# taz.de -- Politisches Buch
(DIR) Friedenspreisverleihung in Frankfurt: Leises und lautes Schweigen
Der Völkerrechtler und Autor Philippe Sands wurde mit dem Friedenspreis
geehrt. In der Paulskirche kritisierte er das Schweigen Deutschlands zu
Gaza.
(DIR) Buch über klimagerechte Hauptstadt: Wie Berlin (noch) cooler wird
Der Zukunftsforscher Stephan Rammler entwirft für 2035 das Bild einer
klimagerechten Hauptstadt.
(DIR) Memoiren von Francis Fukuyama: Ein missverstandener Sozialdemokrat
In seinen Memoiren bleibt Politikwissenschaftler Francis Fukuyama seiner
These treu: Die liberale Demokratie ist die beste aller Staatsformen. Sie
bedarf nur Ausbesserungen.
(DIR) Buch über religiöse Züge in der Politik: Hoffen auf ein bisschen Sinn
Jens Balzer blickt in seinem neuen Essay auf die autoritäre politische
Theologie der Gegenwart. Dabei verweist er auf Putin, Thiel und Alexander
Dugin.
(DIR) Philip Manow über Parteiensysteme: Ist es doch die Wirtschaft?
Der Soziologe Philip Manow bricht mit den herkömmlichen Deutungsmustern der
Populismusforschung. Die Ursachen von Radikalisierung sieht er im
Ökonomischen.
(DIR) Buch über Träume von Schoah-Überlebenden: Das Unsagbare mitteilen
Die Literaturwissenschaftlerin Christiane Solte-Gresser analysiert
Traumerzählungen von Schoah-Überlebenden und erkundet ihr heilendes
Potenzial.
(DIR) Sachbuch über die Wohnungskrise: Aufbauprogramm für Populisten
Fehlprognosen, Blindheit, Ignoranz: „Die Wohnkrise“ beleuchtet Ausmaß und
Ursachen des wachsenden sozialen Problems, das politischen Sprengstoff
birgt.
(DIR) Buch über Macht von Bewertungssystemen: Eine universelle Sprache der Rechtfertigung
In „Der Score. Wie wir aufhören, das Spiel der anderen zu spielen“
untersucht der Philosoph C. Thi Nguyen die Macht von Bewertungssystemen.
(DIR) Buch über Nazi-Jugendkultur in Sachsen: Hitlergruß für Aura
In ihrem Buch „Die Jugend malt wieder Hakenkreuze“ untersucht die
Chemnitzer Journalistin Manuela Müller die Baseballschlägerjahre 2.0 in
ihrer Heimatregion.
(DIR) Rechtsruck unter Arbeitern: Lechts und rinks kann man velwechsern!
Früher wählten Arbeiter SPD und Besitzbürger CDU. Heute wählen viele
Arbeiter AfD und das urbane Bildungsbürgertum wählt eher links. Was ist da
los?
(DIR) Sammelband zum Postliberalismus: Vorwärts in die Vergangenheit?
Der Postliberalismus setzt Gemeinwohl und Tradition an die erste Stelle –
und verstrickt sich in neue Widersprüche. Ein Sammelband gibt einen
Überblick.
(DIR) Buch vom Soziologen Sighard Neckel: Die Abwendung der Katastrophe kann nur kollektiv gelingen
Die Klimakatastrophe stellt Gesellschaften vor Herausforderungen, die sie
überfordern. Der Soziologe Sighard Neckel analysiert die Blockaden, die
Lösungen verhindern.
(DIR) Buch über Klimapolitik in London: Frische Brise aus England
Der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan, selbst asthmakrank, beschreibt in
seinem Buch „Atmen“ konkret, wie eine entschlossene Klimapolitik gelingen
kann.
(DIR) Buch über rechte Radikalisierung: Dominanzdeutsche mit Männlichkeitskomplex
Ein Sammelband liefert brisante Erkenntnisse zur Frauenfeindlichkeit
rechter Milieus und zur Gleichgültigkeit gegenüber Opfern rechter Gewalt.
(DIR) Buch von queerer Iranerin: Leben im Konjunktiv II
Sayan Kouhzad hat im deutschen Exil ein Buch geschrieben: Über das Leben,
das ihr der Iran als queere Frau verwehrte. Eine persönliche Begegnung im
Park.
(DIR) Jan Gerbers Buch „Fluchtpunkt Entebbe“: Antisemitische Ressentiments, notdürftig kaschiert
In den Siebzigern und Achtzigern agierten große Teile der radikalen Linken
in ihrem Antizionismus oft offen antisemitisch, legt der Historiker in
„Fluchtpunkt Entebbe“ dar.
