# taz.de -- Schwerpunkt Nationalsozialismus
       
 (DIR) Machtkampf bei Volkswagen: Arbeiteraufstand gegen den Vorstandschef
       
       In dieser Woche finden bei VW Betriebsversammlungen zu den Kürzungsplänen
       des Vorstands statt. Es geht um 50.000 Jobs und Werksschließungen.
       
 (DIR) Kulturschaffende im Nationalsozialismus: „Gräueltaten wurden durch regionale Unterstützer möglich“
       
       Eine Ausstellung im Freilichtmuseum Kiekeberg beschäftigt sich mit dem
       Einfluss lokaler NS-Funktionäre. Das stört das gängige Geschichtsbild.
       
 (DIR) NS-Widerstandskämpferin Hilde Coppi: Schnörkellose Sprache, unmittelbare Empathie
       
       Hans Coppi jr. nähert sich in einem Buch mit erhaltenen Briefen dem
       Andenken seiner Eltern Hilde und Hans Coppi an. Sie wurden als Mitglieder
       der Roten Kapelle von den Nazis ermordet.
       
 (DIR) Der Hausbesuch: Sie will die Dinge öffnen
       
       Maria Rave-Schwank arbeitete als erste Frau an der Spitze einer deutschen
       Psychiatrie. Für ihre Ziele kämpft sie auch heute noch, mit 91 Jahren.
       
 (DIR) 90. Jahrestag Olympische Spiele 1936: Hauptsache, ein Olympia mit dem Kürzel 36
       
       Zum Jahrestag der Propagandaspiele findet kein Erinnern statt. Wie
       geschichtsvergessen ist die Stadt Berlin, die vom IOC den Zuschlag für 2036
       möchte?
       
 (DIR) Umstrittener Straßenname in Franken: SA-Mann ist raus
       
       Wie kann man eine Straße nach einem SA-Mitglied benennen? Vier Jahre
       brauchte der Gemeinderat in Allersberg, um eine Fehlentscheidung zu
       revidieren.
       
 (DIR) Geschichte des Stuttgarter Killesbergs: Ein Schlamassel der deutschen Erinnerungskultur
       
       In Stuttgart verhandelt ein Sprech- und Musikrundgang die Geschichte des
       Höhenparks Killesberg. Er vermittelt ein Bild zwischen Idylle und
       NS-Geschichte.
       
 (DIR) Verbotene Liebesbeziehungen im NS-Staat: Und sie sind doch da
       
       Das Buch „trotzdem da!“ erzählt von Kindern zwischen Deutschen und
       ausländischen Zwangsarbeiter:innen. Es ist ein Scheinwerfer der
       Erinnerungskultur.
       
 (DIR) Diskriminierung von Sinti und Roma: Kommission soll „zweite Verfolgung“ aufarbeiten
       
       Nach dem Ende des Genozids 1945 wurden Sinti*zze und Rom*nja in
       Deutschland weiter diskriminiert. Die Bundesregierung lässt dies nun
       aufarbeiten.
       
 (DIR) Widerstand im Zweiten Weltkrieg: „Wir haben Platz, ihr könnt kommen!“
       
       Eine niederländische Dorfgemeinschaft versteckte im Zweiten Weltkrieg
       Hunderte Jüdinnen und Juden. Ihr Kopf führte Tagebuch – doch ist bis heute
       kaum bekannt.
       
 (DIR) AfD-Parteiausschluss gescheitert: Auch ein freundlicher Nazi ist ein Nazi
       
       Matthias Helferich, selbst ernanntes „freundliches Gesicht des NS“, darf in
       der AfD bleiben. Seine krassen Aussagen zeigen die völkische Seele der
       Partei.
       
 (DIR) Matthias Helferich bleibt in AfD: Der freundliche Nationalsozialist
       
       Die AfD in NRW wollte den ultrarechten Bundestagsabgeordneten Matthias
       Helferich aus der Partei werfen. Das Schiedsgericht der Partei räumt das
       Verfahren ab.
       
