# taz.de -- Abhängig von den USA: Get up, stand up
       
       > Donald Trump dreht frei und gefährdet die transatlantischen Beziehungen.
       > Wie kann sich Europa von den USA unabhängiger machen?
       
 (IMG) Bild: Alle neu? Baustelle am Sitz der Europäischen Kommission in Brüssel
       
       ## Die digitale Souveränität stärken
       
       Bargeldloses Zahlen? Mit Visa, Mastercard oder Paypal. Nachrichten
       verschicken? Machen die meisten per Whatsapp. Und auf fast allen
       Smartphones laufen Betriebssysteme von Apple oder Google. Wenn Donald Trump
       also beschließt, die Geschäfte von US-amerikanischen Unternehmen in
       Deutschland einzuschränken oder gar zu verbieten – Rechtsgrundlagen für
       diesen gefürchteten „Kill Switch“ gibt es bereits – dann gäbe es hier ganz
       schnell ein paar ernsthafte Probleme.
       
       Doch es geht bei der Frage der digitalen Abhängigkeit von den USA nicht nur
       um freidrehende Präsidenten. Die Tech-Konzerne entscheiden über Standards,
       bestimmen Preise, ihre Algorithmen formen unser Leben.
       
       Änderungen braucht es also auf vielen Ebenen. Im Fokus steht momentan eine,
       bei der ein abruptes Wegbrechen der US-amerikanischen Dienste besonders
       gravierend wäre: die öffentliche Verwaltung. Das Frankfurter
       cyberintelligence.institute CII kommt in einer Ende vergangenen Jahres
       [1][veröffentlichten Analyse] zu folgenden Ergebnissen: Die Verwaltungen in
       Deutschland sind hochgradig abhängig von Microsoft. Dieses Quasimonopol
       führt unter anderem zu hohen Kosten. Zudem haben es alternative Anbieter
       schwer, schließlich sind die Abhängigkeiten über Jahrzehnte gewachsen.
       „Digitale Souveränität heißt nicht, wir bauen alles selbst, sondern es
       heißt Wahlfreiheit – und die haben wir aktuell nicht“, sagte der Jurist
       Michael Kolain, Autor der Analyse.
       
       Ein Vorbild für ganz Deutschland könnte Schleswig-Holstein sein. Das
       Bundesland steigt derzeit auf lokal gehostete Open-Source-Lösungen um. Die
       Verwaltung geht voran – und sie bietet auch privaten Unternehmen an, sich
       daran zu beteiligen. Doch das ist nur ein positiver Ausreißer. So will etwa
       das bayerische Finanzministerium die Nutzung von Microsoft-Produkten in der
       Verwaltung verlängern.
       
       Was politisch also eher ein Marathon wird, lässt sich individuell schnell
       angehen. Aktivist:innen zahlreicher zivilgesellschaftlichen
       Organisationen rufen mit dem Digital Independence Day an jedem ersten
       Sonntag im Monat zum Wechseln auf: Firefox statt Googles Chrome,
       LibreOffice statt Microsoft Word, Signal statt Whatsapp, lokaler Handel
       statt Amazon.
       
       „Wir haben alle zusammen eine Verantwortung für unsere Freiheit“, sagt
       Björn Staschen von der Initiative Save Social. Wenn der Wechsel schwer
       fällt, empfiehlt Staschen eine Plus-Eins-Strategie: Zunächst das alte
       Netzwerk, den alten Dienst parallel weiterverwenden – und sich und
       gegebenenfalls die eigene Community schrittweise an die Alternative
       gewöhnen. Svenja Bergt
       
       ## Militärisch emanzipieren
       
       Eine Folge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine, aber auch der
       erneuten US-Präsidentschaft Donald Trumps ist eine massive Erhöhung der
       Militärausgaben der 27 EU-Mitgliedsstaaten. Sie stiegen seit 2020 von 198
       auf 392 Milliarden Euro.
       
       Das war aber noch nicht alles: Auf Trumps Verlangen hin verpflichteten sich
       die europäischen und die anderen Nato-Staaten, bis 2032 mindestens 3,5
       Prozent ihrer jährlichen Wirtschaftsleistung für Verteidigungsausgaben und
       weitere 1,5 Prozent für verteidigungsrelevante Infrastruktur aufzuwenden –
       ein weiterer Anstieg. Um dies zu ermöglichen, hat die EU ihre
       Schuldenregeln für Verteidigungsausgaben gelockert.
       
