# taz.de -- Schwerpunkt Nationalsozialismus
       
 (DIR) Partys im Außenlager Buchenwald: Dieser Prinz vermietet ein KZ an rechte Rocker
       
       In Leipzig war ein Außenlager des KZ Buchenwalds. Der heutige Besitzer
       vermietet die Immobilie an rechte Rocker. Wann wird sie zum Gedenkort?
       
 (DIR) Susanne Siegerts „Gedenken neu denken“: Uroma war kein Nazi, meinen die Jungen oft
       
       In ihrem Buch schlägt die Journalistin Susanne Siegert einen
       Perspektivwechsel beim Blick auf die Verbrechen während der NS-Zeit vor.
       
 (DIR) Erinnerung an NS-Verbrechen: Tötungsanstalt an der Havel
       
       In Brandenburg (Havel) stand eine Vernichtungsanstalt des
       NS-„Euthanasie“-Programms. Heute führen Menschen mit Behinderungen durch
       die Gedenkstätte.
       
 (DIR) Buch über „Hitlers queere Künstlerin“: Wie kann eine Person solche Widersprüche vereinen?
       
       Die Kunstwissenschaftlerin Nina Schedlmayer beleuchtet in einer Studie das
       widersprüchliche Leben der expressionistischen Malerin Stephanie
       Hollenstein.
       
 (DIR) KZ-Relikte in der JVA Lingen: Denkmalschutz schützt vor Verfall nicht
       
       An vier Baracken des einstigen NS-Emslandlagers XI Groß Hesepe nagt der
       Zahn der Zeit. Erhalten wollen sie viele. Geschehen ist wenig.
       
 (DIR) Vergangenheit der Nordwest-Zeitung: Entnazifizierung verbockt
       
       Der Gründer der „Nordwest-Zeitung“, Fritz Bock, war Nationalsozialist. Die
       Zeitung aber stellt ihn bis heute ohne Belege als Judenretter dar.
       
 (DIR) NS-Pläne zur Umgestaltung Berlins: Die ungebaute Stadt
       
       Krieg und Kapitulation verhinderten den Bau von Albert Speers
       Reichshauptstadt Germania, doch die Wunden im Stadtbild blieben. Eine
       Spurensuche.
       
 (DIR) Hermann Esser, eine deutsche Karriere: Hitlers Duzfreund
       
       Er war für Heimatliebe, Naherholung und Tourismus zuständig: Hermann Esser
       (1900 – 1981) – eine Biografie, wie sie bislang in keinem Buche stand.
       
 (DIR) 80 Jahre Wiederaufbau von Warschau: Zwei Gegenspieler für die Idealstadt
       
       Vor 80 Jahren wurde das zerstörte Zentrum Warschaus wiederaufgebaut – als
       sozialistische Musterstadt und rekonstruierte Altstadt, ohne jüdisches
       Leben.
       
 (DIR) Kulturzug zwischen Berlin-Wrocław: Letzte Fahrt der Versöhnung
       
       In einem besonderen Waggon finden Lesungen, Konzerte und Ausstellungen
       statt, die dem deutsch-polnischen Austausch dienen. Jetzt droht dem Projekt
       das Aus.
       
 (DIR) Hildesheim im Zweiten Weltkrieg: „Die Bilder des zerstörten Hildesheim ähneln denen aus Gaza“
       
       „Blüte – Zerstörung – Wiederaufbau“: In einer Ausstellung über Hildesheims
       Zerstörung im Zweiten Weltkrieg lassen sich Parallelen zu heute finden.
       
 (DIR) Diskussion über NS-Straßenname: Varel kommt nicht aus der Kriegsverbrecher-Sackgasse
       
       In der Tradition der NS-Propaganda heißt in Varel bis heute eine Straße
       nach Friedrich Bonte. Die Grünen wollen das ändern, die anderen nicht.
       
