# taz.de -- Film
       
 (DIR) US-Thriller „The Long Walk“: Wer strauchelt, wird erschossen
       
       Der Film „The Long Walk“ schildert eine brutale Zukunft, basierend auf
       einem Roman von Stephen King. Nun erscheint der Thriller auf DVD.
       
 (DIR) Zum Tod des Regisseurs Béla Tarr: Wie Zweige im Regen
       
       Näher kann ein Atheist und Anarchist dem Religiösen nicht kommen: Mit Béla
       Tarr ist ein Meistererzähler des europäischen Kinos gestorben.
       
 (DIR) US-Angriff gegen Venezuela: Komplexe Bodysnatcherei
       
       In „Invasion of the Body Snatchers“ steuert ein Alienparasit die Gedanken
       der Befallenen. Ähnlich wirkt, wer Trumps Völkerrechtsbruch nicht klar
       benennt.
       
 (DIR) US-Medien: Zensiert – blamiert
       
       Das Nachrichtenmagazin CBS kippt die Ausstrahlung eines TV-Beitrags. Der
       legt Misshandlungen von abgeschobenen Geflüchteten nach El Salvador offen.
       
 (DIR) Filme mit Brigitte Bardot: Der gierige Blick des Publikums
       
       In ihren Filmen verkörperte Brigitte Bardot die weibliche Versuchung. Dem
       reduzierenden und ausbeuterischen „male gaze“ entzog sie sich letztendlich
       trotzdem.
       
 (DIR) Tod von Brigitte Bardot: Französische Filmikone verstorben
       
       Die Schauspielerin stirbt mit 91 Jahren. Sie wurde in den 50er Jahren
       weltbekannt. Aus ihren rechtsextremen Positionen machte Bardot kein
       Geheimnis.
       
 (DIR) Synchronsprecherin über das Sprechen: „Die Arbeit vitalisiert mich“
       
       Mit 19 Jahren bekam Luise Lunow ihre erste Rolle als Synchronsprecherin.
       Heute ist sie 93 und arbeitet immer noch, obwohl sie fast erblindet ist.
       
 (DIR) Filme über Berlin in der Wendezeit: Krepieren, wie ich will
       
       Sie machen die Verwerfungen der Wendezeit sichtbar. „Heute noch, morgen
       schon“ im Museum Nikolaikirche in Berlin ist eine Ausstellung zum
       Binge-Watchen.
       
 (DIR) Marclays 24-Stunden-Werk „The Clock“: Sie dreht sich schon seit Stunden
       
       In der Neuen Nationalgalerie kann man mit Christian Marclay den ganzen Tag
       lang Uhren beim Ticken zuschauen. Das klingt banal, ist aber große Kunst.
       
 (DIR) Theateradaption von „Das Lehrerzimmer“: Paukerdämmerung
       
       Das Nationaltheater Mannheim versucht sich an einer Übertragung des
       Riesenerfolgs von İlker Çataks Film „Das Lehrerzimmer“ auf die Bühne.
       
 (DIR) Nihilismus im Iran: Niemand glaubt an ein Morgen
       
       Nach dem Luftkrieg zwischen Israel und Iran im Juni offenbart sich eine
       nihilistische Grundstimmung in der Bevölkerung.
       
 (DIR) Familiendrama „Sentimental Value“: Die nicht zur Welt finden
       
       Regisseur Joachim Trier erzählt in seinem Spielfilm „Sentimental Value“
       alles mehrschichtig. Im Zentrum stehen Menschen, die einander nicht lieben
       können.
       
 (DIR) Ingrid van Bergen verstorben: Die Unverwüstliche
       
       Sie war ein Star des bundesdeutschen Films und Fernsehens seit den 1950ern.
       Mit 94 Jahren ist die Schauspielerin mit der rauchigen Stimme gestorben.
       
 (DIR) Nachruf auf Regisseur Hark Bohm: Er wollte Geschichten erzählen
       
       Der Regisseur, Drehbuchautor und Schauspieler Hark Bohm kannte die
       Klanglagen der Menschen. Sein Film „Nordsee ist Mordsee“ bleibt ein
       ungehobeltes Meisterwerk.
       
 (DIR) Regisseur Hark Bohm gestorben: Linksliberaler Regisseur, Darsteller und Autor
       
       Hark Bohm schrieb einst mit „Nordsee ist Mordsee“ Filmgeschichte. Aktuell
       läuft im Kino „Amrun“, den sein Schüler Fatih Akin nach einem Roman von ihm
       drehte.
       
 (DIR) Israelischer Film „Yes“: Selbst das Ja ist orientierungslos
       
       Der Krieg als Panoramaspektakel: Nadav Lapid wirft in seinem Satirefilm
       „Yes“ einen fatalistischen Blick auf die israelische Gesellschaft nach dem
       7. Oktober.
       
