# taz.de -- Film
(DIR) Justizdrama „Staatsschutz“: Sie will nicht Ausländerin genannt werden
Im Justizdrama „Staatsschutz“ lässt Regisseur Faraz Shariat eine
Staatsanwältin zum Opfer rechter Gewalt werden. Wie stark ist der Apparat
selbst unterwandert?
(DIR) Film „Oh What a Lovely War“: Aus fünf Brüdern im Gras werden fünf weiße Kreuze
Das Antikriegsmusical „Oh! What a Lovely War“ war das Regiedebüt des
Schauspielers Richard Attenborough. In dieser Satire passt wunderbarerweise
nichts zum anderen.
(DIR) „The Tenant“ von Roman Polański: Das Grauen wohnt nebenan
Mieten wird immer mehr zum Horrorfilm. Roman Polański hat das verstanden.
In „The Tenant“ wird ein Mieter in seiner eigenen Wohnung heimgesucht.
(DIR) Film „Transit Times“: Ein Land verschwindet nicht mit einem Knall
In Deutschland gibt es nur selten Filme aus Moldau zu sehen. Dieser fängt
den Alltag im Land im Jahr 1997 grandios ein.
(DIR) Doku über KI-Beziehungen: Sie sprechen mit idealen Seelenverwandten
Der Dokumentarfilm „Finding Connection“ begleitet Menschen und ihre
KI-„Partner“. Manchmal wirken diese Programme sogar erschreckend
menschlich.
(DIR) Kultur für alle: Strömende Scharen
Kultur kann Häuser füllen, das zeigt sich gerade im Kölner Museum Ludwig
bei der Yayoi-Kusama-Ausstellung und im Kino mit dem neuesten Nolan-Film.
(DIR) Netflix-Film „23.000 Leben“: Hinschauen, wo andere wegsehen
Der Netflix-Film „23.000 Leben“ zeichnet ein eindrückliches Porträt der
„Iuventa“-Crew. Doch bleibt die größere politische Dimension auffallend
blass.
(DIR) Film „The Dink“: Das bessere Tennis
Die Apple-TV-Sportkomödie „The Dink“ macht sich über Leistungswahn lustig
und plädiert für „uncoole“ Sportarten. Die sind sowieso im Trend.
(DIR) Synchronsprecher Joachim Kerzel tot: Sprecher, Mentor, Freund
Er lieh Anthony Hopkins, Jack Nicholson und Dustin Hoffman seine Stimme.
Nun ist der Synchronsprecher Joachim Kerzel 84-jährig verstorben.
(DIR) „Die Odyssee“ von Christopher Nolan: Ein Regisseur für Männer
Christopher Nolan versucht sich am Epos und versagt an einer alten
Schwäche: Überzeugende, vielseitige Frauenfiguren kommen in seinem Werk
nicht vor.
(DIR) Zucker für die Millionäre: Ja zum Prosecco, nein zur Front Row
Das Wochenende beginnt bereits am Mittwoch in der Bar und will begossen
werden. Es geht auf den Funkturm, zum Rockabilly-Tanztee und zur
Marylin-Monroe-Filmreihe.
(DIR) KI-Einsatz im Streaming: Der Ton macht die Kunst
Der Film „Deadly Patient“ wurde wegen gnadenlos schlechter
KI-Synchronisation von Amazon entfernt. Probleme sind damit nicht gelöst.
(DIR) Regisseur über iranischen Exil-Film: „Ein Kind kann zu einem Mörder heranwachsen“
Parviz Sayyad hat vor über 40 Jahren einen Film über die iranische Republik
gedreht. Damals hoffte er noch, dass das Regime bald fallen würde.
(DIR) 3-Stunden-Dokumentarfilm „Das Kino“: Wofür Kino im Leben gut ist
In Bernhard Sallmanns Dokumentarfilm „Das Kino“ sprechen elf Spezialisten
über Filme und Kino. Ein vielstimmiges Plädoyer für ein lebendiges Genre.
(DIR) Übergriffe am Filmset: Film brennt gut
Für realistische Reaktionen der Schauspielerinnen nutzten manche Regisseure
und Co-Stars Gewalt. Die Szenen blieben drin. Liebe Kritik daran reicht
nicht aus.
(DIR) Wim Wenders und die Nacktszenen: Es ist nicht kompliziert
Die Debatte über Wim Wenders’ Film „Falsche Bewegung“ ist einfacher gelöst
als gedacht. Nacktszenen mit Kindern sollte es damals wie heute nicht
geben.
(DIR) Wim Wenders und Nastassja Kinski: Es hängt nicht an Wenders allein
Die anstehende Diskussion um die Handhabung von Filmen wie „Falsche
Bewegung“ ist keine leicht zu bewältigende Aufgabe. Man kann sie aber auch
als Chance begreifen.
