# taz.de -- Bücher
(DIR) Die historische Bibliothek von Sarajevo: Kulturkampf um ein Mahnmal des Bosnienkriegs
Vor 34 Jahren zerbombten serbische Belagerer die alte Bibliothek von
Sarajevo. Nun fordern bosnische Aktivisten die Rückkehr geretteter Bücher.
(DIR) Buch der Geliebten François Mitterrands: Dafür kommen wir also auf die Welt … für die Galeere
Erstmals auf Deutsch: „Renata wasweißich“. Catherine Guérard schrieb in den
60ern über entfremdete Arbeit und den Wunsch, als Frau ein freies Leben zu
führen.
(DIR) Alte Bücher als KI-Futter: Der Pontifex gegen Silicon Valley
KI-Konzerne kaufen in großem Stil antiquarische Bücher, um die Inhalte
scannen zu lassen. Gegen diese Instrumentalisierung von Wissen interveniert
jetzt der Papst.
(DIR) Typologie der Buchkäufer*innen: Sag mir, was du liest
Sommerzeit ist Bücherzeit. Unsere Autorin arbeitet als Buchhändlerin – und
hat über die Jahre ganz verschiedene Lesende kennengelernt.
(DIR) Autorin Valeria Luiselli: „Auf Sizilien spürt man den Ursprung des Planeten“
Vulkane, antike Halbgötter und der Verlust einer Patchworkfamilie: Die
mexikanische Autorin Valeria Luiselli über ihren Roman „Anfang Mitte Ende“.
(DIR) Neue queerfeministische Buchhandlung: „Mehr Sichtbarkeit schaffen“
Im Hamburger Stadtteil Uhlenhorst eröffnet eine queerfeministische
Buchhandlung. Sie soll ein „Safer Space“ für marginalisierte Gruppen sein.
(DIR) KI-Firmen vernichten Bücher: Alexandria lässt grüßen
KI-Unternehmen kaufen angeblich massig antike Bücher auf, um sie zu scannen
und anschließend zu schreddern. Kann das stimmen?
(DIR) Neue Comics: Mœbius trifft Miyazaki: Mit Kolonialhelm in der Zukunft
„Jäger und Gejagter“ von Mœbius erscheint erstmals auf Deutsch. „Nausicaä
aus dem Tal der Winde“ von Hayao Miyazaki kommt in einer Gesamtausgabe.
(DIR) Die Wahrheit: Bestseller mit Strähnchen
Erfolgsromane kommen bisweilen ohne Skrupel oder Lektorat aus, lassen ihre
Leser aber ebenso ratlos wie erschöpft zurück.
(DIR) Bücher, so viele Bücher: Zu viel Besitz macht nervös
Wohin mit all den Büchern, die schon gelesen sind und die nie mehr
irgendwer aufschlagen wird? Im Hausflur abgelegt finden sie vielleicht neue
Besitzer.
(DIR) Queeres Leben im geteilten Berlin: Feste und Festnahmen
Andrea Rottmann stellt ihr Buch „Bedrohtes Begehren: Queeres Leben im
geteilten Berlin, 1945–1970“ in der Landeszentrale für politische Bildung
vor.
(DIR) Westend Verlag längst nicht mehr links: Autoren distanzieren sich vom Verlagshaus
Etwa 30 Autoren wollen dem Westend Verlag den Rücken kehren, darunter
tazler und Gregor Gysi. Sie werfen dem Haus eine ideologische Kehrtwende
vor.
(DIR) Deutsche Nationalbibliothek in Leipzig: Weimer rasiert Leipziger Bibliothekspläne
Der Kulturstaatsminister stoppt einen Erweiterungsbau der
Nationalbibliothek in Leipzig. Begründung: Das Sammeln von Druckwerken sei
nicht mehr zeitgemäß.
(DIR) Wachstumsideologie in Games: Friedrich Merz würde dieses Spiel hassen
In vielen Games ist Wachstum Voraussetzung für Erfolg. Das Cozy Game „Tiny
Bookshop“ ist postkapitalistisch und damit erfolgreich. Wie geht das?
(DIR) Dozentin über Leseförderung mit Hund: „Ein Hund lacht nicht aus“
Lesen lernen mit Hund macht Spaß und nimmt die Angst. Deshalb kommt zweimal
pro Woche ein Lesehund in die Bücherhalle Hamburg-Lokstedt.
(DIR) Loewe Verlag ohne KI: KI hat keine Fantasie
Der Loewe Verlag kennzeichnet seine Kinderbücher mit dem Hinweis, diese
seien ohne KI entstanden. Das ist richtig, aber keine generelle Absage an
KI.
