# taz.de -- Kultur in Berlin
       
 (DIR) Theater über Elon Musk: Die Elon-Transformation
       
       In der Performance „Musk on Mars“ im Heimathafen sieht sich der
       exzentrische Tech-Guru und potenzielle interplanetare Disruptor mit einer
       marsianischen Einwanderungsbehörde konfrontiert.
       
 (DIR) Maler Ferdinand Dölberg: Systeme, die einem aufgedrückt werden
       
       In seinen Gemälden erschafft Dölberg abstrakte Werkzeuge, geschäftige Rohre
       und Arbeit ohne Zweck. Bis April werden sie in Berlin-Mitte ausgestellt.
       
 (DIR) Alles geht kaputt: Blaue Flecken am Herzen
       
       Terror, Drama, Knacks: Menschen krümmen sich in der Bahn, Kathrin Angerer
       quetscht ihre Stimme, und selbst Weichteilchirurgen sehen nur Löcher im
       Gewebe.
       
 (DIR) Chinesische New-Documentary-Bewegung: Gespräche im Vorübergehen
       
       Eine Filmreihe im Berliner Sinema Transtopia stellt nie gezeigte
       Dokumentarfilme aus der Volksrepublik China der späten 1980er und frühen
       1990er Jahre vor.
       
 (DIR) Lanzmann im Jüdischen Museum Berlin: Ein bisher ungehobener Schatz
       
       Eine Ausstellung im Jüdischen Museum Berlin macht Tonbandaufnahmen von
       Claude Lanzmann hörbar. Sie stammen aus dem Audioarchiv seines
       Dokumentarfilms „Shoah“.
       
 (DIR) Buchladen „Zur schwankenden Weltkugel“: Revolutionen aus der Kiste für zwei Euro
       
       Stöbern, was Kulturstaatsminister Weimer hier wohl stört: ein Besuch im
       Berliner Buchladen „Zur schwankenden Weltkugel“, der nun viele neue
       Besucher zählt.
       
 (DIR) Als wäre es wieder 2007: Filmreifer Frühlingsanfang
       
       Kurze Hosen, nette Dönerladenbesitzer und gute Straßenmusik. Ein Berliner
       Frühlingsanfang wie in einem deutschen Indie-Movie.
       
 (DIR) Performance Kollektiv im HAU: Dann doch keine Schamhaarperücke
       
       She She Pop und das Sandbox Collective aus Bangalore balancieren in „Wait
       to be seated“ auf dem schmalen Grad von Diplomatie und Gastfreundschaft.
       
 (DIR) Griechischer Blues zum Frauentag: Die freieste Frau des modernen Griechenlands
       
       Seit 2024 experimentiert das Rebetiko Orchestra Berlin mit dem renitenten
       Musikstil. Zum Frauentag ehrt es die Rembetissa mit einem Konzert.
       
 (DIR) Berliner Modelabel Richert Beil: Fischbrötchen zum Latex-Ensemble
       
       Seit über zehn Jahren entwirft das Berliner Modelabel Richert Beil Fashion
       für humorvolle Avantgardisten. Nun eröffnen sie einen eigenen Raum in
       Berlin-Kreuzberg.
       
 (DIR) Kollektiv-Fotobuch „Love“: An die Halsbeuge gedrückt
       
       Wie lassen sich Momente der Liebe einfangen? Das Kollektiv
       Femxphotographers sagt: in all ihrer Komplexität. Und zeigt 25 Perspektiven
       auf „Love“.
       
 (DIR) Kunst aus Moldau und Transnistrien: Beidseits des Grenzflusses Dnister
       
       Die Ausstellung „Status quo Moldova – Generation Zoomer“ vereint. Im
       Berliner Kunstverein Ost stellen Kunststudentinnen aus Moldau und
       Transnistrien aus.
       
 (DIR) Kindertheater von Saša Stanišić: Der Wolf kommt nur nachts
       
       Raphael Moussa Hillebrand inszeniert Saša Stanišićs preisgekrönten
       Jugendroman „Wolf“. Zu sehen ist das Stück im Berliner Theater an der
       Parkaue.
       
 (DIR) Neues Album von Apparat: Drei Jahre Psychoanalyse und ein fehlendes Stromkabel
       
       Vom Technoproduzenten zum Singer-Songwriter. Der Berliner Produzent Sascha
       Ring setzt mit seinem neuen Album „A Hum of Maybe“ auf Pathos und Hymnen.
       
 (DIR) Stück zum Ukraine-Krieg am Berliner HAU: Das Menschsein nicht einbüßen
       
       In „She stands in the Middle of the Battlefield“ lässt Magda Szpecht ihre
       Freundin zu Wort kommen. Die kämpft als Soldatin an der ukrainischen Front.
       
 (DIR) Prähistorische Kunststätte: Eine starke Gemeinschaft
       
       Archäologische Funde aus Göbeklitepe zeugen von einer zivilisatorischen
       Zeitenwende vor 12.000 Jahren. Eine Ausstellung in Berlin erzählt davon.
       
