# taz.de -- Film
(DIR) Zum Tod des Regisseurs Béla Tarr: Wie Zweige im Regen
Näher kann ein Atheist und Anarchist dem Religiösen nicht kommen: Mit Béla
Tarr ist ein Meistererzähler des europäischen Kinos gestorben.
(DIR) Tragikomödie „Rental Family“: Gemietete Nähe, gutes Gewissen
In „Rental Family“ vermittelt eine Agentur in Tokio Schauspieler für
soziale Anlässe. So auch Brendan Fraser, der im Film mit seiner Wärme
berührt.
(DIR) Spielfilmdebüt „Schwesterherz“ im Kino: Der Versuch nicht zu sehen, was der Bruder getan hat
Erstaunlich unbequem ist der Spielfilm „Schwesterherz“. Sarah Miro Fischer
untersucht darin, wie Geschwisterliebe Mechanismen der Rape Culture stützt.
(DIR) Regisseurin über Satire „Holy Meat“: „Mich interessieren Filme, die in die Hose gehen könnten“
Die Satire „Holy Meat“ ist das Spielfilmdebüt der Regisseurin Alison Kuhn.
Sie spricht über Kirche als System, die Provinz als Brennglas und Humor als
Türöffner.
(DIR) Jafar Panahi über seinen neuen Film: „Das Kino ist nur ein Teil dieses Widerstands“
Der iranische Regisseur Jafar Panahi spricht über Trauma und Humor. Sein
preisgekrönter Film „Ein einfacher Unfall“ läuft jetzt an.
(DIR) Spielfilm „Der Fremde“ nach Albert Camus: Nichtstun und Rauchen
François Ozon hat Albert Camus’ Existenzialismus-Klassiker „Der Fremde“
verfilmt. Er macht die Kälte des Protagonisten trotz sengender Sonne
greifbar.
(DIR) Zum Tod von Brigitte Bardot: Die Göttin der Sorglosigkeit
Die Figuren, die Brigitte Bardot in ihren Filmen verkörperte, sind uns
fremd geworden. Nun ist auch ihre menschliche Gestalt verstorben. Eine
Hommage.
(DIR) Filme mit Brigitte Bardot: Der gierige Blick des Publikums
In ihren Filmen verkörperte Brigitte Bardot die weibliche Versuchung. Dem
reduzierenden und ausbeuterischen „male gaze“ entzog sie sich letztendlich
trotzdem.
(DIR) Tod von Brigitte Bardot: Französische Filmikone verstorben
Die Schauspielerin stirbt mit 91 Jahren. Sie wurde in den 50er Jahren
weltbekannt. Aus ihren rechtsextremen Positionen machte Bardot kein
Geheimnis.
(DIR) HIldegard Knefs 100. Geburtstag: Die rauchige Stimme lässt rote Rosen regnen
Am 28. Dezember würde Hildegard Knef ihren 100. Geburtstag feiern. Was
bleibt von ihrem Erbe als selbstbestimmte Künstlerin, die nach 1945 ein
anderes Bild von Deutschland schuf?
(DIR) Spielfilm „Die jüngste Tochter“ im Kino: Jung, muslimisch, lesbisch
Regisseurin Hafsia Herzi inszeniert mit „Die jüngste Tochter“ eine
Coming-of-Age-Geschichte ohne Klischees. Der Film basiert auf einem Roman
von Fatimas Daas.
(DIR) 130 Jahre Kino in der Berliner AdK: An etwas Bleibendes dachten sie nicht
Die Berliner Akademie der Künste würdigte die Filmpioniere Max und Emil
Skladanowsky. Dabei war Regisseur Wim Wenders, der ihnen eine Hommage
gewidmet hat.
(DIR) Dänische Komödie „Therapie für Wikinger“: Das Trauma im Märchenwald bewältigen
Anders Thomas Jensens tiefschwarze Komödie „Therapie für Wikinger“ erzählt
von Männern, deren Identität auf Gewalt und zerstörtem Vertrauen fußt.
(DIR) Film „Herz aus Eis“: Die Kälte zieht uns an
Leise rieselt’s im Film. „Herz aus Eis“ von der Regisseurin Lucile
Hadžihalilović wirft die Frage auf, was Schnee und weitere weiße Pracht im
Kino bedeuten.
(DIR) Nachruf auf Rosa von Praunheim: Wie bitte, Rosa ist tot?
Im Alter von 83 Jahren ist Rosa von Praunheim gestorben. Er war eine
Legende – schon zu Lebzeiten.
(DIR) Künstler, Filmemacher, Aktivist: Rosa von Praunheim ist tot
Erst kürzlich hatten der 83-Jährige und sein langjähriger Lebensgefährte
geheiratet. Jetzt ist Filmlegende Rosa von Praunheim verstorben.
