# taz.de -- Niederlagenserie der AfD im Osten: Verloren, verloren, verloren, verloren, verloren …
       
       > Die AfD stellt sich als unbesiegbar dar, besonders im Osten. Doch dieses
       > Jahr verlor sie dort bisher fast alle Kommunalwahlen. Was sich daraus
       > lernen lässt.
       
 (IMG) Bild: So wie fast alle Kommunalwahlen dieses Jahr in Ostdeutschland ist auch dieses Wahlplakat für die AfD verloren
       
       Die AfD in Mecklenburg-Vorpommern spuckte zuletzt große Töne, kündigte eine
       „blaue Welle“ an. Dann hagelte es Niederlagen: [1][Wismar], [2][Schwerin],
       Ueckermünde, Anklam – die rechtsextreme Partei verlor alle Bürgermeister-
       und Landratswahlen in diesem Jahr in dem ostdeutschen Küstenland.
       
       Und nicht nur dort. Auch in den anderen Ostbundesländern, in
       Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Sachsen und Thüringen, trat die AfD in diesem
       Jahr zu bisher 26 Wahlen für Bürgermeister- und Landratsposten an. Gewinnen
       konnte AfD-Kandidaten nur zwei Mal: [3][André Barth im sächsischen
       Altenberg] und [4][René Stadtkewitz in Zehdenick]. Barth war zuvor schon
       Vizebürgermeister und kommissarisch im Amt, nachdem der CDU-Amtsvorgänger
       zurückgetreten war. Stadtkewitz machte schon 2010 Schlagzeilen, [5][als er
       die Rechtsaußen-Partei „Die Freiheit“ gründete], die später wieder
       verschwand. Er profitierte davon, dass in Zehdenick in den vergangenen fünf
       Jahren drei Bürgermeister abdankten, zwei davon krank – und bei der
       aktuellen Wahl keine Kandidierenden von SPD, CDU oder Linken mehr antraten.
       
       In allen anderen Kommunen verlor die AfD.
       
       Eine taz-Recherche zeigt, warum. Wurde es bei Abstimmungen über
       Bürgermeister oder Landräte konkret, entschieden sich die Wählenden für
       Erfahrung und Kompetenz statt für die Neulinge der AfD. Gewählt wurden dann
       die demokratischen Amtsinhaber*innen oder Kandidierende, die
       Verwaltungserfahrung haben oder aus dem örtlichen Wirtschafts- und
       Vereinsleben bekannt waren. Viele der AfD-Kandidierenden waren dagegen
       lokal wenig vernetzt, politisch relativ unerfahren, einige mit dubioser
       Vergangenheit. Ein weiterer Faktor: Kam es zu Stichwahlen, unterstützten
       Kandidierende, die im ersten Wahlgang unterlagen, oft ihre demokratischen
       Konkurrenten – die AfD aber erhielt offene Wahlempfehlungen nicht.
       
       Die kommunale Niederlagenserie der rechtsextremen Partei scheint
       überraschend, widerspricht sie doch einigen Trends. Bei den jüngsten
       Landtags- und Bundestagswahlen wurde die AfD [6][in den meisten
       ostdeutschen Wahlkreisen stärkste Kraft]. In vielen Gemeinde- und
       Stadträten im Osten stellt sie mittlerweile die größten Fraktionen. Und
       gerade erst erreichte die AfD in Sachsen-Anhalt in einer Umfrage einen
       Rekordwert, 41 Prozent. Dort wie in Mecklenburg-Vorpommern strebt die
       Partei [7][Alleinregierungen nach den Landtagswahlen] im September an.
       
       ## „AfD hat nach wie vor nirgends die absolute Mehrheit“
       
       Für den Potsdamer Rechtsextremismusforscher Gideon Botsch kommen die
       kommunalen Niederlagen jedoch nicht überraschend. „Das spiegelt die
       Tatsache, dass die AfD nach wie vor nirgends die absolute Mehrheit hinter
       sich hat, auch nicht in Ostdeutschland.“ Die Mehrheit lehne die AfD weiter
       ab, auch wenn sie kleiner werde, so Botsch. Und in Stichwahlen gelinge es
       bisher, diese Mehrheit gegen die AfD zu mobilisieren.
       
