# taz.de -- Kultur in Berlin
       
 (DIR) Tanzfestival Uferstudios Berlin: Zwischen den Kontinenten
       
       Das Festival Kuyum Tanzplattform warb in den Uferstudios im Berliner
       Wedding für zeitgenössischen afrikanischen Tanz aus Afrika und der
       Diaspora.
       
 (DIR) Castorf-Premiere im Berliner Ensemble: Der Abgrund glüht sechseinhalb Stunden
       
       Klaus Manns „Mephisto“ scheint das Bühnenmaterial der Stunde zu sein.
       Volksbühnen-Haudegen Frank Castorf inszeniert den Roman ganz ohne Moral,
       aber mit großem Interesse an Fetisch und Psyche.
       
 (DIR) Konzertempfehlungen für Berlin: Nur Mut!
       
       Wer musikalische Herausforderungen sucht, bitte sehr: das Musikfest, John
       Coltrane und Horizontaler Gentransfer sind dafür prima Versuchsanordnungen.
       
 (DIR) Spielzeiteröffnung Komische Oper Berlin: Nur wenige überleben
       
       Die Komische Oper Berlin eröffnet die Saison 2026/27 mit dem
       brutalstmöglichen aller Stoffe: Aribert Reimanns „Lear“ im Hangar des
       Flughafens Tempelhof.
       
 (DIR) Violinistin Jessie Marino: Sie lässt Formen kollidieren
       
       Jessie Marino verbindet zeitgenössische Musik mit Folk und erschafft mit
       Alltagsgegenständen magische Momente. Porträt einer ungewöhnlichen
       Künstlerin.
       
 (DIR) Stadtrundgang mit Straßenschäden: Welche Schicht ist der Schaden?
       
       In Kreuzberg erkundet die „Road Damage City Tour“ konfligierende
       Trottoir-Systeme und Teer-Glitches. Geleitet wird sie von Tourguide Peter
       Behrbohm.
       
 (DIR) Berlin Art Week 2026: Alles so schön glatt hier
       
       Die Berlin Art Week feiert 15-jähriges Jubiläum und tischt groß auf. Was
       bleibt von mehr als 120 teilnehmenden Institutionen, Festivals, Galerien,
       Messen und Off-Spaces?
       
 (DIR) Tango-Bravo-Konzert in Berlin: Hier schwitzen alle
       
       Am Kottbusser Tor in Berlin verliert man schon mal den Überblick. Der
       findet sich dann beim Tanzen zu Tango Bravo im Monarchen wieder.
       
 (DIR) Russisches Haus in Berlin: Unheimliche Leere
       
       Wie eine riesige Festung steht es in der Berliner Friedrichstraße: das
       Russische Haus, das größte weltweit. Was wird fehlen, nun, da es
       geschlossen wird?
       
 (DIR) Kunstfestival Hallen 07: Der Weg muss sich schließlich lohnen
       
       Etwas abseits, aber dafür mit viel Platz für große Kunst richtet sich
       Hallen 07 in den Wilhelm-Hallen in Berlin-Reinickendorf an ein breites
       Publikum.
       
 (DIR) taz talk zur Berlin-Wahl: Von der Kunst, optimistisch zu bleiben
       
       Verschärfter Kulturkampf von rechts, kein Geld in den Kassen – und trotzdem
       Hoffnung. Dies war der Tenor beim taz talk Kulturpolitik vor der Wahl.
       
 (DIR) Die Kunst der Woche: Pfeile zu Nadeln, Löcher im Absatz
       
       Schon vor der Berlin Art Week hat in der Miettinen Collection Hannah
       Hallermanns „Sewing“ eröffnet. Louche Ops stellt den US-Künstler Arnold J.
       Kemp vor.
       
 (DIR) Von 2006 bis 2026 in wenigen Tagen: Zwanzig Chicken McNuggets zum Preis von vier
       
       Schon bevor die Berlin Art Week überhaupt beginnt, schubst sie von hinten.
       Ein Disco-Mercedes wird zur Zeitmaschine, es wird zugehört und geschaut.
       
 (DIR) Festival Kirill & Friends Berlin: Eine selten erlebte ernsthafte Leichtigkeit
       
       Der im Berliner Exil lebende russische Regisseur Kirill Serebrennikov lädt
       zum kompakten Showcase. Zu sehen war dort bereits seine Inszenierung
       „Legende“.
       
 (DIR) Spielzeiteröffnung am Gorki: Die Zeichen stehen auf Trauer und Verstummen
       
       Das Gorki Theater in Berlin eröffnet mit Installationen im Theaterhaus.
       Sarkis' „Fuge“ erinnert auch an den polnischen Theatermacher Tadeusz
       Kantor.
       
 (DIR) Konzertempfehlungen für Berlin: Töne gegen die Binarität
       
       Das Trio Contagious bringt ein neues Album fürs Dazwischen heraus und im
       Radialsystem gibt es doppelt Grund, Geburtstag zu feiern
       
 (DIR) Ateliers im ehemaligen Frauengefängnis: Kunst statt Knast
       
       Im ehemaligen Frauengefängnis in Moabit sind Räume für Kulturschaffende
       entstanden. Am stadtweiten Mangel an bezahlbaren Ateliers ändert das wenig.
       