 (DIR) Jüdische Privatfotografie: Die Verfolgung im Kaffeegarten
       
       Es scheinen auf den ersten Blick Fotos des Alltags zu sein. Doch sie
       dokumentieren die Flucht von Juden in der Nazizeit. Robert Müller-Stahl hat
       sie untersucht.
       
 (DIR) Buch über Heideggers Verhältnis zum NS: Adorno hätte es besser wissen müssen
       
       Oliver Jahraus zeichnet die Kontroverse um Heideggers Beziehung zum
       Nationalsozialismus nach. Leider ermüdet das Buch in seiner Detailfülle.
       
 (DIR) Historiker über NSDAP-Karteien: „Besser spät als gar nicht“
       
       War Opa ein Nazi? Hunderttausende recherchieren das in Onlineangeboten von
       Zeit und Spiegel. Historiker Johannes Spohr warnt vor rechter
       Vereinnahmung.
       
 (DIR) Mahnmal für NS-Opfer der Zeugen Jehovas: Ein Baumstamm aus Bronze
       
       Die Zeugen Jehovas lehnten Hitlers Regime und den Kriegsdienst ab. An ihre
       Verfolgung durch die Nazis erinnert nun ein Mahnmal im Berliner Tiergarten.
       
 (DIR) „Fassade“ am Theater Freiburg: Wir baden doch nur am See!
       
       Das Freiburger Theater geht den Spuren der braunen Stadtvergangenheit nach.
       „Fassade“ ist eine Mischung aus Audiowalk, Performance und Installation.
       
 (DIR) Kyiv Biennial im KW Berlin: Über Umwege zur „Nakba“
       
       Die Kyiv Biennial in Berlin hantiert mit dem Begriff des
       „Middle-East-Europe“. Das geht nicht immer auf.
       
 (DIR) Aufarbeitung der NS-Geschichte: Ist das echte Aufklärung oder Schönfärberei?
       
       Die Gesellschaft für Unternehmensgeschichte hilft Unternehmen, ihre
       Vergangenheit aufzuarbeiten. Ist sie unkritisch gegenüber ihren
       Auftraggebern?
       
 (DIR) Geschichte der Lufthansa in Berlin: Der Kranich im Schatten
       
       Im THF Tower zeigt eine neue Ausstellung die frühe Lufthansa als Teil von
       Aufrüstung und NS-Kriegswirtschaft – eindrucksvoll und schmerzhaft aktuell.
       
 (DIR) Antonio Scurati über Italiens Faschismus: „Der Duce war nur ein herrlicher Bluff“
       
       „M – Das Ende und der Anfang“. Antonio Scuratis letzter Band seiner
       herausragenden literarischen Biografie über den italienischen Diktator
       Mussolini.
       
 (DIR) Arisierte Villa Rezek und Wiener Moderne: Die Geschichte eines Hauses – die Geschichte einer Stadt
       
       Schönheit trotzt Hass. Die von Hans Glas visionär gestaltete Villa Rezek
       erzählt von Utopien im einst jüdischen Wien. Sie ist nun wieder zu
       bestaunen.
       
 (DIR) Band von Theodor Lessing: Wie die Fliegen
       
       Ein Band mit Artikeln des jüdischen Publizisten Lessing gibt Einblick in
       die deutsche Gesellschaft. Er beleuchtet das Ende der Zwanzigerjahre.
       
 (DIR) Der Hausbesuch: In der Sprache eine Heimat finden
       
       Poesie begleitet Dagmar Nick durch die Jahrzehnte, ihr erster Gedichtband
       ist den KZ-Überlebenden gewidmet. Am 30. Mai wird sie 100.
       
 (DIR) AfD-Mann im Heimatmuseum: Vogelschiss im Geschichtsverein
       
       Die Gemeinde Biebesheim entsendet ein AfD-Mitglied in den Vorstand des
       Heimatmuseums. Die Zusammenarbeit mit Rechten war im Ort schon zuvor ein
       Thema.
       
