# taz.de -- Performance
(DIR) Tanzplattform Deutschland 2026: Ist es ok? Ist es wirklich ok? Oder nur ok-ok?
Wo geht es hin mit dem zeitgenössischen Tanz? In Hellerau trafen dreizehn
Inszenierungen auf ein interessiertes Fachpublikum.
(DIR) Performance über reale trans Künstlerin: Die Sonne, die nicht scheinen durfte
„Tänze fast vergessener Geister“ ist eine Hommage an die 1943 ermordete
trans Künstlerin Liddy Bacroff – und die Einladung, sich einzulassen.
(DIR) Performance mit KI: Die verlogenen Vertraulichkeiten der KI
Die Performance „Zuhause“ dekliniert in Hamburg ein scheinbar wohliges
Zusammenleben mit KI durch. Ein Spiel mit gefährlich verfließenden Grenzen.
(DIR) Performance Kollektiv im HAU: Dann doch keine Schamhaarperücke
She She Pop und das Sandbox Collective aus Bangalore balancieren in „Wait
to be seated“ auf dem schmalen Grad von Diplomatie und Gastfreundschaft.
(DIR) Die Kunst der Woche: Stimmen und Zungen
In der Galerie Levy präsentiert frühe Arbeiten von Katalin Ladik, bei BQ
zeigt Bojan Sarcevic das Bedrohliche in Struktur und Form.
(DIR) Antifaschistischer Künstler Fabio Mauri: Weder heilig noch verrückt
Zeit seines Künstlerlebens hat sich Fabio Mauri mit Deutschland
beschäftigt. Jetzt ist sein Werk online erkundbar, auch um die KI darüber
nicht halluzinieren zu lassen.
(DIR) Künstlerin über sorbischen Futurismus: Mit Zungenschlag durchs Baggerloch
Karoline Schneider bringt sorbische Perspektiven in ihre Kunst. Wie tief
sie dafür in der Lausitzer Erde gräbt, zeigt ihre Soloausstellung in
Cottbus.
(DIR) Neues Stück von Philippe Quesne: Ob das Leben eine Sichtweise hat
Die Kunst, sie raucht und schäumt. Erstmals in Deutschland präsentierte
Philippe Quesne „Le Paradoxe de John“ am Freitag im Berliner Hebbel am
Ufer.
(DIR) Buch über den US-Filmemacher Jack Smith: Glitzer und Schimmel
Jack Smith wurde mit rauschhaften Performances und Undergroundfilmen
berühmt. Texte von und über Smith sind jetzt auch auf Deutsch erschienen.
(DIR) Gewalt in lesbischen Beziehungen: „Das Archiv der Träume“ wird entstaubt
Ein Theaterstück im Berliner Ensemble bringt Gewalt in lesbischen
Beziehungen auf die Bühne – und zeigt, wie sehr das Thema tabuisiert wird.
(DIR) Festival Modaperf in Kamerun: Raum für soziale Bewegung
In Kamerun, wo seit Jahren ein kaum beachteter Bürgerkrieg stattfindet,
organisiert der international gefeierte Performer Zora Snake das Festival
Modaperf.
(DIR) Kunstpreis für Meredith Monk: Die Poesie der Sinne
Die Sängerin, Komponistin und Performancekünstlerin Meredith Monk erhält
den Großen Kunstpreis Berlin der Akademie der Künste.
(DIR) Streit in Wien über Aktions-Kunst: Die Entkunstung des Otto Mühl
Der Kunstbetrieb hält am Wiener Aktionismus fest. Überlebende von Otto
Mühls „Aktionsanalytischer Organisation“ haben andere Ideen zu dessen Werk.
(DIR) Sozialleben im Dezember: Unsichtbarer Geisterhund
Glimmer im Kopf beim Abendessen, Galeriespinnweben und Nina Hagens Gesicht
auf einem Ei: Am Jahresende wiegt das Soziale so schwer wie die Dunkelheit.
(DIR) Trachten-Performance in Hamburg: Ermattet wirkender Kunststoff raschelt als Rüschenärmel
Der Kater nach dem Festumzug könnte Inspiration gewesen sein für
„Festtag!“. Hinter Véronique Langlotts Performance steckt echte
Trachten-Forschung.
(DIR) Performance über Beobachtung: Es hängt von uns ab
„Komische Vögel“ im TD Berlin: Von der Ornithologie zur Beobachtung des
Menschen in der Gesellschaft ist es manchmal nur ein kleiner Hüpfer.
(DIR) Choreografin Ursina Tossi: Wege ins Ungewisse
Grenzen ausloten, überschreiten und Exzesse wagen: Die Hamburger
Choreografin Ursina Tossi setzt das Publikum gern mit auf die Bühne.
