# taz.de -- Musik
(DIR) Beruf und schöne Dinge des Lebens: Was statt Schnotten aus der Nase kommt
Sportgucken ist bekanntlich genauso gesund wie Sportmachen. Oder sollte man
vielleicht doch lieber sportlich Deleuze lesen?
(DIR) IT-Forscher übers Hacken von Kopfhörern: „Die Schwachstelle in einem eigentlich sehr sicheren Gerät“
Dennis Heinze und Frieder Steinmetz haben Bluetooth-Kopfhörer gehackt. Ein
Gespräch über Schwachstellen, Schnittstellen und sensible Daten.
(DIR) Geteilte Musik und geteilte Getränke: Antidote für den Winter
In der neuen Nationalgalerie kann man mit Moor Mother mitimprovisieren und
im Neuköllner Bajszel vorzüglich trinken – sogar mit Polizeischutz.
(DIR) Byte FM auf UKW: Bildungsauftrag in Sachen Popmusik
Seit dem neuen Jahr läuft der Musiksender Byte FM in Berlin auf UKW. Das
geht auf Kosten freier Sender, könnte aber bei der Musiksozialisation
helfen.
(DIR) Neues Album von De La Soul: Leben, Tod und alles dazwischen
Die New Yorker Rapper De La Soul haben ein neues Album veröffentlicht:
„Cabin in the Sky“ lässt ihr verstorbenes Mitglied Trugoy auferstehen, mit
gebührender Ehre.
(DIR) Konzertempfehlungen für Berlin: Zurück zum Beton
Zum Jahresbeginn gibt es einige Blicke zurück und Einblicke in die Musik
von heute. Vor allem bei Ultraschall Berlin
(DIR) Metalband Hämatom auf Ukraine-Tour: „Musik machen für die Menschen“
Die deutsche Metalband Hämatom gastierte kürzlich in der Ukraine. Ihre
Konzerte fanden unter prekären Bedingungen statt. Eindrücke aus einem
geschundenen Land.
(DIR) Orgelmusik von Claire M Singer: Dröhnende Schleifen
Die schottische Organistin Claire M Singer entlockt ihrem Instrument neue
Klänge. Ihr Album „Gleann Ciùin“ kreist zwischen Drones und
Landschaftsbeschreibungen.
(DIR) Die Wahrheit: „Last Christmas“ und die Göttin des guten Geschmacks
Wer kennt eigentlich den anderen von Wham!, die einst in den Achtzigern die
Übermutter aller Weihnachtshits schufen? Ein Treffen mit Andrew Ridgeley.
(DIR) Shortbandcontest in Bremen: „Eine intensive Zeit, die zusammenschweißt“
Bei diesem besonderen Speedating finden sich für 48 Stunden neue Bands. Das
soll die Klüngelbildung in der Musikszene aufbrechen, sagt Sabrina Bläß.
(DIR) Tanzperformance in Osnabrück: Die diffuse Hektik des Daseins
Ein Tanz um Leben und Tod in der vermuteten Unendlichkeit: Die Dance
Company Osnabrück schlängelt sich in Johanna Nuutinens „Æon“ durch Zeit und
Raum.
(DIR) Musikgeschäft der KIs: Lasst sie doch einfach machen
Seit sich mit Musik Kohle machen lässt, ist – mit Verlaub – Scheißmusik die
Norm. Ketzerisch gefragt: Warum überlassen wir die nicht einfach der KI?
(DIR) Rassistische Motive?: Angriff auf Chinesen
Silvester vor zwei Jahren haben drei junge Hamburger chinesische Studenten
angegriffen. Das Gericht muss klären, ob es aus Rassismus war.
(DIR) Wolfgang Ambros Dokumentation: Der Rockstar vom Süden
Eine ORF-Doku handelt von der österreichischen Musiklegende Wolfgang
Ambros. Sie bleibt zwar recht brav, ist aber dennoch erhellend.
(DIR) Ethel Smyth: Als Feminismus eine Melodie bekam
Ethel Smyth komponierte die Hymne der britischen Frauen im Kampf ums
Wahlrecht. Doch sie griff auch zu radikaleren Mitteln.
(DIR) Komponist Helmut Lachenmann wird 90: Die Tasten geschrappt
Helmut Lachenmann interessierte sich als Komponist früh für unorthodoxen
Gebrauch von Instrumenten. Nun gibt es eine Aufnahme seiner Klavierwerke.
(DIR) Sommernacht-Konzepte: Klanggewordener Winterschlaf
Es hat durchaus Vorteile, wenn der Abend früh und unerwartet losgeht: So
kann man beizeiten ins Bett.
