# taz.de -- Alltag
(DIR) In Hamburgs Zentralbibliothek: Gackern und Legen
An müden Frühlingstagen bringen nicht mal Nüsse und Rosinen Autoren-Hühner
auf Hochleistungen. Trotz schöner Bibliothek.
(DIR) Täglich eine Geschichte: Meisterinnen der Miniatur
Unsere Autorin beginnt jeden Tag mit der Lektüre einer kleinen Geschichte
von Anita Daniel, Natalia Ginzburg oder Clarice Lispector. Wer sind diese
Frauen?
(DIR) Alles geht kaputt: Blaue Flecken am Herzen
Terror, Drama, Knacks: Menschen krümmen sich in der Bahn, Kathrin Angerer
quetscht ihre Stimme, und selbst Weichteilchirurgen sehen nur Löcher im
Gewebe.
(DIR) Sehnsucht und traurige Hunde: Wer vermisst die Frau?
Kann man ein Geist werden, ohne es selbst zu merken? Ein flüchtiges
Stadtgespräch offenbart den Selbstbezug.
(DIR) Neuer Schreibtisch: Zum Glück vertippt
Ein Tippfehler auf Kleinanzeigen verhilft zum Schnäppchen, macht sich dann
aber auch noch woanders breit.
(DIR) Liebling der Massen: Mitternachtsbingo
Eigentlich bleibt unser Autor immer brav zu Hause. Als er ausnahmsweise
nachts in der Berliner U-Bahn unterwegs ist, erregt er prompt
Aufmerksamkeit.
(DIR) Unter Freunden: Mit der Schreibmaschine auf dem Balkon
Ein Abend, die Nacht, zehn Jahre. Die Zeit vergeht viel zu schnell, wenn
wir sie mit geliebten Menschen verbringen.
(DIR) Waren auf dem Band: Bestseller an der Supermarktkasse
Ob Gummibären und Schokolade oder diverse Alkoholika. Vor der Kassiererin
lässt sich nicht verheimlichen, was eingekauft wird.
(DIR) Trauer teilen: Schwimmen und Bubatz
Von einem geliebten Menschen Abschied zu nehmen, ist etwas leichter, wenn
man es gemeinsam tut. Tränen fließen trotzdem. Manchmal aber auch aus
Freude.
(DIR) Ausstellung zum Alltag im Ukrainekrieg: Sie sind an der Front und fehlen zu Hause
Die Berliner Schau „Pankows Partnerstadt Riwne – persönliche Berichte vom
Alltag im Krieg“ zeigt das Leben in der Ukraine. Und erinnert an alte
Verbrechen.
(DIR) Gut zu Fuß: Gehen ist das neue Laufen
Warum eigentlich im Fitnessstudio schwitzen? Gegen das Japsen im
Treppenhaus helfen Spaziergänge genauso gut. Und für die Laune sind sie eh
besser.
(DIR) Beruf: Künstler: Die Kunst mit der Kunst
Von der Kunst zu leben ist schön, verlangt aber auch einiges an
Flexibilität und Durchhaltevermögen. Erst recht in Zeiten drastischer
Kulturkürzungen in Berlin.
(DIR) Kriegswinter in Kyjiw: Briefe aus der Dunkelheit
Bangen, dass der Laptop angeht. Yoga im Schein der Taschenlampe. Mit der
Wut des kleinen Bruders klarkommen. Unsere Autorin erzählt von ihrem
Alltag.
(DIR) Im Energiesparmodus durch die Kälte: Sie schlafen, weil sie schlafen
Die Nachbarskatzen machen vor, wie man unwirtliche Wintertage am besten
übersteht: in aller Ruhe und mit gefalteten Pfoten.
(DIR) Die DDR: Irgendwann kommt was
Eine große Müdigkeit prägte die letzten Jahre der DDR. Die kollektive
Erschöpfung ist bis heute zu spüren – und hat auch politische Folgen.
(DIR) Grand Tour durch Berliner Kunsträume: Ergreifend, aber der Hund darf nicht mit rein
Am Wochenende gab es Kunstfilme voll Randale und Tränen. Außerdem:
geschmolzenen Schnee und kalifornische Sehnsucht trotz bellenden
Gasthundes.
(DIR) Schwarzwald: An einem Ort namens „Aha“
Wo „Na ja“ und „Tja“ nicht weit sind: Nach einer Wanderung im Schwarzwald
gibt es Torte und kalte Kachelöfen.
