin Sarah
Lombardi führt durch die Sammlung.
(DIR) Netzkünstler Jon Rafman in Düsseldorf: Wenn Androiden träumen
Jon Rafman macht die Abgründe des World Wide Web sichtbar. Das Düsseldorfer
K21 zeigt, trotz Missbrauchsvorwüfen gegen ihn, eine große
Einzelausstellung des Künstlers.
(DIR) Verfemter Expressionist in Hamburg: Hamburgs Brücken als neuronales Netz
Eine Ausstellung im neuen Hamburger Kunstort Parabel ehrt den einst
verfemten Expressionisten und Druckgrafik-Revolutionär Rolf Nesch.
(DIR) Ausstellung „The Sound of Courage“: Subtil und schwer einzuhegen
Eine Ausstellung in den Nordischen Botschaften in Berlin untersucht, wie es
um Gleichberechtigung in der skandinavischen Musikwelt steht. Gar nicht mal
so gut.
(DIR) Retrospektive Catherine Christer Hennix: Das Spiel mit Knoten und Schleifen
Im Badischen Kunstverein Karlsruhe wird Elektronikpionierin Catherine
Christer Hennix gehuldigt: Zu sehen und zu hören sind etwa Oszillografien
und Skulpturen.
(DIR) Kunst der Woche: Irgendetwas stört die Idylle
Bei Société lädt Kaspar Müller zu seiner Art von Kunsthandwerkmarkt. Bei
Kunstpunkt untersucht eine Gruppenausstellung das Zusammenleben der
Spezies.
(DIR) Stuttgarter Ausstellung „Das kalte Herz“: Hauffs Märchen in die Gegenwart geholt
Das Kunstmuseum Stuttgart deutet Wilhelm Hauffs Erzählung „Das kalte Herz“
mit Gegenwartskunst. Zentral sind Fragen nach Identität und Zugehörigkeit.
(DIR) Miniatur Wunderland in Hamburg: Leben auf Knopfdruck
Das Miniatur Wunderland wird 25, die Ausstellung in der Speicherstadt ist
meistens rappelvoll. Was fasziniert die Menschen bloß so sehr am Modellbau?
(DIR) Die Lausitz in Stephan Popellas Malerei: Unter seinem blauen Himmel liegt die Trümmerküste
Stephan Popalla vermengt in seiner wilden Malerei Mythen und Alltag mit
einem besonderen Blick für die Lausitz. Jetzt hat er eine Ausstellung in
Kamenz.
(DIR) Die Wunderkammer von Lothar Osterburg: Vom Bildrand kuckt das Mädchen mit dem Weinglas
Lothar Osterburg legt im Herzog Anton Ulrich Museum in Braunschweig einen
traumschönen Parcours durch die Kunstgeschichte – mit irritierendem
Maßstab.
(DIR) Ausstellung von Andrea Pichl: Unter dem Dach der Laube
Die Künstlerin Andrea Pichl stellt DDR-Gartenlauben in die Heilbronner
Kunsthalle Vogelmann. Und seziert damit deutsch-deutsche Geschichte.
(DIR) Neue Museums-Direktorin in Wien: Tour de Force sinnlicher Erkenntnis
Das Wiener Museum Moderner Kunst hat mit Fatima Hellberg eine neue
Direktorin. Die zeigt düster-kritische Kunst, weit weg vom
Blockbustermuseum.
(DIR) Plakatausstellung in Berlin: Die Container sind immer grüner auf der anderen Seite
Der Berliner Projektraum Schneeeule hat Plakatwände in Charlottenburg
angemietet. Die Frage „Wem gehört die Stadt?“ verbindet die Motive.
(DIR) Zwischen Späti und Nudelladen: Steine, Schwitzen, Schlusspunkte
Wenn der Handwerker verschwindet, die Nudeln unerreichbar bleiben und sich
der Berliner Sommertag am Ende im Kreis schließt.
(DIR) Ausstellung von Niina Lehtonen Braun: Wo Wasser, Blut und Farben fließen
Sie tanzen durchs Feuer und baden im Eis: Niina Lehtonen Brauns Aquarelle
und Gouachen nackter Frauen in Aktion in der Schwartzschen Villa in Berlin.
(DIR) Nouveau Réalisme in Kunsthalle Mannheim: Er hängte sich die zersprengte Karre ins Wohnzimmer
Die Kunsthalle Mannheim zeigt in einer Ausstellung die Aktions- und
Objektkunst des Nouveau Réalisme. Es geht um die Verkrustungen der
Nachkriegsgesellschaft.
(DIR) „Fire“ in Hamburg: Von der schönen, destruktiven Kraft des Feuers
Eine Hamburger Ausstellung umkreist historische und ökologische Aspekte des
Feuers. Und erfährt die tödliche Kraft der Hitze am eigenen Leibe.
