# taz.de -- Musik
(DIR) Teil 10 der Reihe zu Foucault: Die elfte Rubber-Soul-These
Sexualität, Widerstand und das eine Wort „love“: auf den Spuren einer
Sentenz des Autors René Char, die in Michel Foucaults Werk eine Rolle
spielt.
(DIR) Bilderbuch in Berlin: Die Welt ist ja auch stressig
Die österreichische Band Bilderbuch spielte im Berliner Haus der Visionäre
ihr einziges Deutschlandkonzert. Das stimmte nostalgisch auf die Zukunft
ein.
(DIR) Konzertempfehlungen für Berlin: Hier schwillt es, und da ist das WLAN im Eimer
Partizipativ geht es diese Woche zu, und der Dirigent Giuseppe Sinopoli
wird gewürdigt. Herzschmerz gibt es auch.
(DIR) Punk Cramps: Verliebt in das Bild im Fernseher
Die Cramps waren die wilden Kerle des Punk. Ihr bisher unveröffentlichtes
Debütalbum „Gravest Gravy“ erscheint jetzt neu remastert.
(DIR) Bosnische Musiker über Land und Fußball: „Die Menschen kommen im Alltag gut miteinander aus“
Brano Jakubović und Vedran Mujagić haben mit ihrer Band den Kultsong zur WM
geliefert. Ein Gespräch über Fußball, Politik, Ćevapi und Burek.
(DIR) Kirchenmusiker über Popsongs und Orgel: „Ich will die Seelen der Menschen in die Kirche bringen“
Michael Schütz spielt Deep Purple, ABBA oder Queen auf der Kirchenorgel. Er
sieht sich als Brückenbauer zwischen Kirche und musikalischer
Sozialisation.
(DIR) Journalist über Krise im Musikbusiness: „Die Menschen haben verlernt, bewusst zu hören“
Maik Pagels erzählt in einer Musikshow, was Streaming, Algorithmen und die
Krise der Live-Kultur für Pop-Musiker:innen bedeuten.
(DIR) Afrikas Sound für die Welt: Anerkennung auf globaler Bühne
Afrobeats aus Westafrika sind weltweit in Mode – und die Musikbranche in
Afrika wächst.
(DIR) Eine Erinnerung an den Walkman: Früher war mehr Kassette
Mit dem Walkman durch den Kiez und mit dem Kassettenrekorder nach
Schöneberg. Christian Specht schwelgt in Erinnerung.
(DIR) Konzertempfehlungen für Berlin: Klänge wie Skulpturen
Am Wochenende gibt es draußen etwas zu lauschen – etwa, wenn ein
avantgardistischer Sound durchs Dragoner-Areal weht. Auch der Kiezsalon
lädt ins Freie.
(DIR) US-Sänger Ty Segall: Liebe ist wie ein Krankenhaus
„Chrome“ heißt das neue Album des kalifornischen Punk-Garagisten Ty Segall.
Es vereint dystopische Texte und den gewohnten Drive aufs
Allerdringlichste.
(DIR) Festival-Ausladung von Alphaville: Doch noch Glücksgefühle über Meinungsfreiheit
Das „Glücksgefühle Festival“ lud die Band Alphaville erst ein und dann aus,
weil sie auf politische Äußerungen nicht verzichten wollte. Nach Kritik
darf sie nun doch auftreten.
(DIR) Zum Gedenken an Gunter Hampel: „Ich träume von Musik und spiele sie dann auch“
Wenige Wochen vor seinem Tod hat der Jazzmusiker Gunter Hampel der taz ein
Interview im Beisein seiner Tochter Cavana gegeben. Die taz druckt das
Gespräch postum mit ausdrücklicher Erlaubnis der Familie.
(DIR) Podiumsgespräch zur Goethe-Medaille: An Unmögliches glauben
Bei der Veranstaltung „Europa erzählen über Grenzen hinaus“ im Berliner
Humboldt-Forum sprechen die Preisträger:innen der Goethe-Medaille über
ihr Werk.
(DIR) Zwischenbilanz „Pop-Kultur“-Festival: Den menschlichen Faktor beschwören
Momentan findet in Berlin das Festival „Pop-Kultur“ statt. In den Debatten
ging es um die Macht von KI und ein genossenschaftlich organisiertes
Musikportal.
(DIR) Ausstellung und Festival in London: Der rote Faden vom Black Atlantic
Das Victoria & Albert Museum hat eine Dependance im Osten Londons eröffnet.
Zu sehen gibt es dort eine beeindruckende Schau zur britischen Geschichte
von Black Music.
(DIR) An einem Abend der wie Honig fließt: Im Alten Schweden wird Dagmar böse
Dunkel dräuende Rockmusik und Literatur und Jazz sind Gründe genug, um
einmal pro Woche in den Wedding zu fahren.
