# taz.de -- Geschichte
(DIR) Graphic Novel zur Sportgeschichte: Kicker, Kolonien, Klassen
Fußball kann schöner sein als die vergangene WM. Eine Graphic Novel zeigt
die Geschichte und die Kraft dieses subversiven und rebellischen Sports.
(DIR) Kampf gegen „Wokeness“: Weißes Haus will weißere Museen
Die Museen sollen „positivere“ Geschichten erzählen, findet die
Trump-Regierung. Historiker:innen protestieren gegen „ideologische
Attacke“.
(DIR) Forscher über NS-Zeit in Osnabrück: „Die Geschichte musste erst wachgeküsst werden“
Historiker Željko Dragić sucht weltweit nach Nachkommen der Inhaftierten
eines Osnabrücker Kriegsgefangenenlagers. Heute öffnen ihm viele ihre
Türen.
(DIR) Roman von Lídia Jorge: Die Mythen der Revolution
Lídia Jorge setzt in ihrem neuen Roman den Protagonisten der
Nelkenrevolution in Portugal ein Denkmal. 1974 hatten sie die Diktatur zu
Fall gebracht.
(DIR) Feiern zu 250 Jahren USA: Wenn das die Gründerväter wüssten
Vor 50 Jahren bekamen die USA die Feierlichkeiten ganz gut über die Bühne.
Nicht so jetzt zum 250. Geburtstag, Trump macht halt Trump-Sachen.
(DIR) Italienischer Historiker Carlo Ginzburg: Er machte den Müller Menocchio weltberühmt
Carlo Ginzburg ist Wegbereiter der Microstoria. Seine
Geschichtswissenschaft im Kleinen wandte sich gegen den Universalismus von
Herrschaftsgeschichte. Ein Nachruf.
(DIR) Kinder fragen, die taz antwortet: Wie hieß die Farbe Orange um das Jahr 1200?
Wir wollen von Kindern wissen, welche Fragen sie beschäftigen. Jede Woche
beantworten wir eine. Diese Frage kommt von Tabita, 10 Jahre alt.
(DIR) Aufarbeitung der NS-Geschichte: Ist das echte Aufklärung oder Schönfärberei?
Die Gesellschaft für Unternehmensgeschichte hilft Unternehmen, ihre
Vergangenheit aufzuarbeiten. Ist sie unkritisch gegenüber ihren
Auftraggebern?
(DIR) DFB-Abschied von Adidas: Das letzte Hemd
Bei dieser WM trägt die deutsche Nationalmannschaft Adidas, ab 2027 stattet
Nike die DFB-Teams aus. Damit geht eine sehr deutsche Geschichte zu Ende.
(DIR) Stalin-Renaissance unter Putin: Die Rückkehr des Despoten
Während die Aggression gegen die Ukraine brutaler wird, gewinnt der
einstige sowjetische Diktator Josef Stalin an Popularität unter den Russen.
Denkmäler werden ihm errichtet.
(DIR) Buch über Neoliberalismus: Antriebslos durch die Geschichte
in „Beliebige Fracht“ erzählt Ian Kumekawa die Kapitalismusgeschichte des
20. Jahrhunderts anhand zweier Frachtschiffe aus einer schwedischen Werft.
(DIR) Arisierte Villa Rezek und Wiener Moderne: Die Geschichte eines Hauses – die Geschichte einer Stadt
Schönheit trotzt Hass. Die von Hans Glas visionär gestaltete Villa Rezek
erzählt von Utopien im einst jüdischen Wien. Sie ist nun wieder zu
bestaunen.
(DIR) Erste Außenstelle außerhalb Israels: Holocaustgedenkstätte Yad Vashem kommt nach München
Yad Vashem will eine Außenstelle in München einrichten mit einer Dependance
in Leipzig. Das soll die jüdische Perspektive in der Erinnerungskultur
stärken.
(DIR) Beisetzung der RAF-Terroristin: Die vielen Beerdigungen der Ulrike Meinhof
Vor 50 Jahren wurde Meinhof beigesetzt, ihr Gehirn erst 25 Jahre später. In
der Zwischenzeit versuchten Männer zu ergründen, was in ihrem Kopf vor sich
ging.
(DIR) Börne-Preis für Historiker: Der Geschichtserzähler
Am Sonntag wurde Historiker Christopher Clark ausgezeichnet, die Laudatio
hielt Bundespräsident Steinmeier. Warum ist er in Deutschland so beliebt?
(DIR) NSDAP-Datenbanken von Spiegel und Zeit: Die Nazi-Dateien sind hilfreich – und keine Gegenwartsflucht
Datenbanken über NSDAP-Mitglieder erleichtern die Ahnenforschung enorm.
Solche Recherchen können auch für heutigen Rechtsextremismus
sensibilisieren.