(DIR) Mordfall Rob Reiner und Michele Singer: Sohn von Rob Reiner offiziell wegen Mordes angeklagt
Nach dem gewaltsamen Tod von „Harry und Sally“-Regisseur Rob Reiner und
seiner Frau beschuldigt die Staatsanwaltschaft deren Sohn des Mordes.
(DIR) Spielfilm „Zwei Staatsanwälte“ im Kino: Hier überlebt man nur mit Gehorsam
Der ukrainische Regisseur Sergei Loznitsa hat den sowjetischen Roman „Zwei
Staatsanwälte“ verfilmt. Stalinistischen Terror inszeniert er als kafkaeske
Parabel.
(DIR) „Avatar: Fire and Ash“: Da schlackern einem die Elfenohren
Bitte tief eintauchen: James Cameron setzt seine Science-Fiction-Reihe mit
„Avatar: Fire and Ash“ fort. Diesmal geht's durch erleuchtete Gewässer.
(DIR) „Harry and Sally“-Regisseur getötet: Sohn unter Mordverdacht
Nach dem gewaltsamen Tod des Regisseurs Rob Reiner und seiner Ehefrau
Michele sitzt ihr Sohn in Haft. Trump irritiert mit geschmacklosem
Kommentar.
(DIR) Nachruf auf Regisseur Rob Reiner: Zuständig für Harry und Sally
Der US-Regisseur Rob Reiner stand für ein liberales Mainstreamkino.
Zusammen mit seiner Ehefrau ist er unter schlimmen Umständen gestorben.
(DIR) #MeToo-Komödie „Sorry, Baby“: Und dann hat sie eine Katze
Eva Victors Regiedebüt „Sorry, Baby“ erzählt aus Opfersicht von
sexualisierter Gewalt. Eine stille Screwball-Komödie würde man da eher
nicht erwarten.
(DIR) Taiwanesischer Klassiker „Yi Yi“ im Kino: Ode an die kleinen Freuden
Vor 25 Jahren hinterließ der taiwanesische Regisseur Edward Yang seinen
letzten großen Fußabdruck im Weltkino. „Yi Yi“ hat an Aktualität nichts
eingebüßt.
(DIR) Übernahmekampf in Hollywood: Ein Deal auf Kosten nicht nur des Kinos
Um das Filmstudio Warner Bros. tobt ein Kampf zwischen Netflix und
Paramount. Bedroht sind sowohl die Zukunft Hollywoods als auch die
Pressefreiheit.
(DIR) Red Sea Festival in Saudi-Arabien: Nach Westen blickt man eher wenig
In Saudi-Arabien gibt es erst seit sieben Jahren wieder Kino. Das Red Sea
Film Festival in Dschidda zeigt, was in der Branche seitdem geschehen ist.
(DIR) Dokumentarfilm „Stille Beobachter“: Die Maßstäbe verschieben sich
Im Dokumentarfilm „Stille Beobachter“ stehen Tiere eines bulgarischen
Bergdorfs im Zentrum. Die Regisseurin Eliza Petkova inszeniert deren
Perspektive.
(DIR) Wolfgang Beckers letzter Film im Kino: Geschichte ist, was man dabei fühlt
„Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße“ ist Wolfgang Beckers letzter, postum
vollendeter Film. Seine Betrugsklamotte fragt nach dem Umgang mit
Vergangenheit.
(DIR) Streamingdienst: Netflix bald mit Warner vereint?
Der Streamingdienst Netflix kündigt an, den Film- und Medienkonzern Warner
Bros. Discovery übernehmen zu wollen. Und beruhigt erst einmal seine
Kunden.
(DIR) Debütfilm „15 Liebesbeweise“: Sie hat schlicht keine Wahl
In ihrem Debütfilm „15 Liebesbeweise“ erzählt die Regisseurin Alice Douard
von den Eheleuten Céline und Nadia. Sie erwarten ein Kind, mit
Hindernissen.
(DIR) Feministische Komödie „Cannibal Mukbang“: Die Schlechten ins Kröpfchen
„Cannibal Mukbang“ ist eine feministische Horrorkomödie. Fleisch wird darin
viel gegessen, aber nach ethischen Kriterien. Nun erscheint der Film als
Bluray.
(DIR) „Der geheimnisvolle Blick des Flamingos“: Aus Staub und Sehnsucht
Diego Céspedes verknüpft in seinem Debütfilm magischen Realismus,
Western-Mythos und Aids-Trauma zu einer Parabel über Ausgrenzung, Angst und
Annäherung.
(DIR) Dokumentarfilm „Weltkarriere einer Lüge“: Wie eine Verschwörungstheorie zum Bestseller wurde
Der Film „Weltkarriere einer Lüge“ erkundet den Erfolg der „Protokolle der
Weisen von Zion“. Von Hitler bis zur Hamas hatte das Buch begeisterte
Leser.
