# taz.de -- Ausgehen und Rumstehen
(DIR) Niemand kann einfach so verschwinden: Feeling all the feels
Bei einer Geburtstagsfeier im Freien gibt es viele Umarmungen. Unter das
Lachen mischen sich auch Tränen.
(DIR) Konzerte in Brandenburg und Berlin: Alles für Leib und Seele
Ein Wochenende voll breit gefasster Klassik lehrt: Auch mit schmerzendem
Arm kann man Fischbrötchen und György Ligeti genießen.
(DIR) Zwischen Späti und Nudelladen: Steine, Schwitzen, Schlusspunkte
Wenn der Handwerker verschwindet, die Nudeln unerreichbar bleiben und sich
der Berliner Sommertag am Ende im Kreis schließt.
(DIR) Nach dem CSD-Anschlag ins Café Keese: Als sei die Welt noch in Ordnung
Polizeisperren am Tiergarten, Sorge nach der Schocknachricht. Ein
zufälliger Abstecher ins Tanzlokal bringt uns in eine ahnungslose, heile
Welt.
(DIR) Zucker für die Millionäre: Ja zum Prosecco, nein zur Front Row
Das Wochenende beginnt bereits am Mittwoch in der Bar und will begossen
werden. Es geht auf den Funkturm, zum Rockabilly-Tanztee und zur
Marylin-Monroe-Filmreihe.
(DIR) Bad in Schallwellen: Schwarze Messen für die Seele
Die inneren Organe geraten in Schwingung bei Konzerten in Berlin. Sunn O)))
zielt dabei auf die Magengrube, The Cure eher aufs Herz.
(DIR) Die Partys von damals und heute: Ein Moped geht steil
Mit passender Begleitung fühlt sich der Dancefloor fast so an wie eine
WG-Party um 2017. Auch steife Abendveranstaltungen in Berlin lassen sich
überstehen.
(DIR) Hitziges Berlin: Die Hundstage werden ungemütlich
Finstere Gesellen machen im Volkspark Jagd auf queere Menschen. Die
schöneren News: Pulp sind noch so gut wie 1996 und sogar ehrliche Finder
gibt es noch.
(DIR) Fête de la Musique in Berlin: Fast wie am 1. Mai
Verstrahltes Partyvolk, systemkritischer Punk und Späti-Bier: Kreuzberg
feiert die Fête de la Musique – bis die Polizei alle schlafen schickt.
(DIR) Songs from the Last Years am Maxim Gorki: Die kollektive Bedeutungsschwere des Augenblicks
Das Maxim-Gorki-Theater feiert Abschied von Shermin Langhoff – die Stimmung
ist ambivalent. Grund genug, Beständigkeit im Immerselben zu suchen.
(DIR) Effekte des Klimawandels: Alles ist vergeben
In kühlender Schwimmbadumgebung werden heißlaufende Männchen zum
Kunstgegenstand. Und im Straßenrandbaum sitzt ungeahnt Exotisches auf dem
Geäst.
(DIR) Verlorene Hutwettbewerbe: Watch out, Hoppegarten!
Aus der Garage auf die Pferderennbahn: Mit Basthut und Hirschkäferbrosche
ist im Berliner Osten kein Blumentopf zu gewinnen.
(DIR) Lost in Salzwasser und Räucherstäbchen: Das Leben passiert gerade woanders
Nach einer Nacht im Club wächst das Bedürfnis nach Ruhe und
Schwerelosigkeit. Diese in Berlin zu finden, ist jedoch komplizierter als
gedacht.
(DIR) Nachtleben in der Berliner Musikszene: Gerümpel im Flügel
Queeres Kino im E-Werk, ornithologische Rundgänge mit 30-Jährigen in
Brandenburg und Nordengland-Folklore im Gretchen sorgen für positives
Altern.
(DIR) Alles ein Bild: Durchfahrene Leben in Pastell
Die Haut spannt und überall knirscht es, Menschen wirken wie in einem
3D-Programm multipliziert. Am ersten Maiwochenende schmiegen sich die
Paralleluniversen aneinander.
(DIR) Zwischen Flohmarkt und Kardamom-Bun: Flucht in die ironische Distanz
Dass Männer laut rumschreien, ist nichts Ungewöhnliches. Dass andere
dagegenhalten, gibt Anlass zur Freude.
(DIR) Ausstellungseröffnung und Erotikmesse: Festgeklemmte Otter
Der April will nicht enden, der Nieselregen auch nicht und nicht mal die
Klubschlange bewegt sich. Ein Wochenende im Berliner Stillstand.