(DIR) Immer den Vogelstimmen nach: Komische Käuze in der Wuhlheide
Manches klingt in der Theorie viel besser, als es sich in der Praxis
anfühlt. Zum Beispiel eine Führung mit einem Vogelkundler durch den
winterlichen Park.
(DIR) Winter in Hamburg: Alster ohne Vergnügen
Wann war eigentlich zuletzt das Eis auf der Alster dick genug, um darauf
Schlittschuh zu laufen? Hamburg enttäuscht in dieser Hinsicht Jahr um Jahr.
(DIR) Begegnungen in der Deutschen Bahn: Glückliche Sardinen in der Intercity-Dose
Das Leben kann man auch in vollen Zügen genießen. Sogar mit Fußballfans.
Zumindest, wenn es alte Bekannte sind.
(DIR) Mehr Nachhaltigkeit durch Verzicht: Ich sage nein, weil ich es kann
Wer seinen Konsum einschränkt, hat nicht weniger, sondern mehr: mehr Zeit,
Gesundheit, Lebensqualität. Man kann immer damit anfangen, zu verzichten.
(DIR) Berlin Weichselplatz: Die Eroberung des Südpols
Ist das noch Neukölln oder schon die Antarktis? Eisig peitscht einem der
Wind ins Gesicht, während man über die Gehwege schlittert.
(DIR) Mütter kennen diesen Trick: Ein gutes Leben
Was tun, wenn die kleine Schwester kein Spielzeug hat, fragte sich der
kleine Bruder in der Straßenbahn. Ein süßer Lösungsvorschlag.
(DIR) Kreuzberger Planufer: Ein sterbender Schwan
Auch in diesem Winter sterben wieder die Schwäne im Berliner Landwehrkanal.
(DIR) Schnee in der Stadt: Möhrenkuchen mit Topping
Über den Schnee in Berlin, den man nicht essen sollte, selbst dann nicht,
wenn er wie Zuckerguss aussieht.
(DIR) Schlafende Marionetten: Vorsichtig behandeln – Puppenspieler
Über schlafende Puppen am S-Bahnhof in Berlin-Friedrichshain und darüber,
was diese von uns Menschen unterscheidet.
(DIR) Engagierter Fußball: Geld interessiert ihn nicht
Über die Unterstützung von Obdachlosen bei Kälte und die Rivalität von
Fußballfans, die selbst vor diesem Thema nicht haltmacht.
(DIR) Noch eine Fahrt: Der lange Weg zu ihr
Über das Zugfahren von Berlin nach Leipzig, das Umsteigen im immer
regnerischen Dessau und über die Sehnsucht.
(DIR) Alltag in der Ukraine: Literaturkreis im Luftschutzkeller
Der Comic „Eine kurze Geschichte eines langen Kriegs“ erklärt deutschen
Leser*innen den jahrhundertealten Konflikt Russlands mit der Ukraine.
(DIR) Ausstellung von Lena Schramm in Würzburg: Hysterisches Vergnügen
Von der Freizeitkultur durchtränkt und ein bisschen beknackt: die Soloschau
der Berliner Künstlerin Lena Schramm im Museum im Kulturspeicher Würzburg.
(DIR) Selbstversuch im Chor-Projekt: Laut singen ist krass
Zum One-Day-Chor in Bremen treffen sich fremde Menschen, um miteinander zu
singen: genau ein Mal und ohne Publikum. Unsere Autorin macht mit.
(DIR) An der Welt zweifeln: Zwei Geschichten vom Menschen
Optimismus ist schwer. Aber immer, wenn unsere Kolumnistin den Glauben an
die Menschheit beinahe verliert, passiert doch wieder etwas ganz
Wunderbares.
(DIR) Social-Media-Konsum als Guilty Pleasure: Instagram, der gruselige Spiegel
Unsere Autorin hat viele gute Beziehungen, doch ihr Algorithmus auf
Instagram weiß mehr: Er kennt ihren Alltag und Wünsche – was macht das mit
ihr?
(DIR) Hans-Peter Feldmann-Ausstellung: Der Anti-Künstler
Im Kunstpalast Düsseldorf sind die lakonischen Bilder und obsessiven
Nippes-Ansammlungen des 2023 verstorbenen Künstlers Hans-Peter Feldmann zu
sehen.
