# taz.de -- Alltag
       
 (DIR) Bewunderung und Beklemmung: In Friedenau hängt der Straßensegen schief
       
       Auch in den bürgerlich-ruhigen Ecken Berlins läuft nicht alles nach Plan.
       Kinder plärren und Geschäftsmodelle gehen nicht auf.
       
 (DIR) Freundschaft im Alter: Drei von der Grabstelle
       
       Damals gingen sie vielleicht nebeneinander die Gleise entlang. Heute führt
       ihr gemeinsamer Weg sie zum Grab des einen, der nicht mehr dabei sein kann.
       
 (DIR) Allein ist auch mal schön: Männer im schlechtesten Alter
       
       Zwischen Mitte 40 und Mitte 50 macht Dating wenig Spaß, finden zwei Frauen
       in der Kaffeeschlange. Für männliche Singles haben sie sogar ein neues Wort
       erfunden.
       
 (DIR) Verpulverte Endorphine: Hände hoch, wer noch kann
       
       Bis in die Wohnung unserer Autorin sind die Schreie von der Hamburger
       Kirmes zu hören, wo sich Menschen halsbrecherischen Fahrgeschäften
       hingeben.
       
 (DIR) Unerzähltes aus dem zweiten Stock: Wollen Sie noch etwas trinken?
       
       Ein Unbekannter bittet um Hilfe. Die Angelegenheit ist schnell erledigt,
       doch was sich hinter der Geschichte verbirgt, bleibt offen.
       
 (DIR) Innenleben der Eierschachtel: Dem Floh nachgeben
       
       Den Verlockungen im Supermarkt zu widerstehen, ist mit leerem Magen
       ungleich schwieriger. Schon gar, wenn einen der Kassierer auf Ideen bringt.
       
 (DIR) Spaß ist, was ihr draus macht: Sex und Softdrinks
       
       Ein Fanta-Date ist eine gute Erfrischung für die Durststrecke vor der
       nächsten großen Liebe. Aber wie wäre es zur Abwechslung mal mit Cola oder
       Sprite?
       
 (DIR) Großstadtbegegnungen: Mitten rein ins Gespräch
       
       Bei manchen Alltagsbegegnungen wird gleich das ganze Leben ausgeschüttet.
       Nur wenn’s um Politik geht, dann muss man gleich schnell wieder los.
       
 (DIR) Kunst am Straßenrand: Blicke durchs Pappmaché
       
       Die Berliner Allee in Berlin-Weißensee ist kein Ort für Ästheten – bis ein
       filigraner rosa Rüssel und zwei wachsame Augen die Tristesse durchbrechen.
       
 (DIR) Tanz und Kochideen: Als Versöhnung Baba Ghanoush
       
       Sich nach einem Streit mit einem Essen zu entschuldigen, scheint unserer
       Autorin eine gute Idee. Etwas mit Auberginen muss es sein!
       
 (DIR) Rosalía und der Berliner Halbmarathon: Glücklich für sie und ihr sechstes Mal
       
       Jedes Jahr kommt E. nach Berlin, um die 21 Kilometer des Halbmarathons zu
       laufen. Beim Anfeuern klingt Rosalías „Berghain“ im Kopf mit.
       
 (DIR) Eine Irritation im Normalbetrieb: Sonntags am Ende der Welt
       
       Manche Störung erwartet man doch eher in der Stadt und nicht auf dem Land.
       Und da muss man auch erstmal damit umgehen können, weiß unser Kolumnist.
       
 (DIR) In Hamburgs Zentralbibliothek: Gackern und Legen
       
       An müden Frühlingstagen bringen nicht mal Nüsse und Rosinen Autoren-Hühner
       auf Hochleistungen. Trotz schöner Bibliothek.
       
 (DIR) Täglich eine Geschichte: Meisterinnen der Miniatur
       
       Unsere Autorin beginnt jeden Tag mit der Lektüre einer kleinen Geschichte
       von Anita Daniel, Natalia Ginzburg oder Clarice Lispector. Wer sind diese
       Frauen?
       
 (DIR) Alles geht kaputt: Blaue Flecken am Herzen
       
       Terror, Drama, Knacks: Menschen krümmen sich in der Bahn, Kathrin Angerer
       quetscht ihre Stimme, und selbst Weichteilchirurgen sehen nur Löcher im
       Gewebe.
       
 (DIR) Sehnsucht und traurige Hunde: Wer vermisst die Frau?
       
       Kann man ein Geist werden, ohne es selbst zu merken? Ein flüchtiges
       Stadtgespräch offenbart den Selbstbezug.
       