(DIR) Zwischen Moabit und Madonna: Wie Fake-Brillanten
Schiffe zählen statt versenken, schwarzweiße Kakteenstacheln und
Madonna-Merch auf der Tanzfläche im SO36. Es glitzert und blendet.
(DIR) Der E.T. der Gen Z: Eine Träne für Rocky
Ryan Goslings Weltraumbuddy Rocky stiehlt das Herz, der Fernsehturm die
Aufmerksamkeit und der Running Club die Luft. Alles klebt, nichts steht.
(DIR) Polnische Diaspora in Berlin: Hip, Hip-Hop und Indiepop
Die polnische Diaspora hält sich bei einer Magazinparty am Matcha fest,
sonst aber zurück. Politischer wird es beim Konzert von Betterov in
Neukölln.
(DIR) Zimmerpflanzen und neue Musik: Schön panaschierte Hörsynapsen
Eine Berliner Frühjahrsrunde führt durch fremde Wohnungen,
Kellerpflanzenreiche und eine Industriehalle voller Klaviere. Unterwegs
mischen sich Kaufreue, Sammellust und Staunen.
(DIR) Alles geht kaputt: Blaue Flecken am Herzen
Terror, Drama, Knacks: Menschen krümmen sich in der Bahn, Kathrin Angerer
quetscht ihre Stimme, und selbst Weichteilchirurgen sehen nur Löcher im
Gewebe.
(DIR) Timothée Chalamet in „Marty Supreme“: Ständig schreit jemand
Endlich Frühling, endlich warm genug, sich draußen aufzuhalten. Tagsüber
zumindest. Abends geht's ins Kino, wo sich Timothée Chalamet für den Oscar
bewirbt.
(DIR) Grand Tour durch Berliner Kunsträume: Ergreifend, aber der Hund darf nicht mit rein
Am Wochenende gab es Kunstfilme voll Randale und Tränen. Außerdem:
geschmolzenen Schnee und kalifornische Sehnsucht trotz bellenden
Gasthundes.
(DIR) Deutschlandpremiere von „Heated Rivalry“: Hot, hotter, Hockey
Der Hype um die US-Serie „Heated Rivalry“ ist groß. Bei der Kreuzberger
Release-Party singen die Fans alle Songs mit. Es hat etwas von Abifeier.
(DIR) Unterwegs zwischen Torte und Theater: Unser entspanntes Lifestyle-Leben
Auch früh endende Abende verhindern nicht zu wenig Schlaf. Dagegen hilft
nur: Schlaf. Und der Februar beginnt mit gleich mehreren Zirkelschlüssen.
(DIR) Ankommen in der Berliner Kälte: Schwäne und Croissants
Im eisigen Berlin sucht unsere Autorin nach Momenten des Ankommens: unter
Schwänen, in einem Keller in Moabit oder einer Bäckerei voller Hipster.
(DIR) Beruf und schöne Dinge des Lebens: Was statt Schnotten aus der Nase kommt
Sportgucken ist bekanntlich genauso gesund wie Sportmachen. Oder sollte man
vielleicht doch lieber sportlich Deleuze lesen?
(DIR) Geteilte Musik und geteilte Getränke: Antidote für den Winter
In der neuen Nationalgalerie kann man mit Moor Mother mitimprovisieren und
im Neuköllner Bajszel vorzüglich trinken – sogar mit Polizeischutz.
(DIR) Kunst gegen zu viel Bildschirmzeit: Der Blues auf alten Tonaufnahmen
Angesichts der Nachrichtenlage tut ein wenig Ablenkung gut. Die findet sich
in der Akademie der Künste bei einer Ausstellung zu Eslanda und Paul
Robeson.
(DIR) Sozialleben im Dezember: Unsichtbarer Geisterhund
Glimmer im Kopf beim Abendessen, Galeriespinnweben und Nina Hagens Gesicht
auf einem Ei: Am Jahresende wiegt das Soziale so schwer wie die Dunkelheit.
(DIR) Vom Wedding ins Musikinstrumentenmuseum: Wo die Mighty Wurlitzer ertönt
Im Wedding ticken Busse und einige Einwohner im Rhythmus vergangener
Kolonialzeiten, während eine dreistöckige Orgel in Tiergarten Laune macht.
(DIR) Nach der Oper direkt zur Beatles-Party: Schluppenblusen-Rubber-Soul
Gastgeber freuen sich über hungrige Gäste und das richtige Outfit. Aber
was, wenn das Neonlicht zu sehr blendet?