(DIR) Roman von Sharon Dodua Otoo: Worte allein werden nicht helfen
In „So, in etwa, ist es geschehen“ erdrosselt die Protagonistin ihren Chef
mit einem Schal von FC Bayern München. Es ist ein Roman wie ein Geständnis.
(DIR) Probleme fürs Internet Archive: KI und Geschichte
Die Wayback Machine archiviert Websites und hilft so uns allen. Doch jetzt
wird sie von manchen Medien ausgeschlossen, aus Angst vor KI.
(DIR) Website zur Antike: Alle Klicks führen nach Rom
Auf badancient.com wird die Antike lebendig – durch die Fragen, die wir
selber stellen. Das macht Spaß, sogar wenn es um den ‚römischen Gruß‘ geht.
(DIR) Autorin über Heldinnen der Meere: „Es lohnt sich, starrsinniger zu sein“
Das Meer galt lange Zeit als männliche Domäne. Wie die Geschichte einer
grausamen Piratin und der Erfolg einer Forscherin den Blick darauf
verändern.
(DIR) Autorin Nona Fernández über Chile: „Nostalgisches Erinnern langweilt mich“
Wie konnte es so weit kommen, dass in Chile erneut die Ultra-Rechte
regiert? Nona Fernández über ihr Werk, die Linke und die Bereitschaft zum
Handeln.
(DIR) Neuer Roman von Norbert Gstrein: Entscheidungen angesichts einer zerbrechenden Weltordnung
Der neue Roman von Norbert Gstrein führt über beide Weltkriege zur Invasion
der Ukraine. Er stellt sich den Themen von Verantwortung und Schuld.
(DIR) HipHop in Zeitlupe: Die Farbe Lila
HipHop, Hustensaft, Herzinfarkt. Wie der ultraverlangsamte Sound von Rap
aus Houston und dem Produzenten DJ Screw zum Phänomen wurde. Eine
Klangreise.
(DIR) Shortlist Leipzger Buchmesse: Der Vergangenheit zugewandt
Die Nominierten für den Preis der Leipziger Buchmesse stehen fest. Deutlich
erkennbar ist eine Hinwendung zum Geschichtlichen.
(DIR) Podcast über USA: Nicht un-, sondern uramerikanisch
US-Experten gibt es derzeit viele. Die wenigsten aber können das Aktuelle
so erkenntnisreich in die Geschichte einbetten wie Historiker Volker
Depkat.
(DIR) Historiker über die NSDAP in Palästina: „Parteimitgliedschaft als Versicherung“
Die NSDAP gab es nicht nur in Deutschland. Ralf Balke wirft einen Blick auf
die Selbstnazifizierung im „Heiligen Land“.
(DIR) Historikerin über Technikfantasien: „Wir hören so häufig, dass die Maschine alles besser kann“
Fehler machen gehört zum Menschsein, sagt die Historikerin Martina Heßler.
Dass wir dagegen an perfekte Maschinen glauben wollen, ist kein Zufall.
(DIR) Israels Gesellschaft nach dem 7.Oktober: In den Straßen Tel Avivs
Kunst und Kultur, die man in Deutschland kaum sehen wird. Ein Streifzug
durch die liberale Metropole und ihre Versuche des öffentlichen Erinnerns.
(DIR) Roman über Babyn-Jar-Massaker: „Nichts ist ausgedacht, nichts ist übertrieben“
Anatoli Kusnezow hat in den Sechzigern einen großen Dokumentarroman über
das Massaker von Babyn Jar vorgelegt. Nun erscheint er in neuer
Übersetzung.
(DIR) Verteidigung der Erinnerungskultur: Aufarbeitung von unten
Zwischen herausgerissenen Stolpersteinen einerseits und
Vereinnahmungstendenzen andererseits: Warum es ein Weiter-so in der
Erinnerungskultur braucht.
(DIR) Die Wahrheit: Titan der Fantasy
Die ganze Wahrheit über den großen Grönlandisten und besten US-Präsidenten
aller Zeiten Don Trump, der herrliche Vorbilder im Amt hat.
(DIR) Comic „Gamma … visions“: Die KI-Apokalypse
Mit „Gamma … visions“ schließt Jens Harder sein vierbändiges Epos über
Mensch und Evolution ab. Er zeichnet düstere Zukunftsvisionen in
Türkisblau.
(DIR) Gedenken an die friesische Freiheit: Als in der Wesermarsch das Blut der Bauern floss
Friesenverbände erinnern an die Butjadinger Bauernrepublik. Wer heute von
„friesischer Freiheit“ spricht, muss auch von braunen Schatten erzählen.
(DIR) Imagekampagne für Niedersachsen: Kein Land für lahme Claims
Wenn die Landesregierung mal wieder eine Imagekampagne auslobt, kann das
eigentlich nur schiefgehen. Mit oder ohne neuen Slogan.
