# taz.de -- Kommunikation
       
 (DIR) Verlegerin über den Wert von Biografien: „In Familiengeschichten steckt die Weltgeschichte“
       
       Katrin Rohnstock ist Spezialistin für Erzählen: Sie hat einen Verlag für
       Autobiografien. In ihren Erzählsalons kommen die unterschiedlichsten
       Menschen zu Wort.
       
 (DIR) Auf der Plauderbank in Lichtenberg: Plaudern gegen die Einsamkeit
       
       Im Fennpfuhlpark steht die einzige Plauderbank des Bezirks Lichtenberg.
       Wird das Angebot genutzt? Heidemarie Micke sitzt täglich hier – und
       plaudert.
       
 (DIR) Freiluftkino in Berlin: Zwischen Paul, Paula und Erdbeerbowle
       
       Beim 30. Balkonkino in Hellersdorf treffen DDR-Filmklassiker, Nostalgie und
       Nachbarschaft aufeinander. Am Ende tanzt der ganze Kiez.
       
 (DIR) Die Wahrheit: Lästlinge im Nahbereich
       
       Nachbarn sind im Grenzbereich des Seins angesiedelte Wesen, die an und für
       sich niemand braucht.
       
 (DIR) Kommunikation in der Stadt: Alles beschrieben und vollgeklebt
       
       Jede Wand, jeder Bauzaun, alles bekritzelt und besprüht. Die Menschen
       schreiben sich in ihre Stadt ein – und senden Botschaften an die Welt.
       
 (DIR) Unpolitische Diskurse: Politik als PR
       
       Der politisch-mediale Diskurs kreist größtenteils nur noch um die Verkaufe.
       Das verhindert inhaltliche Debatten, die geführt werden müssen.
       
 (DIR) Europas unsichtbare Festung: Die halbe Straße kannte meinen Namen
       
       Unser Autor reist nach Brasilien und an einem Tag kennt ihn die ganze
       Straße. Gehört die Zukunft Gesellschaften, in denen Fremde miteinander
       sprechen?
       
 (DIR) Coachin über das Neinsagen: „Ich kann elegant Nein sagen“
       
       Gerade Frauen fällt es oft schwer, Nein zu sagen. Warum das nicht nur etwas
       Schlechtes ist und wie es doch klappt, erklärt Coachin Caroline Koerber.
       
 (DIR) Forscherin über Politik und Emotionen: „Jede politische Debatte ist emotional“
       
       Die Neurowissenschaftlerin Maren Urner findet, dass die Politik Gefühle
       stärker berücksichtigen sollte, sonst fühlten sich viele nicht gehört.
       
 (DIR) Übersetzerin über literarische Texte: „Leichte Sprache verändert Ästhetik auf der Bühne“
       
       Anne Leichtfuß hat die antike Tragödie „Antigone“ in Leichte Sprache
       übersetzt. Sowas verändert den demokratischen Diskurs, sagt die
       Übersetzerin.
       
 (DIR) Professorin über das Quanteninternet: „Wichtig, dass die Technologie früh zugänglich gemacht wird“
       
       Quanten-was? Stephanie Wehner klärt darüber auf, was es mit dem
       Quanteninternet auf sich hat – und wie dadurch unsere Kommunikation
       sicherer wird.
       
 (DIR) Die Wahrheit: Unendliches Missverständnis
       
       Wenn der eigene Nachbar einem sein Herz ausschüttet? Haltung zeigen! Doch
       ist der Nachbar wirklich auch der Nachbar?
       
 (DIR) Locked-In-Syndrom und Kommunikation: „Manche Leute schreien mich an“
       
       Wie gehen wir mit Menschen um, die nicht so kommunizieren, wie es die
       Mehrheitsgesellschaft gewohnt ist? Anama Fronhoff hat damit 25 Jahre
       Erfahrung.
       
 (DIR) Mensch-Maschine-Kommunikation: Welterfahrung aus zweiter Hand
       
       Menschen wollen kommunizieren, als Gesprächspartnerin preist sich mehr und
       mehr die künstliche Intelligenz an. Doch mit einer Maschine gibt es kein
       Wir.
       
 (DIR) Sozialer Zusammenhalt: Die Kunst des Zuhörens
       
       Die Welt wird lauter, die Tonlage schriller, die Stimmung unversöhnlicher.
       Trotzdem: Der soziale Zusammenhalt lässt sich wieder stärken.
       
 (DIR) Über das Nichtreden: Schweigen ist ein großes Geschenk
       
       Der digitale Kapitalismus kann die Stille nicht ertragen. Dabei kann viel
       Großzügigkeit darin liegen, Dinge nicht auszusprechen. Ein Debattenbeitrag.
       
