# taz.de -- Musik
       
 (DIR) Deutschrapper Grim104: Lieber zu viel Culture als zu wenig Eier
       
       Mit „No Country for Old Grim“ veröffentlicht der Berliner Rapper Grim104
       ein vibrierendes und detailgesättigtes HipHop-Album.
       
 (DIR) Tallinn Music Week: Anbrummen gegen die Weltlage
       
       Experimentelle Klangkunst, Chorgesang, produktive Reibung: In Tallinn laden
       zwei Festivals zum Speed-Dating mit der vielfältigen Musikszene des Landes.
       
 (DIR) Der Hausbesuch: Fortissimo in Maßen
       
       Mit Hochkultur hatte sie lange „null Komma null“ Berührung. Heute ist
       Josefin Feiler Sängerin an der Oper in Stuttgart – und Frontfrau einer
       Punkband.
       
 (DIR) Komponist gastiert in Berlin: Sich an das Gute erinnern
       
       Beverly Glenn-Copeland schrieb Musik für die Sesamstraße und
       veröffentlichte New Age. Im Zuge seiner Wiederentdeckung spielte er in der
       Berliner Volksbühne.
       
 (DIR) Nachruf auf Rap-Pionier Afrika Bambaataa: Der perfekte Beat und der defekte Mensch
       
       US-HipHop-Pionier Afrika Bambaataa ist tot. Mit der Zulu Nation konnte er
       Ganggewalt beenden. Später wurde er des sexuellen Missbrauchs überführt.
       
 (DIR) Kulturmanager über Kreative im Alter: „Wir schnappen uns eine Villa und fangen an“
       
       Der Hamburger Mathias Lintl macht Kulturprojekte jenseits des herkömmlichen
       Kulturbetriebs. Nun plant er eine Residenz für alternde Rock-’n’-Roller.
       
 (DIR) Psychobilly-Festival in Stadtlohn: Die Tolle ist sehr weit hochgeföhnt
       
       Das aus England herübergewehte Psychobilly hat in Westdeutschland
       erstaunlich treue Fans. Ein Ortstermin. Mit einem Seitenblick auf Klaus
       Theweleit.
       
 (DIR) Album von Melvins und Napalm Death: Quieken klingt im Kollektiv noch teuflischer
       
       Napalm Death und die Melvins sind für „Savage Imperial Death March“ zur
       Supergroup der Hölle fusioniert. Die Mesalliance von Grindcore mit
       Doom-Sludge klingt griffig bis in die letzte Faser.
       
 (DIR) Die Pet Shop Boys im Konzert in London: Warum leben wir nicht zusammen?
       
       Seit über 40 Jahren gibt es die Pet Shop Boys jetzt schon. Jetzt gaben sie
       erstmals Clubkonzerte. Funktioniert das? Ein Besuch in London.
       
 (DIR) Umweltschäden durch Festivals: Klimakiller Coachella
       
       Ab Freitag werden wieder Fotos von grünen Wiesen die Feeds fluten. Dabei
       findet das Promifestival in der Wüste statt. Doch das ist nicht das einzige
       Problem.
       
 (DIR) Die Musik von Deniz Mahir Kartal: Folklore ist Wissenschaft
       
       Für Deniz Mahir Kartal ist Musik kein ästhetisches Projekt. Sondern ein
       Raum, in dem Freiheit, Widerstand und Verantwortung zusammen klingen
       können.
       
 (DIR) Japanischer Jung-Komponist in Berlin: Balancierend oszillieren
       
       Zwischen synthetisch-Artifiziellem und beiläufigem Naturalismus klingen die
       Töne von Yuri Umemoto. Am Samstag lud das CCA ihn in die Gedächtniskirche.
       
 (DIR) Mit Country sich der Welt stellen: Verlassen werden, saufen, schlecht drauf sein
       
       Das Oklahoma Lone Star Heartbreak Institute feiert Jubiläum. Beim Konzert
       im Berliner Monarch zeigt die Band, dass man Country-Musik gern haben muss.
       
 (DIR) Kenianischer Hyperpop: Der Omnivore ist ästhetisch auf der Höhe
       
       Warum knallen Pop-Künstler Kabeaushé auf „Kabeaushé presents: Iggy
       Swaggering Ungrateful Incessant Little Peeeaaaaaaaa“ alle Sicherungen
       durch? Ein Erklärungsversuch.
       
 (DIR) Ostermusik von Joseph Haydn: Worte zu den Worten
       
       Für Ostern schrieb Joseph Haydn ein Oratorium. Eine neue Einspielung des
       RIAS Kammerchors und des Konzerthausorchesters Berlin zeigt dessen elegante
       Qualitäten.
       
 (DIR) Iranischer Rapper Konari im Exil: „Die Stimmung könnte kippen, wenn es mehr zivile Opfer gibt“
       
       Der Rapper Behrad Ali Konari konnte Iran 2026 verlassen. Er war dort
       mehrfach im Gefängnis – auch, weil Rap oft Slogans für die Protestbewegung
       liefert.
       
