# taz.de -- Literatur
       
 (DIR) Buch der Geliebten François Mitterrands: Dafür kommen wir also auf die Welt … für die Galeere
       
       Erstmals auf Deutsch: „Renata wasweißich“. Catherine Guérard schrieb in den
       60ern über entfremdete Arbeit und den Wunsch, als Frau ein freies Leben zu
       führen.
       
 (DIR) Hamburger Lesefest „Sorbet“: „Mit Essen und Trinken kann man Literatur sinnlicher machen“
       
       Von Kuchen, Cocktails und Lieferdiensten: Das Hamburger Lesefest „Sorbet“
       präsentiert Texte, die direkt oder indirekt mit Kulinarik zu tun haben.
       
 (DIR) Storys von Tony Tulathimutte: Nur die Form des Absturzes variiert
       
       Hier schreibt jemand, der die Sprache des „Chronically Online“-Daseins
       verinnerlicht hat: Tony Tulathimutte verstört die englischsprachige
       Literaturwelt.
       
 (DIR) Ukrainischer Autor Andrej Kurkow: „Wir dürfen nicht die sowjetische Methode wiederholen“
       
       Der ukrainische Schriftsteller Andrej Kurkow im Gespräch über sein neues
       Kriegstagebuch, seine Familiengeschichte und Boule für Veteranen.
       
 (DIR) Die Wahrheit: Nesthäkchen mit Zitterkuli
       
       Eine ganz neue Buchreihe für Frauen, von der Wiege bis zur Bahre, wird der
       literarische Entwicklungsknaller schlechthin.
       
 (DIR) NS-Widerstandskämpferin Hilde Coppi: Schnörkellose Sprache, unmittelbare Empathie
       
       Hans Coppi jr. nähert sich in einem Buch mit erhaltenen Briefen dem
       Andenken seiner Eltern Hilde und Hans Coppi an. Sie wurden als Mitglieder
       der Roten Kapelle von den Nazis ermordet.
       
 (DIR) Science-Fiction aus dem Cyberraum: Ein Blick in die Zukunft
       
       Kann Science-Fiction die Instabilität von Realität ästhetisch erfahrbar
       machen? Alexander Dobrindt und Boris Pistorius als heimliche Avantgarde.
       
 (DIR) Traurige Bücher: Herta und Gisbert
       
       Gute Geschichten sind oft ein bisschen traurig. Die meisten von ihnen kann
       man in der Bibliothek finden, wie die von der Giraffe, die immer kleiner
       wird.
       
 (DIR) Literaturpreis für Graswurzel-Lyrik: Die Poesie des Lieferfahrers
       
       Der chinesische Essenslieferant Wang Jibing erhält für seine Gedichte den
       renommierten chinesischen Lu-Xun-Literaturpreis. Das ist ein echtes Novum.
       
 (DIR) Festival zu antifaschistischer Literatur: Auf der Suche nach radikaler Sprache
       
       Was heißt antifaschistische Literatur und was lernen wir aus ihr? Im
       Berliner Brecht-Haus wurde eine Woche lang über Literatur und Widerstand
       diskutiert.
       
 (DIR) Lesung junger Autor:innen in Berlin: Ein Bienennest summt in der Brust
       
       „Die Zeit heilt alle Hündchen“ lautete der Titel einer Lesung im
       Literarischen Colloquium Berlin, auf der junge Autor:innen eigene Texte
       vorstellten.
       
 (DIR) Büchner-Preisträgerin Christine Wunnicke: Fröhliche Wissenschaft und heitere Aufklärung
       
       Christine Wunnicke hat den diesjährigen Büchnerpreis verliehen bekommen.
       Federleicht verbindet sie mikroskopisch genaue Erkundungen mit Humor.
       
 (DIR) Büchner-Preis für Christine Wunnicke: Überraschendes zwischen Hollywood und Nagasaki
       
       Die Autorin Christine Wunnicke erhält den renommierten Georg-Büchner-Preis.
       Ihr Erzählwerk sei „stets überraschend“, lobt die Jury.
       
 (DIR) Internationaler Literaturpreis des HKW: Weine nicht, Mama, ich werde über alles schreiben
       
       András Visky und Übersetzerin Timea Tankó erhalten den Internationalen
       Literaturpreis. Verliehen wird er vom Haus der Kulturen der Welt in Berlin.
       
 (DIR) Bachmannpreis 2026: In frontaler Opposition zu allem
       
       Lena Schätte gewinnt den Ingeborg-Bachmannpreis und den Publikumspreis
       gleich mit dazu. Das Prekariat offenbart sich am Wörthersee in Form von
       Flecken.
       
 (DIR) Robert Seethalers Roman „Die Straße“: Ecken und Kanten des Lebens
       
       Robert Seethalers neuer Roman ist ein Wimmelbild für Erwachsene. „Die
       Straße“ möchte von der Fülle menschlicher Sehnsüchte und Widersprüche
       erzählen.
       
 (DIR) Kinderbücher für den Sommer: Picknick und Fieberträume
       
       Nikolaus Heidelbach und Jockum Nordström illustrieren ein staunenswertes
       Miteinander. „Stuxx“ erzählt von koreanischem Kimchi und der ersten Liebe.
       