(DIR) „Star Wars“-Cutterin Marcia Lucas tot: Die stille Heldin der Galaxie
Marcia Lucas schnitt Hollywood-Klassiker wie „Taxi Driver“ und den „Star
Wars“-Film „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“. Die Oscar-prämierte Cutterin gab
auch wichtige inhaltliche Impulse zu der Weltraumsaga.
(DIR) Filmfestspiele Cannes Favoriten: Pflegen für die Demokratie
Die 79. Filmfestspiele von Cannes gehen mit der Preisverleihung am
Samstagabend zu Ende. Eine kleine Bilanz vorab mit einigen Favoriten für
die Goldene Palme.
(DIR) Film „Der Mandalorian und Grogu“: Baby Yoda für die Rentenversicherung
Der „Star Wars“-Ableger „Der Mandalorian und Grogu“ vertieft auf die harte
Tour den Generationenvertrag. Wirklich ernsthaft wie in „Andor“ wird es
aber nie.
(DIR) Filmschaffende warnen vor Medienmogul: Rebellion an der Côte d’Azur
Der rechte französische Milliardär Vincent Bolloré möchte die Kinokette UGC
übernehmen – und die Filmwelt damit beherrschen. Beim Festival in Cannes
formiert sich Protest.
(DIR) Regisseur über Rassismus: „Die Fremdheit zerfrisst einen irgendwann“
Mit „Noah“ hat Regisseur Ali Tamim einen Film über rassistische
Polizeigewalt gemacht. Der Plot wurde real, als in Oldenburg Lorenz A.
erschossen wurde.
(DIR) Schauspielerin Uschi Glas: „Ich möchte es besser machen als mein Vater“
Schauspielerin Uschi Glas engagiert sich gegen Antisemitismus, arbeitete
zuletzt die NS-Vergangenheit ihres Vaters auf. Eine Oma gegen Rechts will
sie aber nicht sein.
(DIR) Marketing in Reiseländern: Urlaub im Werbeblock
Wer im Urlaub ins Kino geht, lernt das Reiseland besser kennen – die
Werbung offenbart dabei die jeweiligen Sehnsüchte, Ängste und
Marketinglügen.
(DIR) Gedenkabend in Berlin: Musik für ungedrehte Filme
Melancholie im „Alten Schweden“: Ein Abend zu Ehren des verstorbenen
Regisseurs Béla Tarr und des Autors László Krasznahorkai.
(DIR) Kurzfilmtage Oberhausen: Aus Licht Magie machen
Bei den 72. Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen gewinnt „Opera“ von
Igor Zelić gleich mehrere Preise. Im Themenprogramm wurde über KI
diskutiert.
(DIR) Dokumentarfilm „Scherbenland“: Ein Land namens Kreuzberg
Entlang dreier Generationen Musiker*innen erzählt der Dokumentarfilm
„Scherbenland“ von der Geschichte Kreuzbergs und seiner Bewohner*innen.
(DIR) Biopic über Michael Jackson: Bad
Der neue Film über Michael Jacksons Leben bestätigt die Regel seines
Genres: Biopics taugen meistens nichts. Wieso gelingen sie so selten?
(DIR) Neuer Saarland-Krimi der ARD: Nicht nur Nebenrolle
Geflüchtet aus dem Nordirak, aufgewachsen in Berlin, jetzt fest etabliert
im deutschen Fernsehen: Aram Arami übernimmt eine Hauptrolle in der ARD.
(DIR) Widerständiges Frauenfimlfestival: Erzählungen über Kolonialismus und Allmende
Das Frauenfilmfestival in Dortmund und Köln widmet sich noch mal indigenem
Widerstand gegen koloniale Ausbeutung. Der solidarische Austausch passte
perfekt.
(DIR) Widerstand im Kultfilm „Casablanca“: Sei wie Rick!
Es lohnt sich immer den Kultfilm "Casablanca" zu gucken - in Zeiten von
Trump, Orbán und AfD ganz besonders.
(DIR) Film über sexuellen Missbrauch: Luisa lacht nicht mehr
Das Thema sexueller Missbrauch von Menschen mit geistiger Behinderung ist
mehrfach tabuisiert. Der Spielfilm „Luisa“ untersucht es auf Basis tiefer
Recherche.
(DIR) Der E.T. der Gen Z: Eine Träne für Rocky
Ryan Goslings Weltraumbuddy Rocky stiehlt das Herz, der Fernsehturm die
Aufmerksamkeit und der Running Club die Luft. Alles klebt, nichts steht.