 (DIR) Porajmos-Gedenktag in Bremerhaven: „Auch Sinti und Roma wurden erfasst, entrechtet und verfolgt“
       
       Die Aufarbeitung der NS-Verfolgung der Sinti und Roma begann 35 Jahre nach
       Kriegsende. Am 16.12. wird in Bremerhaven der Gedenktag begangen.
       
 (DIR) Anklage wegen Hitlergruß: Unglaublicher Verdacht: Ist der Rechtsextreme ein Nazi?
       
       Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen AfD-Abgeordneten. Er soll im
       Bundestag einen Parteikollegen mit „Hackenschlag“ und „Hitlergruß“ begrüßt
       haben.
       
 (DIR) Sparkasse untersucht ihre Geschichte: Sparen für Volk und Führer
       
       Die Sparkassen profitierten in der NS-Zeit massiv von der Propaganda des
       Regimes. In Bremen wird das jetzt durch eine Studie nachvollziehbar.
       
 (DIR) Antiziganismus in der Polizei: Eine historische Kontinuität
       
       Sinti und Roma sind weiterhin antiziganistischer Diskriminierung durch die
       Polizei ausgesetzt, so ein neuer Bericht. Gefordert werden mehr
       Aufarbeitung und Beschwerdestellen.
       
 (DIR) Ausstellung über die „verbotenen Kinder“: Einer von ihnen heißt Volkmar „Hannes“ Harwanegg
       
       Im NS-Regime sollten Deutsche keine Beziehungen mit Zwangsarbeitern und
       Kriegsgefangenen eingehen. Doch mindestens 20.000 Kinder kamen zur Welt.
       
 (DIR) Kunsthistoriker über Restitution: „Woher kommt die Anmaßung gegenüber den Nachfahren?“
       
       Die Rückgabe von Raubgut geht manchmal mit der Projektion eigener
       moralischer Probleme auf die Interessen der anderen einher, sagt Gilbert
       Lupfer.
       
 (DIR) Aufgeladene Worte: Das angeblich Natürliche
       
       Eine Ausstellung im Berliner Deutschen Historischen Museum untersucht, wie
       sich der Begriff von Natur mit der deutschen Geschichte wandelte.
       
 (DIR) Auktion von Nazi-Dokumenten: 350 Euro für ein Hinrichtungspapier
       
       Ein Auktionshaus in NRW wollte Nazi-Dokumente über Häftlinge von
       Konzentrationslagern versteigern. Das ist verwerflich und gehört schlicht
       verboten.
       
 (DIR) Autor über Faschismus und Klimakrise: „Diese Familie steht für die Verbrennungskrisen der Welt“
       
       In Tommy Wieringas Roman „Nirwana“ geht es um die Verschränkung von
       Nationalsozialismus und fossiler Energie – am Beispiel einer realen
       Familie.
       
 (DIR) Aufarbeitung von NS-Geschichte: Die Sparkasse, der SA-Mann und die Synagoge
       
       Am 9. November 1938 wurde im hessischen Alsfeld die Synagoge in Brand
       gesteckt. Dann löschte die Feuerwehr – die Sparkasse wollte das Grundstück.
       
 (DIR) Neonazi-Familie Ritter bei Stern TV: Ergötzen am Leid der anderen
       
       Seit 30 Jahren filmt Stern TV das Leben von Familie Ritter. Teil davon:
       Gewalt, Ausländerfeindlichkeit, Hitlergrüße. Auf eine Einordnung lässt RTL
       warten.
       
 (DIR) NS-Aufarbeitung bei der DLRG: Verpasste Chance der Lebensretter
       
       Die Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft präsentiert eine Studie zu ihrer
       Rolle während der NS-Herrschaft. Eine wichtige Frage bleibt offen.
       
 (DIR) Kungelei um NS-Gutachten: Oldenburg verteilt posthumen Persilschein
       
       Edith Ruß, einstige Namensgeberin des Oldenburger Kulturhauses, war
       NS-Propagandistin. Eine Historikerin mit Nähe zum SPD-Bürgermeister
       ignoriert das.
       
