# taz.de -- Architektur
(DIR) Buch über antifaschistische Architektur: Mehr als Agitprop-Prosa aus dem Schwarzen Block
Was ist antifaschistisches Bauen? Die US-Architekturforscher Daniel Jonas
Roche und Andrew Santa Lucia haben dazu ein spannendes Buch veröffentlicht.
(DIR) Weimer und Leipziger Bibliotheksbau: Ein „Moratorium“, kein Stopp
Viel Kritik folgte auf Wolfram Weimers Plan, den Erweiterungsbau der
Nationalbibliothek Leipzig zu stoppen. Nun rudert der Kulturstaatsminister
zurück.
(DIR) Buch über Bakterien und Architektur: Mit Mikroben leben
Das Manifest „We, the Bacteria“ erzählt Architekturgeschichte als
Geschichte der Seuchen – und macht sich für ein biotisches Wohnen und Bauen
stark.
(DIR) Schlechte Lage für Berlins Kulturbauten: Kein Neubau fürs Exilmuseum, keine Anstrengung für den Altbau
Berliner Kultureinrichtungen melden desolate Zustände in ihren Gebäuden,
derweil soll das Exilmuseum am Anhalter Bahnhof gar nicht erst gebaut
werden.
(DIR) Streit um das ehemalige SEZ in Berlin: Bezirk stoppt den Abriss
Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg setzt den Abriss des SEZ aus. Grund
seien artenschutzrechtliche Bedenken.
(DIR) Fotomuseum Rotterdam in altem Hafensilo: Wie ein goldenes Gebirgsmassiv über altem Geld
Rotterdams Hafenviertel ist im Umbruch. In einem umgebauten Kaffeesilo
eröffnete dort nun das Niederländische Fotomuseum.
(DIR) Eine Ikone wird gesprengt: Stadion ohne Flutlicht
Gegen lautstarken Protest lässt der Senat zwei Flutlichtmasten am
Jahnstadion sprengen. So soll Platz für ein Prestigeprojekt geschaffen
werden.
(DIR) Umgang mit DDR-Bauten: Internationale Vorbildfunktion
Das Kino International ist ein Beispiel für denkmalbewusste
Stadtentwicklung. Die ist nicht nur identitätsstiftend, sondern auch
ökologisch.
(DIR) Aktivist*innen über Stadtteilkämpfe: „Wir glauben fest daran, dass wir uns Räume aneignen können“
Die „Versammlung der Mikropolitiken“ in Hamburg hat 2023 gezeigt, wie
wichtig Stadtteilkämpfe sind. Daraus ist jetzt ein Sammelband entstanden.
(DIR) Der Turm von Jena: Ein sozialistischer Fingerzeig
Der Jentower war mal das höchste Haus von ganz Deutschland. Gebaut wurde
er, um Jenas Altstadt klein und doof wirken zu lassen.
(DIR) Die Bauwende und die Kirchenfrage: Was tun mit obsoleten Sakralbauten?
Das Kunstfestival „Manifesta“ will im Ruhrgebiet verwaiste Kirchen
bespielen. Das könnte ein Schritt in Richtung Bauwende sein.
(DIR) Adjayes Neubau fürs Studio Museum Harlem: Ein Statement aus schwarzem Beton
In New York eröffnete der Neubau des Studios Museum Harlem, geplant von
David Adjaye. Wofür steht das einst pionierhafte Museum für Schwarze Kunst
heute?
(DIR) NS-Pläne zur Umgestaltung Berlins: Die ungebaute Stadt
Krieg und Kapitulation verhinderten den Bau von Albert Speers
Reichshauptstadt Germania, doch die Wunden im Stadtbild blieben. Eine
Spurensuche.
(DIR) Klimafreundlich bauen: Wie ein Münchner Architekt den Holzbau voranbringen will
Sein Fach kümmere sich nicht genug darum, ob ihre Ideen auch funktionieren,
ärgert sich ein Münchner Architekt. Also organisiert er ein Experiment.
(DIR) Postmoderne Architektur in der Provinz: Wie eine museale Hülle des alten BRD-Kapitalismus
Die Künstlerin Karla Zipfel fotografiert postmoderne Gebäude und Interieurs
in westdeutschen Städtchen. Auf Instagram und Tiktok kommt sie damit gut
an.
(DIR) Trauer um Frank Gehry: Erzeuger des „Bilbao-Effekts“
Er entwarf das weltberühmte Guggenheim-Museum und die Walt Disney Concert
Hall in Los Angeles. Am Freitag ist Star-Architekt Frank Gehry im Alter von
96 Jahren gestorben.
(DIR) Klimaschonende Architektur: Zukunft, aufgebockt
Wie Zusammenleben und Raumgestaltung gelingen könnte. Das Deutsche
Architektur Zentrum DAZ in Berlin zeigt zehn Strategien für nachhaltiges
Umbauen auf.