(DIR) Ausstellung „The Sound of Courage“: Subtil und schwer einzuhegen
Eine Ausstellung in den Nordischen Botschaften in Berlin untersucht, wie es
um Gleichberechtigung in der skandinavischen Musikwelt steht. Gar nicht mal
so gut.
(DIR) Organist zu deutsch-polnischer Tradition: „Diese Grenzregion gehört als Kulturlandschaft zusammen“
Die „Norddeutsche Orgelschule“ wirkt seit der Hansezeit bis Polen und ins
Baltikum, sagt Orgelprofessor Krzysztof Urbaniak. Das müsse ins
Bewusstsein.
(DIR) Metalunderground in Syrien: Beim Satansanbeten braucht es langen Atem
In Syrien frönten Metalfans ihrer Leidenschaft zwischen Ausgrenzung,
Kreativität und Verfolgung über Jahrzehnte im Verborgenen. Ein
Tatsachenbericht.
(DIR) Kölner Technoproduzent Barnt: Seine Melancholie klingt prägnant
Der Kölner Elektronikproduzent Barnt macht im Album „After Completing the
Hex“ kunstsinnigen Techno, der mit der Tradition seiner Heimatstadt bricht.
(DIR) Dead Moon kommen auf Tour: „Die tiefen Töne liegen mir“
Toody Cole von der US-Band Dead Moon über Forstarbeiten mit Motorsäge,
Garagerock mit 70 und ihre Entscheidung, noch mal die alten Songs für eine
Konzertreise zu spielen.
(DIR) „Rave The Planet“-Parade in Berlin: „Wenn man keine Kultur hat, was bleibt dann vom Mensch?“
Zum fünften Mal tanzen Menschen auf der Techno-Parade Rave the Planet für
Frieden und Zusammenhalt. Im Angesicht des CSD-Anschlags erst recht.
(DIR) Moderne indonesische Gamelanmusik: Transkulturelles Trommeln für die Orientierung
Gamelan ist mitnichten statischer Ausdruck traditioneller Folklore. Junge
Vertreter der indonesischen Musikrichtung arbeiten mit elektronischen
Klangelementen.
(DIR) „Music, Film, Fashion“ von Charli XCX: Alles ist vergänglich bis zur letzten Zigarette
Auf „Music, Film, Fashion“ wird Charli XCX selbstreferenziell rockistisch
und knüpft musikalisch doch immer wieder an ihr Vorgängeralbum an. Was
bleibt, ist Ratlosigkeit.
(DIR) Irischer Sänger Glen Hansard gestorben: Die letzte Session
Glen Hansard spielte noch in seinem Stammpub, wenige Stunden später
verunglückte der Musiker tödlich. Irland trauert um eine prägende Stimme.
(DIR) Gedenksäule für Hildegard Knef in Ulm: In dieser Stadt war ich mal zuhaus
In ihrem Geburtsort Ulm erinnert eine Stele an Hildegard Knef. Sie ist Teil
einer Reihe von Denkmälern, die an wichtige Frauen der Stadt erinnern.
(DIR) Album von Micha Acher: Dem Geist von Stücken nachspüren
Bei The Notwist spielt Micha Acher Bass. Für sein Solodebüt tastet er sich
mit anderen Musiker:innen an bestehende Songs heran und interpretiert
sie neu.
(DIR) Neues Album von Broken Social Scene: Melancholische Tupfer, flirrende Freiheiten
Das kanadische Bandkollektiv Broken Social Scene versucht mit dem neuen
Album „Remember the Humans“ an glorreiche Indiezeiten anzuknüpfen. Was kann
die Musik?
(DIR) Konzert von Danger Dan und Igor Levit: Bedächtig, fast andächtig
Als Reaktion auf die ZDF-Ausladung organisierten Danger Dan und Igor Levit
ein Konzert. Unter dem Motto „Die keine Angstalt“ fand der Abend im
Berliner Columbia Theater statt.
(DIR) Festival für radikale Livemusik: Dem Denkmalschutz sei Dank
Die Gaswerksiedlung in Lichtenberg hat sich zu einer Oase für Kreative
aller Art entwickelt. Das zeigt sich auch bei den anstehenden Gaswerk Music
Days.
(DIR) Inklusive Dancefloor-Compilation: Alle ziehen an einem Strang
„Superbrains Volume 2“ ist eine Dancefloor-Compilation der Initiative
„IckmachWelle“. Sie bringt Menschen mit und ohne Behinderung zum Tanzen.
(DIR) Prog-Rock aus Frankreich: Sie waren linksradikal und nicht auf der Suche nach Gott
Mit „Synths, Sax & Situationists“ hat der australische Autor Ian Thompson
ein Buch über den französischen Undergroundrock zwischen 1968 und 1978
veröffentlicht.