 (DIR) Widerstand im Nationalsozialismus: Der Retter im Gefangenenlager
       
       Die Gedenkstätte Yad Vashem ehrt den Arzt Hans-Georg Früchte posthum als
       „Gerechten unter den Völkern“. Er hatte Juden in der Ukraine vor dem Tod
       bewahrt.
       
 (DIR) AfD verlegt Geschäftsstelle aufs Land: Flucht ins ehemalige NS-Musterdorf
       
       Die niedersächsische AfD hat ihre Zentrale mitten aufs Land in die Gemeinde
       Dötlingen verlegt. Sie hofft, dort den Protesten entkommen zu können.
       
 (DIR) Widerstand im Nationalsozialismus: Eine fast vergessene Heldin
       
       Theodora Loewenstein, eine „Hausfrau“ aus Wilmersdorf, versteckte im NS
       Juden. Rekonstruktion eines Lebens anhand von Akten zu ihrem 120.
       Geburtstag.
       
 (DIR) Pierre Laval: Der Pazifist, der mit den Nazis kollaboriert hatte
       
       Vor 80 Jahren wurde Pierre Laval hingerichtet. Der Ministerpräsident des
       Vichy-Régimes ließ Juden deportieren, um sein Land aus dem Krieg
       rauszuhalten.
       
 (DIR) Euthanasie Dokumentationszentrum: Der Kindermord von Lüneburg
       
       In der einstigen „Pflegeanstalt“ Lüneburg ermordeten Ärzte während der
       NS-Zeit Hunderte Kinder mit Behinderung. Eine Ausstellung dokumentiert vor
       Ort.
       
 (DIR) NS-Vergangenheit eines Komponisten: Ehre, wem keine Ehre gebührt
       
       Richard Trunk war Komponist – und Nationalsozialist der ersten Stunde.
       Seine Heimatstadt will Straßen und Schule aber weiter nach ihm benannt
       sehen.
       
 (DIR) Fatih Akins neuer Spielfilm „Amrum“: Eine deutsche Kindheit
       
       Basierend auf Erinnerungen von Hark Bohm hat Fatih Akin einen berührenden
       Film gedreht. „Amrum“ spielt in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs.
       
 (DIR) NS-Dokumentationszentrum Hamburg: Investor will NS-Gedenken steuerlich absetzen
       
       Das NS-Dokuzentrum am Hannoverschen Bahnhof in Hamburg sollte 2026 fertig
       werden. Nun kommt raus: Die Planungen sind wegen des Investors gestoppt.
       
 (DIR) Diffamierung des Malers Max Beckmann: Subtile Symbolik war nicht die Sache der Nazis
       
       „Entartete“ Künstler wurden von den Nazis diffamiert, nicht verfolgt,
       anders als verbotene Autoren. Die Ausgrenzung des Malers Max Beckmann
       verdeutlicht das.
       
 (DIR) Zeitzeuge Stanisław Zalewski: Er sabotierte die Autos der Nazis
       
       Der ehemalige Mechaniker Stanisław Zalewski überlebte drei
       Konzentrationslager. Nun wird er 100 und noch immer sucht er als Zeitzeuge
       das Gespräch.
       
 (DIR) 55. Deutscher Historikertag in Bonn: Kein neuer Antisemitismusstreit
       
       Der ganz große Knall blieb aus. Kontroversen wurden dennoch dezent
       sichtbar. Aufschlussreich waren neue Quellen zur NS-Besatzung in Osteuropa.
       
 (DIR) NS-Morde an Kindern: „Ich habe bei keiner Ärztin Unrechtsbewusstsein gefunden“
       
       Der Journalist Andreas Babel hat zu den NS-Morden an Kindern mit
       Behinderung geforscht. Die Taten wurden lange gebilligt und sind heute kaum
       bekannt.
       