(DIR) Künstler Grant Mooney in Mönchengladbach: Was das Material verrät
Im Museum Abteiberg durchquert der US-Künstler Grant Mooney die jüngere
Geschichte der Bildhauerei – auf poetische bis marxistische Weise.
(DIR) Internationales Fototreffen in Arles: Hydrofeminismus und KI
Bei den diesjährigen Rencontres de la photographie in Arles geht es in über
40 Ausstellungen viel um Erinnerung. Nicht immer darf man ihr trauen.
(DIR) Malerei Fritz Scholders im MMK Frankfurt: Sogenannte Indianer lieben Katzen
In Frankfurt am Main gibt es eine erste große Retrospektive des 2005
verstorbenen US-Malers Fritz Scholder. Zu sehen ist viel Flachware – im
besten Sinne.
(DIR) Kultur für alle: Strömende Scharen
Kultur kann Häuser füllen, das zeigt sich gerade im Kölner Museum Ludwig
bei der Yayoi-Kusama-Ausstellung und im Kino mit dem neuesten Nolan-Film.
(DIR) 40 Jahre Ausstellung „Chambres d'Amis“: Wie die öffentliche Kunst ins Private vorrückte
In Gent wird die Ausstellung „Chambres d'Amis“ neu aufgelegt. Auf radikale
Weise stellt sie auch nach 40 Jahren noch relevante Fragen nach dem
Verhältnis von Kunst, Gesellschaft und Museum.
(DIR) Kuratorin über gehäkeltes Korallenriff: „Wir reagieren aufs Dystopische durch etwas Konstruktives“
Der Osnabrücker Kunstraum Hase 29 fordert zum Häkeln eines Korallenriffs
auf. Kuratorin Ann-Katrin Günzel über Kollektivität und Möglichkeitsräume.
(DIR) New York in Jamel Shabazz' Fotografie: Souverän gelebte Urbanität
Jamal Shabazz fotografiert New York. Seine Bilder, jetzt in Braunschweig zu
sehen, sind geduldig, energiegeladen und bewusst mehrdeutig.
(DIR) Ausstellung Kunst und Ukrainekrieg: Der entfremdete Robo-Dog
Die Ausstellung „Still Joy“ versucht leicht und doch realistisch über den
Ukrainekrieg zu sprechen. Sie zeigt, was die Menschen zu ertragen bereit
sind.
(DIR) Ausstellung über den Sog der Bilder: Sonnenuntergang gegen das Grauen
Über Bilder und deren Wirkungskraft: Die Ausstellung „The Lure of the
Image“ bei C/O Berlin übt sich in audiovisueller Selbstermächtigung.
(DIR) Kulturpolitik der DDR: Das Kalkül ging nicht immer auf
Wie geopolitische Ziele und Kunstvermittlung in der DDR verwoben waren:
Kunst aus der Sammlung des Zentrums für Kunstausstellungen in Berlin.
(DIR) Die Kunst der Woche: Inneres und Äußerlichkeiten
Eine intime Ausstellung bei Between Bridges versammelt Werke von Jochen
Klein. Ebenfalls in Kreuzberg: die Schau „Inscape“ bei Kraupa Tuscany
Zeidler.
(DIR) Ausstellung über Mode von Madame Grès: Den Turban auf dem Kopf, die Schere um den Hals
Wie die Modedesignerin Madame Grès Stoff in Falten legte, erkundet eine
Ausstellung im Kunstgewerbemuseum Berlin. Und Studierende ergänzen die
Modelle.
(DIR) Gustave-Courbet-Schau im Folkwang Essen: Auf seinen Bildern sind ihre Füße staubig
Das Museum Folkwang in Essen zeigt jetzt in einer großen Retrospektive
Gustave Courbet als wandlungsfähigen Künstler aus dem Frankreich Napoleons
III.
(DIR) Ausstellung „Inventing Queer Cinema“: Mehr schwules als lesbisches Kino
Die Deutschen Kinemathek in Berlin zeigt zum ersten Mal eine Ausstellung
zum queeren Kino. Ihr Kern ist das Archiv des queeren Filmverleihs
Salzgeber.
(DIR) Tomás Saraceno über Natur und Kunst: „Ein Werk gemeinsam mit den Menschen“
Tomás Saraceno spricht über seine Arbeit mit indigenen Gemeinschaften in
den Anden und den dortigen Lithiumabbau anlässlich seiner Münchner
Ausstellung.
(DIR) Pierre Huyghe in der Fondation Beyeler: Zeitlos, ortlos, dionysisch
Pierre Huyghe tauchte zuletzt mit überwältigender Medienkunst auf. Dem
Gebäude der Fondation Beyeler bei Basel entzieht er damit jetzt alle
Freundlichkeit.
