# taz.de -- Postkolonialismus
(DIR) UN-Resolution für bessere Weltkarten: Eine Frage der Welt-Anschauung
Weltkarten prägen unser Bild der Welt. Die Vereinten Nationen versuchen
jetzt auf Initiative Afrikas, eine historische Verzerrung zu korrigieren.
(DIR) Reihe zu Foucaults 100. Geburtstag: Projektionen eines Intellektuellen
In den 1970er-Jahren sah der französische Philosoph Michel Foucault im
Islam eine Kraft der Befreiung. Wie kam er dazu? Teil 7 unserer Serie.
(DIR) Berliner Aquarium: Vom Zipfelkrötenfrosch und den blinden Flecken
Nach drei Jahren Sanierung öffnet das Berliner Aquarium wieder. Es zeigt
20.000 Tiere und könnte bei der eigenen Geschichte etwas genauer hinsehen.
(DIR) AfD-Fakes gegen Postkolonialismus: Weiße Schuld weißwaschen
Der AfD-Bundestagsabgeordnete Matthias Helferich greift die postkoloniale
Forschung an. Eine Studie offenbart Intentionen und Fakes.
(DIR) Kyiv Biennial im KW Berlin: Über Umwege zur „Nakba“
Die Kyiv Biennial in Berlin hantiert mit dem Begriff des
„Middle-East-Europe“. Das geht nicht immer auf.
(DIR) „Wachs und Gold“ von Joachim Bessing: Einübung in einen äthiopischen Blick
Ein Erzähler reist nach Addis Abeba und kommt recht weit damit, kulturell
zwischen den Zeilen zu lesen. „Wachs und Gold“ von Joachim Bessing.
(DIR) Vier Millionen für restituierte Figur: Teuer, wenn das Bild schillert
Der Tänzerinnen-Brunnen von Georg Kolbe wurde in Berlin für 4 Millionen
Euro versteigert. Da macht wohl die Objektgeschichte den Preis.
(DIR) Iryna Fingerova und ihr Roman „Zugwind“: „Sie vermeidet negative Emotionen“
Die auf den Tresen springt: Iryna Fingerova, in Dresden lebende ukrainische
Schriftstellerin, über Arztgeheimnisse und Perspektiven der Migration.
(DIR) Roman „Toxibaby“ von Dana von Suffrin: Sie spielt mit dem Klischee, dass es eine Freude ist
Herzchen und Toxibaby lieben und hassen sich: Der dritte Roman der
Schriftstellerin Dana von Suffrin verschränkt amourösen und politischen
Wahnwitz miteinander.
(DIR) Postkolonialer Feminsmus: Rettet euch lieber selber!
Der Westen gibt sich gern emanzipatorisch, agiert aber imperialistisch –
zuletzt in Iran. Das kann sich nur ändern, wenn weiße Feminist:innen
koloniale Strukturen radikal hinterfragen.
(DIR) Debatte um Genitalverstümmelung: Von allen guten Feministinnen verlassen
Weibliche Genitalverstümmelung und kosmetische Vulva-Operationen zu
vergleichen, ist fragwürdig. Genau das taten einige Feministinnen vor
Kurzem.
(DIR) Vom Wedding ins Musikinstrumentenmuseum: Wo die Mighty Wurlitzer ertönt
Im Wedding ticken Busse und einige Einwohner im Rhythmus vergangener
Kolonialzeiten, während eine dreistöckige Orgel in Tiergarten Laune macht.
(DIR) Hetzkampagne bei „Welt“: Decolonize Springer!
Die Springer-Zeitung „Welt“ wütet gegen eine dekoloniale Veranstaltung in
Berlin. Dabei bedient sie uralte konservative Ressentiments.
(DIR) Schauspiel Dortmund: Urlaub für die Zeitpolizei
Julia Wissert, Intendantin des Schauspiels Dortmund, musste viel Kritik
einstecken. Nun wagt sie eine Bühnenadaption von Mithu Sanyals
„Antichristie“.
(DIR) Ausstellung im Jüdischen Museum Wien: Wie Juden und Jüdinnen weiß wurden
Diese Ausstellung zeigt jüdische Selbst- und Fremdbilder. Sie widerspricht
einem Antirassismus, der jüdische Diskriminierungserfahrungen negiert.
(DIR) 15 Jahre Savvy Contemporary in Berlin: Eine Institution, die sich als Anti-Institution versteht
Innerhalb von 15 Jahren ist Savvy Contemporary zur Diskursplattform
angewachsen. Sie verankert das Thema Dekolonialisierung in Berlins
Kunstwelt.
