# taz.de -- Kultur in Berlin
(DIR) Türkische Künstlerin Neriman Polat: Fortschreitende Verluste
Die türkische Feministin Neriman Polat zeigt in der Berliner Dependance der
Istanbuler Galerie Zilberman ihre politische Kunst. Hoffnungsvoll ist die
eher nicht.
(DIR) Feministischer Berlin-Guide: Girls Club statt Boys Club
Von Ballroom bis Nagelkunst: In „The Feeling of Berlin“ zeigen 33 Frauen,
wie sie die Stadt prägen und cis-männliche Netzwerke herausfordern.
(DIR) Kunst gegen zu viel Bildschirmzeit: Der Blues auf alten Tonaufnahmen
Angesichts der Nachrichtenlage tut ein wenig Ablenkung gut. Die findet sich
in der Akademie der Künste bei einer Ausstellung zu Eslanda und Paul
Robeson.
(DIR) Galerieausstellung über Punk-Kunst: Antipampe im White Cube
Im Berliner Kunstraum Nizza zeigt eine Gruppenausstellung zeitgenössische
Positionen des Punks in der bildenden Kunst.
(DIR) Galerie Nord in Berlin-Mitte: Vor dem Nichts
Nach 21 Jahren verliert der Kunstverein Tiergarten seine Räume. Statt auf
langfristige Arbeit wird in den kommunalen Galerien auf kurzfristige
Projekte gesetzt.
(DIR) Kulturzug zwischen Berlin-Wrocław: Letzte Fahrt der Versöhnung
In einem besonderen Waggon finden Lesungen, Konzerte und Ausstellungen
statt, die dem deutsch-polnischen Austausch dienen. Jetzt droht dem Projekt
das Aus.
(DIR) Sozialleben im Dezember: Unsichtbarer Geisterhund
Glimmer im Kopf beim Abendessen, Galeriespinnweben und Nina Hagens Gesicht
auf einem Ei: Am Jahresende wiegt das Soziale so schwer wie die Dunkelheit.
(DIR) Filme über Berlin in der Wendezeit: Krepieren, wie ich will
Sie machen die Verwerfungen der Wendezeit sichtbar. „Heute noch, morgen
schon“ im Museum Nikolaikirche in Berlin ist eine Ausstellung zum
Binge-Watchen.
(DIR) Theaterstück über Immobilienspekulation: Die Ballade vom schleimigen Makler
Eine inszenierte Immobilienbesichtigung ist das Stück „Ignorance Is Bliss“
in den Sophiensälen in Berlin. Es greift die Spekulations- und Sparwut der
Stadt auf.
(DIR) Dramatische Kulturkürzungen in Berlin: Das Ausbluten der kreativen Szene
In Berlin wurde der Kulturhaushalt der nächsten beiden Jahre verabschiedet.
Drastische Kürzungen bedrohen die freie Szene in ihrer Existenz.
(DIR) Feministisches Ausstellungsprojekt: Die Hydra unserer Zeit
Im kollaborativen Projekt „The desire for being many“ erkunden Berliner
Künstler*innen Widerstandsstrategien gegen autoritäre Backlashes.
(DIR) Marclays 24-Stunden-Werk „The Clock“: Sie dreht sich schon seit Stunden
In der Neuen Nationalgalerie kann man mit Christian Marclay den ganzen Tag
lang Uhren beim Ticken zuschauen. Das klingt banal, ist aber große Kunst.
(DIR) Nach der Oper direkt zur Beatles-Party: Schluppenblusen-Rubber-Soul
Gastgeber freuen sich über hungrige Gäste und das richtige Outfit. Aber
was, wenn das Neonlicht zu sehr blendet?
(DIR) Klimaschonende Architektur: Zukunft, aufgebockt
Wie Zusammenleben und Raumgestaltung gelingen könnte. Das Deutsche
Architektur Zentrum DAZ in Berlin zeigt zehn Strategien für nachhaltiges
Umbauen auf.
(DIR) Schiller auf dem Klo: Sturm und Drang gegen Dunkelheit und Kälte
Wenn man sich darauf einlässt, ist Berlin noch für eine künstlerische
Überraschung gut. Nach drei Stunden Theater schmerzen die Glieder aber doch
etwas.
(DIR) unterm strich: Weiterhin zittern müssen die in Berlin geförderten Ateliers
(DIR) Czollek und Salzmann im HKW: Das Ende des „postmigrantischen Jahrzehnts“
Bei der letzten Folge der Reihe „Der Anfang ist nah“ im HKW spricht Max
Czollek mit Sasha Salzmann über Verzweiflung – und Handlungsmöglichkeiten.