(DIR) Helga Paris in der Moritzburg: Etwas lag unterm verschütteten Gesicht
Helga Paris’ berühmte Fotoserie über Halle war den DDR-Funktionären zu
wirklichkeitsnah, um gezeigt zu werden. Nun widmet das Kunstmuseum
Moritzburg ihr eine Ausstellung.
(DIR) Kunstkollektiv Kunzten in Berlin: Sie winden sich wie Würmer
Junge Kunst an der Spree: Bis Ende der Woche noch kann man in Berlin eine
Ausstellung des Kollektivs „Kunzten“ am Flutgraben anschauen.
(DIR) Filmkunst in München über Vulkanausbruch: Wie berauschend, so ein Weltuntergang
Der Ausbruch des Krakatoa erschütterte 1883 den Globus. Carlos Casas'
Filminstallation im Münchner Haus der Kunst lässt das Beben durch Körper
wandern.
(DIR) Bildhauerin Marisol im Kunsthaus Zürich: Familie ist nie einfach
Verschlossene Formen und sprechende Details zeichnen die Figuren der
Bildhauerin Marisol aus. Das Kunsthaus Zürich stellt ihr Werk vor.
(DIR) Cecilia Vicuña im Castello di Rivoli: Sie baumelt darüber wie ein riesiger Berg zupfeliger Wäsche
So richtig site-specific: In ihrer Ausstellung im Castello di Rivoli bei
Turin erinnert Cecilia Vicuña an die verschwundenen Gletscher des Piemonts.
(DIR) Fußball und Kunst: Feministisches Update für den Gästeblock
Aleen Solaris Ausstellung „Tribute to Bicce“ zeigt in der Kunsthalle
Osnabrück eine kluge, kühne Rauminstallation, die für Diversität kämpft.
(DIR) Punk-Ausstellung im dänischen Aarhus: Zwei Herzen, eine Radikalität
„Unruly. The Body in Punk“ ist eine exzellente Ausstellung über die
Aktualität von Punk-Ästhetik. Gezeigt wird sie im Aros-Museum in Aarhus.
(DIR) Ausstellung über Migration und Mobiliar: Existenzen im Dazwischen
Eine Berliner Ausstellung erzählt Migrationsgeschichte über Radios und
provisorische Betten. Wohnen wird Ausdruck von Ankommen, Ausharren,
Träumen.
(DIR) Politische Kunst über Iran: Utopisch, um Verzeihung zu bitten
Bonbonrosa und unerschrocken: Im Osnabrücker Ausstellungsraum Hase29
streuen Gegenwartskünstler:innen aus dem Iran Salz in politische
Wunden.
(DIR) Kunst und Theorie: Romantisierung, Erschlaffung oder Antintellektualität?
Philipp Felsch, Heinz Bude und Oliver Marchart treffen im Documenta
Institut aufeinander. Dort diskutieren sie die Verbindung von Theorie und
Kunst.
(DIR) Bremer Kunsthalle lud Dackel ein: Die Radikalität der Form
Ab Oktober zeigt die Bremer Kunsthalle die Ausstellung „Der Dackel. Eine
Ikone geht Gassi“. Zur Vorbereitung lud sie zum Dackeltreffen hinters Haus.
(DIR) Revision vergessener DDR-Kunst: Tiefenbohrung im Zwischenraum
In der Ausstellung „Produktive Unruhe“ in der robotron-Kantine Dresden wird
mit zeitlichem und künstlerischem Abstand auf die Kunstleistungsschauen der
DDR geblickt.
(DIR) Kunst über genderfluides Theater: Auch schwanger spielte sie noch den Romeo
siren eun young jung lotet im Württembergischen Kunstverein mit Videos die
Untiefen der Genderfluidität aus. Ihr Fokus: eine koreanische
Theaterbewegung.
(DIR) Kunstfestival Manifesta 16 Ruhr eröffnet: Staub in der Pantoffelkirche
„This is not a church“ heißt die nun eröffnete Manifesta 16 Ruhr. Sie will
mit Kunst leerstehende Kirchen umschreiben. Sehenswert, obwohl es nicht
immer gelingt.
(DIR) Vandalismus in der Kunst: Gebannte Bewegung in der Stadt
Kunst ohne Erlaubnis? Der Kunstverein Hannover definiert in der Ausstellung
„Under the Milky Way“ abstrakte Malerei um – und findet sie auf der Straße.
(DIR) Kyiv Biennial im KW Berlin: Über Umwege zur „Nakba“
Die Kyiv Biennial in Berlin hantiert mit dem Begriff des
„Middle-East-Europe“. Das geht nicht immer auf.