 (DIR) 20 Jahre Radialsystem Berlin: Den Atem anhalten
       
       Partyboote schippern vorbei, wenn im „Radialsystem“ an der Spree neue
       Formen ausprobiert werden. Jetzt feiert das Kulturzentrum 20-jähriges
       Jubiläum.
       
 (DIR) Berliner Festival „Pop-Kultur“: Die Kids sind doch alright
       
       Trotz finanzieller Einbußen punktete das Berliner Festival „Pop-Kultur“ mit
       einem eigenwilligen Programm. Nah und fern wurden mit Auftragswerken und
       speziellen Konzerten verknüpft.
       
 (DIR) Kurze-Texte-Festival in Berlin: Eine Woche Beziehungstalk
       
       Im Berliner Brecht-Haus stellten Autor:innen neue kurze Texte vor. Neben
       Familie und Romantik ging es um verworrene Politik und Beziehungen in der
       Zukunft.
       
 (DIR) Theaterprojekt „What if Berlin“: Geisterprojekte brechen durch die Mauer
       
       Was wäre wenn? Der japanische Theatermacher Akira Takayama stellt an
       Stationen auf der Berliner Ringbahn nie realisierte Ideen für ein anderes
       Berlin vor.
       
 (DIR) Zwischenbilanz „Pop-Kultur“-Festival: Den menschlichen Faktor beschwören
       
       Momentan findet in Berlin das Festival „Pop-Kultur“ statt. In den Debatten
       ging es um die Macht von KI und ein genossenschaftlich organisiertes
       Musikportal.
       
 (DIR) Ausstellung „The Sound of Courage“: Subtil und schwer einzuhegen
       
       Eine Ausstellung in den Nordischen Botschaften in Berlin untersucht, wie es
       um Gleichberechtigung in der skandinavischen Musikwelt steht. Gar nicht mal
       so gut.
       
 (DIR) Konzertempfehlungen für Berlin: Inspiriert durch die Sonne
       
       Diese Woche gibt es Klänge zwischen Melancholie und dem Kreislauf von
       Entstehen und Vergehen – und dank International Music auch eine gute Dosis
       Fun.
       
 (DIR) Festival Tanz im August: Gegen Angst und Hoffnungslosigkeit
       
       Es ging nach Portugal, Griechenland, Taiwan, Rumänien. Weit konnte man mit
       den Tanzstücken der ersten Woche des Festivals „Tanz im August“ reisen.
       
 (DIR) Kunst gegen Rechts: Weil Schweigen keine Option ist
       
       Eine Gruppenausstellung in Berlin-Friedrichshain positioniert sich vor den
       Wahlen in Sachsen-Anhalt, Meck-Pomm und Berlin gegen Rechtsradikalismus.
       
 (DIR) Kunst im Berliner Mauerpark: Vom Todesstreifen bis zum Erdbeerengel
       
       Zum 65. Jahrestag des Berliner Mauerbaus werden im Zuge des Projekts
       „Poller up“ die 40 einstigen Zugangsbegrenzungen zu Sockeln für poppige
       Kunst.
       
 (DIR) Kurzfilme in der Berlinischen Galerie: Mahnende Filmeinstellungen
       
       Mit „rückblickend betrachtet“ und „Aralkum“ zeigt die Berlinische Galerie
       zwei eindrückliche Filme des Duos Daniel Asadi Faezi und Mila Zhluktenko.
       
 (DIR) Konzerte in Brandenburg und Berlin: Alles für Leib und Seele
       
       Ein Wochenende voll breit gefasster Klassik lehrt: Auch mit schmerzendem
       Arm kann man Fischbrötchen und György Ligeti genießen.
       
 (DIR) Plakatausstellung in Berlin: Die Container sind immer grüner auf der anderen Seite
       
       Der Berliner Projektraum Schneeeule hat Plakatwände in Charlottenburg
       angemietet. Die Frage „Wem gehört die Stadt?“ verbindet die Motive.
       
 (DIR) Ausstellung von Niina Lehtonen Braun: Wo Wasser, Blut und Farben fließen
       
       Sie tanzen durchs Feuer und baden im Eis: Niina Lehtonen Brauns Aquarelle
       und Gouachen nackter Frauen in Aktion in der Schwartzschen Villa in Berlin.
       
 (DIR) Nach dem CSD-Anschlag ins Café Keese: Als sei die Welt noch in Ordnung
       
       Polizeisperren am Tiergarten, Sorge nach der Schocknachricht. Ein
       zufälliger Abstecher ins Tanzlokal bringt uns in eine ahnungslose, heile
       Welt.
       
 (DIR) Künstlerische Recherche: Welche Früchte der Baum trägt
       
       Im Gutshaus Steglitz erzählen Antje Majewski und Jen Tiger anhand des
       Osage-Baums Geschichten von Migration, Kolonialismus und ökologischer
       Transformation.
       
