# taz.de -- Kolumne Flimmern und Rauschen
       
 (DIR) Sommerinterview mit Chrupalla und Weidel: Doppel-Demagogie in der Infoschiene
       
       Dass die AfD den ÖRR abschaffen will, hält diesen nicht davon ab, sie
       weiter einzuladen. Zumindest der MDR scheint aber aufgewacht zu sein.
       
 (DIR) Sommerlochtier ist da: Von bunten Vögeln
       
       Das diesjährige Sommerlochtier kommt spät, ist dafür aber rebellisch: Pfau
       Fridolin zerkratzt Autos. Unterstützer*innen schützen das Tattier.
       
 (DIR) Von Ruhs bis Restle: Die üblichen Verdächtigungen
       
       Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist zu Ausgewogenheit verpflichtet. Wer
       das festhält, kann leichter analysieren, was gerade durcheinandergeht.
       
 (DIR) KI-Firmen vernichten Bücher: Alexandria lässt grüßen
       
       KI-Unternehmen kaufen angeblich massig antike Bücher auf, um sie zu scannen
       und anschließend zu schreddern. Kann das stimmen?
       
 (DIR) Rundfunkstaatsverträge: Öffentlich-Rechtliche ohne Sicherheitsanker
       
       Wenn die AfD in Sachsen-Anhalt gewinnt, will sie den Rundfunkstaatsvertrag
       kündigen. Die Sender des ÖRR stehen schutzlos da – mit einer kleinen
       Ausnahme.
       
 (DIR) Klaus Siekmann geht in Rente: Er sicherte ab, wo andere Muffensausen bekamen
       
       Bei heiklen Recherchen spielen Medienjustiziare eine oft hintergründige,
       aber wichtige Rolle. Ein bedeutender verabschiedet sich nun in den
       Ruhestand.
       
 (DIR) „FAZ“-Geschäftsführer geht: Da ist was im Busch
       
       Bei der „Frankfurter Allgemeinen“ geht Geschäftsführer Lindner. Und auch
       sonst dreht sich das Personalkarussell unkonservativ schnell. Was ist da
       los?
       
 (DIR) Femizid-Äußerung: Nuhr von der Kunstfreiheit gedeckt
       
       Der Comedian Dieter Nuhr ist selbst dran schuld: Er, der Anti-Böhmermann
       der ARD, beschwert sich über die mediale Darstellung, die er selbst ändern
       könnte.
       
 (DIR) Schwäbische Verlagsgruppe auf Abwegen: Das Ganze hat System
       
       Einst kamen aus Schwaben Zeitungen, die dem christlichen Weltbild
       verpflichtet waren. Nun ist der Verlag zur Arena rechter Kulturkämpfer
       geworden.
       
 (DIR) KI-Vorfälle bei „Welt“ und „FAZ“: Nehmt den Boomern das Internet weg
       
       „Kann Anteile von Referenten oder Pressesprechern enthalten“ müsste als
       Disclaimer unter vielen Texten stehen. Was, wenn da auch KI aufgeführt ist?
       
 (DIR) Grimme-Institut und Gaza: Minenfeld bleibt ungeräumt
       
       Mit der Frage „Belohnen Medienpreise zu oft Haltungsjournalismus?“ geht das
       Grimme-Institut in den medienpolitischen Diskurs. Relevant geht anders.
       
 (DIR) Zum Abschied von Alexander Stock: Wer Intendanten kommen und gehen sieht
       
       Der ZDF-Sprecher Alexander Stock geht in Rente. Fast 25 Jahre reagierte der
       Sender seinetwegen zurückhaltend, manchmal sogar überlegt und – beruhigte.
       
 (DIR) Gericht verhandelt über Rundfunkbeitrag: Milde Panik bei ARD und ZDF
       
       Das Bundesverfassungsgericht lädt Ende Juni zum Vortrag in Sachen Erhöhung
       des Rundfunkbeitrags. Der Ausgang ist offen.
       
 (DIR) Jubiläum und Krise im Printjournalismus: Lokalzeitungen fordern Förderung
       
       Die FAS wird 25 – das ist ein Grund zum Feiern. Im Lokaljournalismus sieht
       es dagegen düster aus. Deswegen wird nun eine radikale Forderung erhoben.
       
 (DIR) Dialogoffensive der ARD: Alle reden durcheinander
       
       Bei den Öffentlich-Rechtlichen florieren in letzter Zeit die Dialogformate.
       Doch mit Medienjournalist*innen redet man bei der ARD immer
       seltener.
       
 (DIR) Correctiv-Recherche über rechtes Treffen: Im Kulturkampf sterben die Fakten zuerst
       
       Deutsche Medien attackieren Correctiv für seine Investigativrecherche über
       das Potsdam-Treffen. Doch damit machen sie es sich zu einfach.
       
 (DIR) RBB übernimmt Aufgabe bei ARD: Die Möglichkeit, etwas wiedergutzumachen
       
       Eine neue Stelle der ARD soll intern für Struktur sorgen. Jemand vom RBB
       soll sie füllen – und damit beweisen, dass der Schlesinger-Skandal passé
       ist.
       