       Botsch verweist aber darauf, dass die AfD inzwischen eine feste
       Stammwählerschaft hat und ihre Kandidierenden teils mehr als 40 Prozent der
       Stimmen erhielten. Das ist in diesen Fällen höher als der
       Landesdurchschnitt. Solche Ergebnisse seien „erschütternd“, wenn man sehe,
       dass die AfD-Kandidierenden „meistens kaum Seriosität und Sachkompetenz
       ausstrahlen und nicht wie geeignete Personen für ein kommunales Spitzenamt
       wirken“, so der Politologe. Zudem stelle die Partei inzwischen in etlichen
       Kreistagen und Stadtparlamenten die stärkste Fraktion, was die Arbeit für
       demokratische Bürgermeister und Landräte erschwere.
       
       ## Keine Entwarnung für Landtagswahl
       
       Und es gibt Grenzfälle wie Fürstenwalde in Brandenburg. Dort trat die AfD
       bei den Bürgermeisterwahlen im April zwar nicht an, unterstützte aber einen
       parteilosen Kandidaten – der eine Abgrenzung zur AfD ablehnt. Auch im
       sächsischen Döbeln trat die AfD nicht an, sondern empfahl den
       CDU-Amtsinhaber, der die Wahl schließlich auch gewann. Und in Aue-Bad
       Schlema erreichte der AfD-Kandidat im ersten Wahlgang zwar mit 18 Prozent
       nur Platz drei – vorne aber lag ein noch radikalerer Rechtsextremist der
       „[8][Freien Sachsen]“, mit 29 Prozent, gefolgt von einem CDU-Mann. Nun
       entscheidet die Stichwahl.
       
       Und eine Garantie, dass die Niederlagenserie der AfD anhält, gibt es auch
       nicht. Schon in den nächsten Wochen treten wieder Vertreter der AfD in
       Kommunen bei Bürgermeister- oder Landratswahl in Ostdeutschland an.
       
       Eine Entwarnung für die Landtagswahlen im Herbst sind die jüngsten
       AfD-Niederlagen ebenfalls nicht. Politologe Botsch sagt, dass hier die AfD
       vom Verhältniswahlrecht profitiere, weil ihre Wähler*innen formiert
       hinter ihr stünden, während die demokratischen Stimmen zersplittert seien.
       Die Lage verschärfe sich, wenn diese Parteien unter die Fünfprozenthürde
       fielen.
       
       Bisher seien auf Landesebene Wähler*innen, die die AfD ablehnten, „sehr
       diszipliniert“ gewesen und hätten am Ende auch gegen ihre eigentlichen
       Wahlpräferenzen den aussichtsreichsten demokratischen Kandidaten gewählt,
       so Botsch. Ob sich das in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern
       wiederholt, sei offen. Botschs Appell deshalb: Die Wähler*innen sollten
       genau überlegen, ob sie einer Partei mit wenig Aussicht auf einen Einzug in
       den Landtag ihre Stimme geben – und die Parteien links der Mitte, ob „ihre
       staatspolitische Verantwortung in Ostdeutschland nicht eher eine Bündelung
       der Kräfte verlangt, wenn sie es ernst meinen mit der Verteidigung der
       Demokratie“.
       
       Was nach den Bürgermeister- und Landratswahlen in diesem Jahr aber in jedem
       Fall bleibt: Auch wenn die AfD gern anderes behauptet, sie ist besiegbar.
       Diese Erkenntnis macht vor allem der Zivilgesellschaft vor Ort Hoffnung.
       Hört man sich um unter jenen, die sich in Ostdeutschland in den
       Parlamenten, Jugendklubs, auf der Straße oder in der Kulturszene für die
       Demokratie engagieren, dann sind es vor allem diese Kommunalwahlergebnisse,
       die ihnen jetzt Mut machen. Neue Bündnisse entstünden, heißt es da, um sie
       bei den Landtagswahlen vielleicht doch noch zu stoppen, die „blaue Welle“.
       
