# taz.de -- Lesestück Interview
(DIR) Klimaaktivistin über Letzte Generation: „Der Staat wird von Rechten und Reichen korrumpiert“
Carla Hinrichs resümiert ihre Zeit bei der Letzten Generation. Ein Gespräch
über Repression und das Gefühl, als Mörderin abgestempelt zu werden.
(DIR) Krankenpfleger über seinen Beruf: „Es hat mich geerdet“
Amadeus von der Oelsnitz versorgt in Hamburg Drogenkranke und arbeitet
daneben für Ärzte ohne Grenzen. Und er freut sich schon auch über
Dankbarkeit.
(DIR) Uwe Warnke über Publizieren in der DDR: „Von Hand zu Hand“
Für die Gegenöffentlichkeit in der DDR brauchte es nur wenige Exemplare.
Die Künstlerzeitschrift „Entwerter/Oder“ von Uwe Warnke war Teil davon.
(DIR) Puppenspielerin über ihr Handwerk: „Die Faszination kommt aus der Kindheit“
Karin Schmitt kennt die Magie des Puppenspiels. Es ist dieser besondere
Moment, wenn tote Materie zum Leben erweckt wird, sagt die Puppenspielerin
(DIR) Rap-Duo aus Vorpommern: „Also es gibt wirklich keine gute rechte Musik“
Hilft linker Rap gegen rechte Jugendkultur? Und müssen junge Männer
wirklich hart sein? Ein Gespräch mit der Hinterlandgang.
(DIR) Social Media abschalten: „Verantwortungsvolle Nutzung ist eine Illusion“
Diego Hidalgo Demeusois ruft mit dem „Off February“ zur temporären App- und
Social-Media-Diät auf. Was kann seine Aktion wirklich bewirken?
(DIR) Dietrich Mühlberg über Umbrüche: „Die Neuen brauchten uns“
Dietrich Mühlberg hat Philosophie studiert und wurde in der DDR zum
Mitbegründer der Kulturwissenschaften. Ein Gespräch zu seinem 90.
Geburtstag.
(DIR) Florian Lintz über Selbstbewusstsein: „Es ist normal, verschieden zu sein“
Florian Lintz hat sich trotz Behinderung an die Technische Hochschule Köln
hochgearbeitet. Dort lehrt er als Bildungsfachkraft für Inklusion.
(DIR) Autorin über Feminismus und Freiheit: „Mit High Heels hat man keine Standfestigkeit“
Feministin Antje Schrupp hat ein neues Buch geschrieben. Ein Gespräch über
Tradwives, weibliches Begehren und was es für Veränderung bräuchte.
(DIR) Mechthild Seithe über Sozialarbeit: „Es ist noch schlimmer geworden“
Die Bedingungen für die Sozialarbeit waren nie rosig, weiß Mechthild
Seithe. Im Vergleich zum neoliberalen Jetzt waren sie aber fast mal eine
Idylle.
(DIR) Autor Stephen Marche über Trumps Irrsinn: „Im Kern des amerikanischen Systems herrscht Fäulnis“
Der kanadische Autor Marche hat wenig Hoffnung, dass die USA bald zu
demokratischen Verhältnissen zurückfinden. Er warnt auch vor Bürgerkrieg.
(DIR) Schwarze Menschen in Deutschland: „Wir sollten über Reparationen sprechen“
Es wurde viel erreicht in Sachen Aufklärung über Rassismus und
Kolonialismus, sagt Tahir Della. Doch das rechte Rollback stelle vieles
wieder in Frage.
(DIR) Flensburgerin über ihre Stadtsprache: „Flütt mal über zu uns“
Wenn Hilke Rudolph dieses Angebot macht, meint sie „Rutsch mal rüber“. Die
Flensburgerin setzt sich für den Erhalt ihrer Stadtsprache Petuh ein.
(DIR) Ein Jeck über Gram und Frohsinn: „Wir sind einfach Karnevalisten“
Die „Kölschen Kippa Köpp“ sind der erste jüdische Karnevalsverein nach
1945. Präsident Aaron Knappstein wird sich so stärker seines Jüdischseins
bewusst.
(DIR) Schreiner über Genügsamkeit: „Gut genug reicht“
Große Sprünge konnte er nicht machen, und oft fehlte es Hartmut Pfaff am
Nötigsten. Zufrieden ist der Schreiner trotzdem.
(DIR) Synchronsprecherin über das Sprechen: „Die Arbeit vitalisiert mich“
Mit 19 Jahren bekam Luise Lunow ihre erste Rolle als Synchronsprecherin.
Heute ist sie 93 und arbeitet immer noch, obwohl sie fast erblindet ist.
(DIR) Diplomatin über gelungenes Verhandeln: Die Temperatur spüren
Lohnt sich Diplomatie in Zeiten von Trump und Putin noch? Ein Gespräch mit
der ehemaligen OSZE-Beauftragten für die Ukraine Heidi Tagliavini.