(DIR) Performance „subjoyride“: Auch Stinken regt zum Denken an
Elsa von Freytag-Loringhoven machte Dada in New York. Ihrem Biss und ihrer
Freizügigkeit ist das Stück „subjoyride“ in den Sophiensælen Berlin
gewidmet.
(DIR) Tanznacht Berlin: Tüll und Totalzerstörung
Nicht eine, sondern fünf Tage und Nächte ging das Festival „Tanznacht
Berlin 25“ in den Uferstudios. Viele der Projekte waren selbstfinanziert.
(DIR) Burlesquefestival auf der Reeperbahn: „Körper auf der Bühne sind immer politisch“
In Hamburg steigt das erste deutsche internationale Burlesquefestival.
Wissenschaftlerin Joanna Staśkiewicz über Burlesque als lokales Barometer.
(DIR) Theaterfestival in Estland: Hackerperformance an der EU-Außengrenze
Das Freedom-Festival im estnischen Narva verblüfft. Dort gab es originelles
politisches Theater und Trotz gegen den östlichen Nachbarn Russland.
(DIR) Kunstblut in „Medeas Kinder“: Die Performerin hängt am Fleischerhaken
Kunstblut fließt auf der Bühne – und Menschen fallen im Theater in
Ohnmacht. Wieso eigentlich? Ist doch klar, dass niemand ernstlich verletzt
wird.
(DIR) Den Mythos von Orpheus befragen: Alles ist sehr klar und unaufgeregt
Vier Eurydices performen, tanzen und singen in Sasha Amayas Interpretation
von Monteverdis „Orfeo“ im Radialsystem in Berlin.
(DIR) Pulitzer-Preisträger Chacon in Hannover: Auch Feuerwaffen können herrlich singen
Im Kunstverein Hannover zeigt der Komponist Raven Chacon, dass wirklich ein
Lied in allen Dingen schläft. Und er macht es auch hörbar.
(DIR) Die Kunst der Woche: Spiel mit den (Bild-)Räumen
Michael Ackerman präsentiert seinen eigentümlichen fotografischen Stil in
Berlin. Pia Lanzinger und der KreisverChor besingen den Moritzplatz.
(DIR) „Lash“ an der Deutschen Oper Berlin: Der Augapfel verrottet zuerst
Frauen, Körper, Tod: „Lash – Acts of Love“ von der Komponistin Rebecca
Saunders und dem Künstler Ed Atkins ist ein multimediales Gesamtkunstwerk.
(DIR) 8. Africologne-Festival in Köln: Leiden für Schokolade
Das Africologne-Festival ist die Biennale afrikanischer Kunst in Europa. In
diesem Jahr geht es dort in Köln um die Macht der eigenen Erzählung.
(DIR) Festival für Sport und Performance: Dehnen und Denken
Das Ballhaus Ost zeigt das Festival „Sportfest“. Es verbindet die Körper-
und Mentalpraktiken von Sport und darstellenden Künsten.
(DIR) Live Art Festival in Hamburg: Die Dramaturgie eines Car-Crashs
Auf Kampnagel Hamburg bringt ein Live Art Festival am Ende der Saison
schillernde Bilder, Lapdance und Striptease, Taxifahrten und Unfälle
zusammen.
(DIR) Performance bei Festival in Hannover: Die beste aller möglichen Welten
Bei den Kunstfestspielen Herrenhausen flaniert man mit Leibniz. Mit der
Performance „Habitat“ war Headbangen und viel Nacktes zu erleben.
(DIR) Nachruf auf Eva von Eva und Adele: Das Glück am Rockzipfel berühren
Die lebenslange Performance von Eva, Gesamtkunstwerk aus der Zukunft und
Hälfte des Künstlerinnenpaars Eva & Adele, ist zu Ende. Ein Nachruf.
(DIR) Henrike Iglesias' „Newsroom“ in Berlin: Nach den Klicks zu gehen, führt in die Irre
Das deutsch-schweizerische Performancekollektiv Henrike Iglesias setzt im
Berliner Theater an der Parkaue auf demokratische Mitbestimmung im
Journalismus.
(DIR) Theaterschaffende über Verbindungen: „Ich kann die Anziehungskraft nachvollziehen“
Das Kollektiv „Institut für Kontrolle und Exzess“ hat zu
Studentenverbindungen recherchiert. Daraus entstand das Stück „saufen
fechten heidelberg“.