(DIR) DVD „Cartoon Roots“ aus US-Zwanzigern: Eine Sadomaso-Beziehung zwischen Schöpfer und Geschöpf
Max und Dave Fleischer waren vor Walt Disney Größen des US-Animationsfilms.
„Cartoon Roots: Back to the Inkwell“ versammelt ihre trickreichen Clips.
(DIR) Ausstellung zu jüdischer Islamforschung: Die Geschichte war verwoben
Die Ausstellung „Die Morgenländer“ in Hohenems ist lehrreich. Sie zeigt,
was den jüdischen Blick auf den Orient im 19. Jahrhundert bedeutend machte.
(DIR) Als Stalin Finnland schlucken wollte: Bereitschaft zum Widerstand unterschätzt
Zu Putins Propagandamythen gehört, dass Russland alle Kriege gewinnt. Doch
schon der sowjetisch-finnische Krieg 1939/40 zeigt: Das stimmt gar nicht.
(DIR) Geschichte eines Kampfbegriffs: Sozialismus in den USA
Die Rechte in den USA karikiert den Begriff des Sozialismus als
unamerikanisch. Dagegen stehen Ansätze, ihn sich pluralistisch neu
anzueignen.
(DIR) Neue Kinder- und Jugendbücher: Das Prinzip Hoffnung
Bildstarke Erzählungen über außergewöhnliche Frauen erinnern an Judith Kerr
und Jella Lepman, die Flucht aus Nazideutschland und ihr Leben mit Büchern.
(DIR) Jane Austen und die Geschlechterrollen: Neue Frauen an der Seitenlinie
In „Überredung“ blickt Jane Austen auf ein neues Geschlechterverhältnis.
Womöglich hat ihr letzter Roman eine heimliche, uneingestandene Heldin.
(DIR) Essay über staatlichen Autoritarismus: Entbürokratisierung, Baby!
Autoritäre Führer arbeiten an der Gleichschaltung staatlicher
Institutionen. Welche Strategien wurden dabei von Hitler bis Trump
verwendet?
(DIR) Auszeichnung für Daniel Cohn-Bendit: Das Phantom der Rebellion
Asterix siegt. Der deutsch-französische Publizist und Politiker Daniel
Cohn-Bendit wird in Berlin mit dem Prix de l’Académie de Berlin
ausgezeichnet.
(DIR) Autorin über Versäumnisse des Gedenkens: „Uns geht es um eine plurale Erinnerungskultur“
Wenn das Gedenken gelungen wäre, wäre die AfD nicht so erfolgreich, sagt
Hadija Haruna-Oelker. Sie plädiert dafür, alles auf Anfang zu stellen.
(DIR) Tödlicher AKW-Unfall vor 50 Jahren: Nach allen Regeln der Kunst verharmlost
Am 19. November 1975 starben zwei Arbeiter bei einem Unfall im AKW
Gundremmingen. Staatliche Stellen sorgten dafür, dass eine lückenlose
Aufklärung ausblieb.
(DIR) Historiker über den Klimawandel: „Die nationalstaatlich orientierte Weltpolitik ist der Bremser“
Ließe sich die Erderwärmung mit mehr Demokratie stoppen? Ein Interview mit
dem Historiker David Van Reybrouck, der beim Wandern einen Gletschersturz
erlebte.
(DIR) Ausstellung im Jüdischen Museum Wien: Wie Juden und Jüdinnen weiß wurden
Diese Ausstellung zeigt jüdische Selbst- und Fremdbilder. Sie widerspricht
einem Antirassismus, der jüdische Diskriminierungserfahrungen negiert.
(DIR) Historiker über queere Kämpfe: „Wir sind noch weit weg von Akzeptanz“
Eine Ausstellung des Schwulen Museums Berlin zeigt über 50 Jahre Geschichte
queerer Bewegungen. Gegenwärtig ist sie in Bremen zu sehen.
(DIR) Online-Projekt zur jüdischen Geschichte: Wo das Reformjudentum seine Wurzeln hat
Über die weltweit erste jüdische Reformsynagoge, eröffnet 1810 in Seesen,
informiert ein neues Projekt des Portals „Jüdisches Niedersachsen online“.
(DIR) Sexualforscher wird 200 Jahre alt: Karl Heinrich Ulrichs kämpfte für die Homo-Liebe
Der Mann aus dem ostfriesischen Aurich war seiner Zeit voraus. Trotz
staatlicher Unterdrückung forderte er schon im 19. Jahrhundert die Ehe für
alle.
(DIR) Ausstellung in Celle: Carolinen-Figuren geben zu denken
Mit 800 goldenen Dänen-Königinnen en miniature bevölkert der Bildhauer
Ottmar Hörl den Celler Schlosspark.