(DIR) 10 Jahre „Wir schaffen das“: Kein Bauen für Geflüchtete, sondern Wohnungsbau
Will man wissen, wie Geflüchtete seit 2015 in Deutschland leben, stößt man
auf gute integrative Architektur – und auf die ungelöste Wohnungsfrage.
(DIR) Zukunft des SEZ: Der Traum vom „SEZ Komplett“
Lässt sich das ehemalige Sport- und Erholungszentrum SEZ doch noch retten?
Auf jeden Fall, befanden seine Fans bei einem Treffen im Café Sibylle.
(DIR) Hamburger Kühne-Oper: Ein Neubau als Doppelgänger
Der Entwurf für eine neue Staatsoper in der Hamburger Hafencity ähnelt dem
Entwurf desselben Architekturbüros für ein Konzerthaus in Prag. Zufall?
(DIR) Klimakrise in Ägypten: Einstürzende Altbauten
Jedes Jahr stürzen in Alexandria 40 Gebäude ein. Der Grund dafür ist der
steigende Meeresspiegel, der sie unterspült und kollabieren lässt.
(DIR) Neues Opernhaus für Hamburg: Musik-Maschine im menschengemachten Berg
Der Entwurf für einen spektakulär zurückhaltenden Opern-Neubau wurde
vorgestellt. Das Haus soll ein Geschenk des Logistik-Unternehmers Kühne
werden.
(DIR) Sagrada Família in Barcelona: Neuer, alter höchster Kirchturm der Welt
135 Jahre galt das Ulmer Münster als höchster Kirchturm. Dass das nicht so
bleiben wird, war absehbar. Denn an der Sagrada Família wurde weitergebaut.
(DIR) Fondation Cartier in Paris: Der Garten der Künste
Die Fondation Cartier in Paris zieht an den Louvre in ein nahbar-elegantes
Gebäude von Jean Nouvel. Dort zeigt sie endlich ihre anspruchsvolle
Sammlung.
(DIR) Trumps neuer Ballsaal: Weiß, Gold, Bling
Donald Trump lässt den Ostflügel des Weißen Hauses abreißen. Sein geplanter
Ballsaal beunruhigt – ästhetisch und demokratietheoretisch.
(DIR) Elbtower: Hamburg kauft Olafs Stummel
Der Hamburger Senat erwägt, einen Teil des halbfertigen Hochhauses an den
Elbbrücken zu kaufen, um dort ein Naturkundemuseum unterzubringen.
(DIR) Ästhetik der Sportsbar: Athletik nur zum Kuscheln
Ein ganz anderes Verständnis von Sport lässt sich da besichtigen, wo man es
nicht vermutet: auf der Architektur-Biennale in Venedig.
(DIR) Vordenker der Smart City: Die Stadt in der Feedbackschleife
Weltweit arbeitet man an der Smart City. Viele Ideen wie die kybernetischen
Entwürfe von Nicolas Schöffer sind aus der Avantgarde des 20. Jahrhunderts.
(DIR) Preisträger Deutscher Architekturpreis: Verharren im Mittelstandspragmatismus
Wohnungsmangel, Bodenfrage, miese Öko-Bilanz: Die hiesige Architektur steht
vor vielen Problemen. Daran ändert der Deutsche Architekturpreis wenig.
(DIR) Architektur in Rotterdam: Ästhetisch freche Superquader
Die Kubushäuser sind selbst im architektonischen Experimentierfeld
Rotterdam ein Hingucker. Man kann in ihnen auch behaglich übernachten.
(DIR) Hype um brutalistische Architektur: Brutalismus ist plötzlich in aller Munde
Vom Wandel der Rezeption von Architektur erzählt das Buch „Mäusebunker und
Hygieneinstitut“. Herausgegeben hat es Architekturhistoriker Ludwig
Heimbach.
(DIR) Nachruf auf Hans Stimmann: Der die Stadt plante
Er hat Berlin nach der Wende geprägt wie kein anderer. Aber kaum einer war
auch so umstritten. Hans Stimmann ist im Alter von 84 Jahren gestorben.
(DIR) Architekturbiennale in Venedig: Leben in der Bauutopie
Vom Wohnpark bis zum ICC Berlin: Zara Pfeifer fotografiert architektonische
Großstrukturen in den Metropolen. Ihre Bilder zeigen warme Nischen im
Gigantischen.
