# taz.de -- Lesestück Interview
       
 (DIR) Verlegerin über den Wert von Biografien: „In Familiengeschichten steckt die Weltgeschichte“
       
       Katrin Rohnstock ist Spezialistin für Erzählen: Sie hat einen Verlag für
       Autobiografien. In ihren Erzählsalons kommen die unterschiedlichsten
       Menschen zu Wort.
       
 (DIR) Ein Mieter über Verdrängung: „Aufgeben ist keine Option“
       
       Daniel Diekmann wohnt seit über 20 Jahren in einem Plattenbau in Berlin.
       Das Haus steht inzwischen fast leer, denn der Eigentümer will es abreißen
       lassen.
       
 (DIR) Nici Jahn über das Leben auf der Alm: „Mich zieht es nicht ins Tal“
       
       Für Nici Jahn stand schon als Kind fest, was sie mal werden würde: Almerin.
       Ihr Ziel verlor sie auch in ihrer Zeit als Managerin nicht aus den Augen.
       
 (DIR) Ein Gespräch mit Inga Rumpf zum 80.: „Ich höre überhaupt keine Musik mehr, nicht mal im Auto“
       
       Seit den Sechzigern ist Inga Rumpf im Musikgeschäft unterwegs. Mit Bands
       wie Frumpy oder Atlantis hat sie es auch zu internationaler Berühmtheit
       gebracht.
       
 (DIR) Musik zu Gottes Ehre: „Die Kirchenmusik ist doch etwas ganz Besonderes“
       
       Pascal Kaufmann ist Kantor in Augustusburg. Mit dem Musiksommer stemmt er
       in der sächsischen Stadt ein Festival. Er weiß: Musizieren braucht
       Freiheit.
       
 (DIR) Gewerkschaftlerin über Solidarität: „Viele Kollegen wussten nichts von unseren Problemen“
       
       Irina Vavitsa kam 1971 nach Deutschland, zwei Jahre später organisierte sie
       ihren ersten Streik. Inzwischen, sagt sie, ist Lippstadt ihre Heimat
       geworden.
       
 (DIR) Dichterin Nora Gomringer im Gespräch: „Ach so, das ist es jetzt, die Literatur“
       
       Nora Gomringer hätte sich in jungen Jahren auch vorstellen können, Nonne zu
       werden. Und wurde dann doch Dichterin – so wie ihr Vater Eugen Gomringer.
       
 (DIR) Gartenbau inmitten von Beton: „Die Natur ist keine Idylle“
       
       Dunja und Lothar Zech betreiben am Berliner Ostkreuz eine lebendige
       Stadtgärtnerei. Sie wollen den Berlinern zeigen, was in ihrer Stadt noch
       geht.
       
 (DIR) Astronom über den Blick ins All: „Dieses große Gefühl des Wunderns“
       
       Tim Florian Horn ist der Herr der Berliner Planetarien und Sternwarten. Mit
       dem Einsatz neuester 3D-Technik will er zeigen, dass Wissenschaft Spaß
       machen kann.
       
 (DIR) Anti-Spanner-Aktivistin Yanni Gentsch: „Die Männer sind noch zu leise“
       
       Dank ihr sollen Voyeuraufnahmen unter Strafe gestellt werden: Die
       Aktivistin Yanni Gentsch über Solidarität unter Frauen und warum sie noch
       nicht am Ziel ist.
       
 (DIR) Häufig den Beruf wechseln: „Man kann sein Leben nicht planen“
       
       Eberhard Michaely hat schon vieles gemacht: Er war Musiker, betrieb einen
       Spielwarenladen, jetzt ist er Busfahrer in Hamburg. Und schreibt nebenbei
       Krimis.
       
 (DIR) Kapitän über sein Fahrgastboot: „Der Fluss hat so viel gesehen“
       
       Dirk Triebler betreibt auf der Oder ein Fahrgastboot, als Einziger auf der
       deutschen Seite. Musik hat er nicht an Bord, die Gäste sollen den Fluss
       genießen.
       