(DIR) 10 Jahre „Wir schaffen das“: „Offene Grenzen sind sehr wohl realisierbar“
Die globale Bewegungsfreiheit sei keine Spinnerei, sagt Polit-Ökonom Fabian
Georgi. Die Linke sollte an ihr festhalten.
(DIR) Marko Martin über Europas Osten: „Unser Friedensbegriff ist verwässert“
Osteuropa kann uns viel lehren, sagt der Schriftsteller Marko Martin. Über
echten Frieden und über Resilienz gegenüber totalitären Bedrohungen.
(DIR) Über Ehrenamt und Kultur in Chemnitz: „Ich bin hier noch nicht fertig“
Antonia Melzer ist ein Jahr als Freiwillige rund um die Aktionen der
Europäischen Kulturhauptstadt dabei. Und was macht sie nun? Ein Resümee.
(DIR) Hirnforscher über Homeoffice: „Unser Gehirn belohnt persönlichen Kontakt“
Kassenautomaten im Supermarkt, soziale Medien und Homeoffice: Menschen
begegnen sich immer weniger, sagt Ben Rein. Was sich dagegen tun lässt.
(DIR) Suche nach der eigenen Geschichte: „Ich hatte das Grönländisch verlernt“
Maria Nûko Jørgensen kam in Grönland zur Welt, lebte als Kind auf der
Straße, dann bei einer Pflegefamilie in Dänemark. Mit ihrer Geschichte ist
sie nicht allein.
(DIR) Tierpfleger über seine Arbeit: „An jedem Pfau hängt mein Herzblut“
Mirko Wunderlich kümmert sich seit 14 Jahren um die namensgebenden Tiere
auf der Berliner Pfaueninsel. Er kennt auch alle Pfauen persönlich.
(DIR) Psychotherapeutin über Integration: „Angst lähmt nur“
Mit Migration kennt sich Saher Khanaqa-Kükelhahn aus. Sie kam als
Jugendliche aus dem Irak nach Deutschland, jetzt hilft sie anderen beim
Ankommen.
(DIR) Bürgermeister über sein Ehrenamt: „Die Bürokratie nervt“
So lässt sich Jürgen Tiedemann halt nerven, geht ja nicht anders, wenn man
was gestalten will. Und das will Tiedemann – als Bürgermeister von
Lägerdorf.
(DIR) Großmeisterin über Geschlechterrollen: „Am Anfang musste ich überredet werden“
Schach wird von Männern dominiert. Melanie Lubbe spielte trotzdem mit – mit
Erfolg. Dennoch hat sie sich als Mädchen zunächst fehl am Platz gefühlt.
(DIR) Pascal Meiser über Traditionen: „Ströbele wäre bei uns mehr als willkommen“
Pascal Meiser sitzt für die Linken im Bundestag. Der Kreuzberger hat den
Wahlkreis gewonnen, den der Grüne Hans-Christian Ströbele bekannt gemacht
hat.
(DIR) Ein Kohlehändler über Beharrlichkeit: „Ich bleibe bis zum Schluss“
Wer in Berlin Kohle braucht, ruft bei Dirk Kögler an. Der Kreuzberger hat
sie im Angebot. Er ist einer der letzten Kohlehändler in der Stadt.
(DIR) Mechanikerin über den männlichen Blick: „Ach, Sie sind also die Frau vom Chef“
Katrin Ludwig arbeitet seit fast 14 Jahren als Zweiradmechanikerin. Dass
sie die Technik beherrscht, können manche Kunden immer noch nicht glauben.
(DIR) Ein Gespräch über Geschlechterrollen: „Ich hätte gern Ballett getanzt“
Männlichkeitsbilder, Gewalt und Feminismus sind die Themen von Fikri Anıl
Altıntaş. In der Schule spricht der politische Bildner und Schriftsteller
darüber.
(DIR) Aktivistin über Autos in der Stadt: „Wir müssen Verbote aussprechen“
Anne Gläser will weniger Autos in der Stadt. Sie engagiert sich deswegen in
der Initiative Berlin autofrei, die dafür einen Volksentscheid anstrebt.
(DIR) Klimaaktivistin über langen Atem: „In diesem Sinn bin ich wohl eine Staatsfeindin“
Hanna Poddig ist schon seit 20 Jahren Vollzeit als Aktivistin unterwegs.
Sie kennt sich so inzwischen mit Knästen und auch Talkshows aus.
(DIR) 97-Jährige über Arbeit mit Obdachlosen: „Mir ist der Respekt wichtig“
Annemarie Streit kümmert sich in Hannover seit über 40 Jahren ehrenamtlich
um Obdachlose. Die 97-Jährige denkt gar nicht daran, damit aufzuhören.
(DIR) Jüdischer Musiker über Synagogen: „Die Frage ist nicht, wo bin ich, sondern wer bin ich?“
Es kostete Alex Jacobowitz Überwindung, nach Deutschland zu kommen. Jetzt
hat der jüdische Musiker ein Buch über die Synagogenkultur hier vorgelegt.
