# taz.de -- Medizin
(DIR) Brief an Ministerin Dorothee Bär: Wir sind keine Gebärmaschinen
Es soll mehr Geld für die Erforschung von gynäkologischen Krankheiten
geben. Doch wer Frauengesundheit verbessern will, muss auch Abtreibungen
legalisieren.
(DIR) Aktivistin über Schwangerschaftsabbrüche: „Jedes Jahr müssen Tausende deshalb ins Ausland reisen“
Schwangerschaftsabbrüche sind noch immer rechtswidrig. Die Kriminalisierung
hat für Betroffene erhebliche Folgen, sagt Aktivistin Lara Islinger.
(DIR) Geschlechtersensible Medizin: „Es gibt einen riesigen blinden Fleck“
Die Medizin muss geschlechtersensibler werden, sagt die Ärztin Sylvia
Stracke. Denn der männliche Körper gilt in der Forschung noch immer die
Norm.
(DIR) Sexismus in der Medizin: Nicht alle Herzen ticken gleich
Herzinfarkte gelten als Männerkrankheit – auch, weil die der Frauen häufig
gar nicht erkannt werden. Wie kann eine gendergerechte Kardiologie
aussehen?
(DIR) Forschung über Darm: Viel mehr als ein Verdauungsrohr
Der Darm besitzt ein eigenes Nervensystem, das sogenannte Bauchhirn. Es ist
evolutionär betrachtet viel älter als das Nervengeflecht im Oberstübchen.
(DIR) Medizinische Forschung zur Menstruation: Unterschätztes Blut
Menstruationsblut könnte helfen, Krankheiten besser zu erkennen. Bisher
blieb das Potenzial ungenutzt. Obwohl erste Ansätze vielversprechend sind.
(DIR) Leben mit Endometriose: Die ignorierte Krankheit
Erst nach jahrelangen Schmerzen erhält Anna Krause die Diagnose
Endometriose. Kein Einzelfall, denn Betroffene werden oft nicht ernst
genommen.
(DIR) Tierärztin für Bedürftige: Die Praxis für besondere Felle
Haustiere sind teuer, aber gerade arme Menschen haben ein Risiko, zu
vereinsamen. An einem Ort in Berlin werden ihre Hunde und Katzen behandelt.
(DIR) „Arbeitsreichste Nacht“: Was eine Handchirurgin in der Silvesternacht erlebt
An Silvester herrscht für Handchirurg:innen Hochbetrieb. Viele
Handverletzungen sind selbst verschuldet. Wer am häufigsten betroffen ist.
(DIR) Druck auf Studierende in Russland: Medizinisches Zwangspraktikum im Donbass
Angehende Ärzt:innen sollen einen Teil ihrer Ausbildung in von Moskau
annektierten ukrainischen Gebieten absolvieren. Weigern sie sich, drohen
Strafen.
(DIR) Komplexe Forschung verständlich erklären: „Wer am Tag 18 Stunden arbeitet, hat keine Zeit für Forschung“
Medizinforschung steht heute stark im Wettbewerb – auch mit Bereichen wie
Rüstung. Damit müssen wir als Gesellschaft umgehen, sagt Philip Rosenstiel.
(DIR) Long Covid und Selbsttötung: Wenn nur der Suizid als Ausweg erscheint
Suizidhelfer verzeichnen mehr Anträge von jungen Menschen mit
ME/CFS-Erkrankung, darunter auch Post Covid, die Hilfe zur Selbsttötung
erbitten.
(DIR) Long Covid und ME/CFS: Mehr Geld für Erforschung postinfektiöser Erkrankungen
In Deutschland sind circa 1,5 Millionen Menschen von postinfektiösen
Erkrankungen betroffen. Für deren Erforschung gibt es nun mehr Geld.
(DIR) Rechter in DDR-Verlag: Der seltsame Mitinhaber
Jahrelang war ein völkischer Siedler Mitinhaber der
Eulenspiegel-Verlagsgruppe. Recherchen führten nun dazu, dass der Verlag
sich von ihm trennte.
(DIR) 1.356 Tage Krieg in der Ukraine: Zahnarzt auf neuem Posten
Im medizinischen Freiwilligenbataillon Hospitallers arbeiten Ärzte,
Sanitäter und Zivilisten temporär in Frontnähe. Ihr Einsatz ist nicht ohne
Risiko.
(DIR) Schlechte Bezahlung von Hebammen: „Zwei Kreißsaalteams haben schon als ganze gekündigt“
Seit November regelt ein neuer Vertrag die Vergütung von Hebammen. Ursula
Jahn-Zöhrens vom Deutschen Hebammenverband sieht darin große Probleme.