 (DIR) Fotograf über queere Söhne und Väter: „Sollen wir uns umarmen?“
       
       Der Berliner Fotograf Rainer Christian Kurzeder porträtiert queere Söhne
       und ihre Väter. Ein Gespräch über Intimität unter Männern und diese Stille.
       
 (DIR) Über migrantische Selbstbehauptung: „Und das geht nur gemeinsam“
       
       Er rappt gegen Rassismus. Arbeitet mit Jugendlichen. Verortet seine Kunst
       zwischen politischem HipHop und experimentellem Pop: im Gespräch mit
       Shadore.
       
 (DIR) Peter Schimmelpfennig über Ost-Rock: „Diese Kreativität gab es im Westen so nicht“
       
       Als West-Berliner wurde Peter Schimmelpfennig zum Grenzgänger zwischen Ost
       und West. Er brachte den DDR-Rock nach drüben – und Weststars in die DDR.
       
 (DIR) Musikerin über Bewahren und Ankommen: „Ich schaffe mir meine eigene Kultur“
       
       Elena Yaqubee kommt aus Afghanistan. Musikmachen hat sie auf der Flucht
       gelernt. Sie will Traditionen wahren und sich neuen Herausforderungen
       stellen.
       
 (DIR) Klimaaktivistin über Letzte Generation: „Der Staat wird von Rechten und Reichen korrumpiert“
       
       Carla Hinrichs resümiert ihre Zeit bei der Letzten Generation. Ein Gespräch
       über Repression und das Gefühl, als Mörderin abgestempelt zu werden.
       
 (DIR) Krankenpfleger über seinen Beruf: „Es hat mich geerdet“
       
       Amadeus von der Oelsnitz versorgt in Hamburg Drogenkranke und arbeitet
       daneben für Ärzte ohne Grenzen. Und er freut sich schon auch über
       Dankbarkeit.
       
 (DIR) Uwe Warnke über Publizieren in der DDR: „Von Hand zu Hand“
       
       Für die Gegenöffentlichkeit in der DDR brauchte es nur wenige Exemplare.
       Die Künstlerzeitschrift „Entwerter/Oder“ von Uwe Warnke war Teil davon.
       
 (DIR) Puppenspielerin über ihr Handwerk: „Die Faszination kommt aus der Kindheit“
       
       Karin Schmitt kennt die Magie des Puppenspiels. Es ist dieser besondere
       Moment, wenn tote Materie zum Leben erweckt wird, sagt die Puppenspielerin
       
 (DIR) Rap-Duo aus Vorpommern: „Also es gibt wirklich keine gute rechte Musik“
       
       Hilft linker Rap gegen rechte Jugendkultur? Und müssen junge Männer
       wirklich hart sein? Ein Gespräch mit der Hinterlandgang.
       
 (DIR) Social Media abschalten: „Verantwortungsvolle Nutzung ist eine Illusion“
       
       Diego Hidalgo Demeusois ruft mit dem „Off February“ zur temporären App- und
       Social-Media-Diät auf. Was kann seine Aktion wirklich bewirken?
       
 (DIR) Dietrich Mühlberg über Umbrüche: „Die Neuen brauchten uns“
       
       Dietrich Mühlberg hat Philosophie studiert und wurde in der DDR zum
       Mitbegründer der Kulturwissenschaften. Ein Gespräch zu seinem 90.
       Geburtstag.
       
 (DIR) Florian Lintz über Selbstbewusstsein: „Es ist normal, verschieden zu sein“
       
       Florian Lintz hat sich trotz Behinderung an die Technische Hochschule Köln
       hochgearbeitet. Dort lehrt er als Bildungsfachkraft für Inklusion.
       
 (DIR) Autorin über Feminismus und Freiheit: „Mit High Heels hat man keine Standfestigkeit“
       
       Feministin Antje Schrupp hat ein neues Buch geschrieben. Ein Gespräch über
       Tradwives, weibliches Begehren und was es für Veränderung bräuchte.
       
