# taz.de -- Kolumne Krieg und Frieden
(DIR) Tagebuch aus Armenien: Die fehlende Trauer um Aishat Baimuradova
In einer Totenhalle in Jerewan liegt die Leiche einer 23-jährigen Frau aus
Tschetschenien. Sie war geflohen und wurde ermordet. Nun wird sie beerdigt.
(DIR) Tagebuch aus Kasachstan: Dienen für die Ukraine, woher auch immer man kommt
Auch ausländische Soldaten verteidigen die Ukraine. Sie tun dies, obwohl in
ihrer Heimat harte Strafen drohen. Einige aus voller Überzeugung.
(DIR) Tagebuch aus Lettland: Unsere Feste feiern wir mit Tränen in den Augen
Für Menschen, die aus der Haft in Belarus freikommen, gibt es ein breites
Netz der Solidarität. Doch selbst die größte Hilfe ist nicht groß genug.
(DIR) Tagebuch aus Kasachstan: Ihnen ist egal, was Putin sagt
Unser Autor lebt in Almaty im Südosten Kasachstans. Während der russische
Einfluss lange Zeit groß war, distanzieren sich die Menschen seit dem
russischen Angriffskrieg.
(DIR) Tagebuch aus der Ukraine: Wie du Silvester feierst, so gehst du ins neue Jahr
Unsere Autorin wollte 2026 zusammen mit ihren Kindern in Odessa begrüßen.
Doch die blieben in Wien bei der Oma. Und sie selbst musste im Bunker
feiern.
(DIR) Tagebuch aus Litauen: Mein Neid auf Familien
Fünf Jahre ist es her, dass unsere Autorin Weihnachten mit ihrem Vater
feiern konnte. Alle Jahre wieder ist sie traurig, wenn sie Familien
beobachtet.
(DIR) Tagebuch aus Armenien: Der Traum vom besseren Leben und der Drohnenangriff
Der Ukraine-Krieg der russischen Armee erreicht auch die Universität von
Jerewan. Unsere Autorin hat es bemerkt, als sie einfach ein Gespräch
begann.
(DIR) Tagebuch aus Estland: Wenn nur der Mensch ins Exil geht, nicht aber sein Konto
Sanktionen der EU treffen nicht nur das Regime des Wladimir Putin. Auch
Russen, die geflohen sind, können betroffen sein. Unser Autor hat Angst.
(DIR) Tagebuch aus Lettland: Wer will eigentlich, dass meine Mutter nicht zu mir darf?
Täglich kommen Menschen von Belarus aus nach Lettland oder Polen. Doch die
Einreise in die EU wird immer schwieriger – ein Fehler.
(DIR) Tagebuch aus Kirgistan: Wie schnell ein Land absteigen kann
Kirgistan galt lange Zeit als einer der freiesten Staaten Zentralasiens.
Doch nun werden Journalisten verfolgt. Meist hängt es mit Russland
zusammen.
(DIR) Tagebuch aus der Ukraine: Ukrainer, die nach Westen gehen
Gerade junge Menschen haben Angst vor ihrer Einberufung. Schon Schüler
suchen ihr Glück, indem sie ihr Land verlassen und in die EU einreisen.
(DIR) Tagebuch aus Estland: Wie sich die Gefahren zeigen, die im Exil drohen
Unsere Autorin lebt in Tallinn. Dass sich in ihrer russischen Heimat die
extreme Rechte formiert, kann sie nicht verdrängen. Die Drohung ist
präsent.
(DIR) Tagebuch aus Berlin: Vom Dating in Zeiten, in denen so vieles nicht mehr egal ist
Unsere Autorin stammt aus Minsk, lebt in Berlin und zieht nach Vilnius.
Über Dating-Apps sucht sie Freunde. Doch leicht ist das nicht.
(DIR) Tagebuch aus Georgien: Einmal Tiflis, nicht zurück, auch nicht woanders hin
Unsere Autorin lebt im georgischen Batumi. Zurück nach Belarus kann sie
nicht. Und aus ihrem Exilland mag sie nicht wegfahren. Denn sie lebt
illegal.
(DIR) Tagebuch aus Kasachstan: Etwas besseres als Almaty finden sie fast überall
Unser Autor fragt sich, warum junge Kasachen gegen die Ukraine kämpfen,
obwohl Strafen drohen. Es zeigt sich: Sogar die Aussicht auf Haft
motiviert.
(DIR) Tagebuch aus Moldau: Schwul in Chișinău
Homophobie gehört sowohl zum sowjetischen Erbe in der Republik Moldau als
auch zur religiösen Gegenwart. Und sie ist ein Teil von Moskaus
Kulturkampf.