(DIR) Buch über 4000 Jahre Schwarze Geschichte: Sklaverei und Widerstand
Amat Levins „Black History“ ist ein pralles Leselexikon über viertausend
Jahre Schwarze Geschichte auf drei Kontinenten.
(DIR) Museumskurator über Frantz Fanon: „Er glaubte an Universalismus“
Am 20. Juli wäre Frantz Fanon, der Denker der Dekolonisierung, 100 Jahre
alt geworden. Gabriel Schimmeroth, Kurator am Museum im Rothenbaum,
verteidigt ihn gegen Vereinnahmung.
(DIR) 100 Jahre Frantz Fanon: Mythen waren nicht sein Ding
Frantz Fanon wurde oft verklärt als Held oder als Gewaltprediger. Philipp
Dorestal zeigt in einer Neubetrachtung, wie aktuell sein Denken bleibt.
(DIR) Freiburg Biennale zu Tourismus: Den Prunk der Brunnen kontern
Was verbirgt sich hinter touristischen Kulissen? „Happy Place“, die dritte
Freiburg Biennale für Gegenwartskunst, verknotet Lokales mit Globalem.
(DIR) Schwarzes radikales Denken: Wie gelingt ein würdevolles Leben in einer ungerechten Welt?
Tommie Shelby wuchs als Schwarzes Arbeiterkind in den US-Südstaaten auf.
Heute lehrt er an Harvard und forscht zu einer Ethik der Unterdrückten.
(DIR) Berlin Biennale eröffnet: Wenn der Fuchs durch den Zaun schlüpft
Auf List und Humor setzt die 13. Berlin Biennale. Die Schau thematisiert
postkoloniale Fragen ohne übergestülpte Ideologie – gelingt dieser Ansatz?
(DIR) Antikolonialer Vordenker Frantz Fanon: Den Kanon neu denken
2025 wäre der Politiker und Autor Frantz Fanon 100 Jahre alt geworden.
Zadie Smith und Adam Shatz haben in Potsdam sein postkoloniales Erbe
diskutiert.
(DIR) Ausstellung im Brandenburg Museum: Funken für das Reich im kolonialen Äther
In Nauen bündelten sich die Funkverbindungen zum kolonialen Afrika. Eine
Ausstellung rückt nun die koloniale Vergangenheit künstlerisch ins Zentrum.
(DIR) Astronomin über Weltraumpolitik: „Wie im Wilden Westen“
Tech-CEOs und Großmächte treiben die Raumfahrt voran – und machen dieselben
Fehler wie auf der Erde. Ein Gespräch über Alternativen zur Vermüllung.
(DIR) Verschwundene Aktivistin in Chile: Wo ist Julia Chuñil?
Eine Umweltaktivistin verschwindet im Süden Chiles. Die Suche führt zu
einem Konflikt um indigenes Land – und einem Unternehmer mit deutschen
Wurzeln.
(DIR) Postkolonialismus: Beginn der modernen Welt
Vor 70 Jahren tagte im indonesischen Bandung die erste postkoloniale
Konferenz. Ihre Vision transnationaler Solidarität bleibt aktuell, gerade
heute.
(DIR) Buch über Gaza: Giftige Dröhnung
Pankaj Mishra blendet in seinem Gaza-Buch mit furchterregender Konsequenz
alles aus, was der postkolonialen Lesart des Konflikts widerspricht.
(DIR) Entwicklungspolitik und Kolonialismus: „Das Problem liegt eigentlich im Norden“
Entwicklungspolitik steht unter Druck – doch sie im Kapitalismus
abzuschaffen, entfernt nur das Trostpflaster, sagt Entwicklungsforscher
Aram Ziai.
(DIR) Berlinale Forum: Rückblicke auf vergangene Katastrophen
Mehrere Dokumentarfilme im Programm des Forums untersuchen die
Konfliktzonen und Kämpfe früherer Jahrzehnte – und leuchten die
Erinnerungen daran aus.
(DIR) Trumps Pläne für Gaza: Ankündigung eines Jahrhundertverbrechens
US-Präsident Trump möchte die Palästinenser aus dem Gazastreifen
„umsiedeln“. Der Plan brächte keinen Frieden, sondern würde in eine
Katastrophe führen.
(DIR) Nach dem Holocaust-Gedenktag: Spätes zu Wort kommen, unverzichtbares Analysieren
Warum konnte Klaus Kozminski erst mit 85 Jahre seine Geschichte erzählen?
Zum Verständnis hilft ein Blick auf die deutsche Erinnerungskultur.
(DIR) Sammelband zur Kolonialismuskritik: Landkarten und Denkräume
Ein Sammelband stellt aktuelle Forschungsergebnisse und Denkansätze zur
Kolonialismuskritik vor. Und bringt sie verständlich auf den Punkt.