 (DIR) Mechthild Seithe über Sozialarbeit: „Es ist noch schlimmer geworden“
       
       Die Bedingungen für die Sozialarbeit waren nie rosig, weiß Mechthild
       Seithe. Im Vergleich zum neoliberalen Jetzt waren sie aber fast mal eine
       Idylle.
       
 (DIR) Autor Stephen Marche über Trumps Irrsinn: „Im Kern des amerikanischen Systems herrscht Fäulnis“
       
       Der kanadische Autor Marche hat wenig Hoffnung, dass die USA bald zu
       demokratischen Verhältnissen zurückfinden. Er warnt auch vor Bürgerkrieg.
       
 (DIR) Schwarze Menschen in Deutschland: „Wir sollten über Reparationen sprechen“
       
       Es wurde viel erreicht in Sachen Aufklärung über Rassismus und
       Kolonialismus, sagt Tahir Della. Doch das rechte Rollback stelle vieles
       wieder in Frage.
       
 (DIR) Flensburgerin über ihre Stadtsprache: „Flütt mal über zu uns“
       
       Wenn Hilke Rudolph dieses Angebot macht, meint sie „Rutsch mal rüber“. Die
       Flensburgerin setzt sich für den Erhalt ihrer Stadtsprache Petuh ein.
       
 (DIR) Ein Jeck über Gram und Frohsinn: „Wir sind einfach Karnevalisten“
       
       Die „Kölschen Kippa Köpp“ sind der erste jüdische Karnevalsverein nach
       1945. Präsident Aaron Knappstein wird sich so stärker seines Jüdischseins
       bewusst.
       
 (DIR) Schreiner über Genügsamkeit: „Gut genug reicht“
       
       Große Sprünge konnte er nicht machen, und oft fehlte es Hartmut Pfaff am
       Nötigsten. Zufrieden ist der Schreiner trotzdem.
       
 (DIR) Synchronsprecherin über das Sprechen: „Die Arbeit vitalisiert mich“
       
       Mit 19 Jahren bekam Luise Lunow ihre erste Rolle als Synchronsprecherin.
       Heute ist sie 93 und arbeitet immer noch, obwohl sie fast erblindet ist.
       
 (DIR) Diplomatin über gelungenes Verhandeln: Die Temperatur spüren
       
       Lohnt sich Diplomatie in Zeiten von Trump und Putin noch? Ein Gespräch mit
       der ehemaligen OSZE-Beauftragten für die Ukraine Heidi Tagliavini.
       
 (DIR) 10 Jahre „Wir schaffen das“: „Offene Grenzen sind sehr wohl realisierbar“
       
       Die globale Bewegungsfreiheit sei keine Spinnerei, sagt Polit-Ökonom Fabian
       Georgi. Die Linke sollte an ihr festhalten.
       
 (DIR) Marko Martin über Europas Osten: „Unser Friedensbegriff ist verwässert“
       
       Osteuropa kann uns viel lehren, sagt der Schriftsteller Marko Martin. Über
       echten Frieden und über Resilienz gegenüber totalitären Bedrohungen.
       
 (DIR) Über Ehrenamt und Kultur in Chemnitz: „Ich bin hier noch nicht fertig“
       
       Antonia Melzer ist ein Jahr als Freiwillige rund um die Aktionen der
       Europäischen Kulturhauptstadt dabei. Und was macht sie nun? Ein Resümee.
       
 (DIR) Hirnforscher über Homeoffice: „Unser Gehirn belohnt persönlichen Kontakt“
       
       Kassenautomaten im Supermarkt, soziale Medien und Homeoffice: Menschen
       begegnen sich immer weniger, sagt Ben Rein. Was sich dagegen tun lässt.
       
 (DIR) Suche nach der eigenen Geschichte: „Ich hatte das Grönländisch verlernt“
       
       Maria Nûko Jørgensen kam in Grönland zur Welt, lebte als Kind auf der
       Straße, dann bei einer Pflegefamilie in Dänemark. Mit ihrer Geschichte ist
       sie nicht allein.
       