(DIR) Schiller auf dem Klo: Sturm und Drang gegen Dunkelheit und Kälte
Wenn man sich darauf einlässt, ist Berlin noch für eine künstlerische
Überraschung gut. Nach drei Stunden Theater schmerzen die Glieder aber doch
etwas.
(DIR) Sommernacht-Konzepte: Klanggewordener Winterschlaf
Es hat durchaus Vorteile, wenn der Abend früh und unerwartet losgeht: So
kann man beizeiten ins Bett.
(DIR) Partykultur: Die Verworkshoppung des Feierns
Neuerdings werden vor Partys mitunter Exceltabellen mit dem minutiös
geplanten Programm herumgeschickt. Pünktlich sein ist Pflicht.
(DIR) Tanz und Rausch: Was außerhalb des Aquariums geschieht
Drinnen im Aquarium ist Rausch und Tanzextase. Draußen bleiben:
Hummuspfützen, die Bachelorarbeit und ein paar große Fragen.
(DIR) Abschied vom SchwuZ: Immer ungeprobt oder overthinked
Der Queer-Club SchwuZ in Berlin-Neukölln ist insolvent und schließt. Doch
bei aller Melancholie: Eine Clubnacht ist keine Trauerfeier.
(DIR) Drummerin Valentina Magaletti in Berlin: Kälte, Krautrock, Kopfkino
Der Herbst lauert und der Regen zerbröselt die Pläne: Statt Prinzenbad
gibt's Krautrock mit Valentina Magaletti im Backsteinboot und Fotos im
Gropiusbau.
(DIR) Flanieren im Berliner Stadtbild: Über die Spree und es zieht wie Hechtsuppe
In Kreuzberg, Neukölln und im Plänterwald kann man auch übers Stadtbild
reden, da begegnen einem nämlich Füchse, Waschbären und Die Sterne.
(DIR) „Industrial Witchcraft“ in Berlin: Übrig bleiben
In der eigenen Stadt ist man nie Tourist. Statt süßer Melancholie gibt es
nur graue Kaputtheit und destruktive Flucht in die Kunst.
(DIR) Berlin Art Week: Es schmeckt nach Salz und Algorithmus
Die Stadt ist voller Kunstevents, die Gedanken sind voller Widersprüche und
das richtige Leben fühlt sich manchmal recht falsch an. Ob Mittagessen
hilft?
(DIR) Bedrohte Kneipe: Wenn das Broschek überlebt
Bier und Kraut-Tech-Punk. Unsere Autorin tauchte in einer Neuköllner Kneipe
ab – und die ringt um ihre Existenz.
(DIR) Vom Feiern, Reden, Denken: Rosa Würste in der blauen Stunde tauschen
Die Stadt steht still, der Sommer auch und im Kopf ist es manchmal einfach
zu voll.
(DIR) Feiern in Berlin: Auf dem Dancefloor ist viel Love
Vom Kindergeburtstag in den Erwachsenenclub: Beim Berliner Wochenende voll
wohltemperierter Euphorie ist die Welt mal fast in Ordnung. Oder?
(DIR) Ausgehen und rumstehen von Jenni Zylka: Ein angeschickerter Maulwurf ohne Babypuder
Bei eingeschränkter Sicht vertraute unsere Autorin lieber aufs Schicksal,
samt Biellmann-Pirouette und Erfrischungsgesuch bei Mies van der Rohe.
(DIR) Ausgehen und rumstehen von Hilka Dirks: Wie schlafen eigentlich Herdentiere?
Am Wochenende kriecht die Müdigkeit in den Kopf und mit ihr Gedanken über
das Wesen der Tiere, der Menschen und des Kulturprekariats.
(DIR) Berliner Foto-Agentur Ostkreuz: Bei gutem Wetter feiernd die Mächte bekämpfen
Halb Berlin war an den Ufern des Schlachtensees. Am anderen Ende der Stadt
feiert derweil die Fotograf*innen-Agentur Ostkreuz.
(DIR) Gallery Weekend Berlin: Ein Versprechen auf eine Zukunft ohne Chef
In den Schaufenstern des KaDeWes steht seit dem Wochenende Kunst. Der
Besuch der Eröffnung hinterlässt bei unserer Autorin unentschlossene
Gefühle.
(DIR) Berliner Schnauze am Wochenende: Ein rauer Singsang mit gebirgiger Bewegung
Der ausufernde Rhythmus der Sätze kennzeichnet den Berliner Dialekt unserer
Autorin. Am Wochenende stößt sie immer wieder auf ihn.