       Doch all das steigert noch nicht die Sicherheit Europas, zumal dadurch
       keineswegs die militärische Abhängigkeit von den USA verringert wird.
       Vielmehr sorgt es vor allem für Umsätze bei der US-amerikanischen
       Rüstungsindustrie. Nach Angaben des Stockholmer Internationalen
       Friedensforschungsinstituts (Sipri) liegt der Anteil an Waffeneinfuhren aus
       den USA in europäische Nato-Staaten inzwischen bei mehr als 64 Prozent.
       
       Derzeit ist Europa noch weit entfernt davon, sich von den USA militärisch
       abzunabeln. So sind kurzfristig vor allem keine adäquaten Alternativen zur
       US-Technik bei der Satellitenaufklärung in Sicht. Europäische Streitkräfte
       wären ohne das US-amerikanische Satellitensystem GPS weitgehend
       aufgeschmissen.
       
       Ebenfalls höchst problematisch ist die Fixierung auf Kampfflugzeuge aus
       US-Produktion. Denn der neue F-35-Kampfjet von Lockheed Martin ist wie
       jedes Gerät auf kontinuierliche Softwareupdates angewiesen. Das
       Bundesverteidigungsministerium dementiert zwar Theorien über einen
       möglichen „Kill Switch“-Knopf, mit dem das Flugzeug im Ernstfall ohne die
       Zustimmung der USA gar nicht erst aufsteigen könnte. Doch allein diese
       Vorstellung müsste ein starkes Argument sein, auf mögliche Alternativen
       innerhalb der EU zu setzen. Eine Forcierung paneuropäischer Forschungs- und
       Entwicklungsprojekte auch im militärischen Bereich wäre dafür eine
       Voraussetzung. Pascal Beucker, Cem-Odos Gueler
       
       ## Den Gasbedarf massiv senken
       
       Früher spielte Gas aus den USA für Deutschland keine Rolle. Das hat sich
       nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine geändert. Vom gesamten Gas, das
       Deutschland importiert, stammen nach Angaben des Instituts der deutschen
       Wirtschaft (IW) zurzeit 17 Prozent aus den USA. Es kommt als Flüssiggas
       (LNG) in Europa an, wird umgewandelt und ins Netz gespeist.
       
       Damit gibt es zwar noch keine Abhängigkeit, wie sie bis 2022 gegenüber
       Russland bestand, sagt Malte Küper, Energieexperte des IW. Das könnte sich
       aber ändern, etwa, wenn der Zoll-Energie-Deal zwischen der EU und den USA
       in Kraft tritt, der zusätzliche Lieferungen vorsieht. „Die Politik sollte
       nicht die Fehler der Vergangenheit wiederholen“, warnt Küper. Er plädiert
       dafür, nach weiteren Lieferanten auf dem Weltmarkt zu suchen. Das könne
       Katar sein, neben den USA der weltweit zweitgrößte LNG-Produzent.
       Allerdings besteht das Land bislang auf sehr langen Lieferverträgen, was
       mit den deutschen Klimazielen in Konflikt steht – schließlich wird bei der
       Nutzung von Flüssiggas CO2 freigesetzt.
       
       Auch andere Länder könnten LNG liefern, etwa Argentinien. Ganz auf
       Flüssiggas zu verzichten, sei Küper zufolge nicht möglich. „Wir brauchen
       noch einige Jahre, bis klimafreundliche Alternativen in den erforderlichen
       Mengen und zu tragfähigen Preisen verfügbar sind“, sagt er.
       
       Fabian Huneke von der Denkfabrik Agora Energiewende sieht das anders: Neue
       Lieferanten für Gas würden neue Abhängigkeiten schaffen. Gas sei weder ein
       günstiger noch ein effizienter Energieträger. Erneuerbare Energien hingegen
       senkten den Gasbedarf und machten uns unabhängiger von Energieimporten,
       sagt er.
       
