# taz.de -- Holocaust
(DIR) Ausstellung zum Alltag im Ukrainekrieg: Sie sind an der Front und fehlen zu Hause
Die Berliner Schau „Pankows Partnerstadt Riwne – persönliche Berichte vom
Alltag im Krieg“ zeigt das Leben in der Ukraine. Und erinnert an alte
Verbrechen.
(DIR) Antifaschistischer Künstler Fabio Mauri: Weder heilig noch verrückt
Zeit seines Künstlerlebens hat sich Fabio Mauri mit Deutschland
beschäftigt. Jetzt ist sein Werk online erkundbar, auch um die KI darüber
nicht halluzinieren zu lassen.
(DIR) Leon Weintraub: Holocaust-Überlebender fordert AfD-Verbot
Leon Weintraub hat die Shoa überlebt. Aus diesem Grund unterstützt er jetzt
in einem offenen Brief die Forderung nach einem AfD-Verbotsverfahren.
(DIR) Der Hausbesuch: Die Biografin der Schindlers
Erika Rosenberg-Band lernte auf den Spuren ihrer Familiengeschichte Emilie
Schindler kennen. Eine Verbindung, die vieles offenbarte.
(DIR) Autor über Arisierung jüdischen Besitzes: „Der Holocaust war keine Veranstaltung der Nazis“
Nahezu alle Deutschen waren beteiligt, indem sie profitierten, sagt Armin
Flesch. Er recherchiert seit über zehn Jahren zur „Arisierung“.
(DIR) Tödliche Übergriffe von ICE: Warum es falsch ist, ICE mit dem NS zu vergleichen
Die US-amerikanischen ICE-Milizen mit Gestapo oder SA zu vergleichen,
bringt nichts außer Lähmung. Besser wäre, etwas gegen die Willkür zu tun.
(DIR) Schoah-Kurzfilm „Storia di Sergio“: Animiertes Gedenken gegen das Vergessen
Der animierte Kurzfilm von Rosalba Vitellaro feierte am Holocaust-Gedenktag
im EU-Parlament Premiere. Er dokumentiert eine vergessene Geschichte.
(DIR) NS-Forscher über Gedenkkultur: „Zwischen Tätern und Opfern besteht ein geschichtliches Vakuum“
Götz Aly kritisiert die Trennung von Täter- und Opfererzählungen. Ihm fehlt
der Blick auf die Mehrheitsgesellschaft – auf Opportunismus, Feigheit und
Mitläufertum.
(DIR) Erinnerungskultur in Italien: Dem Vergessen entrissen
In Perugia in Umbrien gibt es seit 2024 einen Stolperstein. Er erinnert an
eine Jüdin, die sich das Leben nahm, um der Deportation zu entgehen.
(DIR) Holocaust-Überlebende Tova Friedman: „Ich flehe Sie an: Wiederholen Sie nicht die Geschichte“
Tova Friedman hat Auschwitz überlebt. Heute klärt sie auf Tiktok über die
Verbrechen der Nationalsozialisten auf. Am Mittwoch spricht sie im
Bundestag.
(DIR) Verteidigung der Erinnerungskultur: Aufarbeitung von unten
Zwischen herausgerissenen Stolpersteinen einerseits und
Vereinnahmungstendenzen andererseits: Warum es ein Weiter-so in der
Erinnerungskultur braucht.
(DIR) 80 Jahre Wiederaufbau von Warschau: Zwei Gegenspieler für die Idealstadt
Vor 80 Jahren wurde das zerstörte Zentrum Warschaus wiederaufgebaut – als
sozialistische Musterstadt und rekonstruierte Altstadt, ohne jüdisches
Leben.
(DIR) Porajmos-Gedenktag in Bremerhaven: „Auch Sinti und Roma wurden erfasst, entrechtet und verfolgt“
Die Aufarbeitung der NS-Verfolgung der Sinti und Roma begann 35 Jahre nach
Kriegsende. Am 16.12. wird in Bremerhaven der Gedenktag begangen.
(DIR) Frühe Liebesbriefe Anna Seghers: Übungen in Selbstständigkeit
Die frühen Liebesbriefe von Anna Seghers sind Zeugnisse aus einer Zeit,
bevor sie weltberühmt wurde. Nun erscheinen sie in einem Sammelband.
(DIR) Dokumentarfilm über Odessa im Krieg: Die Wunden der alten Hafenstadt
„When Lightning Flashes Over the Sea“ ist ein Porträt Odessas zu
Kriegszeiten. Regisseurin Eva Neymann spürt hinein ins Leben der
Bewohner:innen.
(DIR) Gedenk-Bloggerin über NS-Täterschaft: „Leute ab 35 fühlen sich beim Thema Wehrmacht angegriffen“
Susanne Siegert spricht auf Insta und Tiktok über NS-Geschichte. Sie
fordert, zur eigenen Familie und Tatorten in der Nachbarschaft zu
recherchieren.
