# taz.de -- Bühne
       
 (DIR) Performance in den Sophiensælen: Wenn der Witz stirbt
       
       Mit ihr lachen, nicht über sie: „Finite Jest“ in den Berliner Sophiensælen
       gelingt am stärksten dort, wo Melanie Jame Wolf sich selbst zum Gegenstand
       macht.
       
 (DIR) VR-Theater in München: Willkommen in der Realität
       
       Ist das noch Theater? Das Münchener Residenztheater versucht sich erstmals
       in einer immersiven Inszenierung, die Schauspiel und Virtual Reality
       zusammenbringt.
       
 (DIR) Neues Stück von Philippe Quesne: Ob das Leben eine Sichtweise hat
       
       Die Kunst, sie raucht und schäumt. Erstmals in Deutschland präsentierte
       Philippe Quesne „Le Paradoxe de John“ am Freitag im Berliner Hebbel am
       Ufer.
       
 (DIR) Puppen-Spezial am Deutschen Theater: Pittiplatsch und die glühend erhoffte Reh-Migration
       
       Das Deutsche Theater Berlin verhilft mit der Festivalreihe „Puppen-Spezial“
       einem wenige beachteten Subgenre zu größerer Aufmerksamkeit.
       
 (DIR) Theaterstück über Frauen in der Kunst: Wenn die Muse rebelliert
       
       Abwechslungsreich inszeniert: Im Ballhaus Prinzenallee hinterfragt Elli
       Treptow in „Ich liebe dich nicht“ die Rolle der Frau als bloße
       Inspirationsquelle.
       
 (DIR) Bühnenfassung von „Auf allen vieren“: Die Frau an der Klippe
       
       Ein vierköpfiges Frauenkollektiv hat Miranda Julys Roman „Auf allen vieren“
       in den Sophiensaelen in Berlin uraufgeführt. In den Hauptrollen: Fritzi
       Haberlandt und Meike Droste.
       
 (DIR) Tschechow am Staatstheater Darmstadt: Gefangen in Lethargie und Einsamkeit
       
       Im Staatstheater Darmstadt widmet sich Regisseur Philipp Preuss Tschechows
       „Kirschgarten“. Erst im zweiten Teil nimmt seine Inszenierung Fahrt auf.
       
 (DIR) Staatsschauspiel Dresden: Zumindest das Theater kann die Welt noch retten
       
       Volker Lösch führt in Dresden Voltaires einfältigen „Candide“ als Anwalt
       der Apokalypsebewussten vor.
       
 (DIR) „Publikumsbeschimpfung“ in Frankfurt: Von Bratzen und Glotzaugen
       
       In Peter Handkes Stück „Publikumsbeschimpfung“ ist nichts normal. Derart
       furios und geistreich wie am Schauspiel Frankfurt erlebt man Theater
       selten.
       
 (DIR) Erpenbeck am Deutschen Theater Berlin: Zugriff aus der Halbdistanz
       
       Jenny Erpenbecks Roman „Heimsuchung“ ist nicht nur beliebter Abiturstoff,
       auch auf die Bühne drängt er. Am DT versucht sich Alexander Eisenach daran.
       
 (DIR) Theaterregisseur über Gorki-Theater: „Ich verliere mein künstlerisches Zuhause“
       
       Nurkan Erpulats letzte Inszenierung am Gorki Theater feiert Samstag
       Premiere. Sein postmigrantisches Theater prägte Shermin Langhoffs
       Intendanz.
       
 (DIR) Thomas-Mann-Novelle im Theater Bremen: Demonstration der Ohnmacht
       
       Caroline Kapp lässt „Mario und der Zauberer“ in Bremen nach atmosphärisch
       dichtem Beginn ins Mitmachtheater abrutschen. Magisch ist das nicht.
       
 (DIR) Theatertreffen 2026: Von Krieg und Polarisierung und Prekariat
       
       Im Haus der Berliner Festspiele haben die Leitung und die Jury des
       Theatertreffens bekannt gegeben, welche zehn Stücke diesmal eingeladen
       werden.
       
 (DIR) Ausstellung über DDR-Theatergeschichte: Vorhänge, die sich nie öffneten
       
       DDR-Geschichte in Stücken und Lücken: Eine Ausstellung der
       Ernst-Busch-Schauspielschule erinnert an Dramen, deren Premieren verboten
       wurde.
       
 (DIR) Mehr Live-Podcasts in 2026!: Vom Ohr auf die Bühne
       
       Podcasts sind seit vielen Jahren beliebt, immer öfter werden sie auch live
       vor Publikum aufgenommen. Das ist Grund zur Sorge, aber auch zur Freude.
       
 (DIR) Die Wahrheit: Zum Kotzen schönes Täschchen
       
       Einst gab es Dinge, die nur für einen einzigen und sei es auch völlig
       abseitigen Zweck erworben und eingesetzt werden konnten.
       
 (DIR) „Lecken 3000“ am Wiener Burgtheater: Kein Gossip der Community
       
       In schnellen Szenen und mit hohem Sprechtempo verhandelt „Lecken 3000“ von
       Autor*in lynn t musiol im Wiener Burgtheater Gewalt in queeren
       Beziehungen.
       