       In den vergangenen Jahren ist der Ausbau der Erneuerbaren gut
       vorangekommen. „Die Rahmenbedingungen in Deutschland bieten derzeit
       Verlässlichkeit und Sicherheit für Investoren“, sagt Huneke. Deutschland
       sei Weltspitze bei den Finanzierungsbedingungen: Anlagenbetreibern werde
       garantiert, dass sie den produzierten Strom ins Netz einspeisen können oder
       eine Entschädigung erhalten, solange das nicht möglich ist – etwa, wenn der
       Netzausbau hinterherhinkt.
       
       „Diese Investitionssicherheit muss unbedingt erhalten bleiben – andernfalls
       besteht die Gefahr, den Erneuerbaren-Ausbau zu bremsen“, so Huneke.
       Wirtschaftsministerin Katherina Reiche arbeitet an verschiedenen
       Gesetzesreformen, die den Erneuerbaren-Zubau erschweren könnten. Auch
       Energieexperte Malte Küper hält den Ausbau der Erneuerbaren und mehr
       Elektrifizierung für den wichtigsten Hebel, um unabhängiger von
       US-amerikanischem Gas zu werden. „Wir müssen aber auch auf der
       Nachfrageseite besser werden“, sagt er. Industrie und Privathaushalte
       müssen Gas stärker ersetzen, etwa durch elektrische Prozesse oder
       Wärmepumpen. Anja Krüger
       
       ## Andere Absatzmärkte erschließen
       
       Die internationalen Handelsbeziehungen sind einfach nicht mehr das, was sie
       mal waren. Deshalb wurde dieser Tage in Brüssel und Berlin nachgedacht –
       und geschimpft. „Zölle, massive Subventionen, Exportbeschränkungen,
       Verletzungen geistigen Eigentums – der internationale Wettbewerb war noch
       nie so unfair“, schrieb EU-Industriekommissar Stéphane Séjourné [2][in
       einem viel beachteten Kommentar], der in zahlreichen europäischen Zeitungen
       erschien.
       
       Besonders die transatlantischen Handelsbeziehungen bereiten Kopfzerbrechen.
       Denn sie sind noch immer immens wichtig. So hatte der Handel zwischen der
       EU und den USA im Jahr 2024 ein Volumen von 1,68 Billionen Euro. Und davon
       profitierten vor allem deutsche Unternehmen. Während andere EU-Länder
       vorrangig aus den USA importieren, ist das Land für Deutschland ein
       riesiger Absatzmarkt. Die drei wichtigsten Exportgüter: Kraftfahrzeuge,
       Pharmaprodukte und Maschinen.
       
       Doch die deutschen Unternehmen spürten bereits im vorigen Jahr den
       Gegenwind von Donald Trumps Zollpolitik. Besonders die heimischen
       Automobilkonzerne traf es. Der Wert ihrer Exporte in die USA brach um 17,5
       Prozent ein. Schon seit Trumps erster Amtszeit müssen sie sich neue Ideen
       einfallen lassen. So investierten VW, Mercedes und BMW etwa verstärkt in
       Werke in den USA, um Handelsbeschränkungen zu umgehen. Mit der
       Zoll-Eskalation wurde dieser Trend aber vorerst gestoppt. Der VW-Konzern
       legte seine Pläne für ein Werk in den USA für seine Marke auf Eis, es sei
       wegen der Zölle nicht finanzierbar.
       
       So bleibt nur ein Ausweg: Die USA müssen als Absatzmarkt ersetzt werden.
       Indien etwa biete „enormes Potenzial“, sagte die Cheflobbyistin der
       deutschen Autobauer, Hildegard Müller, anlässlich eines EU-Handelsabkommens
       mit dem Subkontinent.
       
