# taz.de -- Musik
(DIR) Indie-Band Engin: „Mit Türkisch kann man sehr gut große Gefühle ausdrücken“
Engin Devekiran, Frontmann der Band Engin, hat sich lange vor der
türkischen Seite in sich verkrochen. Ein Gespräch über Entfremdung und neu
entdeckte Liebe.
(DIR) Konzertempfehlungen für Berlin: Mary Ocher musiziert und diskutiert
Nicht nur Musik bekommen Zuhörer*innen diese Woche geboten. Die
Künstler*innen liefern Debatten und Sprachkenntnisse gleich mit.
(DIR) Festivalkoordinatorin über Jazz: „Ich wollte Musikerinnen präsentieren“
Studienfach ist Jazz in Osnabrück schon lange. Jetzt feiert ihn erstmals
ein Jazzfestival: Kuratiert hat es die Klarinettistin Shabnam Parvaresh.
(DIR) Komponistin und Suffragette Ethel Smyth: Kampf um Freiheit
Von männlichen Komponisten ihrer Zeit an den Rand gedrängt, wird die Musik
der Suffragette Ethel Smyth aktuell neu entdeckt. Sie zu hören, lohnt sich.
(DIR) Griechischer Blues zum Frauentag: Die freieste Frau des modernen Griechenlands
Seit 2024 experimentiert das Rebetiko Orchestra Berlin mit dem renitenten
Musikstil. Zum Frauentag ehrt es die Rembetissa mit einem Konzert.
(DIR) Musikerin über heilige Elisabeth: „Diese Mildtätigkeit bis zur Selbstaufgabe war extrem“
Sie kehrte dem Adel den Rücken, um ganz für die Armen da zu sein: Warum die
heilige Elisabeth zum Weltfrauentag passt, erklärt Sophie Werkmeister.
(DIR) Neues Hörspiel-Album von Frau Kraushaar: Eine Phänomenologie des Riechkolbens
Zum Start der Allergie-Saison veröffentlicht die Hamburger Künstlerin Frau
Kraushaar ihr Album „Gurke Kartoffel Ahnung“ über die Nase und ihre Tücken.
(DIR) Neues Album von Lola Young: Bis das Bett zerbricht
Die junge britische Popsängerin Lola Young kämpft auch auf ihrem neuen
Album „I'm only f**cking myself“ mit ihren Dämonen. Die Fans mögen sie
genau deshalb.
(DIR) Neues Album von Apparat: Drei Jahre Psychoanalyse und ein fehlendes Stromkabel
Vom Technoproduzenten zum Singer-Songwriter. Der Berliner Produzent Sascha
Ring setzt mit seinem neuen Album „A Hum of Maybe“ auf Pathos und Hymnen.
(DIR) Shortparis-Sänger verstorben: Die Ästhetik von Trauer
In Russland waren der experimentellen Postpunk-Band Shortparis zuletzt
Auftritte verboten. Ihr Gründer und Sänger Nikolai Komyagin ist nun
verstorben.
(DIR) Nachruf auf den „King of Salsa“: Für Willie Colón unterbrach Bad Bunny sein Konzert
Der Sänger, Posaunist und Komponist zählte zu den einflussreichsten
Latino-Künstlern seiner Generation. Nun ist er mit 75 Jahren gestorben.
(DIR) Neues Peaches-Album: „Sie benötigen eimerweise Gleitmittel“
Die 59-jährige kanadische Wahlberlinerin Peaches im Gespräch über hängende
Brüste, reaktionäre Politik, Jüdischsein und sexy Texte auf ihrem neuen
Album.
(DIR) Adrian Sherwood auf Tour: Alles könnte kollabieren
Das Genre Dubreggae hat der britische Produzent Adrian Sherwood nachhaltig
verändert. Mit dem Album „The Collapse of Everything“ kommt er nun auf
Tour.
(DIR) KI-Musik auf Streamingplattformen: Aus Spotify wird Slopify
Menschen hören immer mehr KI-Musik. Ob sie es bewusst und gerne tun – da
sind Zweifel angebracht.
(DIR) Insolvenz von Native Instruments: Wenn Finanzinvestoren mit Musik spekulieren
Das Berliner Musiksoftware-Unternehmen Native Instruments steht vor einer
ungewissen Zukunft. Die Belegschaft protestiert gegen die Teilinsolvenz.
(DIR) Instrument des Jahres: Die schönste Akkordarbeit
Das Akkordeon ist Instrument des Jahres 2026. Zu Recht, findet unsere
Autorin. Doch ihre Akkordeonkarriere begann mit einem Missverständnis.
