# taz.de -- Holocaust
(DIR) Deutscher Überfall auf die Sowjetunion: Zeitkapsel der Angst
70 Jahre vergessen, jetzt wiederentdeckt: Das Museum Karlshorst stellt
Briefe aus der Sowjetunion aus, geschrieben kurz nach dem deutschen
Überfall.
(DIR) Historiker Marģers Vestermanis gestorben: Nichts vergessen, aufschreiben, Zeugnis ablegen
Marģers Vestermanis war der letzte Überlebende von Ghetto, KZ und
Waldbrüderzeit in Lettland. Zugleich war er Historiker des Holocausts. Ein
Nachruf.
(DIR) Sinti in Ingolstadt: Das ewige Z
Sie heißen Fröhlich, Landsberger, Höllenreiner – und sind von Auschwitz
geprägt. Ein Besuch bei Sinti in Ingolstadt, die sich nicht mehr verstecken
wollen.
(DIR) Jüdische Privatfotografie: Die Verfolgung im Kaffeegarten
Es scheinen auf den ersten Blick Fotos des Alltags zu sein. Doch sie
dokumentieren die Flucht von Juden in der Nazizeit. Robert Müller-Stahl hat
sie untersucht.
(DIR) Mahnmal für verfolgte Zeugen Jehovas: „Verbeugung vor den Opfern des Nationalsozialismus“
Im Berliner Tiergarten ist das Mahnmal für die im Nationalsozialismus
verfolgten und ermordeten Zeugen Jehovas eingeweiht worden. Es schließt
eine Lücke im Gedenken.
(DIR) Kyiv Biennial im KW Berlin: Über Umwege zur „Nakba“
Die Kyiv Biennial in Berlin hantiert mit dem Begriff des
„Middle-East-Europe“. Das geht nicht immer auf.
(DIR) Plan für Restitutionsgesetz: Steht alles still, wird es schwer mit der Gerechtigkeit
Kulturstaatsminister Weimer will ein Restitutionsgesetz. Damit könnte im
Fall von NS-Raubgut auch der Privatbesitz angetastet werden. Das ist so
heikel wie lähmend.
(DIR) Erste Außenstelle außerhalb Israels: Holocaustgedenkstätte Yad Vashem kommt nach München
Yad Vashem will eine Außenstelle in München einrichten mit einer Dependance
in Leipzig. Das soll die jüdische Perspektive in der Erinnerungskultur
stärken.
(DIR) Nachruf auf Holocaust-Überlebenden: Farewell, Mister Weinberg
Albrecht Weinberg setzte die Freude an allem Lebenden den Abgründen
entgegen, denen er begegnet war. Nun ist der Holocaust-Überlebende mit 101
Jahren gestorben.
(DIR) Regisseur László Nemes zu „Andor Hirsch“: „Muss man sich der eigenen Gewalt stellen?“
László Nemes erzählt in seinem neuen Film „Andor Hirsch“ seine eigene
Familiengeschichte. Er sieht sie stellvertretend für unsere Zivilisation.
(DIR) Gedenken zum Tag der Befreiung: Beflügelnde Innenansichten
Türen in eine schmerzhafte Vergangenheit: Wie Terry Mandel aus San
Francisco die Geschichte ihrer jüdischen Familie in Köln aufarbeitet.
(DIR) Margot Friedländer bekommt einen Platz: „Eine kleine Frau, aber eine ganz große Persönlichkeit“
Der Vorplatz des Abgeordnetenhauses heißt nun Margot-Friedländer-Platz. Die
nach ihr benannte Stiftung kündigt an, sie mit einem Avatar zu verewigen.
(DIR) Philosophin über Verletzlichkeit: „Der Gewaltbegriff hat sich enorm erweitert“
Seit Traumatisierbarkeit und Verletzbarkeit den Diskurs prägen, wächst die
Cancel Culture. Aber auch die fruchtbare Selbstermächtigung von Opfern.
(DIR) Stolpersteine erinnern an 15-Jährigen: Er ging die gleichen Wege
Schüler:innen erforschten das Schicksal eines 15-jährigen Berliners, der
dort lebte, wo heute ihre Schule steht. Am Donnerstag erinnerten sie an
ihn.
(DIR) Anzeige gegen Hamburger AfD-Abgeordneten: Holocaust-Leugnung geleugnet
Das Hamburger Bündnis gegen Rechts hat den AfD-Abgeordneten Mennerich
angezeigt. Er soll eine falsche eidesstattliche Versicherung abgegeben
haben.
(DIR) Berliner Ausstellung zum Holocaust: Woher das eigene Familiensilber wohl stammen mag
Die „Topographie des Terrors“ widmet sich der Frage, wie weit das Wissen um
den Holocaust an den Juden in der deutschen Bevölkerung verbreitet war.
(DIR) Protest zum Jahrestag der Befreiung: Buchenwald als Bühne
Ob Kufijas im KZ oder der Streit um eine Rede Wolfram Weimers: Die Zukunft
des Gedenkens ist ein beängstigendes Thema. Ist da für Juden noch Platz?