(DIR) Buch über Demokratie und Architektur: Mehrzweckbauten mit Charme
In „Straße, Platz, Palast“ fragt der Politologe Jan-Werner Müller, welche
Bauform der Demokratie angemessen ist. Nüchternheit oder Protz?
(DIR) Buch über den Sturz Orbáns in Ungarn: Ein Meisterstück politischer Kommunikation
In seinem Buch „Der Sturz Orbáns“ rekonstruiert der ungarische
Politikberater Gergő Papp minutiös, wie es zu Péter Magyars Wahltriumph im
April 2026 kam.
(DIR) Buch über Zukunft der Arbeit: Mangelware Mensch
Der Soziologe Florian Butollo sagt einen drastischen Arbeitskräftemangel
voraus, trotz Digitalisierung und KI. Er setzt auf starke Gewerkschaften.
(DIR) Buch über Russland und Iran: Eine Partnerschaft des Trotzes
Einst Gegner, jetzt vereint gegen gemeinsame Feinde: Nicole Grajewskis Buch
„Russia and Iran“ zeigt die Geschichte der russisch-iranischen Beziehungen.
(DIR) Sammelband „Verleugnete Verfolgte“: Verdrängt, vergessen und verleugnet
Der Sammelband „Verleugnete Verfolgte“ erinnert an NS-Opfer, die als
„asozial“ und „Berufsverbrecher“ diffamiert wurden und bis heute vergessen
werden.
(DIR) Buch über Louis Althussers Femizid: Antifeminismus in Aktion
Faszination und Vergessen: Das Buch von Francis Dupuis-Déri über den Mord
von Louis Althusser an seiner Frau, der Soziologin Hélène Legotien Rytmann.
(DIR) „Katechon“ von Volker Weiß: Totalitäre Fantasien, biblisch hochgerüstet
Rechte sind fasziniert vom biblischen „Katechon“, der den Untergang
aufhalten soll. Der Historiker Volker Weiß spürt der Karriere des Begriffs
nach.
(DIR) Verbotene Liebesbeziehungen im NS-Staat: Und sie sind doch da
Das Buch „trotzdem da!“ erzählt von Kindern zwischen Deutschen und
ausländischen Zwangsarbeiter:innen. Es ist ein Scheinwerfer der
Erinnerungskultur.
(DIR) Sachbuch über Hitler: Der Frieden auf dem Weg zum Krieg
In „München 38. Die Welt am Scheideweg“ gehen Christian Goeschel und Daniel
Hedinger der Frage nach, warum Großbritanniens Premier Chamberlain Frieden
mit Hitler machen wollte.
(DIR) Buch über die Umweltbewegung: Alles egal ist auch keine Haltung
Die „Bekenntnisse eines genesenden Umweltschützers“ von Paul Kingsnorth
sind Wutreden eines Gescheiterten, der es sich gedanklich zu leicht macht.
(DIR) Buch über Heideggers Verhältnis zum NS: Adorno hätte es besser wissen müssen
Oliver Jahraus zeichnet die Kontroverse um Heideggers Beziehung zum
Nationalsozialismus nach. Leider ermüdet das Buch in seiner Detailfülle.
(DIR) Persönlicher Essay zum Nahost-Konflikt: Die Mauer zwischen ihnen
Der jüdisch-amerikanische Publizist Yossi Klein Halevi lädt in seinem Essay
„Briefe an meinen palästinensischen Nachbarn“ zum Perspektivwechsel ein.
(DIR) Buch über Abweisung vertriebener Juden: Im Niemandsland
Historikerin Susanne Heim zeigt in einer Studie, wie die Staaten nach 1933
die vertriebenen Juden abwiesen. Eine präzise Chronik von Verbrechen und
Versagen.
(DIR) Buch über Exilanten in Hollywood: Traumfabrik im Würgegriff
Jan Jekals Buch „Paranoia in Hollywood“ skizziert eindrucksvoll die
Exilantengemeinde in Hollywood während des Zweiten Weltkriegs – und die
Verwerfungen danach.
(DIR) Deutschkurdisches Buch „Wut und Wärme“: Wut, Mut, Rebellion und Fürsorge
„Wut und Wärme“ wirft einen Blick auf die deutsche Realität. Dieser nähern
sich die deutschkurdischen Tekkal-Schwestern aus ungewöhnlicher
Perspektive.
(DIR) Jüdische Identität und Punk: Gegen die Welt, aber mittendrin
Außenseitertum und Gemeinschaft, Toleranz und Widerstand: Der Sammelband
„Jüdische Identitäten und Antisemitismus im Punk“ beschreibt, wie
Punk-Kultur mit Jüdischsein verwoben ist.
