# taz.de -- Literatur
       
 (DIR) Lob des Eskapismus: Ein anderes Ende, ein besseres Ende
       
       Die Welt ist schlecht, weiß unsere Kolumnistin. Und leider holt sie nicht
       mal die Flucht in den Buchladen da raus. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt.
       
 (DIR) Buch „Ich habe den Tod gerettet“: So viele Fragen an Madlenka
       
       Lucie Faulerová hat in ihrem Roman „Ich habe den Tod gerettet“ eine
       berührende, intensive Erzählung über einen fast selbstvernichtenden Schmerz
       geschrieben.
       
 (DIR) Entgegnung auf Maxim Biller: Wer nicht lesen kann, muss schweigen
       
       Die Krise der Literaturkritik hat Maxim Biller per Pamphlet ausgerufen.
       Anstatt sie zu retten, führt er sie aber auf einen Holzweg.
       
 (DIR) Selfies mit Prominenten: Mein alter Kumpel Orhan Pamuk
       
       Wenn du einem Star begegnest, kannst du mit einem simplen Trick bei deiner
       Frau Eindruck schinden. Mit einem Literaturnobelpreisträger klappt das
       nicht.
       
 (DIR) Ausgezeichnete Autorinnen: Eine gute Woche für die Literatur
       
       Der Nobelpreises für Literatur geht an Anne Carson, der Deutsche Buchpreis
       an Shida Bazyar. Beides ist großartig. Die Literatur lebt.
       
 (DIR) Propaganda auf der Buchmesse: Kolumbiens Kulturkampf ums Buch
       
       Der offizielle Stand Kolumbiens auf der Frankfurter Buchmesse löst Empörung
       aus. Die neue rechtsgerichtete Regierung setzt ihre eigenen Slogans ins
       Zentrum.
       
 (DIR) Ahmad Mansour „Haltung ohne Hass“: Mit geöffneten Armen
       
       Mansour schildert in vielen Anekdoten aus seiner Beratungspraxis in Schulen
       oder Gefängnissen. Er sieht Streit mit Andersdenkenden als wichtiges
       Element.
       
 (DIR) Maxim Biller über Gegenwartsliteratur: Was mich wütend macht
       
       In den Feuilletons nehmen Respektbekundungen gegenüber dem Kunstgewerbe
       immer mehr Platz ein. Doch wo bleiben die Hymnen auf die wirklich großen
       Autoren?
       
 (DIR) Deutscher Buchpreis für Shida Bazyar: Geschichte eines Heimatortes
       
       Shida Bazyar erhält für ihren Roman „Die Lücken“ den Deutschen Buchpreis.
       In ihrer Dankesrede machte sie auf die düstere politische Situation
       aufmerksam.
       
 (DIR) Lesung Writing Black Berlin: Komplett andere Geschichten im Gepäck
       
       Eine Berliner Veranstaltung wagte eine Bestandsaufnahme Schwarzer
       Gegenwartsliteratur. Dabei gelang ein zukunftszugewandter Leseabend.
       
 (DIR) „Kreaturen“ von Bianca Bagnarelli: Bilder von großer sinnlicher Prägnanz
       
       Eine enorme Tiefe und Anschaulichkeit zeichnen den Stil von Bianca
       Bagnarelli aus. In „Kreaturen“ adaptiert sie Short Stories im
       Graphic-Novel-Format.
       
 (DIR) Die „Wiedervereinigung“ in der Literatur: Stumm ist das Volk
       
       Während mehr ostdeutsche Autor:innen das Ende der DDR in den Blick
       nehmen, bleibt die Wiedervereinigung aus westdeutscher Perspektive
       unerzählt. Warum ist das so?
       
 (DIR) Neuübersetzung von Karel Čapek: Nach uns die Molche!
       
       In den 1930ern las man Karel Čapeks' „Der Krieg mit den Molchen“ als
       Kapitalismus- und Faschismuskritik. Heute weckt er noch ganz andere
       Assoziationen.
       
 (DIR) Neue Ausgabe der „Idiome“: Wo die dark tourists des Literaturbetriebs Urlaub machen
       
       Im Wiener Literaturmagazin „Idiome“ erscheint seit 20 Jahren Abseitiges und
       Morbides. Auch die neue Ausgabe glänzt mit schaurig-frechen Texten wenig
       bekannter Autor:innen.
       
 (DIR) Nachruf auf Verlegerin Antje Kunstmann: Sie traute Lesern viel zu
       
       Antje Kunstmann war eine leidenschaftliche Verlegerin und tolerante
       Hedonistin. Ihren Verlag steuerte sie mit politischer Haltung und
       Realismus.
       
 (DIR) Privatbibliothek von Marlene Dietrich: Die lesende Legende
       
       Marlene Dietrichs Privatbibliothek war drei Tage in Berlin zu besichtigen:
       Die Diva hat Bücher geliebt und Autoren und zeitlebens viel gelesen.
       
 (DIR) Teil 8 der Reihe zum 100. Geburtstag: Foucault und Baldwin, zwei parallele Leben
       
       Der eine wurde Bestsellerautor, der andere einflussreicher Philosoph. Ihr
       Denken trifft sich in der Machtkritik. Die Geschichte einer Nichtbegegnung.
       