       Gleichzeitig setzt man vor allem in Brüssel auf die Stärkung des
       EU-Binnenmarkts, wie auch auf dem EU-Gipfel diese Woche diskutiert. Mittels
       einer Buy-Europe-Initiative etwa, derzufolge Fördervorteile nur gewährt
       werden sollen, wenn ein wesentlicher Teil der Produktion in der EU
       stattgefunden hat. Uneinigkeit darüber besteht allerdings zwischen Paris
       und Berlin – Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) warnt
       davor, sich zu sehr vom Weltmarkt abzuschotten, während Frankreichs
       Präsident Emmanuel Macron die Initiative begrüßt. Simon Poelchau
       
       ## Geheimdienste neu aufstellen
       
       Anfang November drang der Plan von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der
       Leyen (CDU) nach außen, durch einen Bericht der Financial Times. Eine neue
       europäische Geheimdiensteinheit solle her, angedockt an ihr
       Generalsekretariat, um dort Informationen der europäischen
       Nachrichtendienste zu bündeln. Die Gründe dafür: zum Einen Russlands
       Angriffskrieg auf die Ukraine und seine hybriden Attacken auf weitere
       Länder. Zum Anderen die Ungewissheit, wohin die USA politisch mit Donald
       Trump an der Spitze steuern – und inwieweit dessen Geheimdienste künftig
       noch mit europäischen Diensten kooperieren.
       
       Mitarbeitende verschiedener europäischer Geheimdienste sollen in der
       Einheit arbeiten und Informationen zusammentragen. Genaueres ließ die
       Kommission auf Nachfrage offen. Unumstritten ist der Plan aber nicht.
       EU-Diplomaten verweisen auf die Eigenständigkeit der nationalen Dienste
       oder auf rechtliche Probleme des Datenaustauschs. Die EU-Außenbeauftragte
       Kaja Kallas, ebenfalls mit Sicherheitsfragen befasst, befürchtet ein
       Kompetenzgerangel.
       
       Aber von der Leyen ist nicht allein. Auch die Grünen plädieren schon lange
       für eine europäische Nachrichtendienstagentur. Denn bisher ist die
       Abhängigkeit von den US-Geheimdiensten groß. Immer wieder versorgen sie
       europäische Dienste, auch die deutschen, mit Informationen über
       Terrorverdächtige, Militäroperationen oder Cyberkriminelle – weil sie in
       ganz anderem Maßstab Daten erheben. Wie verlässlich dies aber weiterläuft,
       ist angesichts der Außenpolitik unter Donald Trump ungewiss.
       
       Aus deutschen Diensten heißt es, die Arbeitsebene mit den US-amerikanischen
       Diensten funktioniere weiter. Zuletzt aber verweigerten britische
       Geheimdienste bereits die Übermittlung von Informationen zum karibischen
       Raum an die USA, die – wie in Venezuela – militärisch genutzt werden
       können, aus Zweifeln an der Rechtmäßigkeit der Operationen. Eine Zäsur. Der
       neue BND-Chef Martin Jäger betonte jüngst, sein Dienst setze in Zukunft auf
       mehr „eigene Stärke“: Man werde „konsequent höhere Risiken“ eingehen, um
       bessere Informationen zu erlangen, werde mehr moderne Technologie
       einsetzen, noch intensiver mit befreundeten Diensten kooperieren und
       „Gegner konfrontieren“, wo es nötig sei. Entsprechend legte das Kanzleramt
       zuletzt einen neuen Gesetzentwurf für den BND vor, der diesen grundsätzlich
       verändern würde: mit Befugnissen für eigene Cyberattacken, Sabotagen gegen
       ausländische Gegner oder einem breiteren Abgreifen von Daten.
       
       Auch Verfassungsschutz-Chef Sinan Selen kündigte zuletzt mit Blick auf die
       USA an, man müsse seine Allianzen überprüfen und sich mit denjenigen
       Partnern enger vernetzen, „die wie wir die regelbasierte Ordnung und
       Sicherheit Europas und der Welt schützen“. Explizit verwies Selen auf die
       europäischen Dienste, mit denen man „eng und effektiv“ zusammenarbeite und
       dies fortlaufend ausbaue. Selen fordert dafür auch die gleichen
       „Fähigkeiten“ wie die anderen Dienste. Bundesinnenminister Alexander
       Dobrindt (CSU) will ihm diese geben und den Verfassungsschutz zum „echten
       Geheimdienst“ umbauen, mit neuer Datenanalyse-Software oder
       Cyberabwehrbefugnissen.
       