(DIR) 1.457 Tage Krieg in der Ukraine: Lesen gegen die Angst
Ukrainische Bücher sind im Trend. Menschen strömen zu Lesungen. Junge
Autorinnen und Autoren werden zu lebendigen Stimmen einer ganzen
Generation.
(DIR) Fitness und Literatur in Berlin: „Hier kann man sich ein sehr eigenes Selbst erschaffen“
Im Literarischen Colloquium sprechen beim „Kraftsportabend“ Autor*innen
über Körperbilder und Fremdzuschreibung im Gym. Eine davon: Verena Keßler.
(DIR) Tour des Literaturhauses geht zu Ende: Literatur ohne Haus
18 Monate war das Li-Be wegen Umbaus geschlossen und sein Team nebst Gästen
unterwegs in der ganzen Stadt. Jetzt geht die Reise – leider – zu Ende.
(DIR) Kinder fragen, die taz antwortet: Gibt es mehr Menschen oder Bücher auf der Welt?
Wir wollen von Kindern wissen, welche Fragen sie beschäftigen. Jede Woche
beantworten wir eine. Diese Frage kommt von Hedwig, 8 Jahre alt.
(DIR) Die Wahrheit: Diesseits der Donnerkuppel
Holzmedientapeten an allen Ecken und Enden. Wie soll man bloß die vielen
überbordenden Papiere und Bücher in der Wohnung loswerden?
(DIR) Vielfalt in Bibliotheken: Ein Ort für alle
Öffentliche Bibliotheken erreichen noch viel zu wenig migrantische
Menschen. Das wollen sie ändern – und können von Schwarzen Bibliotheken
lernen.
(DIR) Die Wahrheit: Keine sicken Sikhwitze
Eine Fahrradfahrt auf den Spuren von Maos Langem Marsch durch halb China
kann lustig und schön sein, auch wenn mitunter die Angst mit fährt.
(DIR) Rechte Buchmesse „Seitenwechsel“: Ihre Waffen bleiben andere
In Halle fand die erste rechte Buchmesse statt. Nazis und Coronaleugner,
Rentnerinnen und missverstandene Freigeister ließen sich das Programm
schmecken.
(DIR) Roman „Dein Wille wohnt in den Wäldern“: Nicht alle, die über Kafka labern, sind Poser
Ein junger Mann findet eine Bücherkiste und fängt an zu lesen. Mit diesem
Rahmen weiß Mattias Timander in seinem schönen Debütroman viel anzufangen.
(DIR) Autorenglück in der Türkei: Der professionelle Fan
In der Türkei liest niemand Bücher, dafür interessieren sich alle für die
Autoren. Wie intensiv das werden kann, erfuhr ich auf Istanbuls Buchmesse.
(DIR) Die Wahrheit: Die Literaturfledderer
Wenn selbst das Buch der Buchpreisgewinnerin derzeit nicht gedruckt
vorliegt, dann muss der Inhalt eben mit Laiendarstellern nachgespielt
werden.
(DIR) Meine Lesungen in der Schule: Ein Verlustgeschäft
Bei Schullesungen verkaufe ich den Schülern meine Bücher zum halben Preis.
Bei Lesungen für Erwachsene sollte das anders sein. Eigentlich.
(DIR) Abschied vom Berenberg Verlag: „Nun ist es genug“
Heinrich von Berenberg möchte keine Bücher mehr verlegen. Das ist schade.
Ausgerechnet zum Abschied könnte der Verlag den Buchpreis kriegen.
(DIR) Lesen, bis der Schlaf kommt: Die lange Buchnacht
In einer kleinen Buchhandlung in Buxtehude lässt sich eine Übernachtung
inklusive Frühstück buchen. Die Nachfrage ist groß. Ein Selbstversuch.
(DIR) 80 Jahre Aufbau-Verlage: Sekt und Mauerpogo
Die Aufbau-Verlage feierten in Berlin ihren 80. Geburtstag mit Glitzer,
Gregor Gysi und vielfältigen Stimmen der Gegenwart.
(DIR) Cozy Games und Kapitalismus: Indoktrination per Palme
Cozy Games kommen oft antikapitalistisch daher. Dabei indoktrinieren sie
uns neoliberal. Das Indie-Spiel „Tiny Bookshop“ ist dafür ein gutes
Beispiel.
(DIR) Buchmarkt: Wer kann sich das Lesen leisten?
Junge Menschen lesen wieder mehr. Doch nicht alle können sich Bücher
leisten. Warum lesen kein Luxus sein sollte.
