# taz.de -- Klimapolitik der Bundesregierung: Breites Bündnis ruft zu Widerstand auf
       
       > Fridays for Future und sechs andere Verbände wollen gegen die aktuelle
       > Energiepolitik protestieren. Im April sollen Demonstrationen stattfinden.
       
 (IMG) Bild: Protest gegen die Klimapolitik von Schwarz-Rot: Luisa Neubauer und Carla Reemtsma von Fridays for Future Anfang März vor dem Kanzleramt
       
       Ein breites Bündnis der Klimabewegung kündigt Proteste und Aktionen gegen
       die Energiepolitik der Bundesregierung an. „Fossile Energien [1][bedrohen
       unsere Sicherheit]“, schreiben Campact, Deutsche Umwelthilfe, Fridays for
       Future, Germanwatch, GermanZero, Greenpeace und WWF in einem gemeinsamen
       Aufruf, der der taz exklusiv vorliegt. „Wir sind entsetzt, dass
       Wirtschaftsministerin Katherina Reiche und Teile der Union den Ausbau der
       Erneuerbaren Energien ausbremsen wollen.“
       
       Für den [2][18. April] rufen die Verbände und Aktivist*innen zu
       Demonstrationen in Berlin, Hamburg, Köln und München auf. Am [3][24. April]
       will Fridays for Future bundesweit protestieren, erstmals auch direkt vor
       Wahlkreis- und Parteibüros vor allem der Regierungsparteien CDU und SPD.
       
       „Mit den Demonstrationen bringen wir die Breite der Bevölkerung gegen den
       Frontalangriff von Katherina Reiche auf die Energiewende auf die Straße“,
       formuliert FFF-Sprecherin Luisa Neubauer den Anspruch des Bündnisses.
       
       Die Verbände fordern unter anderem ein höheres Ausbautempo für Sonnen- und
       Windkraft, den Schutz der europäischen Energiewende-Industrie vor „unfairem
       Wettbewerb“ sowie soziale Förderung und starken Mieterschutz, „damit
       klimafreundliches Heizen für alle bezahlbar wird“.
       
       „Besonders viele Handwerker*innen, Windprojektierer*innen,
       Solarinstallateur*innen und Hausbesitzer*innen werden mit uns
       auf den Straßen sein – und damit Kernwähler*innen der Union“, hofft
       Christoph Bautz von der Kampagnenorganisation Campact.
       
       Die Regierungsfraktionen hatten im Februar Eckpunkte für ein reformiertes
       Heizungsgesetz vorgelegt. Darin sollen Öl- und Gasheizungen ausdrücklich
       erlaubt bleiben und mit Wasserstoff, Biogas und -öl betrieben werden, die
       absehbar knapp und teuer bleiben werden. Wirtschaftsministerin Reiche plant
       zudem, den Ausbau der Erneuerbaren auszubremsen, [4][weil sie den dafür
       nötigen Netzausbau für teuer und ineffizient hält].
       
       „Wir alle wollen ein warmes Zuhause, Mobilität, die wir uns leisten können,
       und einen gesunden Planeten, auf dem unsere Kinder gut und frei aufwachsen
       können“, schreiben die Verbände im Protestaufruf. „In diesen krisenhaften
       Zeiten schützt der Ausbau Erneuerbarer Energien Verbraucher*innen.“
       
       26 Mar 2026
       
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 (DIR) [2] https://erneuerbare-energien-verteidigen.de/
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 (DIR) [4] /Ausbau-der-Erneuerbaren-in-Gefahr/!6164754
       
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 (DIR) Jonas Waack
       
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