(DIR) Tagebuch aus der Ukraine: Bauen für eine bessere Zeit in besseren Häusern
In Odessa entstehen viele Häuser. Teils, weil der Krieg viel Wohnraum
zerstört hat. Teils aber auch, weil Bauen die Menschen wieder
zusammenbringt.
(DIR) Tagebuch aus Georgien: Liebe in Zeiten der Revolution
Wie kann eine Beziehung halten, wenn es gerade um die Zukunft geht? In
Tbilisi formiert sich die Opposition – und hofft auf gute Zeiten für alle.
(DIR) Tagebuch aus Berlin: Studieren für Lukaschenko
Wie sich seit fünf Jahren die Journalismus-Ausbildung in Belarus verändert
hat. Und warum viele Autor:innen das Land verlassen müssen.
(DIR) Tagebuch aus Moldau: Kekse, Cola, Strafandrohung
Die Großmutter unserer Autorin kann erzählen, wie in der Republik Moldau
moskautreue Kräfte auf Stimmenkauf gehen. Die Justiz kommt kaum dagegen an.
(DIR) Tagebuch aus der Ukraine: Die flüssige Schönheit Odessas
Unsere Autorin liebt das Schwarze Meer und seine Strände. Nun kämpft sie
dafür, dass es dort sauber wird. Und dass es endlich Toiletten gibt.
(DIR) Tagebuch aus Kasachstan: Wie sollte man dem Staat vertrauen?
Als Kasachstan beschloss, häusliche Gewalt sei keine Straftat mehr, ging
die Zahl der Delikte nach oben. Menschenrechtsinitiativen müssen weichen.
(DIR) Tagebuch aus Sachsen: Mit vier Katzen von Dschinghis Khan geweckt
Unser Autor ist von Russland nach Deutschland gekommen. Gut ist, dass er
eine Wohnung bekam. Schlecht sind Musik und Fahnen.
(DIR) Tagebuch aus Estland: Wann kann es wieder Kaviar sein?
In Estland steigen Lebensmittelpreise und auch die Mehrwertsteuer. Die
Regierung sagt, dass die Militärausgaben Vorrang haben.
(DIR) Tagebuch aus Armenien: Die schwierige Liebe der Brüder
Hayk hat eine Russin geheiratet und Mikael eine Ukrainerin. Also brechen
die Brüder mit der Tradition des Lebens in einer Großfamilie. Zunächst.
(DIR) Tagebuch aus Lettland: Zum Shoppen ausgerechnet nach Belarus
In vielen lettischen Städten liegen belarussische Waren ganz normal in den
Auslagen – trotz Sanktionen. Der Handel mit dem Minsker Regime läuft gut.
(DIR) Tagebuch aus der Ukraine: Heute Nacht schlafe ich
Warum die Menschen in Kyjiw mehr den Sommer spüren als den Krieg. Eine
Stadt erkämpft sich das Recht auf ein normales Leben.
(DIR) Tagebuch aus Russland: Mit Überweisungen gegen Spione?
Die ukrainische Stadt Dnipro ist eine Hochburg der Telefonbetrüger. Sie
nutzen den Krieg für ihre Maschen.
(DIR) Tagebuch aus Russland: Lernen darf nur, wer schon genug weiß
Russisch-Kenntnisse und legaler Status erforderlich: Wie die Regierung in
Moskau Kinder aus migrantischen Familien ausgrenzt.
(DIR) Tagebuch aus der Ukraine: Vorurteile, die auch der Krieg bestehen lässt
Kateryna Mykhalko ist Managerin in der Rüstungsindustrie. An ihrer Arbeit
gibt es keine Kritik. Aber sie ist 24 Jahre alt, und sie ist eine Frau.
(DIR) Tagebuch aus Aserbaidschan: Frei schreiben, um nicht mehr unfrei zu leben
Schon seit Jahren unterdrückt das Regime in Baku Presse- und
Meinungsfreiheit. Jüngstes Opfer: der unabhängige Onlinedienst Abzas Media.
(DIR) Tagebuch aus Georgien: Die zu vielen Augen von Tblisi
In der georgischen Hauptstadt kommt eine beängstigende Überwachungstechnik
zum Einsatz. Sie dokumentiert nicht nur, wer auf eine Demonstration geht.
(DIR) Tagebuch aus Kasachstan: Das Urteil lautet: Schweigen, und zwar überall
In Almaty musste der Journalist Temirlan Yensebek vor Gericht. Sein Delikt:
eine Satire. Seine Strafe: er darf sich nirgends öffentlich äußern.