(DIR) Neues Gedenkstättenkonzept: Erinnern mit Würde
Gedenken an die Opfer des Holocausts verdient einen besonderen Raum. Darauf
sollte der Schwerpunkt beim Konzepts zu Gedenkstätten liegen.
(DIR) Stolperstein-Rundgang in Charlottenburg: Spazieren hilft gegen Vergessen
Stolperstein-Spaziergänge erinnern an die Novemberpogrome. Ein Zentrum
jüdischen Lebens in Berlin war und ist Charlottenburg.
(DIR) Erinnerungskultur am 9. November: Wie geht Gedenken heute?
Die Erinnerung an den Holocaust droht zu verblassen. Wie KZ-Gedenkstätten
das mithilfe von TikTok, neuen Perspektiven und Workshops verhindern
wollen.
(DIR) Münchener Theater über jüdisches Leben: Der Schuh lässt sich nicht ausziehen
Dem jüdischen Leben der Nachkriegszeit widmet sich ein Programm der
Münchener Kammerspiele – an authentischen Orten und mit manch schwieriger
Verkettung.
(DIR) Mit dem Trauma leben: Was Heilung kostet – und wie sie gelingen kann
Katastrophen zu überstehen heißt auch, keine Ruhe mehr zu finden in der
Welt. Ein Beispiel dafür war die Holocaust-Überlebende Dita Kraus.
(DIR) Einsatz für Rechte von Sinti und Roma: George Soros erhält Europäischen Bürgerrechtspreis
Der US-Milliardär George Soros hat den Europäischen Bürgerrechtspreis der
Sinti und Roma erhalten. Er belohnt Einsatz für deren Rechte und
Gleichstellung.
(DIR) Widerstand im Nationalsozialismus: Der Retter im Gefangenenlager
Die Gedenkstätte Yad Vashem ehrt den Arzt Hans-Georg Früchte posthum als
„Gerechten unter den Völkern“. Er hatte Juden in der Ukraine vor dem Tod
bewahrt.
(DIR) Kirche wird Ausstellungsort: Eine Heimstatt für die Verfemten
Mit „Parabel“ hat Sammlerin Maike Bruhns den ersten Ort für Hamburger
verfemte Kunst eröffnet. Die aktuelle Schau zeigt auch
KZ-Häftlingszeichnungen.
(DIR) Bilderbuch „Tim, Tom und Mary“: Kinder im Bombenhagel
Clément Moreaus „Tim, Tom und Mary“ ist eine bewegende
Exil-Kindergeschichte aus dem Jahr 1940. Die Cohn-Scheune in Rotenburg hat
sie neu ediert.
(DIR) Gedenkstätte Yad Vashem: Deutschland soll neues Holocaust-Bildungszentrum bekommen
Junge Menschen in Deutschland wissen immer weniger über die Shoa. Ein neuer
Standort der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem soll das ändern.
(DIR) Die Tränen des Bundeskanzlers: Sie sind glaubwürdig
Friedrich Merz war bei der Einweihung der Münchner Synagoge sichtlich
ergriffen. Das war neu. Bei der Migrationsfrage indes war er ganz der Alte.
(DIR) Online-Projekt zur jüdischen Geschichte: Wo das Reformjudentum seine Wurzeln hat
Über die weltweit erste jüdische Reformsynagoge, eröffnet 1810 in Seesen,
informiert ein neues Projekt des Portals „Jüdisches Niedersachsen online“.
(DIR) Götz Alys „Wie konnte das geschehen?“: Die Mitte machte mit
Götz Alys neues Buch sammelt die Erkenntnisse seiner Forschung zum
Nationalsozialismus. Es sucht Antworten auf die Frage: „Wie konnte das
geschehen?“
(DIR) Holocaust-Überlebender über sein Leben: „Auschwitz gibt dir einen Schlag mit dem Holzhammer“
Der Holocaust-Überlebende Albrecht Weinberg spricht über die NS-Zeit und
warum er sein Bundesverdienstkreuz zurückgegeben hat. Ein Besuch bei dem
100-Jährigen.
(DIR) Jüdische Schule in Hamburg: Bilder aus dem vernichteten Leben
Die Israelitische Töchterschule in Hamburg war die letzte jüdische Schule
in der NS-Zeit. Für Nachkommen ist sie bis heute ein wichtiger Ort.
(DIR) Satirezeitschrift gegen die Nazis: Spottverse aus dem Versteck
Versteckt auf einem Dachboden in den Niederlanden, produzierte Curt Bloch
ein einmaliges Satireblatt gegen die Nazis: das „Unterwasser-Cabaret“.
(DIR) Komplizierte Familiengeschichte: Historische Schränke rücken
In dem Roman „Eine Handvoll Dollarscheine“ erzählt Esther Dischereit eine
komplizierte jüdisch-christliche, deutsch-amerikanische Familiengeschichte.