(DIR) Performance „War Games“ in Hamburg: Krieg in der Spielwelt
„War Games“ fragt, wie Kinder Krieg und Gewalt erleben, und zeigt bildstark
mit überraschenden Perspektiven, wie tief Konflikte unser Handeln prägen.
(DIR) Talk „Maschinenraum der Zukunft“: Auswege aus der Perspektivlosigkeit
Lassen sich Rechtsruck und KI-Macht auch positive Zukunftsvisionen
entgegensetzen? Das lotet eine Gesprächsreihe am Schauspielhaus in Hamburg
aus.
(DIR) Schau mit Künstlerin Lenora de Barros: Der Bindestrich ist subversiv
Die brasilianische Künstlerin Lenora de Barros ist in einer Karlsruher
Schau zu sehen. Sie ist so spielerisch wie poetisch der Sprache auf der
Spur.
(DIR) Vinyl Release des Albums „intimate yell“: Ein Bett aus Stimmen
Ein Chor, viele Assoziationen und trockener Humor: der Vinyl Release von DJ
Courtesys Album will Öffnung zwischen den Künsten sein.
(DIR) Wie ein Perfomancekünstler arbeitet: Kleinteiliger Widerstand
Die Einsamkeit zur Performance erheben: 2021 kam der montenegrinische
Künstler Dante Buu dank der Martin-Roth-Initiative nach Berlin. Ein
Atelierbesuch.
(DIR) Ukrainischer Drag-Performer: „Ich ziehe die Maske aus, wenn der Krieg zu Ende ist“
„Verka Serduchka“ löste außerhalb des postsowjetischen Raumes nach ihrem
ESC-Auftritt 2007 einen Hype aus. Heute kann er im Ausland nicht auftreten.
(DIR) Kunstprojekt zu Verschwundenen in Mexiko: Kleidung gegen das Verschwinden
Laura Uribe und Sabina Aldana bespielen Hof und Kiosk des Berliner Gorki
Theaters. „Backyard“ widmet sich den 115.000 Verschwundenen in Mexiko.
(DIR) Audio-Walk im Phoenix-Center Harburg: Mein Nachmittag als Biene
Am Hamburger Stadtrand lassen sich bewusstseinsverändernde Erfahrungen
machen. Man muss nur mit der Performance-Truppe JaJaJa spazieren gehen.
(DIR) Inklusion und performative Künste: Lob der Langsamkeit
Das Netzwerk making a difference setzt sich für die Inklusion behinderter
Künstler*innen ein. Die Berliner Kulturpolitik gefährdet schon
Erreichtes.
(DIR) Buch des Soziologen Richard Sennett: Diskurs und Anstand
Der Soziologe Richard Sennett erkundet in seinem neuen Buch die
performative Dimension des Politischen und deren Wirkung.
(DIR) Performance in der Berlinischen Galerie: Wenn Worte nicht mehr reichen
Das Dance On Ensemble entwickelt neue Verständigungsmöglichkeiten. Die
daraus entstandene Performance wurde in der Berlinischen Galerie
uraufgeführt.
(DIR) Disability & Performance Festival Berlin: Die „Cripolution“
Das „No Limits“-Festival setzt auf Neurodivergenz und die Wertschätzung
individueller Bedürfnisse. Die Performances finden über Berlin verteilt
statt.
(DIR) Kontroverse bei Leipziger Festival: Der kulturelle und der bewaffnete Widerstand
Beim Leipziger Festival euro scene wurde nach Antisemitismusvorwürfen eine
Performance abgesagt. Die Festivalleitung will von von nichts gewusst
haben.
(DIR) Neues Stück von She She Pop: Was weiß die Herde über die Wahrheit
Mit seinem Stück „Bullshit“ grast das Performance-Kollektiv She She Pop auf
Wiesen vermeintlicher Gewissheiten. Premiere war im Berliner Hebbeltheater.
(DIR) Theater-Film-Kunst von Henkel Pitegoff: Stets zwischen Distanz und Nähe
Calla Henkel und Max Pitegoff suchen in einer Berliner Ausstellung mit viel
Künstlichkeit nach Authentizität – und fragen: Warum kauft man ein Theater?
(DIR) Performerin über Hamburger Esso-Häuser: „Wieder Klobürsten in die Hand“
Vor zehn Jahren trauerte der Megafonchor in Hamburg um die abgerissenen
Esso-Häuser an der Reeperbahn. Nun protestiert er wieder.
(DIR) Tanzwissenschaftlerin über Pflanzen: „Mehr als nur Objekte“
Dominika Cohn hat untersucht, was Pflanzen uns zu sagen hätten, wenn sie
sprechen könnten. Aus dem Ergebnis hat sie eine Tanzperformance gemacht.