 (DIR) Axel Springer ändert Verlagsgrundsätze: Wenn Europa über den Kanal geht
       
       Alles halb so wild bzw. eben dem internationalen Medienimperium angepasst –
       so begründet der Springer-Verlag seine Abkehr von bisherigen Essentials.
       
 (DIR) Lokaljournalismus im Wandel: Wo ist die Zeitung zum Liebhaben?
       
       Was soll Oma Paluschke in Gera in Zukunft lesen? Offizielle Verlautbarungen
       und rechtsradikalen Quark? Das „Netzwerk Recherche“ geht erstmal vor Ort.
       
 (DIR) Fall Fernandes und Ulmen: Der Zorro für Männer
       
       Christian Ulmen hat sich den bekannten Medienanwalt Christian Schertz an
       seine Seite geholt. Schertz vertrat auch Rammstein-Frontmann Lindemann.
       Geht’s noch?
       
 (DIR) Ausbau der DNB in Leipzig gestrichen: Bücher-, ähhh, Bürokratieabbau à la Weimer
       
       Kurz vor der Buchmesse stoppt der Kulturstaatsminister den Ausbau der
       Deutschen Nationalbibliothek – und entfacht eine neue Debatte über
       Kulturpolitik.
       
 (DIR) Springer übernimmt „Telegraph“: Pfoten-Versuch in UK
       
       Springer kauft den „Telegraph“ und will in „bar“ zahlen. Wenigstens geht
       das Blatt nicht an Larry Ellisons Pro-MAGA-Truppen aus den USA.
       
 (DIR) DuMont übernimmt „Kölnische Rundschau“: Was Presse und Brauereien verbindet
       
       DuMont hat die „Kölnische Rundschau“ übernommen. Es bleibt ein stolzer
       Titel, aber sonst kaum Eigenes. Da gibt es Parallelen zu Bier.
       
 (DIR) Debatte um Rundfunkbeitrag: Der Preis der heißen Kartoffel
       
       Der Rundfunkbeitrag soll um 28 Cent erhöht werden. Die Länder warten auf
       die Meinung des Verfassungsgerichts und sollten aufhören, den ÖRR zu
       bashen.
       
 (DIR) Bayrischer Rundfunk: Extrawurst-Gesetz à la Bavaria
       
       Was Markus Söder unter Medienfreiheit versteht, riecht stark nach
       Eigenbraterei. Thüringen zeigt derweil: Es geht auch ohne Wurstigkeit.
       
 (DIR) Epstein Files: Wenn ein Presseausweis wichtiger ist als die Opfer
       
       Ein deutscher Presseausweis für Ghislaine Maxwell sorgt für Aufregung –
       über die von Epstein ausgebeuteten Frauen und Mädchen wird deutlich weniger
       gesprochen.
       
 (DIR) Boris Lochthofen zurück beim MDR: Neuer Direktor mit schwierigen Aufgaben
       
       Zurück in der Anstalt muss der neue Programmdirektor Boris Lochthofen vor
       allem eins machen: den MDR und die Öffentlich-Rechtlichen gegen die AfD
       verteidigen.
       
 (DIR) „Beschlusspapier“ zum ÖRR: Vermächtnis macht 'ne Welle
       
       Die CDU-Fraktionen von Sachsen und Sachsen-Anhalt haben sich – im
       Magdeburger Wahljahr – was zusammengedengelt. Es ist so dünn wie nicht
       umsetzbar.
       
 (DIR) Öffentlich-rechtlicher Rundfunk: Alle reden vom Wetter
       
       Das deutsche Fernsehen wird zum Dauerwetterbericht und alle schauen zu. Gut
       so, schließlich hat, was draußen passiert, auch mit dem Klimawandel zu tun.
       
 (DIR) Das Medienjahr 2026: Ein Traumszenario
       
       Eine Wunschliste für das neue Jahr: neue Bezahlmodelle für den öffentlichen
       Rundfunk und ein neues Steuerrecht für gemeinnützigen Journalismus.
       
 (DIR) Jörg Wagners Abschied vom RBB: Abgang in die Medienhölle
       
       Jörg Wagners „Medienmagazin“ beim RBB ist Geschichte, auch wenn die Sendung
       weiterläuft – und Wagner erst recht weitermacht! Nur eben anderswo.
       
 (DIR) „Projekt Halle“: Eine gesunde Arroganz
       
       Der Unternehmer Holger Friedrich will mal eben ein ostdeutsches Leitmedium
       gründen. Trotz Kritik an seiner Berliner Zeitung ist das wichtig.
       
 (DIR) TeleVisionale in Weimar: Ein neuer Anwärter für die Kulturhauptstadt
       
       Weimar im Rampenlicht: Diese Woche fand die TeleVisionale statt, zudem wird
       die Stadt Standort für den Medienrat. Bei dem gab es nun Überraschendes.
       
 (DIR) Pressefreiheit unter Trump: Man sollte es als Ehrung verstehen
       
       Das Weiße Haus „enthüllt“ neuerdings Fake News – also Berichte, die der
       Regierung nicht passen. Autor*innen inklusive. Die BBC ist vorne mit
       dabei.
       