(DIR) Sci-Fi-Film „Zone 3“: Jetzt ist die Demokratie in Gefahr
Der Regisseur Cédric Jimenez stellt in seinem Actionthriller „Zone 3“
handfeste Fragen zur Rolle von KI für die Politik. Optimistisch wirkt er
nicht.
(DIR) Neuer Frankfurt-„Tatort“: Bevor die Hoffnung stirbt, ist der Informant tot
Vermisste werden gesucht im Frankfurt-„Tatort“. Und dann geht es auch noch
um ein Kind. Wer darf die Hoffnung aufgeben? Und wer trägt welche Schuld?
(DIR) Ingrid van Bergen verstorben: Die Unverwüstliche
Sie war ein Star des bundesdeutschen Films und Fernsehens seit den 1950ern.
Mit 94 Jahren ist die Schauspielerin mit der rauchigen Stimme gestorben.
(DIR) Familiendrama „Sentimental Value“: Die nicht zur Welt finden
Regisseur Joachim Trier erzählt in seinem Spielfilm „Sentimental Value“
alles mehrschichtig. Im Zentrum stehen Menschen, die einander nicht lieben
können.
(DIR) Spielfilm „Paternal Leave“: Ciao Sehnsuchtsort
In ihrem Debütfilm „Paternal Leave“ erzählt Alissa Jung von einer Tochter,
die ihren unbekannten Vater sucht. Annäherung und Rückzug wechseln sich ab.
(DIR) Spielfilm „Anemone“ mit Daniel Day-Lewis: Wenn die Luft aufklart
„Anemone“ ist das von Licht und Farben durchzogene Regiedebüt von Ronan
Day-Lewis. Sein Vater Daniel Day-Lewis spielt darin die Hauptrolle.
(DIR) Spielfilm „Lolita lesen in Teheran“: Nafisis Erzählung und Riklis’ Film
Eran Riklis’ Film „Lolita lesen in Teheran“ ist eine Hommage an Literatur
und weiblichen Widerstand. Überragend: Golshifteh Farahani in der
Hauptrolle.
(DIR) Nachruf auf Schauspieler Udo Kier: Hier lacht der Bösewicht über sich selbst
Udo Kier war einer der lässigsten deutschen Schauspieler, die zum
Hollywoodstar wurden. Neben Fieslingen konnte er auch andere Typen spielen.
Ein Nachruf.
(DIR) Festival für Kino aus Frankreich: Blinde Flecken
Koloniale Auslassungen und futuristische Kontrollsysteme: Die 25.
Französische Filmwoche zeigt in Berlin, wie viel Bedeutung im Übersehenen
steckt.
(DIR) Komödie „Sehnsucht in Sangerhausen“: Wo verstreute Seelen sich verbünden
Julian Radlmaiers Komödie „Sehnsucht in Sangerhausen“ verbindet leichtfüßig
Geschichte, Kapitalismuskritik und politische Fragen. Geister gibt’s auch.
(DIR) Dokumentarfilm über Odessa im Krieg: Die Wunden der alten Hafenstadt
„When Lightning Flashes Over the Sea“ ist ein Porträt Odessas zu
Kriegszeiten. Regisseurin Eva Neymann spürt hinein ins Leben der
Bewohner:innen.
(DIR) DVD „Was uns verbindet“: Was das Schicksal einem so vor die Tür stellt
Eine Patchworkfamilie, ein Neugeborenes und eine tote Nachbarin: eine
Verwicklung und ein Schicksalsschlag, der plötzlich viele Menschen
verbindet.
(DIR) Dokumentarfilm „Palliativstation“: Reisereportage vom Übergang
Filmemacher Philipp Döring begleitet so diskret wie ungeschützt unheilbar
kranke Menschen. Und er zeigt die Arbeit derer, die ihnen helfen.
(DIR) Sci-Fi-Film „The Running Man“: Brot und Spiele
Edgar Wright hat den Arnold-Schwarzenegger-Klassiker „The Running Man“ neu
verfilmt. Der Sci-Fi-Film wärmt eine alte These der Medienkritik neu auf.
(DIR) Nachruf auf Regisseur Hark Bohm: Er wollte Geschichten erzählen
Der Regisseur, Drehbuchautor und Schauspieler Hark Bohm kannte die
Klanglagen der Menschen. Sein Film „Nordsee ist Mordsee“ bleibt ein
ungehobeltes Meisterwerk.
(DIR) Regisseur Hark Bohm gestorben: Linksliberaler Regisseur, Darsteller und Autor
Hark Bohm schrieb einst mit „Nordsee ist Mordsee“ Filmgeschichte. Aktuell
läuft im Kino „Amrun“, den sein Schüler Fatih Akin nach einem Roman von ihm
drehte.