# taz.de -- Literatur
       
 (DIR) Täglich eine Geschichte: Meisterinnen der Miniatur
       
       Unsere Autorin beginnt jeden Tag mit der Lektüre einer kleinen Geschichte
       von Anita Daniel, Natalia Ginzburg oder Clarice Lispector. Wer sind diese
       Frauen?
       
 (DIR) Neuer Roman von Helene Bukowski: Der letzte Akkord einer begabten Pianistin
       
       „Wer möchte nicht im Leben bleiben“ heißt der neue Roman von Helene
       Bukowski. Darin erzählt sie von den Freuden an der Musik und dem Drill des
       staatlichen DDR-Fördersystems.
       
 (DIR) Porträt des Autors Miljenko Jergović: Gedenksteine für das Menschliche
       
       Der Schriftsteller Miljenko Jergović beschreibt die Notlügen, die Scham,
       die Angst und die Liebe auch im Krieg. Am Mittwoch erhält er den Preis für
       europäische Verständigung.
       
 (DIR) Neuer Roman von Norbert Gstrein: Entscheidungen angesichts einer zerbrechenden Weltordnung
       
       Der neue Roman von Norbert Gstrein führt über beide Weltkriege zur Invasion
       der Ukraine. Er stellt sich den Themen von Verantwortung und Schuld.
       
 (DIR) Buchladen „Zur schwankenden Weltkugel“: Revolutionen aus der Kiste für zwei Euro
       
       Stöbern, was Kulturstaatsminister Weimer hier wohl stört: ein Besuch im
       Berliner Buchladen „Zur schwankenden Weltkugel“, der nun viele neue
       Besucher zählt.
       
 (DIR) Ken Keseys Roman „Seemannslied“: Nach den Sonnenstürmen
       
       Aus der amerikanischen Gegenkultur der 1960er ans Ufer der Gegenwart: Ken
       Keseys prophetischer Roman über die 2020er Jahre erscheint in deutscher
       Übersetzung.
       
 (DIR) Ausschluss vom Buchhandlungspreis: Lieber dem Argwohn folgen
       
       Der Kulturstaatsminister schließt drei Buchläden vom diesjährigen Deutschen
       Buchhandlungspreis aus. Grund seien Erkenntnisse des Verfassungsschutzes.
       
 (DIR) Debütroman von Son Lewandowski: Vom Glauben an den Schmerz und die Disziplin
       
       Son Lewandowski erzählt von weiblichen Körpern unter extremen Bedingungen.
       „Die Routinen“ handelt vom Kunstturnen und der Selbstoptimierung.
       
 (DIR) Loewe Verlag ohne KI: KI hat keine Fantasie
       
       Der Loewe Verlag kennzeichnet seine Kinderbücher mit dem Hinweis, diese
       seien ohne KI entstanden. Das ist richtig, aber keine generelle Absage an
       KI.
       
 (DIR) Palästinensische Literatur: Wenn die Sprache versagt
       
       Das langjährige Programm „Goethe-Institut im Exil“ wurde kurzfristig
       eingestellt. Eine gecancelte Lesung in Berlin fand deshalb an anderem Ort
       statt.
       
 (DIR) Roman „Acht Jahreszeiten“: Zu tief sitzen die Vorurteile
       
       Eindrucksvoll und wütend: Mit ihrem Roman „Acht Jahreszeiten“ gibt Kathrine
       Nedrejord der Minderheit der Sámi in Norwegen eine Stimme.
       
 (DIR) Buchvorstellung von Pelicots Memoiren: Noch immer ein weiter Weg
       
       Bei ihrem Auftritt in Hamburg bleibt Gisèle Pelicot kämpferisch. Männer und
       Frauen seien aber nicht dazu gemacht, auf Dauer in Feindschaft zu leben.
       
 (DIR) Soldat über vier Jahre Krieg: „Wir sprechen jetzt anders über Angst, Hoffnung oder Wut“
       
       Serhij Zhadan ist Autor und Soldat. Ein Gespräch darüber, wie der Krieg
       Gesellschaft und Zeitwahrnehmung verändert – und die Sprache präzisiert.
       
 (DIR) Alfred-Kerr-Preis an Dietmar Dath: Viel Schreib, viel Ehr
       
       Der Schriftsteller und „FAZ“-Redakteur Dietmar Dath erhält den
       Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik.
       
 (DIR) Buch von Wolfram Lotz: Die Sprache der Träume
       
       Wovon träumt Europa? Dramatiker Wolfram Lotz knotet Verdrängtes aus dem
       Reich des Unbewussten zu einem langen Traumfaden zusammen.
       
 (DIR) Abschied von Hermann Peter Piwitt: Der Trost guter Literatur
       
       Der Schriftsteller Hermann Peter Piwitt ist tot. Die Frage, was wohl
       bleibt, wenn man nicht mehr ist, ist schon in seinen Büchern
       allgegenwärtig.
       