(DIR) Unzuverlässige Dienstleistung: So viel Frust über die Post wie noch nie
Das Paket kommt verspätet, der Brief landet woanders oder verschwindet
komplett: Viele, viele Beschwerden über die Post hat die zuständige Behörde
registriert.
(DIR) Loblied auf den Schatten: Erlösung in der Hitze
Wie dankbar man an den heißen ersten Julitagen für schattige Plätze war!
Sie waren Lebensräume und Oasen. Die Sprache hat das noch nicht erfasst.
(DIR) Ein niedergeschlagener Kolumnist: Früher war es besser, früher war ich nie krank
Er hätte von seiner Fahrt jüngst nach Bacharach am Rhein erzählen können.
Aber nun plagt anderes das Sein unseres Kolumnisten. Er liegt siech
darnieder.
(DIR) Ausstellung „Hauptstraße Deutschland“: Gebautes Versprechen
Fast 6.500-mal gibt es in Deutschland die „Hauptstraße“. Einige Hundert hat
der Hamburger Fotograf André Luetzen besucht. Was erzählen sie über uns?
(DIR) Die Wahrheit: Hämmer, schepper, brüll
Kurt wird wach: Ein ganz normaler Morgen im Leben eines ganz normalen
Menschen, der routiniert sein hartes Lärmtagwerk vollbringt.
(DIR) Wiederaufbau in der Ukraine: Die Hoffnung hat viele Gesichter
Rund um Cherson hat sich der Krieg tief ins Land gefressen, die Front ist
immer noch nah. Aber die Menschen hier wollen ihr Zuhause wieder aufbauen.
(DIR) Neues Album von Richard Dawson: Klangblitze der Selbsterkenntnis
Richard Dawson hat seit jeher den Blues. Auf seinem neuen, tieftraurigen
Album „End of the Middle“ kommt noch Weltekel hinzu. Das klingt ziemlich
gut.
(DIR) Auf dem Weg nach Nordgaza: Auf der Suche nach einem neuem Leben in den Trümmern
Unser Autor kehrt zu Fuß in seine Heimat Nordgaza zurück, durch eine
zerstörte Landschaft. Und fühlt sich fremd an dem Ort, der einmal sein
Zuhause war.
(DIR) Format im Deutschlandfunk „und jetzt?!“: Überstrapazierte Lebendigkeit
Live dabei sein, wie Leute Probleme wälzen – das bietet ein neues Konzept
des Deutschlandfunks. Und manchmal ist das tatsächlich großes Radio.
(DIR) Irak nach dem Systemsturz in Syrien: „Niemand will mehr kämpfen“
Wie blicken Menschen im Irak auf die Umbrüche im Nachbarland Syrien?
Christen machen sich Sorgen. Café-Besucher wollen nichts von Politik
wissen.
(DIR) Erledigungen im Alltag: Das Körbchen ist niemals leer
Früher habe ich versucht, immer „alles“ zu schaffen, was anstand. Heute
weiß ich, dass das nicht geht und lasse Etliches lieber liegen.
(DIR) Ein Leben nach Fahrplan: Früher war alles schlimmer
Wer umzieht, lässt immer auch etwas zurück. Das kann man dann vermissen.
Manchmal aber zeigt sich nur, wie dämlich man mal war, meint unser
Kolumnist.
(DIR) Alltag in der Ukraine: Krieg ist eine Wette
Neun Stunden dauerte der letzte Luftalarm in Kyjiw. Unser Autor berichtet
von Medikamenten gegen die Angst und einem Luftschutzbunker, der keiner
ist.
(DIR) Neue Erzählungen von Andreas Stichmann: Denkmal für eine junge Punkerin
Klemmende Kommunikationssituationen, sonderbar über Heimat nachdenken: In
„Loreley“ lässt Andreas Stichmann den Rhein durch die Erzählungen fließen.
(DIR) Ausstellung über Thomas Arslans Filme: Der Stadtraum als Protagonist
Seine Filme machen die Veränderungen Berlins sichtbar. Nun wurden dem
Regisseur Thomas Arslan in Berlin eine Ausstellung und eine Filmreihe
gewidmet.
(DIR) EU-Wahlen 2024: Energie für die Demokratie
Das, was Menschen jeden Tag für sich und andere tun, kann als Energie
bezeichnet werden. Aber wie kann man die in politische Prozesse übertragen?