(DIR) Jüdische Gemeinde in München: Licht im Hinterhof
Die Synagoge in der Münchner Reichenbachstraße ist vor dem Verfall gerettet
und wieder hergestellt worden. Auch dank Menschen wie Rachel Salamander.
(DIR) Nikolaus Kuhnert ist tot: Architekt und Aufklärer
Nikolaus Kuhnert wurde von den 68ern geprägt. Der Mitherausgeber der
Zeitschrift ARCH+ war ein streitbarer Gegner neohistorischen Bauens. Ein
Nachruf.
(DIR) Eine vergessene Architektin: Du musst wissen, wie man kocht
Astra Zarina wirkte in den 1960er Jahren mit am Bau des Berliner Märkischen
Viertels – und doch verschwand ihr Name aus der Architekturgeschichte.
(DIR) Architekturdenkmal in Tunis: Als Brutalismus den Aufbruch verkündete
Das Hôtel du Lac ist ein rebellischer Gegenentwurf aus der Vergangenheit.
Über Pläne für den Abriss von Tunesiens berühmtester Bauruine gibt es
Streit.
(DIR) Der Architekt Hinrich Baller: Als würden sie tanzen
Mit Pastelltönen und eigenwilligen Formen mischte Hinrich Baller Berlin ab
Ende der 1960er Jahre auf. Zur Erinnerung an den im Juli verstorbenen
Architekten.
(DIR) Buch zu NS-Städtebau: Mit der Kriegsindustrie kam die Stadt
„Städtebau im Nationalsozialismus“ von Harald Bodenschatz zeigt die
Bauplanungen der Nazis. Es gab sie auch abseits der bekannten
Führerarchitektur.
(DIR) Stille Industriearchitektur erleben: Schhhhhht
Das Kraftwerk Berlin verspricht eine Pause von der Stadt. Im Quiet Space
sollen Menschen eine Stunde lang still sein. Wie fühlt sich das an?
(DIR) Architekt Hinrich Baller gestorben: Er mied den rechten Winkel
Seine Gebäude brachen mit Farbe und Schwung die Berliner Blockrandbebauung
auf. Der Architekt Hinrich Baller ist im Alter von 89 Jahren gestorben.
(DIR) Architekt über Ideen für die Zukunft: „Was wir als Realität bezeichnen, ist nur ein Vorschlag“
Pierre-Christophe Gam sammelt als Künstler Träume. Warum und wie aus
Träumen ein anderes Zusammenleben gedacht werden kann, erzählt er im
Gespräch.
(DIR) Buch über Architektin: Das Marlene-Poelzig-Haus fehlt
Das Buch „Haus Marlene Poelzig, Berlin. Abriss und Aufbruch“ erzählt von
der Architektin und reflektiert Lücken der Architekturgeschichte.
(DIR) Die Kunst der Woche: Schlagende Herzen und Gottes Kraftwerk
Das Schwule Museum zeigt queere Kunst aus der Ukraine. In einer
expressionistischen Kirche erfährt man von ihrem unbekannten jüdischen
Architekten.
(DIR) Bau einer neuen Oper in Hamburg: Vor-Demokratie auf dem Baakenhöft
Weil er das Geld stiftet, oder wenigstens große Teile, sollen Milliardär
Kühne und Gattin am Ende entscheiden, wie Hamburgs neue Oper aussehen
könnte.
(DIR) Ausstellung über nachhaltiges Bauen: Bauturbo aus der Gemeinschaftsküche
Kreislaufwirtschaft oder Superblock: In der Bundeskunsthalle Bonn zeigt die
Ausstellung „WEtransFORM“, was die Architektur für die Bauwende parat hat.
(DIR) Film über den Architekten Sep Ruf: Leichtigkeit und Transparenz
Er war ein Star unter den Architekten der jungen Bundesrepublik: Sep Ruf.
Der Dokumentarfilmer Johann Betz porträtiert ihn etwas zu glatt.
(DIR) Ausstellung über Lucius Burckhardt: Der Spaziergang ist politisch
Zum 100. Geburtstag des Schweizer Stadtforschers Lucius Burckhardt ist in
Basel eine Ausstellung zu sehen. In Kassel findet zudem ein Kongress statt.
(DIR) Neues Archäologiezentrum „Petri“: Als Berlin Metropole war
Ab kommender Woche geht das „Petri“ in den Normalbetrieb. Das neue
archäologische Zentrum in Berlin-Mitte ist ein Wunder an
Durchsetzungskraft.
(DIR) Wiederaufbau in der Ukraine: Hier hat jede Fuge Sinn
Das deutschukrainische Pilotprojekt „Hope Home“ im südwestukrainischen
Perwomaischke versucht den Wiederaufbau in Schönheit und Würde. Ein
Ortsbesuch.