# taz.de -- Kultur in Berlin
(DIR) DDR-Fotografie von Thomas Hoepker: Aufbruch und Verdämmern
Der westdeutsche Fotograf Thomas Hoepker dokumentierte Leben in der DDR in
Farbe. Eine Ausstellung in Berlin zeigt Fotografien von 1972 bis 1990.
(DIR) Diskurstheater am TD Berlin: Bloß keinen Speck ansetzen
Malte Schlösser ist Traumatherapeut und Theatermacher. Sein Stück „Wer
nicht gegen sich selbst denkt, denkt überhaupt nicht“ läuft im TD Berlin.
(DIR) Neueröffnung Deutsche Kinemathek: Mehr Leinwandzeit wagen
Die Deutsche Kinemathek eröffnet ihren neuen Standort im ehemaligen E-Werk.
Mit der Installation „Screentime“ geht sie neue Wege der Präsentation.
(DIR) Museen und Events in Berlin: Der Museumssonntag wird schmerzlich vermisst
Die landeseigene Kulturprojekte Berlin GmbH hat der Stadt in 20 Jahren
tolle Events geschenkt – und immer noch viel vor. Aber die Zeiten sind
mager.
(DIR) Beruf und schöne Dinge des Lebens: Was statt Schnotten aus der Nase kommt
Sportgucken ist bekanntlich genauso gesund wie Sportmachen. Oder sollte man
vielleicht doch lieber sportlich Deleuze lesen?
(DIR) Comic „Gamma … visions“: Die KI-Apokalypse
Mit „Gamma … visions“ schließt Jens Harder sein vierbändiges Epos über
Mensch und Evolution ab. Er zeichnet düstere Zukunftsvisionen in
Türkisblau.
(DIR) Hommage an Westberliner Kneipen: Untermalt von geisterhaftem Gelächter
Nach umfangreichen Recherchen am Tresen hat Marcel Nobis ein Buch über die
Westberliner Kneipenkultur zwischen APO und Mauerfall verfasst.
(DIR) „The Clock“ von Christian Marclay: Aus der Zeit gefallen
„The Clock“ zieht viele in die Neue Nationalgalerie Berlin. Unserem Autor
erscheint die 24-stündige Videoarbeit Christian Marclays schlecht gealtert.
(DIR) 30 Jahre Tanztage Berlin: Alles aus Liebe
Seit 30 Jahren präsentiert sich bei den Tanztagen Berlin der
choreografische Nachwuchs. Viele der Produktionen thematisieren den Alltag
auf der Bühne.
(DIR) Geteilte Musik und geteilte Getränke: Antidote für den Winter
In der neuen Nationalgalerie kann man mit Moor Mother mitimprovisieren und
im Neuköllner Bajszel vorzüglich trinken – sogar mit Polizeischutz.
(DIR) Die Künstlerzeitschrift „Entwerter/Oder“: Jung und auf Ärger vorbereitet
Eine Ausstellung im Berliner Willy-Brandt-Haus stellt die 1982 in Ostberlin
gegründete originalgrafische Zeitschrift „Entwerter/Oder“ vor.
(DIR) Türkische Künstlerin Neriman Polat: Fortschreitende Verluste
Die türkische Feministin Neriman Polat zeigt in der Berliner Dependance der
Istanbuler Galerie Zilberman ihre politische Kunst. Hoffnungsvoll ist die
eher nicht.
(DIR) Feministischer Berlin-Guide: Girls Club statt Boys Club
Von Ballroom bis Nagelkunst: In „The Feeling of Berlin“ zeigen 33 Frauen,
wie sie die Stadt prägen und cis-männliche Netzwerke herausfordern.
(DIR) Kunst gegen zu viel Bildschirmzeit: Der Blues auf alten Tonaufnahmen
Angesichts der Nachrichtenlage tut ein wenig Ablenkung gut. Die findet sich
in der Akademie der Künste bei einer Ausstellung zu Eslanda und Paul
Robeson.
(DIR) Galerieausstellung über Punk-Kunst: Antipampe im White Cube
Im Berliner Kunstraum Nizza zeigt eine Gruppenausstellung zeitgenössische
Positionen des Punks in der bildenden Kunst.
(DIR) Galerie Nord in Berlin-Mitte: Vor dem Nichts
Nach 21 Jahren verliert der Kunstverein Tiergarten seine Räume. Statt auf
langfristige Arbeit wird in den kommunalen Galerien auf kurzfristige
Projekte gesetzt.
(DIR) Kulturzug zwischen Berlin-Wrocław: Letzte Fahrt der Versöhnung
In einem besonderen Waggon finden Lesungen, Konzerte und Ausstellungen
statt, die dem deutsch-polnischen Austausch dienen. Jetzt droht dem Projekt
das Aus.