(DIR) Buch über Neoliberalismus: Antriebslos durch die Geschichte
in „Beliebige Fracht“ erzählt Ian Kumekawa die Kapitalismusgeschichte des
20. Jahrhunderts anhand zweier Frachtschiffe aus einer schwedischen Werft.
(DIR) Band von Theodor Lessing: Wie die Fliegen
Ein Band mit Artikeln des jüdischen Publizisten Lessing gibt Einblick in
die deutsche Gesellschaft. Er beleuchtet das Ende der Zwanzigerjahre.
(DIR) Politik mit Memes: Krieg der Bilder
Der Kunsthistoriker Wolfgang Ullrich analysiert in einem neuen Buch
Strategien autoritärer Bildpolitik – und macht eine neue Regierungsform
aus: die „Memokratie“.
(DIR) Neurechter Autor Benedikt Kaiser: Der lange Marsch in die illiberale Republik
Benedikt Kaiser hat ein Handbuch für eine identitäre Revolution verfasst.
Wer es liest, versteht die geistige Grundlage einflussreicher AfD-Kreise.
(DIR) Geschichte der Ketzer: Die Brüder von Jesus Christus
Der Siegeszug des Christentums als Weltreligion war in seinen Anfängen
geprägt von Unterdrückung und Ausgrenzung seiner Konkurrenten.
(DIR) Sachbücher über Opfer: Schmerz und Handlungsmacht
Opferkult oder neue Härte? Zwei Sachbuchautorinnen betrachten aus
verschiedenen Perspektiven den Umgang mit verwundbaren und verwundeten
Menschen.
(DIR) Buch über Haltung im Nahostkonflikt: Wem steht Solidarität zu?
Steffi Hentschke erzählt in „Manchmal würde ich gern schreien“ über ihr
Ringen um die „richtige“ Haltung im Nahostkonflikt.
(DIR) Ein düsterer Blick auf die Geschichte: Die Männer, die das 20. Jahrhundert abschaffen wollen
Armin Thurnher geht in seinem Buch „Unsternstunden der Menschheit“ der
Frage nach, „wie die Welt unerträglich wurde“.
(DIR) „Marmor, Quecksilber, Nebel“: Der Ursprung der Welt, die Grenzen der Sprache
In „Marmor, Quecksilber, Nebel“ kreist Judith Schalansky um die Frage, ob
sich die Weltgeschichte aus einem einzelnen Gegenstand entfalten lässt.
(DIR) Sachbuch über Armut und Arbeit: „Wenn ich Geld für Reisen ausgebe, fühle ich mich schuldig“
Miriam Davoudvandi hat ein Buch über das Aufwachsen in armen Verhältnissen
geschrieben. Ein Gespräch über Scham, Aufstieg durch Arbeit und Haftbefehl.
(DIR) Die Queen und die Thatcher: Rätselhafte Ikonen
Wer waren Queen Elizabeth II und Premierministerin Margaret Thatcher? Zwei
neue Biografien nähern sich den Ikonen – hintergründig und vergnüglich.
(DIR) Buch über Augenzeugenberichte aus Gaza: Erzählungen aus einem fernen Inferno
Die syrische Autorin Samar Yazbek hat Überlebende aus Gaza interviewt. Das
von ihnen dokumentierte Leid soll Eingang ins kollektive Gedächtnis finden.
(DIR) Buch über Erinnerungskultur in Spanien: Erinnern, um zu vergessen
Spanien tut sich schwer mit dem Erbe der Franco-Diktatur. Thomas Stölting
plädiert für ein Ende des Schweigens und eine produktive Erinnerungskultur.
(DIR) Unbekanntes Kapitel ostdeutscher Kultur: Die DDR ist nur zu verstehen, wenn man auf die Ausgegrenzten schaut
Ein bisher unbekanntes Kapitel ostdeutscher Kulturgeschichte: Christoph
Links untersucht, welche Verlage in der DDR wann und warum verschwunden
sind.
(DIR) Buch über Abwehr von Migranten in Europa: Das Schreckliche, das wir verdrängen
Heidrun Friese hat recherchiert, wie Europa die Menschenrechte missachtet,
um Geflüchtete von seinen Grenzen fernzuhalten.
(DIR) Buch über rechte Kulturpolitik: Kampf um die Kultur
Christoph Bartmann blickt mit Sorge auf die Gefährdung der Kunstfreiheit:
Weltweit strebt die Rechte nach Hegemonie über die Kunst und das Denken.
(DIR) Buch über das antike Pompeji: Die Hoffnung der Sklaven und Frauen
Gabriel Zuchtriegel erforscht seit Jahren die antike Römerstadt Pompeji. In
seinem neuen Buch betrachtet der Archäologe den Aufstieg des Christentums.
(DIR) Kulturgeschichte des Aufwachens: Sofort gibt’s Krawall und Radau
Der Wecker als Störenfried: Christoph Ribbat betrachtet das Aufwachen aus
kultureller Perspektive.