 (DIR) Sophie Rois an der Berliner Volksbühne: Eine schwere Geburt
       
       Worum geht es hier eigentlich? Versuch einer Besprechung der Uraufführung
       von „Proprietà Privata: Die Influencer Gottes kommen“ an der Volksbühne.
       
 (DIR) Yael Ronen an der Berliner Schaubühne: Halluzinationen als kultureller Zustand
       
       Yael Ronens „Sabotage“ an der Berliner Schaubühne ist eine überdrehte
       Gesellschaftsanalyse des deutschen Umgangs mit Juden, Israel und Gaza.
       
 (DIR) SciFi-Essay als Schauspiel: Das Universum antwortet nicht
       
       Zukunft mit großem Aschenbecher: Das Deutsche Theater Berlin zeigt
       Stanisław Lems Essay „Eine Minute der Menschheit“.
       
 (DIR) Schiller auf dem Klo: Sturm und Drang gegen Dunkelheit und Kälte
       
       Wenn man sich darauf einlässt, ist Berlin noch für eine künstlerische
       Überraschung gut. Nach drei Stunden Theater schmerzen die Glieder aber doch
       etwas.
       
 (DIR) Proteste gegen Magdeburger Theaterstück: Theater Magdeburg sieht rote Linie überschritten
       
       Rechte Demonstrierende wollen ein Theaterstück zum Anschlag auf den
       Weihnachtsmarkt verhindern. Das Stück befindet sich noch in der
       Konzeptionsphase.
       
 (DIR) Kulturkürzungen des Bundes: Alles liegt auf Eis
       
       Der Bund beendet die Netzwerkförderung der großen Produktionshäuser für
       Darstellende Kunst. International werden sie eine kleinere Rolle spielen
       müssen.
       
 (DIR) Theaterstück zu Mutterschaft: Bis der Bauch sich endlich wölbt
       
       Das Schauspiel Hannover erzählt in „Die Tage der Hyäne“ von einer Frau, die
       um jeden Preis Mutter werden möchte. Autorin Sara Turuunen führt auch
       Regie.
       
 (DIR) Festival für junge Regie: Kein „Leises Servus“ zum Abschied
       
       Wegen Geldmangels soll das Dresdner Fast-Forward-Festival für junge
       europäische Regie nicht fortgeführt werden. Am Sonntag ging die 15. Ausgabe
       zu Ende.
       
 (DIR) Berliner Premiere der Akram Khan Company: Sie führt in eine Welt vor unserer Zeit
       
       So hinreißend der Tanz, so düster die mythischen Rituale: „Thikra: Night of
       Remembering“ der Akram Khan Company bei den Berliner Festspielen.
       
 (DIR) „Wachse oder weiche“ in München: Der Acker, der die Welt bedeutet
       
       Am Nockherberg geschasst, in den Münchner Kammerspielen gefeiert.
       Maximilian Schafroth feiert mit seiner ersten Theaterarbeit Premiere.
       
 (DIR) Ausstellung über Renato Mordo: Gehetzt in Ruhm und Elend
       
       Renato Mordo war Regiestar der Weimarer Republik. Das Oldenburgische
       Staatstheater erinnert an sein Wirken, sein Exil und die Besatzung
       Griechenlands.
       
 (DIR) Uraufführung am Schauspiel Frankfurt: Zerstörung und Erneuerung
       
       Die Dramatikerin Anja Hilling startet in „Spiel des Schwebens“ ein
       pädagogisches Experiment. Der Ausgang ist ungewiss und verwirrend.
       
 (DIR) Herbstsalon am Gorki Theater: Geschichte als Auftrag
       
       Mit dem 7. Herbstsalon und vielen weiblichen und migrantischen Stimmen
       verabschiedet sich Intendantin Shermin Langhoff vom Berliner Gorki Theater.
       
 (DIR) Debatte über Machtstrukturen gefordert: Kunst in Osnabrück streng begrenzt
       
       Kulturschaffende aus ganz Deutschland wollen Absetzung des Stücks „Ödipus
       Exzellenz“ an Osnabrücks Theater nicht hinnehmen und appellieren an
       Politik.
       
 (DIR) Volksbühne in Berlin: Wie eine Lupe auf das menschliche Tun
       
       Das Theaterduo Vinge/Müller eröffnet mit acht Stunden von Ibsens „Peer
       Gynt“ die Spielzeit der Berliner Volksbühne. Und das ist nur der erste Akt.
       
 (DIR) Neuer Intendant am Schauspiel Köln: Der Apokalypse entgegenschwanken
       
       Mit „Imagine“, einem ästhetisch grandiosen Weltenwimmelbild aus Rausch und
       Abgrun d, eröffnet Kay Voges seine Schauspielintendanz in Köln.
       
