# taz.de -- Erinnerungspolitik
       
 (DIR) Berliner Ausstellung zum Holocaust: Woher das eigene Familiensilber wohl stammen mag
       
       Die „Topographie des Terrors“ widmet sich der Frage, wie weit das Wissen um
       den Holocaust an den Juden in der deutschen Bevölkerung verbreitet war.
       
 (DIR) Symbole der Erinnerung: Trumps Geschichtsumdeutung
       
       Denkmäler sind oft Gesten der Selbstermächtigung von unten. Der Mann im
       Weißen Haus ist leider nur an der Umdeutung von Geschichte interessiert.
       
 (DIR) Deutsche Erinnerungspolitik: Die große Heuchelei
       
       Die Erinnerungskultur in diesem Land wird genau durch jene zerstört, die
       vorgeben, sie zu verteidigen: die politische Kaste der Scheinheiligen.
       
 (DIR) Theatermacherin über Barrierefreiheit: „Erinnerungskultur wird geformt von denen, auf die gehört wird“
       
       Die Behindertenrechtsaktivistin Fia Neises über Erinnerungskultur,
       Behinderungen und ihr neuestes Stück BIOFUCK am Berliner Ballhaus Ost.
       
 (DIR) Kulturkampf um Geschichte der Sklaverei: US-Richterin zieht Orwell-Vergleich
       
       Die US-Regierung will nicht an die Sklaven im Haus von George Washington
       erinnern. Nun entschied ein Gericht: Eine Ausstellung dort muss
       zurückkehren.
       
 (DIR) Fotos von Deportationen: Wie die Lörracher bei Deportationen gafften
       
       Eine Tagung widmete sich dem Umgang mit Shoah-Überlebenden nach der
       Befreiuung. Über Traumata, die vererbt werden, und Fotos, die unbequeme
       Fragen stellen.
       
 (DIR) Nationalsozialismus in Berlin: Eine Mauer aus erhobenen Armen
       
       Bei der „Köpenicker Blutwoche“ 1933 erprobten SS und SA offen den
       nationalsozialistischen Terror. Wichtig wäre Gegenwehr gewesen – doch die
       Zivilgesellschaft versagte.
       
 (DIR) Roman über Babyn-Jar-Massaker: „Nichts ist ausgedacht, nichts ist übertrieben“
       
       Anatoli Kusnezow hat in den Sechzigern einen großen Dokumentarroman über
       das Massaker von Babyn Jar vorgelegt. Nun erscheint er in neuer
       Übersetzung.
       
 (DIR) 21 Jahre nach dem Femizid in Berlin: Spandau will Hatun Sürücüs Grab zu einer Gedenkstätte machen
       
       Schon 2025 endete die Ruhezeit für die Grabstätte der 2005 von ihrem Bruder
       ermordeten Frau. Der Bezirk sichert nun eine dauerhafte Lösung zu.
       
 (DIR) Politologe über Erinnerungspolitik: „Die Vergangenheit ist kein fremder Ort, kein anderes Land“
       
       Der Kommunismus- und Faschismusforscher Vladimir Tismăneanu ist besorgt
       über den erinnerungspolitischen Kurs Rumäniens – gerade in Zeiten Trumps
       und Putins.
       
 (DIR) Historikerin über Corona-Pandemie: „Alle Stimmen sind wichtig“
       
       Menschen haben die Pandemie sehr unterschiedlich erlebt. Ein Gespräch mit
       Historikerin Ute Frevert darüber, wie gemeinsames Erinnern gelingen kann.
       
 (DIR) Kulturzug zwischen Berlin-Wrocław: Letzte Fahrt der Versöhnung
       
       In einem besonderen Waggon finden Lesungen, Konzerte und Ausstellungen
       statt, die dem deutsch-polnischen Austausch dienen. Jetzt droht dem Projekt
       das Aus.
       
 (DIR) Shlomo Lewin und Frida Poeschke: Der unverhinderte Mord
       
       Vor 45 Jahren wurden ein Rabbiner und seine Partnerin umgebracht. Was
       hatten der Verfassungsschutz und die palästinensische PLO damit zu tun?
       
 (DIR) Streit um Lenin-Statue in Schwerin: Eine altvertraute Debatte
       
       Lange schon steht eine Lenin-Statue in Schwerin. Nun sorgt die Debatte um
       die Ernennung zum Denkmal erneut für unverständlichen Zündstoff.
       
 (DIR) Gedenkstätte Yad Vashem: Deutschland soll neues Holocaust-Bildungszentrum bekommen
       
       Junge Menschen in Deutschland wissen immer weniger über die Shoa. Ein neuer
       Standort der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem soll das ändern.
       
 (DIR) Politische Stadtführung in Berlin: Spaziergang in die Vergangenheit
       
       Berlinski Tour macht die deutsch-polnische Geschichte im Berliner
       Stadtgebiet begehbar: in Gruppen oder auch allein mit dem Smartphone in der
       Hand.
       
 (DIR) Polnisch-deutsche Freundschaft: Ein Brief mit fatalen Folgen
       
       Nach dem Beschwerdebrief einer Historikerin entlässt Polen seinen
       Deutschland-Beauftragten Ruchniewicz. Schuld ist aber auch Stimmungsmache
       in rechten Medien.
       
