# taz.de -- Queerfeindlicher Anschlag: Was folgt nach dem Attentat auf den CSD?
> Nach dem Anschlag in Berlin werden die unterschiedlichsten Debatten
> geführt. Welche führen nach vorne? Und was wünscht sich die queere
> Community?
Am Samstagabend ist am Rande des CSDs im Berliner Tiergarten ein Islamist
[1][mit einem Transporter in eine Menschenmenge gefahren]. Eine Frau aus
Polen, die mit ihrer erwachsenen Tochter für die Queer-Parade nach Berlin
gekommen war, wurde dabei getötet, 31 Menschen zum Teil schwer verletzt,
glücklicherweise ist niemand mehr in Lebensgefahr.
[2][Der mumaßliche Täter Abdul B.] ist 21 Jahre alt und Deutscher, seine
Eltern stammen aus dem Libanon, eine zweite Staatsbürgerschaft hat er
nicht. Er wollte im vergangenen Jahr zur Terrorormiliz Islamischer Staat
(IS) nach Syrien ausreisen, wurde festgenommen und in Deutschland wegen der
Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat verurteilt. Im Mai
war er aus der Haft entlassen worden – auch weil ein Gericht gegen ihn nach
dem Jugendstrafrecht urteilte.
Entsetzen und Trauer waren und sind groß, schnell aber gingen die
verschiedene Debatten zum Teil reflexhaft los: Von der Union kam umgehend
die [3][Forderung nach schärferen Sicherheitsgesetzen] und natürlich kocht
die AfD ihr Süppchen auf dem Angriff.
## Worüber eigentlich geredet werden solle
Die LGBTIQ+Communitys diskutierte, ob es okay sei, wenn Bundeskanzler
Friedrich Merz (CDU) in einem Gedenkgottesdienst spricht, trotz seiner
mitunter queerfeindlichen Äußerungen. Und dann poppte schnell auch noch die
Frage auf, ob wahlweise die Queers oder die Linken oder gleich die ganze
progressive Szene nicht vor der Gefahr des Islamismus die Augen
verschließe.
Was es mit alldem auf sich hat und worüber eigentlich auch geredet werden
müsste, darüber sprechen wir in der neuen Folge des Bundestalks. Mit dabei
sind [4][Amelie Sittenauer], Redakteurin für Geschlechterpolitik der taz,
Berlin-Kenner [5][Rainer Rutz], der von der Sorge vor schwulenfeindlichen
Angriffen sowohl in Brandenburger Dörfern als auch in Berlin-Neukölln zu
berichten weiß, und [6][Frederik Eikmanns], im Inlandsressort zuständig für
Migrations- und Sicherheitspolitik. [7][Sabine am Orde], innenpolitische
Korrespondentin der taz, moderiert.
[8][„Bundestalk“] – Der politische Podcast der taz erscheint jede Woche auf
taz.de und überall, wo es Podcasts gibt.
30 Jul 2026
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(DIR) [2] /Was-ueber-den-Radikalisierungsweg-des-CSD-Attentaeters-Abdul-B-bekannt-ist/!6199501
(DIR) [3] /Politische-Debatte-nach-dem-CSD-Anschlag/!6200063
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(DIR) Rainer Rutz
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