(DIR) Ehrung der ersten Rabbinerin in Berlin: Eine Pionierin gegen das Vergessen
In Friedrichshain-Kreuzberg sind mit nur sieben Prozent die wenigsten
Straßen in Berlin nach Frauen benannt. Nun kommt eine Neue dazu.
(DIR) Buch „Soll sein Schulem“: Möge Frieden sein
Streben nach Menschlichkeit nach der Shoa: taz-Korrespondent Daniel
Zylbersztajn-Lewandowski schreibt in seinem Buch über die Geschichte seiner
jüdischen Familie.
(DIR) Strafbarkeit von Holocaustvergleichen: Wir brauchen keine Metaphernpolizei
Holocaustvergleiche sind fast immer falsch – ein Schild mit dem Satz „Haben
wir aus dem Holocaust nichts gelernt?“ strafbar zu machen, ist es auch.
(DIR) Der Hausbesuch: Was wirklich mit Lisl geschah
Die Verfolgung ihrer Familie hat Judy Rosenthal zu einer US-Amerikanerin
gemacht, die Liebe indes wieder zu einer Deutschen mit doppeltem Pass.
(DIR) Urteil zu Gaza-Protest: Eine Frage als Holocaust-Verharmlosung
Eine Berlinerin fragte mit Bezug auf Gaza „Haben wir aus dem Holocaust
nichts gelernt?“. Das Amtsgericht Berlin-Tiergarten verurteilte sie dafür
zu einer Geldstrafe.
(DIR) Die israelische Band Holocausts: Für immer Punk
Die israelische Punkband Holocausts polarisiert. Ihr Frontmann Roy Elani
stößt immer wieder auf Wut und Missverständnisse – auch in Deutschland.
(DIR) Künstler kritisiert Erinnerungskultur: Die Entthronung von Gerhard Richter
Gerhard Richters Birkenau-Kapelle oder eine 3D-Videokulisse des
Vernichtungslagers: Wird Auschwitz nur zum leeren Symbol, fragt Künstler
Leon Kahane.
(DIR) „Gewalt ausstellen“ im DHM in Berlin: Als Europa sich ein Bild machte
Schon bald nach 1945 versuchten Ausstellungen, die NS-Verbrechen greifbar
zu machen. Das Deutsche Historische Museum erinnert an sie.
(DIR) Zeichnerin über Holocaust-Projekt: „Eine Zeichnung kann skizzenhaft und dabei deutlich sein“
Barbara Yelin hat die Erinnerungen der KZ-Überlebenden Emmie Arbel in
Zeichnungen festgehalten. Zu sehen sind sie in der Gedenkstätte
Bergen-Belsen.
(DIR) Lee Miller, DHM und die Sprache von 1945: Bilder der Erinnerung – Triumph und Inszenierung
Was wir zeigen und was nicht. Lee Miller, Befreiung und die Berliner Schau
„Gewalt ausstellen: Erste Ausstellungen zur NS-Besatzung in Europa“.
(DIR) Verpflichtende KZ-Besuche in der Schule: Erinnern geht nur inklusiv
Karin Priens Vorstoß für mehr NS-Bildung an Schulen ist ein richtiger
Impuls. Einen wichtigen Aspekt lässt sie dabei allerdings völlig außer
Acht.
(DIR) Friedrich Merz und Israel: Außenkanzler, verschließt Augen und Ohren
Eigentlich würde Merz gern vorn mitspielen in der internationalen
Diplomatie. Wenn es um Nahost geht, sind die Erwartungen an Deutschland
nicht groß.
(DIR) Deutschland und der jüdische Staat: Schluss mit der Symbolpolitik
60 Jahre diplomatische Beziehungen zwischen Israel und Deutschland zeigen:
Was zählt, ist Realpolitik. Das sollte auch Friedrich Merz verstehen.
(DIR) Jüdischer Boxer Harry Haft: Immer nur ums Überleben boxen
Boxen gehörte nach 1945 zu den beliebtesten Sportarten in den
Displaced-Persons-Camps. Eine der bemerkenswertesten Geschichten ist die
des Boxers Hertzko Haft.
(DIR) Kunst im Haus der Wannsee–Konferenz: Der Klang der Gleichzeitigkeiten
Im Haus der Wannsee-Konferenz legen die Künstler:innen Yael Reuveny,
Barbara Morgenstern und Clemens Walter mit poetischen Sounds Geschichte
frei.
(DIR) Jüdischer Fußballklub SC Hakoah: Schwierige Rückkehr
Der jüdische Berliner Fußballklub SC Hakoah wurde 1933 vom Spielbetrieb
ausgeschlossen und 1947 wieder eingegliedert. Anfeindungen blieben nicht
aus.
(DIR) Nachruf auf Margot Friedländer: Sie wird fehlen
Mit Margot Friedländer ist eine Jahrhundert-Persönlichkeit gestorben. Unser
Autor verabschiedet eine Frau, die in Erinnerung bleiben wird.