(DIR) Konzertreihe ehrt Komponist Palestrina: Im Rausch der absoluten Renaissance-Musik
Zum 500. Geburtstag Palestrinas gaben die Tallis Scholars und Peter
Phillips eine Konzertreihe im Berliner Boulezsaal.
(DIR) Bassist über Orchestra Baobab: „Es ist eine Band, die Generationen verbindet“
Das Orchestra Baobab aus dem Senegal gibt es seit mehr als fünfzig Jahren.
Dabei zu sein, ist ein Privileg, sagt der neue Bassist Malick Sy.
(DIR) Festival „Pandawomen #2 Georgien“: Georgische Frauen werden laut
Kunst aus Georgien: Im Berliner Kulturort Panda Platforma fand das zweite
von sieben Minifestivals statt, die allesamt von Frauen bestritten werden.
(DIR) Südkoreanische Popkultur: Man muss einfach darüber sprechen
K-Pop ist Symbolismus fürs Plattformzeitalter. Wie kein anderes Genre ist
er perfekt auf Social Media ausgerichtet und setzt auf das Mitwirken der
Fans.
(DIR) Aus Solidarität mit den Bäumen: Wenn der Wald ruft, antwortet Musik
Einem Wäldchen in Berlin-Neukölln droht die Abholzung. Martin Hossbach hat
zur Gegenwehr „Emmi Aid“ initiiert, ein Album mit 57 Songs für den Wald.
(DIR) Was darf ChatGPT mit Songtexten tun?: Gema siegt vor Gericht gegen OpenAI
Das Landgericht München sieht bei der Verwendung der Texte neun bekannter
Lieder eine Verletzung des Urheberrechts. Das könnte Folgen haben.
(DIR) Saudische Frauenband Seera: Nach dem Peak Oil gewährt der Prinz einige Privilegien
Die saudische Desertrockband Seera besteht aus vier selbstbewussten
Musikerinnen. Sind sie Vorbotinnen einer zarten Kulturrenaissance im
Königreich?
(DIR) Konzertempfehlungen für Berlin: Es gibt immer guten Grund für Unruhe
Diee Woche bietet die Geschichte des slowenischen Punks, Deutsch-Pop, Indie
und einen guten Packen an Neuer Musik. Da kann man gar nicht ruhig bleiben.
(DIR) Tanztheater über das Fremdsein: Gesten der Angst und der Hoffnung
Im Tanzstück „All Our Stories“ am Theater Osnabrück geht es um Aufbrüche,
Fremdheit, Heimweh. Dazu erklingt Musik des Komponisten Kinan Azmeh.
(DIR) Abschied vom SchwuZ: Immer ungeprobt oder overthinked
Der Queer-Club SchwuZ in Berlin-Neukölln ist insolvent und schließt. Doch
bei aller Melancholie: Eine Clubnacht ist keine Trauerfeier.
(DIR) Konzertempfehlungen für Berlin: Der Herbst wird schön – zumindest musikalisch
Das Avantgarde-Pop-Label RÖ13 lädt zur großen „Rövolution“-Revue. Dabei
gibt es ebenso dystopischen Rap und sanften Gesang nebst zarter Gitarre.
(DIR) Weltschuld trifft Lieblingslied: Rasputin Remix
Ständige Bedrohungen, Atombombe, dritter Weltkrieg: Unsere Kolumnistin
erlebt schlechte Gewissen angesichts der Weltlage, sogar bei
Lieblingssongs.
(DIR) Band aus Kenia darf nicht einreisen: Unter Generalverdacht
Die Blackmetalband Chovu aus Kenia musste ihre Europatour absagen, weil die
Deutsche Botschaft ihre Visaanträge ablehnte. Die Kulturszene kennt das
Problem.
(DIR) Die Wahrheit: Ausgegraben und verkrustet
Nach dem jähen Erwachen aus einem grotesken Albtraum tritt im dunklen
Garten der Gedanken ein Klangkörper der Hoffnungslosigkeit auf.
(DIR) Haus der Poesie im Silent Green: Traurige Gedichte werden zu wütenden Liedern
Im Berliner Silent Green trafen sich bei der Veranstaltungsreihe
„Vocations“ ukrainische und deutsche Poet:innen und Musiker:innen.
(DIR) Musiker über Cumbia und Politik in Peru: „Ich hoffe, dass sich ein konservativer Kandidat durchsetzt“
Los Wembler's de Iquitos aus Peru sind Pioniere des psychedelischen Cumbia
Amazónica. Zum Tag der Toten treten sie im Hamburger Knust auf.