 (DIR) Neuer Schreibtisch: Zum Glück vertippt
       
       Ein Tippfehler auf Kleinanzeigen verhilft zum Schnäppchen, macht sich dann
       aber auch noch woanders breit.
       
 (DIR) Liebling der Massen: Mitternachtsbingo
       
       Eigentlich bleibt unser Autor immer brav zu Hause. Als er ausnahmsweise
       nachts in der Berliner U-Bahn unterwegs ist, erregt er prompt
       Aufmerksamkeit.
       
 (DIR) Unter Freunden: Mit der Schreibmaschine auf dem Balkon
       
       Ein Abend, die Nacht, zehn Jahre. Die Zeit vergeht viel zu schnell, wenn
       wir sie mit geliebten Menschen verbringen.
       
 (DIR) Waren auf dem Band: Bestseller an der Supermarktkasse
       
       Ob Gummibären und Schokolade oder diverse Alkoholika. Vor der Kassiererin
       lässt sich nicht verheimlichen, was eingekauft wird.
       
 (DIR) Trauer teilen: Schwimmen und Bubatz
       
       Von einem geliebten Menschen Abschied zu nehmen, ist etwas leichter, wenn
       man es gemeinsam tut. Tränen fließen trotzdem. Manchmal aber auch aus
       Freude.
       
 (DIR) Ausstellung zum Alltag im Ukrainekrieg: Sie sind an der Front und fehlen zu Hause
       
       Die Berliner Schau „Pankows Partnerstadt Riwne – persönliche Berichte vom
       Alltag im Krieg“ zeigt das Leben in der Ukraine. Und erinnert an alte
       Verbrechen.
       
 (DIR) Gut zu Fuß: Gehen ist das neue Laufen
       
       Warum eigentlich im Fitnessstudio schwitzen? Gegen das Japsen im
       Treppenhaus helfen Spaziergänge genauso gut. Und für die Laune sind sie eh
       besser.
       
 (DIR) Beruf: Künstler: Die Kunst mit der Kunst
       
       Von der Kunst zu leben ist schön, verlangt aber auch einiges an
       Flexibilität und Durchhaltevermögen. Erst recht in Zeiten drastischer
       Kulturkürzungen in Berlin.
       
 (DIR) Kriegswinter in Kyjiw: Briefe aus der Dunkelheit
       
       Bangen, dass der Laptop angeht. Yoga im Schein der Taschenlampe. Mit der
       Wut des kleinen Bruders klarkommen. Unsere Autorin erzählt von ihrem
       Alltag.
       
 (DIR) Im Energiesparmodus durch die Kälte: Sie schlafen, weil sie schlafen
       
       Die Nachbarskatzen machen vor, wie man unwirtliche Wintertage am besten
       übersteht: in aller Ruhe und mit gefalteten Pfoten.
       
 (DIR) Die DDR: Irgendwann kommt was
       
       Eine große Müdigkeit prägte die letzten Jahre der DDR. Die kollektive
       Erschöpfung ist bis heute zu spüren – und hat auch politische Folgen.
       
 (DIR) Grand Tour durch Berliner Kunsträume: Ergreifend, aber der Hund darf nicht mit rein
       
       Am Wochenende gab es Kunstfilme voll Randale und Tränen. Außerdem:
       geschmolzenen Schnee und kalifornische Sehnsucht trotz bellenden
       Gasthundes.
       
 (DIR) Schwarzwald: An einem Ort namens „Aha“
       
       Wo „Na ja“ und „Tja“ nicht weit sind: Nach einer Wanderung im Schwarzwald
       gibt es Torte und kalte Kachelöfen.
       
 (DIR) Immer den Vogelstimmen nach: Komische Käuze in der Wuhlheide
       
       Manches klingt in der Theorie viel besser, als es sich in der Praxis
       anfühlt. Zum Beispiel eine Führung mit einem Vogelkundler durch den
       winterlichen Park.
       
 (DIR) Winter in Hamburg: Alster ohne Vergnügen
       
       Wann war eigentlich zuletzt das Eis auf der Alster dick genug, um darauf
       Schlittschuh zu laufen? Hamburg enttäuscht in dieser Hinsicht Jahr um Jahr.
       
 (DIR) Begegnungen in der Deutschen Bahn: Glückliche Sardinen in der Intercity-Dose
       
       Das Leben kann man auch in vollen Zügen genießen. Sogar mit Fußballfans.
       Zumindest, wenn es alte Bekannte sind.
       
 (DIR) Mehr Nachhaltigkeit durch Verzicht: Ich sage nein, weil ich es kann
       
       Wer seinen Konsum einschränkt, hat nicht weniger, sondern mehr: mehr Zeit,
       Gesundheit, Lebensqualität. Man kann immer damit anfangen, zu verzichten.
       