       Und auch ohne von der Leyens geplante Geheimdiensteinheit vernetzten sich
       die europäischen Dienste zuletzt schon. Ein Problem dabei: Auch innerhalb
       Europas Diensten mischen welche von autoritären Regierungen wie in Ungarn
       mit. Die deutschen Dienste etwa kooperieren deshalb nochmal intensiver mit
       französischen, britischen, niederländischen oder baltischen
       Kolleg*innen.Verfassungsschutz-Chef Sinan Selen gab zuletzt als Ziel aus:
       Eine Kooperation der europäische Geheimdienste müsse, operativ wie
       strategisch, gestärkt werden. Konrad Litschko
       
       ## In Rüstungsfragen gemeinsam denken
       
       Der politische Wille, militärisch näher zusammenzurücken, scheint
       eindeutig. Doch ausgerechnet beim Prestigeprojekt, dem milliardenschweren
       europäischen Luftkampfsystems FCAS (Future Combat Air System) droht das
       Scheitern.
       
       Bis Ende Februar wollen Deutschland und Frankreich über dessen Zukunft
       entscheiden. Das Projekt sollte ursprünglich bis 2040 stehen – mit einem
       neuen Kampfflugzeug. Inzwischen ist nicht nur der Zeitplan offen, sondern
       auch, ob das Projekt überhaupt fortgeführt wird. Schon früh gab es
       Zielkonflikte: Frankreich möchte ein Flugzeug, das Atomwaffen
       transportieren und von Flugzeugträgern starten kann. Deutschland verfügt
       dagegen weder über eigene Atomwaffen noch über Flugzeugträger.
       
       In Frankreich sorgte es zudem für Irritationen, dass Deutschland Kampfjets
       aus den USA kauft. In Deutschland sorgt es dagegen für Ärger, dass sich der
       französische Hersteller Dassault einen größeren Anteil an FCAS sichern will
       als ursprünglich gedacht.
       
       FCAS ist ein gutes Beispiel dafür, dass viel Geld nicht ausreicht, um
       Europa verteidigungspolitisch unabhängig von den USA zu machen. In der
       fragmentierten europäische Rüstungsindustrie bedient jeder Hersteller vor
       allem sein eigenes Land. Das hat dazu geführt, dass in den nationalen
       Armeen in der EU insgesamt 170 verschiedene Waffensysteme im Einsatz sind.
       „Die geringe Zusammenarbeit zwischen europäischen Herstellern hemmt
       Größenvorteile, erhöht die Stückkosten, behindert die technologische
       Entwicklung und verstärkt die Abhängigkeit der EU von Einfuhren aus den
       USA“, heißt es in [3][einem Bericht der EU-Kommission].
       
       Doch wenn es denn mal zu einer europäischen Zusammenarbeit bei
       Rüstungsprojekten kommt, stellt sich das Problem, das es auch bei FCAS
       gibt: die jeweils eigenen industriepolitischen Interessen der Länder.
       Gelöst werden soll das, indem in der Regel das „Juste Retour“-Prinzip
       angewendet wird. Das heißt, dass jedem beteiligten Land industrielle
       Aufträge für einzelne Elemente entsprechend seines finanziellen Beitrags
       zugeteilt werden.
       
       Zudem müssen bei paneuropäischen Großproduktionen unterschiedliche
       Vorschriften, Richtlinien und Sonderwünsche berücksichtigt werden. Das
       EU-Parlament schätzt [4][in einer Studie] die jährlichen
       Einsparungsmöglichkeiten auf bis zu 60 Milliarden Euro. Pascal Beucker,
       Cem-Odos Gueler
       
       15 Feb 2026
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] https://cyberintelligence.institute/projekte/cii-whitepaper-hindernisse-auf-dem-weg-zu-einer-souveraenen-clou
 (DIR) [2] https://www.handelsblatt.com/meinung/gastbeitraege/gastkommentar-europa-bevorzugt-kuenftig-europaeische-unternehmen/100195613.html
 (DIR) [3] https://economy-finance.ec.europa.eu/economic-forecast-and-surveys/economic-forecasts/spring-2025-economic-forecast-moderate-growth-amid-global-economic-uncertainty/economic-impact-higher-defence-spending_en?prefLang=de&etrans=de
 (DIR) [4] https://www.europarl.europa.eu/thinktank/en/document/EPRS_STU(2024)762855
       
       ## AUTOREN
       
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