 (DIR) 1.457 Tage Krieg in der Ukraine: Lesen gegen die Angst
       
       Ukrainische Bücher sind im Trend. Menschen strömen zu Lesungen. Junge
       Autorinnen und Autoren werden zu lebendigen Stimmen einer ganzen
       Generation.
       
 (DIR) Sprachprojekt in Neukölln: Einfach mal den Mund aufmachen
       
       „Pipe up! Die Wort Werkstatt“ lädt SchülerInnen ein, mit Sprache zu
       experimentieren. Das bietet die Chance, ein neues Selbstbewusstsein zu
       entwickeln.
       
 (DIR) Bühnenfassung von „Auf allen vieren“: Die Frau an der Klippe
       
       Ein vierköpfiges Frauenkollektiv hat Miranda Julys Roman „Auf allen vieren“
       in den Sophiensaelen in Berlin uraufgeführt. In den Hauptrollen: Fritzi
       Haberlandt und Meike Droste.
       
 (DIR) Teilzeit-Debatte: Der Verlust, wenn Arbeit (nicht) verweigert wird
       
       Schon vor 120 Jahren wünschten sich die Menschen, weniger zu arbeiten. Von
       jenen, die diesem Wunsch nachgehen konnten, profitiert unsere Kultur bis
       heute.
       
 (DIR) Nachruf auf Cees Nooteboom: Der europäische Tramp
       
       Cees Nooteboom liebte das Reisen und schrieb darüber sowie über seine
       Kriegserfahrungen. Nun ist der niederländische Schriftsteller im Alter von
       92 Jahren verstorben.
       
 (DIR) Barbara Honigmann „Mischka“: Zwischen Rosenhügeln und Ersatzmüttern
       
       Ein internationales Kulturbürgertum, das nie eine konkrete Verortung hatte:
       Barbara Honigmann beschreibt das jüdisch-kommunistische Milieu des 20.
       Jahrhunderts.
       
 (DIR) Jill Johnson „Nachtschattengewächse“: Grünzeug des Unheils
       
       Eustacia Rose züchtet Giftpflanzen und wird eines Tages verdächtigt, einen
       Giftmord begangen zu haben. Ein Krimi mit skurrilem britischen Humor.
       
 (DIR) Die Memoiren von Margaret Atwood: Der Report der Margaret A.
       
       Die kanadische Bestseller-Autorin hat die Geschichte ihres Lebens
       geschrieben. In „Book of Lives“ blickt sie auf Bücher und Männer,
       Freundinnen und Feindinnen zurück.
       
 (DIR) Neu illustrierte Märchen: Wettbewerb in Faulheit
       
       Auch der fünfte Band von „Grimms Märchen“, illustriert und herausgegeben
       von Henrik Schrat, überrascht wieder mit Anarchismus und Staubsaugern.
       
 (DIR) Rilke und Paul Auster als Graphic Novel: Klassische Literaturstoffe neu interpretiert
       
       Die Comic-Adaption von Paul Austers New-York-Trilogie überrascht durch ihre
       Vielschichtigkeit. Rilke überzeugt mit feinem jugendlich-femininen Humor.
       
 (DIR) Roman über Belarus: Die EU-Kommission bekundet tiefe Besorgnis
       
       Das neue Buch von Viktor Martinowitsch trägt den polemischen Titel „Das
       Gute siegt“. Ein großes Werk über das bleierne Belarus.
       
 (DIR) Alltag in der Ukraine: Literaturkreis im Luftschutzkeller
       
       Der Comic „Eine kurze Geschichte eines langen Kriegs“ erklärt deutschen
       Leser*innen den jahrhundertealten Konflikt Russlands mit der Ukraine.
       
 (DIR) Nachdenken über das Feuilleton: Die Rolle des Verrisses in der Karriereplanung
       
       Jonathan Guggenbergers Text in der taz zeitigt interessante Reaktionen. So
       fragt Daniel Stähr, ob Feuilletons überhaupt noch Hypes erzeugen können.
       
 (DIR) Michal Ajvaz „Die andere Stadt“: Der Hai auf dem Kirchturm
       
       Magisches Prag: In Michal Ajvaz’ „Die andere Stadt“ öffnen sich hinter
       urbanen Fassaden suggestive surreale Erzählwelten.
       
 (DIR) Verlegerin über grönländische Identität: „Wir spüren eine internationale Solidarität“
       
       Die Grönländerin Laali Lybert hat in der Vulkaneifel den Inuit Verlag
       gegründet. Gleich das erste Buch verknüpft Tradition und Klimawandel.
       
 (DIR) Russische Autorin über das Exil: „Brutalität verändert Menschen irreparabel“
       
       Die nach Berlin emigrierte russische Autorin Marija Stepanova verhandelt in
       „Der Absprung“ Schuldgefühle im Exil. Der Roman versteht sich als Fabel.
       
 (DIR) Autofiktionale Literatur: Das kauf ich dir nicht ab
       
       Autofiktionale Literatur liegt im Trend: Nur im Konkreten scheint die Welt
       noch erfassbar. Warum lesen wir so gern Geschichten der Betroffenheit?
       
