# taz.de -- Politisches Buch
       
 (DIR) Buch von queerer Iranerin: Leben im Konjunktiv II
       
       Sayan Kouhzad hat im deutschen Exil ein Buch geschrieben: Über das Leben,
       das ihr der Iran als queere Frau verwehrte. Eine persönliche Begegnung im
       Park.
       
 (DIR) Jan Gerbers Buch „Fluchtpunkt Entebbe“: Antisemitische Ressentiments, notdürftig kaschiert
       
       In den Siebzigern und Achtzigern agierten große Teile der radikalen Linken
       in ihrem Antizionismus oft offen antisemitisch, legt der Historiker in
       „Fluchtpunkt Entebbe“ dar.
       
 (DIR) Buch über Demokratie und Architektur: Mehrzweckbauten mit Charme
       
       In „Straße, Platz, Palast“ fragt der Politologe Jan-Werner Müller, welche
       Bauform der Demokratie angemessen ist. Nüchternheit oder Protz?
       
 (DIR) Buch über den Sturz Orbáns in Ungarn: Ein Meisterstück politischer Kommunikation
       
       In seinem Buch „Der Sturz Orbáns“ rekonstruiert der ungarische
       Politikberater Gergő Papp minutiös, wie es zu Péter Magyars Wahltriumph im
       April 2026 kam.
       
 (DIR) Buch über Zukunft der Arbeit: Mangelware Mensch
       
       Der Soziologe Florian Butollo sagt einen drastischen Arbeitskräftemangel
       voraus, trotz Digitalisierung und KI. Er setzt auf starke Gewerkschaften.
       
 (DIR) Buch über Russland und Iran: Eine Partnerschaft des Trotzes
       
       Einst Gegner, jetzt vereint gegen gemeinsame Feinde: Nicole Grajewskis Buch
       „Russia and Iran“ zeigt die Geschichte der russisch-iranischen Beziehungen.
       
 (DIR) Sammelband „Verleugnete Verfolgte“: Verdrängt, vergessen und verleugnet
       
       Der Sammelband „Verleugnete Verfolgte“ erinnert an NS-Opfer, die als
       „asozial“ und „Berufsverbrecher“ diffamiert wurden und bis heute vergessen
       werden.
       
 (DIR) Buch über Louis Althussers Femizid: Antifeminismus in Aktion
       
       Faszination und Vergessen: Das Buch von Francis Dupuis-Déri über den Mord
       von Louis Althusser an seiner Frau, der Soziologin Hélène Legotien Rytmann.
       
 (DIR) „Katechon“ von Volker Weiß: Totalitäre Fantasien, biblisch hochgerüstet
       
       Rechte sind fasziniert vom biblischen „Katechon“, der den Untergang
       aufhalten soll. Der Historiker Volker Weiß spürt der Karriere des Begriffs
       nach.
       
 (DIR) Verbotene Liebesbeziehungen im NS-Staat: Und sie sind doch da
       
       Das Buch „trotzdem da!“ erzählt von Kindern zwischen Deutschen und
       ausländischen Zwangsarbeiter:innen. Es ist ein Scheinwerfer der
       Erinnerungskultur.
       
 (DIR) Sachbuch über Hitler: Der Frieden auf dem Weg zum Krieg
       
       In „München 38. Die Welt am Scheideweg“ gehen Christian Goeschel und Daniel
       Hedinger der Frage nach, warum Großbritanniens Premier Chamberlain Frieden
       mit Hitler machen wollte.
       
 (DIR) Buch über die Umweltbewegung: Alles egal ist auch keine Haltung
       
       Die „Bekenntnisse eines genesenden Umweltschützers“ von Paul Kingsnorth
       sind Wutreden eines Gescheiterten, der es sich gedanklich zu leicht macht.
       
 (DIR) Buch über Heideggers Verhältnis zum NS: Adorno hätte es besser wissen müssen
       
       Oliver Jahraus zeichnet die Kontroverse um Heideggers Beziehung zum
       Nationalsozialismus nach. Leider ermüdet das Buch in seiner Detailfülle.
       
 (DIR) Persönlicher Essay zum Nahost-Konflikt: Die Mauer zwischen ihnen
       
       Der jüdisch-amerikanische Publizist Yossi Klein Halevi lädt in seinem Essay
       „Briefe an meinen palästinensischen Nachbarn“ zum Perspektivwechsel ein.
       
 (DIR) Buch über Abweisung vertriebener Juden: Im Niemandsland
       
       Historikerin Susanne Heim zeigt in einer Studie, wie die Staaten nach 1933
       die vertriebenen Juden abwiesen. Eine präzise Chronik von Verbrechen und
       Versagen.
       
 (DIR) Buch über Exilanten in Hollywood: Traumfabrik im Würgegriff
       
       Jan Jekals Buch „Paranoia in Hollywood“ skizziert eindrucksvoll die
       Exilantengemeinde in Hollywood während des Zweiten Weltkriegs – und die
       Verwerfungen danach.
       