 (DIR) Deutschrapper Grim104: Lieber zu viel Culture als zu wenig Eier
       
       Mit „No Country for Old Grim“ veröffentlicht der Berliner Rapper Grim104
       ein vibrierendes und detailgesättigtes HipHop-Album.
       
 (DIR) Album von Melvins und Napalm Death: Quieken klingt im Kollektiv noch teuflischer
       
       Napalm Death und die Melvins sind für „Savage Imperial Death March“ zur
       Supergroup der Hölle fusioniert. Die Mesalliance von Grindcore mit
       Doom-Sludge klingt griffig bis in die letzte Faser.
       
 (DIR) Neues Album von Joshua Idehen: Erlösung auf dem Dancefloor
       
       Mit seinem Album nimmt der britische Jazzpoet Joshua Idehen die HörerInnen
       an die Hand. Er versteht den gemeinsamen Schmerz der Zeit.
       
 (DIR) Boxset der Beach Boys: Als Brian für kurze Zeit zurück war
       
       Mit „We Gotta Groove – The Brother Studio Years“ erscheint eine Box
       unveröffentlichter Sessions der Band aus den 70ern. Sie zeigt das
       Kompositionsgenie von Brian Wilson.
       
 (DIR) Polnische Diaspora in Berlin: Hip, Hip-Hop und Indiepop
       
       Die polnische Diaspora hält sich bei einer Magazinparty am Matcha fest,
       sonst aber zurück. Politischer wird es beim Konzert von Betterov in
       Neukölln.
       
 (DIR) Robyn über ihr Album „Sexistential“: „Mit Musik schaffe ich Raum für Utopien und Gefühle“
       
       Nach sieben Jahren Pause kehrt Robyn auf die Dancefloors zurück. Ein
       Gespräch über ihr neues Album „Sexistential“, die Freiheit der Liebe und
       den Groove.
       
 (DIR) Musikfestival Babel in Marseille: Die bessere Vernetzung der 95 Prozent
       
       In Marseille sucht das Babel-Festival zu Global-Pop-Beats nach neuen Wegen.
       Dort wandern Stile umher, ohne Anspruch auf Deutungshoheit zu stellen.
       
 (DIR) Cantautore Gino Paoli gestorben: Der Geschmack von Salz und Meer
       
       „Sapore di sale“ war der große Erfolg des italienischen Liedermachers Gino
       Paoli. Er schrieb auch für Franco Battiato. Jetzt ist er mit 91 Jahren
       gestorben.
       
 (DIR) Neues Album von Raye: Bitte jetzt die Luft anhalten
       
       Die britische Popsängerin Raye schärft auf ihrem neuen Album „This Music
       May Contain Hope“ ihren Stil und verbreitet gute Laune mit Tiefgang.
       
 (DIR) Zimmerpflanzen und neue Musik: Schön panaschierte Hörsynapsen
       
       Eine Berliner Frühjahrsrunde führt durch fremde Wohnungen,
       Kellerpflanzenreiche und eine Industriehalle voller Klaviere. Unterwegs
       mischen sich Kaufreue, Sammellust und Staunen.
       
 (DIR) Album von das bisschen Totschlag: Lo-Fi kaputter Frühling
       
       Shoegaze, Erschöpfung, Großstadt – das bisschen Totschlag haben mit „0dB
       Headroom“ ihr bisher bestes Album herausgebracht.
       
 (DIR) K-Pop-Band BTS: Zehntausende bei Comeback-Show in Seoul
       
       Millionen Fans in aller Welt haben das Comeback-Konzert der K-Pop-Band BTS
       aus Südkorea verfolgt. Der Start ihrer Tournee wurde live in 190 Länder
       übertragen.
       
 (DIR) Nina Hagen über Gott und Punk: „Ich bin Gottes Lautsprecher“
       
       Nina Hagen hat ein Gospel-Album aufgenommen: „Highway to Heaven“. Im
       Gespräch erzählt sie, wie sie Gott gefunden hat und warum Punk so wichtig
       war.
       
 (DIR) Meredith Monk und MaerzMusik: Der Tod bekommt nur ein Gackern zurück
       
       Beim Festival Maerz Musik spielt Meredith Monk mit elementaren Stimmgesten.
       Den Großen Berliner Kunstpreis, den sie erhält, hat der Senat zuvor
       halbiert.
       
 (DIR) US-Punkgitarrist Kid Congo Powers: „Schlechte Zeiten sind gut für Punk“
       
       Der queere US-Gitarrist Kid Congo Powers über Außenseiter im Barrio,
       Protestsongs und die Abgründe von Donald Trumps MAGA-Welt.
       
 (DIR) Neues Album von Mitski: Ihr wird schon nichts passieren
       
       US-Indieheldin Mitski veröffentlicht ihr neues Album „Nothing’s About to
       Happen to Me“. Die Songs berichten aus dem Inneren einer Menschenseele.
       
 (DIR) Nachruf auf Musikerin Bettina Köster: Klare und kalte Königin des Noise
       
       Mit Mania D und Malaria! schrieb sie Postpunk- und NdW-Geschichte. Nachruf
       auf Bettina Köster, deren sonore Stimme die unterkühlte Ästhetik der 1980er
       symbolisierte.
       
