# taz.de -- Berliner Linke: Das Stadtbild hat gewählt
       
       > Elif Eralp hat es geschafft, die Stadtgesellschaft in ihrer Breite
       > anzusprechen. Doch über der Berliner Linken hängt hartnäckig der
       > Antisemitismusverdacht.
       
 (IMG) Bild: Gewonnen: die linke Spitzenkandidatin Elif Eralp in der Bundespressekonferenz am Montag nach der Wahl in Berlin
       
       Als die kurdische DJ bei der Wahlparty der Linken im Festsaal Kreuzberg die
       Plattenteller übernimmt, ist Elif Eralp der Mittelpunkt der Tanzfläche.
       Ausgelassen tanzt die [1][wahrscheinlich nächste Regierende Bürgermeisterin
       Berlins] zu einem mit elektronischem Beat unterlegten türkischen Volkslied
       mit dem Titel Erik Dalı („Pflaumenast“), dann hakt sie sich mit den kleinen
       Fingern bei ihren Genoss:innen ein und tanzt mit ihnen den kurdischen
       Kreistanz Halay. Die DJ sagt über das Mikro an die „wunderschöne Elif“
       gerichtet: „Möchtest du Tarkan jetzt gleich hören oder später?“
       
       Als dann Tarkans Superhit [2][„Şımarık“] läuft, der wohl bekannteste Song
       des türkischen Popstars, tobt die Menge. Die ausgelassene Stimmung erinnert
       an die legendären Partys im Kreuzberger Szeneclub SO 36, wo sich syrische
       Schwule, türkische Transvestiten, kurdische Lesben und schwäbische
       Studierende seit über 25 Jahren regelmäßig spätabends zu anatolischer
       Techno-Folklore in den Armen liegen. Die „Gayhane“-Parties sind im
       Nachtleben Berlins längst eine Institution. Nun ist deren Geist ins
       politische Zentrum der Metropole eingezogen.
       
       Die Wahlparty der Berliner Linken ist in diesem Moment ein Spiegelbild der
       Vielfalt der Stadt: Hier geben keine weißen, älteren Männer in Anzügen den
       Ton an, hier feiert eine postmigrantische Gesellschaft. Um Eralp herum
       tanzen die „Süßkartoffeln“, wie die DJ sie nennt, zusammen mit Menschen mit
       sichtbarem Migrationshintergrund und Queeren, es sind Junge und Alte. Als
       noch junge Frau, deren Eltern einst als politische Flüchtlinge aus der
       Türkei nach Deutschland kamen, verkörpert die 45-jährige Eralp diese
       Vielfalt. Von der Tanzfläche muss sie bald wieder vor die Kamera, den
       anwesenden Journalisten Rede und Antwort stehen. Sie ist die
       Wahlgewinnerin, und die Stadt will wissen, wie es mit ihr nun weiter geht.
       
       Der Erdrutschsieg der Berliner Linken, die mit 25,7 Prozent ein Viertel
       alles Wähler:innenstimmen in der Hauptstadt gewonnen hat, steht auch
       dafür, dass die Linke die Stadt in ihrer Breite inzwischen am besten
       symbolisiert. 42 Prozent der Menschen in Berlin haben einen
       Migrationshintergrund, doch im politischen System spielten sie bislang nur
       eine Nebenrolle. Eralp und die Linken stehen für das Versprechen, das zu
       ändern. Auch deswegen wurde sie von so vielen gewählt – [3][insbesondere in
       den Innenstadtbezirken, von Friedrichshain-Kreuzberg über
       Tempelhof-Schöneberg bis zum Norden Neuköllns, wo sie Grüne und SPD
       deklassierten]. Selbst im nordwestlichen Außenbezirk Spandau holte die
       Linke ein Direktmandat.
       
       ## Erfolg bei Nichtwähler:innen
       
       Auf der Bundespressekonferenz am Montagmittag hebt Eralp die erfolgreiche
       Mobilisierung im Wahlkampf von bisherigen Nichtwähler:innen hervor:
       „Ich habe von vielen gehört, die zum ersten Mal zur Wahl gehen, viele mit
       Migrationsgeschichte, viele Türkeistämmige, die sich zum ersten Mal
       repräsentiert fühlen.“ Stimmen habe es von jenen gegeben, „die sich von den
       anderen Parteien nicht ausreichend vertreten fühlen“. Nun gelte es alle
       Menschen der Stadt, die alle gleichermaßen unter der Mietenkrise litten,
       „zusammenzuführen“. Und dann sagt sie einen Satz, der womöglich eine neue
       Selbstverständlichkeit ausdrückt: „Menschen, die hier Jahrzehnte leben,
       sind keine Ausländer, sondern Berlinerinnen und Berliner.“
       
