# taz.de -- Kapitalismus
(DIR) Krieg und Ölpreise: Trump begeistert oder Make Kapitalismus Great Again!
Mit fossilen Energien lässt sich viel leichter Geld verdienen als mit
regenerierbaren Ressourcen. Besonders in Krisenzeiten klingelt's in den
Kassen.
(DIR) Wachstumsideologie in Games: Friedrich Merz würde dieses Spiel hassen
In vielen Games ist Wachstum Voraussetzung für Erfolg. Das Cozy Game „Tiny
Bookshop“ ist postkapitalistisch und damit erfolgreich. Wie geht das?
(DIR) Visuelle Kirchenkritik im Domschatz: Woher kommt dein Gold, Madonna?
Die Künstler Alice Creischer und Andreas Siekmann verfolgen im Dommuseum
Hildesheim die Lieferketten heiligen Geräts bis nach Potosí und in den
Kongo.
(DIR) Buch über alternative Wirtschaftspolitik: „Jeder Geländegewinn zählt“
Was tun, wenn Rechte Ungleichheit verstärken und gleichzeitig davon
profitieren? „Der verdrängte Kapitalismus“ lotet aus, wie antifaschistische
Wirtschaftspolitik aussehen kann.
(DIR) Aki Kaurismäki in Karlsruhe: Am Förderband des Lebens
Adran Figueroa adaptiert Kaurismäkis „Das Mädchen aus der
Streichholzfabrik“. Und bringt ein düsteres Drama über die kapitalistische
Moderne auf die Bühne.
(DIR) Kapitalismus und Abonnements: Willkommen in der Subscription Economy
Was als kostenloses KI-Tool angepriesen wird, endet schnell in der
Abo-Falle. Dabei sollten diese Tools öffentlich zugänglich sein.
(DIR) Diskussion über Rentenreform: Merz will die Altersvorsorge dem Kapitalmarkt ausliefern
Der Bundeskanzler plant, die gesetzliche Rente zugunsten der privaten
Vorsorge zu kürzen. Das nützt der Bevölkerung wenig, dem Kapitalmarkt umso
mehr.
(DIR) Thriller „Send Help“ von Sam Raimi: Endlich bekommen, was man schon immer wollte
Der Regisseur Sam Raimi lässt in seinem Thriller „Send Help“ zwei verhasste
Kollegen auf einer Insel stranden. So was geht nicht ohne böses Blut.
(DIR) Forscherin über Wertschöpfungsketten: „Wenn Einzelne aufsteigen, steigen andere ab“
Wohlstand für alle durch globalen Handel? Laut Wirtschaftsgeografin
Christin Bernhold ist das unter kapitalistischen Bedingungen „eine
Illusion“.
(DIR) Macht der Immobilienkonzerne: Bei der Wohnungsfrage geht es um Demokratie
Nur eine Demokratie, die liefert, darf sich so nennen. Gibt es zu wenige
Wohnungen, erfüllt sie eine ihrer Grundvoraussetzungen nicht.
(DIR) Chefredakteur verlässt „SZ“: Ruhm und Rendite
Nach 16 Jahren verlässt Chefredakteur Wolfgang Krach die „Süddeutsche
Zeitung“. Aber nicht „im Einvernehmen“ mit der Südwestdeutschen
Medienholding.
(DIR) Die Wahrheit: Smartphones aus Rüben
Am Black Friday sind heuer leere Verpackungen prestigeträchtiger Artikel
hochgefragt. Neues vom Kampftag der Verbraucherklasse.
(DIR) Bewegungstermine in Berlin: Mackie Messer in Mitte
Wie der Eigentümer mit den Ex-Obdachlosen in der Habersaathstraße umgeht,
zeigt, dass im Kapitalismus „Recht“ und „gerecht“ oft nicht dasselbe sind.
(DIR) Katharina Pistors Adorno-Vorlesungen: Geld ist immer Kredit, aber nicht jeder Kredit ist Geld
Wie wird Geld geregelt? Ihre Adorno-Vorlesungen in Frankfurt am Main
widmete die Juristin Katharina Pistor der aktuellen Verfassung des
Finanzsystems.
(DIR) Die Wahrheit: Bereinigtes Charaktersortiment
Vom Neoliberalismus lernen heißt bekanntlich konsumieren lernen. Und in
allem eine Wertschätzung sehen! Wert, äh, Wort.
(DIR) Die Seitenwende der taz: Drei ostdeutsche Frauen besiegen den Kapitalismus
Annett Gröschner, Peggy Mädler und Wenke Seemann denken für die taz eine
Nacht lang über den Zustand der Solidarität nach. Und sie würfeln dabei.