(DIR) Sozialleben im Dezember: Unsichtbarer Geisterhund
Glimmer im Kopf beim Abendessen, Galeriespinnweben und Nina Hagens Gesicht
auf einem Ei: Am Jahresende wiegt das Soziale so schwer wie die Dunkelheit.
(DIR) Filme über Berlin in der Wendezeit: Krepieren, wie ich will
Sie machen die Verwerfungen der Wendezeit sichtbar. „Heute noch, morgen
schon“ im Museum Nikolaikirche in Berlin ist eine Ausstellung zum
Binge-Watchen.
(DIR) Theaterstück über Immobilienspekulation: Die Ballade vom schleimigen Makler
Eine inszenierte Immobilienbesichtigung ist das Stück „Ignorance Is Bliss“
in den Sophiensälen in Berlin. Es greift die Spekulations- und Sparwut der
Stadt auf.
(DIR) Dramatische Kulturkürzungen in Berlin: Das Ausbluten der kreativen Szene
In Berlin wurde der Kulturhaushalt der nächsten beiden Jahre verabschiedet.
Drastische Kürzungen bedrohen die freie Szene in ihrer Existenz.
(DIR) Feministisches Ausstellungsprojekt: Die Hydra unserer Zeit
Im kollaborativen Projekt „The desire for being many“ erkunden Berliner
Künstler*innen Widerstandsstrategien gegen autoritäre Backlashes.
(DIR) Marclays 24-Stunden-Werk „The Clock“: Sie dreht sich schon seit Stunden
In der Neuen Nationalgalerie kann man mit Christian Marclay den ganzen Tag
lang Uhren beim Ticken zuschauen. Das klingt banal, ist aber große Kunst.
(DIR) Nach der Oper direkt zur Beatles-Party: Schluppenblusen-Rubber-Soul
Gastgeber freuen sich über hungrige Gäste und das richtige Outfit. Aber
was, wenn das Neonlicht zu sehr blendet?
(DIR) Klimaschonende Architektur: Zukunft, aufgebockt
Wie Zusammenleben und Raumgestaltung gelingen könnte. Das Deutsche
Architektur Zentrum DAZ in Berlin zeigt zehn Strategien für nachhaltiges
Umbauen auf.
(DIR) Schiller auf dem Klo: Sturm und Drang gegen Dunkelheit und Kälte
Wenn man sich darauf einlässt, ist Berlin noch für eine künstlerische
Überraschung gut. Nach drei Stunden Theater schmerzen die Glieder aber doch
etwas.
(DIR) unterm strich: Weiterhin zittern müssen die in Berlin geförderten Ateliers
(DIR) Czollek und Salzmann im HKW: Das Ende des „postmigrantischen Jahrzehnts“
Bei der letzten Folge der Reihe „Der Anfang ist nah“ im HKW spricht Max
Czollek mit Sasha Salzmann über Verzweiflung – und Handlungsmöglichkeiten.
(DIR) Besetzung des Orchestermanagers: Staatsoper lässt Burschenschafter (doch) nicht rein
Die Berliner Staatsoper wollte ein Mitglied zweier umstrittener
Burschenschaften zum neuen Orchestermanager machen. Nun macht sie einen
Rückzieher.
(DIR) Gefährdete Ateliers in Berlin: Was einmal weg ist, ist weg
Ohne Räume kann keine Kunst entstehen. In Berlin ist fast jedes dritte
geförderte Atelier gefährdet. Fatal ist das nicht nur für die
Künstler:innen.
(DIR) Tanz und Rausch: Was außerhalb des Aquariums geschieht
Drinnen im Aquarium ist Rausch und Tanzextase. Draußen bleiben:
Hummuspfützen, die Bachelorarbeit und ein paar große Fragen.
(DIR) Festival für Objekttheater: Neujustieren in Echtzeit
KI, Roboter und Kleinstelektronik dominieren beim Festival der Dinge. 16
Objekttheater-Produktionen waren rund um die Berliner Schaubude zu sehen.
(DIR) Konzertempfehlungen für Berlin: Es gibt immer guten Grund für Unruhe
Diee Woche bietet die Geschichte des slowenischen Punks, Deutsch-Pop, Indie
und einen guten Packen an Neuer Musik. Da kann man gar nicht ruhig bleiben.
(DIR) Konzertempfehlungen für Berlin: Der Herbst wird schön – zumindest musikalisch
Das Avantgarde-Pop-Label RÖ13 lädt zur großen „Rövolution“-Revue. Dabei
gibt es ebenso dystopischen Rap und sanften Gesang nebst zarter Gitarre.