 (DIR) Live-Album von US-Jazzer Thelonious Monk: Die Reinkarnation des Klaviers als afrikanische Trommel
       
       Ein Live-Album aus dem Nachlass zeigt den US-Jazzpianisten Thelonious Monk
       bei einem Konzert in Bremen 1965 auf der Höhe seines Schaffens.
       
 (DIR) Werkschau der Synth-Pioniere Popol Vuh: Tiefseehöhlen und Klangdome zwischen Hosianna und Mantra
       
       Die Münchner Band Popol Vuh gehört zur kosmischen Krautrock-Fraktion. Als
       Pioniere des Moog-Synthesizers erkundeten sie analoge Elektronik in
       epischer Breite. Das Label Cherry Red veröffentlicht nun die Werkschau.
       
 (DIR) Soloalbum-Debüt von Chili Pepper Flea: Er möchte frei sein
       
       Flea, Bassist der US-Punkfunker Red Hot Chili Peppers, veröffentlicht mit
       „Honora“ sein Solodebüt. Damit verneigt er sich arg ehrfürchtig vor dem
       Jazz.
       
 (DIR) Rapper Fakemink und Xaviersobased: Sie suchen und finden Entfremdung
       
       Der Rap von Xaviersobased (New York) und Fakemink (London) offenbart einen
       Vibeshift weg von der Party hin zur Politik. Wie fett ist dieser Sound?
       
 (DIR) Fake-Streamingkonto von Jason Moran: Gar nicht so for you
       
       Der renommierte US-Jazzpianist Jason Moran wurde Opfer eines Fake-Accounts
       bei Spotify. Wie ernst nimmt der schwedische Konzern das Problem Piraterie?
       
 (DIR) Neues Album von Mary Ocher: Ein Kessel Buntes mit dreiteiligem Kopfschmuck
       
       Die israelische, in Berlin lebende Künstlerin Mary Ocher führt ihr neues
       Album „Weimar“ beim Konzert in der Berliner Galiläa-Kirche mit
       Podiumsdebatte ein.
       
 (DIR) The Notwist über ihr neues Album: „Es geht uns um Hoffnung“
       
       „News from Planet Zombie“, lehnt sich an die angetörnten Sounds der 1960er
       an. Ein Gespräch über Spontaneität, Geschichte und abgelehnte Werbespots.
       
 (DIR) Neues Album von Crooked Man: Nachts auf der orange beleuchteten Stadtautobahn
       
       „Crooked Stile“ ist das neue Album des britischen Produzenten Crooked Man.
       Es vermischt House mit Northern-Soul und schmuckloser nordenglischer
       Lebensart.
       
 (DIR) Münchner Musiker Salewski: Neues vom ewigen Strizzi
       
       Er bleibt der King of Salopp-Pop: Der Münchner Künstler Salewski hat mit
       einer Handvoll geistesverwandter Freaks ein neues Album veröffentlicht.
       
 (DIR) Zustand der Pop-Kritik: Musik schreibt keine Zahlen
       
       Musikkritik ist nicht tot, selbst wenn sie nach einem Shitstorm komisch
       riecht. Warum der Diskurs über Pop wichtig ist, wo er lebt und wo nicht.
       
 (DIR) Florence + the Machine-Konzert in Berlin: Von schrillen Schreien und tanzenden Hexen
       
       Die Indie-Popband Florence + the Machine spielt in Berlin so gekonnt mit
       Stimmlagen und Körpern, dass ganz sicher alle bösen Geister vergehen.
       
 (DIR) Album von Jazzsolist Shabaka Hutchings: Das Pendel schwingt zurück, ein bisschen
       
       Der Brite Shabaka Hutchings geht mit dem neuen Album „Of the Earth“ weiter
       seinen Weg. Als Jazzsolist glänzt er mit untypischen Ausflügen zwischen
       Ambient und Rap.
       
 (DIR) Rockband Geese: Großes Bedürfnis nach Gemeinsamkeit
       
       Vier Freunde gründen eine Band: Die US-Combo Geese begeistert mit
       kurvenreichen Songs und Haltung gegen das Establishment. Ist der Hype
       begründet?
       
 (DIR) Komponistin und Suffragette Ethel Smyth: Kampf um Freiheit
       
       Von männlichen Komponisten ihrer Zeit an den Rand gedrängt, wird die Musik
       der Suffragette Ethel Smyth aktuell neu entdeckt. Sie zu hören, lohnt sich.
       
 (DIR) Griechischer Blues zum Frauentag: Die freieste Frau des modernen Griechenlands
       
       Seit 2024 experimentiert das Rebetiko Orchestra Berlin mit dem renitenten
       Musikstil. Zum Frauentag ehrt es die Rembetissa mit einem Konzert.
       
 (DIR) Rap, Reggaeton, Kehlkopfgesang: „Mehr Matriarchate wären gut“
       
       Drei Künstler*innen, drei Regionen Amerikas. Während in vielen Teilen des
       Kontinents rechte Kräfte erstarken, wird ihre Musik zum Gegenentwurf.