 (DIR) Eröffnung Bachmannpreis: Das Blutwunder von Klagenfurt
       
       Doppeljubiläum am Wörthersee: In Klagenfurt wurden die 50. Tage der
       deutschsprachigen Literatur eröffnet. Vom Spardiktat ist keine Rede mehr.
       
 (DIR) Ingeborg Bachmann und die Politik: Dichtung und Wahrheit
       
       Ingeborg Bachmann nahm in ihrem Schreiben stets die Gewalt in der Sprache
       in den Blick. Wo stand die Dichterin politisch?
       
 (DIR) Updates vom „Ingebot“: Flockt die Milch
       
       Automatisierung der Jahrhundert-Dichterin: Auf Bluesky veröffentlicht der
       Bot-Account „Ingebot Bachmann“ alle vier Stunden randomisierte Wortfetzen
       der Autorin.
       
 (DIR) 50 Jahre Ingeborg-Bachmann-Preis: Die Bachmanntorte
       
       In Ingeborg Bachmanns Namen findet seit jetzt 50 Jahren der Betriebsausflug
       der Literaturszene nach Klagenfurt statt. Traditionslinien laufen zurück
       zur Gruppe 47.
       
 (DIR) Umzug des Fischer-Verlages: Ist es mit der Literatur doch noch nicht vorbei?
       
       Der Fischer Verlag sucht die Reibungsenergie mit Autorinnen und Autoren und
       zieht nach Berlin. Verbunden ist das mit einem Bekenntnis zur Literatur.
       
 (DIR) Roman „Prosopon“ von Anna Felnhofer: Eine Blindheit, die kränkt
       
       Anna Felnhofers herausragender Roman „Prosopon“ erzählt von einer
       kognitiven Störung und einem Hochleistungsakt der Einfühlung.
       
 (DIR) „Niemand da“ von Ingvar Ambjørnsen: Unter der kranken Sonne
       
       Ingvar Ambjørnsen begegnete Freaks, Hausbesetzern, Süchtigen mit Empathie.
       Nun gibt es suggestive Erzählungen aus dem Nachlass.
       
 (DIR) Besuch bei der Buchmesse in Kyjiw: Im Hauptquartier der Kulturstreitkräfte
       
       Kyjiw wurde kurz vor dem „Book Arsenal“-Festival massiv beschossen. Die
       Kulturszene ist stark davon betroffen, zeigt sich aber unerschütterlich.
       
 (DIR) Italiener – und Fan der Deutschen: „Mein Favorit ist natürlich Deutschland!“
       
       Der italienische Bestsellerautor Giuseppe Culicchia ist „tifoso“ der
       deutschen Mannschaft. Nun hat er ein Buch über seine Leidenschaft
       geschrieben.
       
 (DIR) „Wachs und Gold“ von Joachim Bessing: Einübung in einen äthiopischen Blick
       
       Ein Erzähler reist nach Addis Abeba und kommt recht weit damit, kulturell
       zwischen den Zeilen zu lesen. „Wachs und Gold“ von Joachim Bessing.
       
 (DIR) Roman „Michaela Kohlhaas“: Unmerklicher Umstieg auf ein paralleles Leben
       
       Heike Geißler erfindet Kleist neu: Unbeirrbar schreitet in ihrem Roman die
       Aussätzige „Michaela Kohlhaas“ dem eigenen Ende entgegen.
       
 (DIR) Was Autor:innen inspiriert: Schreibende sind auch nur Lesende
       
       In der Berliner Veranstaltungsreihe „Vorgemerkt.“ stellen Autor:innen
       Werke aus dem Bibliotheksbestand vor, die bei ihnen Eindruck hinterlassen
       haben.
       
 (DIR) Anna-Seghers-Preis für Daniela Catrileo: Strategien der Champurría
       
       Die chilenische Autorin Daniela Catrileo richtet den Blick auf die indigene
       Kultur ihrer Vorfahren. Endlich kommt ihre Literatur auch in Deutschland
       an.
       
 (DIR) Graphic Novel „Al-Fazia“ von Tobi Dahmen: Von der Kunst des Überlebens
       
       In einfühlsamen Skizzen erzählt Comicautor Tobi Dahmen die Geschichte des
       Syrers Akram Al Saud, der sich der Gewalt des Assad-Regimes widersetzte.
       
 (DIR) Graphic Novel „Blutsauger“: Eine Horrorkomödie mit Tiefgang
       
       Ist der Nachbar nur oldschool oder etwa ein aktiv tätiger Vampir? André
       Breinbauers Comic-Erzählung kombiniert Wiener Charme mit düsterer Spannung.
       
 (DIR) Anne Carson in Berlin: Umweg über die Entstehung der Welt
       
       Die Lyrikerin und Essayistin Anne Carson hielt beim Poesiefestival Berlin
       einen Vortrag. Thema war die Geschichte des „Skywritings“.
       