 (DIR) Schwerer Vorwurf gegen Fondation Beyeler: Stellt das Museum NS-Raubkunst aus?
       
       Die Baseler Fondation Beyeler zeigt aktuell ein Aquarell von Paul Cezanne.
       Es gehörte einem jüdischen Sammler – bis zum Nazi-Einmarsch in Paris.
       
 (DIR) Zweiter Weltkrieg: Kretas Kriegswunden
       
       Vor 85 Jahren eroberte die deutsche Wehrmacht die griechische Insel. Die
       Aufarbeitung der Greueltaten von damals sorgt noch heute für Spannung.
       
 (DIR) Correctiv und NSDAP-Mitgliederkartei: Copy and Waste
       
       Katapult und Correctiv wollten die Suche im NSDAP-Archiv schnell zugänglich
       machen – ohne Bezahlschranke. Dabei haben sie die Quellenprüfung vergessen.
       
 (DIR) Behindertenfeindlichkeit der AfD: „Analog zur Ideologie der Nationalsozialisten“
       
       Die AfD ist eine Gefahr für Menschen mit Behinderung: Zu diesem eindeutigen
       Befund kommt eine aktuelle Analyse des Deutschen Instituts für
       Menschenrechte.
       
 (DIR) „Arisierung“ und Zwangsarbeit: Salamander tiefer in NS-Unrecht verstrickt als bekannt
       
       Ein Gutachten hat die Tätigkeit des Schuhherstellers während des
       Nazi-Regimes untersucht. Der Heimatort des früheren Bosses diskutiert
       dessen Ehrenbürgerwürde.
       
 (DIR) Nachruf auf Holocaust-Überlebenden: Farewell, Mister Weinberg
       
       Albrecht Weinberg setzte die Freude an allem Lebenden den Abgründen
       entgegen, denen er begegnet war. Nun ist der Holocaust-Überlebende mit 101
       Jahren gestorben.
       
 (DIR) Börne-Preis für Historiker: Der Geschichtserzähler
       
       Am Sonntag wurde Historiker Christopher Clark ausgezeichnet, die Laudatio
       hielt Bundespräsident Steinmeier. Warum ist er in Deutschland so beliebt?
       
 (DIR) NSDAP-Datenbanken von Spiegel und Zeit: Die Nazi-Dateien sind hilfreich – und keine Gegenwartsflucht
       
       Datenbanken über NSDAP-Mitglieder erleichtern die Ahnenforschung enorm.
       Solche Recherchen können auch für heutigen Rechtsextremismus
       sensibilisieren.
       
 (DIR) Gedenken zum Kriegsende am 8. Mai: Widerstand auf 16,2 Quadratzentimetern
       
       Eine Sonderbriefmarke erinnert an die ermordete jüdische
       NS-Widerstandskämpferin Eva Mamlok. Im Herbst wird der Kreuzberger
       Blücherplatz nach ihr benannt.
       
 (DIR) Buch über das jüdische Erbe Halberstadts: Es brauchte mehr als ein Ideal
       
       Wie wurde in der DDR und danach mit jüdischem Kulturerbe umgegangen?
       Philipp Graf versucht am Beispiel Halberstadts eine Antwort zu finden.
       
 (DIR) Denkmal für ermordete Polen in Berlin: Entscheidung über Polen-Denkmal in diesem Jahr
       
       Kulturstaatsminister Weimer will das Denkmal zur Erinnerung an die
       deutschen Verbrechen an Polinnen und Polen zwischen 1939 und 1945 rasch
       bauen lassen.
       
 (DIR) Italien feiert Tag der Befreiung: Wir haben ein Problem
       
       Hunderttausende Antifaschist*innen gedenken der Nazi-Befreiung auf Italiens
       Straßen. Am Ende des Tages gibt es Schüsse. Meloni weiß davon offenbar
       nichts.
       