(DIR) Queersensible Medizin: Wenn Patient*innen erst mal selbst aufklären müssen
Beim Ärzt*innenbesuch erleben queere Menschen regelmäßig
Diskriminierung. Die Plattform Queermed soll dabei helfen, die richtige
Praxis zu finden.
(DIR) Arbeiter:innen-Arzt Alexander Fürst: „Ein Volksarzt im besten Sinne“
Der „Gewerksarzt“ behandelte Ende des 19. Jahrhunderts Arbeiter, Arme und
Bedürftige, oft ohne Gegenleistung. In Berlin ist er fast vergessen.
(DIR) Frauen in der Medizin: Als aus Ärzten Ärzt*innen wurden
Frauen hatten in der Medizin lange nichts zu sagen. Damit brach Franziska
Tiburtius, als sie 1877 eine Praxis von Frauen für Frauen eröffnete.
(DIR) Reproduktive Rechte: Tagesreise zum Schwangerschaftsabbruch?
Wie nah ist nah genug für eine angemessene Versorgung? Die Bundesländer
lehnen strenge Vorgaben für die Erreichbarkeit von Abtreibungseinrichtungen
ab.
(DIR) Berliner Wissenschaftspolitik: Nächstes Jahr soll’s wieder mehr sein
Der schwarz-rote Senat beschließt Änderungen an den Verträgen mit den
Hochschulen. Die haben starke Kürzungen zu verkraften.
(DIR) Umgang mit Frühgeborenen: Wie Medizin Frühchen rettet
Zwischen sechs und neun Prozent der Neugeborenen in Deutschland kommen zu
früh auf die Welt. Moderne Medizin verbessert ihre Überlebenschancen.
(DIR) Forscher zu Übergewicht: „Im Medizinstudium kommt Adipositas kaum vor“
Für Übergewicht sind oft genetische und hormonelle Faktoren verantwortlich.
Der Adipositasforscher Matthias Blüher sagt, warum das kaum bekannt ist.
(DIR) Mehrere tausend Angriffe: Gesundheit unter Beschuss
Krankenhäuser werden häufiger zu Kriegszielen, weil ihre medizinische
Neutralität nicht geachtet wird. Die Genfer Konvention schützt sie nicht
genug.
(DIR) Geschichte der Bioethik in Deutschland: Sie streiten über den Körper und das Leben an sich
Von der Abtreibung bis zur Sterbehilfe reicht das Feld der Bioethik. Deren
Geschichte in Deutschland hat die Philosophin Petra Gehring in einem Buch
aufgearbeitet.
(DIR) Medikamentenknappheit in Deutschland: Lebensnotwendige Versorgung über Profit
Etwa 550 Medikamente sind zurzeit in Deutschland knapp. Die echte Lösung
ist so langwierig und teuer wie notwendig: Marktregulierung.
(DIR) Kunstblut in „Medeas Kinder“: Die Performerin hängt am Fleischerhaken
Kunstblut fließt auf der Bühne – und Menschen fallen im Theater in
Ohnmacht. Wieso eigentlich? Ist doch klar, dass niemand ernstlich verletzt
wird.
(DIR) Schlangenbisse: Wo bleibt das Gegengift?
Jährlich sterben 100.000 Menschen an den Folgen von Schlangenbissen. Trotz
mehr Geld für die Entwicklung von Gegengiften ist keine Lösung in Sicht.
(DIR) Rechte Heilpraktiker*innen: In der braunen Ecke der Pseudomedizin
Die „Germanische Neue Medizin“ ist antisemitisch, rassistisch,
homofeindlich – und fordert immer wieder Todesopfer. Dabei bei einem
Seminar für ihre Anhänger*innen im Allgäu.
(DIR) Versorgung von trans* Männern: Ein Mann, eine Gebärmutter – und keine Arztpraxis
Für viele trans* Männer ist der Besuch bei Gynäkolog*innen eine
Zumutung – oder unmöglich. Doch es gibt Ausnahmen – und sie machen
Hoffnung.
(DIR) Zur Krankheit ME/CFS: Versorgung statt Hoffnung
Sarah Buckel erkrankte an ME/CFS und entschied sich, sich das Leben zu
nehmen. Mit der unheilbaren Krankheit lässt es sich bisher nur im Mangel
leben.
(DIR) Gender Health Gap: Tee statt Antibiotikum? Danke für nichts!
Unsere Autorin wurde im Behandlungszimmer nicht ernst genommen. Frauen
erleben das immer wieder – und zahlen mit ihrer Gesundheit.
(DIR) Medizinische Versorgung in Brandenburg: Krankes Land
In vielen ländlichen Regionen fehlen Ärzt:innen. Gleichzeitig wächst die
Zahl der Patient:innen. In Lübbenau setzt man auf ein besonderes
Versorgungskonzept.