(DIR) Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften: Ein Preis für die schöpferische Zerstörung
Der Wirtschaftsnobelpreis geht an drei Ökonomen, die Gründe für
nachhaltiges Wachstum erforschten. Er ist ein Plädoyer für technische
Innovationen.
(DIR) Kapitalismus: Überfluss – vom Versprechen zum Schreckenswort
Das Wort Überfluss hat eine wechselhafte Geschichte. Der Blick sollte auf
den verheerenden Klima-Folgen liegen, nicht auf kleinkarierter
Konsumkritik.
(DIR) Neuer Roman von Leif Randt: Im Zweifel highly relatable
Leif Randt wendet sich in „Lets Talk About Feelings“ erneut der Oberfläche
und diesmal auch der Mode zu. Politisch ist das irritierend, inhaltlich
fad.
(DIR) Grüne Jugend-Sprecher über Aufrüstung: „Der fossile Kapitalismus schürt Kriege“
Die Bedrohung der Gesellschaft gehe übers Militärische hinaus, sagt
Grüne-Jugend-Sprecher Jakob Blasel.
(DIR) Der Nachwendekindertalk: Berlin Calling: Wie Berlin sich, dich und mich verändert!
Marie macht sich Gedanken über die Heroisierung von Gewalt. Chipi will über
Deutschlands kontroverseste Stadt diskutieren.
(DIR) Profi-Fußballspielerin über Sportwashing: „Wir sind alle in das System verwoben“
Der Frauenfußball findet immer mehr Sponsoren, darunter auch Öl- und
Gasunternehmen. Profi Tessel Middag kämpft derweil dafür, dass ihr Sport
fossilfrei wird.
(DIR) Politikwissenschaftler über Öko-Krise: „Der ökologische Fußabdruck ist eine Falle“
Grüner Kapitalismus und die Verhaltensänderung von Individuen könnten den
Planeten nicht retten, sagt Ulrich Brand. Ein Systemwechsel sei notwendig.
(DIR) Die Wahrheit: Nadelstiche gegen den Kapitalismus
Auch als Einzelner kann man dem Kapitalismus schaden. Haben Sie schon mal
„Zahnpasta teuer“ gegoogelt? Oder dem Kapital 5 Sterne auf Amazon gegeben?
(DIR) Buch über Austeritätspolitik: Klassenkampf von oben
In „Die Ordnung des Kapitals“ zeigt die italienische Ökonomin Clara Mattei,
wie mit Austeritätspolitik die Hegemonie des Kapitals durchgesetzt wird.
(DIR) Reiseziel Duschanbe: Fake it like Tadschikistan
In Tadschikistans Hauptstadt Duschanbe entsteht eine neue Welt aus
Sandstein, Glas und E-Autos. Das Geld kommt unter anderem aus China.
(DIR) Die Wahrheit: Am unteren Ufer des Teppichs
In einer grotesk anmutenden Schleifenproduktion werden die Bruchstücke der
Wirklichkeit dorthin gekehrt, wo nichts normal erscheint.
(DIR) Buch über die Arbeitswelt: Kampf dem Leistungsimperativ
Heike Geißler rechnet ab mit einer krankmachenden Arbeitswelt und lädt zum
Richtungswechsel ein.
(DIR) Gespräch über Planung im Kapitalismus: „Niemand wird kommen, um uns zu retten“
Kapitalismus bedeutet Planwirtschaft, sagt die britische Ökonomin Grace
Blakeley. Sie zählt zu den wichtigsten jüngeren Kapitalismuskritiker:innen.
(DIR) „Song of the Earth“ von Dirty Projectors: Waldbrände vorm Fenster und Gustav Mahler im Ohr
Die US-Band Dirty Projectors befasst sich mit der Klimakrise. Und mit
Mahlers Zyklus „Das Lied von der Erde“. Über beiden Werken liegt die
Vergänglichkeit.
(DIR) Der Irrsinn der Tech-Oligarchen: Schäbige Visionäre
Den Planeten zerstören und dann nichts wie weg: Der frühere Cyberpunk
Douglas Rushkoff gibt in seinem Buch Einblicke ins Mindset von
Tech-Oligarchen.
(DIR) Popkultur der 2000er Jahre: Das bin doch alles ich
In den Ruinen des Kapitalismus: Julia Friese webt in „delulu“ ein Netz aus
popkulturellen Verweisen und Glamourversprechen.
(DIR) Geschlechtsstereotype im Kaufhaus: Der Graben durch die Babyabteilung
Mädchen lieben Rosa, Jungs tragen Blau. Die „Pink Globalization“ der
Konsumindustrie ist auch im Jahr 2025 noch ungebrochen.
