# taz.de -- Musik
       
 (DIR) Bandcamp verbietet KI-Musik: Für eine Renaissance des Menschengemachten
       
       Kreativität schlägt Broligarchy: Die US-Musikplattform Bandcamp verbannt
       KI-generierte Inhalte von ihrer Homepage. User:innen sollen Verstöße
       melden.
       
 (DIR) Britische Popband Insecure Men: Melancholie und Malaise
       
       Die britische Popband Insecure Men veröffentlicht mit „A Man for all
       Seasons“ ein Album, das pessimistisch und zugleich hoffnungsvoll ist.
       
 (DIR) Debütalbum der Berliner Morning Stars: Die Sterne dimmen langsam aus
       
       „A Hymn without a Sound“, so heißt das Debütalbum der Berliner Allstar-Band
       the Morning Stars, deren Sound getreu dem Titel gerne im Epischen schwelgt.
       
 (DIR) Chilenischer Musiker Álvaro ist tot: Der Mann mit der singenden Nase
       
       Der Musiker Álvaro floh vor dem Pinochet-Regime und spielte Mitte 1970 mit
       Joe Strummer bei der Protopunkband the 101ers. Nachruf auf einen Pionier.
       
 (DIR) Fehlfarben-Bassist Micha Kemner ist tot: Funky Punk ohne Personalpronomen
       
       Mit Deutsch Amerikanische Freundschaft und Fehlfarben begründete er den
       Punk in Westdeutschland. Nachruf auf den Bassisten Michael Kemner.
       
 (DIR) Liveaufnahmen der US-Band Hüsker Dü: Sie hatten ein goldenes Händchen für Melodien in Mach-3
       
       Das Posthardcore Trio Hüsker Dü war zwischen 1979 und 1988 hochproduktiv.
       Die Liveaufnahmen von „1985: The Miracle Year“ bestätigen diesen Eindruck.
       
 (DIR) 10. Todestag von David Bowie: Die Erschütterung ist heute noch zu spüren
       
       Vor zehn Jahren starb David Bowie. Unsere Autorin vermisst den Sänger, noch
       mehr allerdings den Geist seiner Zeit.
       
 (DIR) Neues Album von Dry Cleaning: Blut auf dem Bildschirm
       
       Mit „Secret Love“ veröffentlicht die Londoner Postpunkband Dry Cleaning ein
       neues Album, dessen Texte und düstere Melodien zur trüben Weltlage passen.
       
 (DIR) Metalband Hämatom auf Ukraine-Tour: „Musik machen für die Menschen“
       
       Die deutsche Metalband Hämatom gastierte kürzlich in der Ukraine. Ihre
       Konzerte fanden unter prekären Bedingungen statt. Eindrücke aus einem
       geschundenen Land.
       
 (DIR) Punk in den späten 1980ern: Pussy Galore zeigt dem Straight-Edge-Papst den Mittelfinger
       
       Der Liveclub Bootleg existierte nur kurze Zeit. Ende der 1980er machte er
       Augsburg zu einem Hotspot des Schismas zwischen Puritanern und Anarchisten.
       
 (DIR) Die-Sterne-Sänger Frank Spilker: „Ich erforsche Missverständnisse“
       
       „Wenn es Liebe ist“ heißt das optimistisch klingende neue Album von Die
       Sterne. Ein Gespräch mit Mastermind Frank Spilker über deutschen Geniekult
       und Lebenslügen.
       
 (DIR) Neues Album von Pogendroblem: Und mit 30 kommt der Untergang
       
       Soundtrack zur multiplen Krise: Auf ihrem Album „Great Resignation“ liefert
       die Kölner Posthardcoreband Pogendroblem Zeitdiagnostik mit Schmackes.
       
 (DIR) Rätseln um Comeback von Harry Styles: Schimmer im Staub
       
       Nachdem der britische Musiker Harry Styles oft in Berlin gesichtet wurde,
       plant er offenbar einen Karriereschritt. Ob ihm die Stadt gut bekommen ist?
       
 (DIR) Nachruf auf Sänger Chris Rea: Ein später, sanfter Klassiker
       
       Der britische Popstar Chris Rea wurde für seinen Softrock nicht nur
       geliebt. „Driving Home for Christmas“ reifte spät zum Hit. Nun ist er mit
       74 Jahren gestorben.
       
 (DIR) Selbstversuch im Chor-Projekt: Laut singen ist krass
       
       Zum One-Day-Chor in Bremen treffen sich fremde Menschen, um miteinander zu
       singen: genau ein Mal und ohne Publikum. Unsere Autorin macht mit.
       
 (DIR) Neues Album von De La Soul: Leben, Tod und alles dazwischen
       
       Die New Yorker Rapper De La Soul haben ein neues Album veröffentlicht:
       „Cabin in the Sky“ lässt ihr verstorbenes Mitglied Trugoy auferstehen, mit
       gebührender Ehre.
       
 (DIR) Shortbandcontest in Bremen: „Eine intensive Zeit, die zusammenschweißt“
       
       Bei diesem besonderen Speedating finden sich für 48 Stunden neue Bands. Das
       soll die Klüngelbildung in der Musikszene aufbrechen, sagt Sabrina Bläß.
       