 (DIR) „Kinder der Sonne“ im Berliner Ensemble: Klassenfragen über den Körper verhandeln
       
       Laura Linnenbaum inszeniert „Kinder der Sonne“ von Jakob Nolte nach Maxim
       Gorki am Berliner Ensemble. Heraus kommt eine dichte Milieustudie auf
       schwarzem Asphalt.
       
 (DIR) Grand Tour durch Berliner Kunsträume: Ergreifend, aber der Hund darf nicht mit rein
       
       Am Wochenende gab es Kunstfilme voll Randale und Tränen. Außerdem:
       geschmolzenen Schnee und kalifornische Sehnsucht trotz bellenden
       Gasthundes.
       
 (DIR) Autor Zhadan und Historiker Schlögel: Die Menschen in der Ukraine ertrotzen sich einen Alltag
       
       Der ukrainische Schriftsteller Serhij Zhadan und der Osteuropa-Historiker
       Karl Schlögel trafen sich in Berlin zu einem Gespräch über die Situation in
       der Ukraine.
       
 (DIR) Off-Space Ausstellung in Kreuzberg: Der Abschlussball als Vexierbild
       
       Auf dem Dachboden eines Kreuzberger Hinterhauses stellt die Malerin Julija
       Zaharijević aus. Sie wirft in einen eigenen historischen Moment hinein.
       
 (DIR) Konzertkarten in Berlin: Kreuzberg ohne Tresen
       
       Mit der Insolvenz der Konzertkasse Koka36 ist in der Oranienstraße eine
       weitere Bastion des Persönlichen gefallen. Wo soll man jetzt Tickets
       kaufen?
       
 (DIR) Theatermacherin über Barrierefreiheit: „Erinnerungskultur wird geformt von denen, auf die gehört wird“
       
       Die Behindertenrechtsaktivistin Fia Neises über Erinnerungskultur,
       Behinderungen und ihr neuestes Stück BIOFUCK am Berliner Ballhaus Ost.
       
 (DIR) Theaterstück über Frauen in der Kunst: Wenn die Muse rebelliert
       
       Abwechslungsreich inszeniert: Im Ballhaus Prinzenallee hinterfragt Elli
       Treptow in „Ich liebe dich nicht“ die Rolle der Frau als bloße
       Inspirationsquelle.
       
 (DIR) Bühnenfassung von „Auf allen vieren“: Die Frau an der Klippe
       
       Ein vierköpfiges Frauenkollektiv hat Miranda Julys Roman „Auf allen vieren“
       in den Sophiensaelen in Berlin uraufgeführt. In den Hauptrollen: Fritzi
       Haberlandt und Meike Droste.
       
 (DIR) Mütter kennen diesen Trick: Ein gutes Leben
       
       Was tun, wenn die kleine Schwester kein Spielzeug hat, fragte sich der
       kleine Bruder in der Straßenbahn. Ein süßer Lösungsvorschlag.
       
 (DIR) Berliner Transmediale: Mit anderen beben
       
       Das Festival Transmediale versteht sich als Plattform für kritische
       Reflexion. Die diesjährige Ausgabe verlor sich jedoch vielmehr in
       Beliebigkeit.
       
 (DIR) Berlin Fashion Week: Raus aus der Bastelecke
       
       Wie rüstet man sich für den nächsten Winter? Die Berliner Fashion Week
       lieferte Anregungen. Vier Momentaufnahmen von den Schauen und
       Installationen.
       
 (DIR) Schostakowitsch an der Komischen Oper: Für Stalin zu unanständig
       
       Sex und Gewalt an der Komischen Oper: Barrie Kosky inszeniert in Berlin
       Dmitri Schostakowitschs „Lady Macbeth von Mzensk“.
       
 (DIR) Unterwegs zwischen Torte und Theater: Unser entspanntes Lifestyle-Leben
       
       Auch früh endende Abende verhindern nicht zu wenig Schlaf. Dagegen hilft
       nur: Schlaf. Und der Februar beginnt mit gleich mehreren Zirkelschlüssen.
       
 (DIR) CTM-Musikfestival in Berlin: Warten auf Gott und das Ende des Krieges
       
       In Berlin ist am Sonntag das 27. CTM-Festival zu Ende gegangen. In den
       Konzerten bildete sich die krisenhafte Gegenwart auf vielfache Weise ab.
       
 (DIR) Uraufführung in der Volksbühne Berlin: Irgendwas fehlt
       
       Sein neues Solo hat Fabian Hinrichs mit seiner Frau Anne Hinrichs
       konzipiert. Es ist eine direkte Kritik an der Wohlstandsgesellschaft.
       
 (DIR) Raoul-Hausmann-Retrospektive: „Mr. Ich“ und die Anderen
       
       Die Berlinische Galerie lässt in ihrer Überblicksschau zum Dada-Künstler
       Raoul Hausmann Widersprüche zu. Am Sonntag jährt sich sein Todestag zum 55.
       Mal.
       
 (DIR) Erinnerung an Intendant Ulrich Eckhardt: Furor und Empathie
       
       Als langjähriger Intendant der Berliner Festspiele prägte Ulrich Eckhardt
       die kulturelle Landschaft Berlins. Nun findet eine Trauerfeier für ihn
       statt.
       