       Den Mobilisierungserfolg in den Communities bestätigt Ayșe Demir,
       Vorstandssprecherin beim Türkischen Bund Berlin-Brandenburg (TBB). Man habe
       sich die Wahlbeteiligungen von drei Wahlkreisen in Kreuzberg und von
       weiteren in Neukölln, Moabit, Gesundbrunnen und Wedding, die alle
       migrantisch geprägt sind, genauer angesehen: „Und dort lag überall die
       Wahlbeteiligung im Schnitt über der von Berlin“, sagt sie. Und: „Das hängt
       sicher auch mit Eralp als Spitzenkandidatin zusammen“. Das habe sich für
       die TBB bereits vor der Wahl gezeigt. „Auch in der Türkei und in den
       türkischsprachigen Medien wurde sehr viel über Eralp berichtet“, sagt sie.
       „Ich glaube, das hat viele bewegt, zur Wahl zu gehen.“
       
       Eralp habe es geschafft, unterschiedliche Communities hinter sich zu
       vereinen und Menschen aus ganz verschiedenen politischen Lagern, von
       konservativ bis progressiv, anzusprechen. Sie habe sowohl in sunnitischen
       muslimischen Kreisen als auch in alevitischen und kurdischen Anschluss
       gefunden, beobachtet Demir. Auch wenn der TBB „überparteilich“ ist, wie
       Demir betont, sagt sie: „Es ist für uns ein starkes Zeichen, dass eine Frau
       mit Migrationsbiografie den Regierungsauftrag bekommen hat.“
       
       ## Selbstverständlich die Breite angesprochen
       
       Wohl nie zuvor hat eine Partei und eine Kandidatin in der Stadt so
       beiläufig, so selbstverständlich die Gesellschaft in ihrer Breite
       angesprochen. In ihrer 20-minütigen Rede, kurz nach der ersten Prognose am
       Sonntagabend, bedankt sie sich bei ihren türkischen Freunden, ebenso bei
       den Kurd:innen, und erwähnte die Unterstützung aus Kreisen der Sinti*zze
       und Rom*nja. Und ohne auch nur nachzudenken, wechselte sie immer wieder vom
       Deutschen ins Türkische. Im Festsaal spricht sie von der Vision einer
       Stadt, in der „alle Menschen, egal woher sie kommen, egal an was sie
       glauben, egal wen sie lieben, egal wie viel Einkommen sie haben“, gehört
       werden. Sie alle sollen mit ihr, Elif, wie es auf ihren Plakaten viel
       größer steht als Eralp, ins Rote Rathaus einziehen.
       
       „Das war wie ein Versprechen“, sagt Hamze Bytyçi dazu, dass sich Eralp
       ausdrücklich in ihrer Dankesrede auch an Sinti*zze und Rom*nja gewandt
       hatte. Bytyçi ist Parteigenosse von Eralp, und gleichzeitig Künstler,
       Aktivist und Vorsitzender der Rom*nja-Selbstorganisation Roma Trial e. V.
       Die Community vertraue ihr und habe ihr im Wahlkampf den Rücken gestärkt,
       im Wissen darum, „dass sie uns später den Rücken stärken wird, das ist der
       Deal“, sagt er.
       
       Als Regierende Bürgermeisterin werde Eralp auch dafür sorgen, dass „man ein
       paar Sachen, die man heutzutage nicht mehr sagt, auch tatsächlich nicht
       mehr sagt“, ist er sich sicher. „Ich glaube, das wird für viele auch ein
       Lerneffekt.“ Was er meint, ist etwa das sogenannte [4][„Z-Wort“, die
       rassistische Fremdbezeichnung, die noch immer im Diskurs auftaucht. ]
       
       Das Vertrauen, das Eralp genieße, gehe aber auch mit großer Verantwortung
       einher. Das gelte ganz entschieden auch für den Umgang mit Antisemitismus
       und den Schutz jüdischen Lebens. „Da haben wir ganz klar rote Linien“, sagt
       Bytyçi. Doch genauso gelte das für ein klares Bekenntnis dafür, hier nicht
       zwei Lager gegeneinander auszuspielen.
       