 (DIR) Film „The Big Short“ und die KI-Bubble: Manchmal sehen wir Blasen
       
       Der Hedgefondsmanager Burry wettet 1,1 Milliarden Dollar gegen die KI. Vor
       der Finanzkrise 2008 lag er richtig, wie der Film „The Big Short“ erzählt.
       
 (DIR) Film „Die, My Love“: Gnade dem Tier in mir
       
       „Die, My Love“ ist ein Film, der nicht verstanden, sondern ertragen werden
       will – darin zeigt Lynne Ramsay, was Kino kann, wenn es nicht erklärt.
       
 (DIR) Spielfilm „The Change“: Verzweifeltes Schreien
       
       Der US-Thriller „The Change“ erzählt vom autoritären Umbau eines Staates.
       Vor allem ist es aber eins: emotional aufgeladenes Blendwerk.
       
 (DIR) Diverses Fernsehen: Eine total heterogene Truppe
       
       Das deutsche Fernsehen ist diverser geworden. Was hat das Berliner Maxim
       Gorki Theaters damit zu tun?
       
 (DIR) Neuer „Dracula“-Film: Nichts mehr herauszusaugen
       
       Mit Luc Besson widmet sich ein weiterer Regisseur dem berühmtesten
       Blutsauger der Welt. Trotz Bildsprache hält „Dracula“ wenig Überraschungen
       bereit.
       
 (DIR) Filmfestival Viennale 2025: Filmische Wiederentdeckungen mit historischem Rückgrat
       
       Bei der diesjährigen Ausgabe prägen Restaurierungen und Neuentdeckungen das
       Programm. Darunter Werke finden sich auch Werke internationaler
       Pionierinnen.
       
 (DIR) „Bugonia“ mit Emma Stone: Von Bienen, Bossen und der menschlichen Misere
       
       In „Bugonia“ lässt Yorgos Lanthimos Verschwörungswahn und Konzernkultur
       kollidieren, bis kaum Menschliches mehr bleibt.
       
 (DIR) Film „Kingdom“ über korsische Mafia: Angst haben sie alle
       
       Der Regisseur Julien Colonna erzählt in seinem Spielfilm „Kingdom“ mit
       Laiendarstellern realistisch vom Leben in der organisierten Kriminalität.
       
 (DIR) Film über Josef Mengele: Sein Hund hört ihm noch zu
       
       Kirill Serebrennikow versucht in seinem Film „Das Verschwinden des Josef
       Mengele“ das Porträt eines NS-Täters zu zeichnen. Erkenntnisse zu Mengeles
       Haltung liefert er kaum.
       
 (DIR) Film über Franz Kafka: Kafka unterm Brennglas
       
       Agnieszka Holland sucht in ihrem Film „Franz K.“ nach einem neuen Blick auf
       den Schriftsteller. Dabei gerät sie selbst in die Mühlen seines Mythos.
       
 (DIR) Queerfilmfestivals in Norddeutschland: Nebenbei nonbinär
       
       Bei den norddeutschen Queerfilmfestivals laufen Filme, in denen das Thema
       Queerness unausgesprochen bleibt. Die Gründe dafür sind unterschiedlich.
       
 (DIR) Trauer um Diane Keaton: Goodbye Annie Hall
       
       Millionen auf der Welt haben ihre Filme gesehen. In Hollywood wurde sie zur
       Ikone. Jetzt ist die legendäre Schauspielerin verstorben.
       
 (DIR) Überdrehter Meta-Film: Bilder mit klaren Ansagen
       
       Das Regieduo Cattet und Forzani verzichtet auf erzählerischen Ballast.
       „Reflection in a Dead Diamond“ erinnert an das italienische
       Exploitation-Kino.
       
 (DIR) Isländischer Film über Trauer auf DVD: Wenn die anderen zu Tränen werden
       
       In Rúnar Rúnarssons Film „Wenn das Licht zerbricht“ müssen zwei Frauen mit
       dem Tod ihres Geliebten zurechtkommen. Nur eine der beiden weiß von der
       anderen.
       
 (DIR) Politik-Professorin über Hannah Arendt: „Ein selbstständig denkender Mensch wird unbequem“
       
       In den Kinos läuft ein neuer Film über Hannah Arendt. Ihr Denken ist durch
       Rechtsruck und Social Media absolut aktuell, sagt Waltraud Meints-Stender.
       
 (DIR) Fatih Akins neuer Spielfilm „Amrum“: Eine deutsche Kindheit
       
       Basierend auf Erinnerungen von Hark Bohm hat Fatih Akin einen berührenden
       Film gedreht. „Amrum“ spielt in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs.
       
 (DIR) Thriller „A House of Dynamite“: Die Zahnpasta ist aus der Tube
       
       Kathryn Bigelow probt im Thriller „A House of Dynamite“ den Ernstfall auf
       globaler Ebene. Die Action verlegt sie in die Hierarchie der US-Regierung.
       