(DIR) Neues Album von Hanna Fearns: Diese Musik ist Kummer gewohnt
„Are you alright?“ von Hanna Fearns nimmt Countrymusik als Ausgangspunkt
für eine seelische Erkundung von Resilienz jenseits der
Americana-Klischees.
(DIR) Bad in Schallwellen: Schwarze Messen für die Seele
Die inneren Organe geraten in Schwingung bei Konzerten in Berlin. Sunn O)))
zielt dabei auf die Magengrube, The Cure eher aufs Herz.
(DIR) Das 13. „Heroines of Sound Festival“: Topfpflanze im Noisegewitter
Das „Heroines of Sound Festival“ hat in seiner 13. Ausgabe einen Klangbogen
von Francis Bacon bis Brausepulver gespannt. Das meiste ist kurzweilig.
(DIR) BTS in München: Eine große Streicheleinheit
Die K-Pop-Band BTS auf Comeback-Tour in München: Beim ersten ihrer zwei
einzigen Deutschlandkonzerten lieferte die Boygroup eine makellose
Glanzperfomance.
(DIR) Einfluss auf kreative Arbeit: Was durch KI verloren geht
Der Einsatz moderner Techniktools und künstlicher Intelligenz schreitet
voran. Darüber vergessen wir, was früher tatsächlich mal besser war – ohne
KI.
(DIR) Konzertempfehlungen für Berlin: Durchlüften ist immer eine gute Idee
Es tönt vom Kellerbunker bis in den Innenhof: Der Musiksommer bietet nicht
nur Soundclashs, sondern auch emotionale Anker im Rahmen der Kyiv Biennale.
(DIR) KitschKrieg, Shirin David und Co.: Sternstunden der Inhaltslosigkeit
Die deutsche Musikindustrie setzt dem Aufstieg der AfD hohle
Selbstoptimierung entgegen. Wollen wir diesem Genöle noch lange zuhören?
(DIR) Konzertempfehlungen für Berlin: Niemals besiegt werden
Die Musik dieser Woche macht den USA mit virtuosen Mitteln Mut. Und feiert
diverse Heldinnen des Klangs.
(DIR) Punk-Ausstellung im dänischen Aarhus: Zwei Herzen, eine Radikalität
„Unruly. The Body in Punk“ ist eine exzellente Ausstellung über die
Aktualität von Punk-Ästhetik. Gezeigt wird sie im Aros-Museum in Aarhus.
(DIR) Berliner Subkultur: Vergangene Nächte, Kunst und Töne
Am Wochenende schlossen mit dem Aktionshaus und Die Möglichkeit einer Insel
zwei Berliner Projekträume. Ganz vorbei soll es aber mit beiden nicht sein.
(DIR) 100. Geburtstag von Hans Werner Henze: Der unreine Avantgardist
Am 1. Juli wäre der Komponist Hans Werner Henze 100 Jahre alt geworden. Er
war politisch, schwul, antielitär – und eckte mit Toleranz für Schönheit
an.
(DIR) Konzertempfehlungen für Berlin: Echos aus der Wüste und Avantgarde in dunklen Räumen
Das Pluriverse-Fesival eröffnet mit einer Parade durch den Tiergarten.
Andere Konzertorte wie die Halle am Berghain versprechen dagegen Abkühlung.
(DIR) Manu Chao wird 65: Einer, der hoffnungsvoll bleibt
Ob Buenos Aires, Barcelona oder Berlin – Manu Chao hat unsere Autorin immer
begleitet. Am 21. Juni wird er 65. Zeit für ein nostalgisches Ständchen.
(DIR) Ägyptischer Megastar Abdel-Wahab: Die Frau und der Vormund
Sherine Abdel-Wahab ist einer der größten Popstars der arabischen Welt. Ihr
Aufstieg, Absturz und Fremdbestimmung erinnert an den Fall Britney Spears.
(DIR) Kulturmanagerin über Musikfestival: „Hier kann man kurdische Musik neben Heavy Metal hören“
Die „Fête de la Musique“ findet gleichzeitig in verschiedenen Städten
statt. Sie soll ein weltoffenes Fest sein, möglichst draußen und kostenlos.
(DIR) Musiker Mendoza über Grenzen: „Ich bin ein Kind der Grenze“
Sergio Mendoza und sein Orkesta beginnen ihre Tournee in Hamburg. Zur
US-Politik will er sich lieber nicht äußern.
(DIR) Neues Album von Zoh Amba: Ein Fluss, ein Gebet und viel Schmerzmittel
Roh, wild, zärtlich: Zoh Amba, non-binäre Saxofonist:in aus den USA,
kommt auf dem beflügelnden Folkalbum „Eyes Full“ näher zu sich selbst und
der Gitarre.