       Anmerkung der Redaktion: Der Text und die Online-Karte wurden am 11. Mai
       aktualisiert, nachdem die AfD in Zehdenick einen Bürgermeisterposten gewann
       – und in Barnim und Panketal unterlag. In Görlitz und Aue-Bad Schlema
       stehen Stichwahlen aus. 
       
       Die folgenden ausgewählten Beispiele zeigen, wie sich die AfD schlagen
       lässt. 
       
       Anklam: Amtsinhaberbonus und Powerwahlkampf
       
       Michael Galander ist nicht wegzudenken aus Anklam. [9][Seit 24 Jahren ist
       der Parteilose dort Bürgermeister]. Im April nun forderte ihn AfD-Mann Jörg
       Valentin heraus, ein Kommunikationswissenschaftler aus Greifswald. Aber
       Valentin hatte keine Chance: Er unterlag deutlich, holte nur 27,9 Prozent,
       und Galander gewann seine vierte Amtszeit. „Das war eine Personenwahl“,
       sagt Galander. „Und die Bürger haben gesehen, dass ich in den 24 Jahren
       doch eine Menge bewegt habe.“
       
       Tatsächlich präsentierte sich Galander im Wahlkampf als Macher, zeigte
       seine Projekte vor: den neuen Schulcampus, den neuen Sportplatz, das neue
       Schwimmbad, die sanierte Innenstadt. Auf seinem Schreibtisch steht ein
       Schild: „Jammern und meckern verboten“. Wirtschaftsvertreter und Bauern
       warben für den 56-Jährigen, ein Bündnis aus SPD und Linken unterstützte
       ihn. Galander selbst tritt für die „Initiativen für Anklam“ an – bewusst
       suchte er einen Weg jenseits der etablierten Parteien. Nach der Wahl
       gratulierte ihm SPD-Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.
       
       Dabei räumte die AfD bei der Bundestagswahl 2025 in Anklam noch ab, holte
       45,3 Prozent. Aber Galander hatte ein elfköpfiges Wahlkampfteam, hängte
       Großbanner in der Stadt auf, verschenkte bei Aktionen Kinotickets,
       Stadtrundfahrten oder frische Brötchen.
       
       AfD-Mann Valentin dagegen blieb blass, seine Plakate wirkten austauschbar,
       seine Wahlkampfstände altbacken. Und es blieb der Makel, dass der
       59-Jährige nicht mal in Anklam wohnte, sondern im 40 Kilometer entfernten
       Greifswald. Die AfD in Anklam hatte keinen eigenen Kandidaten gefunden,
       ihre Fraktion sich früh gespalten. Und Galander – anders als die CDU vor
       Ort – hält klaren Abstand zur AfD, sucht sich im Stadtrat seine Mehrheiten
       mit anderen Fraktionen. Sein Rezept ansonsten: „Einfach mit der eigenen
       Arbeit punkten. Wenn man sich wirklich reinhängt für die Stadt, dann
       überzeugt das die Leute, auch AfD-Anhänger.“
       
       Uckermark: Kompetenz – und Support von Linke bis FDP
       
       Der AfD-Kandidat Felix Teichner ist innerhalb der AfD Brandenburg bestens
       vernetzt. Umtriebig versuchte er während des Wahlkampfs mit Tiefschlägen
       gegen die erfahrene Amtsinhaberin zu punkten – die CDU-Landrätin Karina
       Dörk. Teichner griff sie als „Merkel-Imitat“ an, ein KI-generiertes
       Großplakat zeigte Dörk mit Merkel-Raute vor dem Bauch, inmitten eines rosa
       Dreiecks, das wohl nicht zufällig an den Rosa Winkel erinnerte: dem Symbol
       für Homosexuelle in NS-Konzentrationslagern.
       