 (DIR) Berlin Weichselplatz: Die Eroberung des Südpols
       
       Ist das noch Neukölln oder schon die Antarktis? Eisig peitscht einem der
       Wind ins Gesicht, während man über die Gehwege schlittert.
       
 (DIR) Mütter kennen diesen Trick: Ein gutes Leben
       
       Was tun, wenn die kleine Schwester kein Spielzeug hat, fragte sich der
       kleine Bruder in der Straßenbahn. Ein süßer Lösungsvorschlag.
       
 (DIR) Kreuzberger Planufer: Ein sterbender Schwan
       
       Auch in diesem Winter sterben wieder die Schwäne im Berliner Landwehrkanal.
       
 (DIR) Schnee in der Stadt: Möhrenkuchen mit Topping
       
       Über den Schnee in Berlin, den man nicht essen sollte, selbst dann nicht,
       wenn er wie Zuckerguss aussieht.
       
 (DIR) Schlafende Marionetten: Vorsichtig behandeln – Puppenspieler
       
       Über schlafende Puppen am S-Bahnhof in Berlin-Friedrichshain und darüber,
       was diese von uns Menschen unterscheidet.
       
 (DIR) Engagierter Fußball: Geld interessiert ihn nicht
       
       Über die Unterstützung von Obdachlosen bei Kälte und die Rivalität von
       Fußballfans, die selbst vor diesem Thema nicht haltmacht.
       
 (DIR) Noch eine Fahrt: Der lange Weg zu ihr
       
       Über das Zugfahren von Berlin nach Leipzig, das Umsteigen im immer
       regnerischen Dessau und über die Sehnsucht.
       
 (DIR) Alltag in der Ukraine: Literaturkreis im Luftschutzkeller
       
       Der Comic „Eine kurze Geschichte eines langen Kriegs“ erklärt deutschen
       Leser*innen den jahrhundertealten Konflikt Russlands mit der Ukraine.
       
 (DIR) Ausstellung von Lena Schramm in Würzburg: Hysterisches Vergnügen
       
       Von der Freizeitkultur durchtränkt und ein bisschen beknackt: die Soloschau
       der Berliner Künstlerin Lena Schramm im Museum im Kulturspeicher Würzburg.
       
 (DIR) Selbstversuch im Chor-Projekt: Laut singen ist krass
       
       Zum One-Day-Chor in Bremen treffen sich fremde Menschen, um miteinander zu
       singen: genau ein Mal und ohne Publikum. Unsere Autorin macht mit.
       
 (DIR) An der Welt zweifeln: Zwei Geschichten vom Menschen
       
       Optimismus ist schwer. Aber immer, wenn unsere Kolumnistin den Glauben an
       die Menschheit beinahe verliert, passiert doch wieder etwas ganz
       Wunderbares.
       
 (DIR) Social-Media-Konsum als Guilty Pleasure: Instagram, der gruselige Spiegel
       
       Unsere Autorin hat viele gute Beziehungen, doch ihr Algorithmus auf
       Instagram weiß mehr: Er kennt ihren Alltag und Wünsche – was macht das mit
       ihr?
       
 (DIR) Hans-Peter Feldmann-Ausstellung: Der Anti-Künstler
       
       Im Kunstpalast Düsseldorf sind die lakonischen Bilder und obsessiven
       Nippes-Ansammlungen des 2023 verstorbenen Künstlers Hans-Peter Feldmann zu
       sehen.
       
 (DIR) Unzuverlässige Dienstleistung: So viel Frust über die Post wie noch nie
       
       Das Paket kommt verspätet, der Brief landet woanders oder verschwindet
       komplett: Viele, viele Beschwerden über die Post hat die zuständige Behörde
       registriert.
       
 (DIR) Loblied auf den Schatten: Erlösung in der Hitze
       
       Wie dankbar man an den heißen ersten Julitagen für schattige Plätze war!
       Sie waren Lebensräume und Oasen. Die Sprache hat das noch nicht erfasst.
       
 (DIR) Ein niedergeschlagener Kolumnist: Früher war es besser, früher war ich nie krank
       
       Er hätte von seiner Fahrt jüngst nach Bacharach am Rhein erzählen können.
       Aber nun plagt anderes das Sein unseres Kolumnisten. Er liegt siech
       darnieder.
       
 (DIR) Ausstellung „Hauptstraße Deutschland“: Gebautes Versprechen
       
       Fast 6.500-mal gibt es in Deutschland die „Hauptstraße“. Einige Hundert hat
       der Hamburger Fotograf André Luetzen besucht. Was erzählen sie über uns?