 (DIR) Shortlist zum Deutschen Buchpreis: Wo bleibt das Drama?
       
       Jurys von Buchpreisen werden üblicherweise dafür kritisiert, welche Romane
       auf den Listen stehen und welche nicht. Wir haben einen anderen Punkt.
       
 (DIR) Der Trend geht zur Trigger-Literatur: Flirten mit den Anti-Fans
       
       Vom Wert der Reaktion: Eine neue Art von Pop-Literatur unter medialen
       Bedingungen denkt immer schon mit, was sie auslösen könnte.
       
 (DIR) Neuer Roman von Ulrich Peltzer: Wenn Besonderheit auf Ablehnung stößt
       
       Ein Drehbuchschreiber denkt über einen genialen Mathematiker nach: Ulrich
       Peltzers „Der verlorene Schlaf“ ist historisch und zeitgenössisch zugleich.
       
 (DIR) Neuer Roman von Tash Aw: Eine kleine Farm in Zeiten von El Niño
       
       Der neue Roman von Tash Aw wird wieder weltweit hoch gehandelt. Er erzählt
       vom ländlichen Malaysia, Klassenzugehörigkeit und einer schwierigen Liebe.
       
 (DIR) Kurze-Texte-Festival in Berlin: Eine Woche Beziehungstalk
       
       Im Berliner Brecht-Haus stellten Autor:innen neue kurze Texte vor. Neben
       Familie und Romantik ging es um verworrene Politik und Beziehungen in der
       Zukunft.
       
 (DIR) Buch der Geliebten François Mitterrands: Dafür kommen wir also auf die Welt … für die Galeere
       
       Erstmals auf Deutsch: „Renata wasweißich“. Catherine Guérard schrieb in den
       60ern über entfremdete Arbeit und den Wunsch, als Frau ein freies Leben zu
       führen.
       
 (DIR) Hamburger Lesefest „Sorbet“: „Mit Essen und Trinken kann man Literatur sinnlicher machen“
       
       Von Kuchen, Cocktails und Lieferdiensten: Das Hamburger Lesefest „Sorbet“
       präsentiert Texte, die direkt oder indirekt mit Kulinarik zu tun haben.
       
 (DIR) Storys von Tony Tulathimutte: Nur die Form des Absturzes variiert
       
       Hier schreibt jemand, der die Sprache des „Chronically Online“-Daseins
       verinnerlicht hat: Tony Tulathimutte verstört die englischsprachige
       Literaturwelt.
       
 (DIR) Ukrainischer Autor Andrej Kurkow: „Wir dürfen nicht die sowjetische Methode wiederholen“
       
       Der ukrainische Schriftsteller Andrej Kurkow im Gespräch über sein neues
       Kriegstagebuch, seine Familiengeschichte und Boule für Veteranen.
       
 (DIR) Die Wahrheit: Nesthäkchen mit Zitterkuli
       
       Eine ganz neue Buchreihe für Frauen, von der Wiege bis zur Bahre, wird der
       literarische Entwicklungsknaller schlechthin.
       
 (DIR) NS-Widerstandskämpferin Hilde Coppi: Schnörkellose Sprache, unmittelbare Empathie
       
       Hans Coppi jr. nähert sich in einem Buch mit erhaltenen Briefen dem
       Andenken seiner Eltern Hilde und Hans Coppi an. Sie wurden als Mitglieder
       der Roten Kapelle von den Nazis ermordet.
       
 (DIR) Science-Fiction aus dem Cyberraum: Ein Blick in die Zukunft
       
       Kann Science-Fiction die Instabilität von Realität ästhetisch erfahrbar
       machen? Alexander Dobrindt und Boris Pistorius als heimliche Avantgarde.
       
 (DIR) Traurige Bücher: Herta und Gisbert
       
       Gute Geschichten sind oft ein bisschen traurig. Die meisten von ihnen kann
       man in der Bibliothek finden, wie die von der Giraffe, die immer kleiner
       wird.
       
 (DIR) Literaturpreis für Graswurzel-Lyrik: Die Poesie des Lieferfahrers
       
       Der chinesische Essenslieferant Wang Jibing erhält für seine Gedichte den
       renommierten chinesischen Lu-Xun-Literaturpreis. Das ist ein echtes Novum.
       
 (DIR) Festival zu antifaschistischer Literatur: Auf der Suche nach radikaler Sprache
       
       Was heißt antifaschistische Literatur und was lernen wir aus ihr? Im
       Berliner Brecht-Haus wurde eine Woche lang über Literatur und Widerstand
       diskutiert.
       
 (DIR) Lesung junger Autor:innen in Berlin: Ein Bienennest summt in der Brust
       
       „Die Zeit heilt alle Hündchen“ lautete der Titel einer Lesung im
       Literarischen Colloquium Berlin, auf der junge Autor:innen eigene Texte
       vorstellten.
       