       Teichner feixte danach über die Aufmerksamkeit, [10][doch Dörk ließ den
       Angriff ins Leere laufen]. Sie erstattete keine Anzeige und konzentrierte
       sich im Wahlkampf auf das Wesentliche: [11][Kommunalpolitik, Kenntnis der
       Rechtslage und lösungsorientierte direkte Ansprache gegenüber den
       Bürger*innen].
       
       Und so gilt auch hier: Die AfD Brandenburg ist zwar extrem stark, aber
       stärker noch ist die Mobilisierung gegen die Rechtsradikalen. Teichner
       verlor die Stichwahl schließlich deutlich mit 40 zu 60 Prozent.
       
       Ihren Wahlsieg kommentierte die alte und neue CDU-Landrätin Dörk mit den
       Worten: „Morgen geht die Arbeit weiter.“ Gewonnen hat die CDU-Landrätin
       auch, weil sie von FDP bis Linkspartei sowie von mehreren demokratischen
       Organisationen des Landkreises unterstützt wurde. Unterm Strich: Die AfD
       ist stark – scheitert aber, wenn es gelingt, die gesellschaftliche Mitte
       gegen ihre extremistischen Parolen und Positionen zu mobilisieren.
       
       Gommern: AfD-Kandidat mit dubioser Vergangenheit
       
       In wenigen Wahlen ist die AfD so deutlich unterlegen wie in der Kleinstadt
       Gommern in Sachsen-Anhalt. Dort wollte der AfD-Kandidat Phillipp-Anders Rau
       am 22. März Bürgermeister werden und scheiterte spektakulär. [12][Er
       erhielt nur 12,9 Prozent der Stimmen]. Bürgermeister war und bleibt der
       parteilose Jens Hünerbein.
       
       Das Scheitern von Rau dürfte auch mit seiner Vita zusammenhängen. Die
       Lokalzeitung nannte ihn „Skandal-Kandidat“, selbst Parteikollegen sagten
       öffentlich, dass sie sich für Rau schämen. Rau wurde vor seiner politischen
       Karriere mehrmals verurteilt, wegen Diebstahls und Urkundenfälschung. 2012
       hatte er sich mit einem gefälschten Abiturzeugnis einen Studienplatz
       erschlichen, ein Gericht verurteilte ihn dafür 2017 zu einer
       Gefängnisstrafe auf Bewährung. Seine Anwältin erklärte sein Verhalten
       damals mit seiner Kokainsucht. Rau soll zudem an Pornoproduktionen
       mitgewirkt haben, weswegen sogar das Landesschiedsgericht der AfD
       eingeschaltet wurde. Rau, befanden die Menschen in Gommern, sei damit nicht
       geeignet, Bürgermeister zu werden.
       
       Kraftsdorf: Demokrat mit breiter Unterstützung in der Gemeinde
       
       Das kleine Kraftsdorf liegt im Osten Thüringens und hat 3.700 Einwohner. Im
       Frühjahr 2026 wählten sie den ehrenamtlichen Bürgermeister und schon vor
       Monaten wurde Gerhard Rassier von Kraftsdorfern angesprochen, ob er nicht
       kandidieren wolle. So erzählt er es am Telefon. Rassier war Richter, fast
       30 Jahre lang verhandelte er Strafsachen am Landgericht Gera.
       
       Etwa genauso lange lebt er in der Gemeinde Kraftsdorf und bringt sich ein.
       Er war Trainer im örtlichen Fußballverein, engagierte sich im
       Karnevalsverein und beim Maibaumsetzen. Zur Bürgermeisterwahl war Rassier
       gegen zwei Kandidaten angetreten, eine Parteilose und einen Mann, der für
       die AfD und ein lokales Wahlbündnis antrat. In der Stichwahl am 15. März
       setzte sich Rassier schließlich mit 71,1 Prozent gegen den AfD-Kandidaten
       durch – und das, obwohl der AfDler groß plakatiert hatte, Rassiert hingegen
       gar nicht.
       