 (DIR) Bildungsreferentin über Kolonialismus: „Viele junge Menschen erleben koloniale Kontinuitäten“
       
       Viktoria Zvolski findet Wege, um Jugendliche für Erinnerungskultur zu
       begeistern. Denn im Schulunterricht kommt das zu kurz.
       
 (DIR) Gedenken an polnische NS-Opfer: Wir brauchen bessere Gedenkarbeit
       
       Das Gedenken an die polnischen Opfer des Zweiten Weltkrieges schreitet im
       Deutschlandtempo voran. Ein provisorisches Denkmal kann nur ein Anfang
       sein.
       
 (DIR) Deutsche Verbrechen an Polen vor 1945: Ein Findling gegen das Vergessen
       
       Der neue Gedenkort zur Erinnerung deutscher Verbrechen an Polen wurde neben
       dem Kanzleramt eingeweiht. Er soll nur ein fünfjähriges Provisorium sein.
       
 (DIR) Gedenken an das Dersim-Massaker: Ein weitgereister Stein
       
       Die Dersim-Gemeinde erinnert ab Sonntag mit einem neuen Mahnmal an ein
       Massaker, das der türkische Staat 1937 verübte – und bis heute
       verschleiert.
       
 (DIR) Studie zu deutscher Erinnerungskultur: 38 Prozent wollen „Schlussstrich“ unter NS-Vergangenheit
       
       Wissenslücken, verzerrte Erinnerung, veränderte Haltung zur
       NS-Vergangenheit. Die Memo-Studie offenbart eine besorgniserregende
       Entwicklung.
       
 (DIR) Anthropologin über deutsche Muslime: „Die Erinnerung an den Holocaust gehört uns allen“
       
       Muslimische Menschen stünden unter Generalverdacht, antisemitisch zu sein.
       Das verschleiere den Antisemitismus weißer Deutscher, sagt Esra Özyürek.
       
 (DIR) Elias-Frank-Haus in Basel: Nachfahren von Anne Franks Familie wollen ihr Haus retten
       
       Die Familie Elias überlebte in ihrem Haus in Basel den Holocaust. Nun droht
       das Stück Weltgeschichte Gegenstand von Immobilienspekulationen zu werden.
       
 (DIR) Diskussion um eine neue Oper in Hamburg: Opernprojekt auf kolonialem Grund
       
       Statt einer Oper fordern Wissenschaftler:innen am Baakenhöft ein
       Dokumentationszentrum. Der Ort spielte für einen Genozid eine
       Schlüsselrolle.
       
 (DIR) Tagung im Haus der Wannsee-Konferenz: Der Judenhass im Trend
       
       Im Haus der Wannsee-Konferenz wird über die Aufarbeitung der Schoah
       diskutiert. Klaus Lederer fürchtet die Ausbreitung von Antisemitismus bei
       Linken.
       
 (DIR) Schriftstellerin Verena Boos: „Das sind unsere blinden Flecken“
       
       Im Roman „Die Taucherin“ beschäftigt sich Verena Boos mit
       deutsch-spanischer Erinnerungpolitik. Sie interessiert, wer die Hoheit über
       Geschichte hat.
       
 (DIR) Frank-Walter Steinmeier in Griechenland: „Ich empfinde Entsetzen und Scham“
       
       Frank-Walter Steinmeier besucht als erstes deutsches Staatsoberhaupt Kreta
       und wird mit Kriegsverbrechen und Entschädigungsforderungen konfrontiert.
       
 (DIR) Gedenken an Opfer der „Rassenkunde“: Der lange Weg zur Erinnerung
       
       Wo heute Politikwissenschaftler forschen, wirkten unter den Nazis die
       „Rassenkundler“ wie Josef Mengele. Jetzt gibt es einen Gedenkort.
       
 (DIR) Lyrik trifft Theater: Es gibt nichts gutzumachen
       
       Im Maxim Gorki Theater in Berlin inszeniert Daniel Arkadij Gerzenberg sein
       Langgedicht „Wiedergutmachungsjude“. Es ist ein berührendes Kammerspiel.
       
 (DIR) Debatte um „Trostfrauen“-Mahnmal: Die Friedensstatue nervt
       
       Kein anderes Mahnmal trägt das Thema sexuelle Gewalt in Kriegen so stark in
       die Öffentlichkeit wie die Statue in Mitte. Das darf nur der Anfang sein.
       
 (DIR) Gedenkstätten-Leiterin über Claudia Roth: „Man muss behutsam vorgehen“
       
       Elke Gryglewski, Leiterin einer KZ-Gedenkstätte, kritisiert Claudia Roths
       Ideen zur Erinnerungspolitik. Deren Paradigmenwechsel sei kontraproduktiv.
       
 (DIR) Künstlerin über Erinnerungsort: „Spuren sind kaum noch sichtbar“
       
       Gut 70.000 Menschen wurden in Bremen 1939-45 als Zwangsarbeiter
       versklavt. Eine Intervention von Michaela Melián ruft sie in Erinnerung.
       