 (DIR) Büchner-Preisträgerin Christine Wunnicke: Fröhliche Wissenschaft und heitere Aufklärung
       
       Christine Wunnicke hat den diesjährigen Büchnerpreis verliehen bekommen.
       Federleicht verbindet sie mikroskopisch genaue Erkundungen mit Humor.
       
 (DIR) Büchner-Preis für Christine Wunnicke: Überraschendes zwischen Hollywood und Nagasaki
       
       Die Autorin Christine Wunnicke erhält den renommierten Georg-Büchner-Preis.
       Ihr Erzählwerk sei „stets überraschend“, lobt die Jury.
       
 (DIR) Internationaler Literaturpreis des HKW: Weine nicht, Mama, ich werde über alles schreiben
       
       András Visky und Übersetzerin Timea Tankó erhalten den Internationalen
       Literaturpreis. Verliehen wird er vom Haus der Kulturen der Welt in Berlin.
       
 (DIR) Bachmannpreis 2026: In frontaler Opposition zu allem
       
       Lena Schätte gewinnt den Ingeborg-Bachmannpreis und den Publikumspreis
       gleich mit dazu. Das Prekariat offenbart sich am Wörthersee in Form von
       Flecken.
       
 (DIR) Robert Seethalers Roman „Die Straße“: Ecken und Kanten des Lebens
       
       Robert Seethalers neuer Roman ist ein Wimmelbild für Erwachsene. „Die
       Straße“ möchte von der Fülle menschlicher Sehnsüchte und Widersprüche
       erzählen.
       
 (DIR) Kinderbücher für den Sommer: Picknick und Fieberträume
       
       Nikolaus Heidelbach und Jockum Nordström illustrieren ein staunenswertes
       Miteinander. „Stuxx“ erzählt von koreanischem Kimchi und der ersten Liebe.
       
 (DIR) Eröffnung Bachmannpreis: Das Blutwunder von Klagenfurt
       
       Doppeljubiläum am Wörthersee: In Klagenfurt wurden die 50. Tage der
       deutschsprachigen Literatur eröffnet. Vom Spardiktat ist keine Rede mehr.
       
 (DIR) Ingeborg Bachmann und die Politik: Dichtung und Wahrheit
       
       Ingeborg Bachmann nahm in ihrem Schreiben stets die Gewalt in der Sprache
       in den Blick. Wo stand die Dichterin politisch?
       
 (DIR) Updates vom „Ingebot“: Flockt die Milch
       
       Automatisierung der Jahrhundert-Dichterin: Auf Bluesky veröffentlicht der
       Bot-Account „Ingebot Bachmann“ alle vier Stunden randomisierte Wortfetzen
       der Autorin.
       
 (DIR) 50 Jahre Ingeborg-Bachmann-Preis: Die Bachmanntorte
       
       In Ingeborg Bachmanns Namen findet seit jetzt 50 Jahren der Betriebsausflug
       der Literaturszene nach Klagenfurt statt. Traditionslinien laufen zurück
       zur Gruppe 47.
       
 (DIR) Umzug des Fischer-Verlages: Ist es mit der Literatur doch noch nicht vorbei?
       
       Der Fischer Verlag sucht die Reibungsenergie mit Autorinnen und Autoren und
       zieht nach Berlin. Verbunden ist das mit einem Bekenntnis zur Literatur.
       
 (DIR) Roman „Prosopon“ von Anna Felnhofer: Eine Blindheit, die kränkt
       
       Anna Felnhofers herausragender Roman „Prosopon“ erzählt von einer
       kognitiven Störung und einem Hochleistungsakt der Einfühlung.
       
 (DIR) „Niemand da“ von Ingvar Ambjørnsen: Unter der kranken Sonne
       
       Ingvar Ambjørnsen begegnete Freaks, Hausbesetzern, Süchtigen mit Empathie.
       Nun gibt es suggestive Erzählungen aus dem Nachlass.
       
 (DIR) Besuch bei der Buchmesse in Kyjiw: Im Hauptquartier der Kulturstreitkräfte
       
       Kyjiw wurde kurz vor dem „Book Arsenal“-Festival massiv beschossen. Die
       Kulturszene ist stark davon betroffen, zeigt sich aber unerschütterlich.
       
 (DIR) Italiener – und Fan der Deutschen: „Mein Favorit ist natürlich Deutschland!“
       
       Der italienische Bestsellerautor Giuseppe Culicchia ist „tifoso“ der
       deutschen Mannschaft. Nun hat er ein Buch über seine Leidenschaft
       geschrieben.
       
 (DIR) „Wachs und Gold“ von Joachim Bessing: Einübung in einen äthiopischen Blick
       
       Ein Erzähler reist nach Addis Abeba und kommt recht weit damit, kulturell
       zwischen den Zeilen zu lesen. „Wachs und Gold“ von Joachim Bessing.
       
 (DIR) Roman „Michaela Kohlhaas“: Unmerklicher Umstieg auf ein paralleles Leben
       
       Heike Geißler erfindet Kleist neu: Unbeirrbar schreitet in ihrem Roman die
       Aussätzige „Michaela Kohlhaas“ dem eigenen Ende entgegen.