 (DIR) Deutschkurdisches Buch „Wut und Wärme“: Wut, Mut, Rebellion und Fürsorge
       
       „Wut und Wärme“ wirft einen Blick auf die deutsche Realität. Dieser nähern
       sich die deutschkurdischen Tekkal-Schwestern aus ungewöhnlicher
       Perspektive.
       
 (DIR) Jüdische Identität und Punk: Gegen die Welt, aber mittendrin
       
       Außenseitertum und Gemeinschaft, Toleranz und Widerstand: Der Sammelband
       „Jüdische Identitäten und Antisemitismus im Punk“ beschreibt, wie
       Punk-Kultur mit Jüdischsein verwoben ist.
       
 (DIR) Buch über Neoliberalismus: Antriebslos durch die Geschichte
       
       in „Beliebige Fracht“ erzählt Ian Kumekawa die Kapitalismusgeschichte des
       20. Jahrhunderts anhand zweier Frachtschiffe aus einer schwedischen Werft.
       
 (DIR) Band von Theodor Lessing: Wie die Fliegen
       
       Ein Band mit Artikeln des jüdischen Publizisten Lessing gibt Einblick in
       die deutsche Gesellschaft. Er beleuchtet das Ende der Zwanzigerjahre.
       
 (DIR) Politik mit Memes: Krieg der Bilder
       
       Der Kunsthistoriker Wolfgang Ullrich analysiert in einem neuen Buch
       Strategien autoritärer Bildpolitik – und macht eine neue Regierungsform
       aus: die „Memokratie“.
       
 (DIR) Neurechter Autor Benedikt Kaiser: Der lange Marsch in die illiberale Republik
       
       Benedikt Kaiser hat ein Handbuch für eine identitäre Revolution verfasst.
       Wer es liest, versteht die geistige Grundlage einflussreicher AfD-Kreise.
       
 (DIR) Geschichte der Ketzer: Die Brüder von Jesus Christus
       
       Der Siegeszug des Christentums als Weltreligion war in seinen Anfängen
       geprägt von Unterdrückung und Ausgrenzung seiner Konkurrenten.
       
 (DIR) Sachbücher über Opfer: Schmerz und Handlungsmacht
       
       Opferkult oder neue Härte? Zwei Sachbuchautorinnen betrachten aus
       verschiedenen Perspektiven den Umgang mit verwundbaren und verwundeten
       Menschen.
       
 (DIR) Buch über Haltung im Nahostkonflikt: Wem steht Solidarität zu?
       
       Steffi Hentschke erzählt in „Manchmal würde ich gern schreien“ über ihr
       Ringen um die „richtige“ Haltung im Nahostkonflikt.
       
 (DIR) Ein düsterer Blick auf die Geschichte: Die Männer, die das 20. Jahrhundert abschaffen wollen
       
       Armin Thurnher geht in seinem Buch „Unsternstunden der Menschheit“ der
       Frage nach, „wie die Welt unerträglich wurde“.
       
 (DIR) „Marmor, Quecksilber, Nebel“: Der Ursprung der Welt, die Grenzen der Sprache
       
       In „Marmor, Quecksilber, Nebel“ kreist Judith Schalansky um die Frage, ob
       sich die Weltgeschichte aus einem einzelnen Gegenstand entfalten lässt.
       
 (DIR) Sachbuch über Armut und Arbeit: „Wenn ich Geld für Reisen ausgebe, fühle ich mich schuldig“
       
       Miriam Davoudvandi hat ein Buch über das Aufwachsen in armen Verhältnissen
       geschrieben. Ein Gespräch über Scham, Aufstieg durch Arbeit und Haftbefehl.
       
 (DIR) Die Queen und die Thatcher: Rätselhafte Ikonen
       
       Wer waren Queen Elizabeth II und Premierministerin Margaret Thatcher? Zwei
       neue Biografien nähern sich den Ikonen – hintergründig und vergnüglich.
       
 (DIR) Buch über Augenzeugenberichte aus Gaza: Erzählungen aus einem fernen Inferno
       
       Die syrische Autorin Samar Yazbek hat Überlebende aus Gaza interviewt. Das
       von ihnen dokumentierte Leid soll Eingang ins kollektive Gedächtnis finden.
       
 (DIR) Buch über Erinnerungskultur in Spanien: Erinnern, um zu vergessen
       
       Spanien tut sich schwer mit dem Erbe der Franco-Diktatur. Thomas Stölting
       plädiert für ein Ende des Schweigens und eine produktive Erinnerungskultur.
       
 (DIR) Unbekanntes Kapitel ostdeutscher Kultur: Die DDR ist nur zu verstehen, wenn man auf die Ausgegrenzten schaut
       
       Ein bisher unbekanntes Kapitel ostdeutscher Kulturgeschichte: Christoph
       Links untersucht, welche Verlage in der DDR wann und warum verschwunden
       sind.
       
 (DIR) Buch über Abwehr von Migranten in Europa: Das Schreckliche, das wir verdrängen
       
       Heidrun Friese hat recherchiert, wie Europa die Menschenrechte missachtet,
       um Geflüchtete von seinen Grenzen fernzuhalten.
       