 (DIR) Filmfest Osnabrück: Mit der Gitarre in die Unterwelt
       
       Queere Punks in Malaysia, illegale Ballonkunst in Brasilien und litauische
       Bohème: Ein Schwerpunkt beim Filmfest Osnabrück sind Subkulturen.
       
 (DIR) Regisseurin über Debütfilm zu Missbrauch: „Die Geschichte ist schon emotional genug“
       
       In ihrem Spielfilmdebüt „Karla“ erzählt die Regisseurin Christina
       Tournatzes von einem wahren Kindesmissbrauchsfall und der Würde der
       Figuren.
       
 (DIR) Film „The Smashing Machine“: Die hässliche Seite des Sports
       
       Der Film „The Smashing Machine“ erzählt vom Kampfsportler Mark Kerr. Er
       gibt Dwayne Johnson die Chance, sich als ernsthafter Schauspieler zu
       bewähren.
       
 (DIR) Dokumentarfilm „Pink Power“: Mehr als nur paddeln
       
       Der Dokumentarfilm „Pink Power“ dreht sich ums friesische Drachenbootteam
       der „Küsten-Pinkies“. Alle Besatzungsmitglieder sind
       Brustkrebspatientinnen.
       
 (DIR) Bumble-Film „Swiped“ auf Disney+: Hochemotionale Dating-App-Genese
       
       „Swiped“ erzählt vom Aufstieg, Fall und Comeback der (Co-)Gründerin von
       Tinder und Bumble. Es ist ein Zeugnis toxischer Maskulinität im Dating.
       
 (DIR) Filmfest Hamburg: Die Party kann beginnen
       
       Vor allem Filme von Frauen erweisen sich beim Filmfest Hamburg als
       sehenswert. Viele haben einen Realismus, in dem das Fantastische Raum
       bekommt.
       
 (DIR) Emanuel Pârvus Spielfilm über Homophobie: Sie wollen den Sohn heilen
       
       Der rumänische Regisseur Emanuel Pârvu erzählt in seinem neuen Film „Drei
       Kilometer bis zum Ende der Welt“ von Homophobie auf dem Land.
       
 (DIR) Film „Escape From the 21st Century“: Sie niesen sich durch die Zeit
       
       Der chinesische Science-Fiction-Film „Escape From the 21st Century“ schickt
       drei Teenager der Neunziger in die Zukunft. Begeistert sind sie nicht.
       
 (DIR) Spielfilm „Ganzer Halber Bruder“: Routiniertes Wohlfühlkino
       
       Hanno Olderdissen erzählt von einem Immobilienbetrüger, der spät erfährt,
       dass er einen Halbbruder mit Down-Syndrom hat. Es mangelt an
       Überraschungen.
       
 (DIR) Porträtfilm „Artistas“: Ein filmischer Kniefall
       
       Fasziniert von Frauen in der Kunst: Seine jüngste Arbeit „Artistas“ widmet
       der Hamburger Indie-Filmemacher Peter Sempel 42 Künstlerinnen.
       
 (DIR) Filmfest Oldenburg: Kleine ungewöhnliche Dramen
       
       Ein ungesühntes Verbrechen, ein intensiver Erbstreit und eine
       unsentimentale Liebesgeschichte: Das Filmfest Oldenburg zeigt oft seltsame
       Filme.
       
 (DIR) Doppelausstellung zu William Kentridge: In diesen heil’gen Hallen kennt man die Rache nicht
       
       Der südafrikanische Künstler William Kentridge wird 70. Das Folkwang Museum
       in Essen und die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden würdigen sein Werk.
       
 (DIR) Goldener Löwe in Venedig: Wenn leise Töne siegen
       
       Die 82. Filmfestspiele von Venedig gehen mit dem Goldenen Löwen für Jim
       Jarmusch zu Ende. Bei der Preisverleihung gab es viele Stimmen für Gaza.
       
 (DIR) Film „Tafiti – Ab durch die Wüste“: Ein Erdmännchen gegen Rassismus
       
       Eine Coming-of-Age-Geschichte für Minis: Der Animationsfilm „Tafiti – Ab
       durch die Wüste“ übersetzt das Kinderbuch von Julia Boehme überzeugend.
       
 (DIR) 30 Jahre „La Haine“: So weit, so gut
       
       Der französische Film „Hass“ feiert im Oktober 30-Jähriges. Eine seiner
       Botschaften: Waffen sind nie bloß Deko. Daran hat sich bis heute nichts
       geändert.
       
 (DIR) Film über Fotograf Martin Schoeller: Noch hat Amerika diverse Gesichter
       
       Die wendländische Filmemacherin Josephine Links porträtiert in ihrer
       Dokumentation „We all bleed red“ den Starfotografen Martin Schoeller.
       
 (DIR) Crime-Thriller „Caught Stealing“: Krimi statt Kosmos
       
       Ein Barkeeper stolpert in die New Yorker Unterwelt: Der actionreiche
       Crime-Thriller „Caught Stealing“ ist ungewöhnlich für Regisseur Darren
       Aronofsky.