 (DIR) Ludwig-Erhard-Gipfel: Weimers Wort-Inkontinenz
       
       Nach dem Wirbel um seinen Gipfel wirken Wolfram Weimers ständige Warnungen
       noch bizarrer. Denn vor Interessenskonflikten warnte er bisher nicht.
       
 (DIR) „Spiegel“ und ARD: Angst ist kein guter Ratgeber für Medien
       
       Der „Spiegel“ hat die Öffentlich-Rechtlichen ins Visier genommen. Man
       könnte so viel kritisieren an der ARD, aber die „Spiegel“-Geschichte ist
       dünn.
       
 (DIR) Deutsch-österreichischer Doppelgänger: Der falsche Kurz
       
       Für ein neues Talk-Format hat Welt-TV Sebastian Kurz eingeladen – den
       falschen. Der ist zwar auch Politiker, aber nicht „Austrias
       Next-Top-Kanzler“.
       
 (DIR) Reform der Öffentlich Rechtlichen: Erst Süßes, dann Saures
       
       Die Debatte um die Rundfunkreform ist nur scheinbar zu Ende. Denn solange
       die Medienpolitik keine Mehrheitspolitik ist, geht der Grusel weiter.
       
 (DIR) Übernahme von ProSiebenSat.1: Wenn Berlusconi kocht, schmeckt die Suppe nicht
       
       Pier Silvio Berlusconi hat ProSiebenSat.1 übernommen und die Spitze
       ausgetauscht. Wenn Fernsehen ist wie Kochen, dann brodelt es in der
       Senderküche.
       
 (DIR) Öffentlich-Rechtlicher Rundfunk: Widersprüchliche Medienpolitik
       
       Weil die Bundesländer sich nicht einigen können, herrscht bei den
       Öffentlich-Rechtlichen extremer Reformstau. Das befeuert die Narrative von
       Antidemokraten.
       
 (DIR) Das Ende zweier Ären: Was „Downton Abbey“ und die taz verbindet
       
       „Downton Abbey“ verabschiedet sich im Kino, die taz vom Papier – beide
       schlugen sich tapfer durch und zeigen: Adel verpflichtet. Haltung auch?
       
 (DIR) Kulturstaatsminister gegen ÖRR: Wenn Wolfram Weimer wieder wettert
       
       Kaum ein Tag vergeht, ohne dass der Kulturstaatsminister gegen
       Öffentlich-Rechtliche austeilt. Doch das schadet mehr als jeder
       AfD-Vorstoß.
       
 (DIR) „Bernd, das Brot“ bei John Oliver: Wie ein berühmtes deutsches Brot die USA rettet
       
       Während Trump den Klimawandel zum Mythos erklärte, gastierte das
       KiKa-Maskottchen „Bernd, das Brot“ in John Olivers Late-Night-Show. Was war
       da los?
       
 (DIR) Pressefreiheit in den USA: Visavergabe nach Autokratenart
       
       Die Trumpregierung möchte Journalist:innen nur noch 240 Tage am Stück
       ins Land lassen. Dazu soll nun die deutsche Regierung nicht mehr schweigen.
       
 (DIR) Bayrischer Chatbot BreznBot: Public Value ist wie Bier und Wiesn
       
       Pünktlich zum Beginn der Oktoberfestsaison, bringt der Bayrische Rundfunk
       den BreznBot ins Netz. Eine Art ChatGPT für Säufer.
       
 (DIR) Berlusconi erobert deutsche Sender: Warum Weimer Berlusconis ProSiebenSat.1-Deal bejubelt
       
       Media for Europe übernimmt die Mehrheit an ProSiebenSat.1 und verspricht
       redaktionelle Freiheit. Doch die Sicherheiten sind so dünn wie das
       Programm.
       
 (DIR) Offener Brief zu Journalismus in Gaza: Deutschland zeigt endlich Haltung – aber nur ein bisschen
       
       Israels Regierung lässt keine Journalist*innen nach Gaza und tötet
       lokale Medienschaffende. Nun hat Deutschland dazu Stellung bezogen – aber
       kleinlaut.
       
 (DIR) Satirischer Brandbrief an Julia Klöckner: Nius empört – Faktentreue ist da doch verpönt
       
       Bundestagspräsidentin Julia Klöckner verglich die taz mit „Nius“. Unser
       Autor schreibt ihr einen fiktiven Brief aus Sicht des rechtspopulistischen
       Mediums.
       
 (DIR) Vorwürfe gegen CDU-Mann Markus Kurze: Küssen verboten, auch für breitbeinige CDU-Politiker
       
       Markus Kurze sollte wegen eines Handkusses den Medienanstalt-Vorsitz
       verlieren – doch AfD und fehlender Aufklärungswille retteten ihn.
       
 (DIR) Öffentlichkeitsarbeit der ARD: Gehirnwäsche und Selbstlob
       
       Auf Kritik reagiert die ARD mit einem cleveren Trick: Sie lenkt ab und
       redet über ihre Erfolge. Um den einen großen Öffi-Erfolg bleibt es aber
       still.