 (DIR) Tierpfleger über seine Arbeit: „An jedem Pfau hängt mein Herzblut“
       
       Mirko Wunderlich kümmert sich seit 14 Jahren um die namensgebenden Tiere
       auf der Berliner Pfaueninsel. Er kennt auch alle Pfauen persönlich.
       
 (DIR) Psychotherapeutin über Integration: „Angst lähmt nur“
       
       Mit Migration kennt sich Saher Khanaqa-Kükelhahn aus. Sie kam als
       Jugendliche aus dem Irak nach Deutschland, jetzt hilft sie anderen beim
       Ankommen.
       
 (DIR) Bürgermeister über sein Ehrenamt: „Die Bürokratie nervt“
       
       So lässt sich Jürgen Tiedemann halt nerven, geht ja nicht anders, wenn man
       was gestalten will. Und das will Tiedemann – als Bürgermeister von
       Lägerdorf.
       
 (DIR) Großmeisterin über Geschlechterrollen: „Am Anfang musste ich überredet werden“
       
       Schach wird von Männern dominiert. Melanie Lubbe spielte trotzdem mit – mit
       Erfolg. Dennoch hat sie sich als Mädchen zunächst fehl am Platz gefühlt.
       
 (DIR) Pascal Meiser über Traditionen: „Ströbele wäre bei uns mehr als willkommen“
       
       Pascal Meiser sitzt für die Linken im Bundestag. Der Kreuzberger hat den
       Wahlkreis gewonnen, den der Grüne Hans-Christian Ströbele bekannt gemacht
       hat.
       
 (DIR) Ein Kohlehändler über Beharrlichkeit: „Ich bleibe bis zum Schluss“
       
       Wer in Berlin Kohle braucht, ruft bei Dirk Kögler an. Der Kreuzberger hat
       sie im Angebot. Er ist einer der letzten Kohlehändler in der Stadt.
       
 (DIR) Mechanikerin über den männlichen Blick: „Ach, Sie sind also die Frau vom Chef“
       
       Katrin Ludwig arbeitet seit fast 14 Jahren als Zweiradmechanikerin. Dass
       sie die Technik beherrscht, können manche Kunden immer noch nicht glauben.
       
 (DIR) Ein Gespräch über Geschlechterrollen: „Ich hätte gern Ballett getanzt“
       
       Männlichkeitsbilder, Gewalt und Feminismus sind die Themen von Fikri Anıl
       Altıntaş. In der Schule spricht der politische Bildner und Schriftsteller
       darüber.
       
 (DIR) Aktivistin über Autos in der Stadt: „Wir müssen Verbote aussprechen“
       
       Anne Gläser will weniger Autos in der Stadt. Sie engagiert sich deswegen in
       der Initiative Berlin autofrei, die dafür einen Volksentscheid anstrebt.
       
 (DIR) Klimaaktivistin über langen Atem: „In diesem Sinn bin ich wohl eine Staatsfeindin“
       
       Hanna Poddig ist schon seit 20 Jahren Vollzeit als Aktivistin unterwegs.
       Sie kennt sich so inzwischen mit Knästen und auch Talkshows aus.
       
 (DIR) 97-Jährige über Arbeit mit Obdachlosen: „Mir ist der Respekt wichtig“
       
       Annemarie Streit kümmert sich in Hannover seit über 40 Jahren ehrenamtlich
       um Obdachlose. Die 97-Jährige denkt gar nicht daran, damit aufzuhören.
       
 (DIR) Jüdischer Musiker über Synagogen: „Die Frage ist nicht, wo bin ich, sondern wer bin ich?“
       
       Es kostete Alex Jacobowitz Überwindung, nach Deutschland zu kommen. Jetzt
       hat der jüdische Musiker ein Buch über die Synagogenkultur hier vorgelegt.