(DIR) Schräge Forderungen im Wahlkampf: Märchen vom Fleiß
Das Kapital für sich arbeiten zu lassen, ist in der Regel lukrativer, als
selbst einer Arbeit nachzugehen. Das sollte sich dringend ändern.
(DIR) Reichtum und Davos: Auch der Kapitalismus ist nicht ewig
Das Weltwirtschaftsforum Davos lädt dazu ein, sich über maßlosen Reichtum
aufzuregen. Nur sind die Zeiten für „smash capitalism“ gerade nicht so gut.
(DIR) Gamification der Arbeit: Ein Wolfsbaby als Belohnung
Arbeit als Mittel der Selbstoptimierung mit lockeren Spielen verbinden. Ist
„Gamification“ unproduktiver Spaß oder einfach nur Kapitalismus?
(DIR) Kapitalismus ist unterhaltsam: Alte weiße Weihnacht
Weihnachten? Ist bloß die Magie der kapitalistischen Imagination, so wie
das I-Phone. Und überhaupt, ist alles von falschen Schönheitsidealen
geprägt.
(DIR) Philosoph über Wert der Natur: „Trigger-Punkte gibt es auch beim Artensterben“
Der Verlust der Biodiversität hat auch ökonomische Folgen. Warum sich diese
nicht seriös schätzen lassen, erklärt der Sozialphilosoph Andreas Hetzel.
(DIR) Hype um Black Friday: Shoppen ist kein Sternenhimmel
Am Black Friday ist alle Kapitalismuskritik grau. Arme könnten da auch mal
eine Waschmaschine kaufen. Eine Waschmaschine aber löst das Problem nicht.
(DIR) Was Karl Marx und „Twilight“ verbindet: Bis(s) zum Ende des Kapitalismus
„Twilight“ ist eine Liebesgeschichte. Vor allem eine zwischen Kapitalisten
und den lebendigen, arbeitenden Menschen, die sie ausbluten lassen.
(DIR) Verleger über Kolonialismus-Sachbuch: „Es war bei der Veröffentlichung bahnbrechend“
Der Manifest-Verlag hat Walter Rodneys Klassiker „How Europe Underdeveloped
Africa“ neu übersetzt. René Arnsburg geht mit dem Buch auf Lesetour.
(DIR) Ende der telefonischen Krankschreibung: Von wegen blaumachen
Finanzminister Lindner plädiert für ein Aus der telefonischen
Krankschreibung. Doch diese ist nicht das Problem. Der Kapitalismus ist es.
(DIR) Buch über westliche Moderne: Alle auf hundertachtzig
Angst, Enttäuschung, Wut – Gefühle geben aktuell in der Politik den Ton an.
Eva Illouz spürt ihrer Genese nach und analysiert die explosive Gegenwart.
(DIR) Theateradaption von Lea Ypis Buch „Frei“: Systemkritik ohne Schärfe
In Bremen bringen Armin Petras und Nina Rühmeier das Buch „Frei.
Erwachsenwerden am Ende der Geschichte“ auf die Bühne. Die Umsetzung
gelingt nicht.
(DIR) Social Skills fürs Abitreffen: Viel von Nichts
Unser Autor muss in die Heimat. Er bekommt Tipps von der Verkäuferin im
Bord-Bistro und Angst. Und fühlt sich regiert von der Macht der Kategorien.
(DIR) Buch über Finanzelite: Die Welt berauben
Geld und Leere: Das Buch „Das Milliardenspiel“ ist ein schockierender
Insiderbericht aus einer der Schaltzentralen des Finanzkapitalismus.
(DIR) Podcast über Ausbeutung: Zerfallende Insel
Ein neuer Doku-Podcast erzählt von dem tragischen Schicksal der Insel
Nauru, seitdem britische Seefahrer dort Bodenschätze gefunden haben.
(DIR) Kinder fragen, die taz antwortet: Muss man später arbeiten?
Wir wollen von Kindern wissen, welche Fragen sie beschäftigen. Diese Frage
kommt von Ella, 7 Jahre alt.
(DIR) Verletzlichkeit im Beruf: Der unheimliche Besuch vom Nichts
Im Job ständig Absagen zu bekommen, ist so üblich wie unangenehm.
Besonders, wenn wegen PMS das Selbstwertgefühl ohnehin auf dem Tiefpunkt
ist.
(DIR) Ideologie-Vorwurf in der Debattenkultur: Alles ist ideologisch
In Debatten wird häufig nur den Argumenten unterstellt, ideologisch zu
sein, die sich für staatliche Eingriffe einsetzen. Eine Sprachkritik.