(DIR) Der Familienfilm „Jurassic World“: Die Dinos und das innere Kind im Zuschauer
Das Zähneklappern nimmt kein Ende: „Jurassic World: The Rebirth“ von Gareth
Edwards setzt die Begegnungen von Menschen und Dinos effektgeladen fort.
(DIR) Ausstellung über umstrittenen Neurologen: In den Hirnwindungen des Revolutionärs
Was verbindet einen heute fast vergessenen Hamburger Arzt mit Lenins
Leichnam? Dem spürt eine kleine, gelungene Ausstellung nach.
(DIR) Neue Medizin-Hochschule: Osnabrück will sich selbst heilen
Stadt und Landkreis Osnabrück wollen kommunal getragene Hochschule für
Humanmedizin aufbauen. Niedersachsens Landespolitik hatte das stets
abgelehnt.
(DIR) Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen: Kann denn Hilfe Sünde sein?
Joachim Volz führte als Chefarzt jahrelang Schwangerschaftsabbrüche durch.
Nun pfuscht ihm der neue katholische Träger des Klinikums in seine Arbeit.
(DIR) Institut für medizinische Informatik: Hier lernt Doktor KI, die künftige Assistenzärztin
Am Institut für medizinische Informatik der Uni Lübeck trainiert ein
Forscherteam künstliche Intelligenz: Sie soll Mediziner*innen
unterstützen.
(DIR) Künstliche Intelligenz in der Medizin: Ambivalente Datenmassen
KI in der Medizin ist überlegen, wenn es um winzige Abweichungen geht. Aber
ihr Einsatz kann auch zu weit gehen. Zwei KI-Projekte in Kiel und Hannover.
(DIR) Angriffe auf medizinisches Personal: Härter, immer härter ahnden
Niedersachsens Gesundheitsminister fordert härtere Strafen für Angriffe auf
medizinisches Personal. Das ist verständlich, aber nutzlos.
(DIR) Historienroman von Christine Wunnicke: Wächserne Zeichen
Christine Wunnicke siedelt in ihrem neuen Roman die Handlung im 18.
Jahrhundert an. Zwei Französinnen meistern darin gemeinsam Lieben und
Leben.
(DIR) Probleme mit der Perimenopause: Mit Hokuspokus gegen das Hormonchaos
Frauen mit Zyklusproblemen kämpfen mit Symptomen, die nur wenige ernst
nehmen. Wer Hilfe sucht, braucht Geld, Geduld und manchmal eine
Wünschelrute.
(DIR) Podcast „Seelenfänger: Diagnose Tod“: Gefährliche Pseudomedizin
Der BR beleuchtet die „Germanische Neue Medizin“ von Ryke Geerd Hamer.
Besprochen werden seine antisemitischen und wissenschaftsfremden Ansichten.
(DIR) Gesundheitsmythen im Netz: Einmal Supplement gegen alles, bitte
Sogenannte „Medfluencer_innen“ erobern Social-Media-Plattformen – und
verdienen mit dem Verkauf von Nahrungsergänzungsmitteln viel Geld.
(DIR) Weiblicher Schmerz, männliche Medizin: Aufstand der Patientinnen
Eine Reihe von Büchern thematisiert Sexismus in der Medizin. Frauen
verschwinden hinter der männlichen Norm, ihrem Schmerz wird selten
geglaubt.
(DIR) Ozempic: Medikament gegen Diabetes soll in der Suchtmedizin helfen
Der Wirkstoff Semaglutid beeinflusst das Hunger- und Sättigungsgefühl. Nun
haben Forschende untersucht, wie er sich auf Sucht auswirkt.
(DIR) Forschung zur Großhirnrinde: Nervensystem als Schaltzentrale
Im Göttinger Institut für Neuroanatomie steht die Großhirnrinde im Fokus.
Die verarbeitet die bewusste Wahrnehmung, Gedächtnis, Bewegung und
Tastsinn.
(DIR) Hamburger Bernhard-Nocht-Institut: Ein Tropenmediziner und Rassist
Bernhard Nocht war tief in den Kolonialismus verstrickt. Das nach ihm
benannte Institut für Tropenmedizin schließt eine Namensänderung nicht mehr
aus.
(DIR) Ärzte auf Abwegen: Die Erfindung der Aidslüge
Schon vor Corona ignorierten manche Mediziner den Forschungsstand zu HIV
und Aids. André wäre deshalb fast gestorben. Trotzdem besucht er seinen
Arzt noch.
(DIR) Augenarzt über Kurzsichtigkeit: „Kinder, die viel drinnen sind, sind häufiger kurzsichtig“
Weltweit steigt die Zahl der Kurzsichtigen. Woran das liegt und was bei
schlechter Sicht wirklich hilft, erklärt Augenmediziner Hakan Kaymak.