       ## Der Vorwurf: Antisemitismus
       
       Die Debatte um Antisemitismus innerhalb der Linken, die Bytyçi erwähnt, hat
       die Wochen vor der Wahl mitgeprägt, erst recht nach [5][einem
       Intifada-Aufruf des Rappers Dahabflex] auf einer Wahlkampfveranstaltung der
       Linken Neukölln. Auf einmal sprach kaum mehr jemand davon, dass womöglich
       die AfD die größte Gefahr für Jüdinnen und Juden in diesem Land ist und die
       Berliner [6][CDU Gelder für die Antisemitismusbvekämpfung nicht nach
       Qualifikation, sondern an Parteifreunde] verteilte.
       
       Noch am Wahlabend äußerte sich Josef Schuster, Präsident des Zentralrats
       der Juden, besorgt über den Wahlsieg der Linken und forderte SPD und Grüne
       auf, nicht mit dieser zu koalieren. SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach sagte
       am Montag, er erwarte für den Fall einer Zusammenarbeit mit der Linken
       [7][ein klares Bekenntnis gegen Antisemitismus.]
       
       Werner Graf, Spitzenkandidat der Grünen, hatte vor der Wahl gesagt, er
       werde keinem Linksbündnis beitreten, das an den Stimmen der Neuköllner
       Linken-Abgeordneten hängt. Nun, wo die Linke mit 47 Abgeordneten einziehen
       wird, muss er das auch nicht. Rot-Grün-Rot hat eine Mehrheit von satten 15
       Sitzen. Auf die Neuköllner Linken wird es nicht ankommen.
       
       ## Auf der Wahlparty in Neukölln
       
       Auf der Wahlparty der Linken Neukölln im Ballhaus Rixdorf sitzen am
       Sonntagabend zwei Männer auf dem Podest und spielen anatolische Weisen auf
       der Saz, der türkischen Langhalslaute. An den runden Caféhaustischen sitzen
       junge Hipster neben Frauen mit Kopftuch, ergraute Altlinke neben jungen
       migrantischen Aktivistinnen mit Kufija: Es ist ein Spiegelbild des Bezirks,
       der als Problemviertel verschrien und zugleich in Serien wie „4 Blocks“ als
       gefährlichstes Pflaster der Hauptstadt glorifiziert wird.
       
       Nach der ersten Hochrechnung springt Jorinde Schulz, die 37-jährige
       Sprecherin des Bezirksverbands, auf die Bühne und nennt die Gründe für den
       Erfolg: „Wir waren einfach überall in Neukölln präsent, mit unserem
       politischen Programm, mit Info-Ständen, mit Flashmobs, mit
       Spontankundgebungen, mit Flyerverteilung, und natürlich mit vielen
       Haustürgesprächen“, zählt sie auf.
       
       Im Norden Neuköllns ist die Linke zur Volkspartei geworden. Hier gewann sie
       die Hälfte aller Stimmen und errang mit großem Abstand vor der Konkurrenz
       drei Direktmandate. Was wird sie mit dieser neuen Macht anfangen? Die Linke
       Neukölln sei „ein zentraler Akteur des linken Flügels der Linken Berlin“,
       sagt Jorinde Schulz.
       
       Sie nennt die Bedingungen, die sie für einen Senat unter linker Führung für
       zentral hält. „Die Enteignung großer Immobilienkonzerne“ sei eine „rote
       Linie“, so viel ist für Schulz klar. „Wir haben auf unserem Landesparteitag
       aber auch weitere Themen festgehalten“, betont sie. Die Linke dürfe sich
       nicht an weiteren Sozialkürzungen beteiligen, und sie müsse sich gegen den
       „autoritären Umbau“ stemmen. Die Polizeigewalt, die sich [8][insbesondere
       gegen die Palästina-Solidaritätsbewegung gerichtet] habe, müsse ein Ende
       haben.
       
       Auch Rouzbeh Taheri betont, dass es mit der Linken keine Kürzungen im
       Bildungs- und Kulturbereich geben dürfe – und das trotz knapper Kassen. Der
       53-jährige, der von 2017 bis 2021 Sprecher der Initiative „Deutschen Wohnen
       & Co enteignen“ war und als Verlagsleiter und Geschäftsführer bei der
       linken Zeitung nd arbeitet, führte die Landesliste seines Bezirks an und
       zieht nun erstmals im Abgeordnetenhaus ein. „Ich erwarte mir eine andere
       Haltung zu Menschen, die von Kriegen und Unterdrückung betroffen sind“,
       sagt er.
       