(DIR) Dave Ball von Soft Cell ist tot: Tainted Love
Mit Synthiepop wurde das britische Duo Soft Cell stilprägend. Nun ist
Instrumentalist Dave Ball gestorben. Für Fans gibt es einen kleinen
Lichtblick.
(DIR) Musikalischer Widerstand in Russland: Wenn die Schwäne tanzen, zittert Opa Putin am See
Die Band Stoptime spielte in Sankt Petersburg Musik „ausländischer
Agenten“. Die Band wurde verhaftet, im ganz Russland poppten daraufhin
Flashmobs auf.
(DIR) Neues Musikvideo von Taylor Swift: Eine schöne Leiche kehrt zurück
Das neue Musikvideo des Weltstars gleicht einem Fiebertraum. Das
Landesmuseum Wiesbaden profitiert davon. Was haben nur alle mit dieser
Ophelia?
(DIR) Pop-Produzent Jack White ist tot: Sounds, die auch gekauft wurden
Keiner prägte mit seinen mitklatschfähigen Klängen die deutschen 70er so
wie Jack White. Hits wie „Fußball ist unser Leben“ spielten Millionen ein.
(DIR) Pendo Zawose über Musik in Tansania: „Nachts aufzutreten, wird für Frauen als riskant betrachtet“
Musik ist in Tansania eine Männerdomäne. Die Zawose Queens brechen damit.
Pendo Zawose über Tradition und die allmähliche Anerkennung von
Musikerinnen.
(DIR) Musikbiennale von Venedig: Der innere Leitstern
Caterina Barbieri versucht als künstlerische Direktorin den Geist der
experimentellen Szene nach Venedig zu bringen. Die 69. Musikbiennale hat
begonnen.
(DIR) Freunde in der Kunst und im Leben: Befreit vom Ideal eines heroischen Künstlertums
Sie waren Freunde und wurden berühmt: Eine Ausstellung über John Cage,
Merce Cunningham, Jasper Johns, Robert Rauschenberg und „Cy Twombly“ in
Köln.
(DIR) Religiöses Rap-Konzert: Mit Jesus im Moshpit
Die O’Bros rappen über Gott und Glaube. Damit sind sie auf Platz 1 der
Album-Charts gelandet. Was ist da los? Ein Besuch beim Tourauftakt.
(DIR) Sängerin und Vocal Coach Britta Görtz: Die Kunst des Schreiens
Die Hannoveraner Sängerin Britta Görtz macht extremen Metal. Als Coach für
„Harsh Vocals“ zeigt sie anderen, wie man screamt, shoutet und growlt.
(DIR) Die Wahrheit: Die Fischeinwickelblätter fallen
Wenn zum Druckschluss die letzte Kolumne auf Papier erscheint, kann sich
Nostalgie einstellen. Dabei ist Nostalgie doch meist grauenhaft.
(DIR) Tischtennis und Musik: Uptown Top Ranking – diese Platte ist zerkratzt
Unser Autor präsentiert seine Top-10-Hitliste der besten Songs über
Tischtennis. Fürs Hören beim Einmarsch oder fürs Herunterkommen nach dem
Spiel.
(DIR) Neues Album von Ethel Cain: Liebe mit Schmerzen
Ethel Cain schwelgt auf ihrem neuen Album im Southern-Gothic-Sound. Es ist
eine musikalisch überzeugende Absage an den evangelikalen Mainstream in den
USA.
(DIR) ARD-Doku über Eva Ries: Die Ladenburgerin hinter dem Wu-Tang Clan
Wie wurde der Wu-Tang Clan berühmt? Eine Doku porträtiert die Managerin Eva
Ries, die hinter dem Erfolg der Musiker steht.
(DIR) Hamburger Festival „Treffen“: Einmal Paralleluniversum und zurück
Die Hamburger Indie-Labels kritisieren, dass sie auf dem Reeperbahn
Festival zu wenig vorkommen. Also haben sie ein Alternativfestival
organisiert.
(DIR) Die Wahrheit: Bestialische Offenbarung
Nach kurzer Zeit im Proberaum plötzlich selber „Motörhead“ sein:
Erinnerungen an eine vor 50 Jahren gegründete, 2015 aufgelöste,
widerständige Band.
(DIR) Blühendes Geschäft mit KI-Musik: Neues aus der zwielichtigen Zone
Weil auf Tiktok und im Streaming so gut wie alles geht, gibt es jetzt auch
Countrysongs mit pornografischen Texten. Generiert hat sie eine KI.
(DIR) Alternative zu Spotify: Fairer streamen
Es muss nicht immer Spotify sein. Andere Unternehmen zahlen höhere
Tantiemen an Künstler*innen. Vielleicht überraschend: Apple gehört zu
diesem Kreis.