(DIR) CTM-Musikfestival in Berlin: Warten auf Gott und das Ende des Krieges
In Berlin ist am Sonntag das 27. CTM-Festival zu Ende gegangen. In den
Konzerten bildete sich die krisenhafte Gegenwart auf vielfache Weise ab.
(DIR) Protestsong von Bruce Springsteen: Der Boss steht auf der richtigen Seite
Sänger Bruce Springsteen hat am Mittwoch „Streets of Minneapolis“ in
Solidarität mit den Protesten veröffentlicht. Er knüpft damit an eine linke
US-Tradition an.
(DIR) Beruf und schöne Dinge des Lebens: Was statt Schnotten aus der Nase kommt
Sportgucken ist bekanntlich genauso gesund wie Sportmachen. Oder sollte man
vielleicht doch lieber sportlich Deleuze lesen?
(DIR) IT-Forscher übers Hacken von Kopfhörern: „Die Schwachstelle in einem eigentlich sehr sicheren Gerät“
Dennis Heinze und Frieder Steinmetz haben Bluetooth-Kopfhörer gehackt. Ein
Gespräch über Schwachstellen, Schnittstellen und sensible Daten.
(DIR) Geteilte Musik und geteilte Getränke: Antidote für den Winter
In der neuen Nationalgalerie kann man mit Moor Mother mitimprovisieren und
im Neuköllner Bajszel vorzüglich trinken – sogar mit Polizeischutz.
(DIR) Byte FM auf UKW: Bildungsauftrag in Sachen Popmusik
Seit dem neuen Jahr läuft der Musiksender Byte FM in Berlin auf UKW. Das
geht auf Kosten freier Sender, könnte aber bei der Musiksozialisation
helfen.
(DIR) Neues Album von De La Soul: Leben, Tod und alles dazwischen
Die New Yorker Rapper De La Soul haben ein neues Album veröffentlicht:
„Cabin in the Sky“ lässt ihr verstorbenes Mitglied Trugoy auferstehen, mit
gebührender Ehre.
(DIR) Konzertempfehlungen für Berlin: Zurück zum Beton
Zum Jahresbeginn gibt es einige Blicke zurück und Einblicke in die Musik
von heute. Vor allem bei Ultraschall Berlin
(DIR) Metalband Hämatom auf Ukraine-Tour: „Musik machen für die Menschen“
Die deutsche Metalband Hämatom gastierte kürzlich in der Ukraine. Ihre
Konzerte fanden unter prekären Bedingungen statt. Eindrücke aus einem
geschundenen Land.
(DIR) Orgelmusik von Claire M Singer: Dröhnende Schleifen
Die schottische Organistin Claire M Singer entlockt ihrem Instrument neue
Klänge. Ihr Album „Gleann Ciùin“ kreist zwischen Drones und
Landschaftsbeschreibungen.
(DIR) Die Wahrheit: „Last Christmas“ und die Göttin des guten Geschmacks
Wer kennt eigentlich den anderen von Wham!, die einst in den Achtzigern die
Übermutter aller Weihnachtshits schufen? Ein Treffen mit Andrew Ridgeley.
(DIR) Shortbandcontest in Bremen: „Eine intensive Zeit, die zusammenschweißt“
Bei diesem besonderen Speedating finden sich für 48 Stunden neue Bands. Das
soll die Klüngelbildung in der Musikszene aufbrechen, sagt Sabrina Bläß.
(DIR) Tanzperformance in Osnabrück: Die diffuse Hektik des Daseins
Ein Tanz um Leben und Tod in der vermuteten Unendlichkeit: Die Dance
Company Osnabrück schlängelt sich in Johanna Nuutinens „Æon“ durch Zeit und
Raum.
(DIR) Musikgeschäft der KIs: Lasst sie doch einfach machen
Seit sich mit Musik Kohle machen lässt, ist – mit Verlaub – Scheißmusik die
Norm. Ketzerisch gefragt: Warum überlassen wir die nicht einfach der KI?
(DIR) Rassistische Motive?: Angriff auf Chinesen
Silvester vor zwei Jahren haben drei junge Hamburger chinesische Studenten
angegriffen. Das Gericht muss klären, ob es aus Rassismus war.
(DIR) Wolfgang Ambros Dokumentation: Der Rockstar vom Süden
Eine ORF-Doku handelt von der österreichischen Musiklegende Wolfgang
Ambros. Sie bleibt zwar recht brav, ist aber dennoch erhellend.
(DIR) Ethel Smyth: Als Feminismus eine Melodie bekam
Ethel Smyth komponierte die Hymne der britischen Frauen im Kampf ums
Wahlrecht. Doch sie griff auch zu radikaleren Mitteln.