(DIR) Besetzung des Orchestermanagers: Staatsoper lässt Burschenschafter (doch) nicht rein
Die Berliner Staatsoper wollte ein Mitglied zweier umstrittener
Burschenschaften zum neuen Orchestermanager machen. Nun macht sie einen
Rückzieher.
(DIR) Gefährdete Ateliers in Berlin: Was einmal weg ist, ist weg
Ohne Räume kann keine Kunst entstehen. In Berlin ist fast jedes dritte
geförderte Atelier gefährdet. Fatal ist das nicht nur für die
Künstler:innen.
(DIR) Tanz und Rausch: Was außerhalb des Aquariums geschieht
Drinnen im Aquarium ist Rausch und Tanzextase. Draußen bleiben:
Hummuspfützen, die Bachelorarbeit und ein paar große Fragen.
(DIR) Festival für Objekttheater: Neujustieren in Echtzeit
KI, Roboter und Kleinstelektronik dominieren beim Festival der Dinge. 16
Objekttheater-Produktionen waren rund um die Berliner Schaubude zu sehen.
(DIR) Konzertempfehlungen für Berlin: Es gibt immer guten Grund für Unruhe
Diee Woche bietet die Geschichte des slowenischen Punks, Deutsch-Pop, Indie
und einen guten Packen an Neuer Musik. Da kann man gar nicht ruhig bleiben.
(DIR) Konzertempfehlungen für Berlin: Der Herbst wird schön – zumindest musikalisch
Das Avantgarde-Pop-Label RÖ13 lädt zur großen „Rövolution“-Revue. Dabei
gibt es ebenso dystopischen Rap und sanften Gesang nebst zarter Gitarre.
(DIR) Haus der Poesie im Silent Green: Traurige Gedichte werden zu wütenden Liedern
Im Berliner Silent Green trafen sich bei der Veranstaltungsreihe
„Vocations“ ukrainische und deutsche Poet:innen und Musiker:innen.
(DIR) Gespräch zu Kinos in Berlin: „Wir haben Chancen, wenn wir stärker an einem Strang ziehen“
Als andere Berliner Kinos schließen mussten, wurden drei neue gegründet.
Ein Gespräch mit den Betreiber*innen der Kinos.
(DIR) Ukrainisches Filmfestival: Und doch geht das Leben weiter
Das ukrainische Filmfestival eröffnete in Berlin mit einem bewegenden
Dokumentarfilm „Songs of Slow Burning Earth“ über das Leben im Krieg.
(DIR) Jakutisches Filmfestival in Berlin: Ein jakutischer Wes Anderson in Berlin
Die Republik Sacha, genannt Jakutien, im Osten der Russischen Föderation
kennen nur wenige. Ein Filmfestival hilft, die ferne Kultur vorzustellen.
(DIR) „Industrial Witchcraft“ in Berlin: Übrig bleiben
In der eigenen Stadt ist man nie Tourist. Statt süßer Melancholie gibt es
nur graue Kaputtheit und destruktive Flucht in die Kunst.
(DIR) Hexen, Serienmörder, Kriegsherren: Der Spieleinsatz sind Menschenleben
Die Ausstellung „Scherben der Realität. Berlin – Dreistadt“ in der
Kommunalen Galerie Berlin zeigt Zusammenhänge individuellen Leides und
struktureller Macht.
(DIR) #unkürzbar-Demo: Protestieren, bis es quietscht
Rund 1.500 Menschen demonstrierten am Freitag gegen die im Haushaltsentwurf
2026/2027 vorgesehenen Kürzungen bei Bildung, Kultur und Sozialem.
(DIR) Ausstellung von Carolyn Lazard in Berlin: Die Farben der Kugelschreiber
Mittels Objekten erzählt die Künstlerin Carolyn Lazard von Krankheit und
Klasse. Ihre Ausstellung läuft in der Berliner Galerie Trautwein Herleth.
(DIR) „Das rote Haus“ am Maxim Gorki Theater: Die Geschichte ist noch nicht vergangen
Das Stück „Das rote Haus“ am Maxim Gorki Theater blickt auf ein
Arbeiterinnenwohnheim in den 1960er Jahren. Basis sind Romane von Emine
Sevgi Özdamar.
(DIR) Volksbühne in Berlin: Wie eine Lupe auf das menschliche Tun
Das Theaterduo Vinge/Müller eröffnet mit acht Stunden von Ibsens „Peer
Gynt“ die Spielzeit der Berliner Volksbühne. Und das ist nur der erste Akt.