 (DIR) Kunst der Woche: Der Bois d’Arc und die Tränenfänger
       
       Von der Osage Orange bis zur abgewaschenen Tinte: Zwei Berliner
       Ausstellungen verbinden Kolonialgeschichte, indigenes Wissen und persische
       Literatur.
       
 (DIR) 20 Jahre Villa Liebermann: Ein leichter Windhauch in den Birken
       
       Die Villa Liebermann am Wannsee feiert ihr zwanzigjähriges Bestehen als
       Museum und Gartendenkmal. Die Sonderausstellung streicht wie ein Windhauch
       durchs Haus.
       
 (DIR) Ausstellung über den Sog der Bilder: Sonnenuntergang gegen das Grauen
       
       Über Bilder und deren Wirkungskraft: Die Ausstellung „The Lure of the
       Image“ bei C/O Berlin übt sich in audiovisueller Selbstermächtigung.
       
 (DIR) Zucker für die Millionäre: Ja zum Prosecco, nein zur Front Row
       
       Das Wochenende beginnt bereits am Mittwoch in der Bar und will begossen
       werden. Es geht auf den Funkturm, zum Rockabilly-Tanztee und zur
       Marylin-Monroe-Filmreihe.
       
 (DIR) Ausstellung über Mode von Madame Grès: Den Turban auf dem Kopf, die Schere um den Hals
       
       Wie die Modedesignerin Madame Grès Stoff in Falten legte, erkundet eine
       Ausstellung im Kunstgewerbemuseum Berlin. Und Studierende ergänzen die
       Modelle.
       
 (DIR) Kunstraum in Berlin-Charlottenburg: Formen bestimmter Negationen
       
       In der Galerie ADAMA untersucht der Maler Velimir Ilišević, was nicht zu
       sehen ist. Ebenfalls auf den ersten Blick nicht zu finden: das kleine
       Theater im Keller.
       
 (DIR) Rundgang an der UdK Berlin eingeschränkt: Kürzungen statt Kunst
       
       Der jährliche Rundgang der UdK Berlin wird durch strenge Auflagen
       eingeschränkt. Der Frust der Studierenden wird dadurch nur noch verstärkt.
       
 (DIR) Bad in Schallwellen: Schwarze Messen für die Seele
       
       Die inneren Organe geraten in Schwingung bei Konzerten in Berlin. Sunn O)))
       zielt dabei auf die Magengrube, The Cure eher aufs Herz.
       
 (DIR) Das 13. „Heroines of Sound Festival“: Topfpflanze im Noisegewitter
       
       Das „Heroines of Sound Festival“ hat in seiner 13. Ausgabe einen Klangbogen
       von Francis Bacon bis Brausepulver gespannt. Das meiste ist kurzweilig.
       
 (DIR) Festival zu antifaschistischer Literatur: Auf der Suche nach radikaler Sprache
       
       Was heißt antifaschistische Literatur und was lernen wir aus ihr? Im
       Berliner Brecht-Haus wurde eine Woche lang über Literatur und Widerstand
       diskutiert.
       
 (DIR) Performance über Erschöpfung: Er kriegt den Klumpen nicht von der Bühne
       
       In Sebastian Zubers Performance „Honeymoon“ wird Ton zum Symbol für
       psychische und physische Belastungen. Zu sehen war sie beim Berliner
       Festival b12.
       
 (DIR) Lesung junger Autor:innen in Berlin: Ein Bienennest summt in der Brust
       
       „Die Zeit heilt alle Hündchen“ lautete der Titel einer Lesung im
       Literarischen Colloquium Berlin, auf der junge Autor:innen eigene Texte
       vorstellten.
       
 (DIR) Antisemitismusvorwürfe bei 48h Neukölln: Die Kunst der Grenzüberschreitung
       
       48 Stunden Neukölln sagt eine Audiotour über Gaza entlang von
       Stolpersteinen ab. Die Künstler wittern Zensur, wollen aber nicht erklären,
       was das sollte.
       
 (DIR) „Zwanzig Minuten“ im Theater Thikwa: Die Poesie der Alltagsdinge
       
       Ein Leben wird durch 20-minütige Routinen stabilisiert. Das inklusive
       Berliner Theater Thikwa widmet dem ein ganzes Stück, mitsamt Raum zum
       Träumen.
       
 (DIR) Tagebuch-Lesung in der Fahimi-Bar Berlin: Hirnwindungen eines Geisteswissenschaftlers
       
       In „Knister“ hat Autor Christoph Narholz aus Jahrzehnten von Notizen ein
       Jahr destilliert. Bei einer Berliner Lesung wurde wildes Denken
       anschaulich.
       
 (DIR) Kunstprojekt am Mehringplatz: Die schöne Seite des Vandalismus
       
       Der Mehringplatz in Kreuzberg bekommt ein neues Mural in Form einer großen
       Fliesenwand. Sie zeigt Graffiti-Schriftzügen und Tags von Berliner
       Künstlern.
       
 (DIR) Enthüllung des Merkel-Porträts: Lieber Maler, male mir
       
       Staatstragende Beine wie bügelfaltenumhüllte Säulen: Das frisch enthüllte
       neue Merkel-Porträt des jungen Künstlers Jérémie Queyras beschönigt nichts.