       Yurtsever Özdemir ist im Süden Neuköllns aufgewachsen, als Kind einer
       Arbeiterfamilie kurdisch-alevitischer Herkunft. „Bei uns in der
       Gropiusstadt hat die AfD ihr erstes Büro im Bezirk eröffnet“, erzählt er.
       Das sei eine Herausforderung: „Für uns ist es entscheidend, dass wir den
       Menschen dort eine Perspektive bieten können“. Özdemir selbst kandierte in
       der Gropiusstadt als Direktkandidat. Am Ende liegt dort die CDU vor der
       AfD, die Linke vor der SPD. Özdemir hat nichts dagegen, dass sich seine
       Partei an einer Regierung beteiligt „Das ist wichtig, weil sich die
       Menschen Veränderung wünschen, und die wollen wir herbeiführen“, sagt er.
       
       Angesichts des großen Erfolgs der Berliner Linken dürften es all jene in
       der Partei schwer haben, die eine Regierungsbeteiligung skeptisch sehen
       oder kategorisch ablehnen. Auch Grüne und SPD können sich dem eindeutigen
       Votum der Mehrheit der Berlinerinnen und Berliner kaum verweigern.
       
       Der ehemalige Gewerkschafter, Hermann Nehls, 71, ist Co-Vorsitzender in
       Neukölln. „Der Fokus auf Neukölln war heftig und hart“, sagt er über den
       vergangenen Wahlkampf. Nehls weist den Vorwurf zurück, die Linke Neukölln
       sei „von Islamisten und Stalinisten unterwandert“, wie es einige
       Boulevardmedien behaupten. Und er nimmt „Basem, Vedi und Ahmed“ in Schutz –
       drei Genoss:innen, zwei davon Palästinenser, die am meisten angegriffen und
       angefeindet wurden.
       
       Der palästinensische Linken-Politiker Basem Said kann sich nur halb über
       den Wahlerfolg freuen. Noch am Wahlsonntag hatten viele Zeitungen empört
       berichtet, weil er auf Instagram das Posting eines Aktivisten geteilt
       hatte, der zur „Wahlintifada“ aufgerufen hatte. „Intifada heißt auf
       Arabisch, dass man sich gegen Unterdrückung auflehnt“, sagt der Pädagoge.
       „Mit Blick auf Neukölln heißt das für mich: Wir stehen auf gegen Rassismus
       und Antisemitismus, gegen antipalästinensischen Rassismus wie gegen jeden
       anderen Rassismus auch.“
       
       Ein Gewaltaufruf sei das nicht, betont er und fühlt sich bewusst
       missverstanden. „Ich bin sehr enttäuscht und entsetzt, weil ich mich schon
       immer für das Zusammenleben in Neukölln eingesetzt habe. Und ich wundere
       mich, dass ich immer wieder diffamiert werde“. Für Palästina zu sein heiße
       für ihn, „für universelle Menschenrechte für alle Menschen zu sein“. Und er
       verspricht: „Ich werde für alle Neuköllner da sein, ob Deutsche oder
       Araber, Juden oder Muslime.“
       
       ## Skandal-Besuch auf der Party
       
       Für großes Aufsehen sorgt später auch ein unangemeldeter Gast, der
       plötzlich auf der Wahlparty der Linken Neukölln auftaucht. Issa Remmo,
       Oberhaupt einer Neuköllner Großfamilie, die mit organisierter Kriminalität
       in Verbindung gebracht wird, will zu der Feier, wird dann aber rasch aus
       dem Saal geleitet. Auch der PFLP-Funktionär Ibrahim Ibrahim soll gesichtet
       worden sein, der Spiegel berichtete über Fotos, die ihn mit dem Neuköllner
       Abgeordneten Ferat Koçak zeigen und veröffentlichte einen Post auf X. Die
       „Volksfront zur Befreiung Palästinas“ ist in Deutschland verboten und wird
       auf der EU-Terrorliste geführt.
       