(DIR) Jan Böhmermann im HKW: Die Wurstigkeit ist Programm
Der Satiriker inszeniert mit der Ausstellung „Die Möglichkeit der
Unvernunft“ eine Mischung aus Kunstschau, Ego-Archiv und Fernsehgarten.
(DIR) Oper von 1929 beim Musikfest Berlin: Multimediales Gesamtkunstwerk im Bauhaus-Geist
Vor fast 100 Jahren wurde sie geschrieben. Nun wurde Marc Blitzsteins
kubistische Oper „Parabola et circula“ endlich in der Philharmonie
uraufgeführt.
(DIR) Spielwagen-Ausstellung in Berlin: Die Kinder bauen lassen
Eine Ausstellung im Lichtenberger Kunstraum after the butcher zeichnet die
DDR-Geschichte des Kollektivs „Spielwagen Berlin 1“ nach.
(DIR) Premiere der Komischen Oper Berlin: Jesus, der hochwertige Crowdpleaser
Andrew Lloyd Webbers Rockoper „Jesus Christ Superstar“ wird in einem Hangar
des ehemaligen Flughafens Tempelhof inszeniert und trifft damit den Ton.
(DIR) Liebling der Massen: Es knirscht überall im Wirtschaftsgetriebe
Engpässe, Engpässe, Engpässe: Kaum auszuhalten sind die Zustände. Wenn
sogar im Rewe der Crémant ausverkauft ist, schnürt sich mir das Herz
zusammen.
(DIR) Berliner Frauen-Rap: „Sei laut und lass dir nichts gefallen“
Ihre Musik trifft den Nerv der GenerationZ, irgendwo zwischen Flucht vor
Polykrisen und dem Bedürfnis, laut zu sein: Das Berliner Duo 6euroneunzig.
(DIR) Bedrohte Kneipe: Wenn das Broschek überlebt
Bier und Kraut-Tech-Punk. Unsere Autorin tauchte in einer Neuköllner Kneipe
ab – und die ringt um ihre Existenz.
(DIR) Ausstellung im Berliner Spreepark: Der Pollen ist politisch
Tagträumen bis zum Untergang: In der Ausstellung „Doom Snoozers“ sind
Menschen nicht mehr die mächtigste Spezies. Aber wer dann?
(DIR) Berliner Pop-Kultur-Festival: Pop in Zeiten der Polykrisen
Am Montag beginnt das Pop-Kultur-Festival mit entzerrtem Programm und
Community-Building. Was man an sechs Tagen hören, sehen und verpassen kann.
(DIR) Die Geschichte des Computerspielemuseums: Alle Exponate dürfen gespielt werden
Das Berliner Computerspielemuseum ist international das erste Museum zum
Thema Gaming. In einem Buch erzählen die Gründer von den Anfängen.
(DIR) Stille Industriearchitektur erleben: Schhhhhht
Das Kraftwerk Berlin verspricht eine Pause von der Stadt. Im Quiet Space
sollen Menschen eine Stunde lang still sein. Wie fühlt sich das an?
(DIR) Vom Feiern, Reden, Denken: Rosa Würste in der blauen Stunde tauschen
Die Stadt steht still, der Sommer auch und im Kopf ist es manchmal einfach
zu voll.
(DIR) Queerer Maler Navot Miller: Ist das dieser Künstler von Instagram?
Mit seiner „New Queer Intimists“-Malerei begeistert der im Westjordanland
aufgewachsene Navot Miller das Internet. Was macht seinen Reiz aus?
(DIR) Musiklabel Noisolution wird 30 Jahre alt: Schon wieder 30 Jahre rum
Das Berliner Independent-Label Noisolution übersteht mit DIY-Ethos,
Loyalität und einer Menge Gitarren seit drei Jahrzehnten Trends und Krisen.
(DIR) Videothekar über die Gegenwart: „Unser größter Feind ist die Trägheit“
Videotheken im ganzen Land sind gestorben. Im ganzen Land? Mitten in
Kreuzberg trotzt Graf Haufens „Videodrom“ dem Zeitgeist. Ein Interview.
(DIR) Feiern in Berlin: Auf dem Dancefloor ist viel Love
Vom Kindergeburtstag in den Erwachsenenclub: Beim Berliner Wochenende voll
wohltemperierter Euphorie ist die Welt mal fast in Ordnung. Oder?
(DIR) Ausstellung in Berlin: Vom Kinderstar zum Modefotografen
Rico Puhlmann verstand es, Mode für Hochglanzmagazine fotografisch zu
inszenieren. Das Berliner Museum für Fotografie widmet ihm nun eine
Retrospektive.