(DIR) Ausstellung zum Alltag im Ukrainekrieg: Sie sind an der Front und fehlen zu Hause
Die Berliner Schau „Pankows Partnerstadt Riwne – persönliche Berichte vom
Alltag im Krieg“ zeigt das Leben in der Ukraine. Und erinnert an alte
Verbrechen.
(DIR) Antifaschistischer Künstler Fabio Mauri: Weder heilig noch verrückt
Zeit seines Künstlerlebens hat sich Fabio Mauri mit Deutschland
beschäftigt. Jetzt ist sein Werk online erkundbar, auch um die KI darüber
nicht halluzinieren zu lassen.
(DIR) Leon Weintraub: Holocaust-Überlebender fordert AfD-Verbot
Leon Weintraub hat die Shoa überlebt. Aus diesem Grund unterstützt er jetzt
in einem offenen Brief die Forderung nach einem AfD-Verbotsverfahren.
(DIR) Der Hausbesuch: Die Biografin der Schindlers
Erika Rosenberg-Band lernte auf den Spuren ihrer Familiengeschichte Emilie
Schindler kennen. Eine Verbindung, die vieles offenbarte.
(DIR) Autor über Arisierung jüdischen Besitzes: „Der Holocaust war keine Veranstaltung der Nazis“
Nahezu alle Deutschen waren beteiligt, indem sie profitierten, sagt Armin
Flesch. Er recherchiert seit über zehn Jahren zur „Arisierung“.
(DIR) Tödliche Übergriffe von ICE: Warum es falsch ist, ICE mit dem NS zu vergleichen
Die US-amerikanischen ICE-Milizen mit Gestapo oder SA zu vergleichen,
bringt nichts außer Lähmung. Besser wäre, etwas gegen die Willkür zu tun.
(DIR) Schoah-Kurzfilm „Storia di Sergio“: Animiertes Gedenken gegen das Vergessen
Der animierte Kurzfilm von Rosalba Vitellaro feierte am Holocaust-Gedenktag
im EU-Parlament Premiere. Er dokumentiert eine vergessene Geschichte.
(DIR) NS-Forscher über Gedenkkultur: „Zwischen Tätern und Opfern besteht ein geschichtliches Vakuum“
Götz Aly kritisiert die Trennung von Täter- und Opfererzählungen. Ihm fehlt
der Blick auf die Mehrheitsgesellschaft – auf Opportunismus, Feigheit und
Mitläufertum.
(DIR) Erinnerungskultur in Italien: Dem Vergessen entrissen
In Perugia in Umbrien gibt es seit 2024 einen Stolperstein. Er erinnert an
eine Jüdin, die sich das Leben nahm, um der Deportation zu entgehen.
(DIR) Holocaust-Überlebende Tova Friedman: „Ich flehe Sie an: Wiederholen Sie nicht die Geschichte“
Tova Friedman hat Auschwitz überlebt. Heute klärt sie auf Tiktok über die
Verbrechen der Nationalsozialisten auf. Am Mittwoch spricht sie im
Bundestag.
(DIR) Verteidigung der Erinnerungskultur: Aufarbeitung von unten
Zwischen herausgerissenen Stolpersteinen einerseits und
Vereinnahmungstendenzen andererseits: Warum es ein Weiter-so in der
Erinnerungskultur braucht.
(DIR) 80 Jahre Wiederaufbau von Warschau: Zwei Gegenspieler für die Idealstadt
Vor 80 Jahren wurde das zerstörte Zentrum Warschaus wiederaufgebaut – als
sozialistische Musterstadt und rekonstruierte Altstadt, ohne jüdisches
Leben.
(DIR) Porajmos-Gedenktag in Bremerhaven: „Auch Sinti und Roma wurden erfasst, entrechtet und verfolgt“
Die Aufarbeitung der NS-Verfolgung der Sinti und Roma begann 35 Jahre nach
Kriegsende. Am 16.12. wird in Bremerhaven der Gedenktag begangen.
(DIR) Frühe Liebesbriefe Anna Seghers: Übungen in Selbstständigkeit
Die frühen Liebesbriefe von Anna Seghers sind Zeugnisse aus einer Zeit,
bevor sie weltberühmt wurde. Nun erscheinen sie in einem Sammelband.
(DIR) Dokumentarfilm über Odessa im Krieg: Die Wunden der alten Hafenstadt
„When Lightning Flashes Over the Sea“ ist ein Porträt Odessas zu
Kriegszeiten. Regisseurin Eva Neymann spürt hinein ins Leben der
Bewohner:innen.
(DIR) Gedenk-Bloggerin über NS-Täterschaft: „Leute ab 35 fühlen sich beim Thema Wehrmacht angegriffen“
Susanne Siegert spricht auf Insta und Tiktok über NS-Geschichte. Sie
fordert, zur eigenen Familie und Tatorten in der Nachbarschaft zu
recherchieren.