 (DIR) Gipfel im Kanzleramt: Pop-Stars fordern faire Beteiligung
       
       Die Musikindustrie boomt, doch nicht alle Musikschaffenden haben etwas
       davon. Herbert Grönemeyer und andere fordern Maßnahmen von
       Kulturstaatsminister Wolfram Weimer.
       
 (DIR) R&B-Jahrgang 2025: Träumen Androiden besser mit KI?
       
       Was zeichnet den typischen Sound von US-R&B aus? 2025 gab es noch
       menschengemachte Meisterwerke von Rochelle Jordan, Sudan Archives und
       Dijon. Und 2026?
       
 (DIR) Kollegahs Deutschland-Song: Ein feuchter Traum der Neuen Rechten
       
       Deutschrap ist antifaschistisch. Der Rapper Kollegah will das jetzt wohl
       ändern. Er veröffentlicht einen Song, der die AfD zum Jubeln bringt.
       
 (DIR) Werkschau der Band Huah!: Sie entflohen der Provinz
       
       Huah!, eine Hamburger Band, die es von 1988 bis 1992 gab, bekommt mit „Ich
       möchte auf deinem Plattenteller liegen“ eine Retrospektive. Ist die Musik
       gut gealtert?
       
 (DIR) Vier Bilanzen des Popjahrs 2025: Weltumarmung geht auch ohne Mondpreise
       
       Girlpower versus Misogynie, CD-Revival statt KI-Songs auf
       Streamingplattformen, Haltung gegen Nazis. Vier persönliche Bilanzen des
       Popjahrs 2025.
       
 (DIR) Playlist des Hamburger Kultursenators: Neu ist nicht gleich besser
       
       Hamburgs SPD-Kultursenator legt seine Lieblingslieder vor, sein
       Bundes-Amtskollege Wolfram Weimer entdeckt vergangenes ostdeutsches
       Unrecht.
       
 (DIR) Nemo gibt ESC-Siegestrophäe zurück: Wie dem auch sei
       
       Aus Protest gegen den Nichtausschluss Israels vom Eurovision Song Contest
       will Nemo, siegreich beim ESC 2024, den Pokal nicht mehr zu Hause haben. Na
       und?
       
 (DIR) Musikgeschäft der KIs: Lasst sie doch einfach machen
       
       Seit sich mit Musik Kohle machen lässt, ist – mit Verlaub – Scheißmusik die
       Norm. Ketzerisch gefragt: Warum überlassen wir die nicht einfach der KI?
       
 (DIR) „The Reckoning“ über P.Diddy auf Netflix: Eine Doku wie ein Disstrack
       
       Die neue Doku „The Reckoning“ ist ein Diss von 50 Cent gegen seinen
       Erzfeind P. Diddy – mit schweren Vorwürfen. Aber vor allem geht es ums
       Geld.
       
 (DIR) Punk-Geschichtsschreibung in Hamburg: Und noch einmal zurück zum Beton
       
       Die Veranstaltung „Alles bleibt gut“ feiert mit Fotos und Konzerten 45
       Jahre Punk, Avantgarde und NDW in Hamburg – und bleibt ein Versprechen
       schuldig.
       
 (DIR) Vegetarismus im Deathmetal: Schlachtenlärm fürs Tierwohl
       
       Der Künstler Jan Meininghaus versteigert zwei Gemälde, die er für die
       britische Deathmetalband Bolt Thrower angefertigt hat. Die Erlöse kommen
       Peta zugute.
       
 (DIR) Wie New Wave in Sheffield begann: Das Space Age landete in einer britischen Doppelhaushälfte
       
       Bands wie Human League und Clock DVA schufen um 1980 in Sheffield visionäre
       Musik. Das Debütalbum von Clock DVA ist wieder erhältlich.
       
 (DIR) Orgelmusik von Claire M Singer: Dröhnende Schleifen
       
       Die schottische Organistin Claire M Singer entlockt ihrem Instrument neue
       Klänge. Ihr Album „Gleann Ciùin“ kreist zwischen Drones und
       Landschaftsbeschreibungen.
       
 (DIR) Rhein-Main-Rapdämmerung: Krankfurt steht unter Strom
       
       Seit der Netflix-Doku über Haftbefehl besteht eine irrationale Sehnsucht
       nach Gangstarap aus Frankfurt und Offenbach. Geschichte eines
       Missverständnisses.
       
 (DIR) Musik-Symposium zu Vielfalt: Konzertbühne als Spiegel der Gesellschaft
       
       Das Symposium „Afrodiaspora – Composing While Black“ im Berliner
       Musikinstrumenten-Museum unterzog den Kanon der Klassik einer kritischen
       Betrachtung.
       
 (DIR) Lordes neues Album „Virgin“: Röntgenstrahlen der Liebe
       
       „Virgin“ heißt das neue Album von Lorde. In dessen 1.000 Mal hörbaren Songs
       hat sich der neuseeländische Popstar den Frust von der Seele geschrieben.
       