(DIR) Tagebuch aus der Ukraine: Wenn Oma nicht mit Opa beigesetzt werden kann
Viele Menschen haben Angst, in der Ferne begraben zu werden. Die Großmutter
unseres Autors wurde auf einem anderen Friedhof als ihr Mann beerdigt.
(DIR) Tagebuch aus Russland: Der Krieg und das Insulin
Im Leningradskaja Oblast ist es wie in ganz Russland: Wer auf Medikamente
angewiesen ist, muss lange warten und sehr viel Rubel bezahlen.
(DIR) Belarussische Geflüchtete in Lettland: Was will der fremde Arzt von mir?
Unsere Autorin stammt aus Belarus und lebt in Lettland. Angst hat sie, wenn
sie sich in medizinische Behandlung begibt. Denn Verständnis ist selten.
(DIR) Tagebuch aus der Ukraine: Es ist Krieg, machen wir was draus
Unter den russischen Bombardements leidet die Stadt Charkiw besonders. Doch
gerade hier tobt wieder das pralle Leben. Aus Trotz und für die Freiheit.
(DIR) Tagebuch aus Aserbaidschan: Warum sie ihn zum Schweigen bringen
Im Exil in Georgien hat unsere Autorin große Angst. Sie bangt um Tofig
Yagublu, einen besonders mutigen Gegner des Regimes in Baku.
(DIR) Tagebuch aus der Ukraine: Kurze Geschichte über eine Traktoristin zu Kriegszeiten
Warum unsere Autorin in Odesa nicht mehr von Akkordeonklängen geweckt
wird. Und weshalb ihre Nachbarin nun für die Landwirtschaft ausgebildet
wird.
(DIR) Tagebuch aus Estland: Bedrohliche Töne wehen über den Fluss
Die Narva trennt die gleichnamige estnische Stadt vom russischen Iwangorod.
Das Gefühl der Angst ist dort gewachsen, auch unter Russ:innen.
(DIR) Tagebuch aus Kirgistan: Ausgeliefert sogar in der Sauna
Im April wurden 59 kirgisische Migranten aus einem Badehaus gezerrt. „Nicht
ungesetzlich“, sagen die Behörden. Alltag für Kirgis:innen in Russland.
(DIR) Tagebuch aus Armenien: Wir wollen Arzach nicht vergessen
Über 100 Jahre nach dem Genozid an den Armeniern geht die Unterdrückung
weiter. Ein Festival im Berliner Gorki-Theater will die Kultur am Leben
erhalten.
(DIR) Tagebuch aus Nowyi Rosdil: Endlich wieder Ukrainerin
Unsere Autorin ist 33 Jahre alt, doch 27 Jahre lebte sie in Russland und in
Georgien, mit russischem Pass. Sie kämpfte sich zurück in ihre Heimat.
(DIR) Tagebuch aus Lettland: Kein Heim in der neuen Heimat
Unser Autor musste von Belarus nach Lettland fliehen. Ein neues Gesetz
seines Gastgeberlandes erinnert ihn an seine alte Wohnung in Minsk.
(DIR) Tagebuch aus Armenien: Wie der High-Heel-Dance nach Jerewan kam
Armenien ändert sich. Nicht zuletzt durch Russ:innen, die einwandern.
Plötzlich gibt es Hundesalons, Skilifts und einen sehr merkwürdigen Tanz.
(DIR) Tagebuch aus Georgien: Wenn der Staat zuschlagen lässt
Unser Autor lebt in Tblissi, sein Cousin auch. Der stellt sich vor
Wahllokale, um die Opposition einzuschüchtern. Georgiens Regierung findet
das gut.
(DIR) Tagebuch aus Kasachstan: Lachen hilft. Immer
In Kasachstan steht ein Satiriker vor Gericht. Unser Autor fragt sich, wann
auch das Lachen verboten wird, dieses befreiende Lachen über gute Witze.
(DIR) Tagebuch aus der Ukraine: Die Gegend der Affen
Unsere Autorin besucht gerne einen Hof mit exotischen Tieren. Ein Ehepaar
kümmert sich hier um Vier- und Zweibeiner, die zurückgelassen wurden.
(DIR) Tagebuch aus der Ukraine: Schlimmer, als würde die Welt uns nur alleine lassen
Viele Verwandte und Freunde unseres Autors verstehen nicht mehr, was
geschieht. Ihr Land soll plötzlich der Aggressor sein? Wie verrückt ist die
Welt?
(DIR) Tagebuch „Krieg und Frieden“ beendet: Lieber Leid teilen als gar nichts
Das Schreiben über den Krieg hat unserer russischen Autorin geholfen, etwas
gegen ihre Angst und Wut zu tun. Jetzt zieht sie ein trauriges Fazit.