(DIR) Claudia Roth über Ukraine, AfD und Söder: „Wir dürfen nicht nachlassen“
Die Staatsministerin für Kultur und Medien fordert Solidarität mit der
Ukraine. Sowie im Kampf gegen rechts, gerade nach der Tat von
Aschaffenburg.
(DIR) Briefe Hubert Fichtes und Peter Ladiges': Eine ethnopoetische Freundschaft
Vom Schriftsteller Hubert Fichte und dem Hörspielregisseur Peter Michel
Ladiges sind unveröffentlichte Briefe erschienen. Sie erhellen ihre
Beziehung.
(DIR) Modellprojekt Dekoloniale wird beendet: Kein Raum für Erinnerungskultur
Fünf Jahre erinnerte die „Dekoloniale“ an den deutschen Kolonialismus aus
Betroffenen-Perspektive. Nun müssen die Initiativen ihre Räume aufgeben.
(DIR) Daniel Burghardt, Elend und Emanzipation: Eine andere Geschichte des Elends
Der Erziehungswissenschaftler Daniel Burghardt analysiert eindringlich,
warum das bloße Beharren auf Leiderfahrungen nicht zur Emanzipation führt.
(DIR) Israel, Nan Goldin und die Linke: Politische Spiritualität?
Alte Antiimperialisten und neue Postkoloniale. Was Nan Goldin, Michel
Foucault und Lenin verbindet.
(DIR) Modellprojekt Dekoloniale: Die Mitte dekolonialisieren
Mit ihrer Abschlussausstellung richtet die Dekoloniale ihren Blick auf
Berlins Mitte. Ihre Arbeit würden sie gern fortführen – am liebsten
bundesweit.
(DIR) Kolonialverbrechen im südlichen Afrika: Der weiße Terror
Vor nicht einmal fünfzig Jahren wehrten sich Weiße im südlichen Afrika
brutal gegen das Ende ihrer Herrschaft. Aufgearbeitet ist das bis heute
nicht.
(DIR) Autoren über Antiimperialismus: „Hang zu binären Weltbildern“
„Kritisch“ statt „bedingungslos“ müsse Solidarität sein – dafür plädierte
die Gruppe Demontage. Wie sieht sie den Hamas-Support einiger Linker von
heute?
(DIR) Mithu Sanyals neuer Roman: Welche Perspektive zählt?
Mithu Sanyals vielarmiger Roman „Antichristie“ schließt die postkolonialen
Debatten unserer Tage mit der Geschichte der Befreiung Indiens kurz.
(DIR) Helon Habila über die Lage der Literatur: „Es gibt eine neue Dringlichkeit“
Der Schriftsteller Helon Habila kuratiert das Internationale
Literaturfestival Berlin mit. Er widmet es mehr den sozialen und
ökologischen Krisen.
(DIR) Nigerianische Kunst in Venedig: Die zersplitterte Utopie
Das krisengebeutelte Nigeria präsentiert sich auf der Kunstbiennale in
Venedig selbstbewusst. Welches Bild will das Land von sich vermitteln?
(DIR) Architektur der Tropischen Moderne: Mit Style und Widersprüchen
Kolonial und postkolonial zugleich: das Victoria & Albert Museum in London
widmet sich der Architekturgeschichte des „Tropical Modernism“.
(DIR) Politologin über postmigrantisches Leben: „Unsere Gesellschaft braucht das“
Innawa Bouba wollte immer weg aus Hannover. Doch sie blieb, lernte die
Stadt neu schätzen und engagierte sich für die Aufarbeitung des
Kolonialismus.
(DIR) Essay „After Woke“ von Jens Balzer: Jenseits manichäischer Weltbilder
Der Autor Jens Balzer möchte die „Wokeness“ vor ihren eigenen
Vertreter:innen retten. Ziel ist ein respektvoller Austausch zwischen
Menschen.
(DIR) Roman „Godwin“ über Geschäft mit Fußball: Suche nach der „schwarzen Perle“
Joseph O'Neill schreibt in seinem Roman „Godwin“ über die Suche nach einem
begabten jungen Fußballspieler und über das postkoloniale Drama.
(DIR) Nach der Restitutionsdebatte: „Kunstwerke sollen auf die Straße“
Kuratorin Ken Aïcha Sy spricht über radikale Ansätze der Museumsarbeit im
Senegal. Sie fordert, dass europäische Sammlungsdepots dafür ihre Hoheit
aufgeben.
(DIR) Das Festival Panafricain im Juli 1969: Frei in Algerien
Es sollte zum Mekka von Revolution und Panafrikanismus werden. Miriam
Makeba und Nina Simone traten auf. Doch die Hoffnungen zerschellten.