 (DIR) Buch über rechte Kulturpolitik: Kampf um die Kultur
       
       Christoph Bartmann blickt mit Sorge auf die Gefährdung der Kunstfreiheit:
       Weltweit strebt die Rechte nach Hegemonie über die Kunst und das Denken.
       
 (DIR) Buch über das antike Pompeji: Die Hoffnung der Sklaven und Frauen
       
       Gabriel Zuchtriegel erforscht seit Jahren die antike Römerstadt Pompeji. In
       seinem neuen Buch betrachtet der Archäologe den Aufstieg des Christentums.
       
 (DIR) Kulturgeschichte des Aufwachens: Sofort gibt’s Krawall und Radau
       
       Der Wecker als Störenfried: Christoph Ribbat betrachtet das Aufwachen aus
       kultureller Perspektive.
       
 (DIR) Buch über Künstliche Intelligenz: Die gestohlene Sprache
       
       In „Large Language Kabbala“ entlarvt der Informatiker Martin Warnke den
       Mythos, KI könne „denken“. Sie erzeuge lediglich Sprache ohne Weltbezug.
       
 (DIR) Umstrittene Philosophin: Wer hat Angst vor Judith Butler?
       
       Die „Zeitschrift für Ideengeschichte“ widmet ihre aktuelle Ausgabe der
       kontroversen Theoretiker*in. Im Roten Salon der Volksbühne wurde
       diskutiert.
       
 (DIR) Buch über Ficos Slowakei: Demolieren und demontieren
       
       Der slowakische Autor Michal Hvorecký erzählt in „Dissident“ vom
       autoritären Staatsumbau unter Fico. Und aus seiner bewegten Biografie.
       
 (DIR) Comic über die Wechseljahre: Mitreisende im Hormonkarussell
       
       Aus persönlichem Frust und Wissensdurst wurde ein feministischer Comic über
       die Wechseljahre. Ein Atelierbesuch bei der Zeichnerin Rinah Lang.
       
 (DIR) Nachdenken über Faschismus: Wer staunt, begeht den ersten Fehler
       
       „Dieser Drang nach Härte“ von Eva von Redecker verwebt Beobachtungen,
       Gespräche und philosophische Konzepte zu einer eindringlichen
       Gegenwartsanalyse.
       
 (DIR) Buch über Musks Mind Control-Fetisch: Elon Musk will unsere Souveränitat
       
       Im Sachbuch „Muskismus“ warnen Quinn Slobodian und Ben Tarnoff vor Elon
       Musks Bestreben, unser aller Bewusstsein zu kontrollieren. Es kommt zur
       richtigen Zeit.
       
 (DIR) Buch des griechischen Ex-Premiers: Tsipras' ewige Reise
       
       Das Buch von Alexis Tsipras über die Schuldenkrise der Zehnerjahre ist in
       Griechenland ein Topseller. Plant der Ex-Premier sein politisches Comeback?
       
 (DIR) Buch über alternative Wirtschaftspolitik: „Jeder Geländegewinn zählt“
       
       Was tun, wenn Rechte Ungleichheit verstärken und gleichzeitig davon
       profitieren? „Der verdrängte Kapitalismus“ lotet aus, wie antifaschistische
       Wirtschaftspolitik aussehen kann.
       
 (DIR) Neue Bücher über den Westen: Wenn der große Bruder zum Risikospieler wird
       
       Holger Stark skizziert in seinem Buch die Abhängigkeit der Bundesrepublik
       von den USA. Daniel Marwecki wünscht sich ein freundliches Europa.
       
 (DIR) Buch über Nazigegner im Prager Exil: Das Exil nebenan
       
       Hitler-Gegner wie Gabriele Tergit oder Alfred Kerr emigrierten in die
       Tschechoslowakei. In „Vertraute Fremde“ begibt sich Peter Lange auf ihre
       Spur.
       
 (DIR) Buch über den US-Filmemacher Jack Smith: Glitzer und Schimmel
       
       Jack Smith wurde mit rauschhaften Performances und Undergroundfilmen
       berühmt. Texte von und über Smith sind jetzt auch auf Deutsch erschienen.
       
 (DIR) Trump und das US-Fernsehen: Eine perfekte Symbiose
       
       In seinem Buch „Alle Scheinwerfer auf mich!“ untersucht „New York
       Times“-Journalist James Poniewozik den Aufstieg Trumps im Kabelfernsehen.
       Er fragt: Wer kontrolliert hier wen?
       
 (DIR) Roman über Babyn-Jar-Massaker: „Nichts ist ausgedacht, nichts ist übertrieben“
       
       Anatoli Kusnezow hat in den Sechzigern einen großen Dokumentarroman über
       das Massaker von Babyn Jar vorgelegt. Nun erscheint er in neuer
       Übersetzung.
       
 (DIR) Buch über Superdiversität: Weniger Gebildete kommen oft besser mit Diversität klar
       
       Maurice Crul und Frans Lelie schauen pragmatisch auf superdiverse Städte.
       Auch migrationskritische Menschen tragen oft zum guten Zusammenleben bei.