 (DIR) Roman über die Zeit von Aids: Erschrocken über das eigene Überleben
       
       Eine ausgelassene Feier in Berlin, dann Aids – nur der Erzähler überlebt
       die Epidemie: Hans Pleschinskis Schicksalsroman „Bildnis eines
       Unsichtbaren“.
       
 (DIR) Das war das Berliner Theatertreffen: Der Arbeiter als Kostüm
       
       Das Spektakel hatte beim diesjährigen Theatertreffen Konjunktur. Die Helden
       wurden dabei von Nahrung, Menschen und Emotionen gebeutelt.
       
 (DIR) Debatten um den Friedenspreisträger: Was treibt Boualem Sansal?
       
       Hat sich Boualem Sansal, der Kämpfer gegen Diktatur und autoritäre
       Religion, den Rechten zugewandt? Auf Fragen der taz antwortet der Autor per
       Mail.
       
 (DIR) Gedenkabend in Berlin: Musik für ungedrehte Filme
       
       Melancholie im „Alten Schweden“: Ein Abend zu Ehren des verstorbenen
       Regisseurs Béla Tarr und des Autors László Krasznahorkai.
       
 (DIR) Wissenschaftlerin über DDR-Literatur: „Niemand wusste besser, zwischen den Zeilen zu schreiben“
       
       Trotz oder gerade wegen des staatlichen Sozialismus hat die Literatur der
       DDR queeres Potenzial, sagt die Literaturwissenschaftlerin Franziska Haug.
       
 (DIR) Russische Buchmesse in Berlin: Mit Literatur gegen die „Schizo-Realität“
       
       Die zweite Exil-Buchmesse für russischsprachige Literatur in Berlin war
       größer und bunter als die erste Ausgabe. Es wurde kontrovers diskutiert.
       
 (DIR) Gustav Seibts „Sommer mit Goethe“: Das Aufjauchzen des Klassikers
       
       „Safer Sex“ und „Zeitmaschine“ heißen Kapitel im Goethe-Buch des
       Literaturkritikers Gustav Seibt. Ein schöner Einstieg ins kulturelle
       Gedächtnis.
       
 (DIR) Autor Jason Reynolds im Gespräch: „Du kannst deine Geheimnisse in Bücher flüstern“
       
       Der Amerikaner Jason Reynolds schreibt Kinder- und Jugendromane über Gewalt
       und Rassismus. Trotzdem ist er überzeugt: Menschen sind von Natur aus gut.
       
 (DIR) Comicbiografie „George Lucas“: Das Independentkino schlägt zurück
       
       Der Star-Wars-Regisseur unterwegs zum Großunternehmer: Episode II der
       Graphic Novel „George Lucas“ erzählt mit klarem Strich vom schwierigen
       zweiten Film.
       
 (DIR) Iryna Fingerova und ihr Roman „Zugwind“: „Sie vermeidet negative Emotionen“
       
       Die auf den Tresen springt: Iryna Fingerova, in Dresden lebende ukrainische
       Schriftstellerin, über Arztgeheimnisse und Perspektiven der Migration.
       
 (DIR) Aufarbeitung von Tschornobyl: In der Zone des Schweigens
       
       Am 26. April 1986 ereignete sich der Super-GAU von Tschornobyl. In der
       Ukraine war das ein Trauma, dessen Aufarbeitung vom Krieg unterbrochen
       wurde.
       
 (DIR) Comic-Gesamtausgabe „Frank Cappa“: Alter Held neuer Schule
       
       Ein Spanier, dessen Name nach einem Deutschen klingt. Und eine Comicfigur,
       die an den Fotografen Robert Capa erinnert: Manfred Sommers „Frank Cappa“.
       
 (DIR) Feridun Zaimoglu übers Schreiben: „Authentizität ist für'n Arsch“
       
       Für den Autor Feridun Zaimoglu ist Schreiben ein radikaler Bruch mit der
       Wirklichkeit, jedes Buch ein Neuanfang. Auf Identität gibt der Kieler
       nichts.
       
 (DIR) Arthur Schnitzlers Novelle in München: Else in Barcelona
       
       Leonie Böhm bringt „Fräulein Else“ in München auf die Bühne. Sie schafft an
       den Kammerspielen ein großes, weil diskussionswürdiges Theater.
       
 (DIR) Autorin über Heldinnen der Meere: „Es lohnt sich, starrsinniger zu sein“
       
       Das Meer galt lange Zeit als männliche Domäne. Wie die Geschichte einer
       grausamen Piratin und der Erfolg einer Forscherin den Blick darauf
       verändern.
       
 (DIR) Autorin Nona Fernández über Chile: „Nostalgisches Erinnern langweilt mich“
       
       Wie konnte es so weit kommen, dass in Chile erneut die Ultra-Rechte
       regiert? Nona Fernández über ihr Werk, die Linke und die Bereitschaft zum
       Handeln.
       
 (DIR) Kinder- und Jugendbücher im Frühjahr: Lakikak heißt Ziegenmist
       
       Ein Kind lernt skaten, ein Hund lesen und Mirza eine neue Sprache.
       Neuerscheinungen von Julie Flett, Enne Koens, Andreas Greve und Lena
       Winkel.