 (DIR) Tagebücher von Arno Schmidt: Der eigenen Radikalität nicht gewachsen
       
       Das einzig erhaltene Tagebuch von Arno Schmidt behandelt die Jahre von 1957
       bis 1962. Es zeigt das Bild eines rastlosen, genialischen Einzelgängers.
       
 (DIR) Autorin El Hor erhält Werkausgabe: Sehnsucht läuft ins Leere
       
       Sie nannte sich El Hor und provozierte die Gesellschaft um 1900 mit
       grotesker, tieftrauriger Kurzprosa. Nun wurde die Identität der Autorin
       enthüllt.
       
 (DIR) Neuer Roman von Richard Schuberth: Lust, Performance und Labern auf Facebook
       
       Richard Schuberth hat einen Roman über prekarisierte linke Kulturarbeiter
       in den sozialen Medien geschrieben. „Der Paketzusteller“ ist anrührend.
       
 (DIR) Romane und Krimis als Graphic Novel: Eine Welt von verwirrender Unwirklichkeit
       
       Erotische Fesseln, einsame Ermittler und erneuerte Noir-Mythologie. Romane
       Léo Malets und der Strugatskis neu inszeniert, Brubaker/Sand in Deluxe.
       
 (DIR) Eine Weihnachtsgeschichte: Johnny kommt zu dritt
       
       Das Weihnachtsfest mit neuer Liebe und unerwartet vielen neuen Menschen –
       und dann auch noch dieser uralte Hund, der einfach nicht pinkeln will.
       
 (DIR) Posthumer Roman von Tezer Özlü: Bruchstücke eines Lebenshungers
       
       Wiederentdeckung der Schriftstellerin Tezer Özlü: In ihrem Roman „Die
       kalten Nächte der Kindheit“ schrieb sie sich in den Ausnahmezustand hinein.
       
 (DIR) Preis der europäischen Verständigung: Der Eiffelbrückenbauer
       
       Ein Schriftsteller, wie man ihn jedem Land wünscht: Miljenko Jergović aus
       Bosnien. Er erhält den Leipziger Buchpreis zur europäischen Verständigung.
       
 (DIR) Jane Austen und die Geschlechterrollen: Neue Frauen an der Seitenlinie
       
       In „Überredung“ blickt Jane Austen auf ein neues Geschlechterverhältnis.
       Womöglich hat ihr letzter Roman eine heimliche, uneingestandene Heldin.
       
 (DIR) Jane Austens Roman „Northanger Abbey“: Catherine und die Geister
       
       Auch in „Northanger Abbey“ wird am Ende geheiratet. Aber bis dahin
       parodiert Jane Austen kunstfertig und liebevoll den damals populären
       Schauerroman.
       
 (DIR) Zu Besuch bei Jane Austen in Chawton: Pride und Pepperoni Pizza
       
       Ein Besuch in Chawton, wo Jane Austen lebte. In Großbritannien sind ihre
       Romane Schullektüre. Dieses Jahr ist um sie ein regelrechtes Fieber
       entbrannt.
       
 (DIR) 250. Geburtstag von Jane Austen: Wenn Paare zueinanderfinden
       
       Das Romance-Genre boomt und beruft sich auf Jane Austen als Ahnherrin. Zu
       Recht? Auftakt einer Reihe zum 250. Geburtstag der britischen Autorin.
       
 (DIR) Buch des Jahres bei SWR: Zwischen Botanik und Biografie
       
       Georgi Gospodinovs „Der Gärtner und der Tod“ wurde zum „Buch des Jahres“
       gewählt. Der bulgarische Autor reflektiert darin den Verlust seines Vaters.
       
 (DIR) Museum für die Bremer Stadtmusikanten: Ein bisschen Kitsch tut keinem weh
       
       Mit dem Stadtmusikanten- und Literaturhaus hatte sich Bremen bei der Unesco
       für den Titel „City of Literature“ beworben. Jetzt steht das Konzept.
       
 (DIR) Fantasy-Comic „Quest“: Auf der Suche nach dem Biest
       
       Wo ist der Wolpertinger? „Quest“ ist die originelle Neudeutung der
       Arthus-Sage – und eine schlichtweg zauberhafte Graphic Novel.
       
 (DIR) Hörbuch „Im Leben nebenan“: Das Ich aus der Parallelwelt
       
       Von ungewollter Kinderlosigkeit zu Regretting Motherhood: In „Im Leben
       nebenan“ werden verschiedene Facetten von (Nicht-)Mutterschaft zum Thema.
       
 (DIR) Leipziger Literaturhaus bedroht: Der Imageschaden wäre groß
       
       Leipzig versteht sich als Stadt des Buches. Ausgerechnet hier könnte es
       allerdings bald kein Literaturhaus mehr geben. Dabei geht es um wenig Geld.
       
 (DIR) 491 Tage in Hamas-Gefangenschaft: Im Tunnel von Gaza
       
       Eli Sharabi war eines der Entführungsopfer beim Terrorüberfall der Hamas am
       7. Oktober 2023. In einem bewegenden Buch beschreibt er seine Zeit als
       Gefangener.