 (DIR) Trampen in Deutschland: Daumen raus
       
       Per Anhalter von Berlin nach Aachen, wer macht sowas heute noch? Unser
       Autor. Er hat viel erlebt und fragt: Ist diese Kulturpraxis zu Unrecht
       vergessen?
       
 (DIR) Die Wahrheit: Entschuldigung für alles
       
       Es folgt hier eine gut abgehangene Ego-Beichte von jemandem, der doch glatt
       die Größe hat, sich zu entschuldigen. Doch für was bloß?
       
 (DIR) Die Wahrheit: Wenn der Kanzler drei Mal blubbert …
       
       Dank ständiger Berichterstattung sind auch jenseits des Sauerlandes die
       Faseleien von Merz in Echtzeit bekannt. Was folgt, ist oft noch
       furchtbarer.
       
 (DIR) Die Wahrheit: Laberzölibat
       
       Wenn dank überschäumender Fantasie bei zwei ausgesprochenen Redefreunden
       dauernd alle Ideen mitgeteilt sein wollen, kommt das Schweigen etwas zu
       kurz.
       
 (DIR) Journalistin über Gesprächskultur: „Wir suchen aktiv das Blöde am Anderen“
       
       Catherine Newmark will die Gesprächskultur entgiften. Am Schauspiel
       Hannover hat sie die Gesprächsreihe „Chronik der laufenden Entgleisungen“
       initiiert.
       
 (DIR) Informationen zur eigenen Gesundheit: Krank? Ich doch nicht!
       
       Informationsvermeidung selbst bei schwerwiegenden Diagnosen ist weit
       verbreitet – und psychologisch verwurzelt. Was dagegen helfen kann.
       
 (DIR) Gewebte Kanzler-Kommunikation: Die Macht am Hals
       
       Viele kleine Landeswappen: Beim Antrittsbesuch in Niedersachsen trug
       Bundeskanzler Friedrich Merz eine Pferdekrawatte. Was kann uns das sagen?
       
 (DIR) Die Wahrheit: Chez moi im Verwechslungskabarett
       
       Wer quasi Hauptdarsteller und zugleich einziger Zuschauer ist in seiner
       Performance auf dieser unserer Welt, der sucht notgedrungen schnell das
       Weite.
       
 (DIR) Unzuverlässige Dienstleistung: So viel Frust über die Post wie noch nie
       
       Das Paket kommt verspätet, der Brief landet woanders oder verschwindet
       komplett: Viele, viele Beschwerden über die Post hat die zuständige Behörde
       registriert.
       
 (DIR) Die Wahrheit: Vom korrekten Umgang mit dem Personal
       
       Ob beim Trinkgeldgeben oder bei Anrufen von Callcenter-Agenten – nicht mehr
       unwirsch zu reagieren, ist der neueste Trend im öffentlichen Leben.
       
 (DIR) Aufmerksamkeit bekommen von Mitmenschen: „Arschloch“ klappt immer
       
       Unser Sohn Willi kommuniziert vor allem nonverbal. Zu den Wörtern, die er
       sprechen kann, gehört „Arschloch“. Nun hat er einen Kontext dafür gefunden.
       
 (DIR) Die Wahrheit: Chodschi Grötschi
       
       Tagebuch einer Versteherin: In der Backzutaten-Abteilung des Supermarkts
       erscheint eine Agentin und raunt leise ihr geheimnisvolles Code-Wort.
       
 (DIR) Wie wir Hoffnung kommunizieren: Erlebe Gutes und rede darüber
       
       Wir machen etwas falsch, wenn wir unsere Freuden und Erfolge für uns
       behalten. Denn wie wir die Welt darstellen, verändert auch die Welt.
       
 (DIR) Kommunikation zwischen Paaren: Liebe in Zeiten der Gesprächsblockade
       
       Früher hieß es, man müsse miteinander schweigen können. Heute googelt man,
       wie man peinliches Schweigen beim Date vermeidet – eine kritische Analyse.
       
 (DIR) Kinder fragen, die taz antwortet: Was soll man eigentlich auf „Na?“ antworten?
       
       Wir wollen von Kindern wissen, welche Fragen sie beschäftigen. Jede Woche
       beantworten wir eine. Diese Frage kommt von Claire, 7 Jahre alt.
       
 (DIR) Stundenlange Sprachnachrichten: Brieftaube 2.0
       
       Lange Sprachnachrichten im Alltag zu verschicken, ist sehr beliebt, manche
       hassen sie aber auch. Ein Blick auf ein Phänomen unserer digitalen Zeit.
       
 (DIR) Leipziger Buchmesse: Die Metapher ist ein Arschloch
       
       Die Philosoph:innen Tim Henning, Nikola Kompa und Christian Nimtz
       leuchten Abgründe der Alltagskommunikation aus. Ja, Sprache kann
       ausgrenzen.
       