(DIR) KI-generierte Einbände: Buchcover aus der Retorte
Große und kleine Verlage lassen immer häufiger ihre Buchcover mithilfe von
Künstlicher Intelligenz entwerfen. Für welches Problem ist das die Lösung?
(DIR) Buch oder E-Book-Reader: Von ganz allein steig’ ich nicht um
Bücher haben eine schlechtere Öko-Bilanz als E-Reader, ich finde sie aber
trotzdem schöner. So wie andere ihren Verbrenner. Oder ihr Steak. Und nun?
(DIR) Untersuchung der Stiftung Warentest: E-Book ökologischer als Papier-Buch
Bücher lesen auf Papier oder digital? Für manche ist das eine Kulturfrage.
Was die Ökobilanz angeht, gibt es nun eine eindeutige Antwort.
(DIR) Neues Buch von Piet de Moor: Hier spricht Holden Caulfield
J. D. Salinger war beim D-Day 1944 dabei, besuchte Post-Nazi-Deutschland
und lebte später als Einsiedler. Wie würde er über sein Leben sprechen?
Piet de Moor stellt es sich in „Gunzenhausen“ vor.
(DIR) Deutsch-polnisches Schulbuch: „Unsere Geschichte – Nasza historia“
Das deutsch-polnische Schulbuch „Europa“ ist nach zwölf Jahren
Zusammenarbeit auf beiden Seiten fertig. Aber ob es zum Einsatz kommt, ist
unklar.
(DIR) Kultdichter Rolf Dieter Brinkmann: Der Popliterat als deutsches Genie
„Westwärts 1 & 2“ von Rolf Dieter Brinkmann erscheint neu. Flankiert wird
das Werk von der ersten Biografie über den umsrittenen wie herausragenden
Lyriker.
(DIR) Kulturkampf von rechts: Zwischen Vielfalt und Qualität
Sollen Bibliotheken auch rechtsextreme Bücher zur Verfügung stellen? Die
Zentrale Landesbibliothek von Berlin findet: Ja.
(DIR) Die Wahrheit: Sex mit Eselsohren
Der neueste kritische Trend auf sozialen Medien: Die „Wet
Dog-Ear“-Challenge dringt bis in die geheimen Kammern der Bibliotheken vor.
(DIR) „Märtyrer!“ von US-Autor Kaveh Akbar: Der Märtyrer als junger Poet
Popkulturell überhöhter Individualismus trifft auf Politik und
Weltgeschehen. Sein Romandebüt macht Kaveh Akbar zum Shootingstar der
US-Kulturszene.
(DIR) Faire Literaturagentur: Die Literaturbranche, kollektiv-antikapitalistisch gedacht
Die neue genossenschaftliche Literaturagentur zoraLit soll eine Antwort auf
prekäre Arbeitsbedingungen beim Schreiben bieten.
(DIR) Die Wahrheit: Bücher für das Sterbebett
Der Punkt, an dem man alle Bände, die man sich je angeschafft hat,
innerhalb der Lebenszeit noch lesen kann, ist längst überschritten, aber …
(DIR) Schriftsteller an der Front: Schriftsteller gegen das erzwungene Schweigen
Trotz Krieg bleibt die ukrainische Kunst lebendig. Schriftsteller und
Künstler verarbeiten das Grauen der Front und schaffen eindringliche Werke.
(DIR) Lektor über abgelehnte Bücher: „Man kann nicht sagen: Ich weiß auch nicht recht“
Der langjährige Rowohlt-Lektor Uwe Naumann über abgelehnte Bestseller, die
Notwendigkeit von Meinungsstärke und das Lästern hinter Verlagstüren.
(DIR) Die Wahrheit: „Wonderful, Sista!“
Jens Spahn ist als CDU-Politiker erstmals Protagonist eines packenden
New-Adult-Romans. Lesen Sie hier den finalen dritten Teil.
(DIR) Der Hausbesuch: Abhängig von Büchern
Beim „stern“ war Barbara Beuys eine der ersten Frauen in der Redaktion,
doch ihre größere Berufung hat sie als Autorin gefunden.
(DIR) Nahost-Konflikt beim PEN Berlin: Offener Brief einiger Mitglieder
Nach mehreren Austritten aus der Schriftstellervereinigung PEN Berlin
erklären Mitglieder in einem offenen Brief, warum sie bleiben.
(DIR) Die Wahrheit: Endlich zur Gänze entziffert
Achtung! Ein bisher ungeknacktes Manuskript aus dem 15. Jahrhundert wird im
folgenden und mithilfe etwa von viel Gin dechiffriert. Achtung, Achtung!