# taz.de -- Israel, Libanon und der Irankrieg: Ist die Hisbollah am Ende?
> Was bedeutet der neu ausgebrochene Krieg für die Menschen und die
> politischen Machtkonstellationen im Land? Könnte dies das Ende der
> Hisbollah bedeuten?
Der Irankrieg hat [1][längst auch den Libanon erreicht]. Fast eineinhalb
Jahre lang war es vergleichsweise ruhig zwischen dem Libanon und Israel.
Zumindest offiziell herrschte ein Waffenstillstand. Doch diese fragile Ruhe
ist nun vorbei. Einige Tage nachdem die USA und Israel in einem gemeinsamen
Angriff das geistliche Oberhaupt Irans, Ali Chamenei, getötet haben, hat
sich die Lage dramatisch verändert. Als Reaktion darauf feuerte die
libanesische, von Iran unterstützte Miliz Hisbollah erneut Raketen auf
israelisches Gebiet ab.
Israel reagiert seitdem mit massiven Luftangriffen auf Ziele im Libanon und
ist mit einigen Einheiten in den Süden des Landes vorgedrungen. Besonders
in den Grenzregionen spitzt sich die Lage zu. Dort sind viele Menschen
erneut gezwungen, ihre Häuser zu verlassen und [2][zu fliehen]. Die Angst
vor einer weiteren militärischen Eskalation wächst täglich. Für viele
Libanesinnen und Libanesen bedeutet das eine schmerzhafte Rückkehr zu einer
Realität, die sie aus früheren Konflikten nur zu gut kennen.
Doch der Krieg wirft nicht nur humanitäre Fragen auf. Er stellt auch die
[3][politischen Machtverhältnisse] im Libanon erneut infrage. Die Hisbollah
gilt seit Jahrzehnten als einer der einflussreichsten politischen und
militärischen Akteure im Land – eng verbunden mit Iran und tief verankert
im libanesischen politischen System. Gleichzeitig wächst innerhalb der
Bevölkerung die Sorge, dass der Libanon erneut zum Schauplatz eines
Stellvertreterkrieges wird.
Was bedeutet dieser Krieg also konkret für die Menschen im Libanon? Wie
verändert er das ohnehin fragile politische Gleichgewicht im Land? Und
könnte die aktuelle Eskalation tatsächlich einen Wendepunkt markieren –
möglicherweise sogar das Ende der Hisbollah einläuten?
Über diese Fragen spricht in dieser Folge der fernverbindung Judith Poppe,
Redakteurin im Ausland, mit der taz-Korrespondentin im Libanon, Julia
Neumann.
11 Mar 2026
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