(DIR) Komponist Helmut Lachenmann wird 90: Die Tasten geschrappt
Helmut Lachenmann interessierte sich als Komponist früh für unorthodoxen
Gebrauch von Instrumenten. Nun gibt es eine Aufnahme seiner Klavierwerke.
(DIR) Sommernacht-Konzepte: Klanggewordener Winterschlaf
Es hat durchaus Vorteile, wenn der Abend früh und unerwartet losgeht: So
kann man beizeiten ins Bett.
(DIR) Konzertreihe ehrt Komponist Palestrina: Im Rausch der absoluten Renaissance-Musik
Zum 500. Geburtstag Palestrinas gaben die Tallis Scholars und Peter
Phillips eine Konzertreihe im Berliner Boulezsaal.
(DIR) Bassist über Orchestra Baobab: „Es ist eine Band, die Generationen verbindet“
Das Orchestra Baobab aus dem Senegal gibt es seit mehr als fünfzig Jahren.
Dabei zu sein, ist ein Privileg, sagt der neue Bassist Malick Sy.
(DIR) Festival „Pandawomen #2 Georgien“: Georgische Frauen werden laut
Kunst aus Georgien: Im Berliner Kulturort Panda Platforma fand das zweite
von sieben Minifestivals statt, die allesamt von Frauen bestritten werden.
(DIR) Südkoreanische Popkultur: Man muss einfach darüber sprechen
K-Pop ist Symbolismus fürs Plattformzeitalter. Wie kein anderes Genre ist
er perfekt auf Social Media ausgerichtet und setzt auf das Mitwirken der
Fans.
(DIR) Aus Solidarität mit den Bäumen: Wenn der Wald ruft, antwortet Musik
Einem Wäldchen in Berlin-Neukölln droht die Abholzung. Martin Hossbach hat
zur Gegenwehr „Emmi Aid“ initiiert, ein Album mit 57 Songs für den Wald.
(DIR) Was darf ChatGPT mit Songtexten tun?: Gema siegt vor Gericht gegen OpenAI
Das Landgericht München sieht bei der Verwendung der Texte neun bekannter
Lieder eine Verletzung des Urheberrechts. Das könnte Folgen haben.
(DIR) Saudische Frauenband Seera: Nach dem Peak Oil gewährt der Prinz einige Privilegien
Die saudische Desertrockband Seera besteht aus vier selbstbewussten
Musikerinnen. Sind sie Vorbotinnen einer zarten Kulturrenaissance im
Königreich?
(DIR) Konzertempfehlungen für Berlin: Es gibt immer guten Grund für Unruhe
Diee Woche bietet die Geschichte des slowenischen Punks, Deutsch-Pop, Indie
und einen guten Packen an Neuer Musik. Da kann man gar nicht ruhig bleiben.
(DIR) Tanztheater über das Fremdsein: Gesten der Angst und der Hoffnung
Im Tanzstück „All Our Stories“ am Theater Osnabrück geht es um Aufbrüche,
Fremdheit, Heimweh. Dazu erklingt Musik des Komponisten Kinan Azmeh.
(DIR) Abschied vom SchwuZ: Immer ungeprobt oder overthinked
Der Queer-Club SchwuZ in Berlin-Neukölln ist insolvent und schließt. Doch
bei aller Melancholie: Eine Clubnacht ist keine Trauerfeier.
(DIR) Konzertempfehlungen für Berlin: Der Herbst wird schön – zumindest musikalisch
Das Avantgarde-Pop-Label RÖ13 lädt zur großen „Rövolution“-Revue. Dabei
gibt es ebenso dystopischen Rap und sanften Gesang nebst zarter Gitarre.
(DIR) Weltschuld trifft Lieblingslied: Rasputin Remix
Ständige Bedrohungen, Atombombe, dritter Weltkrieg: Unsere Kolumnistin
erlebt schlechte Gewissen angesichts der Weltlage, sogar bei
Lieblingssongs.
(DIR) Band aus Kenia darf nicht einreisen: Unter Generalverdacht
Die Blackmetalband Chovu aus Kenia musste ihre Europatour absagen, weil die
Deutsche Botschaft ihre Visaanträge ablehnte. Die Kulturszene kennt das
Problem.
(DIR) Die Wahrheit: Ausgegraben und verkrustet
Nach dem jähen Erwachen aus einem grotesken Albtraum tritt im dunklen
Garten der Gedanken ein Klangkörper der Hoffnungslosigkeit auf.
(DIR) Haus der Poesie im Silent Green: Traurige Gedichte werden zu wütenden Liedern
Im Berliner Silent Green trafen sich bei der Veranstaltungsreihe
„Vocations“ ukrainische und deutsche Poet:innen und Musiker:innen.