       Elif Eralp distanziert sich später umgehend. Mit organisierter Kriminalität
       habe ihre Partei nichts zu tun, sagt die Spitzenkandidatin der Linken.
       Später am Montag sorgt dann allerdings [9][die Nachricht für neuerliches
       Aufsehen, dass Firas Remmo, ein Sohn von Immo, einen Chatverlauf gepostet
       hat]: Darin bittet Koçak den Remmo-Sohn, einen Ausschnitt einer seiner
       Bundestagsreden zu verbreiten und sendet außerdem „Grüße mit Respekt“ an
       den Vater. Linken-Bundesvorsitzende Ines Schwerdtner kündigte an, man wolle
       den Sachverhalt mit Koçak klären.
       
       Auf der Bundespressekonferenz, auf der Eralp neben ihrer Bundesvorsitzenden
       Ines Schwerdtner sitzt, zielen gleich mehrere Fragen auf den Antisemitismus
       der Linken. Eralp antwortet, sie gebe ein „Schutzversprechen ab, damit sich
       alle Menschen wieder sicher fühlen, „insbesondere jüdische Menschen“.
       
       In der alevitischen Gemeinde traut man ihr das durchaus zu: „Mein Eindruck
       ist, dass sie Religionsfreiheit ernst nimmt“, sagt Kadir Şahin,
       stellvertretender Vorsitzender der Alevitischen Gemeinde zu Berlin. „Wir
       trauen ihr auch zu, auf Kreisverbände in der Partei entsprechend
       einzuwirken“, sagt er mit Blick auf die Antisemitismus-Vorwürfe in den
       Reihen der Linkspartei.
       
       Auch Şahin findet es erfreulich, dass eine Frau mit Migrationserfahrung die
       Perspektive hat, Regierende Bürgermeisterin zu werden. Die
       Aufbruchstimmung, die die Wahl der Linken verbreitet, loben derweil nicht
       nur politische und gesellschaftliche Funktionsträger. Sie ist für viele
       schon am Tag danach im Alltag spürbar, etwa im türkischen Supermarkt.
       „Vielleicht ist es nur Einbildung, aber hier strahlen wir uns gerade an“,
       sagt eine Kundin.
       
       „Wir haben es schon bei der diesjährigen U16-Wahl gemerkt“, sagt Ayşegül
       Taşkıran, Leiterin eines Jugendclubs in Schöneberg. „Bei der U18-Wahl vor
       der letzten Abgeordnetenhauswahl lag bei uns die Tierschutzpartei ganz
       vorn. Dieses Mal hatte ganz klar die Linke gewonnen“, sagt sie. „In den
       Gesprächen mit vielen Familien vor der Wahl hatte ich den Eindruck, dass
       viele Menschen durch Elif Eralp von der Linken Hoffnung geschöpft haben.
       Sie haben sich in ihr und ihrer Geschichte wiedergefunden“, sagt Taskiran.
       Da sei das Gefühl gewesen, „dass ihre Perspektiven gesehen werden“.
       
       21 Sep 2026
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] /Linke-gewinnt-Abgeordnetenhauswahl/!6213639
 (DIR) [2] https://www.youtube.com/watch?v=cpp69ghR1IM
 (DIR) [3] /Berlin-Kreuzberg-Linke-uebernehmen-ehemalige-Gruenen-Hochburg/!6214929
 (DIR) [4] /CDUler-hetzt-im-Netz/!6129225
 (DIR) [5] /Streit-um-Berlins-Linke/!6206480
 (DIR) [6] /Untersuchungsausschuss-Foerdergeldaffaere/!6186292
 (DIR) [7] /Antisemitismus-Debatte-im-Wahlkampf/!6211645
 (DIR) [8] /Propalaestinensische-Szene-/!6112173
 (DIR) [9] https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/parteien/id_101445458/remmo-sohn-firas-meldet-sich-nach-linke-wahlparty-chat-mit-ferat-kocak.html?fbclid=PAT01DUAUeFBtwZG9mAmV4dG4DYWVtAjEwAHNydGMGYXBwX2lkDzU2NzA2NzM0MzM1MjQyNwABp1M91kVhofEmd9AdN4c-vjJjhzJRuCJAeQHBHRcBtoJPWQJywE5abI9gis1p_aem_vtBLCTmFumTiAUejPTcMpw
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Daniel Bax
 (DIR) Erik Peter
 (DIR) Uta Schleiermacher
       
       ## TAGS
       
 (DIR) Schwerpunkt Wahlen in Berlin
 (DIR) Elif Eralp
 (DIR) Die Linke Berlin
 (DIR) Neukölln
 (DIR) GNS
 (DIR) Lesestück Recherche und Reportage
 (DIR) Longread
 (DIR) Reportage
 (DIR) Die Linke
       
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