 (DIR) Sozialrassistisch Verfolgte in NS-Zeit: Ein Leben lang herabgesetzt
       
       Ein Buch versammelt erstmals Biografien von Menschen, die die Nazis als
       „Asoziale“ oder „Berufsverbrecher“ verfolgten. In Hamburg wird es
       vorgestellt.
       
 (DIR) Nazi-Porträts auf Oldenburger Wandbild: Zu viel der Ehre
       
       Ein Wandgemälde soll seit dem Herbst bedeutende Oldenburgerinnen würdigen.
       Aber mindestens zwei der Frauen waren Nazis.
       
 (DIR) Totalitarismus-Mahnmal in Brüssel: Das Echo der Opfer
       
       Architekt Tszwai So hat seinen Entwurf für das „Mahnmal für die Opfer des
       Totalitarismus“ vorgestellt. Es soll nächstes Jahr in Brüssel entstehen.
       
 (DIR) Historiker zu Antisemitismus in Schulen: „Stärker über Ideologie sprechen“
       
       Eine neue Website informiert Jugendliche über Antisemitismus. Projektleiter
       Malte Holler über Leerstellen im Unterricht und Fehlannahmen der Politik.
       
 (DIR) Erinnerungspolitik im fränkischen Land: Schönes Dorf, dunkle Kapitel
       
       Unser Autor kehrt in seine Heimat in Franken zurück: schön, gesittet, kaum
       Stimmen für die AfD. Auch die Opfer der Shoah scheinen längst vergessen.
       
 (DIR) Jüdische Stimmen zum Fall Aiwanger: „Ein Alarmsignal“
       
       Bayerns Ministerpräsident Söder solle sich von seinem Vize Aiwanger
       trennen, fordert Hanna Veiler von der Jüdischen Studierendenunion. Auch
       andere üben Kritik.
       
 (DIR) Colonia Dignidad in Chile: Gemeinsame Verantwortung
       
       Im deutschen Sektendorf Colonia Dignidad wurden Menschen gequält und
       ermordet. Nun ist eine Gedenkstätte geplant – aber viele Fragen bleiben
       offen.
       
 (DIR) Neue Schilder am C. Kemal-Altun-Platz: Schritt für Schritt zum Gedenken
       
       In Hamburg-Ottensen erinnert ein Platz an Cemal Kemal Altun, der zum Opfer
       der deutschen Asylpolitik wurde. Offiziell umbenannt wurde der Platz nie.
       
 (DIR) Erinnerungspolitik in Hannover: Koloniales Unrecht anerkennen
       
       SPD und Grüne in Hannover wollen die koloniale Geschichte der Stadt
       mithilfe eines Beirats aufarbeiten. Hamburgs Pendant wird kritisiert.
       
 (DIR) Lernort zur NS-Geschichte in Osnabrück: Streit um Nazi-Beamten geht weiter
       
       Am Dienstag sollte der Streit um die Umbennung der Villa Schlikker in
       Osnabrück beseitigt werden. Doch dann schossen Teile der örtlichen CDU
       quer.
       
 (DIR) Thüringen bekommt NSU-Mahnmal: „Es beschämt uns bis heute“
       
       Thüringen bekommt ein NSU-Denkmal: Eine Säulenskulptur soll an die
       rechtsextreme Terrorserie erinnern. Auch andererorts sind Gedenken geplant.
       
 (DIR) Pogrom in Rostock-Lichtenhagen: Ruf nach Konsequenzen
       
       Am Jahrestag der Angriffe in Rostock-Lichtenhagen von 1992 fordern Politik
       und Zivilgesellschaft mehr Einsatz gegen Rassismus – und für Geflüchtete.
       
 (DIR) Ehemalige Gestapozentrale in Hamburg: Ein bisschen Gedenken
       
       Im Stadthaus in der Hamburger City wird heute geshoppt – und die Erinnerung
       an die dort begangenen Verbrechen auf engsten Raum gesperrt.
       
 (DIR) Diskussion über Erinnerungspolitik: Der absolute Genozid
       
       In welchem Verhältnis stehen Shoah und koloniale Verbrechen zueinander?
       Eine Tagung an der TU Berlin versuchte sich an Antworten.
       
 (DIR) Umgang mit Erinnerungskultur: Eine Utopie der Erinnerung
       
       Das Gedenken an die Shoah ist oft ritualisiertes Gedächtnistheater. Es
       sollte jedoch ein verbundenes Erinnern unterschiedlicher Ereignisse sein.
       
 (DIR) Debatte um albanisches Baudenkmal: Auf die Geschichte klettern
       
       In Albaniens Hauptstadt Tirana wird um ein Baudenkmal gestritten. Einst
       sollte es Diktator Enver Hoxha ehren, heute ist die „Pyramide“ ein
       beliebter Treffpunkt.
       
 (DIR) Debatte um „Polen-Denkmal“ in Berlin: Namenlose Verbrechen
       
       Im Vernichtungskrieg der Nazis wurde die slawische Bevölkerung des Ostens
       terrorisiert. Mit dem Erinnern daran hapert es.