 (DIR) Jüdische Kinder im 2. Weltkrieg: Teils nach der Rettung noch verfolgt
       
       In Berlin erinnern Angehörige an Kindertransporte zur NS-Zeit. Einige
       Länder nahmen nur Kinder auf, sie mussten daher ohne Eltern fliehen.
       
 (DIR) Kooperation mit Konzentrationslagern: Weledas enges Verhältnis zu Nazis
       
       Neue Erkenntnisse zeigen die Verstrickungen der Naturkosmetikfirma im
       Nationalsozialismus. Das Unternehmen will mit einer Studie nachlegen.
       
 (DIR) Biographie eines kommunistischen Paares: Zwei Leben in einer Partei
       
       Mit einem Buchprojekt zum Leben von Martha und Harry Naujoks führt die
       Gruppe „Kinder des Widerstandes“ in die Welt des historischen Kommunismus.
       
 (DIR) Ehrenbürgerwürde Neumünster: NS-Vergangenheit außer Acht gelassen
       
       Auf Vorschlag der CDU hat Neumünster nach 58 Jahren einen neuen Ehrenbürger
       ernannt: Herbert Möller. Teile seiner Biografie wurden dabei ignoriert.
       
 (DIR) Buch über Erfolg der Nazi-Ideologie: Die Lust am Hass bleibt
       
       Der Philosoph Menno ter Braak hat in den 1930er Jahren die rechte Ideologie
       seziert. Dass seine Analyse stimmt, zeigt auch die AfD-Wählerschaft von
       heute.
       
 (DIR) „Mephisto“-Aufführung in Dresden: Er ist um keine Rechtfertigung verlegen
       
       „Mephisto“ nach Klaus Mann am Staatsschauspiel Dresden folgt der Karriere
       eines Schauspielers in der NS-Zeit – und driftet bisweilen in die
       Gegenwart.
       
 (DIR) Historikerin über rechte Körperpolitik: Die Fantasie vom schönen Volk
       
       Für die AfD gehören Behindertenfeindlichkeit und Rassismus zusammen, sagt
       Dagmar Herzog. Ein Gespräch über die faschistische Einladung zur
       Schadenfreude.
       
 (DIR) FKK in Frankreich: Nackte Utopie
       
       Das Centre Hélio-Marin am französischen Atlantik ist Vorläufer fast aller
       europäischer FKK-Camps. Besuch an einem Ort, den die Nazis einst
       verwüsteten.
       
 (DIR) Bewegungstermine in Berlin: Solidarische Stadt statt Faschogewalt
       
       Am Freitag wird den Opfern der Nazi-„Euthanasie“-Morde gedacht. Am
       Wochenende streitet die Bewegung für die solidarische Stadt und über
       Antifa-Praxis.
       
 (DIR) Götz Alys „Wie konnte das geschehen?“: Die Mitte machte mit
       
       Götz Alys neues Buch sammelt die Erkenntnisse seiner Forschung zum
       Nationalsozialismus. Es sucht Antworten auf die Frage: „Wie konnte das
       geschehen?“
       
 (DIR) Diskussion um Kühne-Oper in Hamburg: Die beste Adresse
       
       Der Stifter von Hamburgs neuem Opernhaus steht wegen der NS-Geschichte
       seines Unternehmens in der Kritik. Es gibt eine Idee, die Leerstelle
       aufzuzeigen.
       
 (DIR) Umgang mit NS-Forschung: „Rasse-Akten“ sind nichts für Rassisten
       
       Bis in die 60er-Jahre griffen Forscher bei Sinti und Roma auf NS-Dokumente
       zurück. Ein neues Abkommen will vor weiterem Missbrauch schützen.
       
 (DIR) Die Wahrheit: Erbauung durch Frohsinn
       
       Die große Dreißigerjahre-Schau im Zweiten Deutschen Fernsehen: Ein Festival
       der braunen Laune mit allem Guten aus dem wiederentdeckten Jahrzehnt.