 (DIR) Israel doch beim ESC in Wien: Sängerstreit ohne vier
       
       Die Generalversammlung der Sender lehnt einen Ausschluss Israels ab.
       Niederlande, Irland, Spanien und Slowenien wollen daher 2026 nicht
       mitsingen.
       
 (DIR) Band Laibach im ehemaligen Jugoslawien: Tanzen mit Tito
       
       Im Jajce wird der Geburtstag Jugoslawiens gefeiert. Auch Laibach trat auf.
       Der Band wird vorgeworfen, am Untergang des Staats mitgewirkt zu haben.
       
 (DIR) Huddersfield Contemporary Music Festival: Wenn sich Legenden bei Pizza Hut treffen
       
       Das wichtigste britische Festival für zeitgenössische Musik findet in
       Huddersfield statt. Allem Sparzwang zum Trotz ist es beim Publikum
       etabliert.
       
 (DIR) Türkische Polit-Girl-Band „Manifest“: Bewegung als politischer Akt
       
       Früher war die Türkei ein lebendiger Popraum. Heute soll Kunst unpolitisch
       und anständig sein. Die K-Pop–inspirierte Band Manifest macht da nicht mit.
       
 (DIR) Neues Album von Kraftklub: Musik für eine morbide Playlist
       
       Die sächsische Band Kraftklub feiert auf ihrem neuen Album „Sterben in
       Karl-Marx-Stadt“ das Leben, den Tod – und ihre Heimatstadt.
       
 (DIR) Rave-Album des Briten Daniel Avery: Im Zweifel für den Spaß
       
       Der Londoner Elektronikproduzent Daniel Avery dockt an die Wurzeln seiner
       Jugend an. Sein Dancefloor-Album „Tremor“ ist mit Indiegitarren grundiert.
       
 (DIR) Neues Album von Say She She: Herzschmerz in der Disco
       
       Die New Yorker Band Say She She kommt mit ihrem fabulösen Album „Cut &
       Rewind“ für zwei Konzerte nach Deutschland. Was macht ihre Musik so
       besonders?
       
 (DIR) Debütalbum von Peki Momés: Sorglose Katze
       
       Die Leipzigerin Peki Momés überzeugt mit einem hoffnungsfrohen Debütalbum.
       Ihre türkischen Wurzeln mischen sich mit dem Charme der lokalen Indieszene.
       
 (DIR) Kinder von Popstars: Die Nachkommen
       
       Kinder von Popstars tun sich schwer, wenn sie in die Fußstapfen ihrer
       Eltern treten wollen. Ein Leitfaden am Beispiel des britischen Künstlers
       Baxter Dury.
       
 (DIR) Queeres Metalfestival in Wien: Bangen, bis der Arzt kommt
       
       Für Elfen gibt es Spieltische. Am Wochenende fand das queere Metalfestival
       „Loud and Proud“ erstmals im Wiener Club Flucc statt. Mit vollem Erfolg.
       
 (DIR) Konzertreihe ehrt Komponist Palestrina: Im Rausch der absoluten Renaissance-Musik
       
       Zum 500. Geburtstag Palestrinas gaben die Tallis Scholars und Peter
       Phillips eine Konzertreihe im Berliner Boulezsaal.
       
 (DIR) Skandal um Sänger Konstantin Wecker: Nicht zu bremsender libertärer Geist
       
       Was die Beziehung Konstantin Weckers zu einem 16-jährigen Mädchen mit der
       Backstage-Kultur von Rammstein und ihrem Sänger Till Lindemann zu tun hat.
       
 (DIR) Komponist Helmut Lachenmann wird 90: Die Tasten geschrappt
       
       Helmut Lachenmann interessierte sich als Komponist früh für unorthodoxen
       Gebrauch von Instrumenten. Nun gibt es eine Aufnahme seiner Klavierwerke.
       
 (DIR) Hamburger Kühne-Oper: Ein Neubau als Doppelgänger
       
       Der Entwurf für eine neue Staatsoper in der Hamburger Hafencity ähnelt dem
       Entwurf desselben Architekturbüros für ein Konzerthaus in Prag. Zufall?
       
 (DIR) Buchessay über Krautrockband Can: Im Mosaik der Echokammern
       
       Hendrik Otremba hat ein kluges Buchessay über die Kölner Krautrockband Can
       geschrieben. Er macht ihr komplexes Werk für jüngere Menschen verständlich.
       
 (DIR) Russischer Popstar Monetochka: Sie vergießt keine Tränen für die alte Heimat
       
       Der russische Popstar Monetochka lebt im Exil und engagiert sich gegen den
       Krieg. In Russland entfalten ihre Songs enorme Wirkung. Nun geht sie auf
       Tour.
       
 (DIR) Bassist über Orchestra Baobab: „Es ist eine Band, die Generationen verbindet“
       
       Das Orchestra Baobab aus dem Senegal gibt es seit mehr als fünfzig Jahren.
       Dabei zu sein, ist ein Privileg, sagt der neue Bassist Malick Sy.