(DIR) Dokufilm „The Gospel of Revolution“: Gott ist nicht neutral
„The Gospel of Revolution“ geht den Spuren der Befreiungstheologie in
Mittel- und Südamerika nach. Sein Archivmaterial ist beeindruckend.
(DIR) Regisseurin über neuen Spielfilm „Alpha“: „Für mich ist das Leben eine fortwährende Mutation“
Pandemie, Jugend und Krise. Im Spielfilm „Alpha“ erzählt die französische
Regisseurin Julia Ducournau von einem Virus, familiären Traumata und
Ausgrenzung.
(DIR) Zum Tod von Peter Sempel: Liebe und Zeitlupe
Jahrzehntelang hat der Hamburger Indie-Filmemacher Peter Sempel
eigenwillige Psychogramme über den Musikunderground gedreht. Nun ist er
gestorben.
(DIR) Filmfestival Diagonale in Graz: Wer genau hinsieht, hat mehr vom Leben
Die Diagonale in Graz bietet eine Leistungsschau österreichischen
Filmschaffens. Besonders überzeugt sie aber durch kundig kuratierte
Programme.
(DIR) Die Wahrheit: Schwenkfutter mit Talent
Die lustige Tierwelt und ihre ernste Erforschung (238): Zahme Tiere im Film
können ihren Spaß haben, aber auch Probleme.
(DIR) „Der Astronaut“ mit Ryan Gosling: Nach allen Regeln des Sci-Fi-Abenteuerfilms
Im Spielfilm „Der Astronaut“ muss Ryan Gosling die Erde vor Sonnenfressern
retten. Die Robinsonade bedient sich bei Science-Fiction-Klassikern.
(DIR) Oscarverleihung: Kollektive Vorsicht
Von Kritik an den gesellschaftlichen Verhältnissen war bei den Oscars fast
nichts zu spüren. Die Filmbranche verspielt ihre wichtigste Aufgabe.
(DIR) Oscarverleihung 2026: „One Battle After Another“ als bester Film ausgezeichnet
Der satirische Politthriller hat bei den Academy Awards sechs Trophäen
gewonnen. Auch der Horrorfilm „Blood & Sinners“ gewinnt, aber deutlich
weniger Preise als erwartet.
(DIR) Geburtstagsfeier für Bruce Willis: „Das ist für die Gäste immer wieder eine Wundertüte“
Schauspieler Andreas Jäger liest seit zehn Jahren Texte zu bekannten
Geburtstagskindern vor. Jetzt ist Bruce Willis dran. Das ist auch heikel.
(DIR) Jüdische Sportler: Tischtennis, um zu überleben
Der Film „Marty Supreme“ ist für neun Oscars nominiert. Es wird an die
jüdische Biografie der Hauptfigur und Auschwitz-überlebende Sportler
erinnert.
(DIR) Dokumentarfilm „No Mercy“: Die Härte ist bloß der Anfang
Im Dokumentarfilm „No Mercy“ fragt die Regisseurin Isa Willinger ihre
Kolleginnen nach Gewalt in Bildern und im Verhältnis zwischen den
Geschlechtern.
(DIR) Die Wahrheit: Schwenkfutter mit Fell
Die lustige Tierwelt und ihre ernste Erforschung (237): Wilde Tiere für
Filme vor die Kamera zu bekommen, kann ein absurdes Geschäft sein.
(DIR) Timothée Chalamet in „Marty Supreme“: Ständig schreit jemand
Endlich Frühling, endlich warm genug, sich draußen aufzuhalten. Tagsüber
zumindest. Abends geht's ins Kino, wo sich Timothée Chalamet für den Oscar
bewirbt.
(DIR) Spielfilm „The Chronology of Water“: Trauma zerstört Chronologie
In „The Chronology of Water“ von Kristen Stewart ist das Erinnern eine
körperliche Erfahrung. Das Regiedebüt lässt eintauchen in einen Strudel aus
Empfindungen.
(DIR) Daniel Kehlmann über Berlinale-Eklat: „Das Meinungsklima ist in Gefahr“
Schriftsteller Kehlmann warnt vor einer Kündigung der Berlinale-Chefin
Tricia Tuttle. Und fordert von Kulturschaffenden Haltung.
(DIR) Streit um Berlinale-Chefin: Unterstützung für Tricia Tuttle
Kulturschaffende verteidigen die Berlinale-Chefin: Der Kulturstaatsminister
will sie wohl für fehlende Kritik an pro-palästinensischem Regisseur
feuern.
(DIR) Druck von Kulturminister Wolfram Weimer: „Dann kann man die Berlinale gleich beerdigen“
Muss Festivalchefin Tricia Tuttle ihren Posten räumen? In der Filmbranche
regt sich großer Protest, Preisträger İlker Çatak kündigt einen Boykott an.