       Die Frage „Ich oder die AfD“ habe er im Wahlkampf nicht thematisiert, sagt
       Gerhard Rassier. Das habe er aber auch nicht gebraucht. Die Mehrzahl der
       Kraftsdorfer haben ihn gewählt, glaubt er, weil sie ihn kennen und weil er
       als ehemaliger Richter hohes Ansehen genieße.
       
       Landkreis Elbe-Elster: Bodenständigkeit kontert AfD-Elitenkritik
       
       Gern wütet die AfD gegen die angeblich abgehobenen Eliten. Bei Marcel
       Schmidt läuft der Vorwurf ins Leere. Der gelernte Maler und Lackierer ist
       37 Jahre alt und arbeitet im Vertrieb eines Farbherstellers. Im März wurde
       er zum Landrat des südbrandenburgischen Elbe-Elster-Kreises gewählt.
       „Überraschend“ fand das nicht nur der RBB – auch weil Schmidt bisher
       lediglich als Parteiloser in der Gemeindevertretung der
       südbrandenburgischen Gemeinde Hirschfeld saß.
       
       Im ersten Wahlgang im Februar hatte Schmidt noch auf Platz zwei gelegen –
       vor dem AfD-Kandidaten Norbert Kleinwächter, einst Vize der
       Bundestagsfraktion seiner Partei. In der Stichwahl Anfang März gewann
       Schmidt dann gegen den von der CDU vorgeschlagenen amtierenden Landrat
       Christian Jaschinski mit 65 zu 35 Prozent.
       
       Der Amtsinhaber konnte gegenüber dem ersten Wahlgang praktisch keine
       Stimmen dazu gewinnen, Schmidt bekam mehr als doppelt so viele. Als Thema
       hatte Schmidt vor allem auf eine Verbesserung der Gesundheitsversorgung
       gesetzt, seine Erfahrungen als Handwerker herausgestellt und versprochen,
       die Wirtschaft zu fördern. Bei seiner Vereidigung versprach er einen
       „respektvollen politischen Umgang“ und rief dazu auf, gesellschaftliche
       Spaltungen zu überwinden. In seiner ersten Amtswoche übergab er 15
       Neubürgern ihre Einbürgerungsurkunde. Die Begrüßungsfeier sei ein Zeichen
       für „Zugehörigkeit, Vielfalt und das gemeinsame Miteinander“, sagte er.
       
       Rodewisch: der AfD ordentlich Paroli bieten
       
       In Rodewisch holte Kerstin Schöniger, amtierende Bürgermeisterin, am 1.
       Februar die meisten Stimmen bei der Wahl: 64 Prozent. Es ist die dritte
       Amtszeit in Folge für die CDU-Frau, die nun aber als Parteilose antrat. Sie
       gilt als Anpackerin, fleißig, pragmatisch, und punktete auch mit
       Frauenpolitik – mit der sie der AfD Paroli bot.
       
       Die AfD habe im Wahlkampf auf Nostalgie gesetzt. „Meine Strategie war es,
       nach vorn zu schauen“, erklärt Schöniger der taz zu ihrem Wahlergebnis. Das
       fiel zwar eindeutig aus, dennoch verlor Schöniger im Vergleich zu 2019, als
       sie noch 85 Prozent der Stimmen bekam. In ihrer zweiten Amtszeit gab es
       viele Konflikte mit der AfD-Fraktion im Stadtrat.
       
       Zu der gehört seit etwa zwei Jahren auch Schönigers einziger Herausforderer
       Tino Wolf, ein Fleischermeister. Seine Niederlage kommentierte er in der
       Freien Presse mit dem Satz: „Wir waren wohl zu fair im Wahlkampf.“ Eine
       seiner Forderungen war es, die „Gendersprache“ in der Stadt abzuschaffen.
       Damit meinte er offenbar auch, dass sich Schöniger als Bürgermeisterin
       bezeichnet und nicht als Bürgermeister. Die CDU-Frau aber hielt bei der AfD
       dagegen und erklärte: „Bloß weil sie sehr laut sind, muss man nicht denken,
       dass sie viele sind.“
       
       Mitarbeit: Clara Dünkler und Katarina Machmer
       
       8 May 2026
       
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