 (DIR) Die Wahrheit: Hirnmuskelspiele auf dem Gedankenstrich
       
       So schwach die Interpunktion der Tochter ist, so rigoros urteilt die
       Vierzehnjährige über einen tödlichen Punkt in einer sehr kurzen
       Kurznachricht.
       
 (DIR) Sonderausstellung über Nachrichten: Aus der Postkutsche ins Internet
       
       Was verraten Nachrichten darüber, wie wir uns verständigen? Eine
       Sonderausstellung zu dem Thema im Museum für Kommunikation Berlin kann auch
       überfordern.
       
 (DIR) KI-Forschungsgruppe an der Uni Bremen: „Wir sind nicht der Notarzt. Bei uns geht es um Prävention“
       
       Die Forschungsgruppe „Kommunikative KI“ der Universität Bremen will
       künstliche Intelligenz verstehen und gestalten. Im Fokus steht das große
       Ganze.
       
 (DIR) Öffentliche Verwaltung auf Social Media: Rückzug ist keine Option
       
       Sollten öffentliche Verwaltungen wie die Kommunen aus den sozialen Medien
       aussteigen? Nein, sie müssen sich nur andere, bessere Strategien überlegen.
       
 (DIR) Einfach mal gar nichts sagen: Sei doch mal still
       
       Schweigen war für unsere Autorin lange bedrückend. Dann lud ein indischer
       Zahnarzt sie zum Meditieren ein. Über Stille in Zeiten der Ruhelosigkeit.
       
 (DIR) Die Wahrheit: Numinöse Nomen
       
       Neues von der Sprachkritik: Ein olles Anhängsel an Substantive ist
       plötzlich wieder hip wie Hippe und führt zu merkwürdigen
       Wortverlängerungen.
       
 (DIR) Performance in der Berlinischen Galerie: Wenn Worte nicht mehr reichen
       
       Das Dance On Ensemble entwickelt neue Verständigungsmöglichkeiten. Die
       daraus entstandene Performance wurde in der Berlinischen Galerie
       uraufgeführt.
       
 (DIR) Die Wahrheit: Deep Black Saturday
       
       Am Samstag ist es so weit, eine Kommunikationsära endet: Die
       Telefonauskunft schließt für immer ihre Hörerpforten. Diese Ansage ist
       kostenlos.
       
 (DIR) Neue Sprachmarotte: finger weg von versalien!
       
       Nicht nur Populist*innen, auch Normalos scheinen zunehmend Gefallen
       daran zu finden, jeden einzelnen Buchstaben großzuschreiben. Bitte
       aufhören.
       
 (DIR) Fatale Verwechslung: Wenn das Brillen-Case Käs' ist
       
       Manchmal lösen sich Missverständnisse auf überraschende Weise. Am Ende kann
       man sogar darüber lachen.
       
 (DIR) Diskriminierung im Alltag: Erklären statt googeln
       
       Personen aus marginalisierten Gruppen werden manchmal übergriffige Fragen
       gestellt. Am besten ist, sie direkt zu konfrontieren, findet unsere
       Autorin.
       
 (DIR) FDP-Politikerin über Demo-Aktivismus: „Manchmal gibt es viele Gespräche“
       
       Karoline Preisler geht zu Demonstrationen, deren Ziele sie gar nicht teilt
       – um dort zu diskutieren. Das macht die FDP-Politikerin zur Zielscheibe.
       
 (DIR) Die Wahrheit: Aperitif für Nörgler
       
       Tagebuch einer Verhörerin: Missverständnisse allüberall, aber vor allem bei
       diesem Gin von der Alm, aus dem Allgäu, von der Spezial-Biodestillerie.
       
 (DIR) Journalistischer Umgang mit AfD: „Man muss perfekt vorbereitet sein“
       
       Das Institut für Rechtsextremismus der Uni Tübingen analysiert rechte
       Ideologien. Direktor Rolf Frankenberger über die AfD und den Umgang der
       Medien.
       
 (DIR) Die Wahrheit: Vier minus in Monströs-Sein
       
       Das Zitiermonster kennt sämtliche Zitate dieser Welt. Aber kommt es auch in
       ebendieser unserer Welt zurecht? Oder trifft es gar auf Gleichgesinnte?
       
 (DIR) Kommunikation vor der Europawahl: Lernt unsere Sprache
       
       Nicht mal 20 Prozent der Erstwähler*innen fühlen sich gut informiert.
       Das liegt nicht an ihnen. Die Politik muss besser mit Menschen reden.
       
 (DIR) Die Wahrheit: Wichtige Information!
       
       Donnerstag ist Gedichtetag auf der Wahrheit. Heute darf sich die geneigte
       Leserschaft an einem Poem über eine Kommunikationsverwirrung erfreuen.