 (DIR) „Mephisto“-Aufführung in Dresden: Er ist um keine Rechtfertigung verlegen
       
       „Mephisto“ nach Klaus Mann am Staatsschauspiel Dresden folgt der Karriere
       eines Schauspielers in der NS-Zeit – und driftet bisweilen in die
       Gegenwart.
       
 (DIR) Kurdisch-Deutsche Regisseurin: Im Theater ist alles möglich
       
       In Diyarbakır hat Mizgin Bilmen „Jîn – Jinên Azad“ inszeniert. Es ist ein
       radikal-poetisches Stück über Widerstand und Stärke kurdischer Frauen.
       
 (DIR) Eröffnungsstück der Ruhrtriennale: Ein lahmer Lars Eidinger in Watertown
       
       Das Festival war mal ein Fixstern am Theaterhimmel. Dieses Jahr eröffnet es
       mit Ivo van Hoves Musiktheater „I Did It My Way“. Reichen die guten Songs?
       
 (DIR) Opernprogramm der Salzburger Festspiele: Qualvoll durchleben sie die Handlung wieder und wieder
       
       Die Opern der Salzburger Festspiele erzählen von Macht, Krieg und Tod. Der
       große Wurf gelingt mit Evgeny Titovs Inszenierung von Eötvös’ „Drei
       Schwestern“.
       
 (DIR) Kunstblut in „Medeas Kinder“: Die Performerin hängt am Fleischerhaken
       
       Kunstblut fließt auf der Bühne – und Menschen fallen im Theater in
       Ohnmacht. Wieso eigentlich? Ist doch klar, dass niemand ernstlich verletzt
       wird.
       
 (DIR) Impulstanz Festival Wien: Schweiß und Pathos
       
       Der Schlüssel zur Gegenwart liegt im Archiv. Um Zeitgenossenschaft zu
       ergründen, blickt das Impulstanz Festival zurück. Geht es ohne Pina Bausch?
       
 (DIR) Die Wahrheit: Steppende Radieschen im Theater des Nihilismus
       
       Als Bühnenschaffender fällt einem immer wieder auf, wie
       Theatervorstellungen im Film dargestellt werden: öde, anstrengend und
       rollkragenpullovrig.
       
 (DIR) Kulturelle Teilhabe: Miteinander statt übereinander reden
       
       Hochkultur schließt viele Menschen aus. Der Begriff sollte geweitet und der
       Zugang geöffnet werden.
       
 (DIR) Festival für tschechisches Theater: Von Wuchermieten und Trollmüttern
       
       Der Verein Drama Panorama bringt einmal im Jahr „Ein Stück: Tschechien“
       nach Berlin. Szenische Lesungen zeigten drei Stücke gekürzt erstmals auf
       Deutsch.
       
 (DIR) Die Wahrheit: Tingeltangel, Kotze und Konfetti
       
       Manche Sätze muss man in ihrer poetischen Wucht einfach so stehen lassen:
       Das gilt auch für das Theater, das zu oft zu seriös daherkommt.
       
 (DIR) „Zur schönen Aussicht“ in Stuttgart: Phrasen schleudern, Intrigen spinnen
       
       Das Schauspiel Stuttgart entdeckt Ödön von Horváth wieder – zu Recht.
       Dessen Dramatik erweist sich als beklemmender Spiegel unserer Gegenwart.
       
 (DIR) Ukrainische Schauspielerin Iryna Lazer: Allein mit der Verzweiflung über diesen Wahnsinn
       
       Die Ukrainerin Iryna Lazer lassen die Traumata des Krieges nicht los. Ihre
       Theaterarbeit ist von Erfahrungen von Flucht, Exil, und Rückkehr geprägt.
       
 (DIR) Theater im Ballhaus Prinzenallee: Im Panoptikum der Gewalt
       
       Es ist Sommer und auf den Feldern um Stammheim stinkt der Kohl. Hinter den
       Mauern Gudrun Ensslin. In den „Ensslin-Fragmenten“ kämpft sie weiter.
       
 (DIR) Kulturfestival in Wien: Die Kunst der Dauermobilisierung
       
       Bei den Wiener Festwochen sammelt Milo Rau die Widersprüche der Zeit ums
       Lagerfeuer. Einige Produktionen versuchen Klassiker im Theater neu zu
       erfinden.
       
 (DIR) Puppenspiel Neville Tranters in Berlin: Selbst der Tod ist schlecht gelaunt
       
       Von den letzten Tagen im Führerbunker erzählte Puppenspieler Neville
       Tranter in „Schicklgruber“. Nikolaus Habjan inszeniert es am Deutschen
       Theater neu.
       
 (DIR) Kulturkürzungen in NRW: Die vollmundigen Versprechen waren leer
       
       Bei der Unterstützung der freien Theaterszene hatte Nordrhein-Westfalen
       bisher Vorbildfunktion. Das könnte sich jetzt ändern.
       
 (DIR) Neue Holzinger Inszenierung: Frankenstein stelzt durch die Scheiße
       
       Choreografin Florentina Holzinger provoziert an der Berliner Volksbühne in
       ihrem neuen Stück mit dem ewigen Leben. Ist das wirklich erstrebenswert?