(DIR) Haus der Poesie im Silent Green: Traurige Gedichte werden zu wütenden Liedern
Im Berliner Silent Green trafen sich bei der Veranstaltungsreihe
„Vocations“ ukrainische und deutsche Poet:innen und Musiker:innen.
(DIR) Gespräch zu Kinos in Berlin: „Wir haben Chancen, wenn wir stärker an einem Strang ziehen“
Als andere Berliner Kinos schließen mussten, wurden drei neue gegründet.
Ein Gespräch mit den Betreiber*innen der Kinos.
(DIR) Ukrainisches Filmfestival: Und doch geht das Leben weiter
Das ukrainische Filmfestival eröffnete in Berlin mit einem bewegenden
Dokumentarfilm „Songs of Slow Burning Earth“ über das Leben im Krieg.
(DIR) Jakutisches Filmfestival in Berlin: Ein jakutischer Wes Anderson in Berlin
Die Republik Sacha, genannt Jakutien, im Osten der Russischen Föderation
kennen nur wenige. Ein Filmfestival hilft, die ferne Kultur vorzustellen.
(DIR) „Industrial Witchcraft“ in Berlin: Übrig bleiben
In der eigenen Stadt ist man nie Tourist. Statt süßer Melancholie gibt es
nur graue Kaputtheit und destruktive Flucht in die Kunst.
(DIR) Hexen, Serienmörder, Kriegsherren: Der Spieleinsatz sind Menschenleben
Die Ausstellung „Scherben der Realität. Berlin – Dreistadt“ in der
Kommunalen Galerie Berlin zeigt Zusammenhänge individuellen Leides und
struktureller Macht.
(DIR) #unkürzbar-Demo: Protestieren, bis es quietscht
Rund 1.500 Menschen demonstrierten am Freitag gegen die im Haushaltsentwurf
2026/2027 vorgesehenen Kürzungen bei Bildung, Kultur und Sozialem.
(DIR) Ausstellung von Carolyn Lazard in Berlin: Die Farben der Kugelschreiber
Mittels Objekten erzählt die Künstlerin Carolyn Lazard von Krankheit und
Klasse. Ihre Ausstellung läuft in der Berliner Galerie Trautwein Herleth.
(DIR) „Das rote Haus“ am Maxim Gorki Theater: Die Geschichte ist noch nicht vergangen
Das Stück „Das rote Haus“ am Maxim Gorki Theater blickt auf ein
Arbeiterinnenwohnheim in den 1960er Jahren. Basis sind Romane von Emine
Sevgi Özdamar.
(DIR) Volksbühne in Berlin: Wie eine Lupe auf das menschliche Tun
Das Theaterduo Vinge/Müller eröffnet mit acht Stunden von Ibsens „Peer
Gynt“ die Spielzeit der Berliner Volksbühne. Und das ist nur der erste Akt.
(DIR) Jan Böhmermann im HKW: Die Wurstigkeit ist Programm
Der Satiriker inszeniert mit der Ausstellung „Die Möglichkeit der
Unvernunft“ eine Mischung aus Kunstschau, Ego-Archiv und Fernsehgarten.
(DIR) Oper von 1929 beim Musikfest Berlin: Multimediales Gesamtkunstwerk im Bauhaus-Geist
Vor fast 100 Jahren wurde sie geschrieben. Nun wurde Marc Blitzsteins
kubistische Oper „Parabola et circula“ endlich in der Philharmonie
uraufgeführt.
(DIR) Spielwagen-Ausstellung in Berlin: Die Kinder bauen lassen
Eine Ausstellung im Lichtenberger Kunstraum after the butcher zeichnet die
DDR-Geschichte des Kollektivs „Spielwagen Berlin 1“ nach.
(DIR) Premiere der Komischen Oper Berlin: Jesus, der hochwertige Crowdpleaser
Andrew Lloyd Webbers Rockoper „Jesus Christ Superstar“ wird in einem Hangar
des ehemaligen Flughafens Tempelhof inszeniert und trifft damit den Ton.
(DIR) Liebling der Massen: Es knirscht überall im Wirtschaftsgetriebe
Engpässe, Engpässe, Engpässe: Kaum auszuhalten sind die Zustände. Wenn
sogar im Rewe der Crémant ausverkauft ist, schnürt sich mir das Herz
zusammen.
(DIR) Berliner Frauen-Rap: „Sei laut und lass dir nichts gefallen“
Ihre Musik trifft den Nerv der GenerationZ, irgendwo zwischen Flucht vor
Polykrisen und dem Bedürfnis, laut zu sein: Das Berliner Duo 6euroneunzig.