 (DIR) DDR-Fotografie von Thomas Hoepker: Aufbruch und Verdämmern
       
       Der westdeutsche Fotograf Thomas Hoepker dokumentierte Leben in der DDR in
       Farbe. Eine Ausstellung in Berlin zeigt Fotografien von 1972 bis 1990.
       
 (DIR) Diskurstheater am TD Berlin: Bloß keinen Speck ansetzen
       
       Malte Schlösser ist Traumatherapeut und Theatermacher. Sein Stück „Wer
       nicht gegen sich selbst denkt, denkt überhaupt nicht“ läuft im TD Berlin.
       
 (DIR) Neueröffnung Deutsche Kinemathek: Mehr Leinwandzeit wagen
       
       Die Deutsche Kinemathek eröffnet ihren neuen Standort im ehemaligen E-Werk.
       Mit der Installation „Screentime“ geht sie neue Wege der Präsentation.
       
 (DIR) Museen und Events in Berlin: Der Museumssonntag wird schmerzlich vermisst
       
       Die landeseigene Kulturprojekte Berlin GmbH hat der Stadt in 20 Jahren
       tolle Events geschenkt – und immer noch viel vor. Aber die Zeiten sind
       mager.
       
 (DIR) Beruf und schöne Dinge des Lebens: Was statt Schnotten aus der Nase kommt
       
       Sportgucken ist bekanntlich genauso gesund wie Sportmachen. Oder sollte man
       vielleicht doch lieber sportlich Deleuze lesen?
       
 (DIR) Comic „Gamma … visions“: Die KI-Apokalypse
       
       Mit „Gamma … visions“ schließt Jens Harder sein vierbändiges Epos über
       Mensch und Evolution ab. Er zeichnet düstere Zukunftsvisionen in
       Türkisblau.
       
 (DIR) Hommage an Westberliner Kneipen: Untermalt von geisterhaftem Gelächter
       
       Nach umfangreichen Recherchen am Tresen hat Marcel Nobis ein Buch über die
       Westberliner Kneipenkultur zwischen APO und Mauerfall verfasst.
       
 (DIR) „The Clock“ von Christian Marclay: Aus der Zeit gefallen
       
       „The Clock“ zieht viele in die Neue Nationalgalerie Berlin. Unserem Autor
       erscheint die 24-stündige Videoarbeit Christian Marclays schlecht gealtert.
       
 (DIR) 30 Jahre Tanztage Berlin: Alles aus Liebe
       
       Seit 30 Jahren präsentiert sich bei den Tanztagen Berlin der
       choreografische Nachwuchs. Viele der Produktionen thematisieren den Alltag
       auf der Bühne.
       
 (DIR) Geteilte Musik und geteilte Getränke: Antidote für den Winter
       
       In der neuen Nationalgalerie kann man mit Moor Mother mitimprovisieren und
       im Neuköllner Bajszel vorzüglich trinken – sogar mit Polizeischutz.
       
 (DIR) Die Künstlerzeitschrift „Entwerter/Oder“: Jung und auf Ärger vorbereitet
       
       Eine Ausstellung im Berliner Willy-Brandt-Haus stellt die 1982 in Ostberlin
       gegründete originalgrafische Zeitschrift „Entwerter/Oder“ vor.
       
 (DIR) Türkische Künstlerin Neriman Polat: Fortschreitende Verluste
       
       Die türkische Feministin Neriman Polat zeigt in der Berliner Dependance der
       Istanbuler Galerie Zilberman ihre politische Kunst. Hoffnungsvoll ist die
       eher nicht.
       
 (DIR) Feministischer Berlin-Guide: Girls Club statt Boys Club
       
       Von Ballroom bis Nagelkunst: In „The Feeling of Berlin“ zeigen 33 Frauen,
       wie sie die Stadt prägen und cis-männliche Netzwerke herausfordern.
       
 (DIR) Kunst gegen zu viel Bildschirmzeit: Der Blues auf alten Tonaufnahmen
       
       Angesichts der Nachrichtenlage tut ein wenig Ablenkung gut. Die findet sich
       in der Akademie der Künste bei einer Ausstellung zu Eslanda und Paul
       Robeson.
       
 (DIR) Galerieausstellung über Punk-Kunst: Antipampe im White Cube
       
       Im Berliner Kunstraum Nizza zeigt eine Gruppenausstellung zeitgenössische
       Positionen des Punks in der bildenden Kunst.
       
 (DIR) Galerie Nord in Berlin-Mitte: Vor dem Nichts
       
       Nach 21 Jahren verliert der Kunstverein Tiergarten seine Räume. Statt auf
       langfristige Arbeit wird in den kommunalen Galerien auf kurzfristige
       Projekte gesetzt.
       
 (DIR) Kulturzug zwischen Berlin-Wrocław: Letzte Fahrt der Versöhnung
       
       In einem besonderen Waggon finden Lesungen, Konzerte und Ausstellungen
       statt, die dem deutsch-polnischen Austausch dienen. Jetzt droht dem Projekt
       das Aus.