 (DIR) Roman „Nelka“ von Svenja Leiber: Es kostet zu viel
       
       Spätes Wiedersehen: Eine polnisch-jüdische Zwangsarbeiterin trifft in
       Svenja Leibers Roman auf ihren einstigen Vorgesetzten und Vergewaltiger.
       
 (DIR) Julia Stoschek verlässt Berlin: Lieber fluide sein als in Berlin
       
       Die Kunstsammlerin Julia Stoschek verlässt nach zehn Jahren Berlin. Es gehe
       um neue Präsentationsformate ihrer Kunst, nicht um die Hauptstadt.
       
 (DIR) SchülerInnen machen NS-Ausstellung: Lehrstunde mit Hélène Fauriat
       
       Wo NS-Zwangsarbeiter schufteten, entsteht in Schönefeld ein Gymnasium.
       Schüler:innen sind der Sache nachgegangen – daraus wurde eine
       Ausstellung.
       
 (DIR) NSDAP-Mitgliederkartei: Parteilose Mörder
       
       Es ist wichtig, dass die NSDAP-Kartei jetzt digital zugänglich ist. Das
       Problem ist aber: Viele Täter waren gar nicht Mitglied der Nazi-Partei.
       
 (DIR) Schauspielerin und Jüdin Ruth Albu: Die Vergessene
       
       Die deutsch-amerikanische Schauspielerin Ruth Albu hat ihre Wurzeln in
       Berlin. Vor den Nazis musste sie fliehen. Eine Erinnerung.
       
 (DIR) Stolpersteine erinnern an 15-Jährigen: Er ging die gleichen Wege
       
       Schüler:innen erforschten das Schicksal eines 15-jährigen Berliners, der
       dort lebte, wo heute ihre Schule steht. Am Donnerstag erinnerten sie an
       ihn.
       
 (DIR) NS-Gegner und Anarchist Otto Weidt: Kein Schicksal wird es biegen
       
       Seit wenigen Wochen steht in Berlin eine Gedenkstele für Otto Weidt. An ihn
       erinnert nun auch eine Graphic Novel, die beklemmende Fragen aufwirft.
       
 (DIR) Berliner Ausstellung zum Holocaust: Woher das eigene Familiensilber wohl stammen mag
       
       Die „Topographie des Terrors“ widmet sich der Frage, wie weit das Wissen um
       den Holocaust an den Juden in der deutschen Bevölkerung verbreitet war.
       
 (DIR) 82. Jahrestag SS-Massaker in Voštane: Deutsche (bis 1990) unerwünscht
       
       Im dalmatinischen Bergdorf Voštane gedenken Angehörige der Opfer des
       SS-Massakers von 1944. Auch nach 82 Jahren ist das Blutbad wenig
       aufgearbeitet.
       
 (DIR) US-Archiv und Nazivergangenheit: Wir spielen nicht mit bei eurem Gedächtnistheater
       
       Die digitale Öffnung des US-Nationalarchivs lässt viele Deutsche nach der
       NS-Geschichte ihrer Vorfahren suchen: ein Spektakel zur Gegenwartsflucht.
       
 (DIR) NS-Zeitzeuginnen: Gegen das Schweigen
       
       Bei einer Veranstaltung der Omas gegen Rechts berichten vier Zeitzeuginnen
       aus ihrer Kindheit in der NS-Zeit. Sie geben Einblicke in die deutsche
       Gesellschaft vor und nach 45.
       
 (DIR) Digitalisierte NSDAP-Akten: Die Suche nach dem Nazi-Opa führt über Washington
       
       Die National Archives der USA haben die Mitgliedsdatei der NSDAP online
       gestellt. Die Nutzung stößt an Grenzen und beweiskräftig ist sie auch nicht
       immer.
       
 (DIR) NS-Gedenken in Osnabrück: Aus der Mottenkiste hervorgeholt
       
       Um den richtigen Namen für den Lernort in der ehemaligen
       NSDAP-Parteizentrale in Osnabrück gab es jahrelang Streit. Fängt jetzt
       alles von vorne an?