(DIR) Politik gegen queere Menschen in den USA: „Ich finde diese Besessenheit wirklich obszön“
Anwalt Chase Strangio versucht, Trumps Macht durch Unterlassungsklagen
einzudämmen. Sein Schwerpunkt: die Rechte von trans Menschen.
(DIR) Britta Flaig über Leben mit Alzheimer: „Man muss sich wegen der Krankheit nicht schämen“
Britta Flaig war erst Mitte fünfzig, als Alzheimer bei ihr diagnostiziert
wurde. Man muss die Krankheit annehmen, weiß sie. Und offen mit ihr
umgehen.
(DIR) Leiter des Google Quantum AI Lab: „Kein Mensch kann die Welt komplett begreifen“
Hartmut Neven leitet das Google Quantum AI Lab. Im Gespräch erklärt er,
wann Quantencomputer nützlich sind – und was Physik und Philosophie
verbindet.
(DIR) Pastor über Gegensätze und Spirituelles: „Es geht darum, dass das Herz berührt wird“
Ulf Werner ist Pastor in der Hamburger Kirche der Stille und Trompeter in
einer Ska-Punk-Band. Zwei Welten, die für ihn problemlos zusammengehen.
(DIR) Hobbymusiker über Orgelleidenschaft: „Ich bin der Klempner der Musik“
Zum Spielen geht Sven Wortmann in seinen Keller in Frankfurt-Rödelheim.
Dort hat der gelernte Heizungsinstallateur eine riesige Kinoorgel
aufgebaut.
(DIR) Die Wahrheit: „Wer will schon direkt morgens sein totes Kind channeln?“
Das ultimative Wahrheit-Interview mit Manifesta Mortura, Deutschlands
allererstem Medium für die Generation Z.
(DIR) Yehudis Fletcher über ihre Autobiografie: „Ich bin die verkörperte Rebellion“
Die Autorin Yehudis Fletcher ist Mitglied einer ultraorthodoxen jüdischen
Gemeinschaft in Manchester und lebt offen lesbisch. Wie geht das zusammen?
Darüber hat sie ein Buch geschrieben.
(DIR) Contergangeschädigter übers DJ-sein: „Ich besitze ja kein Patentrezept aufs Glücklichsein“
Matze Lawin hat eine Beeinträchtigung und ist DJ – halt einer mit kurzen
Armen. Damit ist er schon ein Vorbild. Angestarrt werden, will er nicht
ertragen.
(DIR) Berliner Bartenderin übers Ausgehen: „So eine Bar ist ja ein freudvoller Ort“
Trinken ist ihr Geschäft, als Bartenderin des Jahres kennt sich Maria
Gorbatschova damit aus. Am Tresen merkt sie auch, wie Berlin spießiger
wird.
(DIR) Afghanischer Geflüchteter über Ankommen: „Mölln ist ein toller Ort mit tollen Menschen“
Zabih Hidayat trat früher in Afghanistan in einer Gesangsshow auf.
Inzwischen ist sein Restaurant in Mölln in Schleswig-Holstein seine neue
Bühne.
(DIR) Biologin über invasive Arten: „Nicht jeder Neophyt ist ein Problem“
Neophyten, also nicht heimische Arten, können das Ökosystem
durcheinanderbringen. Wie das geschieht, erklärt Philine Zieschang vom
Botanischen Garten Berlin.
(DIR) Daumenkinomacher übers Wandern: „Egal, wo du bist, du triffst immer großartige Menschen“
Volker Gerling macht Daumenkinos, er ist Geschichtenerzähler und wandert.
Unterwegs trifft er die Menschen, die in seinen Daumenkinos eine Rolle
spielen.
(DIR) Genesungsbegleiterin über Traumata: „Da hab ich gemerkt, mit mir stimmt was nicht“
Martina Dramé hatte ihre Missbrauchserfahrungen lange verdrängt. Heute
besucht sie Schulklassen, um Kindern zu helfen, die Ähnliches erlebt haben.
(DIR) Iranische Aktivistin über Asyl: „Das Bamf interessiert wirklich nur, ob du stirbst“
Nur wenn anderswo der sichere Tod drohe, sagt Sahar Hazrati, darf man hier
auf Asyl hoffen. Jetzt wird über ihren Antrag erneut entschieden.
(DIR) Pflegemutter über schmerzvolle Abschiede: „Jedes Kind ist mein Kind“
Seit 2015 ist Alessandra Cercola Salatino Krisenpflegemutter. Fünfzehn
Babys und Kleinkindern in Not hat sie in dieser Zeit ein vorläufiges
Zuhause gegeben.
(DIR) Klima-Juristin über Hoffnung: „Irgendwann war in diesem Paradies plötzlich Müll“
Baro Vicenta Ra Gabbert setzt sich bei Greenpeace für eine gerechtere Welt
ein. Trotz aller Rückschläge will sie sich die Hoffnung bewahren.