(DIR) Neues Gedenkstättenkonzept: Erinnern mit Würde
Gedenken an die Opfer des Holocausts verdient einen besonderen Raum. Darauf
sollte der Schwerpunkt beim Konzepts zu Gedenkstätten liegen.
(DIR) Stolperstein-Rundgang in Charlottenburg: Spazieren hilft gegen Vergessen
Stolperstein-Spaziergänge erinnern an die Novemberpogrome. Ein Zentrum
jüdischen Lebens in Berlin war und ist Charlottenburg.
(DIR) Erinnerungskultur am 9. November: Wie geht Gedenken heute?
Die Erinnerung an den Holocaust droht zu verblassen. Wie KZ-Gedenkstätten
das mithilfe von TikTok, neuen Perspektiven und Workshops verhindern
wollen.
(DIR) Münchener Theater über jüdisches Leben: Der Schuh lässt sich nicht ausziehen
Dem jüdischen Leben der Nachkriegszeit widmet sich ein Programm der
Münchener Kammerspiele – an authentischen Orten und mit manch schwieriger
Verkettung.
(DIR) Mit dem Trauma leben: Was Heilung kostet – und wie sie gelingen kann
Katastrophen zu überstehen heißt auch, keine Ruhe mehr zu finden in der
Welt. Ein Beispiel dafür war die Holocaust-Überlebende Dita Kraus.
(DIR) Einsatz für Rechte von Sinti und Roma: George Soros erhält Europäischen Bürgerrechtspreis
Der US-Milliardär George Soros hat den Europäischen Bürgerrechtspreis der
Sinti und Roma erhalten. Er belohnt Einsatz für deren Rechte und
Gleichstellung.
(DIR) Widerstand im Nationalsozialismus: Der Retter im Gefangenenlager
Die Gedenkstätte Yad Vashem ehrt den Arzt Hans-Georg Früchte posthum als
„Gerechten unter den Völkern“. Er hatte Juden in der Ukraine vor dem Tod
bewahrt.
(DIR) Kirche wird Ausstellungsort: Eine Heimstatt für die Verfemten
Mit „Parabel“ hat Sammlerin Maike Bruhns den ersten Ort für Hamburger
verfemte Kunst eröffnet. Die aktuelle Schau zeigt auch
KZ-Häftlingszeichnungen.
(DIR) Bilderbuch „Tim, Tom und Mary“: Kinder im Bombenhagel
Clément Moreaus „Tim, Tom und Mary“ ist eine bewegende
Exil-Kindergeschichte aus dem Jahr 1940. Die Cohn-Scheune in Rotenburg hat
sie neu ediert.
(DIR) Gedenkstätte Yad Vashem: Deutschland soll neues Holocaust-Bildungszentrum bekommen
Junge Menschen in Deutschland wissen immer weniger über die Shoa. Ein neuer
Standort der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem soll das ändern.
(DIR) Die Tränen des Bundeskanzlers: Sie sind glaubwürdig
Friedrich Merz war bei der Einweihung der Münchner Synagoge sichtlich
ergriffen. Das war neu. Bei der Migrationsfrage indes war er ganz der Alte.
(DIR) Online-Projekt zur jüdischen Geschichte: Wo das Reformjudentum seine Wurzeln hat
Über die weltweit erste jüdische Reformsynagoge, eröffnet 1810 in Seesen,
informiert ein neues Projekt des Portals „Jüdisches Niedersachsen online“.
(DIR) Götz Alys „Wie konnte das geschehen?“: Die Mitte machte mit
Götz Alys neues Buch sammelt die Erkenntnisse seiner Forschung zum
Nationalsozialismus. Es sucht Antworten auf die Frage: „Wie konnte das
geschehen?“
(DIR) Holocaust-Überlebender über sein Leben: „Auschwitz gibt dir einen Schlag mit dem Holzhammer“
Der Holocaust-Überlebende Albrecht Weinberg spricht über die NS-Zeit und
warum er sein Bundesverdienstkreuz zurückgegeben hat. Ein Besuch bei dem
100-Jährigen.
(DIR) Jüdische Schule in Hamburg: Bilder aus dem vernichteten Leben
Die Israelitische Töchterschule in Hamburg war die letzte jüdische Schule
in der NS-Zeit. Für Nachkommen ist sie bis heute ein wichtiger Ort.
(DIR) Satirezeitschrift gegen die Nazis: Spottverse aus dem Versteck
Versteckt auf einem Dachboden in den Niederlanden, produzierte Curt Bloch
ein einmaliges Satireblatt gegen die Nazis: das „Unterwasser-Cabaret“.
(DIR) Komplizierte Familiengeschichte: Historische Schränke rücken
In dem Roman „Eine Handvoll Dollarscheine“ erzählt Esther Dischereit eine
komplizierte jüdisch-christliche, deutsch-amerikanische Familiengeschichte.